Kojima hatte mit MGS 1 ein Spiel, das über jeden Zweifel erhaben war. Für mich ohne Frage ein absolutes Meisterwerk, alleine die Art und Weise wie er einerseits die Greifbarkeit der politischen Message bewahrt und andererseits einen charakteristischen Stil mit teils abgehobenen Japano-Elementen aufgezogen hat. Diese Balance zwischen Storytelling, Pacing und Gameplay hat er danach aber nie wieder auch nur annähernd hinbekommen.leifman hat geschrieben:sondern nach dem drehbuchautor und regisseur, oder? und genau das hat kaum jemand so gut drauf wie kojima. okay, naughty dog packt es eventuell daran zu kratzen, aber was pacing und das zelebrieren von videospielen anbelangt, kann keiner kojima das wasser reichen.
ich fass es nicht, dass du, als einer der meint nicht erst seit gestern dabei zu sein, kojima in einen topf mit molyneux schmeisst, wahnsinn.
mit der aussage haste dich grad selber arg ins aus befördert.
greetingz
Gerade was den "Drehbuchautor und Regisseur" angeht is Kojima für mich die Definition eines Visionärs, der bei der praktischen Umsetzung irgendwann feststellen musste, dass er sich maßlos übernommen hat ... Seit Sons of Liberty war die Serie eine Aneinanderreihung von Kompromissen in Form abenteuerlicher Plot-Twists und Figuren, die selbst in durchschnittlichen Animes besser ausgearbeitet sind. Ich kann da nur jedem die Lektüre der MGS Database ans Herz legen, die damals mit MGS 4 auf der PS3 erschienen ist. Was da zum Teil an den Haaren herbeigezogen wurde, um irgendwie die Fäden beisammen zu halten, macht so mancher Twilight Fan-Fiction Konkurrenz.
Nichts für ungut, ich habe alle Teile mehrfach gespielt und verbinde sehr viel mit dem Franchise. Kojima ist ein passionierter Schöpfer, der vielen Menschen sehr, sehr viel Spaß bereitet hat und hoffentlich auch in Zukunft wird. Aber man muss die Kirche dann auch ein bisschen im Dorf lassen.
