OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft die Reste des Unternehmens

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Bambi0815
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Re: OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft d

Beitrag von Bambi0815 »

diese technologie ist eine sackgasse. vllt auf smartphones ....

aber eins ist klar .... ich werd das nie unterstützen. genau wie ich heute so gut wie keine spiele mehr spiele weil ich diese gier in der spielebranche nicht unterstütze.
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lAmbdA
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Re: OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft d

Beitrag von lAmbdA »

Bambi0815 hat geschrieben:weil ich diese gier in der spielebranche nicht unterstütze.
Als wären wir da besser. Alles in 4k mit unendlich content und komplett neu aber genauso geil wie virher für umsonst.

Die Bandbreite bei diesem Thema find ich erstmal vernachlässigbar. Solange wir nicht an einem Fleck wohnen, wirds eine reale distanz geben die virtuell nicht umgangen werden kann. Vllt. Kann man die latenz hier und da kaschieren, aber solange es keine Technologie gibt, die diese auf ein nicht wahrnehmbares Maß reduziert, ist das Thema uninteressant. Der Mensch reagiert nunmal enorm sensibel auf verzögerte Reaktionen.
Bambi0815
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Re: OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft d

Beitrag von Bambi0815 »

ja latenzen sind die killer. kleinste delays und der mensch reagiert darauf so stark wie auf einen fehler in der matrix. wir menschen leben in einer physikalischen welt. wir sind ihnen ununterbrochen ausgeliefert. auf kleinste physikalische unregelmässigkeiten, sei es das bouncen eines balles auf einer weise die nicht nach naturgesetzen abläuft, reagiert der mensch extrem.
CritsJumper
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Re: OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft d

Beitrag von CritsJumper »

Doch das hat bestimmt noch ein Coming Back: In Transit-Bereichen also in Autos, Flugzeug, Bus, Raumstation, auf Schiffen, Hotels/Motels. Vielleicht auch im Computerraum an Unis und Schulen oder Bibliotheken. Studentenwohnheimen oder als Dienstleistung in Wolkenkratzern.

Es gibt halt genug etablierte Bereiche die aktuell auch noch Erfolgreich sind. Deswegen halte ich es eben für nicht ausgeschlossen zu Behaupten das wird nie was.

Die einzige Politik welche diesbezüglich aber mal wieder hervorragend Betrieben wird ist die Blockade. Solange Sony jetzt den Fuß drauf hat kann sie einfach verhindern das Konkurrenten es Nutzen. Selbst Steamen sie bald ihre Spiele auf die Vita, PS4 und ihre Smartphones. Vielleicht auch wieder auf ihre Fernseher. Der PC bleibt dann Markt zerstörerisch außen vor. :/

Das Streamen ist natürlich blöd, aber ein wenig Gewünscht das es zumindest die PC-Konsolen-Exklusivität komplett auflöst. Hatte ich schon. Aber ja auch genau weil OnLive das nicht schaffte, musste es Scheitern.

Aber wir sehen ja ohnehin bei der übernächsten Konsolengeneration wohin das führt ;)
Meiner Meinung nach hat Valve, die Bedrohung als einzige Partei es richtig erkannt (!) und sofort auf Vielfalt mit Mac OS/Linux/Steam OS gesetzt und das In-Home-Streaming integriert. Mit den "Steam Machines" zumindest das "Konsolen-PC-Leben" um eine weitere Generation verlängert.
Bambi0815 hat geschrieben: Wir Menschen leben in einer physikalischen Welt. wir sind ihnen ununterbrochen ausgeliefert. Auf kleinste physikalische Unregelmäßigkeiten, sei es das Springen eines Balles auf einer Weise die nicht nach Naturgesetzen abläuft, reagiert der Mensch extrem.
Zum Großteil ja, aber wenn man genau hinschaut ist es komplizierter. Es gibt eine Grenze ab der man das nicht mehr merkt ob die jetzt bei 30fps oder bei 60fps oder bei 120fps liegt, oder bei einer Reaktionszeit von 60 Millisekunden oder 5 Millisekunden. Daher ist die Formulierung von kleinsten Verzögerungen eben schwammig. Vielleicht auch ganz unterschiedlich von Mensch zu Mensch.

Zur physischen Wahrnehmung: Es ist bekannt das ein Gehirn einen Ausgleich schafft um sehr schnelle Abläufe auszugleichen, es projiziert quasi ein erwartetes Ereignis der Zukunft in die Gegenwart. Im Beispiel aus der optische Wahrnehmung, das mit dem Ball und seiner Flugbahn.

