YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
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CritsJumper
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Re: YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
Kajetan ich denke der Punkt ist der, das beide Seiten noch um Verhandlungspunkte zerren und Kämpfen.
Für jeden der eine Internetseite betreibt ist es klar, das er bei weniger als 0,01 Cent Gewinn pro klick keine zehn Cent an die Gema zahlen kann. Eben ganz besonders weil auch nicht jeder Cent ein Klick ist. Die Beträge habe ich mir hier natürlich aus der Luft gegriffen aber das Verhältnis kommt hin.
Ganz besonders weil ja auch immer noch Luft nach oben ist, willst du eine Radiosendung oder einen Potcast machen und Musik dort spielen musst du das natürlich bei der Gema kaufen/freischalte. Dadurch das du aber vorher nicht weisst wie viele Downloads du hast und oder wie viele Kopien du über die Jahre erzeugst, ist das alte Gema-Modell hier definitiv nicht gut.
Ich kann die Gema verstehen, weil sie das Interesse von kleinen Künstlern vertritt, quasi der Gemeinschaft. Von denen die wenigstens eben ein Milliardenpublikum erreichen und auf eigenen Füssen stehen. Gleichzeitig werden kleine Internetanbieter von der Gema bestraft.
Google, könnte aber sehr wohl mehr Zahlen, das machen sie aber nicht. Das sehe ich dann durchaus als Problem an und sie versuchen ihre Machtposition zu gebrauchen. Im Grunde halte ich auch ein Leistungsschutzrecht für richtig, aber nicht Umsetzbar. Statt in die Konkurrenz zu gehen und Unternehmen/Suchmaschinen zu fördern die weniger Werbung schalten, neutralere Suchergebnisse liefern oder weniger Daten aus- und verwerten, gibt es keinen Wettbewerb.
Zum Thema: Ich finde das ok so. Die Youtube sollten, wenn sie Musik verwenden beim Streaming von dritten genau wie ein Radiosender entsprechende Auflagen haben. PUNKT. Allerdings sollten die Abgaben realistisch sein und einer Kontrolle unterliegen. Es ist perverse wenn jemand Vogelgezwitscher im Wald aufnimmt und das dann als Schützenwert einträgt und Youtube dann automatisch bei allem was ähnlich ist, Lizenzgebühren abdrückt.
Für jeden der eine Internetseite betreibt ist es klar, das er bei weniger als 0,01 Cent Gewinn pro klick keine zehn Cent an die Gema zahlen kann. Eben ganz besonders weil auch nicht jeder Cent ein Klick ist. Die Beträge habe ich mir hier natürlich aus der Luft gegriffen aber das Verhältnis kommt hin.
Ganz besonders weil ja auch immer noch Luft nach oben ist, willst du eine Radiosendung oder einen Potcast machen und Musik dort spielen musst du das natürlich bei der Gema kaufen/freischalte. Dadurch das du aber vorher nicht weisst wie viele Downloads du hast und oder wie viele Kopien du über die Jahre erzeugst, ist das alte Gema-Modell hier definitiv nicht gut.
Ich kann die Gema verstehen, weil sie das Interesse von kleinen Künstlern vertritt, quasi der Gemeinschaft. Von denen die wenigstens eben ein Milliardenpublikum erreichen und auf eigenen Füssen stehen. Gleichzeitig werden kleine Internetanbieter von der Gema bestraft.
Google, könnte aber sehr wohl mehr Zahlen, das machen sie aber nicht. Das sehe ich dann durchaus als Problem an und sie versuchen ihre Machtposition zu gebrauchen. Im Grunde halte ich auch ein Leistungsschutzrecht für richtig, aber nicht Umsetzbar. Statt in die Konkurrenz zu gehen und Unternehmen/Suchmaschinen zu fördern die weniger Werbung schalten, neutralere Suchergebnisse liefern oder weniger Daten aus- und verwerten, gibt es keinen Wettbewerb.
Zum Thema: Ich finde das ok so. Die Youtube sollten, wenn sie Musik verwenden beim Streaming von dritten genau wie ein Radiosender entsprechende Auflagen haben. PUNKT. Allerdings sollten die Abgaben realistisch sein und einer Kontrolle unterliegen. Es ist perverse wenn jemand Vogelgezwitscher im Wald aufnimmt und das dann als Schützenwert einträgt und Youtube dann automatisch bei allem was ähnlich ist, Lizenzgebühren abdrückt.
