Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

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Piscatorcompos
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Re: Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

Beitrag von Piscatorcompos »

Na dann viel Glück Sony! Ich weiß schon warum ich mir keine PS4 geholt habe und auch nicht holen werde.
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EvilNobody
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Re: Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

Beitrag von EvilNobody »

Gibt es eigentlich irgendein F2P-Spiel, das man komplett durchzocken kann, ohne zu zahlen? Hab mal gehört, dass das zum Beispiel mit HdRO möglich ist. Stimmt das?
Hahle
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Re: Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

Beitrag von Hahle »

Na der Erfolg dieser Spiele spricht ja für sich, leider.
War nicht im letzten Jahr dieser Tetris-Klon (irgendwas mit Jewels) eines der erfolgreichsten Spiele überhaupt?
Kenne Viele die das zocken, in der U-Bahn oder in der Pause mal zwischendurch und dafür sogar Geld ausgeben und das sind Leute die normalerweise eher kein Geld für Spiele ausgeben oder zumindest nur selten.
Wie gut diese Sparte auf Konsole läuft, kann ich aber nicht einschätzen.
Und bei den vielen heutigen Free2Play-MMO's kann ich auch nur für mich vermuten, dass der Entwicklungsaufwand weit höher ist, als die Einnahmen durch Spieler, die man mittelfristig binden kann. Aber wenn ich mir so ansehe, wieviele F2P-MMO's es inzwischen gibt, lieg ich da wohl falsch.
bird.gif
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Re: Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

Beitrag von bird.gif »

hmm , das einzige f2p Modell das für mich funktioniert ist soetwas wie Dota 2 , alles andere (sprich p2w) ekelt mich extrem an....
Zuletzt geändert von bird.gif am 05.03.2015 15:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Sir Richfield
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Re: Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

Beitrag von Sir Richfield »

EvilNobody hat geschrieben:Gibt es eigentlich irgendein F2P-Spiel, das man komplett durchzocken kann, ohne zu zahlen? Hab mal gehört, dass das zum Beispiel mit HdRO möglich ist. Stimmt das?
Keine Ahnung, frag in ca. 4000 Jahren mal einen Dungeon Keeper Spieler...
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greenelve
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Re: Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

Beitrag von greenelve »

8BitLegend hat geschrieben:Ich würde bei Konsumenten dieser Titel an dieser Stelle gerne an den gesunden Menschenverstand appelieren:

3. Hersteller von F2P-Spielen haben keinen Spaß bei der Entwicklung, da ihre Kreativität dem Geschäftsmodell untergeordnet ist.
Hersteller von Spielen haben nie Spaß, wenn man es richtig argumentiert. Bei unabhängigen Produktionen fehlen Mittel wie Können, Geld oder Teamgröße, um die kreativen Ideen umzusetzen. Bei großen Firmen wiederum gibt es einen Zeit- und Inhaltsplan, in dem vorgeschrieben ist, wann etwas fertig zu sein hat und was es beinhalten muss.
Generell, sobald Entwicklung in wirtschaftliche Bahnen gelenkt wird, wenn sie nicht mehr privat als Hobbyvergnügen stattfindet, entsteht finanzieller Druck ein Produkt abzuliefern, womit Geld verdient werden muss. Dann hört es auf mit "Ich mach das so, weil ich es will" und wird zu einem "Es gefällt mir nicht, aber so kaufen es mehr Leute". Das findet natürlich nicht abrupt statt, es ist mehr ein schleichender Prozess. Bis hin zu Triple A, bei denen die Hersteller um den Mainstreamzwang nicht mehr herumkommen.

Selbst das Preismodell sagt nichts über den Spaß bei der Entwicklung. L.A. Noir ist ein Vollpreisspiel und laut den ganzen Meldungen hat die Entwicklung bei Team Bondi keinen Spaß gemacht.

Das dir F2P nicht gefällt ist ok, deine Sache, ich mag es teilweise auch nicht. Eben wegen der Nötigung Dinge extra zu kaufen. Aber über den Spaß an der Herstellung sagt es erstmal gar nichts.

Sir Richfield hat geschrieben:
EvilNobody hat geschrieben:Gibt es eigentlich irgendein F2P-Spiel, das man komplett durchzocken kann, ohne zu zahlen? Hab mal gehört, dass das zum Beispiel mit HdRO möglich ist. Stimmt das?
Keine Ahnung, frag in ca. 4000 Jahren mal einen Dungeon Keeper Spieler...
Es gibt immer gute und schlechte Beispiele. Die schlechten ändern allerdings wenig an der Qualität der guten. LoL/Dota 2 sind F2P und lassen sich ohne zu zahlen spielen. Es hängt auch stark von der jeweiligen Person ab, ob man in einem Spiel mit dem kostenlosen Content Spaß hat (manche kaufen dann auch nur, weil sie damit die Spielefirma unterstützen wollen, nicht aus Zwang, weil sie etwas kaufen müssen).