Das selbe merkt man aber doch auch bei Videospielen. Spielt man das aller erste mal etwas komplett unvertrautes ist man erstmal von der Informationsflut überschüttet, wenn man nicht schon etwas Vergleichbares erlebte. Mit und mit fühlt man sich Zuhause und immer umfangreichere Spielmechaniken werden einem bewusst und auch die Reaktionszeit nimmt mit der Spielerfahrung ab, so das man immer Schneller reagieren kann.
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Alter Sack
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Re: OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft d

Beitrag von Alter Sack »

Kajetan hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:Da bin ich mir noch nicht so sicher (auch wenn ich mir das Gleiche wie du wünsche).
Nochmal ... meine Einschätzung hat nichts damit zu tun, was ich mir wünsche oder nicht wünsche. Bei Game-Streaming bin ich, wie bei vielen anderen Dingen, bei denen ich nicht gezwungen werde dafür Geld auszugeben, recht neutral. Wers haben will, der soll doch. Ist ja seine Sache.

Meine Einschätzung basiert auf dem rasend schnellen Mißerfolg von Onlive und dem Umstand, dass auch sonst nur sehr wenige Firmen eher halbherzig und in kleinem Rahmen damit herumexperimentieren.

...
Entschuldige aber ich bleibe da skeptisch das es ein Misserfolg wird. Auch wenn ein Unternehmen in relativ kurzer Zeit damit Insolvenz gegangen ist heißt das noch nicht das man das zu Grabe tragen muss.

Ob und wann es sich durchsetzen wird ist wohl fraglich aber Anwendungsbereiche gibts definitiv dafür. Warum sich OnLive nicht damit etabliert hat müsste man mal genauer untersuchen aber die Antwort das es keinen Markt dafür gibt ist für mich zu einfach.
Ich vermute das sie sich mit dem PC als hauptsächliche Grundlage zwar den technisch einfachsten Weg gewählt haben aber den wirtschaftlich schlechtesten. Dafür ist der PC-Markt zu fragmentiert. Alle anderen Plattformen haben sie ja mehr oder weniger stiefmütterlich behandelt. Hinzu kommt ein vorzugsweise eher unbeliebtes Abomodell. Auch technisch scheint mir das Ganze noch nicht ausgereift genug zu sein aber das ist nur ne Frage der Zeit.
Wie gesagt mag ich solche Dinge überhaupt nicht da man sich noch mehr in die Abhängigkeit von Unternehmen begibt.
Aber ... und jetzt kommt das große ABER. Technisch ist das 1000mal interessanter als z.B. Steam und Co. Accountbindung und DRM hab ich bei Steam auch nur beim Streaming muss ich mich so gut wie gar nicht mehr um meine Hardware kümmern, egal um welche und egal wie leistungsfähig. Auch Downloads oder Patches interessieren mich Null. Auch der Ort wo ich bin ist egal. Die Möglichkeiten die ein gutes Streaming bieten könnte sind schon extrem. Das mit den Latenzen und Übertragungsraten ist bestimmt noch ein Problem aber das ist wie bei allen neuen Entwicklungen nur eine Frage der Zeit.
Ob die Zeit jetzt schon reif ist dafür wage ich auch mal eher zu bezweifeln aus diversen Gründen aber das es das Ende vom Streaming ist eher nicht. Dafür sind die Möglichkeiten einfach zu groß. Siehe Film oder Musik wo das mittlerweile zum Standard wird. Und Videospiele sind auch nur ein Unterhaltungsmedium.
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Kajetan
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Re: OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft d

Beitrag von Kajetan »

