Hatred: Die ersten zehn Minuten

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Lebensmittelspekulant
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Wenn Gameplay für dich nur ein retarierender Moment, dann frag ich mich warum du überhaupt spielst. Da kannst du doch wirklich exklusiv nur noch Filme und Serien schauen :)
FuerstderSchatten hat geschrieben:Ich verstehe noch nicht mal warum du das überhaupt schreibst. Es ist nichts schlimmes, Hatred zu mögen, man tut damit niemanden weh.
Das habe ich auch schon gesagt. Ich weiß dennoch nicht, warum sich einige Kritiker genötigt fühlen Hatredspieler zu diffamieren und zu beleidigen. Das interessiert mich halt.
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5Finger
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von 5Finger »

Skabus hat geschrieben: Aber jetzt die Frage an dich: Sollte es nicht trotzdem auch für solche überzogene, satirische Gewalt z.B. einen Jugendschutz geben? Egal ob die Gewalt eher unrealistisch ist oder nicht, dennoch hat es eine Relevanz etwa für den Jugendschutz wie explizit die Darstellung ist. Happy Tree Friends ist ab 18 freigegeben, ebenso ist South Park trotz des Grafikstils und der überzogenen Gewaltdarstellung nix für Kinder. GTA V ist, trotz der achso relativierenden Gewalt, ab 18 freigegeben. Und von Mortal Kombat brauch ich erst gar nicht sprechen. Warum hat der so oft angesprochene Kontext hier nicht zu einer geringeren Einstufung geführt, als bei Hatred? Ich stell die Frage schon mind. zum 3. mal und hab bissher keine Antwort bekommen. Warum wohl?

Die meisten wiederholen hier wirklich wie ein Roboter, dass die Gewalt ja in Hatred viel schlimmer ist und es ja um Kontext geht, vergessen aber, dass es für die Bewertung der Gewalt auch bei vielen Prüfstellen eben NICHT um Kontext geht.

Meinst du nicht, dass das einen bestimmten Grund hat?

MfG Ska
na wenn du schon dreimal solche Behauptungen aufgestellt hast...

Die USK / FSK und auch die BPjM achten auf den Kontext.
GTA IV & V z.B. wurden nur Dank der satirischen / gesellschaftlichen Elemente und einer recht schnell und effektiv reagierenden Polizei überhaupt freigegeben. Teil IV wurde erst nach langem hin und her mit dem 18er Sticker versehen. Denn die realistische Gewalt als solche war den Prüfern, sowie den Landesjugendämtern (besonders Bayern) ein Dorn im Auge.
Ähnliches ist auch bei Dead Space passiert. Wenn die Zerstückelung einfach nur so drin gewesen wäre und kein elementarer Teil des Gameplays, hätte das Teil nie sein Freigabe bekommen.
Counter-Strike 1.6 sollte nach Willen der Politik im Zusammenhang mit der Schießerei in Erfurt indiziert werden. Die BPjM lehnte das damals ab mit der Begründung, dass die Gewalt weder im Vordergrund stehe noch reiner Selbstzweck sei.

Bei den Simpsons ist die Gewalt weder Itchy & Scratchy noch in den Halloween Folgen ein Problem für eine 12er Freigabe. Die wird Happy Tree Friends nie bekommen (welches btw. ab 16 ist in D). Warum? Weil es bei den Simpsons eben nicht nur aneinandergereihter Splatter ist.

South Park hat seine höhere Altersfreigabe in erster Linie auf Grund der angeschnitten Themen bekommen und nicht wegen Kennys regelmäßigen Ableben oder sonstigen Gewaltdarstellungen.

