Mir hat diese nicht-geskriptete KI sehr viel Spaß gemacht, weil man eben nie wusste, wie sich das Alien verhalten wird. Es ist gerade kein Trial & Error - kann man im ersten Versuch einen Gang einfach durchgehen, kann es sein, dass man im zweiten geschnappt wird.
Geärgert haben mich lediglich jene Stellen an denen das Alien vom Spiel relativ plump neu "gespawnt" wird - zB einmal öffne ich mit einer keycard einen vorher nicht zugänglichen Trakt und das Alien sitzt genau vor mir; obwohl es mich gerade noch durch den Gang zum Zimmer gestalkt hat. Hier ist sehr offensichtlich, dass das Spiel das Alien auf eine neue "Route" im neuen Areal gepflanzt hat. Ein anderes Mal ist mir dasselbe passiert, nur dass mich das Alien durch eine Deckenluke geschnappt hat. Klar, auf die Luken muss man aufpassen...aber doch wohl nicht, wenn das Alien gerade noch hinter einem war
Zum Thema: Ich habe das Spiel wirklich gerne gespielt, würde aber einen Nachfolger seltsam finden. Das wird dann exakt genauso wie bei den Filmen, wo es stetig bergab gegangen ist. Alien Isolation hat mir alles geliefert, was ich mir von einem guten Alien Spiel erwarte - ich wüsste nicht, was man da jetzt bringen könnte, ohne einen 0815 Weltraumshooter daraus zu machen.
Davon abgesehen, frage ich mich, was sich die Entwickler eigentlich erwartet haben. Das Spiel ist teilweise härter als die Souls-Reihe (instant-death und so) und von einem Shooter wie CoD von der Spielmechanik meilenweit entfernt. Durch den - völlig zu Recht! - so stark betonten stealth-Charakter bietet es auch weniger spielmechanische Abwechslung wie zB Dead Space. Das Spiel hat gute Wertungen bekommen und sich angesichts des Nischengenres sehr ordentlich verkauft. Wenn es trotzdem wirtschaftlich kein Erfolg war, dann war die Kalkulation einfach ein Schmarrn.