Hatred: Die ersten zehn Minuten

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mr archer
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von mr archer »

Temeter  hat geschrieben:[

Wenn es nicht um Gewalt geht, warum haben dann nicht-kontroverse Spiele teils heftige Gewaltdarstellungen? Zum Beispiel the Witcher 3. Passt zu einem Teil zum Setting, aber die aufwändige Animation, in der man einen Gegner in 2 Teile schneidet, oder die grässlichen Folgen einer Splittergranate (jep, die gibts im Spiel) fügen eigentlich nichts mehr zum Setting hinzu. Ähnlich Wolfenstein TNO. Kurz kann die Gewalt vielleicht schocken, aber ansonsten passiert es einfach nur im Hintergrund.
Klassiker wie Unreal Tournament machen nicht einmal einen Hehl darum, dass die Gibs visuelles Feedback hinzufügen, sprich letzlich Kills mehr befriedigend machen sollen.
Ich finde es richtig, dass man in einem Schwertkämpfer-Spiel zeigt, dass so ein Schwert von kundigen Händen benutzt eine furchtbare und brutale Waffe ist. Es gehört in die Welt der Figur, die ich spiele. Genauso wie es richtig ist, dass in Kriegs- wie Antikriegsfilm zu sehen ist, was eine Gewehrkugel so anrichtet. Hatred kommt mir da recht gedämpft vor, was die ganze Sache noch perfider macht. Insgesamt bleibe ich aber bei meiner Aussage: Gore kann in einem Action- und Horror-Titel ein zusätzlicher Reiz sein. Als alleiniger Antrieb für ein sagen wir zehnstündiges Spiel funktioniert er nur in einem sehr kleinen Marktsegment.
johndoe981765
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von johndoe981765 »

G34RWH33L hat geschrieben:Mhm. Ich verstehe... Es gibt also bessere und schlechtere Gewalt. Es gibt gerechtfertigtes und ungerechtfertigtes töten. Töten mit Grund ist besser als ohne. Was man hier so alles liest...

Dann findet ein Nazifrauen Vergewaltigungssimulator wo Alliierte Soldaten deutsche Nazi-Ehefrauen knallen und töten können bestimmt auch anklang. Immerhin: Wir haben ein "klares Feindbild" und eine "vermeintlich Rechtschaffene Tätigkeit unter Berücksichtigung der Umstände".
Yup, es darf nur nicht aus der falschen (politischen) Ecke kommen. Da kann es noch so eine stumpfe Ballerorgie sein. Satire und so...
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mr archer
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von mr archer »

Strohpuppen-Diskussion. Macht nur. Vielleicht tut euch wer den Gefallen und geht drauf ein.
viciousCB
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von viciousCB »

G34RWH33L hat geschrieben:Mhm. Ich verstehe... Es gibt also bessere und schlechtere Gewalt. Es gibt gerechtfertigtes und ungerechtfertigtes töten. Töten mit Grund ist besser als ohne. Was man hier so alles liest...
Ähm....ja. Du triffst den Nagel meiner Meinung nach (unabhängig von dem Spiel) ziemlich auf den Kopf. :(
Klar gibt es einen Unterschied.
Sorry, aber wenn ein Polizist jemanden erschießt der gerade einen Kindergarten voller Leute in die Luft sprengen will ist das meiner Meinung nach wesentlich mehr gerechtfertigt als wenn ich auf die Straße gehe und irgendeinen Familienvater abknalle weil ich mich gerade Emo fühle. Oder sehe ich das falsch?
Zuletzt geändert von viciousCB am 29.05.2015 16:38, insgesamt 2-mal geändert.
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Temeter 
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Temeter  »

