4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

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Kalle_Wirsch
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Re: 4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

Beitrag von Kalle_Wirsch »

Wofür steht 4players? - kritisch, ehrlich, aktuell - So steht es im Banner. Und das ist gut so.

An die Leser von 4players:
Es geht also um Spielekritik.
- Wie soll ein Kritiker,den kritisch sein, wenn die Spielemacher ihn bezahlen?
- Wie soll er dem Kunden gegenüber ehrlich sein, wenn die Publisher ihn bezahlen? Ob direkt oder indirekt über Werbung?
- In der Youtube Welt ist der Zuschauer das Produkt nicht der Kunde. Wer das nicht will, der sollte überlegen warum? - Für wen arbeitet der Profi-Youtuber den?
- Am Ende kriegt der Leser das wofür er bezahlt. Ein Kritiker kann nur dann kritisch und unabhängig von den Publishern berichten, wen er auch finanziell unabhängig von dem Publisher ist.
- Und er wird den Leser nur dann als Kunden verstehn, wenn der Leser auch Kunde ist.

Überlegt was ihr wollt und zieht eure Schlüsse.
AtzenMiro
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Re: 4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

Beitrag von AtzenMiro »

Kalle_Wirsch hat geschrieben:Wofür steht 4players? - kritisch, ehrlich, aktuell - So steht es im Banner. Und das ist gut so.

An die Leser von 4players:
Es geht also um Spielekritik.
- Wie soll ein Kritiker,den kritisch sein, wenn die Spielemacher ihn bezahlen?
- Wie soll er dem Kunden gegenüber ehrlich sein, wenn die Publisher ihn bezahlen? Ob direkt oder indirekt über Werbung?
- In der Youtube Welt ist der Zuschauer das Produkt nicht der Kunde. Wer das nicht will, der sollte überlegen warum? - Für wen arbeitet der Profi-Youtuber den?
- Am Ende kriegt der Leser das wofür er bezahlt. Ein Kritiker kann nur dann kritisch und unabhängig von den Publishern berichten, wen er auch finanziell unabhängig von dem Publisher ist.
- Und er wird den Leser nur dann als Kunden verstehn, wenn der Leser auch Kunde ist.

Überlegt was ihr wollt und zieht eure Schlüsse.
Du weiß aber schon, wofür die Spielepresse seit Jahren in der Kritik steht? Dir ist schon klar, dass 4Players hauptsächlich über Werbung finanziert wird? Dir ist schon klar, dass die Spielepresse davon abhängig ist, möglichst früh mit Vorabversionen bestückt zu werden (direkt von den Publishern), um einen Test möglichst pünktlich abzuliefern?

Diese ganzen Pseudo-Kritikpunkte gegen Youtuber, die sind ursprünglich genau die selben gewesen, die wir (wir Kunden) gegenüber der Fachpresse hatten. Ironischerweise verwendet nun die Fachpresse (in dem Fall 4Players) sie gegenüber Youtuber und das nur, weil die sich von denen bedroht fühlen. Ein Schelm, wer böses denkt.
Desotho
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Re: 4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

Beitrag von Desotho »

Gerade heutzutage ist es doch so einfach sich ein umfassendes Bild zu machen.
Testberichte kann man auf diversen deutschen als auch intrnationalen Websites nachlesen. Die Spieler schreiben In Foren oder Reviews Ihre meinungen und es gibt eben auch Youtuber die Reviews oder halt Let's Plays machen.

Wer sich da mehrfach auf einen Youtuber als Quelle verlässt und auch nach mehrfachen Enttäuschungen weiter aufgrund dieser Basis die Spiele kauft: Der ist echt selbst schuld ;)

Als ich 13 war habe ich auch ganz fix gemerkt dass die bunten Spielepackungen im kaufhaus vor allem eines sind: Lügen
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Randall Flagg78
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Re: 4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

Beitrag von Randall Flagg78 »

Also mich beeinflusst ein YouTube Video schon beim Kauf. Aber anders als man denken mag.
Ich kaufe, bis auf ganz wenige Ausnahmen, niemals vorher, also per Vorbestellung. Und auch selten bei Release.
Meistens lese ich zuerst einen Test, von einem Redakteur, wo ich der Meinung bin, dass er einen ähnlichen Geschmack hat.
Jörg ist z.B. immer ein guter Anhaltspunkt, für mich. Dann erst kommt YT ins Spiel. Ich schaue mir dann ein Stück LP an. Niemals der Anfang, den will ich selbst erleben. Ich klicke meistens auf Part einen Part 2 bis 5, also schon mitten im Spiel.
Und dann schaue ich ein paar Minuten. Das reicht mir. Was derjenige dazu zu sagen hat, interessiert mich nicht wirklich.
Die meisten YouTuber nerven mich sowieso, sodass ich keinerlei Lust habe, diesem affektierten Amazing Quatsch anzuhören.
Aus all diesen Sachen ziehe ich dann meine Kaufentscheidung.

