Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Counter-Strike sind kein beachtenswerter Risikofaktor zur Entstehung von Amokläufen an Schulen

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Hahle
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Re: Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Cou

Beitrag von Hahle »

LordBen hat geschrieben:
AtzenMiro hat geschrieben: Keine Ahnung, auf was für einer Schule du warst, aber bei uns auf dem Gymnasium wurde sich geprügelt, getagt, gedealt, erpresst und was weiß ich nicht alles, wie auf jeder anderen Schule.
Das hängt von vielen Faktoren ab. Ich war auf einem Gymnasium in einer relativ wohlhabenden, überschaubaren, bayerischen Kleinstadt und das war ein Hort der absoluten Glückseeligkeit wie man es aus den amerikanischen Klischee-Highschoolfilmen kennt. Wenn sich da jemand auf dem Schulhof geprügelt hat war das ein mittelgroßer Skandal.
Für mich ist's daher bis heute ziemlich befremdlich wenn mir jemand erzählt dass er Schule gehasst hat oder wie schlimm es da zuging. Ich kenn das so einfach überhaupt nicht.
War bei mir nicht anders. Gern hingegangen bin ich trotzdem nicht. Dafür war es meist einfach zu langweilig. :)

Dass Amokläufe gehäuft an Gymnasien auftreten ist doch genau die gleiche dumpfe Pauschalisierung wie dieser Unsinn mit Ego-Shooter-Spielen.
In Emsdetten und in Winnenden war es z.B. eine Realschule.
tr1on
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Re: Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Cou

Beitrag von tr1on »

Sharkie hat geschrieben: Wollte jetzt eigentlich gar nicht auf soetwas hinaus - meine Frage war eher rhetorischer Natur, da ich Deine Darstellung einer über weite Strecken lobbymanipulierten Presselandschaft, mit Verlaub, abwegig finde.


Na, aber auf dieser Seite gehts doch primär um Spiele, oder nicht? :D
Klaro, es gibt sicherlich solche Medien. Weiterhin gibt es Medien, die solche Skandalisierungen (ganz ohne äußere Einflussnahme) quasi zum Selbstzweck betreiben, weil der kalkulierte Skandal ihre Existenzgrundlage ist. Und dann gibt es Medien, die so einen Schund eben nicht tun, oder zumindest alle Seiten zu Wort kommen lassen. Die Presselandschaft hierzulande ist und bleibt vielfältig, da kann man nicht plausibel eine weitreichende Manipulation durch ein wie auch immer geartetes Establishment unterstellen.

Nur mal ein Beispiel: Dieser Artikel aus dem Jahr 2012 (um mal ein zweifelsfrei "etabliertes" Medium zu nehmen) beschäftigt sich mit der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises an Crysis 2. Es geht darin u.a. auch darum, dass ein notorisch reaktionärer CDU-Politiker herummosert, der Preisträger sei ja ein ganz schlümmes "Killerspiel", weswegen man vielleicht mal überlegen solle, die Jury neu zu besetzen. Was selbstredend komplett indiskutabel ist, keine Frage.


Gerade der Spiegel steht (neben der BILD) für (sehr) tendenziösen Journalismus, bei der häufig nur eine Seite zu Gehör kommt. Bei vielen wichtigen politischen und gesellschaftspolitischen Themen (Nahostkonflikt => der "böse" Israeli; Ukraine-Konflikt => der "böse" Russe; Russland allgemein; Griechenland und der € => wie der "böse" Deutsche alles verbrochen hat: gerne auch der Klimawandel; der Islam und die "dummen" Ossis; "Genderphilie"; (Un-)Sinn der Energiewende...
Da gibts noch jede Menge mehr Themen, aber genug! :lol:

Der - von dir gepostete - Link beschreibt im Prinzip nichts anderes, als das viele heutige Politiker nur noch einen unzureichenden Bezug zur Realität besitzen. "Pädagogisch wertvoll" ist wieder ein (Kampf-)Begriff, in den sich vieles hinein interpretieren lässt. Natürlich ist Crysis2 nix für Kleinkinder und 8-12jährige, aber es ist die Sache der Eltern hier aufzupassen, nicht die des Staates/der Politik. Der Staat sollte sich auf seine Kernthemen beschränken, statt ständig ins Privatleben seiner Bürger hineinpfuschen zu wollen. Wenn Crysis2 2012 das beste deutsche Spiel war, sollte es diesen Preis bekommen, ganz einfach.
Und noch eine Bitte am Rande: Wenn Du hier Game-of-Thrones-Spoiler reinschreibst, dann nutze dafür bitte auch die Spoilerfunktion. Danke. :)
Sorry, bin davon ausgegangen, dass Interessierte die 4. Staffel schon kennen würden. Schließlich lief sie nicht nur bei Sky, sondern auch im freetv. :wink:
Zuletzt geändert von tr1on am 13.04.2015 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Wigggenz
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Re: Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Cou

