Kajetan hat geschrieben:James Dean hat geschrieben:An dieser Stelle möchte ich gerne fragen: Wer ist die Gesellschaft und was verstehst du unter Integration?
Die Gesellschaft sind wir alle. Ohne Ausnahme.
Integration bedeutet, jemanden in diese Gesellschaft aufnehmen, ihm eine Chance zu geben, sich dieser Gesellschaft anzuschliessen, OHNE dass der Neuling dabei alles aufgeben muss, was ihm vorher wichtig war. Integration ist immer ein Geben und Nehmen, ein gegenseitiges Beeinflussen. Siehe Pizza und Döner, Deutschlands Hauptnahrungsmittel seit etlichen Jahrzehnten, dank Gastarbeiter und Einwanderung.
Was soll Otto-Normalverbraucher in seinem Leben und seinem Verhalten den anderen gegenüber ändern, so dass er abends nicht mehr am Bahnhof vom klassischen "Isch mach dich Messa"-Türken attackiert wird, der seine Hauptschule geschmissen hat, weil Bildung eh kacke ist und er lieber mit seinen Kollegas abhängt? Kann er überhaupt etwas ändern? Oder ist es die Politik, die da etwas ändern muss? Vielleicht der Bahnhof?
Der Otto-Normalverbraucher kann die Politik insofern beeinflussen, indem er sich nicht mehr von Populisten und ihrer Hetze mißbrauchen lässt. Er kann durch sein Wahlverhalten zum Ausdruck bringen, dass Integration kein Thema ist, welches man besser unter den Tisch fallen lässt, nur um den Wohlstandsbürger ja nicht aufzuwecken. Er kann durch eigenes Verhalten seine unmittelbare Umgebung beeinflussen, in dem er z.B. aufhört auf der Arbeit mit Kollegen über "die Scheiss-Ausländer" abzuhetzen, sondern klipp und klar sagt, dass einige schwarze Schafe nicht stellvertretend für alle sind.
Schnelle, einfache Lösungen gibt es eh nicht. Auf Knopfdruck lässt sich da nichts lösen. Sowas dauert Jahrzehnte und einige Generationen. Alleine nur meine Eltern mussten massive Widerstände in den Familien überwinden, weil mein Vater mit so nem dreckigen Flüchtlingsmädchen aus dem Osten daherkam. Heute sind die dreckigen Flüchtlinge und ihre Nachkommen die treuesten Wähler der CSU in Bayern, weil die CSU klug genug war den Flüchtlingen nach dem Ende des 2. Weltkriegs in ihrer Regierungspolitik entsprechend entgegenzukommen, um mit ihrer Hilfe aus einem armen Agrarstaat ein reiches, wohlhabendes Bundesland zu machen.
Und welche Politik bzw. welche Parteien soll der " Bürger " denn beeinflussen ?
Die Grünen die , als man in den 90ern über Sprachregelungen für Einwanderer diskutiert hat einfach
" ZWANGSGERMANISIERUNG ! " und " RASSISMUS " gebrüllt und die Debatte damit direkt zum Schweigen gebracht haben ?
Die SPD die bei ihrer Suche nach Stimmen um die CDU zu überholen mit Freude jedem Ausländer direkt die deutsche Staatsbürgerschaft schenken möchte und Ausländern ohne Staatsbürgerschaft Wahlberechtigungen erteilen möchte ?
Der CDU die vor Jahrzehnten jede Diskussion um Einwanderung auf Rücksicht auf ihre Stammklientel genau so unterdrückt hat und jetzt im Nirvana der politischen Mitte und political correctness irrlichtert ?
Punktesystem nach dem Vorbild Kanadas ? Blasphemie !
Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit haben wir das Phänomen das ein Großteil der insbesondere muslimischen Einwanderer nicht der Meinung ist sich den Regeln und der Kultur des neuen Landes anzupassen sondern das neue Land zu einer Kopie desjenigen machen möchte aus dem sie gekommen sind.
Und das mit freundlicher Unterstützung von diversen Parteien und Interessengruppen denen diese Umwandlung nicht schnell genug gehen kann.
Und ein Großteil jener die insbesondere im letzten Jahrzehnt eingewandert sind, sind intoleranter, rassistischer und frauenfeindlicher als alles was man dem " weissen " Europäer gerne vorwirft.
Was dann ganz besondere Momente sind wenn die " Liebe Ausländer lasst uns mit diesen Deutschen nicht alleine Fraktion " auf die harte multikulturelle Realität trifft und Elfenbeinturmdiskussionen in Redaktionsstuben und Hörsäälen von der Lebenswirklichkeit ad absurdum geführt werden.
Aber selbst dann bleiben viele in ihrem kulturellen Stockholm Syndrom stecken.
Es gibt unzähliger Fördergelder, Projekte etc. Man muss nicht einmal die Sprache können um Anträge, Führerscheine, Einkäufe zu erledigen.
Und doch trotz allem oder besser gesagt gerade deswegen ! ist die Integration von ganzen bestimmten Einwanderergruppen auf Europäischer Ebene kollossal gescheitert. Ganz gleich ob Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Schweden oder Norwegen.
Alles Staaten mit unterschiedlichen Herangehensweisen, Kultur, politischer Landschaft, Geschichte.
In all diesen Staaten die selben Probleme.
Und deine Antwort: Die angestammte Bevölkerung ist schuld und soll sich anpassen und toleranter werden.....