Wenn mich ein Spiel mal mäßig interessiert, schaue ich schon mal länger. Aber auch da hat man so seine Leute, die man gut vertragen kann.
Wie ich schon im anderen Thread schrieb, schaue ich mir gerne den Bruugar an. Der wirkt normal auf mich. Vor allem spielt er nicht ausschließlich den angesagten Kram, sondern die Spiele, die er mag.
Hinzu kommt, dass er so ziemlich den gleichen Geschmack hat und auch eine mir sehr ähnliche Spielweise, auch wenn er "leicht" höhere Skills besitzt.
Ich schaue mir auch ganz gerne mal an, wenn ich ein Spiel schon selbst besitze. Wenn ich dann Level 3 hinter mir habe, schaue ich mir mal an, wie er es gemacht hat.
Und ich fühle mich unterhalten. Außerdem stelle ich häufig fest, dass mich die gleichen Sachen stören bzw. mir gefallen.
Ähnlich wie bei Jörgs Tests.

YT kann schon eine Stütze sein, beim Kauf und auch zur Unterhaltung dienen. Solange man das so nutzt, halte ich es für ein ziemlich gutes Medium. In Konglomerat mit den anderen halt, plus eigener Erfahrung.
Leider lernt es die Jugend anders kennen und ich befürchte fast, irgendwann gibt's keine "richtige Spielepresse" mehr.
Eventuell geht's auch zu Pay Inhalten über.
Antonmass
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Re: 4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

Beitrag von Antonmass »

Was soll ich sagen. Habe mir das alles angehört. Es wird eine harte Zeit auf euch zukommen. Ich denke alles driftet mehr ins Entertainment und Berichtserstattung an sich stirbt aus.

Ihr müsst neue Wege gehen.

Seitens mir würde ich sagen, dass ihr eine Darseinsberechtigung habt, weil ich mit Youtube-LetsPlays nur was anfangen kann, wenn ich mir ein Spiel nebenbei angucken will, weil ich selbst keine Zeit finden werde es zu spielen.

Ich bin aber auch kein wirklicher Gamer. Sondern interessiere mich nur für alles rund um Spiele weil es auch mein Beruf ist.

Aber ansonsten höre ich mir lieber kritische Berichtserstattung an. Aber ich bin auch keine 13 mehr. Daher :S.
Antonmass
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Re: 4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

Beitrag von Antonmass »

AtzenMiro hat geschrieben:
Kalle_Wirsch hat geschrieben:Wofür steht 4players? - kritisch, ehrlich, aktuell - So steht es im Banner. Und das ist gut so.

An die Leser von 4players:
Es geht also um Spielekritik.
- Wie soll ein Kritiker,den kritisch sein, wenn die Spielemacher ihn bezahlen?
- Wie soll er dem Kunden gegenüber ehrlich sein, wenn die Publisher ihn bezahlen? Ob direkt oder indirekt über Werbung?
- In der Youtube Welt ist der Zuschauer das Produkt nicht der Kunde. Wer das nicht will, der sollte überlegen warum? - Für wen arbeitet der Profi-Youtuber den?
- Am Ende kriegt der Leser das wofür er bezahlt. Ein Kritiker kann nur dann kritisch und unabhängig von den Publishern berichten, wen er auch finanziell unabhängig von dem Publisher ist.
- Und er wird den Leser nur dann als Kunden verstehn, wenn der Leser auch Kunde ist.

Überlegt was ihr wollt und zieht eure Schlüsse.
Du weiß aber schon, wofür die Spielepresse seit Jahren in der Kritik steht? Dir ist schon klar, dass 4Players hauptsächlich über Werbung finanziert wird? Dir ist schon klar, dass die Spielepresse davon abhängig ist, möglichst früh mit Vorabversionen bestückt zu werden (direkt von den Publishern), um einen Test möglichst pünktlich abzuliefern?

Diese ganzen Pseudo-Kritikpunkte gegen Youtuber, die sind ursprünglich genau die selben gewesen, die wir (wir Kunden) gegenüber der Fachpresse hatten. Ironischerweise verwendet nun die Fachpresse (in dem Fall 4Players) sie gegenüber Youtuber und das nur, weil die sich von denen bedroht fühlen. Ein Schelm, wer böses denkt.
Bei Youtube wird es aber dennoch schon sehr deutlich. Das Problem ist nur wird es auch für einen 13 Jährigen so deutlich? Das finde ich so bedenkenlich bei der ganzen Sache.