- muecke-the-lietz
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Re: YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
Tolino ist super weil Format offen. Da kannste alles drauf lesen, im Gegensatz zu Kindel.Wulgaru hat geschrieben:Nun Googles ursprünglicher Plan einfach alles zu scannen was es gibt und kostenlos ins Netz zu stellen, hatte schon eine reale Gefahr für die Verlage. Das hat sich über die Jahre natürlich relativiert, weil Google auf massiven Widerstand in den USA gestoßen ist, aber ursprünglich war das sicher keine unbegründete Paranoia und es ist auch noch jetzt keine unbegründete Paranoia wenn Verlage vor Amazon und Google Bedenken haben.Kajetan hat geschrieben:Bei der Scan-Geschichte ging es aber nicht um Marktmacht auf dem Buchmarkt, sondern um eine inhaltliche Erweiterung der Suche. Gerade hier habe ich überhaupt nicht verstanden, warum die Verlage so paranoid und hysterisch geworden sind, denn man hat keine Bücher komplett bekommen, immer nur die jeweiligen Auszüge des Textes passend zur Suchanfrage UND es wurde prominent eine Kauf-Möglichkeit platziert.Wulgaru hat geschrieben:Aber ich meine die Scangeschichten von Google. Die ziemlich erbarmungslose Grabenkämpfe in der Verlagsbranche ausgelöst haben. Da hat Google nämlich auch mal geguckt wie weit sie gehen können und wie dann in den Verhandlungen mit den Verlagen vorgegangen sind und immer noch tun, kann man höflich mit harten Bandagen beschreiben bzw. in Europa sind sie hier ironischerweise klüger und haben gleich im großen Stil bes-investiert. :wink:
Und gerade die Printverlage meinte ich mit meinen Vorwürfen. Was hier an falsch verstandendem Halbwissen, Paranoia und dadurch ausgelöster blanker Angst grassiert, gekoppelt mit einem seit über 15 Jahren andauernden Kampf gegen alles, was das Internet an neuen Chancen bringt, anstatt diese Chancen für sich zu nutzen ... ich greife mir da jedesmal an den Kopf. Aktuell dieses selten dämliche Leistungsschutzrecht, wo man sich (wie die GEMA) einfach komplett quergestellt hat, anstatt mit Google zum Nutzen BEIDER Seiten zusammenzuarbeiten. Oder selber etwas auf die Beine zu stellen, wozu man lange genug Zeit gehabt hätte. Google ist ja nicht seit gestern plötzlich Marktführer in Sachen Suche und Online-Werbung.
Es ist auf der anderen Seite sehr seltsam, von kleinen klassischen Verlagen dann zu fordern mit gleichen Konzepten wie riesige Großkonzerne zurückzuschlagen bzw. da dann irgendwie das Know-How besitzen zu müssen genau das zu tun. Wir reden gerade bei der Buchbranche nicht über Sony und Time Warner sondern von sehr viel kleineren Kategorien.
Eine deiner geforderten Reaktionen auf zum Beispiel Amazon ist die Tolino-Allianz, die aber letztendlich auch nur eine nationale Machtkonzentration ist. Wer nicht mitmacht hat es schwer. Ich hätte mehr Verständnis für deinen Standpunkt wenn du das Leistungsschutzrecht und dergleichen kritisierst, wenn du damit im Grunde nicht nur eine alte Ordnung kritisieren würdest die durch eine neue ersetzt wird, die sehr viel mehr konzentrierte Marktmacht in sich vereint und sehr viel mehr Spielregeln diktieren kann. Ich sehe einfach nicht den Vorteil.
Die Verlage müssen auch mal verstehen, dass die Zeit des klassischen Buches demnächst auch rum sein wird. Anstatt da aktiv gegen zu halten, sollte man sich lieber rechtzeitig um eine Lösung bemühen. Die Musikindustrie wollte das auch nie wahrhaben und anstatt sich rechtzeitig um eigene Plattformen zu bemühen, hat man sich quasi fast ein Jahrzehnt lang von den Raubkopieren auf der Nase rumtanzen lassen, und hat sich gegen jedwede Weiterentwicklung gewehrt. Schuld waren immer die anderen. Dabei haben die illigalen Anbieter den Nutzern schlicht einen Service geboten, der ihnen legal nicht angeboten wurde. Die digitale Verfügbarkeit von Mucke und vor allem mal, alles gleich im MP3 Format auf dem Rechner zu haben und nicht immer erst die Daten von der CD auf den Rechner ziehen müssen. Übrigens gilt das selbe auch für die Filmindustrie.
