Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schwarzen und Stereotypen in der Videospiele-Branche

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Sharkie
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Sharkie »

Scipione hat geschrieben:
Spoiler
Show
Bild
Was für eine unwahrscheinlich billige Polemik, diese Grafik. Was genau hatten die beiden dort gegenübergestellten Kickstarterinitiativen jetzt nochmal miteinander zu tun? Also abgesehen davon, dass sie irgendein Schlauberger einfach mal random nebeneinander geklatscht hat?

Nach diesem Strickmuster könnte man vollkommen beliebige Anliegen gegeneinander ausspielen. Unglaublich, die Initiative "Esst keinen Gagelstrauch" erhält mehr finanziellen Support als die Kommunistennaziaussteigerhilfe Osnabrück? Skandal! :idea:
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Imperator Palpatine
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Imperator Palpatine »

Sharkie hat geschrieben: Was für eine unwahrscheinlich billige Polemik, diese Grafik. Was genau hatten die beiden dort gegenübergestellten Kickstarterinitiativen jetzt nochmal miteinander zu tun? Also abgesehen davon, dass sie irgendein Schlauberger einfach mal random nebeneinander geklatscht hat?

Nach diesem Strickmuster könnte man vollkommen beliebige Anliegen gegeneinander ausspielen. Unglaublich, die Initiative "Esst keinen Gagelstrauch" erhält mehr finanziellen Support als die Kommunistennaziaussteigerhilfe Osnabrück? Skandal! :idea:
Mhm Osnabrück, Osnabrück...da war doch etwas..ach ja ! :)

https://www.youtube.com/watch?v=Z1fSSt75pUE
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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Wulgaru »

douggy hat geschrieben:
SethSteiner hat geschrieben:Empathie Bild
Wenn dir das Wort nichts sagt, dann schlag es nach. Ansonsten kommt von dir eh nichts sinnvolles mehr.

P.S. Nicht nur mit dem linken Auge schauen ;)
Ich frage mich wann sich durchgesetzt hat das "gegen rassistische Vorurteile sein" exklusiv links ist. Die Konservativen die ich kenne, haben vielleicht andere Ansichten zur Wirtschaft, Sicherheit und wie die Energiewende so ausschauen sollte als Linke oder eher links denkende Menschen, aber Rassismus als akzeptierten Wert oder Verständnis für Vorurteile der Polizei bei Strafverfolgung als Empathie bezeichnen...sorry...man kann nicht alles in zwei feine politische Lager aufteilen.
johndoe527990
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von johndoe527990 »

Wulgaru hat geschrieben:
douggy hat geschrieben:
SethSteiner hat geschrieben:Empathie Bild
Wenn dir das Wort nichts sagt, dann schlag es nach. Ansonsten kommt von dir eh nichts sinnvolles mehr.

P.S. Nicht nur mit dem linken Auge schauen ;)
Ich frage mich wann sich durchgesetzt hat das "gegen rassistische Vorurteile sein" exklusiv links ist. Die Konservativen die ich kenne, haben vielleicht andere Ansichten zur Wirtschaft, Sicherheit und wie die Energiewende so ausschauen sollte als Linke oder eher links denkende Menschen, aber Rassismus als akzeptierten Wert oder Verständnis für Vorurteile der Polizei bei Strafverfolgung als Empathie bezeichnen...sorry...man kann nicht alles in zwei feine politische Lager aufteilen.
Ich probier mich noch ein letztes Mal zu erklären.

Wenn in einer amerikanischen Stadt der Großteil der Straftaten von Schwarzen verübt wird und die Polizei diese eher ohne Verdacht kontrolliert als Weiße:
Ist das diskriminierend? Ja.
Ist das rassistisch? Kommt auf den Officer an, ob er wegen der Statistik diese rausfischt oder weil er Rassist ist und ihn nur anhält weil er schwarz ist.
Finde ich das Vorgehen ok? Nein.
Kann ich den erst genannten Officer verstehen? Ja (Empathie)
Kann ich den zweitgenannten Rassisten verstehen? Nein.

