Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
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Vernon
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Ein bischen Bammel vor euch Theoretikern habe ich schon.
Lasst doch die Leute snipen und beim Tittenwackeln zugucken. Sie tun niemandem weh und leben ihre Instinkte virtuell aus.
Ihr könntet dies und Pornos, Alkohol, Zigaretten verbieten lassen. Aber da bin ich selber neugierig, wohin das mündet.
Irgend eine taz-headline wird dann schon passen.
Falls dennoch die eine oder andere Frau zu kurz kommt: wir haben dieses Jahr wohl 800.000 Flüchtlinge aufgenommen. Meist junge Männer nebst einigen Familien. Die hiesigen Mädels können sich von den jungen Buben richtig schön nach islamischem Brauch verwöhnen lassen, und müssen sich nicht mit dem Gamerzeugs abgeben.
Lasst doch die Leute snipen und beim Tittenwackeln zugucken. Sie tun niemandem weh und leben ihre Instinkte virtuell aus.
Ihr könntet dies und Pornos, Alkohol, Zigaretten verbieten lassen. Aber da bin ich selber neugierig, wohin das mündet.
Irgend eine taz-headline wird dann schon passen.
Falls dennoch die eine oder andere Frau zu kurz kommt: wir haben dieses Jahr wohl 800.000 Flüchtlinge aufgenommen. Meist junge Männer nebst einigen Familien. Die hiesigen Mädels können sich von den jungen Buben richtig schön nach islamischem Brauch verwöhnen lassen, und müssen sich nicht mit dem Gamerzeugs abgeben.
Zuletzt geändert von Vernon am 06.09.2015 03:58, insgesamt 1-mal geändert.
- No Cars Go
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Wer de facto anerzogenes Verhalten mit Instinkt verwechselt, kann keine Sensibilität für das Thema aufbringen und wird so ganz zwangsläufig nicht so recht verstehen, wo nun eigentlich das Problem liege.Vernon hat geschrieben:Ein bischen Bammel vor euch Theoretikern habe ich schon.
Lasst doch die Leute snipen und beim Tittenwackeln zugucken. Sie tun niemandem weh und leben ihre Instinkte virtuell aus.
Ihr könntet dies und Pornos, Alkohol, Zigaretten verbieten lassen. Aber da bin ich selber neugierig, wohin das mündet.
Irgend eine taz-headline wird dann schon passen.
Zumindest mir geht es mitnichten darum, irgendwem den Genuss von Fiktion zu verbieten. Männliche Ansprüche an Kontrolle über das "schwache" Geschlecht zeigen ihre Symptome in fast allen Bereichen des Alltags. Ich wäre schon froh, wenn durch Aufklärung erreicht würde, sich nicht länger selbst zu beheucheln, das wär alles gar nicht so wild.
- 3nfant 7errible
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Würde, würde, würde..... Der Film wird weitestgehend als empowering feminist movie bezeichnet. Sexuelle Objektivierung ist ja gar nicht so schlimm, worüber haben wir uns eigentlich immer aufgeregt? etcNo Cars Go hat geschrieben: Scipione: Als ob eine Anita Sarkeesian das von dir ins Ring geworfene "Magic Mike"-Gehabe nicht genauso bewerten würde. Woher kommt immer die Unterstellung, Frauen hätten nur ein Problem mit Sexismus gegen Frauen, nicht aber mit Sexismus gegen Männer? Das ist doch völliger Blödsinn. Als würd man einem Vegetarier sagen: Dann darfste aber auch keine Lederschuhe kaufen. Ja, ach, macht der auch nicht.
Ich mein, irgendwann, so spätestens nach dem 300 Millionsten mal oder so, wirds dann hohl. Irgendwann beurteilt man jeden nach dem was er tut, und nicht nachdem was er behauptet zu tun, oder was die "PR-Abteilung" rausgibt. Wird hier ja tatsächlich auch regelmässig kritisiert, wenn ein Publisher-Futzi das mal wieder macht.
