The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

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JackyRocks
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von JackyRocks »

Prof_Dr_Faust hat geschrieben:Anscheinend hast du meine Kritik nicht verstanden.
Ich bin mir im Klaren darüber, dass es so gut wie unmöglich wäre nahezu jeden NPC in TW3 zu vertonen, eben weil es zu groß ist. Zumindest in dem Punkt ist die Quantität ganz klar priorisiert und das stört mich. Gleiches Spiel bei der Hauptstory.

Deinen Punkt, dass man an jedem Ort angeblich mehrere Male vorbeiläuft, kann ich überhaupt nicht bestätigen. Kein bisschen. Nord und Nordöstlich von Novigrad musste ich gefühlt null mal entlangwandern. Da kann ich mich an eine einzige Quest erinnern. Genauso das Gebiet südlich des Muhmen-Dorfs, wobei es da eventuell zwei Quests waren, aber das Gebiet per se war riesig. Am südwestlichen Rand der Velen-Karte war sogar nichts, wenn man mal vom Wiederaufstellen der Gebetsstatuen und den Handvoll Kannibalen absieht - außer eben diese ominösen Fragezeichen. Über Skellige hülle ich mal den Mantel des Schweigens.
Ich kenne das Spiel schon recht gut (alle Nebenquests gemacht) und daher weiß ich schon was ich weshalb kritisiere.

Skyrim kritisiere ich übrigens auch - sogar noch viel heftiger.
Ja gut in Velen gibt es extreme Beispiele wobei mir jetzt relativ klar ist wieso der Norden von Novigrad eher dünn war... da steckt jetzt Hearts of Stone drinne. Südlich des Kanibalendorfs hast du die Quest mit Keira und du bist auch nicht sonderlich weit von den Fragezeichen weg wenn du die Insel mit dem Turm besuchst. Direkt da gibt es keinen Quest. Hast du das Gebiet westlich vom Lager der Nilfgaardischen Armee mal besucht? Da ist ja generell nicht viel... du hast 2 Quests und ansonsten halt den langen Weg zum Turm. und dabei grast du die 5 Fragezeichen die da sind mit ab... ich glaube das kann verschmerzen. Wenn du aber dagegen setzt, dass dafür der Rest voll Mit Quests ist (da zähle ich eben auch die Jagd nach den Witcherausrüstungen mit rein) dann ist das schon ganz schön.

Skellige finde ich auch etwas heftig wobei man auch hier sagen muss.. die Inseln und auch Aard Skellig sind so designed dass du an den meisten Fragezeichen an Land vorbei kommst. Ja die auf dem Meer sind für den Arsch oder irgendwelche Pupsfelsvorsprünge... Velen... naja kannste halten wie ein Dachdecker... eine Ecken sind knackenvoll und du kommst zig mal vorbei andere sind halt eher leer und da hast du dann aber auch nur was weiß ich 4 Fragezeichen. Btw. du kommst auch noch in der Quest der Bywater Murders in den südwestlichen Teil und den südöstlichen Teil klappert man eh erst vor dem Ende ab weil die Gegner da Stufe 30 und höher sind... insofern.

Und wie gesagt ich schließ mich der Quantität nicht an. Rollenspiele gehen nun mal in Richtung lebendige Welt und nicht mehr Kammerspiel also fallen bestimmte Sachen raus, es sei denn du brichst die Atmosphäre und setzt auf geschriebenen Dialog oder hast 2 Sprecher die alle den selben Text labern... aber auch das wäre extrem Immersionsfeindlich.
Igorsam hat geschrieben:Aber zur Vertonung, wie teuer kann es sein ein paar Sätze aufzunehmen die NPCs zufällig zugeteilt werden? Kann sich gerne wiederholen bei mehreren NPCs.

Vielleicht bin ich da seltsam, aber für mich macht das einen sehr großen Unterschied. Als vergleich etwa Skyrim in Dragon Age Inquisition:

Skyrim:
- haufenweise NPCs mit repititiven Aussagen

DA:I:
- haufenweise NPCs die eher wirken wie Pappfiguren die irgendwo kleben (bewegen sich oft wirklich nicht) und keinerlei Interaktion
- die fehlende Party-Interaktion außerhalb festgelegter Interaktionen finde ich auch absurd schlecht für die "Immersion"

Skyrim ist zwar nicht herausragend (hier gibts wie bereits dargestellt Grenzen) - aber schafft immernoch eine wesentlich bessere Atmosphäre als ein Spiel wo NPCs 0 Interaktion haben und teilweise an einer Stelle festgeklebt wirken. Es sind kleine Details, aber diese machen für mich oft die ganze Atmosphäre eines Spiels aus.
Die sind doch vertont! Was er will ist aber eben ein tiefgreifendes Gespräch oder so ein Schotter wie in Skyrim wo jeder daher gelaufene Bauer dir ne halbe Enzyklopädie an die Backe quatschen konnte. Die NPC's quatschen in jedem Dorf miteinander oder singen oder sonst was. Wenn du sie ansprichst hörst du halt verschiedene Sprüche. Wenn du durch Dörfer reitest wirst du als Freak, Mutant, Abschaum beschimpft, dir wird gesagt, dass Typen wie du für Krankheit und Wehrkraftzersetzung schuldig sind, dass du kleine Kinder stielst, die Leute spucken aus usw. Die reagieren ja sogar und protestieren wenn du sie anrempelst oder gar umreitest... also ich weiß nicht wieviel mehr Immersion ich von irgendwelchen NPC's haben will.
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Guffi McGuffinstein
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von Guffi McGuffinstein »

Todesglubsch hat geschrieben:Rede dir das gerne ein. Ja, es werden ein paar Szenen und Gespräche geändert, auch das Ende ist ggfs. anders. Das macht dennoch nur einen winzigen Bruchteil vom Spiel aus. Im Vergleich zu Witcher 2, wo eben das komplette zweite Kapitel geändert wird, ist das halt garnichts.