Beitrag von Wigggenz »

tr1on hat geschrieben:Gerade der Spiegel steht (neben der BILD) für (sehr) tendenziösen Journalismus, bei der häufig nur eine Seite zu Gehör kommt.
Das ist mit Sicherheit nicht abstreitbar, aber welches journalistische Medium steht denn für nicht-tendenziösen bzw. wenig tendenziösen Journalismus?
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Kajetan
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Re: Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Cou

Beitrag von Kajetan »

Imperator Palpatine hat geschrieben:Nein bzw nur sehr sehr bedingt bzw. einem theorethischen Level.
Genau DAFÜR wird es auch benutzt. Am Anfang, um den Rekruten theoretische Grundlagen von taktischem Verhalten beizubringen. Dass dies kein Ersatz for the real deal ist, keine Frage.
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PickleRick
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Re: Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Cou

Beitrag von PickleRick »

Trimipramin hat geschrieben:Und nun bitte eine Studie in Zusammenarbeit mit Sportschützen.
Ernsthaft?
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Alter Sack
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Re: Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Cou

Beitrag von Alter Sack »

Wigggenz hat geschrieben:
tr1on hat geschrieben:Gerade der Spiegel steht (neben der BILD) für (sehr) tendenziösen Journalismus, bei der häufig nur eine Seite zu Gehör kommt.
Das ist mit Sicherheit nicht abstreitbar, aber welches journalistische Medium steht denn für nicht-tendenziösen bzw. wenig tendenziösen Journalismus?
Naja ich würde da vielleicht Die Zeit nennen. Tendezen haben alle ist nur die Frage wie stark.

Ich denke das er auch SPON meint. Das Printmagazin vom Spiegelverlag ist noch OK auch wenn einige Redakteure für beides schreiben. SPON geht aber mittlerweile gar nicht mehr. Die sind auf Bild-Niveau angekommen ...
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Kajetan
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Re: Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Cou

Beitrag von Kajetan »

Alter Sack hat geschrieben:Ich denke das er auch SPON meint. Das Printmagazin vom Spiegelverlag ist noch OK auch wenn einige Redakteure für beides schreiben. SPON geht aber mittlerweile gar nicht mehr. Die sind auf Bild-Niveau angekommen ...
Das liegt am Geschäftsmodell. Print verkauft über Titelbild am Kiosk und Abos, Online verkauft über Klickgeneratoren wie Bildstrecken und Provokationen wie Fleischhauer, der den Schubladenpöbler vom rechten Rand gibt, so wie Augstein auf linker Gutmensch macht.
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Kobba
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Re: Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Cou

Beitrag von Kobba »

Es wundert aber nicht wenn manche den Eindruck bekommen das wir gleichgeschaltete Medien hätten. Das liegt aber schlussendlich daran dass Recherche für viele Journalisten ein Fremdwort ist, (wo nicht zuletzt der Wettbewerb dran Schuld ist) das fällt besonders dann auf wenn ne Falschmeldung in allen möglichen Zeitungen und Nachrichten-Sendungen verbreitet wird. Jüngstes Beispiel wäre hier das Foto von dem angeblichen Amok-Piloten, hätte sich nur ein einziger 1 Minute Zeit genommen, hätte er sofort feststellen können, hey moment mal, das is garnich der Co-Pilot auf dem Foto, sondern nur jemand mit dem selben Namen. Aber aufgrund des Wettbewerbs, also dem Umstand in allem erster bzw. zweiter sein zu müssen, schreibt man einfach irgendwo ab, und wenns von der DPA ist, selber recherchieren dauert viel zu lange, aber daran sind die Konsumenten nicht ganz unschuldig.
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Imperator Palpatine
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Re: Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Cou

Beitrag von Imperator Palpatine »

Kajetan hat geschrieben:
Imperator Palpatine hat geschrieben:Nein bzw nur sehr sehr bedingt bzw. einem theorethischen Level.
Genau DAFÜR wird es auch benutzt. Am Anfang, um den Rekruten theoretische Grundlagen von taktischem Verhalten beizubringen. Dass dies kein Ersatz for the real deal ist, keine Frage.

Wie ich am Ende auch erwähnte: " Ich stimme dir allerdings insofern zu dass für trainiertes und erfahrenes Personal ! derartige Simulationen als unterstützende Visualisierung zu Trainingszwecken hilfreich sein können. "
Diesbezüglich sind wir also einer Meinung :wink:

Ein wirklich " realistisches " Militärvideospiel wäre absolut langweilig . Nun ja zumindest für ca 95 % der Spielerschaft.
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 13.04.2015 14:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Alter Sack
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Re: Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Cou

Beitrag von Alter Sack »

Kajetan hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:Ich denke das er auch SPON meint. Das Printmagazin vom Spiegelverlag ist noch OK auch wenn einige Redakteure für beides schreiben. SPON geht aber mittlerweile gar nicht mehr. Die sind auf Bild-Niveau angekommen ...
Das liegt am Geschäftsmodell. Print verkauft über Titelbild am Kiosk und Abos, Online verkauft über Klickgeneratoren wie Bildstrecken und Provokationen wie Fleischhauer, der den Schubladenpöbler vom rechten Rand gibt, so wie Augstein auf linker Gutmensch macht.
Ja das stimmt schon aber das greift bei denen mittlerweile sogar auf die News über. Bei den Kolumnen lasse ich das ja auch noch gelten aber wie gesagt hat das Ausmaße bei denen angenommen die gehen gar nicht mehr. Bei der Bild kann ich sagen das ist Proletentum aber vom Spiegel erwarte ich was anderes.
Früher hieß das "Im Zweifel Links". Das Wort Zweifel wurde gestrichen und das Links in Polemisch umgetauft.