Wie gesagt ist es eines eine Redaktion zu kriminalisieren und was anderes einen Entertainer zu instrumentalisieren.
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rainji
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Re: 4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

Beitrag von rainji »

Kalle_Wirsch hat geschrieben:Wofür steht 4players? - kritisch, ehrlich, aktuell - So steht es im Banner. Und das ist gut so.
Nur ist 4players weder kritisch noch aktuell.

Bestes Beispiel war doch der Spielekulturthread, dass schlechte Zocker Sexisten sind. Wo war denn 4players hier aktuell oder kritisch? Diese sind nur dann kritisch wenn es ihnen passt. Die Studie war auch schon 4-5 Tage alt, bevor sie hier gepostet wurde. Nein, 4player betreibt wie die anderen auch nur einfachsten Clickbait mit ihrer Spielekultur-Seite- Früher waren die Kolumen mal lesenwert, heute sind es bloß noch hingeklatschte Übersetzungen von neogaf/reddit und anderen dubiosen Quellen, ohne das man kritisch hinterfragt.

Ob 4players ehrlich ist kann ich nicht bewerten. Aber das sie gute Indiespiele ehrlich schlechter bewerten als Pseudokunstmüll, das stimmt. Aber wenn kritisch und aktuell schon nicht passen, wirds mit der Ehrlichkeit auch nicht so weit sein. Der einzige Grund warum man Spieleseiten besucht sind doch entweder die News oder die Foren-Com.
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Randall Flagg78
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Re: 4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

Beitrag von Randall Flagg78 »

Also in einem Punkt muss ich meinem Vorredner recht geben. Die Kolumnen waren früher wirklich besser und, gefühlt, auch häufiger.
Erst deswegen bin ich damals überhaupt hier hängen geblieben. In der Richtung sollte mehr passieren, aus meiner Sicht.
Über qualitativ hochwertigen Spielejournalismus zu sprechen ist eine Sache. Ihn zu machen ist eine andere.

Ich würde mir wieder eine intensivere Arbeit im Punkt "Spiele als kulturelles Gut" wünschen. Mir geht zum Beispiel diese ganze Berichterstattung rund um Sexismus auf den Docht.
Klar, es ist ein wichtiges Thema, welches aber, meiner Meinung nach, häufig von Leuten geführt wird, die mit Gaming eigentlich nichts zu tun haben und den Geschäftszweig des Berufsopfers entdeckt haben.
Wo bleibt da die kritische Seite von 4 Players? Ich sehe nämlich auch nur, dass ihr, so wie alle anderen, dass Sprachrohr dieser Leute gebt und alles weitgehend ungefiltert und unkritisch "abdruckt".
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Todesglubsch
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Re: 4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

Beitrag von Todesglubsch »

Die Branche hat sich schlicht gewandelt. Reviews usw sind immer noch wichtig, aber mittlerweile fordern die Leser mehr, denn Spieleindrücke bekommt man mittlerweile auch von anderer Stelle. Ein Let's Play mag vielleicht auch gekauft sein, aber sofern es vorher nicht massiv geschnitten wurde, ist es schwerer das gezeigte zu manipulieren. Der Let's Player müsste sich schon sehr anstrengen, wenn er alle "schlechten" Spielszenen vermeiden wollte.

Wenn ein Magazin Angst hat, dass durch die Let's Player ihm Leser weglaufen dann, sorry, hat das Magazin wohl die letzten Jahre es verpennt, neue Inhalte zu schaffen, die die Leser abseits von Reviews binden. Hier seh ich persönlich ein Problem, denn im Spielejournalismus herrscht einfach Stilstand: Wann gab es denn mal zuletzt eine enthüllende Reportage im Spielejournalismus? Eine Enthüllung von Missständen o.ä.? Wenn irgendwas passiert, posten die Magazine entweder die PR-Meldung der betroffenen Firmen oder ein lapidares "Wir haben bei Firma XYZ nachgefragt, wenn wir neue Infos erhalten, erfahrt ihr sie hier!". Natürlich werden nie irgendwelchen neuen Infos eintrudeln...

Wieso ist das so? Mangelnde Ausbildung? Fehlende Manpower? Oder Angst, dass die Firmen einen in Zukunft vor den Kopf stoßen, nicht mehr mit Pressekits versorgen und einem die kalte Schulter zeigen?

