Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

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Temeter 
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Temeter  »

Was wäre eurer Meinung nach denn ein zuverlässiges Nachrichtenportal? Da fehlt mir im Moment ein bischen die Übersicht.
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Imperator Palpatine
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Imperator Palpatine »

Alter Sack hat geschrieben:
Ich hab hier auch bewusst SPON genannt und nicht das Printmagazin. Obwohl sich das Printmagazin auch immer mehr in die Richtung bewegt. Spiegel Online allerdings arbeitet mittlerweile fasst genauso plakativ wie die Bild-Zeitung.
Gerade das von dir genannte manipulative kommt gerade bei SPON in immer größer werdenden Ausmass zu Tage. Viele Artikel gleichen immer mehr schlecht recherchierten Kommentaren. Während früher der Grundsatz "im Zweifel links" noch wirklich bestand hatte und die Berichte sehr gut recherchiert waren werden heute auch mal ganz gerne komplette Fakten ignoriert wenn sie nicht ins Meinungsbild passen. Gerade beim Spiegel bzw. SPON stimmt mich das sehr traurig.
Dies liegt generell auch einer grauenvollen Besonderheit de deutschen Journalismus. Nämlich der nicht existierenden Trennung von Kommentarschreibern und reinen Nachrichtenjournalisten in den Redaktionen. So etwas ist den USA z.B der New York Times absolut undenkbar.

Der Spiegel war in diesem Punkt schon immer " herausragend " in seinem belehrenden Tonfall damit ich dummer Leser bloss nicht auf falsche Gedanken komme und mir aus der reinen Meldung ein eigenes Bild mache.

@ Temeter

Ich für meinen Fall habe keine singuläre Quelle aber bei Nachrichten bezüglich Verbrechen in meinem städtischen Umfeld ziehe ich die Orignalmeldung der Polizei immer der bearbeiteten Medienversion vor.
Und würde ich mich nur auf deutsche Nachrichten verlassen, hätte ich von dem Vorfall mit Trump und dem mexikanischen Journalisten oder wie vor einigen Monaten bezüglich Ferguson nur ein sehr einseitiges Bild Und das ist/war vermutlich Absicht.

Gleichwohl Welt Online mit Artikeln wie diesem auch von mir gerne gelesen wird:

http://www.welt.de/debatte/henryk-m-bro ... stand.html
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 26.08.2015 17:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Kajetan »

Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Aber wenn ich so zurückdenke, finde ich, dass die Bild den rechten Stammtisch immer schon deutlich stärker bedient hat als den linken.
Das ist soweit richtig. Aber nicht, weil die BILD rechts steht, sondern weil sich vor allem in der Vergangenheit sehr viel besser moralische Entrüstung über Hippies, Arbeitslose, Gastarbeiter und Anti-Vietnamkriegs-Demonstranten schüren ließ. Heute provoziert die BILD ganz bewusst mit Schlagzeilen, die zu Impulskäufen verleiten sollen. Manchmal funktioniert die Provokation, immer öfter aber nicht. Vom zunehmenden Bedeutungsverlust der etablierten Presse ist auch die BILD nicht verschont geblieben. Man hat Klinsmann nach dem letzten Testspiel vor der WM 2006 nicht wegschreiben können (trotz Leitartikler Franz " Für Geld red ich gerne Müll" Beckenbauer), man hat es nicht geschafft eine Welle der Empörung gegen die Lokführerstreiks bei der Bahn loszutreten. Was alles vor 20, 30 Jahren noch locker möglich gewesen wäre. Dieses "Den schreiben wir weg!", welches BILD-Redakteure gerne von sich gegeben haben, war keine leere Drohung.
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Everything Burrito
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Everything Burrito »

Temeter  hat geschrieben:Was wäre eurer Meinung nach denn ein zuverlässiges Nachrichtenportal? Da fehlt mir im Moment ein bischen die Übersicht.
alle, die die jeweils eigene meinung am ehesten vertreten.
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Kajetan
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Kajetan »

Temeter  hat geschrieben:Was wäre eurer Meinung nach denn ein zuverlässiges Nachrichtenportal? Da fehlt mir im Moment ein bischen die Übersicht.
Lies alle. Ich verwende seit ner Weile den Newsfeed von Google.