Und zum Schluß mal einfach von der USK zitiert :
4.9. Gewalt
Für die Bewertung ist der inhaltliche Kontext (Verortung in Zeit und Raum) und die Art von Gewalt gemäß der Genretypik zu berücksichtigen sowie die Feststellung ob – und, wenn ja, wodurch – Gewaltanwendung als einziges Mittel der Konfliktlösung erscheint. Auch ob sie legitimiert scheint und belohnt wird, ist dabei von Bedeutung. Ebenfalls zu berücksichtigen ist eine eventuelle mediale Sinngebung gewalthaltiger Inhalte beispielsweise durch festgestellte Problematisierung, Bagatellisierung oder Idealisierung.
Das ist einer der vielen Punkte die für eine Freigabe berücksichtigt werden.
Would you like to know more? : http://www.usk.de/die-usk/grundlagen/
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FuerstderSchatten
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von FuerstderSchatten »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Wenn Gameplay für dich nur ein retarierender Moment, dann frag ich mich warum du überhaupt spielst. Da kannst du doch wirklich exklusiv nur noch Filme und Serien schauen :)
FuerstderSchatten hat geschrieben:Ich verstehe noch nicht mal warum du das überhaupt schreibst. Es ist nichts schlimmes, Hatred zu mögen, man tut damit niemanden weh.
Das habe ich auch schon gesagt. Ich weiß dennoch nicht, warum sich einige Kritiker genötigt fühlen Hatredspieler zu diffamieren und zu beleidigen. Das interessiert mich halt.
Ist ja nicht bei allen Gameplay so, aber Singleplayer Shooter gehören für mich nicht unbedingt zur spielbaren Offenbarung schlechthin. Counterstrike mag ich aber immer schon sehr gerne zugegeben. Aber ich denke nicht das es mir da vordergründig darum geht, mich an der Gewalt zu ergötzen, das ist bei Hatred aber schon einer der hervorstechensden Merkmale, ohne das jetzt damit zu kritisieren.
johndoe1730081
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von johndoe1730081 »

Ich finde es schon witzig, wie hier der ein oder andere versucht jemandem eine Affinität für Hatred anzudichten, egal ob er es verteidigt und doch nicht mag oder kritisiert.

Für mich ist das Spiel langweilig, die Gewalt ist stinköde, weil die ISO Perspektive das zu sehr distanziert, mir die Motive und Handlungsweisen der Figur zu plump sind und mir das Verhältnis von angepriesener zu tatsächlicher Spielgewalt zu lau ist.

Warum nicht auch Kinder wie in Postal? Warum keine heftigen und realeren Finisher wie in Manhunt, warum kein echtes Betteln wie in GTA5's "berüchtigter" Szene, warum kein endloses Maltretieren, blanker Hass und Zorn wie in God of War 1-3.

Postal macht es hier einfach besser, man kann das Spiel komplett ohne Tötung spielen, ebenso kann man sinnlos alles und jeden bis aufs Blut quälen und töten.
Manhunt mach's ebenfalls besser, die Finisher wirken einfach besser und lebhafter, hier noch mal der Vergleich zu RTL-Serien.
Ebenso kann man Trevor bedeutend besser einordnen, als auch neue Facetten kennenlernen. Trevor weißt eindeutige Merkmale zu gespaltener Persönlichkeit und Zügen von Schizophrenie, so wie Posttraumatischer Störung. Erst hat er blanke Freude am Quälen, anschließend volles Mitleid und Empathie, nur um dann dem Spieler und der Allgemeinheit den Eulenspiegel vorzuhalten, dass "Foltern nicht um des Folterns und Verhören wegen ist, sondern Machtbefriedigung und Kartharsis gegenüber dem Gefolterten". Das betrifft sowohl Spieler, als auch beispielsweise CIA-Methoden.
Im übrigen kann man seit San Andreas jedes GTA so spielen, wie es der Figur entspreche. Mit GTA 5 wird das ganze erzählerisch gekonnt und interessant gesplittet, Franklin macht die Sport- und Kleinganovenmissionen. Michael ist für die Rumtreibereien und Partys und Trevor ist die Soziopathische Komponente.

Was God of War betrifft, finde ich den Werdegang von Kratos sehr nachvollziehbar. Sein Hass auf die Olympioniken ist wesentlich glaubwürdiger. Deshalb allein waren die Kämpfe in GoW3 besonders klasse, weil man Kratos Rache so brachial und lang ausleben konnte, wie man wollte. Das machte es glaubhafter, einfach weil mir das Spiel "meinen Hass auf die Götter" nicht vorgibt, sondern ich das ganze selbststeuern kann.

Aber, hey, das brauch ich niemandem erzählen, der Kill Bill mit Dragon Ball vergleicht oder die Überzogene Ballerei in Infinite, im Vergleich zu den suptileren Kämpfen in Bioshock 1, als Verteidigung versteht.

Wer Hatred spielen mag, bitte, Gameplay auf Browserspiele-Niveau, sterbenslangweilige Gewalt und Ballereien. Und Prolltrash-PR um das alles zu kaschieren, nein, das ist mir zu öde.