Mittlerweile gibt es ganz tolle und gute Angebote um im Netz Medien legal nutzen zu können. Ständige Verfügbarkeit, kein Zumüllen der Wohnung und gute Preise, und wenn man nur mal ins Album schnuppern will sogar kostenlos auf Spotify. (Wobei hier Musikindustrie auch anfängt, rumzustressen)
Die Gamingbranche hat sich da nicht so döschig angestellt und hat nicht ganz so lange gezögert.
Sei es wie es ist. Es gibt immer die Seite der Bewahrer und die Seite der Veränderer. Beides muss sich die Waage halt. Veränderung muss nicht immer positiv sein, aber Entwicklung auszubremsen ebenso wenig.
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Captain Obvious
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Re: YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
"Die Klägerin begehrt von der Beklagten, es zu unterlassen, insgesamt 12 Werke der Musik auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland öffentlich zugänglich zu machen bzw. durch Dritte zugänglich machen zu lassen."muecke-the-lietz hat geschrieben: Die GEMA sperrt keine Videos auf Youtube.
http://www.telemedicus.info/urteile/Int ... utube.html
Das gilt natürlich nur für diese 12 Werke, aber dass sie garnichts hat sperren lassen stimmt nicht.
- Scorcher24_
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Re: YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
#Neuland und soKajetan hat geschrieben:Du verstehst es nicht. Mir geht es nicht darum Google zu bejubeln, sondern z.B. die Verlage zu kritisieren, die über 15 Jahre lang tatenlos zugesehen haben, wie Google immer populärer wurde, weil sie, anstatt die Chancen zu nutzen, die das Internet ihnen ermöglicht, das Internet auf Teufel komm raus überall bekämpft haben.Wulgaru hat geschrieben: ...
JETZT eine kommerziell überlebensfähige Alternative zu Google oder Amazon zu schaffen, ist natürlich wesentlich schwerer. Doch die Verantwortung für die jetzige Situation tragen nicht Google oder andere große Firmen in diesem Bereich, sondern diejenigen, die sich jahrelang dem Internet gegenüber total verweigert haben und auch heute noch darin einen Feind sehen, der bekämpft werden muss. Wo mit Sperren und Blockaden wieder künstlich Nachfrage geschaffen werden soll. So wie in der Zeit vor dem Internet, als man noch unangefochtener Gatekeeper war.
Anstatt eine europäische Alternative zu Google und anderen US-Internetanbietern zu schaffen, will die europäische Industrie nur dann aktiv werden, wenn die Politik entsprechende finanzielle Hilfen gewährt, damit im Falle eines Scheiterns der Unternehmung (was ja immer passieren kann), nicht das Geld der Firmen, sondern das Geld des Steuerzahlers futsch ist. SO kann nichts als Gegengewicht zu Google und Co. entstehen. SO funktioniert das nicht. Aber dann per Gesetz Google zwingen wollen Geld zu zahlen, nur um wenige Monate später klammheimlich für Google eine Ausnahmegenehmigung zu erlassen, so dass das für Google geplante Gesetz jetzt für alle anderen, NUR NICHT Google gilt.
Die Blödheit vor allem der europäischen Verlage kennt keine Grenzen!
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Re: YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
Jup, das war lächerlich. Aber soweit ich mich erinnere, hat das Kaffeekränzchen sich nicht selbst bei der GEMA beschwert, sondern es zur Presse getragen. Soll heißen: Im Zweifel für den Angeklagten. Kann durchaus sein, dass die GEMA das ganze auch durch ne normale Nachfrage zurückgezogen hat. Ob das nun nur durch den Medienrummel geschehen ist, kann man jetzt nicht mehr beweisen.Scorcher24_ hat geschrieben: Oder der Kaffekränzchen Senioren Chor der plötzlich eine Rechnung bekam, die aber nach Medienrummel zurückgezogen wurde.
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CritsJumper
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Re: YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
Der Vorschlag eigene Unternehmen auf die Beine zu stellen der aus der aktuellen Position es mit den Platzhirschen aufnehmen kann ist leider gar nicht so einfach. Weil die gewachsenen Strukturen, deren Patente und natürlich auch die Marktmacht es neu oder Quereinsteigern ziemlich schwer machen. Daher glaube ich nicht an eine alternative.
