CafeSan hat geschrieben:Also ich bin sicherlich kein ND Hater, aber dieses Gespühr dafür, wie lange etwas zu dauern hat, hab ich bisher nur bei The Last of Us und bei Jak & Daxter 1 gefühlt. Diese Spiele sind soooo gut, dass es mich immer wieder wundert, wie stark die J&D Reihe nach Teil 1 sich geändert hat und eben auch Uncharted. Es sind gute Spiele, ja. Die Story hat mich angetrieben, aber diese völlig unglaubwürdigen nie enden wollenden Gegnerwellen von Uncharted, haben sich einfach nicht gut angefühlt für mich (höflich gesprochen). Da hätte man die Action auch deutlich reduzieren können, um die gewünschte Wirkung zu erhalten. Mir persönlich hat das Tomb Raider Reboot deutlich besser gefallen, auch weil ich dort die Steuerung DEUTLICH präziser und angenehmer fand.
Das kommt alles mit dem Alter, ich kann es verstehen. :wink: Man ertappt sich mit der Zeit immer häufiger dabei, einzelne Spielelemente / -szenen zu hinterfragen und
sinnstiftend zu kritisieren. Gegnerwellen sind so ein Punkt...man selbst als One-Man-Army, die nur einige Sekunden Deckung benötigt, um wieder völlig kuriert ins Gefecht einzusteigen - ein Kompromiss der Spieleindustrie, der nach einigen Jahren aus meiner Sicht wieder abgedroschen ist (außer man ist ein Supersoldat, der seinen Schutzschild wieder auflädt).
The Last of Us ist noch mal eine Klasse besser als Uncharted. Ich hatte in dem Spiel kaum das Gefühl, von unrealistisch großen Gegnermassen überrannt zu werden. Und wenn es schon mal mehrere Infizierte waren (etwa im letzten Drittel), dann konnte es zumindest dadurch begründet werden, dass es sich um ein unterirdisches Dorf handelte, das einfach Pech hatte und von der Pilz-Plage quasi überrannt worden war. Oftmals stilles und gerade deswegen großes Kino; da bekomme ich wieder Lust drauf, müsste es mir nur von einem Freund zurückholen.
Eine Sache hat mich bei TLoU jedoch gewaltig gestört und ist einfach ein Problem dieser Gattung "Apokalypse-" / "Zombie-" Filme: Der Anfang, wo die Welt innerhalb weniger Minuten zusammenbricht, sich anscheinend niemand darauf vorbereiten konnte und urplötzlich Horden von Infizierten die Stadt überrennen. Meeeehhh. The Walking Dead ist da keinen Deut besser. Naja - zum Glück war's direkt am Anfang so "unglaubwürdig schlecht", und nicht im Mittelteil oder, Gott bewahre, am Ende.
Zum Tomb Raider Reboot: Yep, es sah sehr gut aus und hatte auch ein handliches und motivierende Gameplay, das stimmt. Ich muss zugeben, es...
a) ...in einem Rutsch durchgespielt zu haben,
b) im letzten Drittel irgendwann auf die Jagd und Sammeleien verzichtete,
c) Laras Entwicklung "From Zero to Kill'em'All" als

empfand. Glaubwürdigkeit futsch.
Summa summarum aber gerade noch "gut" bis "überdurchschnittlich zufriedenstellend".
Jak & Dexter 1 ist irgendwo zeitlos: Immer noch gut spielbar, auf seine Art lustig, grafisch in der PS3-HD-Fassung immer noch ordentlich...zu den anschließenden Teilen kann ich kein abschließendes Urteil bilden, da ich den zweiten Teil nur einige wenige Stunden gespielt hatte und das nunmehr "andere" Prinzip mit der Stadt und der Missionsauswahl nicht ganz so toll fand - ungeachtet der nach wie vor guten Spielmechaniken.
The Sly Trilogy sowie The Ratchet & Clank Trilogy müssen auch mal wieder eingelegt werden. Schöne Neuauflagen echter Klassiker.^^
Wo ich gerade dein Avatar-Bild sehe:
http://4infinity.co/
Lass uns mal hoffen, dass es ZE:3 wird.
