Hatred: Die ersten zehn Minuten

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Lebensmittelspekulant
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

adventureFAN hat geschrieben:Interessant an diesen 30 Seiten sind die verschiedenen Standpunkte zu Gewalt.
Aber so sind wir Menschen... die einen wollen eine Blümchenwelt, die anderen Tode & Krieg
Wer will denn Tod & Krieg? Das ist höchstens ein Mittel zum Zweck, aber nicht das Ziel. Jeder wünscht sich eine Blümchenwelt. Es gibt nur eben Personen, die einem weiß machen wollen, daß wir bereits in einer solchen leben würden :p
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adventureFAN
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von adventureFAN »

Mh... wenn ich mir so manche geschichtlichen Ereignisse (auch in jüngster Zeit) anschaue, bezweifle ich das.
Es gibt Menschengruppen die auf Gewalt und Tod abfahren... anders kann ich mir das nicht erklären.
Auch wenn ich da an die unzähligen Bürgerkriege in Afrika denke...
johndoe1730081
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von johndoe1730081 »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Aber so schlimm wie in Hatred finde ich das immer noch nicht, eher extremst unfreiwillig komisch und krass übersteigert, wenn wie am Ende das Messer den Körper in zwei Hälften zersägt. Das erinnert mich an Kill Bill.

Hatred ist viel viel brutaler, weil es viel emotional tiefer geht, es geht dabei gar nicht darum wo der größere Splatter ist. Gerade weil es relativ aufm Teppich bleibt und nicht unrealistischen Quatsch zeigt, hat es darin eine tolle realistische und sehr grausame Wirkung.

Und muss ich dir jetzt die genau Minuten und Sekundenzahl raussuchen, wo die Frau mit Angstverzerrten Gesicht die Hände vor ihren Körper hält und mit ihren Augen um ihr Leben bettelt zeigen, damit du nicht weiterhin so einen Scheiß behauptest. Für mich bisher der beste Finisher. Wirklich beeindruckend. Keine Ahnung warum man das runterspielen will. Skabus das wirkt für mich apologetisch und schizophren in der Art von "ich bin ja gar nicht so ein böser Bube, das Spiel ist völlig normal." anstatt es in seiner ohne Zweifel Bilderwucht zu genießen. Spielerisch ist es halt nix und es bietet abseits der Wucht halt nix zum nachdenken leider.

Persönlich muss ich sagen, das Hatred in dem was es macht extrem gut ist, leider wird das Gameplay extrem schnell langweilig werden. Da hätte was tolles draus werden können, ein gutes rundenbasiertes RPG oder ein Echtzeit RPG vielleicht. Die Leute haben ein gute Händchen für Optik und Atmosphöre, aber sie mussten halt ein stumpfen Blödsinn a la Moorhuhn produzieren.
Also nee oder?
Zum einen gibt es keine "Halbierungen" in Kill Bill, der Kampf gegen die Crazy 88 bezieht sich auf eine Vielzahl von Eastern. Beispielsweise ist die Szene vor der Treppe in der Pagode eine Homage an Shogun Assassine, den Film, den sich die Braut später mit B.B. ansieht.

Zum anderen sind die Finisher von der "Schauspielerischen Leistung" nochmal drei Etagen unter "Mitten im Leben", selbst in Postal 2 werden Misshandlungen und Tötungen um einiges heftiger und glaubhafter dargestellt. Und von der Stimmung her ist Manhunt um einiges düsterer und realistischer als Hatred.
Ich weiß ja nicht, was du als glaubhaft empfindest, aber unter obriger Prämisse könnte man vermutlich Alex aus Half-Life 2 (Episoden) auch durch PacMan ersetzen.

Hatred kann da leider gar nichts und neben dem 4Players, bzw. dem Gamestar Video hab ich auch noch ein paar andere Videos in Youtube gesehen, um nichts haltloses zu behaupten.

Ganz ehrlich? Hatred bietet weder in der Stimmung, noch der Brutalität, noch der Darstellung etwas interessantes oder heftiges. Das Spiel ist wie der erste Hostel Film - -"der brutalste Film aller Zeiten" - "heftiger, als alles was sie jemals gesehen haben". Letztenendes nur ein mittelmäßiger Softporno, mit ein paar wenn überhaupt unterdurchschnittlichen Folterszenen. Da war The Hills have Eyes um einiges härter und brachialer OHNE Prolltrash-PR.