Am Rande: Das Problem des Stillstands sehe ich im übrigen auch bei Werbung und Adblocker. Redaktionen weinen ihren Werbeeinnahmen hinterher, sperren Adblock-User teils sogar von ihrem Angebot aus und tun so, als gäbe es Adblock erst seit gestern. Die gesamte Branche hatte die Möglichkeit nach alternativen Einnahmequellen zu suchen. Quellen, die nicht von einem Adblock ausgehebelt werden. Die ganze Branche hat's verpennt. Und wenn ein Magazin massiv von Werbeeinnahmen abhängig ist, ist die Chance, dass es irgendwann mal gekauft wird höher als ein Magazin, welches alternative Einnahmequellen hat und weder von Publisher, noch von Werbung abhängig ist.


Ach und last but not least: Je bekannter und einflussreicher ein YouTuber oder ein Magazin, umso risikoreicher wird's für die Publisher: Sich einen Artikel zu kaufen mag viele Leser / Zuschauer erreichen - wenn aber das Magazin / der YouTuber das ablehnt, es publik macht oder das ganze irgendwie auffliegt, erreichen es aber noch mehr. Dann darf man Kreide fressen und Schadensbegrenzung betreiben. Erinnert sich noch jemand daran, wie Ubisoft den besuchenden Redakteuren ein Geschenkkörbchen mit Tablet zu einer Spielepräsi überreicht hat? ...wahrscheinlich nicht. :(
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muecke-the-lietz
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Re: 4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

Beitrag von muecke-the-lietz »

AtzenMiro hat geschrieben:
Kalle_Wirsch hat geschrieben:Wofür steht 4players? - kritisch, ehrlich, aktuell - So steht es im Banner. Und das ist gut so.

An die Leser von 4players:
Es geht also um Spielekritik.
- Wie soll ein Kritiker,den kritisch sein, wenn die Spielemacher ihn bezahlen?
- Wie soll er dem Kunden gegenüber ehrlich sein, wenn die Publisher ihn bezahlen? Ob direkt oder indirekt über Werbung?
- In der Youtube Welt ist der Zuschauer das Produkt nicht der Kunde. Wer das nicht will, der sollte überlegen warum? - Für wen arbeitet der Profi-Youtuber den?
- Am Ende kriegt der Leser das wofür er bezahlt. Ein Kritiker kann nur dann kritisch und unabhängig von den Publishern berichten, wen er auch finanziell unabhängig von dem Publisher ist.
- Und er wird den Leser nur dann als Kunden verstehn, wenn der Leser auch Kunde ist.

Überlegt was ihr wollt und zieht eure Schlüsse.
Du weiß aber schon, wofür die Spielepresse seit Jahren in der Kritik steht? Dir ist schon klar, dass 4Players hauptsächlich über Werbung finanziert wird? Dir ist schon klar, dass die Spielepresse davon abhängig ist, möglichst früh mit Vorabversionen bestückt zu werden (direkt von den Publishern), um einen Test möglichst pünktlich abzuliefern?

Diese ganzen Pseudo-Kritikpunkte gegen Youtuber, die sind ursprünglich genau die selben gewesen, die wir (wir Kunden) gegenüber der Fachpresse hatten. Ironischerweise verwendet nun die Fachpresse (in dem Fall 4Players) sie gegenüber Youtuber und das nur, weil die sich von denen bedroht fühlen. Ein Schelm, wer böses denkt.
Du solltest erstmal bis drei zählen und dir das Video/die Videos nochmal anschauen.

Da wird nicht gemeckert. Jörg reflektiert seine Situation als etwas älterer Gamer sogar. Er kritisiert seine Arbeit sogar dahingehend, dass 4p Youtube verschlafen habe - das betont er sogar mehrfach hintereinander.

Hier ist kein Meckern zu erkennen.

Es wird einfach auf den Unterschied zwischen Entertainment, Infotainment und Journalismus hingewiesen. Thats all. Das hat ja mit dem Begriff Professionalität überhaupt nichts zu tun. Man kann ja auch ein professioneller Entertainer sein. Und das sind die meisten hauptberuflichen Youtuber nuneinmal. Nur sind sie dann eben keine Journalisten und unabhängig sowieso nicht. Die Abhängigkeit von den Publishern ist hier sogar noch größer als bei der klassischen Spielepresse.

Die Gefahr ist, dass viele Zuschauer diesen kleinen aber feinen Unterschied vielleicht nicht erkennen, weil die Grenzen zwischen Unterhaltung und Journalismus in dieser Branche auch absolut fließend sind. Viele Magazine sind letztlich auch nur Entertainment und einige Youtuber sind mittlerweise kritischer und unabhängiger als viele vermeintliche Fachmagazine.

