Und wo genau ist dies jetzt ein Problem?Und DAS ist halt der täglich gelebte Sexismus und Symptom des Problems.
Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in keiner Verbindung zu sexistischem Verhalten
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- rainji
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
- Sir Richfield
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Dass wir in einer Welt leben, in der Farben bestimmte Werte zugeschrieben werden, die wiederum auf Geschlechter projeziert werden?rainji hat geschrieben:Und wo genau ist dies jetzt ein Problem?Und DAS ist halt der täglich gelebte Sexismus und Symptom des Problems.
"Rosa ist nur was für Mädchen" ist das Problem.
- rainji
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Sehe immernoch kein Problem. Wodurch sind Frauen jetzt hier benachteiligt oder diskriminiert?Dass wir in einer Welt leben, in der Farben bestimmte Werte zugeschrieben werden, die wiederum auf Geschlechter projeziert werden?
- Wulgaru
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Ja, aber dein Beispiel ist trotzdem dämlich, weil erstens viele Männer super mit M oder L auskommen und zweitens eine XL-Größe von diesem Produkt existiert. Das ist in etwa so als wenn ich sagen würde das Amazon meinen Lieblingsautor diskriminiert weil sie nichts mehr vorrätig haben. :wink:Sir Richfield hat geschrieben:Dass wir in einer Welt leben, in der Farben bestimmte Werte zugeschrieben werden, die wiederum auf Geschlechter projeziert werden?rainji hat geschrieben:Und wo genau ist dies jetzt ein Problem?Und DAS ist halt der täglich gelebte Sexismus und Symptom des Problems.
"Rosa ist nur was für Mädchen" ist das Problem.
Ein wesentlich besseres Beispiel wären diese Mädchenüberraschungseier oder und das würde mal nen Bezug zu Anita herstellen: rosa Lego. Meine Schwestern haben jedenfalls lieber mit der Duplo-Eisenbahn gespielt als mit sowas. :wink:
- Sir Richfield
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Nein, das Produkt "Rosa Handschuhe XL" existiert ja eben nicht.Wulgaru hat geschrieben:Ja, aber dein Beispiel ist trotzdem dämlich, weil erstens viele Männer super mit M oder L auskommen und zweitens eine XL-Größe von diesem Produkt existiert. Das ist in etwa so als wenn ich sagen würde das Amazon meinen Lieblingsautor diskriminiert weil sie nichts mehr vorrätig haben.
Völlig unabhängig davon, dass ICH persönlich die auch in L tragen kann und eigentlich nur verzichtet habe, weil die Lieferkosten die Hälfte des Preises ausmachten.
Warum das jetzt im Kontext dieses Threads ein dämliches Beispiel ist, das musst du mir dann auch mal erklären.
@rainji, das ist Teil des Problems, dass du da keines siehst.
Man sieht auf Männer herab, die diese Farbe nutzen, weil die Farbe mit dem Attribut "weiblich" versehen wird und dieses Attribut wiederum ein Synonym von "schwach" ist.
Ich bin übrigens *auch* Teil des Problems, weil der "Witz" wäre, dass ausgerechnet ich diese Farbe zum Training tragen würde, weil man mir viel nachsagen kann, aber nicht, dass ich weiblich aussähe.
Übrigens ist die Veteilung bei uns ca. 50/50 und ich habe eine feste Trainingspartnerin.
Dass ich bei der nicht mit der gleichen Kraft zuschlage liegt nur daran, dass sie aufgrund ihrer Statur und Trainingsintensität nicht so stark gegenhalten kann.
- SethSteiner
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Steht doch da, bestimmte Werte die auf Geschlechter projiziert werden. Man kann aber auch unabhängig davon bspw. den Druck erwähnen, dass ein Mädchen oder ein Junge, nur deswegen ein bestimmtes Produkt nimmt, weil es das Gefühl hat, der Konsum oder Kauf eines anderen Produktes sei falsch. Das gilt natürlich auch für Eltern, die den Kindern damit dann wiederum unabsichtlich oder nicht in eine bestimmte Richtung zwängen. Wenn ein Mensch oder gar ein Kind, derartig und systematisch in der Entfaltung der eigenen Persönlichkeit behindert wird, dann ist das mindestens eine Benachteiligung.rainji hat geschrieben:Sehe immernoch kein Problem. Wodurch sind Frauen jetzt hier benachteiligt oder diskriminiert?Dass wir in einer Welt leben, in der Farben bestimmte Werte zugeschrieben werden, die wiederum auf Geschlechter projeziert werden?