BTW... in Anitas Vorstellung was ein gutes, feministisches Spiel wäre, sieht man gleich paar Sekunden nach dem Start eine überwältigte Wache in Unterhose https://youtu.be/LjImnqH_KwM?t=19m47s nachdem sie sich ewig lang darüber ausgelassen hat, wie schlimm Gewalt in Zusammenhang mit halbnackter Darstellung ist
.... SO funktioniert das, und nicht mit würde, hätte, Spekulatius... aber Achtung, jetzt kommt ein Spekulatius von mir: im umgekehrten Fall hätte sie genau sowas als "rape scene" bezeichnet. ; )
Auch der Hinweis, dass mein Beispiel schlecht wäre, weil es sich in dem Film ja um Stripper handelt, ist natürlich nichts anderes als unfreiwillig komisch, wenn man mal bedenkt wie häufig sie schon Stripperinnen oder Prostituierte in Spielen kritisiert hat. Ebenso der Hinweis auf die Schwulen, die diesen Film genossen hätten. Ich hatte auf einer vorigen Seite bereits gespostet, wie heftig eine lesbische Gamerin attackiert wurde, weil sie es wagt in Spielen gerne sexualised Girls zu bewundern.
aber klar, feminists & SJWs treten auch für die LGBT community ein

Der Punkt ist, die ewig alte Vorstellung, dass nur Männer ihre Sexualität geniessen dürfen und Frauen das nicht zusteht, wenn sie als gut und anständig angesehen werden wollen, war nicht richtig und nicht progressiv. Der Versuch, von gewissen crazy feminists das ganze heute umdrehen zu wollen, ist nicht richtig und nicht progressiv. Auch es für beide Geschlechter zu verbieten ist nicht richtig und nicht progressiv, aber immerhin etwas weniger heuchlerisch, wenn gleich auch ultra-christlich-konservativ.
Also dieses "nicht richtig" jedenfalls meiner liberalen Ansicht nach, und der der meisten Psychologen/Mediziner, die unterdrückte Sexualität als ungesund ansehen.
- Dominius
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Nein.Hafas hat geschrieben:Mir kommt es so vor, als wäre nun alles, was "sexy" ist, jetzt automatisch auch "sexistisch".![]()
Man darf sich nicht mehr in Ruhe aufgeilen ohne angemacht zu werden (pun intended).
Aber müssen weibliche Charaktere mit sinnlosen Bikini-Rüstungen rumlaufen? Aber muss Quiet nur in Unterwäsche rumlaufen und im Heli irgendwelche Dehnübungen machen, während 'Big Boss' zuschaut? Aber müssen viele weibliche Charaktere auf ihre vermeintlichen optischen Reize reduziert werden? Aber muss es Achievements geben, wenn ich nem weiblichen NPC auf die Titten glotze? Aber muss...
Nein, muss es nicht. Diese Dinge sind in vielen Fällen nur noch immersion-breaking oder vergraulen die (eigentlich gar nicht so) wenigen weiblichen Spieler*innen. Und auch ich brauche beim besten Willen keine sinnlose Sexualisierung meiner Spiele. Dadurch ist nichts gewonnen und nicht davon trägt irgendwie zum Spielerlebnis bei, eher im Gegenteil.
Wenn sich irgendwer Pornos ansehen will, bitte sehr. Aber lasst doch bitte meine Spiele mit dem Krams in Ruhe.
- Kensuke Tanabe
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Deine Spiele? Ach Gottchen!Dominius hat geschrieben: Aber lasst doch bitte meine Spiele mit dem Krams in Ruhe.
Wenn du eins programmierst darfst du gerne alles Sexfrei halten.
Man darf auch Spaß an sexistischen Spielen haben. Und Samus ist totz sexyness eine taffe, starke, (virtuelle) Frau, wie z.B. auch Bayonetta.
Die Sarkeesian Videos will ich jetzt überhaupt ncht angreifen, und sicher haben sie ihre Daseinsverechtigung, aber ganz so ernst nehme ich das dann doch nicht.
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Deprisoph
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Worum gehts hier eigentlich? Versteh ich es richtig, daß implizit von dieser Frau zwar durchaus mit richtigem inhaltlichen Kern, aber z.T. absurd falschen Detail-Lügen gefordert wird, daß in einer krankhaft sexualisierten Werbe-Konsumwelt, wo Mode, Fernsehen, Literatur, Filme schon kleinste Mädchen dermassen indoktrinieren, daß sie noch im einstelligen Alter versuchen, erwachsenen Rollenspielmustern zu entsprechen, ausgerechnet die Spiele-Branche selbstkritisch den Rendite-Wahn durchbrechen soll, den jene Frau selber offenbar verfolgt?
Wie bescheuert ist das denn?