Den letztlich ist es hier und allgemein nichts anderes, dass Hatred mehr durch seine Prolltrash-PR punkten, als durch echte Kontroverse.
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adventureFAN
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von adventureFAN »

Ohja, bekomme Heute noch Gänsehaut wenn ich an die Uncut-Version vom "The Hill Have Eyes"-Remake denke x_X
Ich kenne Mädels, die bei der Vergewaltigungsszene sowas wie ein Trauma hatten.

Genauso schlimm finde ich die Filme von Gaspar Noe. Irreversible oder Menschenfeind.
Macht wirklich keinen Spaß die Filme zu gucken...
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Lebensmittelspekulant
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

adventureFAN hat geschrieben:Mh... wenn ich mir so manche geschichtlichen Ereignisse (auch in jüngster Zeit) anschaue, bezweifle ich das.
Es gibt Menschengruppen die auf Gewalt und Tod abfahren... anders kann ich mir das nicht erklären.
Auch wenn ich da an die unzähligen Bürgerkriege in Afrika denke...
Für manchen mag es durchaus einer Blümchenwelt entsprechen, wenn die Welt im Krieg versinkt. Nur man selbst will nicht unbedingst sterben, oder in einem Dauerzustand leben, der sich als Krieg beschreiben lässt. Ein Krieg kann dennoch eine Blümchenwelt erschaffen, deswegen ist das Verlangen nach beidem nicht so gegensätzlich, wie du das illustriert hast.

Die Menschen führen keinen Krieg, weil sie Lust auf Gemetzel haben. Dahinter steckt immer ein essentielles oder materielles Motiv.

Bei einem Amokläufer oder einem Konsumenten gewaltverherrlichender Videospiele sieht das natürlich anders aus. Die haben Lust auf Gemetzel. Der Amokläufer kann sich das Gemetzel leisten, weil er sowieso sterben will, und der Videospieler, weil er durch ein Metzelspiel, im Gegensatz zu einem realen Krieg, nicht sterben kann.

Wenn du behauptest, alle Menschen seien gewalttätig, dann werde ich dir nicht widersprechen. Allerdings können sie ihre Gewalt auch nur dort frei ausleben, wo sie keine Gegengewalt zu befürchten haben.
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von FuerstderSchatten »

Antiidiotika hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:Aber so schlimm wie in Hatred finde ich das immer noch nicht, eher extremst unfreiwillig komisch und krass übersteigert, wenn wie am Ende das Messer den Körper in zwei Hälften zersägt. Das erinnert mich an Kill Bill.

Hatred ist viel viel brutaler, weil es viel emotional tiefer geht, es geht dabei gar nicht darum wo der größere Splatter ist. Gerade weil es relativ aufm Teppich bleibt und nicht unrealistischen Quatsch zeigt, hat es darin eine tolle realistische und sehr grausame Wirkung.

Und muss ich dir jetzt die genau Minuten und Sekundenzahl raussuchen, wo die Frau mit Angstverzerrten Gesicht die Hände vor ihren Körper hält und mit ihren Augen um ihr Leben bettelt zeigen, damit du nicht weiterhin so einen Scheiß behauptest. Für mich bisher der beste Finisher. Wirklich beeindruckend. Keine Ahnung warum man das runterspielen will. Skabus das wirkt für mich apologetisch und schizophren in der Art von "ich bin ja gar nicht so ein böser Bube, das Spiel ist völlig normal." anstatt es in seiner ohne Zweifel Bilderwucht zu genießen. Spielerisch ist es halt nix und es bietet abseits der Wucht halt nix zum nachdenken leider.