Alter Sack hat geschrieben:Entschuldige aber ich bleibe da skeptisch das es ein Misserfolg wird.
Es IST ein Mißerfolg.
Auch wenn ein Unternehmen in relativ kurzer Zeit damit Insolvenz gegangen ist heißt das noch nicht das man das zu Grabe tragen muss.
Diesen Spruch habe ich immer dann gehört, wenn viel gutem Geld noch mehr gutes Geld sinnlos zum Fenster raus nachgeworfen wurde :)
Ob und wann es sich durchsetzen wird ist wohl fraglich aber Anwendungsbereiche gibts definitiv dafür. Warum sich OnLive nicht damit etabliert hat müsste man mal genauer untersuchen aber die Antwort das es keinen Markt dafür gibt ist für mich zu einfach.
Das ist aber die Antwort. Game-Streaming hat keinen Platz in einem bereits gesättigten Angebot. Es gibt bereits für jede Nachfrage ein Angebot und der Marketingaufwand, um für Game-Streaming eine entsprechend große Nachfrage zu erzeugen, die über das bloße Nischendasein für ganz spezifische Fälle hinausgeht, der übersteigt jeden Gewinn, den man damit erzielen könnte, bzw. würde eine Preisstruktur erfordern, die so ein Angebot einfach unattraktiv machen wird.
Auch technisch scheint mir das Ganze noch nicht ausgereift genug zu sein aber das ist nur ne Frage der Zeit.
Technisch war das schon sehr solide. Wahrnehmbare Latenzen gab es nur bei schnellen AAA-Shootern, wo entsprechende Datenmengen schnell übertragen werden mussten. Für alles andere war Onlive technisch bestens geeignet.
Wie gesagt mag ich solche Dinge überhaupt nicht da man sich noch mehr in die Abhängigkeit von Unternehmen begibt. Aber ... und jetzt kommt das große ABER. Technisch ist das 1000mal interessanter als z.B. Steam und Co. Accountbindung und DRM hab ich bei Steam auch nur beim Streaming muss ich mich so gut wie gar nicht mehr um meine Hardware kümmern, egal um welche und egal wie leistungsfähig. Auch Downloads oder Patches interessieren mich Null. Auch der Ort wo ich bin ist egal. Die Möglichkeiten die ein gutes Streaming bieten könnte sind schon extrem. Das mit den Latenzen und Übertragungsraten ist bestimmt noch ein Problem aber das ist wie bei allen neuen Entwicklungen nur eine Frage der Zeit.
Ob die Zeit jetzt schon reif ist dafür wage ich auch mal eher zu bezweifeln aus diversen Gründen aber das es das Ende vom Streaming ist eher nicht. Dafür sind die Möglichkeiten einfach zu groß. Siehe Film oder Musik wo das mittlerweile zum Standard wird. Und Videospiele sind auch nur ein Unterhaltungsmedium.
Sicher. Man kann sich Vorteile für Streaming herbeikonstruieren. Gar keine Frage.

Das Problem ist aber ... das sind nur herbeikonstruierte Gründe, die einem Großteil der Kundschaft am Arsch vorbeigehen. Eine gute KI ist sehr guter Verkaufsgrund, weil es das Spiel besser macht. Doch verkaufstechnisch spielt eine gute KI im Massenmarkt keine Rolle, weil so ein Feature für einen Großteil der Kunden nicht relevant ist. Und genau aus dem Grund bewegt sich das Niveau von KI in AAA-Spielen nicht über das Skriptniveau hinaus, welches man schon vor zehn Jahren hatte.

Du musst bei solchen Sachen immer genau unterscheiden zwischen dem Verkaufsargument, welches man sich ausdenken kann, dem Verkaufsargument, welches man dem Kunden als Argument andrehen kann und dem Verkaufsargument, wo der Kunde von alleine darauf kommt, dass dies ja toll ist. Argument 1 gibt es vor allem in der Konzeptionsphase en masse. Weil es viele Gründe geben kann. Argument 2 ist dann Bestandteil von Marketing-Kampagnen, wo man Kunden bei der Kaufentscheidung "nachhelfen" kann. Argument 3 ist das Ideal, wonach sich jede Firma sehnt. Ein Produkt, ein Angebot anbieten können, welches sofort überzeugt.

Was Du hier sagst mit Plattform-Unabhängigkeit, das ist durchaus valide. Aber wie die Sache mit der KI, ist sie für einen Großteil der Kundschaft nicht relevant. Game-Streaming wird nur Nische bleiben. Im besten Falle.

Aber Game-Streaming wird noch eine Weile ein (kleines) Thema bleiben, weil man im Bereich Mukke und Film/TV sieht, wie hier Streaming geradezu explodiert. Was aber diejenigen, die daraus schliessen, dass dies auch im Bereich Games möglich sein sollte, nicht beachten, das ist der Umstand, dass Musik- und Film-Streaming Kundengruppen bedienen, die vorher noch nicht von der Musik- und Filmindustrie angesprochen wurden, deren Bedürfnisse durch Filesharing befriedigt wurde. Game-Streaming ist aber nichts, was großen Gruppen potentieller Kunden im Spielebereich irgendwie gefehlt hat. Wie bereits gesagt, für mich ist Game-Streaming ein Angebot mit maximal nur einer sehr kleinen Nachfrage.