Natürlich wird in der Spielebranche ein absurd bescheuertes Mann-Frau-Bild vermittelt. Wie ÜBERALL in unserer Gesellschaft. Oder auch in VERGANGENEN oder anderen Gesellschaften. Soll etwa das Frauenbild des MIttelalters oder aus Saudi-Arabien als Vorbild genutzt werden? Ich schätze nicht.
Unsere Gesellschaft ist nach wie vor weit entfernt davon, mit Sexualität gesund umzugehen. So wie unsere Gesellschaft weit entfernt davon ist, mit ziemlich VIELEM gesund umzugehen. Wir leben in einer Welt, wo Erwerbsarbeit, Konsum, Wirtschaftswachstum die beherrschenden Dogmen sind. Denen richten sich alle aus. Immerhin sorgt der Kapitalismus nicht dafür, daß wir uns gegenseitig tot schlagen wollen. Aber gegenseitig bescheissen tun wir reichlich - und zum Teil animalische Instinkte, wie den Sexualtrieb dazu benutzen, um uns gegenseitig zu bescheissen, erst recht. Wir stopfen uns gegenseitig sogenannte "Bedürfnisse" in die Hirne, die vorrangig dazu dienen, ein Produkt zu verkaufen. Und da wir alle damit vollgestopft sind, machen wir damit natürlich weiter.
Daß Sarkesian nur ein klitzekleines Symptom unserer kranken Gesellschaft nutzt, um selber genau dieser Krankheit (nämlich Kohle machen) hinterherzulaufen... das ist das eigentlich verwerfliche an dem Vorgang. Und daß die meisten sich dann über plumpen Unsinn aufregen, statt gesellschaftskritisch die wenigen, sinnvollen Beiträge von dieser Frau aufzunehmen, ebenso. Diese Frau trägt leider NICHT dazu bei, damit mehr Menschen sich kritisch mit unserer gesamten Kultur beschäftigen. Insofern ist sie einfach nur eine typische Heuchlerin, die es in vielen Bereichen gibt. Man muss nur den Fernseher einschalten und sieht all die geschniegelten TV-Huren, die irgendeine Detail-Kritik heucheln, um Kohle damit zu verdienen. Halt die Jauchs dieser Welt.
Insofern passt es eben auch rein, daß 4players immer wieder über diese Frau berichtet. Es generiert KLicks, macht also Umsatz und tut somit genau das, was unsere Wirtschaft/Gesellschaft von jedem von uns ständig verlangt. Scheiss auf Sinn, scheiss auf Gesundheit, scheiss auf Aufrichtigkeit - solangs um Kohle geht, ist ALLES ANDERE zweitrangig.
Wie bescheuert ist das denn?
Natürlich wird in der Spielebranche ein absurd bescheuertes Mann-Frau-Bild vermittelt. Wie ÜBERALL in unserer Gesellschaft. Oder auch in VERGANGENEN oder anderen Gesellschaften. Soll etwa das Frauenbild des MIttelalters oder aus Saudi-Arabien als Vorbild genutzt werden? Ich schätze nicht.
Unsere Gesellschaft ist nach wie vor weit entfernt davon, mit Sexualität gesund umzugehen. So wie unsere Gesellschaft weit entfernt davon ist, mit ziemlich VIELEM gesund umzugehen. Wir leben in einer Welt, wo Erwerbsarbeit, Konsum, Wirtschaftswachstum die beherrschenden Dogmen sind. Denen richten sich alle aus. Immerhin sorgt der Kapitalismus nicht dafür, daß wir uns gegenseitig tot schlagen wollen. Aber gegenseitig bescheissen tun wir reichlich - und zum Teil animalische Instinkte, wie den Sexualtrieb dazu benutzen, um uns gegenseitig zu bescheissen, erst recht. Wir stopfen uns gegenseitig sogenannte "Bedürfnisse" in die Hirne, die vorrangig dazu dienen, ein Produkt zu verkaufen. Und da wir alle damit vollgestopft sind, machen wir damit natürlich weiter.
Daß Sarkesian nur ein klitzekleines Symptom unserer kranken Gesellschaft nutzt, um selber genau dieser Krankheit (nämlich Kohle machen) hinterherzulaufen... das ist das eigentlich verwerfliche an dem Vorgang. Und daß die meisten sich dann über plumpen Unsinn aufregen, statt gesellschaftskritisch die wenigen, sinnvollen Beiträge von dieser Frau aufzunehmen, ebenso. Diese Frau trägt leider NICHT dazu bei, damit mehr Menschen sich kritisch mit unserer gesamten Kultur beschäftigen. Insofern ist sie einfach nur eine typische Heuchlerin, die es in vielen Bereichen gibt. Man muss nur den Fernseher einschalten und sieht all die geschniegelten TV-Huren, die irgendeine Detail-Kritik heucheln, um Kohle damit zu verdienen. Halt die Jauchs dieser Welt.
