Ich arbeite auch überwiegend mit Frauen zusammen und konnte mich des Mitbekommens diesbezüglicher Gespräche auch nicht entziehen.
Aber selbst da hab ich gehört, dass die eine oder andere irgendwo beim dritten Band nicht mehr weiter wollte, weil es dann doch irgendwann lästig weil repetitiv wurde, dass sich die weibliche Hauptrolle gefühlt alle drei Seiten verlegen auf die Unterlippe beißt und man nach dem ungefähr hundertsten Mal auch langsam die immer gleichen Metaphern zur Beschreibung von Lustempfindungen nicht mehr lesen konnte.
Muss schon frustrierend für so manchen Autoren sein, der quasi die Schriftstellerei nur als Hobby betreiben kann, weil er nicht genug Geld damit zusammenbekommt, um damit ein Leben zu finanzieren, obwohl er sich sehr viel Mühe beim Ausarbeiten von Handlungen und Figuren macht und jemand anderes verdient Millionen mit einer Romanreihe, deren Handlungszusammenfassung man noch in gut lesbarer Schriftgröße auf eine Briefmarke gedruckt bekommt, mit klischeehaften Pappkameraden in den Hauptrollen und dann offensichtlich (deute ich jetzt mal in die Aussagen meiner Kolleginnen) noch in einem handwerklich bestenfalls mittelmäßigen Schulaufsatzniveau geschrieben.
Aber naja… Ist ja nun nicht nur in der Literatur- und Filmbranche so, dass sich Qualitätsarmut und Dilettanz gerne mal gut verkauft. Und das will ich noch nicht mal als die übliche pseudoelitäre Konsumgesellschaftskritik verstanden sehen. Ist wohl eher dem Umstand geschuldet, dass sich viele Menschen zur Entspannung lieber mal von möglichst leichter Kost berieseln lassen und ich glaube, niemand von uns kann wirklich ehrlich und aufrichtig von sich behaupten, nicht auch selbst gerne mal den einen oder anderen niveautechnisch eher unterschichtigen Schrott zu konsumieren, einfach, weil es einen auf irgendeine schwer erklärliche Art amüsiert und unterhält.
Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für Durchgreifen gegen online ausgesprochene Drohnungen, u.a. in Verbindung mit Gamergate
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billy coen 80
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für
Sehr schön zusammen gefasst. Ich selbst schreibe hin und wieder Kurzgeschichten - Nichts fantastisches, und ich denke nicht dass ich jemals irgendetwas veröffentlichen könnte, aber dennoch tut mir sowas irgendwo in der Schreiberseele weh. Ich erwarte ja nicht dass die Leute direkt eine "Göttliche Komödie" oder ein "Faust" nach dem anderen raushauen, im Gegenteil. Es darf gerne mal leichte Kost sein. Aber es ist eben ein bedeutender Unterschied zwischen Anspruchslos, und Anforderungslos wenn ihr versteht was ich meine.billy coen 80 hat geschrieben:Ich arbeite auch überwiegend mit Frauen zusammen und konnte mich des Mitbekommens diesbezüglicher Gespräche auch nicht entziehen.
Aber selbst da hab ich gehört, dass die eine oder andere irgendwo beim dritten Band nicht mehr weiter wollte, weil es dann doch irgendwann lästig weil repetitiv wurde, dass sich die weibliche Hauptrolle gefühlt alle drei Seiten verlegen auf die Unterlippe beißt und man nach dem ungefähr hundertsten Mal auch langsam die immer gleichen Metaphern zur Beschreibung von Lustempfindungen nicht mehr lesen konnte.
Muss schon frustrierend für so manchen Autoren sein, der quasi die Schriftstellerei nur als Hobby betreiben kann, weil er nicht genug Geld damit zusammenbekommt, um damit ein Leben zu finanzieren, obwohl er sich sehr viel Mühe beim Ausarbeiten von Handlungen und Figuren macht und jemand anderes verdient Millionen mit einer Romanreihe, deren Handlungszusammenfassung man noch in gut lesbarer Schriftgröße auf eine Briefmarke gedruckt bekommt, mit klischeehaften Pappkameraden in den Hauptrollen und dann offensichtlich (deute ich jetzt mal in die Aussagen meiner Kolleginnen) noch in einem handwerklich bestenfalls mittelmäßigen Schulaufsatzniveau geschrieben.
Aber naja… Ist ja nun nicht nur in der Literatur- und Filmbranche so, dass sich Qualitätsarmut und Dilettanz gerne mal gut verkauft. Und das will ich noch nicht mal als die übliche pseudoelitäre Konsumgesellschaftskritik verstanden sehen. Ist wohl eher dem Umstand geschuldet, dass sich viele Menschen zur Entspannung lieber mal von möglichst leichter Kost berieseln lassen und ich glaube, niemand von uns kann wirklich ehrlich und aufrichtig von sich behaupten, nicht auch selbst gerne mal den einen oder anderen niveautechnisch eher unterschichtigen Schrott zu konsumieren, einfach, weil es einen auf irgendeine schwer erklärliche Art amüsiert und unterhält.
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maho76
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Re: Amerikanische Kongressangehörige
lol, was sollen da erst die ganzen reit- tennislehrer und Bauarbeiter sagen, die in den billigfantasien in mancher weiblichen köpfe da mit diversen clichees bebombt werden... bzw. sämtlichen weiblichen fitnesstrainer, sekretärinnen etc. bei den männerfantasien.^^Es geht mir mehr darum dass dieser Schund die BDSM Szene in ein völlig falsches Licht rückt, und ich mir diesbezüglich regelmäßig von Arbeitskolleginnen Geschichten darüber anhören darf.