Zudem, was verstehst Du unter "zuverlässig"? "Soll meiner Meinung sein" oder "soll anständige journalistische Arbeit leisten"? Ersteres ist schnell zu finden, bei letzterem muss man leider einige Abstriche machen. Ich lese, wenn ich mal Muße habe, immer einen Misch aus Tagesschau.de, Süddeutsche, FAZ.net mit Abstechern zu Welt Online, Spon, TAZ und der Zeit. Fremdschämpotential haben übrigens alle. Man muss sich einfach nur von der Illusion lösen, dass Presse irgendwas Hehres, Selbstloses sei. Das ist nur Marketing, dass sich die Presse in Form der Vierten Gewalt selber umgehängt hat. Presse ist in Wirklichkeit das, was schon Kurt Tucholsky so unterhaltsam beschrieben hat: Es sind nur schmierige Lohnschreiber! Alle!!! :)
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Imperator Palpatine
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Imperator Palpatine »

Kajetan hat geschrieben:
Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Aber wenn ich so zurückdenke, finde ich, dass die Bild den rechten Stammtisch immer schon deutlich stärker bedient hat als den linken.
Das ist soweit richtig. Aber nicht, weil die BILD rechts steht, sondern weil sich vor allem in der Vergangenheit sehr viel besser moralische Entrüstung über Hippies, Arbeitslose, Gastarbeiter und Anti-Vietnamkriegs-Demonstranten schüren ließ. Heute provoziert die BILD ganz bewusst mit Schlagzeilen, die zu Impulskäufen verleiten sollen. Manchmal funktioniert die Provokation, immer öfter aber nicht. Vom zunehmenden Bedeutungsverlust der etablierten Presse ist auch die BILD nicht verschont geblieben. Man hat Klinsmann nach dem letzten Testspiel vor der WM 2006 nicht wegschreiben können (trotz Leitartikler Franz " Für Geld red ich gerne Müll" Beckenbauer), man hat es nicht geschafft eine Welle der Empörung gegen die Lokführerstreiks bei der Bahn loszutreten. Was alles vor 20, 30 Jahren noch locker möglich gewesen wäre. Dieses "Den schreiben wir weg!", welches BILD-Redakteure gerne von sich gegeben haben, war keine leere Drohung.
Als ich noch ein sehr junger Sith Lehrling war hatte ich das - in meinen Augen Glück und Privileg - bei Borussia Dortmund ein Praktikum zu absolvieren. Die Macht und auch Arroganz der Sport Bild Journalisten bei Pressekonferenzen vor dem Bundesligaspieltag aber auch anderen Veranstaltungen war beispiellos.
Und wurde noch deutlicher wenn sich direkt daneben Journalisten des " Kicker " befanden, deren Auftreten trotz ihrer Stellung in der deutschen Sportmedienlandschaft ein komplett anderes war.
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FuerstderSchatten
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von FuerstderSchatten »

Imperator Palpatine hat geschrieben: Dies liegt generell auch einer grauenvollen Besonderheit de deutschen Journalismus. Nämlich der nicht existierenden Trennung von Kommentarschreibern und reinen Nachrichtenjournalisten in den Redaktionen. So etwas ist den USA z.B der New York Times absolut undenkbar.

Der Spiegel war in diesem Punkt schon immer " herausragend " in seinem belehrenden Tonfall damit ich dummer Leser bloss nicht auf falsche Gedanken komme und mir aus der reinen Meldung ein eigenes Bild mache.

@ Temeter

Ich für meinen Fall habe keine singuläre Quelle aber bei Nachrichten bezüglich Verbrechen in meinem städtischen Umfeld ziehe ich die Orignalmeldung der Polizei immer der bearbeiteten Medienversion vor.
Und würde ich mich nur auf deutsche Nachrichten verlassen, hätte ich von dem Vorfall mit Trump und dem mexikanischen Journalisten oder wie vor einigen Monaten bezüglich Ferguson nur ein sehr einseitiges Bild Und das ist/war vermutlich Absicht.