Das wird sich alles verschlimmern wen Alphabet jetzt noch grösser wird und auch zum Provider. Zwar halte ich einen Glasfaserausbau für wichtige genau wie die Idee Googles mit den Funkverbindungen über Ballons, aber wenn sie erst mal diese Position haben ist da zu viel Marktmacht und die Netzneutralität gefährdet, letztlich sogar das ganze Internet.
Aber ich bin immer gleichzeitig ein Fan von Google, wie auch ein Kritiker.
Das wird sich alles verschlimmern wen Alphabet jetzt noch grösser wird und auch zum Provider. Zwar halte ich einen Glasfaserausbau für wichtige genau wie die Idee Googles mit den Funkverbindungen über Ballons, aber wenn sie erst mal diese Position haben ist da zu viel Marktmacht und die Netzneutralität gefährdet, letztlich sogar das ganze Internet.
Aber ich bin immer gleichzeitig ein Fan von Google, wie auch ein Kritiker.
- Kajetan
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Re: YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
Das ist GEMA-Propaganda. Die GEMA nützt nur denjenigen, die eh schon fett Kohle verdienen. Nicht ohne Grund ist der Verteilungsschlüssel so derart intransparent und "geheim", dass ein kleiner Künstler keinen Nachweis darüber hat, ob die GEMA ihm tatsächlich das überweist, was ihm rein rechtlich zusteht. C3S enstand nicht aus reiner Langeweile, sondern weil vor allem unbekanntere Künstler die Schnauze voll von der GEMA hatten.ChrisJumper hat geschrieben:Ich kann die Gema verstehen, weil sie das Interesse von kleinen Künstlern vertritt, quasi der Gemeinschaft.
Warum sollten sie ausgerechnet für die GEMA eine Ausnahme machen? Google will Geld verdienen und bei Pay per View machen sie angesichts entsprechend hoher Zugriffszahlen kein gutes Geschäft mehr. Das Problem der GEMA ist, dass Google die GEMA nicht benötigt. Deswegen sperrt Google einfach deutsche IPs bei strittigen Inhalten, weil man ja ohne entsprechende Einigung nicht widerrechtlich Umsatz erzielen möchte. Google kann dies noch die nächsten Jahrtausende durchhalten. Deutsche Internetuser verwenden einfach entsprechende Browser-Plugin. Wer schaut in die Röhre? Die bei der GEMA registrierten Künstler, die auf Grund der Maximalforderung der GEMA leer ausgehen. Wie das "vertritt das Interesse kleiner Künstler" sein soll, musst Du mir bitte mal erklären.Google, könnte aber sehr wohl mehr Zahlen, das machen sie aber nicht.
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Re: YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
Und warum tut Google das? Und warum bestürmen Gemeinden und Städte Google nur so, damit sie auch endlich an Google Fiber angeschlossen werden? Weil Comcast und AT&Ts Geschäftstrategie darin bestand den Internet-User nach Strich und Faden zu erpressen und auszunehmen. Jetzt zu jammern, dass Google ja auch hier einsteigt, dabei aber zu unterschlagen, dass die Kundschaft (wenn sie denn könnte) den jetzigen Platzhirsche auf dem Providermarkt am liebsten gestern statt heute den Rücken kehren würde ... die Kunden überlassen lieber Google ihre Daten, anstatt weiterhin für langsame Netzanbindung teuer Geld zu bezahlen.ChrisJumper hat geschrieben:Das wird sich alles verschlimmern wen Alphabet jetzt noch grösser wird und auch zum Provider. Zwar halte ich einen Glasfaserausbau für wichtige genau wie die Idee Googles mit den Funkverbindungen über Ballons, aber wenn sie erst mal diese Position haben ist da zu viel Marktmacht und die Netzneutralität gefährdet, letztlich sogar das ganze Internet.
Werden Comcast und Co. mit entsprechend besseren Angeboten aufwarten? Nein. Die Arroganz und Ignoranz gegenüber der eigenen Kundschaft ist dort so tief mit der Unternehmensmentalität verwachsen, dass man stattdessen in Washington gegen Netzneutralität lobbyiert, um mit Hilfe von Gesetzen an Googles Erfolg teilhaben zu können. Was die Kunden noch mehr in die Arme von Google und deren Dienste treiben wird. Was Google noch größer machen wird. Mit allen Folgen, die das in den kommenden Jahren und Jahrzehnten haben wird.
