Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
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- 5Finger
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
@ Sharkie
Jetzt mal Hand aufs Herz und ganz ehrlich : Hast du wirklich gedacht, dass das Bild zum originalen Tweet gehört?
Das Bild ist ausschließlich dazu da, zu verdeutlichen wie die Aussage einzuordnen ist.
Und da die Dame das ja auch explizit auf Rassen bezieht, braucht auch niemand erst eine rassistische Leseart einbringen. Die ergibt sich automatisch.
Jetzt mal Hand aufs Herz und ganz ehrlich : Hast du wirklich gedacht, dass das Bild zum originalen Tweet gehört?
Das Bild ist ausschließlich dazu da, zu verdeutlichen wie die Aussage einzuordnen ist.
Und da die Dame das ja auch explizit auf Rassen bezieht, braucht auch niemand erst eine rassistische Leseart einbringen. Die ergibt sich automatisch.
- Sharkie
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Hand auf's Herz: Im ersten Moment JA. Woraufhin ich auch entsprechend irritiert war und dann, wohlwissend um die von gewissen Gamergatern gepflegten Praktiken, nachrecherchiert habe, ob ich da vielleicht einer Manipulationsstrategie aufgesessen bin. Ein Verdacht, der sich dann als goldrichtig herausstellte.5Finger hat geschrieben:@ Sharkie
Jetzt mal Hand aufs Herz und ganz ehrlich : Hast du wirklich gedacht, dass das Bild zum originalen Tweet gehört?
Meine persönliche Reaktion ist aber nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass der Verbreiter dieses vermeintlichen Screenshots den Eindruck erwecken möchte, das Bild sei Teil der Originalquelle, und was das über diesen Verbreiter aussagt. Insbesondere unter Berücksichtigung des von Gamergate gehegten Anspruches, unredliche Arbeitstechniken bei der "Gegenseite" zu entlarven.
Und um diese Beurteilung noch zusätzlich zu verstärken (obwohl sie sich ja Deiner Meinung nach auch ohne das Foto "automatisch" ergäbe), ist es legitim, die Quelle zu fälschen?5Finger hat geschrieben: Das Bild ist ausschließlich dazu da, zu verdeutlichen wie die Aussage einzuordnen ist.
Und da die Dame das ja auch explizit auf Rassen bezieht, braucht auch niemand erst eine rassistische Leseart einbringen. Die ergibt sich automatisch.
- Kobba
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Eine Sarkeesian spricht nicht für alle Feminstinnen.
Und irgendein Gamer ist nicht ganz Gamergate.
:wink:
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Plor
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Du hast immer noch nicht verstanden, was ich mit meiner Spektrenverortung meine. Wie oft soll ich das noch wiederholen? Ich sehe rechts nicht gleich einer Nazi-Ideologie. Und ich sehe rechts auch nicht als die böse Ecke an. Es ist einfach ein bestimmtes Spektrum mit einer ähnlichen Terminologie, ähnlichen Inhalten und Überschneidungen in Haltungen zum politischen Diskurs... Nochmal: Ein SPEKTRUM!Scipione hat geschrieben:Du betreibst hier offensichtlich nichts anderes als klassischstes Gut/Böse Denken, indem du keine Kritik am heiligen Feminismus erlaubst, während du die Kritiker ohne Unterlass diffamierst. Tatsächlich tust du nichts anderes, bringst kein einziges sachliches Argument hervor, sondern begegnest jedem Kritikpunkt damit eine grosse Gruppe unterschiedlichster Menschen unterschiedlichster Herkünfte in eine Ecke zu stellen.Plor hat geschrieben:Das was Dominius geschrieben hat.Scipione hat geschrieben: (...)
Zumindest deine Suggestivfrage will ich noch beantworten. Nein, ich bezeichne weder Breitbart noch die Junge Freiheit als Lügenpresse und bin bisher auch noch nicht auf die Idee gekommen, Milo Yiannopolis als Lügner zu bezeichnen. Wie gesagt schlechter Stil, Pseudodiskurs, gut/böse-Denke darauf habe ich keinen Bock.