Youtube ist mittlerweile eine ernstzunehmende Konkurrenz für die klassischen Magazine, und da ist eben auch die große Gefahr. Denn viele Youtuber (nicht alle) sind überhaupt nicht sensibilisiert für Bestechungen, Korruption, Beeinflussung, Abhängigkeit, etc. Das müssen sie auch gar nicht sein. Aber es muss dann eben klar differenziert werden.

Denn nicht jeder erkennt den Unterschied zwischen einem Angry Joe und Total Bisquit und einem Gronkh, um jetzt mal nen deutschen Lets Player zu nennen. Die einen haben sich auf die Nische der kritischen Kommentare konzentriert und sind schon mehrfach mit den Publishern aneinander geraten. Der andere ist halt ein reiner Unterhalter, bei dem man Ecken und Kanten und kritischere Kommentare mit der Lupe suchen muss und eben nicht immer erkennbar ist, was jetzt genau hinter diesem Lets Play steckt. Spaß an der Freude, oder eben doch clever verpackte Werbung.
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Kajetan
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Re: 4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

Beitrag von Kajetan »

muecke-the-lietz hat geschrieben:Es wird einfach auf den Unterschied zwischen Entertainment, Infotainment und Journalismus hingewiesen. Thats all. Das hat ja mit dem Begriff Professionalität überhaupt nichts zu tun. Man kann ja auch ein professioneller Entertainer sein. Und das sind die meisten hauptberuflichen Youtuber nuneinmal. Nur sind sie dann eben keine Journalisten und unabhängig sowieso nicht. Die Abhängigkeit von den Publishern ist hier sogar noch größer als bei der klassischen Spielepresse.
Nicht zu vergessen (was viele aber tun) ... die extreme Abhängigkeit von Google. Ein Internet-Gigant, dessen Geschäftspolitik man vor allem als kleiner Youtuber (selbst ein Pewdiepie ist da nur ein kleiner Fisch) nicht einmal ansatzweise beeinflussen kann. Einige wie z.B. Jim Fucking Sterling Son lösen sich schrittweise aus dieser extremen Abhängigkeit durch Modelle wie Patreon. Andere überlegen sich, wie man eine eigene Infrastruktur (Streaming + Vermarktung) auf die Beine stellen kann.

Denn Beispiele wie das Verhalten von Nintendo zeigen ja, dass Google sich einen Dreck um das geschäftliche Wohlergehen von Youtubern kümmert, wenn eine Firma wie Nintendo herkommt und auf der Basis des aktuellen Urheberrechts einfach mal alle Werbeeinnahmen für sich beansprucht, bzw. dies als Hebel benutzt, um wohlgefällige Berichterstattung zu erzwingen.
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muecke-the-lietz
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Re: 4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

Beitrag von muecke-the-lietz »

Kajetan hat geschrieben:
muecke-the-lietz hat geschrieben:Es wird einfach auf den Unterschied zwischen Entertainment, Infotainment und Journalismus hingewiesen. Thats all. Das hat ja mit dem Begriff Professionalität überhaupt nichts zu tun. Man kann ja auch ein professioneller Entertainer sein. Und das sind die meisten hauptberuflichen Youtuber nuneinmal. Nur sind sie dann eben keine Journalisten und unabhängig sowieso nicht. Die Abhängigkeit von den Publishern ist hier sogar noch größer als bei der klassischen Spielepresse.
Nicht zu vergessen (was viele aber tun) ... die extreme Abhängigkeit von Google. Ein Internet-Gigant, dessen Geschäftspolitik man vor allem als kleiner Youtuber (selbst ein Pewdiepie ist da nur ein kleiner Fisch) nicht einmal ansatzweise beeinflussen kann. Einige wie z.B. Jim Fucking Sterling Son lösen sich schrittweise aus dieser extremen Abhängigkeit durch Modelle wie Patreon. Andere überlegen sich, wie man eine eigene Infrastruktur (Streaming + Vermarktung) auf die Beine stellen kann.

