steppen_riegel hat geschrieben:Nur bei Dark Souls gibt es Leute, die das Spiel verstehen und die es nicht verstehen...

Da geben sich aber beide Seiten nichts. Diejenigen, die gerade anfangs bei Demon's Souls aus dem unmittelbaren Affekt überall geschrien haben, dass man nur als Pseudo-Elite ein angeblich so unfaires Spiel mögen kann, hält sich teilweise bis heute die Waage mit denen, die grundsätzlich keine Kritik zulassen (auch, wenn es hier bislang ja recht friedlich zugeht). Wie es im Internet eben ist: Keiner hat Bock, die Sichtweise des anderen mal nachzuvollziehen oder weiter als über den eigenen Tellerrand zu denken. Ich zB als fanatischer Fan von Dark Souls 1 weiß, was ich da spiele und genau deshalb würde ich das Spiel NIE pauschal jedem empfehlen, dafür ist es schlicht zu speziell.
92275 hat geschrieben:Naja, ich ab DKS auch mehr als 10x durchgespielt und bestimmt mehr als 500 Stunden, aber das macht mich nicht blind für das, was das Spiel falsch gemacht hat.
Stimme ich an und für sich zu, auch, wenn mir ''blind'' zu drastisch ist.
Mich zB stört das Framerate-Problem in Schandstadt nicht, ABER ich gestehe den Aussagen, dass so was eigentlich ein No Go ist, ihre Existenz absolut zu, sie haben ja Recht. Wenn ich also sage, dass es mich nicht stört, sage ich das... na ja, weil es mich eben aus subjektiver Sicht nicht stört und nicht, weil ich blind bin.
Faszinierend finde ich ja, wenn ich so die Diskussion überfliege, dass der Friedhof und seine Skelette - eine Begebenheit innerhalb der ersten Stunde von DS1 - noch Jahre nach dem Release Diskussionsthema ist. ^^
(Wenn auch eines, was ich bei aller Liebe aber nicht ganz nachvollziehen kann. Ich meine, das Startgebiet ist nicht wahnsinnig groß und man kann schnell mehr als diesen einen Weg finden. Wieso manche da scheinbar SO überzeugt davon waren, dass es da weitergeht, obwohl einem das Spiel durch die viel zu starken Gegner das genaue Gegenteil signalisiert, kann ich nicht nachvollziehen. Gut, es hängt sicher auch von der Spielweise ab. Ich gucke mir selbst bei Spielen, die total linear sind, jede Ecke an, weil es einfach mein Naturell ist und für mich ist es selbstverständlich, andere Wege zu testen, wenn sich einer als noch zu schwer erweist.)
Aber dennoch großartig, wie unterschiedlich die Erfahrungen sind. Gwyn ist bis heute meine Nemesis des Spiels, weil ich mich nie mit dem Parieren auseinandergesetzt habe, weil ich es einfach nicht hin bekomme. Ich bin gut darin, Gegner in aller Seelenruhe zu studieren und darauf zu warten, meine Attacken anzubringen, aber beim Parieren versagt meine Hand-Auge-Koordination total. Dafür hatte ich im allerersten Durchgang keine nennenswerten Probleme mit den vier Königen oder Schornstein und Schmock.
Im besten Fall, um irgendwie die Brücke zum Thema zu erzwingen, ist auch Bloodborne ein Spiel, über das noch Jahre später im positiven Sinne diskutiert wird. Es ist irgendwie bezeichnend, dass man doch so schnell wieder bei einer Souls-Diskussion landet, was eigentlich alles über ihren Status aussagt, während man so viele andere Spiele im Kopf nach dem Durchspielen einfach abhakt und sich keine Gedanken mehr darum macht.