Gleichwohl Welt Online mit Artikeln wie diesem auch von mir gerne gelesen wird:

http://www.welt.de/debatte/henryk-m-bro ... stand.html
Was sollte es denn in Ferguson für ein eiseitiges Bild geben? Das Krawalle nix schönes sind für die Anwohner und die Polizei, versteht sich doch von selbst. Aber wenn sie nicht für ein ausgewogene Polizeimannschaft sorgen, bei 70 % Schwarzer Bevölkerung, über 90 % weiße Polizisten, kann das ja nicht lange gutgehen. Ich meine das wirkt ja wie ein Staat in der Apartheid.
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Imperator Palpatine
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Imperator Palpatine »

FuerstderSchatten hat geschrieben: Was sollte es denn in Ferguson für ein eiseitiges Bild geben? Das Krawalle nix schönes sind für die Anwohner und die Polizei, versteht sich doch von selbst. Aber wenn sie nicht für ein ausgewogene Polizeimannschaft sorgen, bei 70 % Schwarzer Bevölkerung, über 90 % weiße Polizisten, kann das ja nicht lange gutgehen. Ich meine das wirkt ja wie ein Staat in der Apartheid.
Ich bezog mich auf die einseitigen Meldungen des Vorfalles und der Person Michael Brown in Deutschland die in den USA zu Beginn ebenfalls existierten, aber nach dem auftauchen neuer Fakten inklusive des Überwachungsvideos einer differenzierten Berichterstattung wichen. In Deutschland jedoch nicht.

Aktuell gilt dies für den " Vorfall " mit Donald Trump und dem Journalisten Jorge Ramos. Während in Deutschland N24 und Co. es so darstellen als wenn Trump Ramos ohne Grund aus der Presskonferenz hat entfernen lassen bzw. aus einer generellen Aversion gegenüber Mexikanern, zeigen amerikanische Medien dass Ramos wiederholt unterbrochen hat obwohl er nicht an der Reihe war und Trump ihn nach mehrmaligen Auffordern dies zu unterlassen, dann kurzfristig aus dem Saal entfernen liess.
In den er dann später wieder hinein durfte und regulär Fragen an Trump stellte. So wie dieses Video NACH dem Zwischenfall zeigt:
https://www.youtube.com/watch?t=110&v=N7_HaEOIJhM
Freakstyles
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Freakstyles »

So funktionieren Nachrichten, schon seit fast 150 Jahren.
Schon 1880 erwiderte auf einem Bankett der Zeitungszunft der erste Editorial-Schreiber der NYT, John Swinton*, einem Vortragenden, der zuvor die freie Presse pries, folgendes:
„So etwas gibt es bis zum heutigen Tage nicht in der Weltgeschichte, auch nicht in Amerika: eine unabhängige Presse. Sie wissen das, und ich weiß das. Es gibt hier nicht einen unter Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben. Und wenn er es täte, wüsste er vorher bereits, dass sie niemals im Druck erschiene. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, dass ich meine ehrliche Meinung aus dem Blatt, mit dem ich verbunden bin, heraushalte. Andere von Ihnen erhalten ähnliche Bezahlung für ähnliche Dinge, und wenn Sie so verrückt wären, Ihre ehrliche Meinung zu schreiben, würden Sie umgehend auf der Straße landen, um sich einen neuen Job zu suchen. Wenn ich mir erlaubte, meine ehrliche Meinung in einer der Papierausgaben erscheinen zu lassen, dann würde ich binnen 24 Stunden meine Beschäftigung verlieren. Das Geschäft der Journalisten ist, die Wahrheit zu zerstören, schlankweg zu lügen, die Wahrheit zu pervertieren, sie zu morden, zu Füßen des Mammons zu legen und sein Land und die menschliche Rasse zu verkaufen zum Zweck des täglichen Broterwerbs. Sie wissen das, und ich weiß das, also was soll das verrückte Lobreden auf eine freie Presse? Wir sind Werkzeuge und Vasallen von reichen Männern hinter der Szene. Wir sind Marionetten. Sie ziehen die Strippen, und wir tanzen an den Strippen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unsere Leben stehen allesamt im Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.“

Am Beispiel von Frankreich erklärt: http://verteilungsfrage.org/2015/06/wie ... -erkaufen/

Hier in Deutschland ist es nicht anders, große Teile der Medienlandschaft gehören Springer/Bertelsmann/RTL (Die Besitzerin Liz Mohn ist übrigens die beste Freundin von Angela Merkel), dazu gehören große Blätter wie Bild, die Zeit, Spiegel, RTL, NTv und viele viele mehr. In diesen Medien wird zum großteil nur neoliberalismus propagiert, wie neoliberalsimus funktioniert kann sich jeder auf Wikipedia durchlesen. Also die Politik von Angela Merkel um es anders zu sagen.
Aber auch in diesen Medien finden sich linke Artikel, meist versteckt im Leserbereich, aber es gibt sie.