Denn Beispiele wie das Verhalten von Nintendo zeigen ja, dass Google sich einen Dreck um das geschäftliche Wohlergehen von Youtubern kümmert, wenn eine Firma wie Nintendo herkommt und auf der Basis des aktuellen Urheberrechts einfach mal alle Werbeeinnahmen für sich beansprucht, bzw. dies als Hebel benutzt, um wohlgefällige Berichterstattung zu erzwingen.
Ganz genau. Man ist dem halt vollkommen ausgeliefert und hat überhaupt keine rechtliche Sicherheit im Falle des Falles. Man ist immer dem Wohlergehen von Institutionen ausgesetzt, die von heute auf morgen eine 180 Grad Wende machen können.
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Re: 4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

Beitrag von Jörg Luibl »

Hallo Leute,

wie jedes Spielemagazin bilden wir hauptsächlich das ab, was da draußen passiert. Dass es im Bereich der Nachrichten wenig Investigatives gibt, hat mehrere Ursachen - ich will nicht sagen, dass es unmöglich wäre, aber redaktionell vermutlich unfruchtbar. Wir haben das schon im Kritischen Herbst 2006 bemerkt, als viele Leute entweder nur anonym oder gar nicht sprechen wollten, als es um die negativen Seiten dieser Branche ging: http://www.4players.de/4players.php/sho ... ur/36.html. Wir haben die vielen Methoden der internen und externen Beeinflussung von Presse thematisiert, wir haben die mächtige Rolle der Publisher, aber vor allem auch unsere Zunft und ihre inzestuösen Tendenzen kritisch beleuchtet. Die Spielepresse hatte sich zu stark gegenüber PR & Marketing geöffnet, hat zu wenig Stoppzeichen gesetzt - deshalb der Glaubwürdigkeitsverlust bei vielen Lesern.

Trotzdem haben wir da als erstes deutsches Magazin nicht nur versucht, eine Art Feuilleton für Spieler zu etablieren, in dem wir neben einem Kommentar auch Interviews und z.B. Gastbeiträge von Akademikern angeboten haben (http://www.4players.de/4players.php/spi ... rchiv.html) - schon lange vor Sarkeesian haben wir über Frauen in Spielen gesprochen und ein sehr differenziertes Bild gezeichnet. Wir haben mit Archäologen, Musikern, Game-Studie-Dozenten zusammen gearbeitet. Aber das war vielleicht sogar alles zu früh und unsere Herangehensweise zu fragmentiert. Wir haben es über ein, zwei Jahre versucht und die Zahlen waren schrecklich schwach.

Warum nicht jetzt andere Themen investigativer angehen? Zum einen ist die komplette deutsche Branche nur Zweitverwerter; wir sitzen nicht an den englischen und japanischen Primärquellen der wesentlichen Entscheider; zum anderen können wir uns keine Reporter leisten, die Zeit in internationale Hintergrundrecherechen investieren - für so etwas muss jemand auch mal über Wochen nur an einem Thema sitzen. Selbst national wären Letztere häufig zum Scheitern verurteilt, weil auch sie an der PR-Schranke meist nicht vorbeikommen. Das geht aber auch Journalisten in anderen - und, das darf man dabei nicht vergessen, gesellschaftlich wichtigeren - Bereichen wie Politik, Wirtschaft etc. häufig so.

Also ja, vieles besteht im Spielebereich aus Reproduktion und Quellenaufarbeitung, aus Zweitverwertung oder reiner Spiegelung. Trotzdem gibt es auch da Qualitätsunterschiede, gerade was den Kniefall vor SEO & Co betrifft - das Googlemonster will Journalisten selbst in dieser Zweitverwertung noch Themen aufzwingen, teilweise komplett artfremde, weil sie häufiger gesucht werden - da machen wir nicht mit. Gerade aufgrund unseres Multiplattform-Anspruches ist der normale Alltag aus News, Videos und Tests schon eine anspruchsvolle Aufgabe, bei der uns leider sehr viele Themen und vor allem Spiele durch die Lappen gehen. Das ist das, was mich als Chefredakteur eines Spielemagazins wirklich schmerzt: nicht das wenige Investigative und Spielepolitische, sondern dass wir einfach zu wenig Zeit für zu wenig Spiele haben und vielleicht etwas Kreatives im Design verpassen. Ich bekomme jeden Tag mindestens zwanzig Testanfragen, dazu zig Codes für Steam & Co - all das neben den normalen Boxversionen. Die Auswahl wird immer wichtiger und schwieriger für uns. Trotzdem haben wir vor allem den wesentlichen Independent-Spielen in den letzten Jahren die nötige Aufmerksamkeit schenken können.

Aber neben unserer Hauptaufgabe, dem guten alten Test, widmen wir uns ja auch noch aktuellen spielepolitischen Themen - wir wollen das mit dem 4Players-Talk vertiefen und ausweiten, aber mit unserem kleinen Team ist viel mehr nicht möglich. Es ist auch immer schade, wenn das vorhandene kritische Reflektieren kaum wahrgenommen wird. Leider interessiert sich nur eine Minderheit für die Hintergründe, die dem Spielejournalismus angeblich so fehlen.