Man könnte auch Early Access komplett für gescheitert betrachten, aufgrund der Unmenge an Spielen die reine Abzocke sind und nicht stabil laufen. Dann wiederum gibt es Titel wie Darkest Dungeon oder Broforce.
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ColdFever
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Re: Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

Beitrag von ColdFever »

8BitLegend hat geschrieben:1. F2P ist nicht kostenlos, sondern eine nie endende Zahlungsaufforderung.

2. F2P greift destruktiv in das Spieldesign ein, da ständig neue Wege generiert werden müssen Nachforderungen zu generieren.

3. Hersteller von F2P-Spielen haben keinen Spaß bei der Entwicklung, da ihre Kreativität dem Geschäftsmodell untergeordnet ist.
Das bestätigt auch Altmeister Sid Meier, der nach einem F2P-Ausflug mit Ace Patrol für iOS bei seinem neuesten Titel Starships wohl aufgrund der negativen F2P-Erfahrungen lieber wieder auf das klassische B2P ohne jegliche Mikrotransaktionen setzt, Zitat:
Sid Meier hat geschrieben:"Diese Gratisspiele haben ein merkwürdiges Selbstverständnis erzeugt. Als Spieler darf ich plötzlich nicht mehr zu viel Spaß an einem Programm haben. Das könnte mich ja dazu verführen, dass ich Geld fürs Weiterspielen ausgeben könnte. Als Entwickler wiederum musst du dich nicht mehr allein auf das Spiel selbst konzentrieren, sondern die Mechaniken plötzlich auf den Umsatz einstellen. Und schwupps bist du Entwickler und Verkäufer."
Quelle: http://www.gameswelt.de/sid-meiers-star ... m,236002,2
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Sir Richfield
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Re: Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

Beitrag von Sir Richfield »

greenelve hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:Keine Ahnung, frag in ca. 4000 Jahren mal einen Dungeon Keeper Spieler...
Es gibt immer gute und schlechte Beispiele. Die schlechten ändern allerdings wenig an der Qualität der guten. LoL/Dota 2 sind F2P und lassen sich ohne zu zahlen spielen.
Die Frage war, ob es F2P Spiele gibt, die sich DURCHspielen lassen.
LOL, DOTA, Hearthstone, TF2, und wahrscheinlich eine Menge Spiele, die du jetzt als "gut" in den Raum geworfen hättest, sind mindestens Multiplayer fokussiert.
D.h., den "Content" im Sinne der "Spielerfahrung" liefert hier die Community, dafür wurde bei der Entwicklung kein Geld ausgegeben.

Die meisten "Singleplayer" F2P sind dann auch die, die mit unterschiedlich fairen finanzierungsideen aufwarten.
Hier ist es legitim, sich die Frage zu stellen "Wie weit komme ich ohne Geld und macht das Spaß?".
Wobei aus Sicht des Entwicklers/Publishers die Antwort klar sein sollte.

@EvilNobody: Wenn du mit F2P jetzt nicht gerade kostenlose Indie- / Browserspiele meinst, sondern das Zeugs mit den Onlineshops, dann: My Singing Monsters, meiner Erfahrung nach.
Dauert zwar ca. 2 Jahre intensiver Beschäftigung mit dem Titel, aber dann hast du ohne einen cent ausgegeben zu haben, allen Content erreicht. (Wenn die nicht inzwischen neue Updates gebracht haben.)
Quelle: Kenne jemanden persönlich, der genau das durchgezogen hat.
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Sir Richfield
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Re: Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

Beitrag von Sir Richfield »

greenelve hat geschrieben:Man könnte auch Early Access komplett für gescheitert betrachten, aufgrund der Unmenge an Spielen die reine Abzocke sind und nicht stabil laufen. Dann wiederum gibt es Titel wie Darkest Dungeon oder Broforce.
Mist, nicht gesehen, passt aber thematisch auch nicht zum letzten Post:
Du kannst die gesamte Videospielbranche als komplett gescheitert betrachten, bei der Unmenge an Spielen, die reine Abzocke sind und nicht stabil laufen. ;)
maho76
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Re: Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

Beitrag von maho76 »

