The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop und einem massiven Image-Schaden

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KalkGehirn
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Re: The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop u

Beitrag von KalkGehirn »

Finsterfrost hat geschrieben:Ich verstehe echt beim besten Willen nicht, wie man hier von einem Meisterwerk sprechen kann, Meisterwerke definieren für mich Genres neu und erfinden gar ein neues Genre.
Von Meisterwerk kann hier nicht die Rede sein aber welches Spiel kann das schon von sich behaupten?
Finsterfrost hat geschrieben:Das Kämpfen bei TLoU kam sehr gut wuchtig rüber und die Animationen waren super angepasst, aber vom Gameplay her war das drücke Viereck zum random kloppen und Dreieck zum Blocken.
Und das reicht völlig aus in einem Spiel in welchem das Nahkampfsystem als rudimentär zu wertender Bestandteil zur Kernmechanik hin dient.
Das Spiel ist kein Beat 'em up sondern mehr stealth cover - shooter
Finsterfrost hat geschrieben:Die Story bedient sich quer aus jedem Zombiefilm, alles schonmal gesehen bis hin zum größten Klischee überhaupt, irgendjemand ist immun. DAS hat die Welt noch nicht gesehen. :D.
Und worin liegt da das Problem?
Besser Gut geklaut als ..........
Du weißt schon, davon mal ab welcher triple AAA Titel trat denn die letzten Jahre als innovativ in Erscheinung?
Hatte TLoU jemals den Anspruch innovativ zu sein?
Finsterfrost hat geschrieben:Das reine Gameplay war absolut nix Besonderes, ebenso die Story. Es war alles ganz hübsch verpackt und das war es dann aber auch. Die wirklich hervorragene Inszenierung spreche ich dem Spiel gar nicht ab.
Korrekt, daran ist doch schlicht nichts verwerfliches.
Das Gameplay oder auch die Story muss nicht als besonders gelten um als Gut oder Schlecht empfunden werden zu können, das impliziert der Begriff "besonders" auch gar nicht.
Schlecht war die Story keinesfalls, sie war einfach, sie war klischeehaft, ja sie war vielleicht sogar geklaut aber in sich stimmig und den Spieler mitnehmend.

Ich brauch nicht immer nen Friedrich Nietzsche, Karl May tuts auch :wink:
Finsterfrost hat geschrieben:aber die hat jedes Call of Duty. Trotzdem sind das keine Meilensteine. Denn ganz ehrlich, die Story von TLoU ist vom Nievau eines Call of Duty nicht weit weg. 'murrica fuck yeah vs. zombie outbreak no. 32502....
Seit wann ist CoD gut inszeniert?
Nur weil das alles auf Hochglanz getrimmt ist heißt das nicht das es auch gut ist.
Ich finde und fand die Inszenierung von CoD schon immer unterste Kanone.
Ich schau mir gleich nen guten Transformers an wegen der guten Inszenierung :?

lg.
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superboss
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Re: The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop u

Beitrag von superboss »

hatte das Spiel mal begonnen, fands auch gut, musste dann aber Monate lang unterbrechen und kam nach der Pause nicht mehr Spiel.
Das Schleichen hat mir dann einfach keine Spaß mehr gemacht.
Hinzu kam noch ein bisschen Sturheit , weil ich bei ner Auto schieb Ballerei Szene den SG nicht runterdrehen wollte........

werds wohl irgendwann nochmal probieren aber die ganz große Faszination ist nach dem ganzen Gelaber, wie toll der Begin ist und was danach kommt, auch ein bisschen vorbei.
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chichi27
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Re: The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop u

Beitrag von chichi27 »

Denn ganz ehrlich, die Story von TLoU ist vom Nievau eines Call of Duty nicht weit weg. 'murrica fuck yeah vs. zombie outbreak no. 32502....
Das wurde nur auf dem PC hoch und runter gespielt von wegen zombie outbreak. Da sind so manche "kreativen" Indie Entwickler auf den Zug aufgesprungen.
billy coen 80
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Re: The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop u

Beitrag von billy coen 80 »

Ich werde einfach nicht schlau aus den ganzen Diskussionen in Threads, sobald irgendwo TLOU im Titel des Artikels auftaucht.