Ich heiße auch jegliche Gewalt (von dem Thema hier abgekoppelt) nicht gut, aber ich kann sie manchmal verstehen oder nachvollziehen auch wenn ich sie nicht gutheiße.

//Warum die Statistik so aussieht und welche Rollen die Justiz und das soziale System spielen, da will ich mir kein Urteil anmaßen.

@Wulgaru: ich wollte das bisl überspitzt ausdrücken, da meine Posts falsch interpretiert werden. Du hast ansonsten Recht.
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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Wulgaru »

Ist ja auch kein Thema, man sollte sich nur nicht gegenseitig in Ecken stellen denke ich. :wink:

Was Racial Profiling in den USA angeht, versimplifiziert man das meiner Meinung nach trotz allem, wenn man der Polizei da frei parken gibt, weil schwarze mehr Straftaten begehen. Die Ferguson-Studie die gerade rauskam, zeichnet ein Bild von einer durch und durch rassistischen Polizei in dieser Gegend und auch die Morde der letzten Monate, vor allem an dem kleinem Jungen mit der Spielzeugpistole sprechen meiner Meinung nach eine sehr eindeutige Sprache.

Man muss keine falsche Toleranz fordern sicher nicht, aber man sollte auch keine falschen Ausreden erfinden. Gerade im Vergleich zur deutschen Polizei, die ja weiß Gott ihre Fehler hat, ist die Polizei in den USA außergewöhnlich schießwütig und das betrifft vor allem Afroamerikaner, das lässt sich nicht von der Hand weisen. Das Problem dabei ist glaube ich das man es als weiße Person, egal ob man rassistisch ist, häufig irgendwie auf sich münzt, wenn so eine Kritik aufkommt.

Hier mal ne interessante kleine Diskussion dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=QNIkrsnZ5N0
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Imperator Palpatine
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Imperator Palpatine »

Wulgaru hat geschrieben:Ist ja auch kein Thema, man sollte sich nur nicht gegenseitig in Ecken stellen denke ich. :wink:

Was Racial Profiling in den USA angeht, versimplifiziert man das meiner Meinung nach trotz allem, wenn man der Polizei da frei parken gibt, weil schwarze mehr Straftaten begehen. Die Ferguson-Studie die gerade rauskam, zeichnet ein Bild von einer durch und durch rassistischen Polizei in dieser Gegend und auch die Morde der letzten Monate, vor allem an dem kleinem Jungen mit der Spielzeugpistole sprechen meiner Meinung nach eine sehr eindeutige Sprache.

Man muss keine falsche Toleranz fordern sicher nicht, aber man sollte auch keine falschen Ausreden erfinden. Gerade im Vergleich zur deutschen Polizei, die ja weiß Gott ihre Fehler hat, ist die Polizei in den USA außergewöhnlich schießwütig und das betrifft vor allem Afroamerikaner, das lässt sich nicht von der Hand weisen. Das Problem dabei ist glaube ich das man es als weiße Person, egal ob man rassistisch ist, häufig irgendwie auf sich münzt, wenn so eine Kritik aufkommt.

Hier mal ne interessante kleine Diskussion dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=QNIkrsnZ5N0
Die sogenannte " Schiesswütigkeit " der amerikanischen Polizei entstammt aber auch der Situation dass ich anders als in Deutschland fast immer davon ausgehen muss dass der vor mir stehende Verdächtige bewaffnet ist. Da gibt es oftmals keine zweite Chance.

Der mediale Aufschrei der entsteht wenn wieder einmal ein Polizist jemanden erschiesst ist dabei zuweilen auch sehr einseitig. Ist der Beamte weiss und das Opfer schwarz gibt es ein Drama. Sind Polizist und Toter schwarz läuft es medial unter ferner liefen und wird trotzdem in eine Statistik eingerechnet bei der man am Ende das Fazit zieht: rassistische Polizei.