Ich habe das Gefühl, dass viel der Gamergate-Wut auch daher kam, dass Sarkeesian bewusst oder auch unbewusst falsch verstanden wurde:
Ihre Aussage: "Es gibt sexistische Stereotype in Videogames, die sich durch die gesamte Videospielgeschichte ziehen. Das sind sie"
Interpretation von Gamergate: "Boah, die hält alle Gamer und Spielentwickler für Sexisten"
Du machst hier den selben Fehler.
Meine Aussage: "Es gibt ein politisch rechtes Spektrum, in das sich auch Gamergate einordnen lässt. Das sind die anderen Akteure darin. Das ist ihre Terminologie, das sind ihre Inhalte. Gamergate hat diese auch."
Deine Interpretation: "Boah, du beschimpfst Gamergate als Nazis!"
Ich weiß nicht, wie ich noch mehr argumentieren soll, um dir meine Haltung diesbezüglich klar zu machen. Ich fühle mich gerade ziemlich mit meinem Latein am Ende.
Nee... sorry, nice try. In einem anderen Kontext würde ich dir ebenso spezifische Spektren der extremen Linken zerpflücken, deren eindimensionalen Antiimperialismus und Antiamerikanismus kritisieren. Wäre aber ein anderes Thema, wobei die Reaktionen aus der Ecke wahrscheinlich ähnlich wären (Nur, dass ich dann plötzlich als Konservativer oder Rechter bezeichnet werden würde.Scipione hat geschrieben:Und diese böse Ecke ist aus der Sicht eines autoritären Linken natürlich riesengross. Der ganze Weg von links, links-liberal bis hinüber zur anderen faschistischen Ecke.
Nee,... sorry, nice try. Du kennst ganz offensichtlich DEN Feminismus, der hier kritisiert wird, nur über den Umweg seiner Kritiker. Es ist so offensichtlich, dass du zugemüllt bist mit Gamergate-Texten und dich wahrscheinlich nie unvoreingenommen mit DEN hier kritisierten Feminismus auseinandergesetzt. Außerdem machst du einen klassischen Denkfehler: Du setzt den Abbau von Diskriminierung automatisch mit neuer Diskriminierung gleich. Das ist klassische Backlash-Rhetorik. Und wenn ich dir jetzt sage, dass diese von der CDU, PEGIDA, der AFD, den Republikanern, den Evangelikalen, der NPD und Donald fucking Trump betrieben wird, jammerst du wieder los. Sorry, aber das ist genau die Gesellschaft, in der du dich damit befindest. Und dieser Gedanke von mir folgt nicht der Logik "die Rechten sagen das, also ist es rechts", sondern "Es ist rechts. Folgerichtig, dass die Rechten es sagen!". Induktion und so... warum das ein klassisches rechtes Thema ist, habe ich irgendwo auf der letzten Seite versucht, nachzuzeichnen. Terminologisch sind das Begriffe wie "Gutmenschentum", "SJW", "Political Correctness"die sich pejorativ auf Gruppen beziehen, die soziale Gerechtigkeit verwirklichen wollen. Sprich, die klassischen Zielen der Sozialdemokratie ablehnend, spöttisch oder gar feindlich gegenüberstehen. Inhaltlich ist das die Ablehnung des Feminismus, der als dezidiert linker Gedanke geboren wurde, seine ersten Wurzeln in der Arbeiterbewegung, dem Sozialismus, der Sozialdemokratie, seine zweiten Wurzeln bei ökologischen und linken Bewegungen der 60er hat. Seine Ablehnung bedeutet immer einen positiven Verweis auf einen spezifischen sozialen Status Quo (Konservatismus), bzw. klaren Hierarchien (Autoritarismus/Faschismus), das Negieren dieses ausgrenzenden Status Quo wiederum ist ein Moment des Restaurativen, was man ideengeschichtlich wunderbar bis zum Koservatismus des 19. Jahrhunderts (Stichwort: Biedermeiertum) zurückverfolgen kann. Ich versuche hier echt inhaltlich zu argumentieren. Nicht nur mit Schlagworten Aber das kommt nicht durch, befürchte ich. Du liest nur "AFD", läufst rot an und denkst: "Boah, der hält mich für nen Nazi!" Und dann versuchst du es wieder mit einem Tu Quoque Move.Scipione hat geschrieben:Es will ausserdem kein Mensch wegen seines Geschlechts oder seiner Hautfarbe diskriminiert werden. Nein, auch niemand, der weiss und männlich ist. Der Feminismus, der hier kritisiert wird, tut aber genau das, indem er Begriffe wie "reverse sexism/racism" benutzt und deren Ausführung zu rechtfertigen versucht, was nichts anderes als Sexismus und Rassismus ist. Was im übrigen in den meisten westl. Staaten verboten ist. Grundgesetze, Arbeits- und Allgemeine Gleichbehandlungsgesetzte, egal ob national oder international, machen da keinen Unterschied. Diskriminierung ist Diskriminierung.