Keiner muss das Spiel gut finden. Jeder kann auch seine Meinung dazu kundtun. Nur wundert es mich schon ein Wenig, wenn irgendwie immer wieder dieselben Leute auch im gefühlt tausendsten TLOU-Thread auftauchen um zum zehntausendsten Mal zu verkünden, wie gewöhnlich und austauschbar sie die Story fanden, wie klischeehaft die Charaktere waren und wie schwach das Gameplay war. Warum investiert man nur so viel Zeit darin, andere von der eigenen Meinung zu einem Spiel zu überzeugen, wenn einem dieses Spiel doch am Ende so wenig gegeben hat??? Wobei es mir auch auffällig erscheint, dass es dort gewisse Fraktionsgewohnheiten gibt. User, von denen man aus anderen Diskussionen im Hinterkopf hat, dass sie bevorzugt auf PC spielen oder gar dem PC als ultimativer Plattform huldigen, neigen dazu, auf der vermeintlich schlechten Story und den ach so klischeehaften Charakteren rumzureiten. User, die man in jedem Nintendo-Thread auf der Seite der Jubelperser findet, sind bei TLOU-Themen irgendwie immer dabei, das Gameplay zu kritisieren. Trifft nicht in hundertprozentiger Sicherheit zu, aber ist mir mehrheitlich aufgefallen in einschlägigen Diskussionen. :?

Es ist ja aber letztlich auch legitim, Dinge zu benennen, die einem weniger bis gar nicht gefallen haben. Aber sollte man im eigenen Sinne auch darauf achten, dass man sich mit seiner Kritik an bestimmten Punkten nicht selber ins Abseits stellt.

So empfinde ich die Kritik an der KI schon wirklich jenseits von Gut und Böse. Klar hat sie ihre Schwächen, aber diese treten in erster Linie dadurch zu Tage, dass sie weit komplexer aufgebaut ist, als in der erdrückenden Mehrheit der Spiele. Wenn man sich nicht an jedem KI-Fehler hochzieht und alles daran festmacht, sondern sie einfach mal, auch mit etwas Sachverstand, mit anderen Spielen vergleicht, sollte einem auffallen, dass man es dort weiß Gott nicht mit schlechter KI zu tun hat.

So ist es nicht, wie in nahezu allen auch nur entfernt genreverwandten Spielen, eine dieser „sobald ich dich einmal entdeckt habe, weiß ich immer, wo du bist“-KI. Die KI wechselt zwar nicht (wie in vielen anderen Stealth-Spielen lächerlicherweise) nach ein bis zwei Minuten wieder zurück in den „Och, scheinbar alles wieder in Ordnung“-Modus, sondern bleibt permanent wachsam und durchsucht das Gelände, aber selbst bei Entdeckung kann man sich jederzeit wieder vor ihr verstecken. Das klingt schrecklich banal, ist aber bei Weitem kein Standard, vor allem im Action-Bereich. Dadurch entwickeln sich auch immer wieder diese spannenden Katz-und-Maus-Spielchen, die es so einfach auch noch nicht in allzu vielen Spielen in dieser Art gegeben hat.

Zudem reagiert die KI flexibel auf Situationen, z. B. abhängig von der eigenen Bewaffnung und der gerade vom Spieler ausgerüsteten Waffe. Hat man eine Nahkampfwaffe ausgerüstet, stürmen auch Gegner mit Nahkampfwaffen frontal heran. Hat man eine Schusswaffe parat (und auch bereits gezeigt, dass diese nicht leer ist; ist tatsächlich ebenfalls ein Aspekt der Situationsbewertung der KI), versuchen Gegner mit Nahkampfwaffen eher versteckt an einen heranzukommen, um einen von hinten zu überraschen.

Also wenn man die KI tatsächlich mal unvoreingenommen bewertet, fallen einem so viele Aspekte auf, die sie weit von gewöhnlichen Shooter-KIs abhebt, dass es meines Erachtens von wenig Sachverstand zeugt, gerade TLOU eine schlechte KI vorzuwerfen.