Die Polizisten in Ferguson sind zu einem Grossteil weiss aber der neue schwarze ! Polizeichef von Ferguson hatte sich zu Beginn der Demonstrationen dahingehend auf Nachfrage geäussert. Viele Schwarze bewerben sich nicht weil sie dann in der schwarzen Gemeinschaft als Verräter bezeichnet werden. Und ein Großteil scheitert schlicht und ergreifend an der Eignungsprüfung.

Man kann das folgende sicherlich verurteilen aber wenn man Tag für Tag fast immer mit der selben Klientel zu tun ist es schwierig trotz allem nicht in bestimmten Bahnen zu denken und nach Dienstschluss abzuschalten.

Hier im übrigen ein Link zu einem Artikel der deutschen, griechischstämmigen Polizistin Tania Kambouri aus Bochum und ihrem Dienstalltag und welche Gruppierung sich da besonders " hervorhebt ".
( In der PDF Datei ab Seite 2 ganz unten rechts:

http://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/id/dp2013 ... 013_11.pdf

http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 82648.html

Ich würde gerne so manchen Foristen hier nach einem Jahr Polizeidienst reden hören. Ganz gleich ob in Bochum oder L.A....
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 08.03.2015 14:15, insgesamt 2-mal geändert.
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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Wulgaru »

Imperator Palpatine hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Ist ja auch kein Thema, man sollte sich nur nicht gegenseitig in Ecken stellen denke ich. :wink:

Was Racial Profiling in den USA angeht, versimplifiziert man das meiner Meinung nach trotz allem, wenn man der Polizei da frei parken gibt, weil schwarze mehr Straftaten begehen. Die Ferguson-Studie die gerade rauskam, zeichnet ein Bild von einer durch und durch rassistischen Polizei in dieser Gegend und auch die Morde der letzten Monate, vor allem an dem kleinem Jungen mit der Spielzeugpistole sprechen meiner Meinung nach eine sehr eindeutige Sprache.

Man muss keine falsche Toleranz fordern sicher nicht, aber man sollte auch keine falschen Ausreden erfinden. Gerade im Vergleich zur deutschen Polizei, die ja weiß Gott ihre Fehler hat, ist die Polizei in den USA außergewöhnlich schießwütig und das betrifft vor allem Afroamerikaner, das lässt sich nicht von der Hand weisen. Das Problem dabei ist glaube ich das man es als weiße Person, egal ob man rassistisch ist, häufig irgendwie auf sich münzt, wenn so eine Kritik aufkommt.

Hier mal ne interessante kleine Diskussion dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=QNIkrsnZ5N0
Die sogenannte " Schiesswütigkeit " der amerikanischen Polizei entstammt aber auch der Situation dass ich anders als in Deutschland fast immer davon ausgehen muss dass der vor mir stehende Verdächtige bewaffnet ist. Da gibt es oftmals keine zweite Chance.
Ja, das liest man immer wenn mal wieder jemand erschossen wird, nur komisch das man nie liest: sorry das war scheiße, wir haben hier einen Riesenfehler gemacht, wir werden alles tun damit das nie wieder vorkommt. Das passiert aber nicht...es folgen Ausreden, Relativierungen und Versuche das Opfer in einen Täter umzukehren...jedes einzelne mal (ich rede hier noch von den USA

Daher halte ich dein Argument halt einfach für ne Instandverteidigung, die man auch hervorholen könnte wenn die Polizei gerade ein Massaker angerichtet hätte. Passiert ja sonst nicht allzu häufig, also Schwamm drüber. Das die Polizei in den USA schon bei einfachem Drogenbesitz Swat-Teams in Häuser schickt, sollte dir glaube ich bekannt sein. Das kann man schlicht nicht als vernünftig rationalisieren.
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Imperator Palpatine
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Imperator Palpatine »

Wulgaru hat geschrieben:
Imperator Palpatine hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Ist ja auch kein Thema, man sollte sich nur nicht gegenseitig in Ecken stellen denke ich. :wink:

Was Racial Profiling in den USA angeht, versimplifiziert man das meiner Meinung nach trotz allem, wenn man der Polizei da frei parken gibt, weil schwarze mehr Straftaten begehen. Die Ferguson-Studie die gerade rauskam, zeichnet ein Bild von einer durch und durch rassistischen Polizei in dieser Gegend und auch die Morde der letzten Monate, vor allem an dem kleinem Jungen mit der Spielzeugpistole sprechen meiner Meinung nach eine sehr eindeutige Sprache.