Interessant finde ich Skabus Einwand bezüglich der Differenzierung zwischen virtueller und realer Gewalt. Also ich hab weder Probleme, nach ein paar Stunden GTA noch autozufahren oder nach einer ordentlichen Schnetzelorgie in Manhunt/GoW, meinen kleinen Hamster zu streicheln. Wer aber hier nicht differenzieren kann, ganz zuschweigen davon, sich in ein Spiel hinein zu versetzen, aber im Anschluss komplett abzuschalten.
Gast
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Gast »

Apropos: Die neuen Twitch-Regelungen scheinen viele nicht wirklich zu kümmern:
http://www.twitch.tv/search?query=Hatre ... tred&stp=1
billy coen 80
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von billy coen 80 »

5Finger hat geschrieben:na wenn du schon dreimal solche Behauptungen aufgestellt hast...

Die USK / FSK und auch die BPjM achten auf den Kontext.
GTA IV & V z.B. wurden nur Dank der satirischen / gesellschaftlichen Elemente und einer recht schnell und effektiv reagierenden Polizei überhaupt freigegeben. Teil IV wurde erst nach langem hin und her mit dem 18er Sticker versehen. Denn die realistische Gewalt als solche war den Prüfern, sowie den Landesjugendämtern (besonders Bayern) ein Dorn im Auge.
Ähnliches ist auch bei Dead Space passiert. Wenn die Zerstückelung einfach nur so drin gewesen wäre und kein elementarer Teil des Gameplays, hätte das Teil nie sein Freigabe bekommen.
Counter-Strike 1.6 sollte nach Willen der Politik im Zusammenhang mit der Schießerei in Erfurt indiziert werden. Die BPjM lehnte das damals ab mit der Begründung, dass die Gewalt weder im Vordergrund stehe noch reiner Selbstzweck sei.
Ja, das stimmt. Das hat mich an skabus Ausführungen, auch wenn ich überwiegend mit ihm konform gehe, etwas gestört. Tatsächlich geht die USK massiv nach dem Kontext der Gewalt. Das hat sich löblicherweise sehr gewandelt. Früher hat man sich wirklich noch wie von skabus beschrieben verhalten und Gewalt nur als alleinstehendes Element bewertet. Das führte jedoch dazu, dass quasi jedes Spiel, in dem man auf auch nur annähernd menschliche Wesen schießen konnte, direkt auf den Index gejagt wurde. Das waren die Zeiten, in denen aus Menschen in Spielen Androiden gemacht worden und in denen Blut permanent grün oder grau eingefärbt werden musste, um nicht die Medienwächter zu verärgern.

Nehmen wir mal ein Spiel wie TLOU, in dem man Gegnern mit einer Schrotflinte aus nächster Nähe das Gesicht zu Brei schießen kann, in welchem man Schädel zertrümmert und Menschen durch Explosionen die Gliedmaßen zerfetzt werden. Früher hätte schon das bloße Einblenden von Pixelblut bei Treffern der menschlichen Gegner gereicht, um eine Indizierung nahezu garantieren zu können. Heutzutage wurde das Spiel trotz deutlich weiter gehender Gore-Effekte und Gewaltdarstellungen (gerade auch in den Cutscenes) anstandslos durchgewunken. Der Grund ist eben der Kontext. Die Gewalt ist kein Selbstzweck. Sie dient zur Verstärkung des erzählerischen Zeichnens einer Situation, in der sich weite Teile der Menschheit von jeglicher Moral verabschiedet haben und das Gesetz des Stärkeren im täglichen Kampf ums nackte Überleben gilt. Es ist klar dem Kontext der Geschichte unterzuordnen und so kann die Gewalt auch nicht als zum Selbstzweck verherrlicht gesehen werden.

Fast als Bestätigung dessen wurde aber im selben Spiel vom Publisher verlangt, auf die recht drastisch inszenierten Exekutionen im MP zu verzichten in der Deutschland-Fassung. Warum diese vermeintliche Doppelmoral? Erstens waren die Exekutionen in der dort dargebotenen Art im Hauptspiel so gar nicht enthalten und selbst wären sie es gewesen, so wären sie im MP-Part des Spieles, also abseits des erzählerischen Fadens der Hauptstory doch schon eher als etwas selbstzweckhaftes "Eye-Candy" zu deuten gewesen.
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FuerstderSchatten
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von FuerstderSchatten »