Je komplexer eine KI ist, desto größer ist die Gefahr, dass sie auch sichtbare Schwächen hat. Und genau das kommt hier zum Tragen. Aber es ist schon, gerade vor dem Hintergrund, dass hier seit Jahren genölt wird, die KIs würden sich kein Stück weiterentwickeln, sehr fragwürdig, gerade auf den Fehlern einer insgesamt ziemlich komplexen KI rumzureiten, die man in anderen Spielen nur deshalb nicht findet, weil dort die KIs aus erheblich weniger und deutlich leichter mit Trigger-Bedingungen zu versehenden Scripts bestehen.

Was die Kritik an der Story und den Charakteren angeht, haben hier ja auch schon einige so manches geschrieben. Ich finde es auch unverständlich, warum sich einige nun gerade so sehr in diesen Aspekten auf TLOU einschießen, wo es in „fachkundigen“ Bereichen eigentlich Konsens ist, dass dieses Spiel gerade im Bereich der Charakterzeichnung nahezu einzigartig im Medium ist. Warum zieht man gerade bei TLOU ständig diese ganzen Cross-Media-Vergleiche aus Filmen und Romanen, um zu zeigen, wie einfallslos und schon tausend Mal dagewesen das alles ist, wo man sich seltsamerweise in Spielen mit „Aliens wollen die Erde erobern“ oder „Terroristen bedrohen die USA / die Menschheit“ nicht in annähernd vergleichbarer Form in derlei Kritikkonstruirerei zergeht, obwohl es in solchen und überhaupt 99,9999 % aller Spielestories ungleich zutreffender wäre.

Also kurzum, ich verstehe viele Kritikpunkte, so wie sie von einigen vorgebracht werden, auch wenn ich sie nicht immer teile. Aber was ich nicht verstehen kann, ist, warum manche so sehr darin bemüht sind, TLOU Durchschnittlichkeit anzudichten in Bereichen, wo es nun mal einfach im Vergleich mit einer erdrückenden Mehrheit aller jemals entwickelten Spiele einfach kein Durchschnitt ist. Und sorry, aber dieses ständige „ja aber in Film / Roman XY ist das so oder so ähnlich auch passiert“ ist einfach Banane. Wir reden hier von zwei Medien, die es schon so lange gibt, dass es wahrlich kein Kunststück ist, wenn man es denn kugscheißenderweise drauf anlegen will, immer irgendwelche Titel aus dem Hut zu zaubern, von denen im vorliegenden Titel vermeintlich abgekupfert worden ist. Das gilt im Übrigen auch für Filme und Bücher und erst recht für absolut jedes storylastige Videospiel, also wahrlich nicht nur für TLOU. Nur habe ich es noch bei keinem anderen Spiel erlebt, dass so penetrant immer wieder versucht worden ist, anhand von inhaltlich vergleichbaren Filmen die vermeintliche Gewöhnlichkeit der Story oder der Erzählweise zu „beweisen“. Wirkt auf mich schon leicht schizophren.
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Temeter 
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Re: The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop u

Beitrag von Temeter  »

billy coen 80 hat geschrieben:Ich werde einfach nicht schlau aus den ganzen Diskussionen in Threads, sobald irgendwo TLOU im Titel des Artikels auftaucht.

Keiner muss das Spiel gut finden. Jeder kann auch seine Meinung dazu kundtun. Nur wundert es mich schon ein Wenig, wenn irgendwie immer wieder dieselben Leute auch im gefühlt tausendsten TLOU-Thread auftauchen um zum zehntausendsten Mal zu verkünden, wie gewöhnlich und austauschbar sie die Story fanden, wie klischeehaft die Charaktere waren und wie schwach das Gameplay war. Warum investiert man nur so viel Zeit darin, andere von der eigenen Meinung zu einem Spiel zu überzeugen, wenn einem dieses Spiel doch am Ende so wenig gegeben hat??? Wobei es mir auch auffällig erscheint, dass es dort gewisse Fraktionsgewohnheiten gibt. User, von denen man aus anderen Diskussionen im Hinterkopf hat, dass sie bevorzugt auf PC spielen oder gar dem PC als ultimativer Plattform huldigen, neigen dazu, auf der vermeintlich schlechten Story und den ach so klischeehaften Charakteren rumzureiten. User, die man in jedem Nintendo-Thread auf der Seite der Jubelperser findet, sind bei TLOU-Themen irgendwie immer dabei, das Gameplay zu kritisieren. Trifft nicht in hundertprozentiger Sicherheit zu, aber ist mir mehrheitlich aufgefallen in einschlägigen Diskussionen. :?