Insofern passt es eben auch rein, daß 4players immer wieder über diese Frau berichtet. Es generiert KLicks, macht also Umsatz und tut somit genau das, was unsere Wirtschaft/Gesellschaft von jedem von uns ständig verlangt. Scheiss auf Sinn, scheiss auf Gesundheit, scheiss auf Aufrichtigkeit - solangs um Kohle geht, ist ALLES ANDERE zweitrangig.
- Sindri
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Das sind doch die gleichen Argumente der Gegenseite von AS. Wo genau unterscheidet ihr euch eigentlich voneinander?Dominius hat geschrieben:Aber lasst doch bitte meine Spiele mit dem Krams in Ruhe.
Erleuchtet mich bitte. Bitte haut mir eure Wiki-links um die Ohren. Ich bitte darum.Giant Hogweed hat geschrieben:Warum nimmst du nicht den Rat deines Vorredners an und informierst dich über Faschismus bevor du darüber schreibst?
- mr archer
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Als ob das was bringen würde. Du hättest doch schon damals Prometheus gebeten, das Feuer wieder mit rauf auf den Olymp zu nehmen, weil du dich dadurch in deinem Zivilisationsverständnis indoktriniert fühlst.Sindri hat geschrieben: Erleuchtet mich bitte. Bitte haut mir eure Wiki-links um die Ohren. Ich bitte darum.
- SethSteiner
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Doof nur dass sexy und Sexismus gar nicht dasselbe ist. Allerdings ist es sehr interessant, dass Frauen einerseits auf die Straße gehen, dass sie tragen können was sie wollen, während zeitgleich radikale Feministinnen wie islamische Fanatiker benehmen und Sex, attraktive Frauenkörper und attraktive Frauenkörper in knapper Kleidung als Tabu ansehen. Sexismus ist Diskriminierung, Shevas knappes Leopardenkostüm ist ebensowenig diskriminirend wie es Chris Redfields Muskelberge sind und etwaige Kleidungsstücke die das darstellen.No Cars Go hat geschrieben:All die Beispiele für offensichtlichsten Sexismus der jüngeren und jüngsten videoludologischen Geschichte? Mir wurd ein wenig schlecht, als in dem Video sehr dicht zusammengefasst wurde, wie Resident Evil als Franchise im Bereich Unlockables geradezu übersprudelt vor plumpem Sexismus - insbesondere bei der Darstellung einer ethnisch zentralafrikanischen Frau in rassiger (sic!) Eingeborenenaufmachung.
Als Jugendlicher hätt ich das total cool gefunden, klare Sache. Ich entsprach auch perfekt der Zielgruppe.
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Deprisoph
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Ich glaube nicht, daß Feministinnen dies als "Tabu" ansehen - aber sie sehen das Problem des gesellschaftlichen Drucks der auf Frauen ausgeübt wird, so rumlaufen zu "sollen". Und dieser Druck ist ungleich stärker, als z.B. ein Druck auf Männer, Muskelberge zu werden. Das beginnt schon in der Kindheit und läuft vielen Ebenen ab. Und die Ergebnisse lauten eben Depressionen, Eßstörungen, Selbstverletzungen, etc - wobei in allen "Disziplinen" die Männer ganz schön aufholen.SethSteiner hat geschrieben:Doof nur dass sexy und Sexismus gar nicht dasselbe ist. Allerdings ist es sehr interessant, dass Frauen einerseits auf die Straße gehen, dass sie tragen können was sie wollen, während zeitgleich radikale Feministinnen wie islamische Fanatiker benehmen und Sex, attraktive Frauenkörper und attraktive Frauenkörper in knapper Kleidung als Tabu ansehen.
Bei diesem gesellschaftlichen Druck sind aber Computerspiele ein sehr kleines Element. Dort zentral anzusetzen bringt aus meiner Sicht recht wenig, wenn man nicht den restlichen Irrsinn in unserer Gesellschaft viel stärker kritisiert. Insbesondere die Mode- und Werbebranche ist da ein großes Problem. Wenn man aber natürlich als "Feministin" a la Sarkesian Youtube-Vidoeos bastelt, die Werbung erzielen wollen... hmmmm...