Persönlich muss ich sagen, das Hatred in dem was es macht extrem gut ist, leider wird das Gameplay extrem schnell langweilig werden. Da hätte was tolles draus werden können, ein gutes rundenbasiertes RPG oder ein Echtzeit RPG vielleicht. Die Leute haben ein gute Händchen für Optik und Atmosphöre, aber sie mussten halt ein stumpfen Blödsinn a la Moorhuhn produzieren.
Also nee oder?
Zum einen gibt es keine "Halbierungen" in Kill Bill, der Kampf gegen die Crazy 88 bezieht sich auf eine Vielzahl von Eastern. Beispielsweise ist die Szene vor der Treppe in der Pagode eine Homage an Shogun Assassine, den Film, den sich die Braut später mit B.B. ansieht.

Zum anderen sind die Finisher von der "Schauspielerischen Leistung" nochmal drei Etagen unter "Mitten im Leben", selbst in Postal 2 werden Misshandlungen und Tötungen um einiges heftiger und glaubhafter dargestellt. Und von der Stimmung her ist Manhunt um einiges düsterer und realistischer als Hatred.
Ich weiß ja nicht, was du als glaubhaft empfindest, aber unter obriger Prämisse könnte man vermutlich Alex aus Half-Life 2 (Episoden) auch durch PacMan ersetzen.

Hatred kann da leider gar nichts und neben dem 4Players, bzw. dem Gamestar Video hab ich auch noch ein paar andere Videos in Youtube gesehen, um nichts haltloses zu behaupten.

Ganz ehrlich? Hatred bietet weder in der Stimmung, noch der Brutalität, noch der Darstellung etwas interessantes oder heftiges. Das Spiel ist wie der erste Hostel Film - -"der brutalste Film aller Zeiten" - "heftiger, als alles was sie jemals gesehen haben". Letztenendes nur ein mittelmäßiger Softporno, mit ein paar wenn überhaupt unterdurchschnittlichen Folterszenen. Da war The Hills have Eyes um einiges härter und brachialer OHNE Prolltrash-PR.

Den letztlich ist es hier und allgemein nichts anderes, dass Hatred mehr durch seine Prolltrash-PR punkten, als durch echte Kontroverse.
Versteh ich dich richtig, aber du willst mir aufzwingen wie ich Filme und Spiele zu empfinden habe?

Davon ab das es auch noch falsch ist was du schreibst, soweit ich mich erinnere wird die Endgegnerin also diese Chinesin definitiv gehälftet. Aber meine Erinnerung mag mich trügen, ist das überhaupt wichtig? Und ist das wichtig, dass der Film eine Hommage an Shogun, welchen ich nicht kenne ist? Mich erinnert er eher an Dragon Ball, aber jeden das seine. Ich kenne auch nicht Postal 2 und auch Manhunt nicht, will auch nicht unbedingt um ehrlich zu sein. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass diese beiden alleine schon weil sie vermutlich Ego Shooter diese grausame distanzierte Ästhetik austrahlen können.

Und mir ist es tausendmal egal, was du von den Finishern hälts oder wie du die künstlerische Darbietung beurteilst, ich habe das Gamestar Video gesehen, und meiner Meinung nach sind das sehr gelungene Finisher in ihrer Morbidität und Grausamkeit. Es ist durchaus in seiner Tötungsästhetik ein sehr schönes Spiel.

Keine Ahnung warum ihr euch so in eure Apologetik hier verfangt, als wäre es ein Kapitalverbrechen Hatred nicht für das normalste und lockerste Spiel neben Ponyhof zu halten. Mir ist das jedenfalls sehr suspekt, niemand will dir das Spiel wegnehmen, ich jedenfalls nicht.

Ich finde diese Ästhetik jedenfalls durchaus ansprechend, aber kann weder was mit dem Spielprinzip noch mit der dünnen Handlung die zu keiner Reflexion einlädt anfangen. Sowas gilt übrigens auch für GTA, das ist für mich auch nichts anderes als Moorhuhn. Das ist alles.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 01.06.2015 18:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Skabus
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Skabus »

Der Zeitgeist hat geschrieben:Was ich nur nicht verstehe ist folgendes: Man kann über die Bewertung von Gewalt in Spielen ja grundsätzlich anderer Meinung sein, aber warum ist es so schwer zu begreifen, dass viele Leute ein Spiel, dass Gewalt in dieser Form darstellt, ohne Kontext, ohne dass darin irgendeine Message steckt, ablehnen?
Das ist nicht schwer zu verstehen. Das ist doch völlig akzeptabel. Es ist absolut nachvollziehbar. Genauso kann man auch South Park für seinen Fäkal-Humor scheiße finden(wie meine Freundin), oder man kann DSDS scheiße finden, oder Nudelsuppe oder oder oder. Jeder darf seine persönliche Meinung haben. Gar kein Problem.