Es ist ja aber letztlich auch legitim, Dinge zu benennen, die einem weniger bis gar nicht gefallen haben. Aber sollte man im eigenen Sinne auch darauf achten, dass man sich mit seiner Kritik an bestimmten Punkten nicht selber ins Abseits stellt.

So empfinde ich die Kritik an der KI schon wirklich jenseits von Gut und Böse. Klar hat sie ihre Schwächen, aber diese treten in erster Linie dadurch zu Tage, dass sie weit komplexer aufgebaut ist, als in der erdrückenden Mehrheit der Spiele. Wenn man sich nicht an jedem KI-Fehler hochzieht und alles daran festmacht, sondern sie einfach mal, auch mit etwas Sachverstand, mit anderen Spielen vergleicht, sollte einem auffallen, dass man es dort weiß Gott nicht mit schlechter KI zu tun hat.

So ist es nicht, wie in nahezu allen auch nur entfernt genreverwandten Spielen, eine dieser „sobald ich dich einmal entdeckt habe, weiß ich immer, wo du bist“-KI. Die KI wechselt zwar nicht (wie in vielen anderen Stealth-Spielen lächerlicherweise) nach ein bis zwei Minuten wieder zurück in den „Och, scheinbar alles wieder in Ordnung“-Modus, sondern bleibt permanent wachsam und durchsucht das Gelände, aber selbst bei Entdeckung kann man sich jederzeit wieder vor ihr verstecken. Das klingt schrecklich banal, ist aber bei Weitem kein Standard, vor allem im Action-Bereich. Dadurch entwickeln sich auch immer wieder diese spannenden Katz-und-Maus-Spielchen, die es so einfach auch noch nicht in allzu vielen Spielen in dieser Art gegeben hat.

Zudem reagiert die KI flexibel auf Situationen, z. B. abhängig von der eigenen Bewaffnung und der gerade vom Spieler ausgerüsteten Waffe. Hat man eine Nahkampfwaffe ausgerüstet, stürmen auch Gegner mit Nahkampfwaffen frontal heran. Hat man eine Schusswaffe parat (und auch bereits gezeigt, dass diese nicht leer ist; ist tatsächlich ebenfalls ein Aspekt der Situationsbewertung der KI), versuchen Gegner mit Nahkampfwaffen eher versteckt an einen heranzukommen, um einen von hinten zu überraschen.

Also wenn man die KI tatsächlich mal unvoreingenommen bewertet, fallen einem so viele Aspekte auf, die sie weit von gewöhnlichen Shooter-KIs abhebt, dass es meines Erachtens von wenig Sachverstand zeugt, gerade TLOU eine schlechte KI vorzuwerfen.

Je komplexer eine KI ist, desto größer ist die Gefahr, dass sie auch sichtbare Schwächen hat. Und genau das kommt hier zum Tragen. Aber es ist schon, gerade vor dem Hintergrund, dass hier seit Jahren genölt wird, die KIs würden sich kein Stück weiterentwickeln, sehr fragwürdig, gerade auf den Fehlern einer insgesamt ziemlich komplexen KI rumzureiten, die man in anderen Spielen nur deshalb nicht findet, weil dort die KIs aus erheblich weniger und deutlich leichter mit Trigger-Bedingungen zu versehenden Scripts bestehen.

Was die Kritik an der Story und den Charakteren angeht, haben hier ja auch schon einige so manches geschrieben. Ich finde es auch unverständlich, warum sich einige nun gerade so sehr in diesen Aspekten auf TLOU einschießen, wo es in „fachkundigen“ Bereichen eigentlich Konsens ist, dass dieses Spiel gerade im Bereich der Charakterzeichnung nahezu einzigartig im Medium ist. Warum zieht man gerade bei TLOU ständig diese ganzen Cross-Media-Vergleiche aus Filmen und Romanen, um zu zeigen, wie einfallslos und schon tausend Mal dagewesen das alles ist, wo man sich seltsamerweise in Spielen mit „Aliens wollen die Erde erobern“ oder „Terroristen bedrohen die USA / die Menschheit“ nicht in annähernd vergleichbarer Form in derlei Kritikkonstruirerei zergeht, obwohl es in solchen und überhaupt 99,9999 % aller Spielestories ungleich zutreffender wäre.