Nach deiner bestechenden Logik wären also Millionen von Menschen, ganze Regierungen, etliche Arbeitsgerichte, etc etc auf einer Stufe mit Pegida und Co......
wow![]()
Ernst gemeinte Frage: Ist es für dich unmöglich, dir vorzustellen, dass Anita Sarkeesian nicht bewusst aus niederen Motiven lügt, sondern eine Haltung hat, in der ihr selbst ihre Gedanken folgerichtig erscheinen? Oder anders gefragt: Glaubst du ernsthaft, sie setzt sich bei der Konzeption ihrer Videos hin und denkt sich "So, hier gehört noch eine fette Lüge rein, damit ich mein Thema gut aufbauschen kann?". Muss eine andere Haltung, ein anderer Umgang mit Wissenschaft gleich eine Lüge sein? Hältst du mich auch für einen Lügner? Muss ich jetzt dich für einen Lügner halten? Wie sollen wir mit der Haltung überhaupt noch weiterdiskutieren?Scipione hat geschrieben:2. Witz.... Gibt es also keine Lügen? Sollen wir den Begriff am besten aus unserem Wortschatz streichen? Wie nennen wir es dann, wenn jemand die Unwahrheit sagt, vielleicht gar absichtlich? Wie sollten Gerichte in Zukunft damit umgehen? Was wird aus dem Konzept der eidesstattlichen Erklärung? Und am wichtigsten, was wird aus Pinocchio?![]()
Ähmmm... nee... sorry, nice Try! Meinungsfreiheit heißt nicht, dass ich deine Meinung nicht zum Kotzen finden kann. Widerspruch gehört einfach zur Demokratie. Btw.: wieder so ein Gamergate-Fehler.Scipione hat geschrieben:Aber mal ehrlich, wer soll dir das überhaupt abnehmen? Du bist ja nicht mal ein Freund eines Mehrparteiensystems. Jede andere abweichende Position empfindest du als abscheulich. Sogar ganz normale, liberale oder konservative Positionen empfindest du als untragbar und fantasierst überall Verbindungen her. Aber Lügner als solche zu bezeichnen, nein, das geht gar nicht und ist schlechter Stil ^^
Aussage: "Ich halte eure Position für scheiße!"
Gamergate: "Boah, der will unsere Meinung verbieten. So ein Faschist! Zensur!!!111Elf"
ALTER, ich habe den Begriff Klassismus als wichtiges Thema des Feminismus benannt! Was soll ich denn noch machen? Dir mit nem Wörterbuch gegen den Kopf hauen?Die oben erwähnten Gleichbehandlungsesetze lassen übrigens Benachteilungen durch soziale Herkunft weitestgehend aus. Mit anderen Worten, hier herrschte eigentlich viel mehr Handlungsbedarf. Nun, wenn es doch nur wirklich Aktivisten für echte soziale Gerechtigkeit gäbe, und dieser Begriff nicht vom ungebildeten "social justice warrior" Mob völlig ad absurdum geführt werden würde...
