Sid6581 hat geschrieben:
Danke, sowas dachte ich mir schon, leo.org hat da eine echte Lücke.
dict.cc ist da Dein Freund, der Wortschatz ist recht gewaltig, fuer unglaublich viele Sprachen
irgendwann bin ich als maennlicher Gamer in der Minderheit, dann , ja dann hau ich auch auf den Putz fuer alles was sich gegen Maenner und/oder Gamer richtet. Gibt es ja jetzt noch ueeberhaupt nicht, Sexismus gegen Maenner und Nerdfeindlichkeit gibt es naemlich nicht....
Puh, bin froh dass es Leute wie @icequeenerika gibt.
Ich dummer Naivling fand den "Spruch" einfach nur nett und habe das eher so ausgelegt, dass der "Tote"/seine Reaktion damit "kritisiert" wurde (sofern überhaupt irgendjemand/etwas). Dass das aber ein Skandal war hätte ich gar nicht gemerkt.
Daher bin ich für solche aufrichtigen Leute dankbar. Und gehe in Zukunft mit offeneren Augen durchs Leben.
@icequeenerika hat geschrieben:Transmisogyny is not acceptable in 2015.
Auch wenn ich das Wort googlen musste ( ), würde ich ihr da natürlich zustimmen. Allerdings erkenne ich nicht ganz, wieso das ein Grund sein sollte diesen Spruch zu entfernen.
Erstens, weil er in meinen Augen nur für wirklich sehr dünnhäutige Menschen diskriminierend ist und Zweitens...
Wikipedia hat geschrieben:Pillars of Eternity spielt in der eigens von Obsidian erdachten Fantasywelt Eora, die technologisch an das europäische Mittelalter und die frühe Renaissancezeit angelehnt ist,[...]
Die Kritik hier hat für mich damit ähnlich Qualität, wie die, die zuletzt an Witcher aufgeflammt ist: Es wird völlig vernachlässigt, dass diese kontroversen Dinge sich eben nicht auf 2015, sondern auf die Gesellschaft einer relativ fernen Vergangenheit beziehen. Das ist ungefähr so, als würde ich die Sklaverei bei AC: Black Flag kritisieren und Washington durch einen schwarzen Präsidenten ausgetauscht sehen wollen - weil alles andere 2015 "not acceptable" ist.
Klar, man kann bei den ersten beiden Beispielen immer noch argumentieren, dass es Fantasy-Welten sind und die Autoren daher die Freiheiten haben solche Sachen auszulassen, aber letztendlich schadet das auch irgendwo der Glaubwürdigkeit der Welt.
Wobei wir ja hier sogar nur über einen lächerlich unwichtigen Limerick reden...
Volle Zustimmung von meiner Seite. Natürlich kann man das, wie alles andere, maßlos übertreiben. Aber prinzipiell muss das doch in einer freien Gesellschaft erlaubt sein. Und ein 6-Zeilen-Gedicht ist von "maßlos übertrieben" mal ganz einfach derart weit entfernt
@Limerick: Ich fand den alten lustig. Den neuen aber auch. Obsidian hat goldrichtig gehandelt, und der Autor hat gezeigt, dass der Klügere letztendlich nachgibt. Respekt.
steppen_riegel hat geschrieben:Einfach nur noch lächerlich. Manche Menschen haben einfach zu viel Zeit um sich über sowas aufzuregen... Arme Tropfen.
"Es gibt in jedem Dorf einen Volltrottel! Es gibt in jeder Familie einen Vollidioten mit dem keiner was zu tun haben möchte. Aber die will ich doch dann nicht noch in der Tagesschau sehen."
(Volker Pispers)
Hätte diese/dieser Vollidiot(in) ihren/seinen sinnfreien Vorwurf einfach auf Twitter gepostet und nur die ähnlich kranken sich daran beteiligt wäre der lustige und gute Reim auch jetzt noch im Spiel.
Aber nein, es gibt immer mindestens einen noch größeren Vollidioten aus der Medienlandschaft, der das ganze dann der (meist eher wenig involvierten) Masse publik macht. Mich wundert ein wenig, dass Merkel dazu noch nicht Stellung bezogen hat um diese dann planmäßig in 2 Wochen zu widerrufen...
"Was kümmert es die stolze Eiche wenn das Borstenvieh sich daran schuppt?"
Ehrlich gesagt sehe ich nicht, was diese Transgender für ein Problem haben.
Man könnte genau so gut "turned out a man" ersetzen durch "turned out real old". Soll das heissen alte Frauen sind schlecht? Oder dass man nicht mit alten Frauen schlafen soll?
Nein. Alles was es aussagt, ist dass Firedorn eben sexuelle Präferenzen hat, wie jede andere Person auch.
Hmm...mal sehen, ob's noch deutsche Slang-Wörter gibt, die ich zuletzt verpasst habe. :wink:
Wo's gerade um Transgender- und ggf. daran anschließende Sexualitätsgeschichten geht:
Die Twitter-Furien sollten sich gelegentlich mal Personen aus der Kategorie sapiosexual anlachen
(okay, geschenkt - alte Lateiner brauchen jetzt nicht nach der Bedeutung zu suchen!).
#Ironie off - das Hashtag, das fortan zur Absicherung ans Ende eines jeden Textes gehört.
Ist es nicht auch diskriminierend, wenn man über Transgender keine Witze machen darf? Ich meine, damit werden sie ja auch auf eine andere Stufe gestellt.
Nichts ist schlimmer, als wenn sich selbst jemand zu ernst nimmt oder Witze als Angriff versteht. Es gibt gewisse Grenzen, aber hier wurde definitiv keine übertreten. Nachvollziehbar, dass Obsidian nachgibt um in keine Genderdiskussion zu verfallen, aber trotzdem schade, dass diese humorlosen Wichtigtuer hier einen Sieg errungen haben. Die Möglichkeit zurückzumodden ist hierbei unwichtig.