Antiidiotika hat geschrieben:
Aber, hey, das brauch ich niemandem erzählen, der Kill Bill mit Dragon Ball vergleicht oder die Überzogene Ballerei in Infinite, im Vergleich zu den suptileren Kämpfen in Bioshock 1, als Verteidigung versteht.
? Ich habe Infinite nicht mit Bioshock 1 verglichen und ich hätte auch Bud Spencer und Terence Hill Filme mit Kill Bill vergleichen können, weil es mir um den Kampf gegen die Schergen bis zum Endboss ging.
johndoe1730081
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von johndoe1730081 »

FuerstderSchatten hat geschrieben:
Antiidiotika hat geschrieben:
Aber, hey, das brauch ich niemandem erzählen, der Kill Bill mit Dragon Ball vergleicht oder die Überzogene Ballerei in Infinite, im Vergleich zu den suptileren Kämpfen in Bioshock 1, als Verteidigung versteht.
? Ich habe Infinite nicht mit Bioshock 1 verglichen und ich hätte auch Bud Spencer und Terence Hill Filme mit Kill Bill vergleichen können, weil es mir um den Kampf gegen die Schergen bis zum Endboss ging.
Lern erst mal lesen und Textverständnis...
Ich habe geschrieben, das Bioshock Infinite den Fehler macht, seine Kämpfe zu oft und zu viel zu setzen, während der erste das wesentlich seltener und besser macht. Das ist ein Rückschritt in der Serie.
Du hast lediglich gesagt, dass dieses übertriebene und leider etwas zu wenig hinterfragte massenhafte Ballernei eine reine Verteidigungshaltung ist. Dafür ist BI leider etwas zu "laut" und "CODartig".

XD Wie wäre es, dann Alfred Bioleck und Das Schweigen der Lämmer zu vergleich, hey, in beiden kommt ja immerhin etwas über Kochen?
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FuerstderSchatten
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von FuerstderSchatten »

Antiidiotika hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:
Antiidiotika hat geschrieben:
Aber, hey, das brauch ich niemandem erzählen, der Kill Bill mit Dragon Ball vergleicht oder die Überzogene Ballerei in Infinite, im Vergleich zu den suptileren Kämpfen in Bioshock 1, als Verteidigung versteht.
? Ich habe Infinite nicht mit Bioshock 1 verglichen und ich hätte auch Bud Spencer und Terence Hill Filme mit Kill Bill vergleichen können, weil es mir um den Kampf gegen die Schergen bis zum Endboss ging.
Lern erst mal lesen und Textverständnis...
Ich habe geschrieben, das Bioshock Infinite den Fehler macht, seine Kämpfe zu oft und zu viel zu setzen, während der erste das wesentlich seltener und besser macht. Das ist ein Rückschritt in der Serie.
Du hast lediglich gesagt, dass dieses übertriebene und leider etwas zu wenig hinterfragte massenhafte Ballernei eine reine Verteidigungshaltung ist. Dafür ist BI leider etwas zu "laut" und "CODartig".

XD Wie wäre es, dann Alfred Bioleck und Das Schweigen der Lämmer zu vergleich, hey, in beiden kommt ja immerhin etwas über Kochen?
Immerhin schreibe ich subtil nicht mit p. Kommt nicht von Persil Freund. So das war jetzt echt armselig.

Also wenn ich deinen Satz so lese, liest sich das immer noch so als ob ich Bioshock 1 mit Infinite verglichen habe, aber ok. Zusätzlich mag ich Bioshock Infinite viel lieber als der dröge erste Teil, der mir auch nur immer wieder irgendwelche Trottel entgegenschickt. Mir macht es auch nichts aus das er CODartig, weil ich das lieber mag, als Gegner die von allen Seiten auf mich ballern wie in Bioshock mit seinen ätzenden Drohnen.

Und ob etwas ein Rückschritt ist oder nicht, solltest du doch jeden einzelnen überlassen, oder bist du von einer offiziellen Instanz zum Bioshock Bewerter ernannt worden. Das hört sich ja sowas von herablassend an: Das ist ein Rückschritt.... Das ist deine verfickte Meinung, mir kommt es beim Spiel auf was ganz anderes an, als wieviele Pappfigürchen auf mich zurennen.