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Freakstyles
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Wahnsinn oder? Ich wette in in 5-10 Jahren finden die heraus das die Gesundheitsindustrie Dreck am stecken hat. Na da werden wir aber erstaunt sein. Was man heutzutage nich so alles rausfindet ....katzenjoghurt hat geschrieben: Mann, bin ich jetzt verblüfft.
Der typische Zocker-Nerd soll also keiner sein, der mal im Aufzug die Sekretärin begrabscht
oder in der Bahn seine Sitznachbarin ansext?
Mein Weltbild ist nun VÖLLIG aus den Fugen geraten!
- HerrRosa
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Nur für den Fall, dass du meinen obigen Beitrag überlesen hast:Sir Richfield hat geschrieben: Nein, das Produkt "Rosa Handschuhe XL" existiert ja eben nicht.
MrPink hat geschrieben:Auf der Herstellerseite kann man auch pinke/rosa XL Bandagen kaufen.
http://www.bay-kampfsport.de/bandagen/b ... nhand.html
Andererseits gibts die Größe XS nur in Schwarz und Pink.
Das ist wohl eher abhängig vom Tragenden.Sir Richfield hat geschrieben: Man sieht auf Männer herab, die diese Farbe nutzen, weil die Farbe mit dem Attribut "weiblich" versehen wird und dieses Attribut wiederum ein Synonym von "schwach" ist.
Lacoste Hemdchenträger werden sicher nicht wegen der Farbe ihrer Oberkörperbekleidung für Warmduscher gehalten. Wohingegen keiner einem Boxer etc. mit rosa Hanschuhen krum kommen würde.
Die farbliche Zuordnung Rosa/Mädchen und Blau/Junge kam wohl eher dadurch zustande, dass man die Bälger am Anfang einfach sonst nicht auseinanderhalten kann.
Dass sich dies noch bis in die Adoleszenz zieht ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, aber bei Zuwiderhandlung des inoffeziellen Farbcodes macht heute auch keiner mehr ein großes Fass auf.
- Sir Richfield
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Hatte ich in der Tat.MrPink hat geschrieben:Nur für den Fall, dass du meinen obigen Beitrag überlesen hast:
- rainji
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Ich sehe immernoch kein Problem sorry :wink:. Nur weil ihr aus jeder Kleinigkeit einen riesen AUFSCHREI macht, muss es noch lange nicht so schlimm sein. Aber wahrscheinlich wollen die Frauen heutzutage Männer, die in Rüschenkleidchen rumlaufen und sich bis zur Unkenntlichkeit schminken. Es halt zum Glück nicht mehr meine Generation.Steht doch da, bestimmte Werte die auf Geschlechter projiziert werden.
Kleiner Tipp, lasst die Menschen machen wie sie wollen, vieles regelt sich von selbst. Dieser ganze Kontrollzwang nervt. Denke dieses, mache jenes und wenn du aus dem Ruder läufst oder für dich selbst denkst dann wirst du verstoßen.
Weniger sinnloses Geheule, mehr Freiheit für jeden und gut ist. Euer Farbbeispiel ist nur ein Problem, weil ihr ein Problem daraus macht.
- Wulgaru
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Nein, es ist kein Problem an sich sondern eine Beobachtung. Man stellt in Frage warum ein Hersteller, ob nun von Überraschungseiern oder von Handschuhen oder von Lego so ne Extrarosawurst hinstellt. Das kann man hinterfragen denn der Hersteller macht das ja nicht von ungefähr und denkt sich was dabei. Es redet ja keiner von Verboten sondern einfach darum mal darüber nachzudenken was man so kauft und warum.
- SethSteiner
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Dann kannst du vermutlich nicht lesen.rainji hat geschrieben:Ich sehe immernoch kein Problem sorry :wink:.Steht doch da, bestimmte Werte die auf Geschlechter projiziert werden.
Du redest von einer Kleinigkeit, was definitiv keine Kleinigkeit ist, da es seit etlichen Jahrzehnten Millionen von Menschen betrifft. Einerseits sagst du, die Menschen sollen machen was sie wollen aber es scheint doch eher, dass du damit nicht die Menschen meinst, sondern die Industrie. Aus der Richtung hört man ja gerne, dass sich alles von selbst regelt. Das ist jedoch nicht wahr. Würde sich alles von selbst regeln, bräuchte es keine Gesetze, die Grenzwerte oder die Art der Werbung festschreiben, man müsste sich nicht um Betrug kümmern und auch Kartelle und Monopole wären kein Problem und das ist nur ein kleiner Ausschnitt.
Die Person die sinnlos rumheult bist du. Du redest von Freiheit, bist in deiner grenzenlosen Ignoranz aber absolut dagegen.