Also kurzum, ich verstehe viele Kritikpunkte, so wie sie von einigen vorgebracht werden, auch wenn ich sie nicht immer teile. Aber was ich nicht verstehen kann, ist, warum manche so sehr darin bemüht sind, TLOU Durchschnittlichkeit anzudichten in Bereichen, wo es nun mal einfach im Vergleich mit einer erdrückenden Mehrheit aller jemals entwickelten Spiele einfach kein Durchschnitt ist. Und sorry, aber dieses ständige „ja aber in Film / Roman XY ist das so oder so ähnlich auch passiert“ ist einfach Banane. Wir reden hier von zwei Medien, die es schon so lange gibt, dass es wahrlich kein Kunststück ist, wenn man es denn kugscheißenderweise drauf anlegen will, immer irgendwelche Titel aus dem Hut zu zaubern, von denen im vorliegenden Titel vermeintlich abgekupfert worden ist. Das gilt im Übrigen auch für Filme und Bücher und erst recht für absolut jedes storylastige Videospiel, also wahrlich nicht nur für TLOU. Nur habe ich es noch bei keinem anderen Spiel erlebt, dass so penetrant immer wieder versucht worden ist, anhand von inhaltlich vergleichbaren Filmen die vermeintliche Gewöhnlichkeit der Story oder der Erzählweise zu „beweisen“. Wirkt auf mich schon leicht schizophren.
Es wirkt auf dich also schizophren, dass andere eine eigene Meinung haben? Hat schon eine gewisse Ironie, wenn du in den ersten Absätzen Verständnis predigst, und in den nächsten dann beschreibst, warum andere Meinungen falsch sind und auf welchem persönlichen Mangel dieser Irrtum basiert.

Wenig ist lächerlich als dein Post hier.
LastSplash
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Re: The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop u

Beitrag von LastSplash »

Temeter  hat geschrieben:Ein generischer Stealth/Covershooter mit Crafting mit gutem Writing, abegeguckt von jedem Zombiefilm, der je gedreht wurde? Ein Spiel, dass alles Gameplay und 'cinematische' exemplifiziert, dass eine ganze Konsolengeneration gezeichnet hat?

Davor hatten sie also Angst, ein Spiel, welches in etwa so sicher ist, wie man eine neue IP nur machen kann. Das ist genau die Art von Feigheit, wegen der wir Uncharted 4, Halo 5, Gears of War 5, Killzone 5, Assassins Creed 6 (oder 22, je nach Zählung), Call of duty 13, etc bekommen werden. Aber hey, wenigstens kann sich ein Feigling, der ein einziges mal ein minimum an Mut aufbringt, zum Helden hochstilisieren.
BÄNG, Treffer versenkt. :)

Ich denke niemand der dieses Spiel gezockt hat, ist aufgrund der (definitiv) meisterhaften Filmsequenzen kalt oder gefühllos geblieben.

Aber es gehört, zumindest für mich, ein bisschen mehr zu einem grandiosen und so extrem gehypten Spiel.
Das Stealth Gameplay, inklusive schier endloser und immer gleich agierender 0815 Bösewichte, war nervig und Dauer-gescripted, Ellie war (vor allem in engen Räumen) ständig im Weg und die Shootermechanik (selbst mit voll aufgedrehten Werten) katastrophal.

Am schlimmsten fand ich allerdings das unglaublich langweilige und gefühlt schon tausend Mal vorher gesehene Art-Design, selbst der tolle Winterwald zum Schluss konnte da nicht mehr viel rausreisen.
Und gerade hier konnten Naughty Dog mit der Uncharted Trilogie immer extrem punkten (so viele "Wow" Momente hatte ich vorher kaum erlebt)

Was also war hier auch nur im Ansatz mutig?
Zuletzt geändert von LastSplash am 15.07.2015 19:46, insgesamt 1-mal geändert.
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chichi27
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Re: The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop u

Beitrag von chichi27 »

Ein generischer Stealth/Covershooter mit Crafting mit gutem Writing, abegeguckt von jedem Zombiefilm, der je gedreht wurde? Ein Spiel, dass alles Gameplay und 'cinematische' exemplifiziert, dass eine ganze Konsolengeneration gezeichnet hat?