PS. Ich weigere mich "Alphabet" zu verwenden, weil das Alphabet das Alphabet ist und kein Firmenname.
- muecke-the-lietz
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Re: YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
Ich dachte auch, dass diese Kleine Künstler Propaganda mittlerweile auch als solche öffentlicht entlarvt wurde.Kajetan hat geschrieben:Das ist GEMA-Propaganda. Die GEMA nützt nur denjenigen, die eh schon fett Kohle verdienen. Nicht ohne Grund ist der Verteilungsschlüssel so derart intransparent und "geheim", dass ein kleiner Künstler keinen Nachweis darüber hat, ob die GEMA ihm tatsächlich das überweist, was ihm rein rechtlich zusteht. C3S enstand nicht aus reiner Langeweile, sondern weil vor allem unbekanntere Künstler die Schnauze voll von der GEMA hatten.ChrisJumper hat geschrieben:Ich kann die Gema verstehen, weil sie das Interesse von kleinen Künstlern vertritt, quasi der Gemeinschaft.
Warum sollten sie ausgerechnet für die GEMA eine Ausnahme machen? Google will Geld verdienen und bei Pay per View machen sie angesichts entsprechend hoher Zugriffszahlen kein gutes Geschäft mehr. Das Problem der GEMA ist, dass Google die GEMA nicht benötigt. Deswegen sperrt Google einfach deutsche IPs bei strittigen Inhalten, weil man ja ohne entsprechende Einigung nicht widerrechtlich Umsatz erzielen möchte. Google kann dies noch die nächsten Jahrtausende durchhalten. Deutsche Internetuser verwenden einfach entsprechende Browser-Plugin. Wer schaut in die Röhre? Die bei der GEMA registrierten Künstler, die auf Grund der Maximalforderung der GEMA leer ausgehen. Wie das "vertritt das Interesse kleiner Künstler" sein soll, musst Du mir bitte mal erklären.Google, könnte aber sehr wohl mehr Zahlen, das machen sie aber nicht.
Aber nochmal. In Deutschland muss jeder für die Musik, die er gewerblich nutzt, auch zahlen, sofern sie denn urheberrechtlich geschützt ist. Warum Youtube da nicht rein fallen sollte, musst du schon einmal genauer erklären.
Ich bin ebenfalls großer GEMA Kritiker weil Musiker und da gerät man häufiger mal mit denen zusammen. Aber die Sache, dass Google gar nicht zahlen will, obwohl Youtube mittlerweile einen riesen Ding geworden ist, ist genauso nicht ok. Selbst, wenn es denn hoffentlich in Zukunft starke Alternativen zur GEMA gäbe, wäre das Problem als solches nicht aus der Welt. Denn auch C3S ist ein Rechtverwehrter. Lediglich der Verteilungsschlüssel ist transparenter und fairer, ebenso ist man in einigen Punkten einfach weiter und moderner als die GEMA und vor allem günstiger und verständlicher für den Nutzer der Musik. Aber die Tatsache, dass ein Musiker unter anderem dadurch Geld verdient, dass seine Musik von anderen gewerblich genutzt wird, ändert sich dadurch nicht. Und spätestens seit dem Youtube Werbung geschaltet hat, nutzen sie die Musik der Künstler gewerblich.
Du bist als Musiker halt selbstständig und musst schauen, wie deine Kohle reinkommt. Da gibt es viele Mittel und Wege und bestimmte Abhängigkeiten und Sklavenverträge wie früher sind auch nicht mehr nötig, um sich was kleines aufzubauen. Aber dieser ganze Lizensscheiss geht dir irgendwann richtig auf den Pisser. Weil du ja am Ende nur verarscht wirst. Egal von wem. Und am Ende ist immer keiner der Böse und alle wollen nur dein bestes,- für'n Arsch.
