Kleiner Tip: diesen Verein gibt es nicht mehr...
Bitte nicht haten, mir war gerade danach mal ne schöne feste AA-Hirnwurst rauszuhauen.
Moderatoren: Moderatoren, Redakteure
:wink:Sir Richfield hat geschrieben:...
Ok, Diskursverlauf planen. Sehr schönbilly coen 80 hat geschrieben:Ich habe hier bewusst relativ überspitzt nur eine Seite der Medaille beleuchtet, weil ich einen Gegenpol zu einer anderen überspitzten These aufbauen wollte. Erfahrungsgemäß findet die Differenzierung dann im Laufe der weiteren Diskussion statt, vorausgesetzt man hat es mit Leuten zu tun, die über die Fähigkeit zur Diskussion verfügen, zu denen nach meiner Erfahrung aber Sir Richfield durchaus gehört... :wink:
Und was genau war dein Punkt weswegen du unbezahlte Künstler als Argument erwähntest, wenn nicht um eine Ungerechtigkeit zu beschreiben?greenelve hat geschrieben:Damit meinte ich aber nicht Leistungsgerechtigkeit, dass sie ungerecht bezahlt werden, sondern schon so wie ich es geschrieben hatte, dass sie überhaupt eine Bezahlung erhalten...Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Ich habe das nicht zur Sprache gebracht. Du meintest doch, daß ohne geltendes Urheberrecht Künstler ungerecht bezahlt werden. Ich habe dir nur gezeigt, daß es mit dem derzeitigen Urheberrecht sogar noch ungerechter ist.greenelve hat geschrieben:Leistungsgerechtigkeit...ok...daher weht der Wind...![]()
Legal darf sich jeder als Künstler bezeichnen. Auch Hausmeister und Prostituierte.douggy hat geschrieben:Warum darf sich jemand nicht Künstler nennen, der das wegen dem Geld macht?
Die Intention mag vllt. nicht förderlich für die Kreativität sein (und ob er damit glücklich ist), aber wenn er was "tolles" schafft, dann ist er ein Künstler.
Das ist natürlich ein Extrembeispiel was du da entwirfst, aber streng genommen trifft das auf van Gogh fast noch eher zu. Denn Maler wie er haben Auftragsarbeiten erledigt um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das sie heute in Museen hängen war ja nicht der Antrieb.Lebensmittelspekulant hat geschrieben: Ich finde aber nicht, daß ein Kulturprodukt, welches nur aufgrund von Marktanalysen und Standardformeln entstanden ist, dasselbe sein soll wie ein van Gogh Gemälde.
Mir ging es um die Aussage von Lebensmittelspekulant, Künstler, die nur des Geldes wegen Kunst machen, sind keine Künstler. Der Teil mit Publisher sind böse ist drin, da du die Verbindung von Mäzen zu Publishern gebracht hattest und Publisher, soweit ich es im Kopf hab auch bei dir, allgemein als Böse gelten. Weil Mainstream und Kreativlos und sind nur aufs Geld aus; die wahren Werke findet man nur bei kleinen Künstlern, die wie der kleine Mann gegen das Joch der Reichen ankämpfen....so in etwa. >.>Sir Richfield hat geschrieben:Ich glaube, da interpretierst du was in meinen Post rein, das nicht da war.greenelve hat geschrieben:Warte, damit wir uns verstehen - jaja Publisher sind böse -, die Leute von Monty Python dürfen für ihr Wirken kein Geld nehmen, sonst ist das nämlich keine Kunst.
Am Ende kommt noch sowas geldgieriges, kunstloses bei raus, wie eine letzte Abschiedstour, bei der alte Hanseln auf der Bühne stehen und ihren Text vergessen. Aber sowas von Kunstlos.