mr archer hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben:[

Wenn es nicht um Gewalt geht, warum haben dann nicht-kontroverse Spiele teils heftige Gewaltdarstellungen? Zum Beispiel the Witcher 3. Passt zu einem Teil zum Setting, aber die aufwändige Animation, in der man einen Gegner in 2 Teile schneidet, oder die grässlichen Folgen einer Splittergranate (jep, die gibts im Spiel) fügen eigentlich nichts mehr zum Setting hinzu. Ähnlich Wolfenstein TNO. Kurz kann die Gewalt vielleicht schocken, aber ansonsten passiert es einfach nur im Hintergrund.
Klassiker wie Unreal Tournament machen nicht einmal einen Hehl darum, dass die Gibs visuelles Feedback hinzufügen, sprich letzlich Kills mehr befriedigend machen sollen.
Ich finde es richtig, dass man in einem Schwertkämpfer-Spiel zeigt, dass so ein Schwert von kundigen Händen benutzt eine furchtbare und brutale Waffe ist. Es gehört in die Welt der Figur, die ich spiele. Genauso wie es richtig ist, dass in Kriegs- wie Antikriegsfilm zu sehen ist, was eine Gewehrkugel so anrichtet. Hatred kommt mir da recht gedämpft vor, was die ganze Sache noch perfider macht. Insgesamt bleibe ich aber bei meiner Aussage: Gore kann in einem Action- und Horror-Titel ein zusätzlicher Reiz sein. Als alleiniger Antrieb für ein sagen wir zehnstündiges Spiel funktioniert er nur in einem sehr kleinen Marktsegment.
Ah, darin stimme wir überein. Ich habe den Teil zum Gore als generelle Aussage verstanden.

Ich schaue mir übrigens gerade das WTF is des zynischen Briten an, und es schaut aus, als wäre da mehr an dem Spiel dran. Der Schwierigkeitgrad soll sogar recht hoch sein, weil man doch sehr schnell stirbt. Zivilisten können sogar Waffen aufnehmen und zurückschießen, was wohl insbesondere bei den Waffenläden für haarige Situationen sorgt.

Mal ehrlich, das scheint ein generischer, mittelmäßiger Twin-Stick Shooter mit einem guten Physik-System und einer handvoll Macken zu sein.
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mr archer
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von mr archer »

Temeter  hat geschrieben:
Ich schaue mir übrigens gerade das WTF is des zynischen Briten an, und es schaut aus, als wäre da mehr an dem Spiel dran. Der Schwierigkeitgrad soll sogar recht hoch sein, weil man doch sehr schnell stirbt. Zivilisten können sogar tatsächlich Waffen aufnehmen und zurückschießen können, was wohl insbesondere bei den Waffenläden für haarige Situationen sorgt.

Mal ehrlich, das scheint ein generischer, mittelmäßiger Twin-Stick Shooter mit einem guten Physik-System und einer handvoll Macken zu sein.
Mag sein. Ändert für mich persönlich aber nix daran, dass ich die gesamte Grundprämisse des Titels zum kotzen finde und mir ein Verständnis für die Faszination an derselben völlig abgeht.
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Temeter 
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Temeter  »

mr archer hat geschrieben:Mag sein. Ändert für mich persönlich aber nix daran, dass ich die gesamte Grundprämisse des Titels zum kotzen finde.
Das Gameplay ist allerdings vorhanden, es gibt also in der Tat mehr, als einfach nur Gewalt. Schätze mal die ersten 10 Minuten hier fangen einfach mit der Samthandschuhphase an. Jedenfalls mit dem, was Hatred's Devs darunter verstehen. :Blauesauge:

Klar kann man das - aus gutem Grund - zum Kotzen finden. Tbh, Ich bringe dem Ding vor allem deswegen keine starken Gefühle entgegen, weil es einfach so unendlich belanglos ist. Das drumherum und die Reaktionen sind viel interessanter als das eigentliche Spiel.
Zuletzt geändert von Temeter  am 29.05.2015 16:51, insgesamt 2-mal geändert.
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Skabus
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Skabus »

studentenkopp hat geschrieben:So langsam komme ich auf den Trichter. Spiele wie Manhunt (sowieso zurecht verboten), Soldier of Fortune, Postal und wie ihr sie alle kennt und scheinbar mögt, hab ich nie gespielt. Dies war immer jenseits der Grenze der für mich akzeptablen Gewalt. Ich habe diese - selbstverständlich subjektive - Grenze gefunden. Ihr habt eine solche Grenze nicht.
Aber so ist das eben mit der Medienkompetenz.
Was du vor allem hast, ist eine arrogante, nervtöten Art und Weise dich als besser hinzustellen, ja. Google nochmal Medienkompetenz, ich denke du hast da was missverstanden...

MfG Ska
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Kobba
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Kobba »

Bald geht die Grillsaison wieder los, da werden dann Tonnenweise tote und extra dafür gequälte Lebewesen aufn Grill geschmissen, weils halt so lecker is ( ;) )... aber wer Hatred spielt ist nen krankes Arschloch^^

Nein, ich bin kein Vegetarier und ja, es passt irgendwie überhaupt nicht hierein, aber, es schoss mir halt so durch den Kopf und da wollte ich dann auch mal Apostel spielen. Also, wer Hatred zocken will, einmal auf nen Steak verzichten und schon ist euer Karma-Haushalt wieder im reinen, den gang zum Psychologen erspart es euch natürlich nicht ;)




das game sieht sterbenslangweilig aus.

Edit.
"Für die einen ist es ein Hämatom - für die anderen ein sehr zartes Stück Fleisch."
:lol:
Zuletzt geändert von Kobba am 29.05.2015 16:57, insgesamt 1-mal geändert.
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MrLetiso
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von MrLetiso »

studentenkopp hat geschrieben:So langsam komme ich auf den Trichter. Spiele wie Manhunt (sowieso zurecht verboten), Soldier of Fortune, Postal und wie ihr sie alle kennt und scheinbar mögt, hab ich nie gespielt.
Du hast sie nie gespielt und es fällt ein Vergleich zu Hatred? Wirklich? Gerade in Manhunt ist die Gewalt kein Selbstzweck und ein Grundpfeiler der Story.

Das nur am Rande. Aber hey - ich will auch mal: Medienkompetenz.

Edit:
Kobba hat geschrieben:(...) und extra dafür gequälte Lebewesen (...)
"Für die einen ist es ein Hämatom - für die anderen ein sehr zartes Stück Fleisch."
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Skabus
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Skabus »

Hyeson hat geschrieben:Doch doch. Postal lässt sich komplett ohne Kill durchspielen. Gibt das "My name is Jesus" Achievement auf Steam. Haben aber nur 0,3%. Überraschend....... also, dass es doch so viele sind :P.
Ok? Wie kommt man dann aus der Kirche raus, ohne von den Angreifern niedergeschossen zu werden? Hab ich nie geschafft. Schleichen is ja bei Postal net so wirklich möglich...
BlaXta hat geschrieben:Aber mal zum Spiel selbst:
War das alles? Gibts keine Punkte, Achievements, Loot oder sonstige Dinge um irgendwie den Spielspaß aufricht zu erhalten? Wenn man wirklich nur rumläuft und ohne Ziel alles niederballert reichen mir die 10min in dem Video schon vollkommen aus.
Hab ich mich auch gefragt. Keine Aufgaben, keine Story, keine Motivation, kein Loot, kein garnichts? Nur ballern, bis sich entweder nix mehr auf dem Bildschirm bewegt oder man von den Cops erschossen wird?

Ernsthaft? Wenn das wirklich alles ist, dann frag ich mich echt, was sich die Entwickler dabei gedacht habe...