- Kajetan
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Re: YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
Wer sagt, dass Google nichts zahlen will? Google bietet der GEMA das übliche Pauschalangebot an. X Prozent vom Werbeerlös. Wie man es international mit allen anderen Rechteverwertern getan hat. Die GEMA will aber Pay per View. Google sagt, das ist uns zu teuer, das rentiert sich nicht. Die GEMA sagt, uns egal, wir wollen weiterhin Pay per view. Und weil Google ja nicht widerrechtlich Geld verdienen will, sperrt man vorsichtshalber deutsche IPs bei strittigen Inhalten aus, bis eine Einigung erzielt wurde.muecke-the-lietz hat geschrieben:Aber nochmal. In Deutschland muss jeder für die Musik, die er gewerblich nutzt, auch zahlen, sofern sie denn urheberrechtlich geschützt ist. Warum Youtube da nicht rein fallen sollte, musst du schon einmal genauer erklären.
Und so werden sie beide kompromisslos gegenüberstehen, bis entweder Google insolvent oder die GEMA bedeutungslos geworden ist. Denn Google muss mit der GEMA keine Einigung erzielen. Die GEMA kommt aber immer mehr unter Druck der eigenen Mitglieder, endlich eine Einigung zu erzielen, weil die Mitglieder endlich mit Youtube Geld verdienen wollen. Ganz normale Vertragsverhandlungen. Und kein Kulturkampf, so wie manchmal hochstilisiert wird
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Re: YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
naja, weil youtube die musik ja nicht selber hochlädt sondern die user. im prinzip wäre es dann also so, dass du von den herstellern von musikabspielgeräten ebenfalls gema gebühren verlangst wenn so ein teil in der kneipe steht und der kneipenbesitzer dieses nutzt um musik abzuspielen.muecke-the-lietz hat geschrieben:Aber nochmal. In Deutschland muss jeder für die Musik, die er gewerblich nutzt, auch zahlen, sofern sie denn urheberrechtlich geschützt ist. Warum Youtube da nicht rein fallen sollte, musst du schon einmal genauer erklären.
greetingz
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AtzenMiro
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Re: YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
Falsch, die Künstler werden direkt von der GEMA bezahlt. Auch wenn wir Privatleute nicht wissen, wieviel es genau ist, so weiß ich zum Beispiel aus privatem Umfeld, dass es nicht Peanuts sind, die die Künstler bei der GEMA bekommen. Sido, einer der erfolgreichsten Rapper Deutschlands, hat in einem Interview auch mal durchblicken lassen, dass er sogar ein richtig heftiges Sümmchen jedes Mal von der GEMA überwiesen bekommt.Kajetan hat geschrieben:Nichts ist Schwarz-Weiß. Nur in der Informatik gibt es nur Null und Eins. Hier aber, bei dieser Sache, ist die GEMA verantwortlich für die Blockaden. Es ist NICHT im Sinne der bei der GEMA registrierten Künstler, dass diesen Künstlern auf Grund der anhaltenden Bockigkeit der GEMA jetzt seit fünf Jahren Umsätze der mit Abstand größten Videoplattform der Welt entgehen. Die Künstler haben nichts von den Maximalforderungen der GEMA. Keinen müden Cent.Wulgaru hat geschrieben:So schwarz weiß ist das ganze sicher nicht.
Seit einem Jahr gibt es mit der C3S endlich eine Alternative für deutsche Künstler. Schau mer mal, wie sich das in Zukunft noch entwickeln wird.
Die Höhe dieser "Honorare" hängt natürlich dafür ab, wieviel die GEMA für diese Künstler in Rechnung stellt, das widerum setzt aber eine konkrete Abrechnung voraus. Und da spielt Youtube nicht mit, bzw. stellt sich schief. Wer ist hier also der Böse? GEMA, die die tatsächlich einzig und allein im Interesse der Künstler (die GEMA selbst ist ja kein profitorientiertes Unternehmen) oder Google, die einzig und allein ihren Umsatz im Auge haben? Eigentlich hätte ich gerade von dir ein anderen Ton erwartet. Normalerweise bist du doch der Hobby-Kommunist.
Das selbe auch wieder bei dem hier im Forum verlinkten Artikel zum Rentner-Vorfall: am besten ist es ein Artikel komplett (also zu Ende) zu lesen. Die GEMA erfährt, in einem Caffee wird bei der GEMA gemeldete Musik vorgespielt. Was soll die GEMA machen? Sie haben sich mit dem Caffee in Verbindung gesetzt, das Caffee hat sich aber nicht zurück gemeldet. Das Caffee hätte nur sagen müssen, dass es sich da um ein Renterkreis handelt, die gemeinsam etwas singen und die Sache wäre erledigt gewesen. Aber nein, das Caffee meldet sich nicht. Also bleibt der GEMA nichts andere übrig, als dass das Gemeldete zu einem kommerziellen Zwecke geschieht und stellt eine Rechnung auf.