Letztlich glaube ich aber eh, daß Sarkesian im Speziellen einfach nur ein Geschäftsmodell durchzieht.
- EZR
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Ähhh... Moment... Das erste sind eindeutig "männliche Power Fantasies"!Scipione hat geschrieben:
gesundes Ausleben weiblicher Sexualität, für starke, moderne, selbstbewusste Frauen, sexual objectification is awesome, empowering, go Ladies!
problematisch, sexistisch, misogyn, pubertär, für chauvinistische, perverse Männer, sexual objectification is evil, fuck off, sexist pigs!
- SethSteiner
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
@Deprisoph
Die Geschichte mit dem "so aussehen sollen" ist aber auch noch etwas komplexer, nicht nur dass es ja auch ohne Videospiele schon immer je nach Zeit ein bestimmtes Schönheitsideal gab, es ist auch nicht schlecht. Viele Menschen ernähren sich falsch und treiben zu wenig Sport, was am Ende schlecht für die Gesundheit ist. Gleichzeitig sind die Rollen, die in Actionfilmen aber auch Videospielen zusehen sind, oftmals welche die ganz natürlich Fitness verlangen. Es ist logisch, wobei die Kleidung natürlich nicht unbedingt logisch ist und es kann auch nerven oder unpassend sein aber der Punkt ist ja, dass man das nicht sachlich kritisieren kann, sondern stattdessen einen Begriff wie Sexismus wählen muss und den ganzen Rattenschwanz der damit zusammenhängt.
Die Geschichte mit dem "so aussehen sollen" ist aber auch noch etwas komplexer, nicht nur dass es ja auch ohne Videospiele schon immer je nach Zeit ein bestimmtes Schönheitsideal gab, es ist auch nicht schlecht. Viele Menschen ernähren sich falsch und treiben zu wenig Sport, was am Ende schlecht für die Gesundheit ist. Gleichzeitig sind die Rollen, die in Actionfilmen aber auch Videospielen zusehen sind, oftmals welche die ganz natürlich Fitness verlangen. Es ist logisch, wobei die Kleidung natürlich nicht unbedingt logisch ist und es kann auch nerven oder unpassend sein aber der Punkt ist ja, dass man das nicht sachlich kritisieren kann, sondern stattdessen einen Begriff wie Sexismus wählen muss und den ganzen Rattenschwanz der damit zusammenhängt.
- Dominius
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Feminist*innen machen das nicht. Allein eine klitzekleine Beschäftigung mit den Strömungen des zeitgenössischen Feminismus würde schnell herausstellen, dass deine Aussage völlig falsch ist. (Kleiner Tipp: Schau mal nach "Slutwalk" im Netz.)SethSteiner hat geschrieben:Doof nur dass sexy und Sexismus gar nicht dasselbe ist. Allerdings ist es sehr interessant, dass Frauen einerseits auf die Straße gehen, dass sie tragen können was sie wollen, während zeitgleich radikale Feministinnen wie islamische Fanatiker benehmen und Sex, attraktive Frauenkörper und attraktive Frauenkörper in knapper Kleidung als Tabu ansehen. Sexismus ist Diskriminierung, Shevas knappes Leopardenkostüm ist ebensowenig diskriminirend wie es Chris Redfields Muskelberge sind und etwaige Kleidungsstücke die das darstellen.
Die Unterscheidung zwischen sexy und sexistisch wird auch in Sarkeesians Videos immer und immer wieder betont. Eine Sexualisierung, um vermeintlich hetereosexuelle Spieler* [sic!] anzusprechen, ist etwas anderes als die freie Wahl einer freizügigen Kleidung. Bei Werbung verhält es sich ähnlich.
In einem Fall entscheidet ein Mensch selbst darüber, was sie tragen will und wie sie sich zeigen will - im anderen Fall wird ein weiblicher* Körper für den männlichen* Blick hergerichtet und somit nicht mehr als Subjekt, sondern als Objekt behandelt.
"Diskriminierung" ist in diesem Zusammenhang auch nicht ganz der richtige Begriff. Wenn wir über sexistische Stereotype und Tropen reden, die in Videospielen genutzt werden, dann nicht, weil sie die Videospielcharaktere diskriminieren, sondern weil sie eben für eine Reproduktion solcher Stereotype auch über die Videospielwelten hinaus sorgen (können). Das ist der ganze Punkt der Videos.