BDSM becomes POP, welcome to the future. muhahahaha.
schick doch einfach deine Arbeitskolleginnen mal in ne stunde mit dem hamburger KITKAT-Klub.
"safeword?"
"tomatenlauchcremesuppe"
"ok, knebel rein."
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billy coen 80
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für
Tjaja, das ist halt Fantasie vs. Realität. Die Sache mit den Reit- und Tennislehrern ist ja noch auch in der Wirklichkeit durchaus vorstellbar und hin und wieder gelebte Praxis. Aber gerade Bauarbeiter…
Klar werden die dann natürlich fantasiegerecht nur assoziiert als braungebrannte Schönlinge, bei denen sich die jahrelange körperliche Arbeit ausschließlich in Form eines Sixpacks und dicker Brustmuskeln visualisiert. Glaube zumindest nicht, dass sich viele Frauen vorstellen, wie sich etwaige Romanheldinnen von Bernd vom Bau beackern lassen, dessen Körper nicht glänzt von Öl und Bodylotion sondern eher matt gefärbt ist von einer zähflüssigen Melange aus Baustaub und Schweiß, welche in dicken Tropfen über seine „Männertitten“ und den Bierbauch perlt, während die Frau sich unter extatischen Lustexplosionen in seine Rückenbehaarung verkrallt…
Klar werden die dann natürlich fantasiegerecht nur assoziiert als braungebrannte Schönlinge, bei denen sich die jahrelange körperliche Arbeit ausschließlich in Form eines Sixpacks und dicker Brustmuskeln visualisiert. Glaube zumindest nicht, dass sich viele Frauen vorstellen, wie sich etwaige Romanheldinnen von Bernd vom Bau beackern lassen, dessen Körper nicht glänzt von Öl und Bodylotion sondern eher matt gefärbt ist von einer zähflüssigen Melange aus Baustaub und Schweiß, welche in dicken Tropfen über seine „Männertitten“ und den Bierbauch perlt, während die Frau sich unter extatischen Lustexplosionen in seine Rückenbehaarung verkrallt…
- Sir Richfield
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für
Ich glaube, ich muss aufhören diesen Thread zu lesen, mir wird ein wenig wuschig...
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billy coen 80
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für
Ich nenne mich nicht umsonst den Steven Spielberg des Kopfkinos... :wink:
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maho76
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Re: Amerikanische Kongressangehörige
Glaube zumindest nicht, dass sich viele Frauen vorstellen, wie sich etwaige Romanheldinnen von Bernd vom Bau beackern lassen, dessen Körper nicht glänzt von Öl und Bodylotion sondern eher matt gefärbt ist von einer zähflüssigen Melange aus Baustaub und Schweiß, welche in dicken Tropfen über seine „Männertitten“ und den Bierbauch perlt, während die Frau sich unter extatischen Lustexplosionen in seine Rückenbehaarung verkrallt…
damit wären wir wieder bei "alle die man in film und spielen sieht sind fotogen".
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Kya
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für
billy coen 80 hat geschrieben:...wie sich etwaige Romanheldinnen von Bernd vom Bau beackern lassen, dessen Körper nicht glänzt von Öl und Bodylotion sondern eher matt gefärbt ist von einer zähflüssigen Melange aus Baustaub und Schweiß, welche in dicken Tropfen über seine „Männertitten“ und den Bierbauch perlt, während die Frau sich unter extatischen Lustexplosionen in seine Rückenbehaarung verkrallt…
Besonders "schön" ist die Stelle mit den Haaren....
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für
Moment ich bin doch ganz bei dir. Ich glaube aber schon, dass es Unterschiede im Verhalten der Geschlechter gibt, natürlich sind viele davon anerzogen, aber einige auch angeboren. Und unterschiedlich behandeln sollte man sie natürlich nicht, ich bin der Meinung man sollte sie z.B. bei der Spielzeugauswahl so wenig wie möglich beeinflussen, soweit das eben geht, der Mensch ist ja oftmals auch nicht wertefrei.SethSteiner hat geschrieben:
Wenn man sagt, sie sind gleich, bedeutet das nicht im Umkehrschluß, sie wären Klone. Es ist irgendwie lustig, wie man immer schnell von gleichberechtigt und gleichwertig spricht, gar nicht mal weil man tatsächlich annehmen würde, gleich hieße sie hätten denselben Körperbau, sondern weil das Wort ganz direkt bestehende Vorurteile attackiert. Die anderen Begriffe hingegen schwächen das schön ab, so dass man weiter in seiner Rosa-Blauen Welt herumtanzen kann. Das merkt man auch immer, wenn solche Studien ins Feld geführt werden, die beweisen sollen, dass doch nichts dabei ist Mädchen und Jungen unterschiedlich zu behandeln, ja sie wollen es doch so! Abgesehen davon, dass man ihnen problemlos andere Studien entgegenstellen kann, ist diese Generalisierung durch Studien nichts weiter als Rechtfertigung von Diskriminierung und Ignoranz gegenüber dem Individuum und der Lebenswirklichkeit.
- Sir Richfield
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für
Bodyism much?Kya hat geschrieben:..... na danke!
Besonders "schön" ist die Stelle mit den Haaren....