Wird Zeit, dass sich Monthy Python wieder zusammenrafft um ein bisschen auf den Putz zu hauen.
Es ist NICHT normal. Nur weil etwas gesellschaftlich akzeptiert wird, ist es noch LANGE nicht normal.
Und das ist auch gut so.
Was verlangt man eigentlich von den Leuten ? Politicl Correctness ? Wenn man selber immer wieder beweist, dass mn ja gegen alles und jeden schiessen kann (Und ja, dass koennen Transgender ganz gut...) aber wenn man selbst mal schlucken muss gleich das weinen anfangen ? Und das am besten noch als Emo, welcher ja wahrscheinlich durch ein Ach-so-schlimmers Elternhaus musste und nun Borderline-Skateboard f#hrt ?
Kotzen mich solche Debatten an....ernsthaft.
Wir habe früher gesagt : Heult nicht rum, geht raus, spielen....
Eines vorweg: ich habe selber Personen mit transgender-Hintergrund sowohl im engeren Bekanntenkreis als auch in der Familie und weiß, dass diese Leute auf dem Weg zu ihrer neuen - aber eigentlich alten - geschlechtlichen Identität durch eine ziemliche persönliche Hölle gehen und es nicht so ganz einfach haben, im Bezug auf dieses Thema "eine härtere Haut" zu entwickeln oder "sich halt nicht so anzustellen".
Eine transgender-Person ist gezwungen, sowohl ihr inneres, persönliches wie auch ihr äußeres, soziales Selbst vollkommen auf den Kopf zu stellen, und zwar vor den Augen aller Menschen, mit denen sie guten oder schlechten Kontakt pflegt. Ein transgender-Outing und die folgenden Prozesse sind deutlich radikaler, folgenreicher und öffentlicher als zB ein Outing als Homosexueller. Man muss sich erst einmal selbst eingestehen, dass man in die fundamentaleste Kategorie, in die Menschen einander überhaupt einordnen - Mann oder Frau - nicht hineinpasst, dass man also der größtmögliche Freak ist - und will man dies ändern, dann muss man diese privateste, innerste Zerrissenheit nach außen tragen, zu Ärzten, Psychologen, Amtspersonen - und in der direkte und indirekte persönliche Umfeld, das bestenfalls mit Verständnis, aber zumeist initial zumindest mit Unglaube, wenn nicht mit Ablehnung, oder, noch schlimmer, mit Hohn und Spott reagiert. Eine uneingeschränkt positive Reaktion erlebt so gut wie kein transgender, nicht mal - besonders nicht - im engsten Familienkreis.
Und das macht bitter. Es macht bitter, genau zu wissen, dass die eigene Identität vom gesamten Umfeld als rechtfertigungspflichtig betrachtet wird, dass man gezwungen ist, sein innerstes Selbst vor jedem Krethi und Plethi entblößen zu müssen - "Nein, sorry, nicht Frau X, sondern Herr X!" - und genau zu wissen, dass jeder Horst zumindest mental mit den Augen rollt. Viele transgender wünschen sich geradezu, "nur homosexuell" zu sein, denn das sieht einem keiner an der Nasenspitze an und dafür muss man nicht zum Amt laufen und sich nicht operieren lassen. Tatsächlich haben zwei von drei transgendern, die ich kenne, es zunächst mal mit einem Outing als Homosexueller versucht, in der Hoffnung, erst mal nur damit durchzukommen und in Ruhe gelassen zu werden.
Der langen Rede kurzer Sinn: transgender haben es echt nicht einfach und als "Normalo" kann man sich überhaupt nicht vorstellen, wie es ist, dieses Leben zu führen, welche persönlichen Abgründe man durchschreiten muss und wie nackt man sich vor allen Leuten macht. Selbst wenn hinterher alles gut gelaufen ist und man sich glücklich fühlt - die Narben dieser Übergangszeit bleiben, wörtlich und bildlich.
Wir "Normalos" müssen also immer ein bisschen vorsichtig sein, wenn wir "diese blöden Minderheiten" dazu auffordern, "sich nicht so anzustellen". Es gibt immer solche und solche, und meiner Erfahrung nach gehört gerade die Minderheit der transgender-Personen zu den Gruppen, auf die man in besonderer Weise Rücksicht nehmen muss - denn, ganz platt gesagt, die haben *echt* Grund zu jammern.
This said, halte ich die Aufregung im aktuellen Fall für vollkommen übertrieben. Ich verstehe zwar, siehe oben, dass es Personen geben kann, die geneigt sind, sich selbst an einer solchen Sache aufzuhängen - aber der Witz in diesem kleinen Limerick ging tatsächlich eher nicht auf Kosten von transgendern, sondern auf Kosten ihres Umfeldes. Hier muss man dann eigentlich eher Perspektiven geraderücken, ein Punkt, in dem einen die meisten transgender, die über den unmittelbaren Kampfzustand hinweg sind, übrigens vollkommen zustimmen würden - für die eigene psychologische Entwicklung ist es nämlich enorm wichtig (und Bestandteil der entsprechenden Therapien), Sensibilitäten weitestmöglich zu normalisieren. - Wenn man zu diesem Umstand noch den Hysteriemultiplikator "Internet" bedenkt, kommt man eigentlich recht schnell darauf, dass man in einem Fall wie dem vorliegenden keinesfalls "einknicken", sondern den problematischen Text erhalten und die Diskussion ertragen sollte.
Oder wie mein Cousin, geborene Cousine, es gestern formuliert hat: "Ihr Typen habt auch echt sonst keine Probleme im Leben, oder?"