Aber egal, bis zu diesem Punkt, hätte ich deinem Beitrag voll und ganz zugestimmt und dich dafür beglückwünscht, dass du zu den wenigen gehörst, die beide Seiten verstehen, und dann kommt wieder sowas:
Der Zeitgeist hat geschrieben: Das ist ja der Kern des Spruches "von Arschlöchern für Arschlöcher".
Nein! Das ist NICHT Kern der Aussage. Es ist doch was anderes, wenn ich ein Spiel aus nachvollziehbaren Gründen ablehne oder ob ich es als richtige empfinde jeden, der es spielt als Arschloch zu bezeichnet und die Entwickler gleich noch dazu.

Es wurden hier schon soviele Gründe geliefert, warum man kein Arschloch sein muss um Hatred zu spielen. Warum ist es denn für dich so schwer das zu begreifen?
Der Zeitgeist hat geschrieben:Für mich ist die Ansicht, Hatred wäre im Grunde das "reinere", "ehrlichere" Spiel, da man ja diesen ganzen Story- und Satirequatsch einfach weglässt und direkt zur Sache kommt, zutiefst beunruhigend.
Diese These haben nur einige wenige aufgestellt. Die meisten haben nie behauptet, dass Hatred besser ist als GTA oder ehrlicher oder sowas. Die meisten sind sich offenbar einig, dass Hatred spielerisch ziemlicher Murks zu sein scheint.
Der Zeitgeist hat geschrieben:Was ist daran so schwer zu verstehen, wenn jemand aus dieser Perspektive zu dem Schluss kommt, dass Spieler, die so etwas toll finden, nach seinen Bewertungskriterien Arschlöcher sind?
Weil es die Persönlichkeitsrechte dieser Menschen verletzt, bzw. weil du damit eine aus meiner Sicht moralisch verwerfliche Aussage tätigst. Das kommt gleich nach Sätzen wie:

"Alle Schwarzen sind..."

"Alle Frauen sind..."

"Alle Gamer sind..."

Lass doch einfach mal die Kirche im Dorf. Du kannst das Spiel ablehnen. Aber erfüllt es dich irgendwie mit irgendeiner perversen Befriedigung alle Hatred-Spieler als Arschlöcher zu bezeichnen? Fühlst du dich dann besser? Überlegender? Erhabener? Ich kann es einfach nicht begreifen. Für ´mich sind eben solche Leute die wahren Arschlöcher. Leute die andere Menschen pauschal verurteilen, versuchen ihnen ihre Denkweise aufzudrücken und dann auch noch eingeschnappt sind, so wie mr archer, weil man es wagt ihnen stichhaltige Gegenargumente zu präsentieren. Genau diese Form des faschistoiden, verständnislosen und rücksichtslosen Verhalten von Leuten, die es sich rausnehmen sich über andere zu erheben, genau solche Leute sind aus meiner Sicht Arschlöcher. Und nicht irgendwelche Entwickler, deren einziges Verbrechen es ist, ein Spiel über einen virtuellen Amoklauf zu machen(der eigtl. kein Amoklauf ist, wie Imperator Palpatine bereits richtig erwähnt hat).

Der Spruch "Leben und leben lassen." wurde vor einigen Seiten schonmal gepostet. Scheinbar noch nicht oft genug...