- Sindri
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Und macht einen kurzen Stopp im 21.Jahrhundert und beschäftigt sich mit dem Sexismus in Computerspielen, der nach ihrer Meinung sich auch negativ auf die männliche Gesellschaft auswirkt.Plor hat geschrieben:Inhaltlich ist das die Ablehnung des Feminismus, der als dezidiert linker Gedanke geboren wurde, seine ersten Wurzeln in der Arbeiterbewegung, dem Sozialismus, der Sozialdemokratie, seine zweiten Wurzeln bei ökologischen und linken Bewegungen der 60er hat.
Ich wünschte AS würde sich für die Frauen in Indien oder allgemein im Nahen Osten einsetzen, die von Sexismus Debatten nur träumen dürfen.
Aber wahrscheinlich würde sie nicht genug Backer für so eine Kampagne finden.
- Sharkie
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Aber erst, wenn sie sich in der Krebsforschung engagiert hat, für den Weltfrieden eingetreten ist und eine angemessene Summe für Bedürftige gespendet hat! Prioritäten müssen sein, und wer sie nicht befolgt, der ist von vorneherein nicht ernstzunehmen, egal zu welchem Thema er seinen Senf gerne dazugeben möchte.Sindri hat geschrieben: Ich wünschte AS würde sich für die Frauen in Indien oder allgemein im Nahen Osten einsetzen, die von Sexismus Debatten nur träumen dürfen.
- Sindri
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Hat nix mit Feminismus zu tun aber egal.Sharkie hat geschrieben:Aber erst, wenn sie sich in der Krebsforschung
siehe oben.Sharkie hat geschrieben:engagiert hat, für den Weltfrieden eingetreten ist und eine angemessene Summe für Bedürftige gespendet hat!
Richtig, wenn es Frauen auf der Welt gibt, die vom westlichen Feminismus noch nicht profitieren, dann kann ich eine angebliche Feministen nicht ernst nehmen, die soziale Gerechtigkeit in unwichtigen Computerspielen sucht und daraus Schlüsse zieht.Sharkie hat geschrieben:Prioritäten müssen sein, und wer sie nicht befolgt, der ist von vorneherein nicht ernstzunehmen, egal zu welchem Thema er seinen Senf gerne dazugeben möchte.
- Dominius
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Das ist aber doch genau die Absicht von Scipiones Diskussionsstrategie, wenn ich das so nennen kann. Einfach die Wiederholung von Nonsens, bis das Gegenüber aufgibt. Du kannst Scipione nicht überzeugen oder zum Nachdenken anregen, das Weltbild, bzw. der Wahn ist schon fest gesetzt und auch Fakten rütteln meist nicht mehr daran.Plor hat geschrieben: Ich weiß nicht, wie ich noch mehr argumentieren soll, um dir meine Haltung diesbezüglich klar zu machen. Ich fühle mich gerade ziemlich mit meinem Latein am Ende.
Ich finde es wirklich positiv beachtlich, wie du dir hier Mühe gibst, aber du solltest mMn nicht MIT Scipione reden, auch nicht ÜBER ihn, aber durchaus über seine Behauptungen und Thesen.
Passendes Video dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=nfPAoz9GnWM
Soso, auch so ein antideutscher Bellizist also.Plor hat geschrieben:Nee... sorry, nice try. In einem anderen Kontext würde ich dir ebenso spezifische Spektren der extremen Linken zerpflücken, deren eindimensionalen Antiimperialismus und Antiamerikanismus kritisieren. Wäre aber ein anderes Thema, wobei die Reaktionen aus der Ecke wahrscheinlich ähnlich wären (Nur, dass ich dann plötzlich als Konservativer oder Rechter bezeichnet werden würde.