Davor hatten sie also Angst, ein Spiel, welches in etwa so sicher ist, wie man eine neue IP nur machen kann. Das ist genau die Art von Feigheit, wegen der wir Uncharted 4, Halo 5, Gears of War 5, Killzone 5, Assassins Creed 6 (oder 22, je nach Zählung), Call of duty 13, etc bekommen werden. Aber hey, wenigstens kann sich ein Feigling, der ein einziges mal ein minimum an Mut aufbringt, zum Helden hochstilisieren.
Ein Half Life 2 war abgesehen vom Modsupport auch alles andere als Pralle und jetzt ? Soll der Gaben doch mal ein bisschen Mut zeigen und nicht jede sichere Mod übernehmen :wink: . System Shock 2 ist mindestens zwei Ligen besser als Half Life 2 trotzdem gibt es diesen Hype um ein hypothetisches Half Life 3 :lol: .
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EpicAndy
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Re: The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop u

Beitrag von EpicAndy »

Mit Tlou hat Naughty Dog sich ein Denkmal gesetzt, über 20 mio Verkäufe und über 200 Auszeichnungen, wenn sie dann den Nachfolger auf einer e3 ankündigen werden erstmal alle neogaf Server usw down sein ^^ Naughty Dog ist zb auch ein Grund warum die Ps4 sich so extrem gut verkauft bzw die xbox vorführt.
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Temeter 
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Re: The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop u

Beitrag von Temeter  »

LastSplash hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben:Ein generischer Stealth/Covershooter mit Crafting mit gutem Writing, abegeguckt von jedem Zombiefilm, der je gedreht wurde? Ein Spiel, dass alles Gameplay und 'cinematische' exemplifiziert, dass eine ganze Konsolengeneration gezeichnet hat?

Davor hatten sie also Angst, ein Spiel, welches in etwa so sicher ist, wie man eine neue IP nur machen kann. Das ist genau die Art von Feigheit, wegen der wir Uncharted 4, Halo 5, Gears of War 5, Killzone 5, Assassins Creed 6 (oder 22, je nach Zählung), Call of duty 13, etc bekommen werden. Aber hey, wenigstens kann sich ein Feigling, der ein einziges mal ein minimum an Mut aufbringt, zum Helden hochstilisieren.
BÄNG, Treffer versenkt. :)

Ich denke niemand der dieses Spiel gezockt hat, ist aufgrund der (definitiv) meisterhaften Filmsequenzen kalt oder Gefühllos geblieben.

Aber es gehört, zumindest für mich, ein bisschen mehr zu einem grandiosen und so extrem gehypten Spiel.
Das Stealth Gameplay, inklusive schier endloser und immer gleich agierender 0815 Bösewichte, war nervig und Dauer-gescripted, Ellie war (vor allem in engen Räumen) ständig im Weg und die Shootermechanik (selbst mit voll aufgedrehten Werten) katastrophal.

Am schlimmsten fand ich allerdings das unglaublich langweilige und gefühlt schon tausend Mal vorher gesehene Art-Design, selbst der tolle Winterwald zum Schluss konnte da nicht mehr viel rausreisen.
Und gerade hier konnten Naughty Dog mit der Uncharted Trilogie immer extrem punkten (so viele "Wow" Momente hatte ich vorher kaum erlebt)

Was also war hier auch nur im Ansatz mutig?
Jep. Ein Werk kann ein grandioses Erlebnis liefern, aber dabei völlig oberflächlich und simpel sein. Zu einem erstklassigen Spiel gehört ein bischen mehr, als hochwertige Popcorn-Unterhaltung zu liefern.

Und btw, bevor das falsch rüberkommt: Popcorn-Unterhaltung kann erste Sahne sein, siehe Star Wars. Ist allein Hollywood, die momentan regelmäßig selbst an den einfachsten Storytelling-Prinzipien scheitern.
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Hiri
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Re: The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop u

Beitrag von Hiri »

Bei mir steht das Spiel in der Hall of Fame. Mit eins der besten Games die ich spielen durfte.
Chapo Naughty Dog.
billy coen 80
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Re: The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop u

Beitrag von billy coen 80 »

Temeter  hat geschrieben:Es wirkt auf dich also schizophren, dass andere eine eigene Meinung haben? Hat schon eine gewisse Ironie, wenn du in den ersten Absätzen Verständnis predigst, und in den nächsten dann beschreibst, warum andere Meinungen falsch sind und auf welchem persönlichen Mangel dieser Irrtum basiert.