Wie man hört werden dort sogar Forenbeiträge zensiert die nicht ins Meinungsbild passen. Das schafft noch nicht mal Bild.
tr1on
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Re: Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Cou

Beitrag von tr1on »

Wigggenz hat geschrieben: Das ist mit Sicherheit nicht abstreitbar, aber welches journalistische Medium steht denn für nicht-tendenziösen bzw. wenig tendenziösen Journalismus?
Gut, es ist vielleicht nur meine subjektive Wahrnehmung, aber früher war der (immer schon rot-gefärbte ) Spiegel generell regierungskritisch. Ganz gleich, ob nun CDU/CSU oder die SPD gerade regierte. Es mag an der GroKo liegen und an der Tatsache, dass jedes große Medium mittlerweile direkt aus Berlin berichtet und sich Journalisten und Politiker dadurch immer mehr gemein machen, wie Roland Tichy unlängst in einer Polit-Talkshow anmerkte,

Die eigentliche Frage ist doch: Wozu sind private Medien da? Um die Meinung der Regierung immer und immer wieder zu wiederholen? Um die Bevölkerung politisch-korrekt zu erziehen? Oder um dem Leser/Zuschauer ein möglichst vielschichtiges und ausgewogenes Angebot zu machen, dass er beim Staatsfernsehen nicht bekommt und auch nie bekommen wird? Es geht mir gar nicht darum, ob eine Zeitung nun etwas mehr links oder konservativ angehaucht ist. Es geht darum sich von seinen eigenen politischen Vorlieben auch mal zu lösen und fair zu berichten, kein politischer Dogmatismus bei zum Himmel schreiendem Unrecht. Gerade das macht Unabhängigkeit aus! Von einer Partei, einer Lobby, der Regierung etc. pp.

SpOn hat umlängst massig Artikel rausgehauen, die dem (vornehmlich deutschen) Leser erklären, warum er als Finanzier des dt Staates gefälligst über 280 Mio. € nach Griechenland zu überweisen hat und er dabei ja noch gut wegkommt. :lol: Dazu ein höchst moralisierender Leitartik von Gesine Schwan über das deutsche Übel im 20. Jhrd. und das es uns eine Herzensangelegenheit sein sollte, das Porte­mon­naie immer wieder aufzumachen, wenn sich ein anderes europäisches Land gnadenlos verschuldet hat. Also - für wen berichtet der Spiegel da? Für den deutschen Arbeiter / Angestellten, dem die Steuern über den Kopf wachsen und der den ganzen "Spaß" bezahlt? :D
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ZackeZells
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Re: Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Cou

Beitrag von ZackeZells »

Imperator Palpatine hat geschrieben: Ein wirklich " realistisches " Militärvideospiel wäre absolut langweilig . Nun ja zumindest für ca 95 % der Spielerschaft.
Gabs vor ca 10 Jahren nicht einen Ego-Shooter der vom US-Militär als Rekrutierungsspiel für die Army dienen sollte?
Das sollte laut beschreibung sehr realistisch sein, mir war es zu langweilig und habe es nach 30 Minuten von der Platte gefegt.
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Imperator Palpatine
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Re: Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Cou

Beitrag von Imperator Palpatine »

ZackeZells hat geschrieben:
Imperator Palpatine hat geschrieben: Ein wirklich " realistisches " Militärvideospiel wäre absolut langweilig . Nun ja zumindest für ca 95 % der Spielerschaft.
Gabs vor ca 10 Jahren nicht einen Ego-Shooter der vom US-Militär als Rekrutierungsspiel für die Army dienen sollte?
Das sollte laut beschreibung sehr realistisch sein, mir war es zu langweilig und habe es nach 30 Minuten von der Platte gefegt.
" Americas Army " .
Wo man erst die komplette Ausbildung eines Protagonisten durchspielen musste bevor man auch nur die Hand an eine virtuelle Waffe legen durfte. Ironischerweise war ein Großteil der Spieler Militärangehörige....

Und aus eben jenen Gründen absolut abschreckend und langweilig für den " normalen " Gamer.
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ZackeZells
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Re: Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Cou

Beitrag von ZackeZells »

Verstehe, die waren wohl "patriotisch" :D
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Wigggenz
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Re: Spielkultur - Ergebnis einer Studie: Ego-Shooter wie Cou

Beitrag von Wigggenz »

tr1on hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben: Das ist mit Sicherheit nicht abstreitbar, aber welches journalistische Medium steht denn für nicht-tendenziösen bzw. wenig tendenziösen Journalismus?
[...]
Was du zum Spiegel zu sagen hast ist ja schön und gut, die Probleme beim Spiegel sind bekannt, aber das beantwortet die Frage kein bisschen.