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Plor
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Wenn schon Gutmensch, dann auch richtig!Dominius hat geschrieben:Soso, auch so ein antideutscher Bellizist also.
- 5Finger
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Nur wurde die Quelle nicht gefälscht, sondern eine dritte Person hat den Post genommen, abgeändert und dann sein Werk weiter verbreitet. Das ist ein Unterschied.Sharkie hat geschrieben:Und um diese Beurteilung noch zusätzlich zu verstärken (obwohl sie sich ja Deiner Meinung nach auch ohne das Foto "automatisch" ergäbe), ist es legitim, die Quelle zu fälschen?5Finger hat geschrieben: Das Bild ist ausschließlich dazu da, zu verdeutlichen wie die Aussage einzuordnen ist.
Und da die Dame das ja auch explizit auf Rassen bezieht, braucht auch niemand erst eine rassistische Leseart einbringen. Die ergibt sich automatisch.
Dadurch ist es für mich auch ungefähr so legitim und sinnvoll, wie Dinge aus dem Kontext zu reißen oder nur zu Teilen zu betrachten um einen Aufhänger zu produzieren.
Btw was heißt hier meiner Meinung nach? Es steht schwarz auf weiß in ihrem Post : same with race.
Würdest du genauso gelassen reagieren, wenn ein weißer, (männlicher), Hetero das schreiben würde?
Wie würdest du reagieren wenn ich sage, ich würde es unterstützen, dass meine Kindern von Immigranten und Asylanten getrennt unterrichtet werden?
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Gast
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Sorry, Sharkie, aber das ist völliger Schwachsinn. Allein anhand der schiefen Positionierung des Bildes erkennt wirklich jeder, der auch nur in geringem Maße mit Twitter vertraut ist, dass das kein im Tweet eingebundenes Bild sein kann, sondern eher als Reaction Pic auf die Aussage gemeint war.Sharkie hat geschrieben:Entscheidend ist, dass der Verbreiter dieses vermeintlichen Screenshots den Eindruck erwecken möchte, das Bild sei Teil der Originalquelle
Hätte der Ersteller dieser Tweet-Bild-Kombination den Eindruck erwecken wollen, dass das alles Teil einer Originalquelle sei, so ließe sich das kinderleicht mit im Internet verbreiteten Tools wie etwa Tweetfake, Simitator, Lemmetweetthatforyou und co. bewerkstelligen.
Zuletzt geändert von Gast am 03.09.2015 19:01, insgesamt 1-mal geändert.
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CritsJumper
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Wulgaru hat geschrieben:Du redest hier aber eher von dem was der Staat in der Vergangenheit gemacht hat, sei es hinsichtlich gesellschaftlicher Befindlichkeiten oder eben Jugendschutz Spiele und Filme zu verbieten oder zu zensieren. Das ist ja ein Trend der zurückgeht, wenn du dich damit beschäftigst was in den 90ern noch auf dem Index war und was jetzt durchgeht. Von einer steigenden Einschränkung künstlerischer Freiheit kann also keine Rede sein, ganz im Gegenteil. Von Fahrenheit sind wir heute weiter entfernt denn je.ChrisJumper hat geschrieben:
Es ist halt schrecklich wenn künstlerische und journalistische Freiheit eingeschränkt wird. Das ist die Bedrohung die hier manche wohl haben, meiner Meinung nach berechtigt wenn man sieht wie unterschiedlich Videospiele im Vergleich zu anderen Medien behandelt werden.
Wulgaru, ich meinte es auch eher Symbolisch. Dennoch teile ich deine Meinung nicht komplett. Wie Stark bestimmtes zutrifft das ist in der Regel sehr unterschiedlich, genau wie eine Einschätzung der Lage.
Sarkeesian überschätzt wahrscheinlich ihre Kritikpunkte in den Games, genauso wie ich ihre Macht überschätze. Nebenbei hat es mich in der Tat erstaunt/entsetzt wie aggressiv und polarisierend teilweise diverse Äusserungen waren.