@Wulgaru
Ich stimme dir nicht zu. Ein Verbot von sexistischen Produkten, wie pinken Überraschungseiern oder Büchern mit der Aufschrift "Für Jungen" und "Für Mädchen" halte ich für ein Thema das man von meiner Seite aus sehr gern auf die Tagesordnung setzen darf.
- Wulgaru
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
@Seth
Ich sehe das Problem das du dann eine Schleuse öffnest. Was ist sexistisch bzw. in der Hinsicht wie wir es gerade beschrieben haben sexistisch. Immer nur die rosa Karte oder betrifft das auch andere Dinge. Ich würde so etwas nicht als Diskussion führen wollen, schon gar nicht gesetzgeberisch. Ich bin zwar keiner der den freien Markt als heilig betrachtet, aber sowas halte ich schon für einen schwer zu rechtfertigenden Eingriff.
Für mich ist das eher die Existenzberechtigung von Kulturkritik und damit in gewisser Weise auch Anita. Ich weiß das viele die Augen verdrehen wenn sie jemanden hören der sich über rosa Lego beschwert, aber genau solche Artikel, Videos oder Kampagnen machen eben auf das Problem aufmerksam und führen dazu das man sich Gedanken macht.
Zwar heulen dann immer Leute über First World Problems, aber genauso viele Leute machen sich auch Gedanken und das ist wesentlich besser als irgendeine politische Agenda gesetzgeberisch durchzusetzen.
Ich sehe das Problem das du dann eine Schleuse öffnest. Was ist sexistisch bzw. in der Hinsicht wie wir es gerade beschrieben haben sexistisch. Immer nur die rosa Karte oder betrifft das auch andere Dinge. Ich würde so etwas nicht als Diskussion führen wollen, schon gar nicht gesetzgeberisch. Ich bin zwar keiner der den freien Markt als heilig betrachtet, aber sowas halte ich schon für einen schwer zu rechtfertigenden Eingriff.
Für mich ist das eher die Existenzberechtigung von Kulturkritik und damit in gewisser Weise auch Anita. Ich weiß das viele die Augen verdrehen wenn sie jemanden hören der sich über rosa Lego beschwert, aber genau solche Artikel, Videos oder Kampagnen machen eben auf das Problem aufmerksam und führen dazu das man sich Gedanken macht.
Zwar heulen dann immer Leute über First World Problems, aber genauso viele Leute machen sich auch Gedanken und das ist wesentlich besser als irgendeine politische Agenda gesetzgeberisch durchzusetzen.
- (x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
...and then it got complicated.
Kann man so stehen lassen. Nur wird sich nichts ändern, weil Menschen Rudeltiere sind und nicht mal besonders kreative. So durchsichtig in ihrer Handlung.Dann kannst du vermutlich nicht lesen.
Du redest von einer Kleinigkeit, was definitiv keine Kleinigkeit ist, da es seit etlichen Jahrzehnten Millionen von Menschen betrifft. Einerseits sagst du, die Menschen sollen machen was sie wollen aber es scheint doch eher, dass du damit nicht die Menschen meinst, sondern die Industrie. Aus der Richtung hört man ja gerne, dass sich alles von selbst regelt. Das ist jedoch nicht wahr. Würde sich alles von selbst regeln, bräuchte es keine Gesetze, die Grenzwerte oder die Art der Werbung festschreiben, man müsste sich nicht um Betrug kümmern und auch Kartelle und Monopole wären kein Problem und das ist nur ein kleiner Ausschnitt.
- SethSteiner
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Ohne eine Diskussion, kann man nie einen Rahmen erarbeiten und man ist dann immer abhängig davon "dass man sich Gedanken macht" oder "sich alles von selbst regelt". Ich habe ernste Zweifel daran, ob in diesem Land unproblematisch Kinderbücher mit der Aufschrift "Für Schwarze" vertrieben werden könnte. man geht ja seit enigen Jahren nun den Weg der Antidiskriminierung, letztendlich gehört dazu aber eben auch Sexismus nicht mehr als Kleinigkeit zu behandeln und das nicht nur im Hinblick auf den Arbeitsplatz, sondern auch außerhalb. Rosa Lego ist nicht das Problem, eher im Gegenteil, es ist doch eine gute Sache, je mehr Vielfalt desto besser aber Vielfalt hört in dem Moment auf, wo eine Zuordnung erfolgt und ich bin der Meinung, dass hier in einem gewissen Rahmen auch gesetzliche Regelungen existieren sollten. Bspw. in Fällen wo direkt das Geschlecht angesprochen wird, obwohl es schlicht nicht relevant ist, wie wenn im Falle eines Deutschlernbuchs für Mädchen oder Jungen.