Egal, auf deinen letzten Satz antworte ich nicht, nur soviel mich interessiert Shogun halt nicht, ich muss nicht jeden Film kennen und ich muss auch nicht wissen, woher Quentin Terentino seine Inspiration herzieht.
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von WH173W0LF »

@ Fürst der Schatten: Hat sich erledigt. Ich verstehe nun worin mein Fehler liegt. Tut mir leid. War total dumm von mir. :lol: Außerdem: Natürlich ist Hatred bedenkenlos konsumierbar. Wer damit ein Problem hat soll zu seiner Mami unter den Rock kriechen, zum Schulpsychologen rennen und sich den ersten Kuss inkl. Schwangerschaft erklären lassen oder sein erwachsenes und konformes Call of Duty, Mortal Kombat, GTA oder Hotline Miami zocken.
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FuerstderSchatten
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von FuerstderSchatten »

G34RWH33L hat geschrieben:@ Fürst der Schatten: Hat sich erledigt. Ich verstehe nun worin mein Fehler liegt. Tut mir leid. War total dumm von mir. :lol: Außerdem: Natürlich ist Hatred bedenkenlos konsumierbar. Wer damit ein Problem hat soll zu seiner Mami unter den Rock kriechen, zum Schulpsychologen rennen und sich den ersten Kuss inkl. Schwangerschaft erklären lassen oder sein erwachsenes und konformes Call of Duty, Mortal Kombat, GTA oder Hotline Miami zocken.
Schon gut, ich fands jedenfalls nicht stichhaltig, aber vielleicht entgeht mir deine Logik, jedenfalls gibt es qualitativen Unterschied in der Gewaltdarstellung und da hilft auch nicht damit zu kommen, dass Begründungen scheinheilig sein sollen wen sie es nun mal nicht sind, wie in Bioshock halt.

Beim Rest gebe ich dir recht.
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Kya »

Skabus hat geschrieben:
Kya hat geschrieben:Les den Text im Spoiler, dann verstehst Du auch meine Antwort auf diesen.
Ich hab den Text gelesen. Ändert trotzdem nichts daran, dass du(wie soviele andere hier) uns gerne glaubend machen willst, dass der Kontext alleine die Gewaltdarstellung relativiert.

Das dem nicht generell so ist, wurde hier in unzähligen Gegenargumenten beschrieben. Trotzdem werden einige nicht müde, weiterhin ihre fast schon fanatische Kontext-Fixierung anderen aufdrücken zu wollen :roll:
What?
Ich habe nicht behauptet, dass der Kontext die Gewaltdarstellung relativiert.
Gearwheel schmeißt einfach jegliche Gewalt in Videospielen in einen Topf und merkt nicht, dass es sehr wohl Unterschiede gibt, gegen wen oder warum Gewalt ausgeübt wird.

"Für die Bewertung ist der inhaltliche Kontext (Verortung in Zeit und Raum) und die Art von Gewalt gemäß der Genretypik zu berücksichtigen sowie die Feststellung ob – und, wenn ja, wodurch – Gewaltanwendung als einziges Mittel der Konfliktlösung erscheint. Auch ob sie legitimiert scheint und belohnt wird, ist dabei von Bedeutung. Ebenfalls zu berücksichtigen ist eine eventuelle mediale Sinngebung gewalthaltiger Inhalte beispielsweise durch festgestellte Problematisierung, Bagatellisierung oder Idealisierung."

Btw will ich niemanden das Spiel verbieten. Man muss sich nur die Frage gefallen lassen, was man daran "schön" findet, in Spielen auf (unschuldige) Menschen zu schießen, die weinend um ihr Leben flehen.
Oder warum man solche Entwickler mit dem Kauf ihres Machwerks unterstützt.
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Armin »

Kya hat geschrieben: Btw will ich niemanden das Spiel verbieten. Man muss sich nur die Frage gefallen lassen, was man daran "schön" findet, in Spielen auf (unschuldige) Menschen zu schießen, die weinend um ihr Leben flehen.
Weil es nur ein Spiel ist? Weil es deswegen lustig ist? Bist Du echt jemand, der in GTA und Postal sowas nie probiert? Ich frag mich manchmal, ob das hier noch ein Spieleforum ist, und nicht das CSU Parteiforum....
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von WH173W0LF »