Man muss keine falsche Toleranz fordern sicher nicht, aber man sollte auch keine falschen Ausreden erfinden. Gerade im Vergleich zur deutschen Polizei, die ja weiß Gott ihre Fehler hat, ist die Polizei in den USA außergewöhnlich schießwütig und das betrifft vor allem Afroamerikaner, das lässt sich nicht von der Hand weisen. Das Problem dabei ist glaube ich das man es als weiße Person, egal ob man rassistisch ist, häufig irgendwie auf sich münzt, wenn so eine Kritik aufkommt.

Hier mal ne interessante kleine Diskussion dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=QNIkrsnZ5N0
Die sogenannte " Schiesswütigkeit " der amerikanischen Polizei entstammt aber auch der Situation dass ich anders als in Deutschland fast immer davon ausgehen muss dass der vor mir stehende Verdächtige bewaffnet ist. Da gibt es oftmals keine zweite Chance.
Ja, das liest man immer wenn mal wieder jemand erschossen wird, nur komisch das man nie liest: sorry das war scheiße, wir haben hier einen Riesenfehler gemacht, wir werden alles tun damit das nie wieder vorkommt. Das passiert aber nicht...es folgen Ausreden, Relativierungen und Versuche das Opfer in einen Täter umzukehren...jedes einzelne mal (ich rede hier noch von den USA

Daher halte ich dein Argument halt einfach für ne Instandverteidigung, die man auch hervorholen könnte wenn die Polizei gerade ein Massaker angerichtet hätte. Passiert ja sonst nicht allzu häufig, also Schwamm drüber.
Es gibt mehr als genug Fälle in denen sich die entsprechende Polizeibehörde entschuldigt hat und / oder Fehler auf der eigenen Seite eingeräumt wurden.

Aber anders als zumeist von der Presse und Aktivistengruppen gewünscht ist die Klärung solcher Sachverhalte nicht in ein, zwei Tagen möglich, sondern geht teilweise über Wochen und Monate und benötigt Experten aus verschiedenen Bereichen. Viele wollen aber " fast Justice " und stellen dabei genau dass Verhalten an den Tag dass sie den Beamten vorwerfen.
Und mehr als einmal hat sich auch gezeigt dass die zuerst kolportierten Sachverhalte eben nicht den Fakten entsprechen. Auch Michael Brown wurde zunächst landesweit mit 2m Grösse und knapp 140 kg als " gentle Giant " dargestellt der angeblich seinen Studienabschluss machen wollte etc.

Als dann das Video von dem Überfall auf den Supermarkt auftauchte und klar wurde dass er in der folgenden Woche mit einer Vorstrafe rechtskräftig verurteilt werden sollte bekam das Bild Risse.
Auch bezüglich seiner Mutter die in jede Kamera die Liebe zu ihrem Sohn darstellte bis heraus kam dass sie ihn bereits in jungen Jahren zur Großmutter abgeschoben hatte und mit ihrem neuen Freund zusammen lebte ohne starken Kontakt zu Michael Brown.