MfG Ska

P.S.: Bevor jemand was sagt. Nein ich werde Hatred nicht spielen(Bevor jemand schreit: "Betroffene Hunde bellen!"), aus den auf Seite 1 genannten Gründen. Ist mir zu öde. Ich find es nur beunruhigend, wie einige Gamer der Meinung sind, hier eine Art Moralpolizei zu installieren, mit denen sie andere Gamer ächten können, wenn diese Spiele spielen, die ihnen nicht passen.
Zuletzt geändert von Skabus am 01.06.2015 18:46, insgesamt 2-mal geändert.
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adventureFAN
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von adventureFAN »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
adventureFAN hat geschrieben:Mh... wenn ich mir so manche geschichtlichen Ereignisse (auch in jüngster Zeit) anschaue, bezweifle ich das.
Es gibt Menschengruppen die auf Gewalt und Tod abfahren... anders kann ich mir das nicht erklären.
Auch wenn ich da an die unzähligen Bürgerkriege in Afrika denke...
Für manchen mag es durchaus einer Blümchenwelt entsprechen, wenn die Welt im Krieg versinkt. Nur man selbst will nicht unbedingst sterben, oder in einem Dauerzustand leben, der sich als Krieg beschreiben lässt. Ein Krieg kann dennoch eine Blümchenwelt erschaffen, deswegen ist das Verlangen nach beidem nicht so gegensätzlich, wie du das illustriert hast.

Die Menschen führen keinen Krieg, weil sie Lust auf Gemetzel haben. Dahinter steckt immer ein essentielles oder materielles Motiv.

Bei einem Amokläufer oder einem Konsumenten gewaltverherrlichender Videospiele sieht das natürlich anders aus. Die haben Lust auf Gemetzel. Der Amokläufer kann sich das Gemetzel leisten, weil er sowieso sterben will, und der Videospieler, weil er durch ein Metzelspiel, im Gegensatz zu einem realen Krieg, nicht sterben kann.

Wenn du behauptest, alle Menschen seien gewalttätig, dann werde ich dir nicht widersprechen. Allerdings können sie ihre Gewalt auch nur dort frei ausleben, wo sie keine Gegengewalt zu befürchten haben.
Ne, ich sage bloß das Menschen verschieden sind. Es gibt solche und solche, wie man ja auch tagtäglich hier im Forum nachlesen kann.
Jeder Mensch hat andere Moralvorstellungen, die einfach durch die Erfahrungen enstehen, die demjenigen wiederfahren sind.

Ich kann diesem abartigen Spiel einfach nichts abgewinnen, welches NUR darauf ausgelegt ist vorwiegend unschuldige und wehrlose Menschen zu exekutieren.
Andere wiederum, die ein anderes Moralverständnis haben, haben damit kein Problem... ist halt so, warum auch immer.

Aber den Vorwurf, ich hätte eine Doppelmoral, lasse ich nicht zu.
Ich spiele auch GTA, ja, aber nicht weil ich dort Passanten überfahren und killen kann.
Sollte es irgendwelche Amok-Nebenmissionen geben, habe ich sie nie gespielt, weil ich die einfach blöd finde.
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Skabus
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Skabus »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Eigentlich hat Mr Archer schon alles dazu geschrieben.
Es disqualifiziert dich ja schonmal, dass du das unreflektierte Geblubber dieses Forentrolls als Vorlage deiner eigenen Meinung ansiehst, au weia!

[Disskusion darüber warum mr archer angeblich kein Forentroll ist...auf die Plätze...fertig...LOS!]
FuerstderSchatten hat geschrieben:Immerhin muss ich zugeben, dass Mortal Kombat schon brutaler ist, als das was ich da noch im Kopf hatte von anno 2000, viel brutaler.
Es gab auch schon in den 2D-Mortal Kombat genug Blut und Gewalt. Nicht umsonst wurde das Spiel wegen seiner Gewalt kontrovers diskutiert. Ich stimme dir aber natürlich zu, dass Mortal Kombat seine Gewaltdarstellung immer recht überzogen präsentiert hat. Nur konnte man auch bei Mortal Kombat beobachten, dass es den Leuten relativ wurscht war, ob die Gewalt dort überzogen war oder nicht. Auch dort ging es vordergründig darum, dass die Gewaltdarstellung sehr drastisch war. Keine Sau hat irgendwas bezülich Satire, Überzogenheit oder dergleichen gefaselt.