Und das ist auch in anderen Ländern nicht so viel anders. Man kann nicht einfach Musik von anderen kopieren (Covern), ohne das mit den Rechteinhaber geklärt zu haben und es vor einem Publikum in einem Caffee vorspielen. Die Sache sieht erst dann entspannter aus, wenn geklärt ist, dass es nicht zu einem kommerziellen Zweck geschieht.
Das selbe haben wir btw. auch in unserer Spielegemeinschaft. Uns Spielern steht es sehr oft offen, Mod-Tools oder ganze Engines für nicht-kommerzielle Zwecke komplett kostenfrei zu benutzen und eigene Inhalte zu erstellen, dabei können wir frei auch andere nicht-kommerzielle Inhalte von anderen benutzen, nennt sich Mods, falls ihr das schon vergessen habt. Geschieht das aber auf kommerzielle Basis, so muss man sich auch entsprechend um eine Lizenz bemühen, oder man wird verklagt. Nichts anderes ist das bei der GEMA.
- Wulgaru
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Re: YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
Ich glaube du verstehst nicht das es mir darum ging Google (und Konzerne mit ähnlichen Ambitionen) zu kritisieren. Ich habe nichts gegen deine Kritik an europäischen Verlagen, aber du kannst mir jetzt nicht erzählen das du Googles Position hier nicht zumindest teilweise einnimmst, wenn du so maximal gegen diese Verlage wetterst, denn Google Interesse ist es diese "Ordnung" zu zerstören. Nicht weil sie konzeptionell moderner sind sondern weil das ihr Geschäftsmodell ist.Kajetan hat geschrieben:Du verstehst es nicht. Mir geht es nicht darum Google zu bejubeln, sondern z.B. die Verlage zu kritisieren, die über 15 Jahre lang tatenlos zugesehen haben, wie Google immer populärer wurde, weil sie, anstatt die Chancen zu nutzen, die das Internet ihnen ermöglicht, das Internet auf Teufel komm raus überall bekämpft haben.Wulgaru hat geschrieben: ...
Um auf die ursprüngliche Gema-Sache zurückzukommen, wo du dich ja ebenfalls klar positioniert hast, ist Googles Ziel eben zu seinen Bedingungen Regelungen zu schaffen das man Inhalte auf den Plattformen die Google gehören konsumiert. Das sie nicht mit den Gegenbedingungen von Gema einverstanden sind, hat nichts mit irgendeiner veralteten Ordnung oder sogar nur mit der Struktur von Rechteinhabern oder speziell Gema zu tun sondern damit das Google SEINE Bedingungen durchsetzen will und das dazu unter anderem als gut/böse-Sache vermarktet...obwohl andere Videoportale eben Beweis genug sein sollten das eine Einigung mit Gema möglich ist.
Zuletzt geändert von Wulgaru am 27.08.2015 16:03, insgesamt 1-mal geändert.
- Kajetan
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Re: YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
Ich beziehe mich hier auf die Vertragsverhandlungen zwischen GEMA und Google. Derzeit bekommen die Musiker nichts von Youtube, weil über Youtube mit ihren Inhalten kein Umsatz erzeugt wird. Die Musiker haben also seit fünf jahren nichts von den Maximalforderungen der GEMA.AtzenMiro hat geschrieben: Falsch, die Künstler werden direkt von der GEMA bezahlt.
Dass große (!) Künstler wie Sido NATÜRLICH jede Menge Asche von der GEMA bekommen, stellt doch niemand in Abrede. Aber aus anderen Quellen. Derzeit nichts über Youtube.
- Elite_Warrior
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Re: YouTube Gaming: "Live Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich"
In der Art tut man das schon:leifman hat geschrieben: naja, weil youtube die musik ja nicht selber hochlädt sondern die user. im prinzip wäre es dann also so, dass du von den herstellern von musikabspielgeräten ebenfalls gema gebühren verlangst wenn so ein teil in der kneipe steht und der kneipenbesitzer dieses nutzt um musik abzuspielen.
greetingz
https://de.wikipedia.org/wiki/Pauschalabgabe
Hat nur einen anderen Hintergrund.