Auch in der Genderdebatte bilden wir ja nicht nur ab, sondern beziehen Stellung : Alice hat in ihrem lesenswerten Kommentar (http://www.4players.de/4players.php/kom ... _wird.html) klar gemacht, wo Sarkeesian scheitert, und wir haben im 4Players-Talk (http://www.4players.de/4players.php/tvp ... tisch.html) die amerikanische Sexismus-Abwertung von The Witcher klar als hysterisch eingeordnet - das ist unsere Position, die muss man nicht alle zwei Wochen wiederholen.

Wir werden sehen, welche Formate wir in Zukunft vielleicht noch stemmen können, um euch mehr Anspruch, Abwechslung und Hintergrund anzubieten.
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muecke-the-lietz
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Re: 4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

Beitrag von muecke-the-lietz »

4P|T@xtchef hat geschrieben:Hallo Leute,

wie jedes Spielemgazin bilden wir hauptsächlich das ab, was da draußen passiert. Dass es im Bereich der Nachrichten wenig Investigatives gibt, hat mehrere Ursachen - ich will nicht sagen, dass es unmöglich wäre, aber redaktionell vermutlich unfruchtbar. Wir haben das schon im Kritischen Herbst 2006 bemerkt, als viele Leute entweder nur anonym oder gar nicht sprechen wollten, als es um die negativen Seiten dieser Branche ging: http://www.4players.de/4players.php/sho ... ur/36.html. Wir haben die vielen Methoden der internen und externen Beeinflussung von Presse thematisiert, wir haben die mächtige Rolle der Publisher, aber vor allem auch unsere Zunft und ihre inzestuösen Tendenzen kritisch beleuchtet. Die Spielepresse hatte sich zu stark gegenübder PR & Marketing geöffnet, hat zu wenig Stoppzeichen gesetzt - deshalb der Glaubwürdigkeitsverlust bei vielen Lesern.

Trotzdem haben wir da als erstes deutsches Magazin nicht nur versucht, eine Art Feuilleton für Spieler zu etablieren, in dem wir neben einem Kommentar auch Interviews und z.B. Gastbeiträge von Akademikern angeboten haben (http://www.4players.de/4players.php/spi ... rchiv.html) - schon lange vor Sarkeesian haben wir über Frauen in Spielen gesprochen und ein sehr differenziertes Bild gezeichnet. Wir haben mit Archäologen, Musikern, Game-Studie-Dozenten zusammen gearbeitet. Aber das war vielleicht sogar alles zu früh und unsere Herangehensweise zu fragmentiert. Wir haben es über ein, zwei Jahre versucht und die Zahlen waren schrecklich schwach.

Warum nicht jetzt andere Themen investigativer angehen? Zum einen ist die komplette deutsche Branche nur Zweitverwerter; wir sitzen nicht an den englischen und japanischen Primärquellen der wesentlichen Entscheider; zum anderen können wir uns keine Reporter leisten, die Zeit in internationale Hintergrundrecherechen investieren - für so etwas muss jemand auch mal über Wochen nur an einem Thema sitzen. Selbst national wären Letztere häufig zum Scheitern verurteilt, weil auch sie an der PR-Schranke meist nicht vorbeikommen. Das geht aber auch Journalisten in anderen - und, das darf man dabei nicht vergessen, gesellschaftlich wichtigeren - Bereichen wie Politik, Wirtschaft etc. häufig so.

Also ja, vieles besteht im Spielebereich aus Reproduktion und Quellenaufarbeitung, aus Zweitverwertung oder reiner Spiegelung. Trotzdem gibt es auch da Qualitätsunterschiede, gerade was den Kniefall vor SEO & Co betrifft - das Googlemonster will Journalisten selbst in dieser Zweitverwertung noch Themen aufzwingen, teilweise komplett artfremde, weil sie häufiger gesucht werden - da machen wir nicht mit. Gerade aufgrund unseres Multiplattform-Anspruches ist der normale Alltag aus News, Videos und Tests schon eine anspruchsvolle Aufgabe, bei der uns leider sehr viele Themen und vor allem Spiele durch die Lappen gehen. Das ist das, was mich als Chefredakteur eines Spielemagazins wirklich schmerzt: nicht das wenige Investigative und Spielepolitische, sondern dass wir einfach zu wenig Zeit für zu wenig Spiele haben und vielleicht etwas Kreatives im Design verpassen. Ich bekomme jeden Tag mindestens zwanzig Testanfragen, dazu zig Codes für Steam & Co - all das neben den normalen Boxversionen. Die Auswahl wird immer wichtiger und schwieriger für uns.