Und wenn in RE sogar rassifizierter Sexismus vorkommt, geez, dann fehlen mir einfach die Worte. Solche Beispiele sind bei weiblichen* Charaktere zu Hauf zu finden, während sie bei männlichen* Charakten zwar vorkommen, aber doch eher mit der Lupe zu suchen sind.
Die konsequente Forderung ist nicht, hier eine "Gleichheit" herzustellen, sondern eine wertschätzende Darstellung von Charakteren zu finden, die durchaus sexy Charaktere erlaubt, ohne sie zu Fetischobjekten zu reduzieren. Dass das mehr Denkarbeit voraussetzt, ist allerdings klar.
- SethSteiner
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Natürlich kann ein Videospielcharakter sich nicht selbst kleiden wie er will, da er kein Mensch ist. Ich denke dieser Unterschied ist jedem so bekannt, wie er irrelevant ist. Ich kann nicht auf der einen Seite sagen "Mich zu schminken ist ja total okay aber wehe dieses Pixelmädchen ist geschminkt, das ist ja nur Sexualisierung um vermeintlich heterosexuelle Spieler anzusprechen!". Nein, Feministen tun das nicht, Radikale tun das aber sehr wohl. Es ist ja auch auffällig, wie Lesben ebenso unter den Tisch fallen wie Frauen, die attraktive Frauen und sexyness, sexy und attraktiv finden, es kann natürlich alles nur auf Männer ausgerichtet sein und nicht etwa grundsätzlich auf den Menschen.
Bei RE kommt auch kein rassifizierter Sexismus vor, weil gar kein Sexismus vorkommt, geschweige denn Rassifizierung, da das Outfit mit einer irgendwie gearteten "Rasse", die es bekanntlich unter Menschen nicht gibt, gar nicht vorkommt. Ethnifiziert wäre vermutlich der passendere Begriff. Natürlich wäre die konsequente Forderung, mehr sexy Skins für männliche Charaktere, ist doch logisch. Andersherum haben wir ja schließlich eine Forderung, die wir auch von religiösen Fanatikern haben könnten, nämlich bitte weniger freie weibliche Haut. Und deswegen ist das hier auch zutiefst diskriminierend, denn natürlich werden nicht die Bits & Bytes diskriminiert aber a) Frauen, die nämlich offensichtlich nicht sexy sein dürfen, weil sie dann womöglich Männern gefallen und Frauen aber die kennen radikale Feministinnen in dieser Rolle als Rezipienten die sich an nackter weiblicher Haut und körperbetonten Kostümen erfreuen nicht und b) Künstler, die offenbar ihre Kunst nicht frei ausüben dürfen, ohne dass man ihnen Diskriminierung unterstellt. Genau das hier fördert Slut-Shaming anstatt es zu bekämpfen.
Bei RE kommt auch kein rassifizierter Sexismus vor, weil gar kein Sexismus vorkommt, geschweige denn Rassifizierung, da das Outfit mit einer irgendwie gearteten "Rasse", die es bekanntlich unter Menschen nicht gibt, gar nicht vorkommt. Ethnifiziert wäre vermutlich der passendere Begriff. Natürlich wäre die konsequente Forderung, mehr sexy Skins für männliche Charaktere, ist doch logisch. Andersherum haben wir ja schließlich eine Forderung, die wir auch von religiösen Fanatikern haben könnten, nämlich bitte weniger freie weibliche Haut. Und deswegen ist das hier auch zutiefst diskriminierend, denn natürlich werden nicht die Bits & Bytes diskriminiert aber a) Frauen, die nämlich offensichtlich nicht sexy sein dürfen, weil sie dann womöglich Männern gefallen und Frauen aber die kennen radikale Feministinnen in dieser Rolle als Rezipienten die sich an nackter weiblicher Haut und körperbetonten Kostümen erfreuen nicht und b) Künstler, die offenbar ihre Kunst nicht frei ausüben dürfen, ohne dass man ihnen Diskriminierung unterstellt. Genau das hier fördert Slut-Shaming anstatt es zu bekämpfen.
- Sindri
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Ich merke, daß du weder argumentieren noch lustige Sprüche klopfen kannst. Bitte lass es.mr archer hat geschrieben:Als ob das was bringen würde. Du hättest doch schon damals Prometheus gebeten, das Feuer wieder mit rauf auf den Olymp zu nehmen, weil du dich dadurch in deinem Zivilisationsverständnis indoktriniert fühlst.