Aber jetzt die Frage an dich: Sollte es nicht trotzdem auch für solche überzogene, satirische Gewalt z.B. einen Jugendschutz geben? Egal ob die Gewalt eher unrealistisch ist oder nicht, dennoch hat es eine Relevanz etwa für den Jugendschutz wie explizit die Darstellung ist. Happy Tree Friends ist ab 18 freigegeben, ebenso ist South Park trotz des Grafikstils und der überzogenen Gewaltdarstellung nix für Kinder. GTA V ist, trotz der achso relativierenden Gewalt, ab 18 freigegeben. Und von Mortal Kombat brauch ich erst gar nicht sprechen. Warum hat der so oft angesprochene Kontext hier nicht zu einer geringeren Einstufung geführt, als bei Hatred? Ich stell die Frage schon mind. zum 3. mal und hab bissher keine Antwort bekommen. Warum wohl?

Die meisten wiederholen hier wirklich wie ein Roboter, dass die Gewalt ja in Hatred viel schlimmer ist und es ja um Kontext geht, vergessen aber, dass es für die Bewertung der Gewalt auch bei vielen Prüfstellen eben NICHT um Kontext geht.

Meinst du nicht, dass das einen bestimmten Grund hat?
FuerstderSchatten hat geschrieben:Und muss ich dir jetzt die genau Minuten und Sekundenzahl raussuchen, wo die Frau mit Angstverzerrten Gesicht die Hände vor ihren Körper hält und mit ihren Augen um ihr Leben bettelt zeigen, damit du nicht weiterhin so einen Scheiß behauptest. Für mich bisher der beste Finisher. Wirklich beeindruckend. Keine Ahnung warum man das runterspielen will. Skabus das wirkt für mich apologetisch und schizophren in der Art von "ich bin ja gar nicht so ein böser Bube, das Spiel ist völlig normal." anstatt es in seiner ohne Zweifel Bilderwucht zu genießen. Spielerisch ist es halt nix und es bietet abseits der Wucht halt nix zum nachdenken leider.
Und was genau willst du mir jetzt damit sagen? Ich find das Spiel kotzlangweilig und die Gewalt ebenso langweilig. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich virtuelle Gewalt nicht mit realer Gewalt zusammenbringe.
Ich wiederhol es gerne für dich bzw. ich sprech dich persönlich an, weil sich durch meinen allgemeinen Aufruf ja scheinbar keiner so recht angesprochen gefühlt hat:

Wenn die Gewalt in Hatred für dich so real und grausam wirkt, dann sind Videospiele dieser Art für dich leider nicht geeignet, weil du enorme Schwierigkeiten zu haben scheinst, zu erkennen, dass du in diesem Spiel weder "tötest", noch "Unschuldige ermordest". Du spielst ein Spiel. Du drückst Tasten, auf dem Bildschirm erscheinen bunte Bildchen. Wenn du das Spiel beendest, hast du keine einzige reale Person getötet, nichtmal leicht verletzt. Du hast nur ein Programm ausgeführt, dass dir Animationen von Gewalt zeigt.(Deswegen steht bei Silent Hill ja auch immer am Anfang der treffende Spruch: "Dieses Spiel KANN Bilder enthalten die als verstörend interpretiert werden KÖNNTEN!" explizit nicht müssen!)

Wer nicht in der Lage ist, dass für sich zu unterscheiden, der ist bei derartigen Spielen generell falsch.


MfG Ska
Zuletzt geändert von Skabus am 01.06.2015 18:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von adventureFAN »

Mr Archer ist vieles, aber sicher kein Forentroll.
Das muss man ganz klar sagen, auch wenn sich unsere Ansichten in der Vergangenheit auch ab und an gekreuzt haben.

Damit hast du dich eher disqualifziert.
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Skabus »

adventureFAN hat geschrieben:Mr Archer ist vieles, aber sicher kein Forentroll.
Das muss man ganz klar sagen, auch wenn sich unsere Ansichten in der Vergangenheit auch ab und an gekreuzt haben.

Damit hast du dich eher disqualifziert.
Ich kann jemand, der auf Argumente nicht eingeht sondern lieber kindisch bereits vorgebrachte Aussagen wiederholt, sich selbst nicht reflektiert, Aussagen anderer bewusst falsch interpretiert, keinen Bock hat Gegenargumente nachzuvollziehen und sich maximal zur Selbstdarstellung an der Diskussion beteiligt und somit generell verhindert, dass ein konstruktiver Meinungsaustausch stattfindet, nicht anders wahrnehmen.