Natürlich kann ich mich langfristig täuschen. Natürlich können Entwicklungen eintreten, die Game-Streaming plötzlich attraktiver machen, als es ist. Will ich gar nicht ausschliessen. Aber nach derzeitigem Stand ist das ein Pferd, von dem man bitte absteigen sollte, weil es bereits streng riecht.
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Alter Sack
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Re: OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft d

Beitrag von Alter Sack »

Naja wir werden es sehen ...
CritsJumper
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Re: OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft d

Beitrag von CritsJumper »

Aber Game-Streaming wird noch eine Weile ein (kleines) Thema bleiben, weil man im Bereich Mukke und Film/TV sieht, wie hier Streaming geradezu explodiert.
Es IST ein Mißerfolg.
Ja du hast recht und mich jetzt total überzeugt. Ich mein bei so viel schlecht herbei konstruierten Gründen kann das nur stimmen.
Game-Streaming hat keinen Platz in einem bereits gesättigten Angebot. Es gibt bereits für jede Nachfrage ein Angebot und der Marketingaufwand, um für Game-Streaming eine entsprechend große Nachfrage zu erzeugen, die über das bloße Nischendasein für ganz spezifische Fälle hinausgeht, der übersteigt jeden Gewinn, den man damit erzielen könnte, bzw. würde eine Preisstruktur erfordern, die so ein Angebot einfach unattraktiv machen wird.
Genau das wurde ja zu Beginn auch von Steam behauptet. Stell dir vor da hatten auch sehr viele Menschen nur ein Modem und ISDN. Auch da musste man schon 18 Stunden einen Patch herunter laden um überhaupt spielen zu können...
Das Problem ist aber ... das sind nur herbeikonstruierte Gründe, die einem Großteil der Kundschaft am Arsch vorbeigehen.
Also so oft wie sich hier über Konsolen Spieler und deren schlechte Grafik und den begrenzten Speicherplatz der Geräte lustig gemacht wird... muss ich mir das einbilden das da überhaupt eine Markt besteht für:

Alle Games in 60 FPS mit PC Max, MAX, MAXIMUM! Settings. Für 40 Euro pro durchspielen oder 30 Euro im Monat (bis zu 5 Titel). Also mal so als Beispiel.

Also ich für meinen Teil finde es ja albern unbedingt so hohe Auflösungen zu fahren. Es reicht eine kleinere Auflösung und den Umstand zu nutzen das die Spieler den Kopf langsamer drehen können und zwar eine hohe Tiefe aber nicht soviel "Sichtfeld" haben. Kombiniert man das jetzt mit einer VR-Brille die dann aber 360 Grad Rundumsicht vortäuscht könnte aus beiden Punkten ganz schnell ein Kassenschlager werden. Aber das ist nur meine Bescheidene Meinung. Immerhin sind beide Trends von genau den selben Unternehmen aufgenommen wurden die sich auch bei dem Gamestreaming eingekauft haben.

Ist nur Zufall das man für beide Technologien auch die Vorzüge aus dem Mobil Bereich hat und dem einer kleinen Brille die nur Inhalte wiedergibt. Aber ja ich muss mir hier ja schon Argumente herbeikonstruieren.
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Kajetan
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Re: OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft d

Beitrag von Kajetan »

ChrisJumper hat geschrieben:Also so oft wie sich hier über Konsolen Spieler und deren schlechte Grafik und den begrenzten Speicherplatz der Geräte lustig gemacht wird... muss ich mir das einbilden das da überhaupt eine Markt besteht für:
Wir Foristen hier sind zwar Teil des Marktes, aber nur ein sehr, sehr, sehr kleiner Teil. Wir sind nicht relevant.
Bambi0815
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Re: OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft d

Beitrag von Bambi0815 »

die industrie versucht hier was durchzudrücken wo ich das erste Mal das Gefühl habe, dass sie mächtig auf die fresse fliegen werden.
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schefei
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Re: OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft d

Beitrag von schefei »

ChrisJumper hat geschrieben:Alle Games in 60 FPS mit PC Max, MAX, MAXIMUM! Settings. Für 40 Euro pro durchspielen oder 30 Euro im Monat (bis zu 5 Titel).
Wie soll denn so ein Geschäftsmodell funktionieren? Die haben auch keine Wunderhardware in den Rechenzentren stehen, wenn man zuhause für max settings und 60FPS einen 1500€ PC braucht dann muss diese Hardware auch bei dem Streaminganbieter vorhanden sein. Die Publisher wollen dann natürlich auch noch einen Teil vom Kuchen abhaben.