Dies mögen im Verhältnis zum Tod marginale Punkte sein aber sie zeigen dass gründliche Recherche nötig ist und dass spätere Ergebnis ist dann meist nur eine mediale Randnotiz.
AtzenMiro
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von AtzenMiro »

Wulgaru hat geschrieben:
Imperator Palpatine hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Ist ja auch kein Thema, man sollte sich nur nicht gegenseitig in Ecken stellen denke ich. :wink:

Was Racial Profiling in den USA angeht, versimplifiziert man das meiner Meinung nach trotz allem, wenn man der Polizei da frei parken gibt, weil schwarze mehr Straftaten begehen. Die Ferguson-Studie die gerade rauskam, zeichnet ein Bild von einer durch und durch rassistischen Polizei in dieser Gegend und auch die Morde der letzten Monate, vor allem an dem kleinem Jungen mit der Spielzeugpistole sprechen meiner Meinung nach eine sehr eindeutige Sprache.

Man muss keine falsche Toleranz fordern sicher nicht, aber man sollte auch keine falschen Ausreden erfinden. Gerade im Vergleich zur deutschen Polizei, die ja weiß Gott ihre Fehler hat, ist die Polizei in den USA außergewöhnlich schießwütig und das betrifft vor allem Afroamerikaner, das lässt sich nicht von der Hand weisen. Das Problem dabei ist glaube ich das man es als weiße Person, egal ob man rassistisch ist, häufig irgendwie auf sich münzt, wenn so eine Kritik aufkommt.

Hier mal ne interessante kleine Diskussion dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=QNIkrsnZ5N0
Die sogenannte " Schiesswütigkeit " der amerikanischen Polizei entstammt aber auch der Situation dass ich anders als in Deutschland fast immer davon ausgehen muss dass der vor mir stehende Verdächtige bewaffnet ist. Da gibt es oftmals keine zweite Chance.
Ja, das liest man immer wenn mal wieder jemand erschossen wird, nur komisch das man nie liest: sorry das war scheiße, wir haben hier einen Riesenfehler gemacht, wir werden alles tun damit das nie wieder vorkommt. Das passiert aber nicht...es folgen Ausreden, Relativierungen und Versuche das Opfer in einen Täter umzukehren...jedes einzelne mal (ich rede hier noch von den USA

Daher halte ich dein Argument halt einfach für ne Instandverteidigung, die man auch hervorholen könnte wenn die Polizei gerade ein Massaker angerichtet hätte. Passiert ja sonst nicht allzu häufig, also Schwamm drüber. Das die Polizei in den USA schon bei einfachem Drogenbesitz Swat-Teams in Häuser schickt, sollte dir glaube ich bekannt sein. Das kann man schlicht nicht als vernünftig rationalisieren.
Die Schießwütigkeit der Polizei und vorallem das voreile Entsenden von SWAT-Kräften kann man auch nicht relativieren, da muss man gar nicht drüber diskutieren. Nur sollte man auch nicht den Fehler machen und daraus eine allgemeine und allgegenwärtige Rassisten-Keule schwingen.

Erst letzens auf The Young Turks etwas über ein SWAT-Team gesehen, die bei einer Hausstürmung um 7Uhr Morgens dem Türöffner einen Kopfschuss einfach so verpasst haben. Der war weiß. Generell sterben im Zuge von Polizeigewalt in den USA sehr viele, darunter aber halt nicht ausschließlich Schwarze. Man bekommt aber das Gefühl, als würden sich alle nur auf die Gewalt gegenüber schwarzen Amerikaner fokussieren und dabei das allgemeine Problem, die Gewaltbereitschaft, die Militarisierung, die schlechte Ausbildung etc. der Polizei unter der Rassismus-Decke schieben.

Dieses Spiel funktioniert nämlich auch andersrum mit uns Deutschen in einer verzerrten Wahrheit dargestellt, seien es die NSU-Morde oder halt die Pegida. Wenn dann ausländische (u.a. auch The Young Turks) sehr einseitig und extrem generalisierend über unsere Probleme mit der Rechten Szene berichten.
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3nfant 7errible
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von 3nfant 7errible »