Kya hat geschrieben: Ich habe nicht behauptet, dass der Kontext die Gewaltdarstellung relativiert.
Gearwheel schmeißt einfach jegliche Gewalt in Videospielen in einen Topf und merkt nicht, dass es sehr wohl Unterschiede gibt, gegen wen oder warum Gewalt ausgeübt wird.
Dann hat man mich also doch ein wenig verstanden. Das beruhigt mich jetzt ein bisschen. Was ich gerne wissen würde, wer bestimmt ab wann ein Kontext in Ordnung ist? Ist Ehrenmord oder Rassenhass dann nicht in Ordnung? Ist beides automatisch gerechtfertigt wenn man in einem Land wohnt wo diese Art der Gewalt alltäglich ist? Kann man mich dann in Deutschland anklagen wenn ich im nahen Osten für Allah töte und es drüben vollkommen legitim ist? Ich finde das lässt sehr viel ziemlich gefährlichen Spielraum zu. Das ist eigentlich der einzige Grund warum ich alles "erstmal" in einen Topf werfe. Dass ich mich dennoch damit beschäftige was ich "töte", "verletze" oder auch "unterdrücke" und was dies über mich aussagt ist dann der zweite Schritt.

Grundlegend bediene ich mich doch einer, wie soll ich es nennen, "krassen" Sache (Also mit Waffen irgendwas verletzten oder töten) (Jetzt geht es auch wieder um virtuelle Gewalt) um damit spaß zu haben. In wie weit macht mich das anders (besser/schlechter) als jemand der "Vergewaltigungsspiele" spielt? Hier hätte ich gerne eine fundierte einordnung. Vielleicht kann ich dann die "Abscheu" oder "Angst" vor Hatred auch besser verstehen. In meinen Augen ist es einfach nur eine odere mehrere "Waffe(n)" (Tötungs- oder Gewaltwerkzeuge) benutzen.

Nachtrag:

Was ich noch erwähnen sollte: Ich lege an den Begriff Gewalt grundlegend nur einen Maßstab an. Warum? Gewalt hat soviele Formen: Körperlich, geistig, wirtschaftlich, kulturell oder auch virtuell.

Wirtschaftliche Gewalt kann beispielsweise auch körperliche Gewalt als gegenreaktion auslösen:

Wenn beispielsweise Menschen am verhungern sind und diese sich nur noch durch rohe Gewalt gegen Ihre Obrigkeit den Zugriff auf Wasser und Nahrung sichern können oder unweigerlich sterben.

Natürlich gibt es weitaus komplexere Beispiele. Auch ein "Amoklauf" ist am Maßstab gemessen nur eine entladung von körperlicher Gewalt um andere nicht körperliche Gewalt(en) auszugleichen. Das sich solche Dinge gegenseitig hochschaukeln können darf man natürlich auch nicht vergessen.

Man sieht also dass eine "wirtschaftliche" oder "psychische" Gewalt eine so starke Wirkung wie eine "körperliche" Gewalt entfalten kann. Wer würde die Körperliche Gewalt in diesem Beispiel nun verurteilen und die wirtschaftlich ausgeübte Gewalt verharmlosen?

Wenn ich durch mein Konsumverhalten mich so verhalte wie der Französische Adel gegenüber seinem Volk (Französische Revolution) wie kann ich dann nicht verstehen dass jener den ich ausgebeutet habe mich mit einer Spitzhacke (mit welcher er meinen Reichtum mehrt) erschlägt?

Ich hoffe ich habe meine Perspektive nun endlich nachvollziehbar dargestellt und ich bin wirklich sehr auf konstruktive Kommentare gespannt.
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Sindri
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Sindri »

Armin hat geschrieben:Weil es nur ein Spiel ist? Weil es deswegen lustig ist? Bist Du echt jemand, der in GTA und Postal sowas nie probiert? Ich frag mich manchmal, ob das hier noch ein Spieleforum ist, und nicht das CSU Parteiforum....
Weil man irgendwann aus dem Alter raus ist? Mit 14 fand ich das noch ganz lustig aber mit 35 verlange und erwarte ich mehr von einem Spiel als nur Gewalt.
Und ja bei GTA macht man das auch. Einfach rum fahren und scheisse bauen. Aber nach 15 minuten macht das auch kein Spass mehr. Ich fahre bei GTA lieber rum und hoffe ein seltenes Auto zu finden um es tunen zu können. Das ist für mich persönlich der grösste Spass im Spiel. Der Rest ist leider Öde.
Das ist kein CSU-Parteiforum sondern ein Spieleforum in der Spieler jeden Alters miteinander diskutieren.