Diese Hardware und deren Betriebskosten müssen ja auch von irgendjemandem bezahlt werden und da sehe ich auch ein großes Problem beim Game-Streaming im Vergleich zum Video-Streaming, nämlich die Hardware und Rechenpower die man benötigt. Video Streaming kann man relativ günstig anbieten weil die Infrastruktur nicht sehr teuer ist, beim Game streaming braucht man die gleiche Hardware wie beim Videostreaming, dazu noch Hardware die die Spiele berechnet und die eingaben der Spieler verarbeitet.

Realistischer wäre da eher das einmal durchspielen so viel wie heutige Vollpreis-Titel kostet, das blöde ist aber das Leute beim Streaming eher weniger bezahlen wollen als vorher, weil man ja nix in der Hand hat.
CritsJumper
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Re: OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft d

Beitrag von CritsJumper »

Das Geschäftsmodell. Ich lehne mich da einfach an die aktuellen großen Cloud Anbieter. Viele Rechenzentren stellen Ressourcen bereit die man nicht immer braucht. Ein Server läuft 24 h, 7 Tage die Woche.

Vereinfacht gesagt bedient er einen Kunden kostet es das selbe als wenn er zwei Kunden bedient. Wenn du deine PS4 oder deinen PC aktuell nicht zu 100% ausnutzt, Verkaufst du die übrigen Kapazitäten quasi theoretisch. Wenn sich in einer Gemeinschaft 5 Personen eine 1000 Euro Grafikkarte teilen kostet diese halt nur noch 200 Euro für jeden, ist aber schon mal besetzt. Kaufen diese Personen zwei Grafikkarten kostet sie immer noch 400 Euro aber die Wahrscheinlichkeit das man sie nutzen kann ist schon doppelt so hoch.

In Rechenzentren ist das schon mal ähnlich, je größer die Menge wird je mehr Überkapazitäten hat man, wobei es zur besten Sende Zeit eng werden könnte oder wird. Ja das stimmt die haben da auch nur normale Hardware in Anführungszeichen und noch keine Wunder. Aber ich bin sicher das man es wirtschaftlich betreiben kann wenn man so etwas aufbaut. Warum? Weil es im kleinen, im eigenen LAN ja auch genau so schon funktioniert. Zudem brauchen nicht alle Spiele 100% und Spiele sind eben noch nicht darauf ausgelegt Serverseitig zu laufen. Ich bin mir ziemlich sicher das es im Serversystem weniger der Ressourcen braucht und schneller läuft als auf einem gleich mächtigen System aller Heim-PC-Systeme die zusammen gerechnet die selbe Leistung ergeben. Aus dem Einfachen Grund weil man im Rechenzentrum das Spiel nur ein mal in den Arbeitsspeicher legen muss. Jedes Heim-PC System ist nicht vernetzt und benötigt für jedes Heim eine eigene Kopie.

Auf der anderen Seite sieht man ja auch wie die Speicherzahlen im RAM und auf den Heimsystemen explodieren, aber sehr selten ausgenutzt werden. Verbaut man diese halt direkt im Rechenzentrum und virtualisier sie, kommt es allen Parteien zu gute. Zugegeben nur so lange wie der Zugang zum Rechenzentrum günstig bleibt... aber das ist bei heutiger DRM ja auch schon so. Ins Kino gehen wir halt trotzdem.

Der Knackpunkt und die Achilles Fese ist aber trotzdem das Netzwerk. Wenn viele Autos fahren bauchen wir mehr Straßen, unterschiedliche Arbeitszeiten oder kürzere Wege zur Arbeit. Wenn in so einem Zug das Netzwerk überschwemmt.... naja. Dann wird es halt eng.

Genau deswegen habe ich es mit dem Fernsehen verglichen. Stelle dir vor du bekommst einen Bilderstream und in diesem Stream ist wie aktuell zwei oder drei Sender enthalten. Teile könnte man überlagern statt mehrere Sender, gibt es theoretisch das Bild für alle möglichen folgenden Schachzüge schon mitgeliefert nur unter einer anderen Adresse. Aber ja wenn man das so macht wäre es wieder möglich die Spiele zu kopieren. So wie ich das beschrieben habe geht es natürlich nicht, aber es sollte Verdeutlichen das man das Problem doch noch einfach in den Griff bekommt indem man die Systeme Variiert.