Damit meinte ich keine Leistungsungerechtigkeit. Leistungsungerechtigkeit sehe ich als: Zwei Personen machen die selbe Lagerhallenarbeit, der eine bekommt drei Euro, der andere 5 Euro die Stunde. Dann wird die Leistung ungerecht bezahlt.Lebensmittelspekulant hat geschrieben: Und was genau war dein Punkt weswegen du unbezahlte Künstler als Argument erwähntest, wenn nicht um eine Ungerechtigkeit zu beschreiben?![]()
Niemand will einem Künstler die Chance verwehren mit seinen Werken Geld verdienen zu können. Darum geht es nicht. Was mir dabei mittlerweile gewaltig auf den Sack geht, das ist die immer mehr ausufernde Verschärfung der Urheberrechts.greenelve hat geschrieben:Unbezahlte Künstler, gerade früher, als es kein Urheberrecht gab - sprich der Künstler kein Anrecht auf eine Entlohnung seines Werkes hatte, da er es nicht rechtlich beweisen konnte - mussten ständig bangen, ob nicht jemand anderes mit seiner Schöpfung Geld verdient und er nichts davon sieht. Und sowas nennen wir heute, mit unseren Regeln wie Urheberrecht, Diebstahl von geistigen Eigentum.
Sind das denn die Auftragsarbeiten, die im Museum hängen? Van Gogh hat jede Menge Bilder aus eigenem Antrieb gemalt. Nur weil jemand auch Kulturprodukte zu kommerziellen Zwecken verwertet heisst das nicht, daß er nicht auch nebenbei noch Kunst schaffen kann.Wulgaru hat geschrieben: Das ist natürlich ein Extrembeispiel was du da entwirfst, aber streng genommen trifft das auf van Gogh fast noch eher zu. Denn Maler wie er haben Auftragsarbeiten erledigt um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das sie heute in Museen hängen war ja nicht der Antrieb.
Schauspielerei kannst du von mir aus ja als Performancekunst verbuchen, auch wenn bei sowas das Handwerk über der Kreativität steht. Deswegen bezeichne ich deren Produkt eher als Unterhaltung.greenelve hat geschrieben:Bin da klar bei dir, es gibt zuviele Unterscheidungen, wer wieso weshalb warum Kunst macht. Deswegen finde ich auch die Aussage so daneben. Monty Pythons letzte Auftritte waren toll, auch wenn sie nur des Geldes wegen stattfanden.
Ich glaube sowohl als auch, denn das wir zum Beispiel so viele Exemplare vom Schrei haben (ja ich weiß das das nicht von van Gogh ist :wink: ), liegt eben auch daran das der Künstler das Ding mehrmals kopiert hat um es zu verkaufen. Eines der definierenden Bilder wenn es um das Wort Kunst überhaupt gilt, ist also quasi ein kommerzielles Objekt.Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Sind das denn die Auftragsarbeiten, die im Museum hängen? Van Gogh hat jede Menge Bilder aus eigenem Antrieb gemalt. Nur weil jemand auch Kulturprodukte zu kommerziellen Zwecken verwertet heisst das nicht, daß er nicht auch nebenbei noch Kunst schaffen kann.Wulgaru hat geschrieben: Das ist natürlich ein Extrembeispiel was du da entwirfst, aber streng genommen trifft das auf van Gogh fast noch eher zu. Denn Maler wie er haben Auftragsarbeiten erledigt um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das sie heute in Museen hängen war ja nicht der Antrieb.
Und darüber hinaus gab es zu seiner Zeit auch einfach nicht die technischen Möglichkeiten, über die die heutige kulturindustrielle Massenproduktion verfügt.
Nun, das dich oder mich etwas bewegt ist ja nun mehr als subjektiv, das trifft bei mir und Cameron auch eher weniger zu, aber ich bin mir ehrlich gesagt auch nicht sicher ob das das objektive Kriterium für Kunst ist. Die liegt sehr im Auge des Betrachters.Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Cameron ist ein guter Handwerker, ein leidenschaftlicher Geschäftsmann und er schafft populäre Unterhaltung. Ich mag auch einige Filme von ihm, wenn auch nicht unbedingt die Allererfolgreichsten
Wahrscheinlich arbeitet er weitaus fleissiger als die meisten Regisseure, die ich als Künstler bezeichnen würde. Bewegen tuen mich seine Werke dennoch nicht.