Aber neben unserer Hauptaufgabe, dem guten alten Test, widmen wir uns ja auch noch aktuellen spielepolitischen Themen - wir wollen das mit dem 4Players-Talk vertiefen und ausweiten, aber mit unserem kleinen Team ist viel mehr nicht möglich. Es ist auch immer schade, wenn das vorhandene kritische Reflektieren kaum wahrgenommen wird. Leider interessiert sich nur eine Minderheit für die Hintergründe, die dem Spielejournalismus angeblich so fehlen.

Auch in der Genderdebatte bilden wir ja nicht nur ab, sondern beziehen Stellung : Alice hat in ihrem lesenswerten Kommentar (http://www.4players.de/4players.php/kom ... tisch.html) die amerikanische Sexismus-Abwertung von The Witcher klar als hysterisch eingeordnet - das ist unsere Position, die muss man nicht alle zwei Wochen wiederholen.

Wir werden sehen, welche Formate wir in Zukunft vielleicht noch stemmen können, um euch mehr Anspruch, Abwechslung und Hintergrund anzubieten.
Nun stellt euch mal nicht unter den Scheffel. Im deutschsprachigen Spielejournalismus seit ihr immer noch in vielen Bereichen Vorreiter und qualitative Überflieger. Nur, weil ihr jetzt nicht jeden Käse in den letzten Jahren mitgemacht habt, seit ihr noch lange nicht von Vorgestern.

Ihr wart mit die ersten, die im großen Rahmen Indiespiele getestet haben - und zwar als vollwärtige Spiele und nicht nur als Spiele zweiter Klasse mit ner extra Kategorie.

Eure Kommentare sind immer wieder interessant zu lesen und eure Videos werden auch von Tag zu Tag besser und interessanter.

Und zu euren Tests braucht man nichts mehr zu sagen. Die sind nämlich in diesem Land eine extreme Seltenheit. Auch wenn sie manchmal weh tun und nicht immer den eigenen Eindruck bestätigen.
CalleCalle
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Re: 4Players-Talk: Welche Rolle spielt YouTube für Spieler und Spielepresse?

Beitrag von CalleCalle »

Also ich persönlich mag "beides", nur für unterschiedliche Zwecke. Ich LIEBE redaktionell erstellte Beiträge, Reviews, etc., da ich vor allem auch gerne lese. Videos schaue ich mir hier, wie auf auf News-Portalen, wie z.B. SPON, Spox, etc. nie wirklich an. Da mag ich einfach das geschriebene Wort lieber. Auf der anderen Seite bin ich ein großer Fan geworden von LPs. Hab die ganze "Stars" der Szene noch nicht mal gesehen, ich schaue eigentlich nur Gametube und da Bloodborne. Hätte niemals gedacht, dass mir sowas gefällt. Wollte damals eigentlich nur durch den Bloodborne-Hype mal bisschen Material sehen und hab durch Zufall dann das Gametube-LP angefangen. Ja und was soll ich sagen, bin mittlerweile bei Folge 107 und "suchte" im wahrsten Sinne des Wortes. Freu mich jeden Tag auf ne neue Folge, obwohl ich das Game bereits platiniert hab. Bloodborne hab ich auch nur gekauft, weils mir ab der Hälfte des LP gepackt hat. Davor hätte ich sowas nie geholt. Und jo, das LP is für mich als Serien- und Filmjunkie wie ne Serie. Martin und Michi entsprechen meiner Art von Humor und für mich ist es pure Unterhaltung. Geschmäcker sind ja verschieden, aber bei mir treffen die beiden voll ins Schwarze. Hat imo auch nichts mit dem Alter zu tun, bin 34 Jahre und fernab der yt-Generation von heute. Twitch hat mich bis dato null interessiert, was aber denk ich am Konzept liegt. Twitch ist quasi ja das digitale Pendant zu TV was feste Sendezeiten anbelangt. Und davon hab ich mich schon lange verabschiedet. Ich schaue schon seit ner Weile kein "reguläres" TV mehr, ich such mir durch die ganzen Möglichkeiten (youtube, Netflix, Amazon, sky, etc.) einfach aus WAS ich WANN schaue. Dadurch ist bei mir dieses "zapping" quasi gestorben. Für den Kauf sind für mich Seiten wie 4p immer noch sehr relevant. Ein LP wie ich es schau, ist wie gesagt für mich rein fürs Entertaining gedacht und überhaupt nicht kaufentscheidungsrelevant.