Wie gesagt, ich beklag mich nicht, selbst ein Durchgang hat mich lange genug unterhalten. Aber wenn man in zukünftigen Spielen das Charaktersystem so gestalten würde, dass ein zweiter Durchgang auch eine andere Spielweise zulässt, wär's halt supi.
Bei der Spielweise gebe ich dir Recht. Quen ist extrem mächtig und muss man im Endeffekt immer forcieren. Im Umkehrschluss nutze ich nur leichte Rüstung weil dann die Ausdauer schnell wieder auflädt. Dazu das erste Axii auf 3 um in Gesprächen Vorteile zu haben. Ich setze dann noch auf mehr Schaden bei schnellen Angriffen und fertig ist das ganze. Funktioniert mit allen Gegnern sofern man immer ausweicht und in Bewegung bleibt. Da war Witcher 2 besser. Vor allem war Aard da sehr viel nützlicher, gegen einige Gegner (erster Kampf mit Letho z.B.) sogar lebenswichtig.

Witcher 2 hab' ich tatsächlich nur einmal gespielt da ich es erst sehr spät als "Vorbereitung" zum dritten Teil gekauft hab'. Deswegen kenne ich nur den Storyverlauf wenn man sich auf die Seite von Iorveth stellt.

Mal abgesehen von dem komplett unterschiedlichen Kapiteln sind die Veränderungen in Witcher 3 aber mannigfaltiger wie ich finde und vor allem wird bei manchen Auswirkungen später klar, dass die ein oder andere Entscheidung, die man für gut gehalten hat am Ende aber zu negativen Folgen geführt hat.
Spoiler
Show
Wenn man z.B. John Verdun, den gefesselten Soldaten vor den Drownern rettet wirkt das ja erstmal als gute Entscheidung. Später trifft man ihn aber wieder und er hat mit seinen Kumpanen wehrlose Flüchtlinge niedergemacht um an Geld zu kommen das er dann Geralt geben will. Wenn man sich dann entscheidet ihn dafür zu killen muss man auch seine Kumpanen töten nur um dann einen Brief an die Familie eines der Männer zu finden in dem er sich auf seine baldige Heimkehr freut. Und das ist eine Quest die nicht mal im Log auftaucht und trotzdem so vielschichtig dieses Zwielicht zwischen gut und böse, die Folgen von tun oder lassen zeigt das Witcher 3 so ausmacht.
Highnrich
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von Highnrich »

adventureFAN hat geschrieben:
Highnrich hat geschrieben:Geralt steuert sich so hakelig dass ich nach einer stunde schon keine lust mehr hatte. Habe mich dann weitere 5 Stunden gequält und dann ausgeschaltet. Was bringt mir die schönste Welt und tolle story, wenn sich das Spiel einfach nicht gut spielt? Dann schau ich lieber einen Film.
Gibt jetzt eine Option für eine direktere Steuerung/Animationen.
Hört sich zu gut an, gibts davon ein Video?
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adventureFAN
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von adventureFAN »

Highnrich hat geschrieben:
adventureFAN hat geschrieben:
Highnrich hat geschrieben:Geralt steuert sich so hakelig dass ich nach einer stunde schon keine lust mehr hatte. Habe mich dann weitere 5 Stunden gequält und dann ausgeschaltet. Was bringt mir die schönste Welt und tolle story, wenn sich das Spiel einfach nicht gut spielt? Dann schau ich lieber einen Film.
Gibt jetzt eine Option für eine direktere Steuerung/Animationen.
Hört sich zu gut an, gibts davon ein Video?
Jau: https://www.youtube.com/watch?v=52arfcOeWl4

Aber man müsste es schon selbst "fühlen".
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Guffi McGuffinstein
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von Guffi McGuffinstein »

adventureFAN hat geschrieben:Jau: https://www.youtube.com/watch?v=52arfcOeWl4

Aber man müsste es schon selbst "fühlen".
Hatte ich gar nicht bemerkt. Hab' das jetzt auch umgestellt. Geralt steuert sich sehr viel direkter und besser als mit der standardmäßigen trägen "Gummiband" Steuerung. Danke für den Hinweis.
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Pictoplasma
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Re: The Witcher 3: Wild Hunt: Habe bewiesen, dass längere Spiele nach wie vor gefragt sind

Beitrag von Pictoplasma »

Ganz ehrlich: Etwas weniger Umfang und dafür weniger repetitive Aufgaben würde ich jederzeit bevorzugen. Die Nachricht, dass das nächste Spiel von CD Red noch größer werden soll sehe ich auch eher negativ.

Riesiger Umfang bringt immer Kompromisse mit sich, die mich in den meisten Fällen früher oder später anfangen zu langweilen.