Aber vielleicht war das ja der Plan. Das Spiel ist murks, also haben sie einfach eine Kontroverse provoziert. Wäre zwar keine saubere Marketing-Strategie aber in unserer Zeit eine mehr als effektive...
Temeter hat geschrieben:Es soll eben schokieren, da ist sonst nichts dabei. Ist die gleiche 'Kontroverse' wie bei Postal, Manhunt oder Soldier of Fortune, nur halt aufgewärmt für eine neue Generation.
Hast du Manhunt mal gespielt? Ich finde das Spiel eigtl. verdammt gut. Die Story war innovativ, klar die Tötungsarten drastisch. Aber mich hat eigtl. der Stealth-Anteil sowie das Szenario extrem gereizt. Und eben nicht wegen der Gewalt, sondern weil ich dieses Survival-Snuff-Movie-Thema interessant fand.

Hatred mit Manhunt zu vergleichen, ist recht unfair. Btw. ist Manhunt von Rockstar ;)

@mr archer: Ah ich sehe. Noch jemand der ressistent gegen Argumente ist. Nagut, dann bleibts eben.

MfG Ska
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mr archer
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von mr archer »

Skabus hat geschrieben:
@mr archer: Ah ich sehe. Noch jemand der ressistent gegen Argumente ist. Nagut, dann bleibts eben.
Nicht falsch verstehen - aber ich fühle mich durch keines deiner Argumente in einer Form widerlegt, die in mir den Drang zum Diskutieren weckte.

Zum Punkt "Ich muss ja in Hatred nicht schießen" habe ich mich im übrigen geäußert.
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Sevulon
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Sevulon »

Das Review vom TotalBiscuit erklärt es eigentlich ganz gut:

"I've seen more brutal stuff in Game of Thrones, I've seen more brutal stuff in GTA.. I don't really see what all the fuzz is about. Unfortunately, it seems like some games media sites decided to get a hold of this and do a little bit of moral ground standind, which frankly I find to be somewhat immature." woraufhin dann noch ein großer Verweis auf das Filmgenre folgt, wo selbst Netflix der Meinung ist The Human Centipede wäre ein geeigneter Film für ihre Produktpalette. Und wenn man keine Probleme mit solchen Filmen hat - was die Medienwelt offensichtlich nicht hat - braucht man auch keine Probleme mit solchen Spielen hier zu haben.

Außerdem scheint das Spiel wohl auch satirisch angehaucht zu sein, unrealistisch und nimmt sich selbst nicht zu ernst, weshalb man es auch nicht ernst nehmen sollte. Ähnlich wie Postal.
Zuletzt geändert von Sevulon am 29.05.2015 17:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Skabus
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Skabus »

mr archer hat geschrieben:Nicht falsch verstehen - aber ich fühle mich durch keines deiner Argumente in einer Form widerlegt, die in mir den Drang zum Diskutieren weckte.
Ah gut. Danke. Dann weiß ich wenigstens, dass ich meine Zeit woanders besser verschwenden kann ;)

*ignore incomming*

MfG Ska
Zuletzt geändert von Skabus am 29.05.2015 17:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Temeter 
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Temeter  »

Skabus hat geschrieben:Hast du Manhunt mal gespielt? Ich finde das Spiel eigtl. verdammt gut. Die Story war innovativ, klar die Tötungsarten drastisch. Aber mich hat eigtl. der Stealth-Anteil sowie das Szenario extrem gereizt. Und eben nicht wegen der Gewalt, sondern weil ich dieses Survival-Snuff-Movie-Thema interessant fand.
In dem Fall nehme ich das mit Manhunt zurück, da habe ich mich wirklich nur nach den Kommentaren anderer gerichtet.
Skabus hat geschrieben:Aber vielleicht war das ja der Plan. Das Spiel ist murks, also haben sie einfach eine Kontroverse provoziert. Wäre zwar keine saubere Marketing-Strategie aber in unserer Zeit eine mehr als effektive...
Natürlich ist es das! Es gibt tausende dieser Twin Stick Shooter, da braucht es schon etwas besonderes, um aus der Masse herauszuragen.