Ich stimme dem Gedanken zu, dass es komplett falsch ist jemanden einfach mal so schon vorzuverurteilen. Aber ich lach mich schlapp wie inkonsequent und heuchlerisch das vorgetragen wird. Der normale Polizist, der nicht zwingend der gebildetste oder intelligenteste Mensch sein muss, der ausserdem direkt vorne an der "Front" steht und uU Entscheidungen in Sekundenbruchteilen, unter Stress und Lebensgefahr treffen muss, ausgerechnet von DEM wird zuallererst verlangt, dass er sich jederzeit korrekt vorhält. Während andere Leute, die sich selbst als Intellektuelle, aufgeklärt und politisch korrekt bezeichnen würden, sicher in ihren Fernseh-Studios, auf der (Comedy-)Bühne, in ihrem Büro oder zuhause auf dem Sofa sitzen, alle Zeit der Welt haben darüber nachzudenken was sie sagen, ebenfalls schon mal den schwarzen Mann Bill Cosby verurteilen. Dieser Unsinn wird an allen Ecken und Enden am Leben gehalten, mit am meisten von denjenigen, die ihn angeblich zu bekämpfen versuchen und immer schnell dabei sind mit ihrem Finger auf andere zu zeigen.
Der schlichte Polizist auf der Strasse steht nicht in der Hauptverantwortung als erstes damit aufzuhören. Das muss viel weiter oben anfangen.
Nanimonai
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Nanimonai »

Imperator Palpatine hat geschrieben:Als dann das Video von dem Überfall auf den Supermarkt auftauchte und klar wurde dass er in der folgenden Woche mit einer Vorstrafe rechtskräftig verurteilt werden sollte bekam das Bild Risse.
Auch bezüglich seiner Mutter die in jede Kamera die Liebe zu ihrem Sohn darstellte bis heraus kam dass sie ihn bereits in jungen Jahren zur Großmutter abgeschoben hatte und mit ihrem neuen Freund zusammen lebte ohne starken Kontakt zu Michael Brown.

Dies mögen im Verhältnis zum Tod marginale Punkte sein aber sie zeigen dass gründliche Recherche nötig ist und dass spätere Ergebnis ist dann meist nur eine mediale Randnotiz.
Man sollte sich an die Fakten halten und die reißerischen Darstellungen von beiden Seiten (die, die Brown in ein gutes resp. schlechtes Licht rücken wollen) so weit es geht ignorieren.
Fakt ist, dass Brown unbewaffnet war und mit mindestens sechs Schüssen aus nicht kurzer Distanz erschossen wurde.
Nanimonai
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Nanimonai »

Scipione hat geschrieben:Der normale Polizist, der nicht zwingend der gebildetste oder intelligenteste Mensch sein muss, der ausserdem direkt vorne an der "Front" steht und uU Entscheidungen in Sekundenbruchteilen, unter Stress und Lebensgefahr treffen muss, ausgerechnet von DEM wird zuallererst verlangt, dass er sich jederzeit korrekt vorhält.
Natürlich! Ausgerechnet von DEM. Denn dieser Mensch wurde jahrelang genau dafür ausgebildet, sich sozial integer und korrekt zu verhalten. Dieser Mensch trägt eine tödliche Schusswaffe, mit der er auch noch umgehen kann. Dieser Mensch vertritt das Gesetz und ist die Exekutive im Rechtssystem.
Es gelten höhere moralische Maßstäbe und Richtwerte für Polizisten als für andere Berufstätige in diesem Land. Ein Polizist darf es sich nicht leisten, über eine nur geringe Frustrationstoleranz oder niedrige Stressresistenz zu verfügen, in diesem Job gibt es keine Fehlertoleranzen wie in anderen Berufen. Weil im Ernstfall Menschenleben davon abhängen.
Selbstverständlich ist er auch nur ein Mensch und macht Fehler, aber wir als Gesellschaft müssen verlangen dürfen, dass sich Polizeibeamte vor allen anderen Mitgliedern unserer Gesellschaft jederzeit korrekt verhalten.
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Imperator Palpatine
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Imperator Palpatine »

Nanimonai hat geschrieben:
Imperator Palpatine hat geschrieben:Als dann das Video von dem Überfall auf den Supermarkt auftauchte und klar wurde dass er in der folgenden Woche mit einer Vorstrafe rechtskräftig verurteilt werden sollte bekam das Bild Risse.
Auch bezüglich seiner Mutter die in jede Kamera die Liebe zu ihrem Sohn darstellte bis heraus kam dass sie ihn bereits in jungen Jahren zur Großmutter abgeschoben hatte und mit ihrem neuen Freund zusammen lebte ohne starken Kontakt zu Michael Brown.