Dagegen wird man auf den Nachdenkseiten z.B. nur auf linke Artikel stoßen, ist also einseitig, aber anders als hier manche Leute noch ein Bild von der DDR im Kopf haben hat Links nicht zwangsläufig mit Stasi oder Sozialismus zu tun, das ist völliger Blödsinn. Im linken Spektrum findet man einfach nur kritische Beiträge die hinterfragen, man kann dort anders als beim Neoliberalismus nicht hinters Licht geführt werden. Man kann falsch informiert werden, das passiert, aber nicht absichtlich wie bei der propagierung von neoliberalen Themen. Dort werden durchgehend Tabellen gefälscht und geschönt um die eigenen politischen Maßnahmen unters Volk zu bringen. Oder Volkswirtschaftler angeheuert die dafür bekannt sind auch gerne Märchen abseits der Volkswirtschaftslehre zu erzählen. Die berüchtigten Experten ;)

Grundsätzlich kann man alles lesen was kritisch hinterfragt und dabei realistische Werte und Daten heranzieht. Gibt ja auch genug Verschwörungsseiten, ich denke da muss man einfach ein Gefühl für entwickeln was man da lesen kann. Artikel von Verschwörungstheoretikern triefen z.B. immer von eigener Meinung (oder Einbildung) und verdrehungen der Wahrheit. Wenn es mal einen Link gibt der irgendetwas belegen soll, dann führt der meisten zum nächsten unseriösen Artikel.

Neoliberale Artikel sind schon etwas schwerer zu entlarven, man versteckt sich dafür nämlich eingangs des Artikels gerne hinter linken Floskeln um den Anschein zu erwecken das der Autor es gut meint und die neoliberale Marschrichtung wird einem später indoktriniert. Gerne werden dabei wie erwähnt auch Tabellen herangezogen die etwas belegen sollen. Es gibt übrigens ganze Seiten die sich mit diesen Tabellen beschäftigen und aufzeigen wie diese Tabellen manipuliert worden sind, damit das Ergebnis des Autors Worten entsprechen, bzw. der politischen Ausrichtung.

Man kann also in jeder Zeitung einen sinnvollen Artikel finden, aber man kann auch in jeder Zeitung falsch informiert oder absichtlich hinters Licht geführt werden. Das gleiche gilt natürlich für Fernsehsender. Deshalb lese ich persöhnlich ganz gerne die Nachdenkseiten, die verlinken einfach immer die "interessantesten" Artikel aus verschiedenen Zeitungen, so kriegt man aus diversen Zeitungen, Magazinen, Blogs einen Überblick.
Zuletzt geändert von Freakstyles am 26.08.2015 18:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Kajetan »

Imperator Palpatine hat geschrieben: ... Trump ...
Wenn es um Trump und grundsätzlich die politische Landschaft in den Staaten geht, DARF man keine deutschen Medien lesen. Halt, nein, muss das anders formulieren.

Wer ein vollständiges Bild der politischen Landschaft der USA haben will, DARF keine deutschen Medien lesen. Was immer es früher an Auslands-Korrespondenten gegeben hat, ist längst wegrationalisiert worden oder dümpelt beim Weltspiegel im TV herum. Heute sitzen die "Auslands"-Korrespondenten in der deutschen Verlagszentrale, hauen selektiv Agenturmeldungen ins CMS oder übersetzen manchmal Artikel aus der US-Presse. Und vergessen dann die Quellenangabe, wie das SPON gerne tut, wo gerne der Eindruck erweckt wird, da würden Journalisten auf der ganzen Welt für das Portal schreiben. Wer ein vollständiges und der Wirklichkeit nahekommenden Bild der USA haben möchte, kommt nicht umhin Originalquellen zu lesen.