Wenig ist lächerlich als dein Post hier.
Ja, zu diesem Schluss kann man schon kommen; zumindest wenn man Probleme mit dem Verstehen von Gelesenem hat.

Schizophren bezog ich nicht auf die Äußerung von Kritik, sondern darauf, dass hier Schwächen konstruiert werden bei Aspekten, wo gerade dieses Spiel im Vergleich mit anderen seine Stärken hat, mit Verweis auf "ja aber das hab ich in diesem und jenem Film auch schon mal gesehen und in Roman X war das sogar besser gemacht", während in den tausenden von Threads zu Spielen mit weit platterem Stortelling nicht ein einziger von einschlägigen Usern auftaucht und dieselben Tiraden loslässt.

Und warum ich die Kritik an von mir genannten Punkten in der Form, wie ich sie beschrieben habe, einfach nicht wirklich sinnvoll finde, habe ich glaub ich ausreichend erläutert. Das steht in keinerlei Widerspruch zu meiner Aussage, dass ich es legitim finde, Kritik zu äußern. Ich nehme mir nur das Recht raus, auch Kritik zu kritisieren, wenn sie einem teils auch nur erscheint wie Kritisieren des bloßen Kritisierens wegen.

Nicht alles, was man als Kritik bezeichnet, muss auch Sinn machen, nur weil es ja Kritik ist und man ja immer etwas mehr auf der nüchternen und sachlichen und somit wahrscheinlich richtigeren Seite steht, weil man etwas kritisch betrachtet. Und Kritik ist eben auch nicht vor Kritik gefeit...
Zuletzt geändert von billy coen 80 am 15.07.2015 20:01, insgesamt 1-mal geändert.
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DARK-THREAT
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Re: The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop u

Beitrag von DARK-THREAT »

Ich glaube, dass TloU so einen Erfolg hatte liegt einfach daran, dass es in dem Genre zum perfektem Zeitpunkt (Sommer 2013 & Sommer 2014, was gab es da sonst für Spiele?) mit einer perfekten PR in einem Untergenre des Genres TPS raus kam. Dazu passt es genau in den Mainstream und sprach deswegen so viele Leute an, die es spielten.

Nur, ich sehe da keinen Unterschied zu Alan Wake, Dead Rising 1, 2 & 3 oder andere TPS. Alles gute Spiele des Genres der letzten Jahre.
Mir persönlich gefallen, und das fand ich bei DR3 raus, diese Zombiestorys (jaja, in TloU sind es Infizierte) nicht.
johndoe1197293
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Re: The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop u

Beitrag von johndoe1197293 »

billy coen 80 hat geschrieben:Keiner muss das Spiel gut finden. Jeder kann auch seine Meinung dazu kundtun. Nur wundert es mich schon ein wenig, [...].
Auf den Punkt gebracht.
Es ist eben mehr als offensichtlich, dass sich einige immer wieder zusammenraffen, um das Spiel in bestimmten Punkten leidenschaftlich zu verreissen, sei es in bezug auf die story, die immer wieder dem Vergleich mit Film und Literatur standhalten muss (warum eigentlich?), oder dem gameplay, welches ja angeblich so miserabel sein soll.
Um das klarzustellen: die Kritik ist absolut legitim, schließlich sind es nur Meinungen, aber bei einigen wirkt es schon fast wie aus einem verkappten Prinzip heraus motiviert. Das spitzt sich dann zu, bis zu einem "ist ja nicht besser als COD, weil passiert ja auch nicht viel mehr". Ja, ist alles nicht viel besser als Super Mario Bros und A link to the past, alles was danach kam war eh nur noch kopiert. :wink:
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Re: The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop u

Beitrag von Temeter  »

billy coen 80 hat geschrieben: Ja, zu diesem Schluss kann man schon kommen; zumindest wenn man Probleme mit dem Verstehen von Gelesenem hat.