Man kann das jetzt variieren mit der Position des Spielers und seine Aktion. Effekte, Feinde liegen auf anderen Kanälen und die Streambox wählt aufgrund der Eingaben nur noch die entsprechenden Ferquenzen. Im Grunde wird alles Kopiert was gemeinsamer Inhalt aller Spieler ist und nur pro Spieler spezifiziert gesendet was sich aktuell nicht von anderen Spielern unterscheidet.

Im Grunde ist das Wahnsinn. Aber wenn man länger drüber nachdenkt und aktuelle Spiele hat und sich vorstellt man ist bei einer Super LAN-Party wie viele Spiele werden neu gestartet und wiederholen sich in sehr großen Teilen pro Pixel? Von 1000 Spielern, stehen viele wo anders aber wie viel ist genau gleich?

Kommen wir mal zum Multiplayer. Da berechnet jedes System die Welt und unterschiedliche Views berechnet dann die Grafikkarte, ziemlich aufwendig. Cloud Computing berechnet den Raum und seine Bezüge ein mal und sendet dann nur (wie im echten Leben) den Blickwinkel von Position X mit entsprechenden Parametern, geduckt, im Stehen, schnell laufend und so weiter. An den Spieler auf den das zutrifft.

Bei einem Unreal gibt es dann noch einen Kanal der die Waffen anzeigt und alle möglichen Lichtquellen berücksichtigt.

Gut möglich das ich komplett daneben liege, aber wenn der Raum einmal im Speicher ist und ab da günstig zu Berechnen ist. Gut möglich das die Wahrscheinlichsten Frames im Speicher liegen bleiben, unwahrscheinliche werden dann mal kurz nach gerechnet. Ist für mich signifikant besser als alles nur für 0,5ms zu Berechnen und sofort wieder zu verwerfen. Der Aufwand die Spieler an ihren Positionen zu rendern ist auch kleiner als die Personen, der Hintergrund, die Lichteffekte, Haarphysik.
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Sir Richfield
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Re: OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft d

Beitrag von Sir Richfield »

Nebenbei frage ich mich, wo ihr die technische Entwicklung eurer Leitungen sehen wollt.
Solange die Provider hierzulande mit dem Lobbyismus nach "Überholspuren", also dem Aufkündigen der Netzneutralität, weiter kommen, weil bei den meisten das Internet halt aus der Steckdose kommt und Bandbreite eh nur die pöhsen Sauger und Cheater brauchen, solange könnt ihr euch sinnvolles Streaming eh an den Hut stecken.

Ja, ich bin da nicht ganz unschuldig, weil ich meinem Provider noch nicht aufs Dach gestiegen bin, weil ich zwischen 18:00 und 21:00 Uhr Lags in Dibblo 3 habe.
Problem: Die Paketverluste sind nicht eindeutig zu packen, ich kann nur den Zeitraum eingrenzen, in dem ich am ehesten mit Problemen rechnen muss.

Ach, und:
Hört auf, dem Herrn Öttinger die Sache mit dem Internet im Auto nachzufaseln.
Nachher glaubt noch jemand dran!
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Leonardo Da Vinci
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Re: OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft d

Beitrag von Leonardo Da Vinci »

schön, das diese esels-möhre versagt hat, soll sich sony ruhig mit den trümmern rumschlagen, ich werde grundsätzlich in diesem leben, garantiert keine dienste dieses formats unterstützen.
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PickleRick
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Re: OnLive: Dienst wird Ende April eingestellt; Sony kauft d

Beitrag von PickleRick »

schefei hat geschrieben:
... werden sämtliche Dienste eingestellt, die Server abgeschaltet, die Spielstände gelöscht und alle Nutzerdaten entfernt.
Und genau deswegen hoffe ich das sich das nie durchsetzen wird, wenn das Unternehmen pleite geht oder als nicht mehr profitabel betrachtet wird ist alles weg.
Der Albtraum für jeden Spieler.
Stimmt, wenn ich mir vorstelle, dass meine Spielstände von 1998 Weg wären, dann... Moment mal... ahhhhhhh!

Ach ne, warte, DANK Steam habe ich die ja nur noch.

Das hat alles zwei Seiten, weißt Du! Nur dank solche Technologien wie Steam läuft z. B. Counter-Strike und all die alten Spiele, die Steam unterstützen auch nach auf aktueller Hardware. Ob das für alle Spielen älter als 15 Jahre noch gilt, zweifle ich mal stark an!