Noch mal zum Staat, der Staat hat es teilweise beschlossen, aber auch teilweise verändert weil die Mehrheit der Wähler das vielleicht für richtig empfunden haben. Was eigentlich ja gut ist, aber wenn die Mehrheit der Wähler jetzt findet das nackte Ohrläppchen zu sexistisch sind.. könnte es morgen schon zensiert werden. Wenn dann keine Spiele mehr erscheinen die nackte Ohrläppchen zeigen, ich fände das schade. Konstruktive Kritik ist weiterhin erwünscht und ich den Sarkeesian bringt davon viel mit.
Aber hast du diese Uni-Bewegung und die Rape-Culture Entwicklung mitbekommen an amerikanischen/kanadischen (?) Universitäten? Ich weiß es jetzt nicht mehr so genau, aber da gibt es wirklich seltsame Storys zu dem Thema. Das sich junge Menschen bedroht fühlen vom anderen Geschlecht obwohl es keinen Anlass dazu gibt, quasi Propaganda damit es bloss nicht zum Sex vor der Ehe kommt. Das ist etwas das ich mir in Europa nicht wünsche. Genauso wenig wie: Das die örtliche Polizei meine Aufsichtspflicht als Elternteil anzweifelt weil ich denke das die 13 bis 15 jährigen Kinder ohne Elternaufsicht im 30 KM Radius der Nachbarschaft oder in einer entfernten grösseren Stadt vielleicht mal alleine ins Kino gehen können.
Nun das Urheberrecht ist relativ stark einschränkend, Apple verband nackte Haut aus ihrem Store oder diverse Wörter in anderen e-books Werken. Facebook filtert aggressiv nach Pornographie oder wohl eher auch nackter Haut. Sperren bei Youtube.. oder Zensurlisten bei Steam für bedenkliche Versionen. Dann eben die Diskussion um Jugendschutz im Internet. Du solltest dir das wirklich mal ansehen. Es geht darum das jede Webseite ein Altersranking hat und somit explizit ab 18 Ist wenn diese Seite aus dem Ausland stammt oder sich nicht an Jugendrichtlinien hält. Kollateralschaden für das Netz wäre das.Von einer steigenden Einschränkung künstlerischer Freiheit kann also keine Rede sein, ganz im Gegenteil. Von Fahrenheit sind wir heute weiter entfernt denn je.
Eben weil es einfacher geworden ist, sitzt der Finger da vieeel lockerer. Gut die GFOC ist immer noch umgehbar. Aber das Geschrei nach immer mehr Menschen und Programmen die jedem genauer auf die Finger schauen sollen und das man sich wohl schon Strafbar macht wenn man seine Browserhistory-Löscht oder seine Daten verschlüsselt. Aber ich schweife ab. Grob denke ich das du da meinen Punkt verstanden hast.
- Sharkie
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Ach sorry Sindri, mein obiger Post las sich auf den zweiten Blick schnippischer, als es tatsächlich von mir intendiert gewesen war. Das rutscht mir als Reaktion auf Auslachsmilies manchmal so raus - ich versuche es aber gerne nochmal sachlich. Lass mich kurz und unaufgeregt erklären, warum es Quatsch ist, bestimmte Tätigkeitsfelder als "First-World-Problems" zu diskreditieren oder auch (geschieht meist in einem Atemzug) auf die "wahren Probleme" zu verweisen.Sindri hat geschrieben: [...]
Dieses Argument ist gehaltlos, weil es beliebig und auf jedes Problem anwendbar ist. Ebensogut könnte man sagen "Aber bevor den Frauen in Nahost geholfen wird, muss erstmal der Krieg dort aufhören, vorher kann ich das nicht ernstnehmen". Oder auch "Die ganze Frauenunterdrückung hat doch in der Religion ihr Wurzeln, erstmal muss Säkularisierung her". Man kann jederzeit ein Problem durch den Vergleich mit einem (verwandten oder nicht verwandten) größeren Problem marginalisieren. Bis man dann irgendwann vor einem so großen Problem steht, das realistisch betrachtet nicht mehr lösbar ist.