Sollte jemand diese Einschätzung meinerseits als disqualifizierend werten, so soll er dies tun. Das ist mir völlig egal.

MfG Ska

P.S: Hab zur Sicherheit auch nochmal die Definition für Troll nachgeschaut. Also rein definitionstechnisch bin ich da auf der sicheren Seite ;)
Zuletzt geändert von Skabus am 01.06.2015 18:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

adventureFAN hat geschrieben: Ich kann diesem abartigen Spiel einfach nichts abgewinnen, welches NUR darauf ausgelegt ist vorwiegend unschuldige und wehrlose Menschen zu exekutieren.
Ich kann dem Spiel ebenfalls wenig abgewinnen. Ich empfinde es dennoch nicht als Kränkung, wenn jemand dem Spiel etwas abgewinnen kann.
adventureFAN hat geschrieben: Aber den Vorwurf, ich hätte eine Doppelmoral, lasse ich nicht zu.
Ich spiele auch GTA, ja, aber nicht weil ich dort Passanten überfahren und killen kann.
Sollte es irgendwelche Amok-Nebenmissionen geben, habe ich sie nie gespielt, weil ich die einfach blöd finde.
Ich habe dir persönlich keine Doppelmoral vorgeworfen. Solltest du dich aber über Spieler dieses Spiels dementsprechend emotional echauffiert haben (habe jetzt nicht den ganzen 30-Seiten Thread im Überblick ^^), dann darfst du dich selbstverständlich angesprochen fühlen.

Der Name des Spiels ist treffend gewählt. Es erzeugt eine Menge Hass :)
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von adventureFAN »

Darf ich nicht emotional reagieren wenn ein Spiel und meine moralischen Werte sich kreuzen?
Ich verlange nicht das man das Spiel dem Erdboden gleich macht, das ist ja eh unmöglich, genauso wie man Kriege unmöglich stoppen kann.
Für mich ist es jedoch schon ein kleiner (!) Indikator, wie der Gegenüber tickt wenn er bei solch einem Spiel tatsächlich Spaß empfindet. Mit meinem Moralempfinden geht das jedenfalls contraire.

Ich hab das Recht genauso empört über das Spiel zu sein, wie es andere Menschen nicht sind.
Aber um jemanden Doppelmoral vorzuwerfen, muss man denjenigen Menschen erst einmal besser kennen und das ist vorallem im Internet fast nicht möglich.

Im übrigen empfinde ich keinen Hass für das Spiel, sondern Unverständnis.
Zuletzt geändert von adventureFAN am 01.06.2015 19:08, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von johndoe1730081 »

Äh, O'Ren Ishi wird im letzten Kampf nicht halbiert, ihr wird die obere Schädeldecke abgeschlagen. Das ganze ist dabei recht minimalistisch, ein kleiner Spritzer Blut in dem Schnee, ihre Haarpracht, die durch die Luft fliegt und sie bricht zusammen.

Nein, ich sage dir nicht, wie du etwas sehen sollst, sondern zeige dir nur auf, wie du es siehst.
Und du überschätzt Hatred einfach etwas.
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Sindri
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Sindri »

Temeter  hat geschrieben:Btw, mir fällt gerade ein Open World City Spiel ein, dass dich tatsächlich in Missionen fürs Töten belohnt, sowohl generell mit Geld, als auch mit Punkten in besagter Mission:

Saints Row 3/4 und ihre Rampage Missionen.

Und die Dinger sind trotz des Settings relativ unironisch, weil sie wirklich nur von der Zerstörungslust leben.
Das Spiel ist ähnlich wie Machete. Purer Klamauk wo die Brutalität absurd dargestellt und thematisiert wird. Da kann man nichts ernst nehmen und das will auch nicht ernst genommen werden.
Dubstep-Waffe, Riesenvibrator und Octolauncher gehen schon in Richtung Ironie, "WTF?!" und Klamauk.

Hatred und GTA gehen da einen anderen weg.