Schizophren bezog ich nicht auf die Äußerung von Kritik, sondern darauf, dass hier Schwächen konstruiert werden bei Aspekten, wo gerade dieses Spiel im Vergleich mit anderen seine Stärken hat, mit Verweis auf "ja aber das hab ich in diesem und jenem Film auch schon mal gesehen und in Roman X war das sogar besser gemacht", während in den tausenden von Threads zu Spielen mit weit platterem Stortelling nicht ein einziger von einschlägigen Usern auftaucht und dieselben Tiraden loslässt.

Und warum ich die Kritik an von mir genannten Punkten in der Form, wie ich sie beschrieben habe, einfach nicht wirklich sinnvoll finde, habe ich glaub ich ausreichend erläutert. Das steht in keinerlei Widerspruch zu meiner Aussage, dass ich es legitim finde, Kritik zu äußern. Ich nehme mir nur das Recht raus, auch Kritik zu kritisieren, wenn sie einem teils auch nur erscheint wie Kritisieren des bloßen Kritisierens wegen.

Nicht alles, was man als Kritik bezeichnet, muss auch Sinn machen, nur weil es ja Kritik ist und man ja immer etwas mehr auf der nüchternen und sachlichen und somit wahrscheinlich richtigeren Seite steht, weil man etwas kritisch betrachtet. Und Kritik ist eben auch nicht vor Kritik gefeit...
Kritik zu kritisieren ist ein schwieriges Thema, und die Basies ''Für mich war das aber anders!' ziemlich bröckelig.

Effektiv redest du hier nur Leuten ein, sie hätten eine falsche Meinung und garnierst das mit persönlichen Angriffen. Alles, als ob du die Legitimitäts-Polizei für gerechte Kritik wärst.
CryTharsis hat geschrieben:die Kritik ist absolut legitim, schließlich sind es nur Meinungen, aber
Hier haben wir ein klassisches Beispiel, interessanterweise von jemandem, der vor kurzem im MGS-Thread noch Leute als Fanboys verschrien hat.

Generell solltet ihr vielleicht nicht so oft allgemeingültige Regeln zitieren, und dann ein aber dranhängen.
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Raksoris
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Re: The Last of US: Naughty Dog hatte Angst vor einem Flop u

Beitrag von Raksoris »

Persönlich habe ich den Hype gesehen und mich doch ein wenig auf das Spiel gefreut ( das ich dann natürlich aus der Videothek ausgeliehen habe, für ein 10+ Game gebe ich nicht 50+ Euro aus aber egal ).
Die nette Frau am Schalter gab es mir in die Hand und sagte: Ihr habt Glück, denn wir verkaufen das Spiel schon wieder morgen.
Erst einmal habe ich mir gedacht, wer ist so bescheuert und kauft die Spiele aus der Videothek für sage und schreibe 70 Euro und zweitens wieso kauft man sie anderen Leuten weg?
Nun ja zu Hause angemacht und nach einem wirklich bombastischen und sehr emotionalen Einstieg empfing mich dann grauer Alltag, im Spiel wie am Spiel selbst.
Ich konnte einfach nicht warm werden, dazu kam keine Atmosphäre auf die immer und von jedem so oft gepriesen wurde.
Ellen Page schrie am laufenden Bande und keiner der Zombies reagierte, sie lief an menschlichen Gegnern vorbei , stieß sogar mit ihnen zusammen und keiner reagierte.
Dann habe ich nie verstanden, wieso Leute sagen es gäbe viel zu sehen, wenn man nur durch Korridore durchlief, sie waren zwar gefühlt doppelt so breit bei jedem anderen TPS, aber ein Gefühl der Freiheit hat sich nicht eingestellt.
Dazu das ständige Leiter tragen.... ( Aber das nur am Rande )
Dann kam das doch emotionale Ende, dass mich ein wenig berührt hat , da ich wohl genauso entschieden hätte.
Aber nun ja Meinungen gehen außeinander trotzdem verstehe ich nicht, wieso sich in letzter Zeit Meldungen häufen über angebliche Unsicherheiten der Entwickler oder Überraschungen seitens Sony.
Z.b das Sony überrascht war, dass sich BB so gut verkaufen würde.
Oder der Bericht hier.