Dass die Lage der Frauen in Indien oder im Nahen Osten das weitaus größere Problem ist, als die Darstellung von Frauen in Computerspielen, das weiß wohl auch Frau Sarkeesian. Das heißt aber nicht, dass man Letzteres nicht diskutieren sollte. Warum sollte es auch? Und warum muss man Probleme, die allesamt Aufmerksamkeit verdienen, gegeneinander ausspielen?
Davon abgesehen sollte man sich vielleicht einmal daran erinnern, dass die allermeisten Menschen so ziemlich gar nichts zur Verbesserung der Welt beitragen. Gegen jene zu polemisieren, die sich in einem gewissen Teilbereich engagieren, nur weil einem dieser konkrete Teilbereich nicht schmeckt oder weil er einem banal vorkommt, ist vor diesem Hintergrund ziemlich kleinkariert. Und nicht nur das: Es kann, wenn man die eigene Argumentationsweise konsequent auf sich selbst anwendet, sogar heuchlerisch sein - außer, man hilft selbst Frauen in Indien, versteht sich.
- Sharkie
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Was Du beschreibst, ist Zitatfälschung. Wird Dir jeder, der ein wenig Ahnung von Methodik hat, bestätigen. Das Kommentieren eines Zitats durch den Zitierenden hat von der reinen Wiedergabe jenes Zitats deutlich und unmissverständlich getrennt zu erfolgen. Das ist in diesem Beispiel nicht der Fall, ich denke diesbezüglich gibt es relativ wenig Interpretationsspielraum.5Finger hat geschrieben: Nur wurde die Quelle nicht gefälscht, sondern eine dritte Person hat den Post genommen, abgeändert und dann sein Werk weiter verbreitet. Das ist ein Unterschied.
Bitte lenk nicht vom Thema ab. Ich habe die von Scipione weiterverbreitete Zitatfälschung kritisiert, nicht Sarkeesian oder ihre dort zitierte Aussage verteidigt. Dass uns eine Aussage verwerflich erscheint, rechtfertigt nicht ihre verfälschte Wiedergabe.5Finger hat geschrieben: Btw was heißt hier meiner Meinung nach? Es steht schwarz auf weiß in ihrem Post : same with race.
Würdest du genauso gelassen reagieren, wenn ein weißer, (männlicher), Hetero das schreiben würde?
Wie würdest du reagieren wenn ich sage, ich würde es unterstützen, dass meine Kindern von Immigranten und Asylanten getrennt unterrichtet werden?
- Sharkie
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen
Tja, dann bin ich wohl nicht gut genug mit Twitter vertraut. Für solch unmoderne Typen wie mich sieht das halt definitiv ausgesprochen missverständlich aus. Und jemand, der mit Zitaten arbeitet, hat dafür Sorge zu tragen, dass solche Missverständlichkeiten eben auf keinen Fall entstehen. Indem er, wie ich 5Finger oben schon schrieb, eine unmissverständliche Trennung zwischen Zitat und Kommentar vornimmt. Die ist in diesem Beispiel einfach nicht gegeben.LePie hat geschrieben: Sorry, Sharkie, aber das ist völliger Schwachsinn. Allein anhand der schiefen Positionierung des Bildes erkennt wirklich jeder, der auch nur in geringem Maße mit Twitter vertraut ist, dass das kein im Tweet eingebundenes Bild sein kann, sondern eher als Reaction Pic auf die Aussage gemeint war.
Hätte der Ersteller dieser Tweet-Bild-Kombination den Eindruck erwecken wollen, dass das alles Teil einer Originalquelle sei, so ließe sich das kinderleicht mit im Internet verbreiteten Tools wie etwa Tweetfake, Simitator, Lemmetweetthatforyou und co. bewerkstelligen.