Oder die Daily Show/Colbert Report anschauen, denn die Printmedien in den USA leiden unter der gleichen Relevanzkrise wie hierzulande. Man glaubt ihnen nicht mehr und viel zu oft sind irgendwelche aufgebauschten Skandälchen wichtiger als die Bullenscheisse, die dort jeden Tag passiert. Was hier leider nur Pispers ansatzweise leistet, zelebrieren dort Colbert, Stewart und John Oliver jede Woche par excellence. Politisch relevante Berichterstattung, getarnt als Satire. Und keine Sorge, da bekommt jeder sein Fett weg. Nicht ohne Grund hat sich Obama im Interview bei Stewart beschwert, warum dieser immer so gemein zu ihm sei.
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Imperator Palpatine
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Imperator Palpatine »

Freakstyles hat geschrieben:"...Im linken Spektrum findet man einfach nur kritische Beiträge die hinterfragen, man kann dort anders als beim Neoliberalismus nicht hinters Licht geführt werden. Man kann falsch informiert werden, das passiert, aber nicht absichtlich wie bei der propagierung von neoliberalen Themen...."
Genau hier wurde der Kommentar...nun nennen wir es freundlich..." widersprüchlich ".
Und auch ein wenig - Verzeihung - lächerlich.
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 26.08.2015 18:36, insgesamt 2-mal geändert.
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Raksoris
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Raksoris »

Temeter  hat geschrieben:Was wäre eurer Meinung nach denn ein zuverlässiges Nachrichtenportal? Da fehlt mir im Moment ein bischen die Übersicht.
Faz.
:wink:

Ich lese links und rechts , oben und unten und gehe sogar manchmal auf Schall und Rauch nur damit ich das größte Spektrum an Informationen bekommen kann das es gibt.
Schwarz und Weiß sollte ein Weltbild niemals sein .
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Temeter 
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Temeter  »

Raksoris hat geschrieben:Faz.
:wink:

Ich lese links und rechts , oben und unten und gehe sogar manchmal auf Schall und Rauch nur damit ich das größte Spektrum an Informationen bekommen kann das es gibt.
Schwarz und Weiß sollte ein Weltbild niemals sein .
Imperator Palpatine hat geschrieben: @ Temeter

Ich für meinen Fall habe keine singuläre Quelle aber bei Nachrichten bezüglich Verbrechen in meinem städtischen Umfeld ziehe ich die Orignalmeldung der Polizei immer der bearbeiteten Medienversion vor.
Und würde ich mich nur auf deutsche Nachrichten verlassen, hätte ich von dem Vorfall mit Trump und dem mexikanischen Journalisten oder wie vor einigen Monaten bezüglich Ferguson nur ein sehr einseitiges Bild Und das ist/war vermutlich Absicht.

Gleichwohl Welt Online mit Artikeln wie diesem auch von mir gerne gelesen wird:

http://www.welt.de/debatte/henryk-m-bro ... stand.html
Kajetan hat geschrieben:Lies alle. Ich verwende seit ner Weile den Newsfeed von Google.

Zudem, was verstehst Du unter "zuverlässig"? "Soll meiner Meinung sein" oder "soll anständige journalistische Arbeit leisten"? Ersteres ist schnell zu finden, bei letzterem muss man leider einige Abstriche machen. Ich lese, wenn ich mal Muße habe, immer einen Misch aus Tagesschau.de, Süddeutsche, FAZ.net mit Abstechern zu Welt Online, Spon, TAZ und der Zeit. Fremdschämpotential haben übrigens alle. Man muss sich einfach nur von der Illusion lösen, dass Presse irgendwas Hehres, Selbstloses sei. Das ist nur Marketing, dass sich die Presse in Form der Vierten Gewalt selber umgehängt hat. Presse ist in Wirklichkeit das, was schon Kurt Tucholsky so unterhaltsam beschrieben hat: Es sind nur schmierige Lohnschreiber! Alle!!! :)
Also alles lesen, und überall. Hatte ich schon befürchtet. :Blauesauge:

Aber danke für die Quellen, die werde ich mal im Auge behalten. Google News Feed dürfte praktisch sein, den habe ich seit einer Weile nicht mehr genutzt.

Unter zuverlässig verstehe ich natürlich saubere, journalistische Arbeit. Ich will niemanden, der mir meine Meinung vorkaut. Ansonsten bräuchte ich ja gar keine News anzuschauen.
Zuletzt geändert von Temeter  am 26.08.2015 18:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Imperator Palpatine »

Kajetan hat geschrieben:
Imperator Palpatine hat geschrieben: ... Trump ...
Wenn es um Trump und grundsätzlich die politische Landschaft in den Staaten geht, DARF man keine deutschen Medien lesen. Halt, nein, muss das anders formulieren.