Dies mögen im Verhältnis zum Tod marginale Punkte sein aber sie zeigen dass gründliche Recherche nötig ist und dass spätere Ergebnis ist dann meist nur eine mediale Randnotiz.
Man sollte sich an die Fakten halten und die reißerischen Darstellungen von beiden Seiten (die, die Brown in ein gutes resp. schlechtes Licht rücken wollen) so weit es geht ignorieren.
Fakt ist, dass Brown unbewaffnet war und mit mindestens sechs Schüssen aus nicht kurzer Distanz erschossen wurde.
Fakt ist aber ebenfalls dass Michael Brown den Polizisten Darren Wilson durch das Fenster des Polizeiwagens angegriff nachdem Wilson ihn und seinen Freund Dorian Johnson angehalten hat da er kurz vorher über Funk eine Täterbeschreibung der beiden aufgrund des vorhergehenden Überfalls erhielt.
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Wigggenz »

Hat in diesem Thread überhaupt jemand die News gelesen?

Unglaublich, was das wieder für Ergüsse hier hervorrufen konnte.

Im Gegensatz zu dem Unsinn den man so von Feminist Frequency präsentiert bekommt, klang das hier nämlich nach einer durchaus vernünftigen Diskussion und Analyse der Unterrepräsentation.
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3nfant 7errible
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von 3nfant 7errible »

Nanimonai hat geschrieben: Natürlich! Ausgerechnet von DEM. Denn dieser Mensch wurde jahrelang genau dafür ausgebildet, sich sozial integer und korrekt zu verhalten. Dieser Mensch trägt eine tödliche Schusswaffe, mit der er auch noch umgehen kann. Dieser Mensch vertritt das Gesetz und ist die Exekutive im Rechtssystem.
Es gelten höhere moralische Maßstäbe und Richtwerte für Polizisten als für andere Berufstätige in diesem Land. Ein Polizist darf es sich nicht leisten, über eine nur geringe Frustrationstoleranz oder niedrige Stressresistenz zu verfügen, in diesem Job gibt es keine Fehlertoleranzen wie in anderen Berufen. Weil im Ernstfall Menschenleben davon abhängen.
Selbstverständlich ist er auch nur ein Mensch und macht Fehler, aber wir als Gesellschaft müssen verlangen dürfen, dass sich Polizeibeamte vor allen anderen Mitgliedern unserer Gesellschaft jederzeit korrekt verhalten.
Also bitte.... auf welchem Planeten geniesst die Polizei denn einen ausgezeichneten Ruf?
Das gemeine Streifenhörnchen - die Elite schlechthin, das beste was die Menschheit zu bieten hat?? ^^

Es ist auch kein Wunder, dass die Polizei überall dort am schlimmsten ist, oder im besten Fall einfach nur am nutzlosesten, wo es schon weiter oben nicht stimmt oder gar in ganzen Teilen der Gesellschaft, selbst wenn es grundsätzlich/theoretisch/offiziell die gleichen Regeln gibt.

Und diese strengen Regeln gibt es auch aus gutem Grund, erdacht von weiseren Männern, um uns alle vor uns selbst zu schützen. Die sich dem human error noch bewusster waren, und den vielleicht noch der ein oder andere Schrecken in den Knochen steckte. Heute ist das ja wieder alles ein Witz. Man kann ungeniert über Sicherheit vor Freiheit reden, mögliche Folter bei Terroristenverdacht und die so wichtige Unschuldsvermutung - Teil des Menschenrechts - wird schon in der Klatschpresse abgeschafft...