Wer ein vollständiges Bild der politischen Landschaft der USA haben will, DARF keine deutschen Medien lesen. Was immer es früher an Auslands-Korrespondenten gegeben hat, ist längst wegrationalisiert worden oder dümpelt beim Weltspiegel im TV herum. Heute sitzen die "Auslands"-Korrespondenten in der deutschen Verlagszentrale, hauen selektiv Agenturmeldungen ins CMS oder übersetzen manchmal Artikel aus der US-Presse. Und vergessen dann die Quellenangabe, wie das SPON gerne tut, wo gerne der Eindruck erweckt wird, da würden Journalisten auf der ganzen Welt für das Portal schreiben. Wer ein vollständiges und der Wirklichkeit nahekommenden Bild der USA haben möchte, kommt nicht umhin Originalquellen zu lesen.

Oder die Daily Show/Colbert Report anschauen, denn die Printmedien in den USA leiden unter der gleichen Relevanzkrise wie hierzulande. Man glaubt ihnen nicht mehr und viel zu oft sind irgendwelche aufgebauschten Skandälchen wichtiger als die Bullenscheisse, die dort jeden Tag passiert. Was hier leider nur Pispers ansatzweise leistet, zelebrieren dort Colbert, Stewart und John Oliver jede Woche par excellence. Politisch relevante Berichterstattung, getarnt als Satire. Und keine Sorge, da bekommt jeder sein Fett weg. Nicht ohne Grund hat sich Obama im Interview bei Stewart beschwert, warum dieser immer so gemein zu ihm sei.
Kein Widersruch meinerseits.
Für jemanden der bezüglich der Innenpolitik der USA und der handelnden Personen unbefleckt ist, sind Personen wie Colbert und Co. zu Beginn immer die erste Adresse um aus der gewissen Leichtigkeit der Berichterstattung später selbstständig weiter zu gehen.
Damit Figuren wie Bernie Sanders, Donald Trump und Rand Paul keine absoluten Unbekannten sind.

Im Moment interessiert sich die komplette amerikanische Medienlandschaft aber nur für den " Live Mord " an der Journalistin und ihrem Kameramann.
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 26.08.2015 18:35, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Wulgaru »

Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:
Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Die Bild ist ein rechtspopulistisches Schmierenblatt, mindestens mit Nährboden-Funktion für die aktuelle Neue Rechte.
Können wir uns auf "populistisches Schmierenblatt" einigen?
Ungern. Natürlich ist der Bild grundsätzlich nichts heilig und im Zweifel ist man glitschig und schmierig genug, nach alle Seiten auszuteilen. Journalistisch verkauft man dort auch die eigene Oma. Aber wenn ich so zurückdenke, finde ich, dass die Bild den rechten Stammtisch immer schon deutlich stärker bedient hat als den linken. Und dort immer auch noch häufiger gelesen wird (also nicht zur Belustigung, sondern als hauptsächliche Infoquelle). Aber du hast natürlich Recht: So etwas wie politisches Rückgrat ist der Bildzeitung vollkommen fremd.
Ich finde ebenfalls das diese Aussage das Bild schlicht den größten Aufreger nimmt auch ein bisschen zu entschuldigend. Denn schließlich bejubeln sie ja auch diverse Sachen. Und solange ich lebe und soweit ich weiß auch niemals davor, hat sich die Bild niemals auf Seite von linken oder progressiven Themen gestellt, oft aber an die Seite von Konservativen und rückwärtsgewandten Meinungsbildern. Das sie dann, wenn es darum geht jemanden fertig zu machen, keine Gefangenen macht, macht sie hier nicht neutral. Die Bild ist ein daher ein rechtes oder meinetwegen rechtspopulistisches Meinungsblatt, kein neutrales ich keil gegen alles aus Ding...sonst hätten sie sich eben schon einmal im anderem Spektrum positioniert. Zumal sie bei bestimmten Kampagnen auch sehr konsistent sind, wenn sie sich erst einmal positioniert haben. Beispiel Guttenberg wird geschützt, Wulff wird fertiggemacht, Griechen sind scheiße....sind sie nie von abgerückt, von Wahllosigkeit kann also keine Rede sein.