Generell, sobald Entwicklung in wirtschaftliche Bahnen gelenkt wird, wenn sie nicht mehr privat als Hobbyvergnügen stattfindet, entsteht finanzieller Druck ein Produkt abzuliefern, womit Geld verdient werden muss.
auch als hobbyentwickler geht man irgendwann in die Phase ohne spass über wenn man es ernst meint und ein wirklich fertiges Produkt abliefern will. ;)
spass macht die Entwicklung: das artdesign, die ersten Levels und Funktionen, wenn man merkt dass das was man machen möchte funktioniert. dann kommt das redundante erstellen und ausarbeiten der möglichst umfangreichen Inhalte, und da geht dann der spass ab. wer mal ein animationsset für eine Figur per Hand fertigstellen will (bzw. 10-30 verschiedene mit je 10-120 phasen^^), 3000 Texturen erstellt hat oder 70.000 Programmzeilen runtergehackt hat... oder am besten alles zusammen als soloentwickler :roll: ... das macht keinem durchgehend spass und die meisten brechen dann auch irgendwann ab. wenn man´s dann fertig hat und positive reaktionen der user kommen ist das so großartig wie wenig anderes auf der welt (Kind kriegen hält da gerade so mit ;) ), aber der weg dahin ist immer steinig und sehr sehr steil.
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Leonardo Da Vinci
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Re: Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

Beitrag von Leonardo Da Vinci »

natürlich glauben "sie" daran! ausserdem ist es, wenn es gewinne abwirft denn wohl eher free to pay, aber egal. man versucht uns ja sowieso immer abhängiger von z.b. online-gaming-streaming-pay-to-play-diensten zu machen, damit man die süchtigen noch abhängiger und konrollierbarer machen kann. für mich kommt das in diesem leben jedenfalls nicht in frage! :mrgreen:
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greenelve
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Re: Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

Beitrag von greenelve »

Sir Richfield hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben:Man könnte auch Early Access komplett für gescheitert betrachten, aufgrund der Unmenge an Spielen die reine Abzocke sind und nicht stabil laufen. Dann wiederum gibt es Titel wie Darkest Dungeon oder Broforce.
Mist, nicht gesehen, passt aber thematisch auch nicht zum letzten Post:
Du kannst die gesamte Videospielbranche als komplett gescheitert betrachten, bei der Unmenge an Spielen, die reine Abzocke sind und nicht stabil laufen. ;)
Genauso gibt es auch eine Unmenge an Spielen, die stabil laufen und "nur" wirtschaftliche Produkte sind, gänzlich ohne Abzocke. Man kann es Schwarz oder Weiß sehen, je nach Blickwinkel. :wink:

Ich weiß schon, was du sagen wolltest. F2P kann richtig mies sein und schlechtes Image und so weiter. Nur war das bei der Frage nach einem guten F2P Spiel nicht hilfreich. ^^x
maho76 hat geschrieben:
Generell, sobald Entwicklung in wirtschaftliche Bahnen gelenkt wird, wenn sie nicht mehr privat als Hobbyvergnügen stattfindet, entsteht finanzieller Druck ein Produkt abzuliefern, womit Geld verdient werden muss.
auch als hobbyentwickler geht man irgendwann in die Phase ohne spass über wenn man es ernst meint und ein wirklich fertiges Produkt abliefern will. ;)
Stimmt. (ich hab jetz mal nicht die ganzen Beispiele zitiert, der Länge wegen) Oder das ständige Ausbessern, weil irgendwo noch irgendwas reinkommt und das Gesamtpaket nicht mehr stimmig ist. Dieses ständige Überarbeitungen ist sehr nervig und anstrengend, wieder und wieder alles durchzugehen.
Bei Programmcode merkt man es später an den ganzen Fragmenten, die noch irgendwo rumschwirren und den Code unnötig aufblasen.

Ich hatte mich in meinem Post hauptsächlich auf die Aussage bezogen, F2P würde wegen dem Geschäftsmodell keinen Spaß machen. Die sehr hohe Abbruchsquote bei Hobbyprojekten hatte ich glatt vergessen, da sie nicht ganz so erfordlich war. :winkhi:
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Sir Richfield
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Re: Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

Beitrag von Sir Richfield »

greenelve hat geschrieben:Ich weiß schon, was du sagen wolltest. F2P kann richtig mies sein und schlechtes Image und so weiter. Nur war das bei der Frage nach einem guten F2P Spiel nicht hilfreich. ^^x
Stimmt.
Aber das Schöne bei F2P Spielen ist ja: Die Suche kostet dich kein Geld. (Abgesehen von den sonstigen Kosten, die Konsole/PC mit dem WWW verbunden verursacht)
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PickleRick
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Re: Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

Beitrag von PickleRick »

Diese Aussage fast alles zusammen , was mich an F2P stört und weshalb ich schon immer einen großen Bogen darum mache:
Free-2-Play (...) wird großen Teil unserer Gesamteinnahmen ausmachen.
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Unrockstar007
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Re: Sony: "Wir glauben fest an Free-to-play"

Beitrag von Unrockstar007 »

Naja, der Vorwurf Free to Play würde der Kreativität schaden, würde ja vorraussetzten, dass Vollpreisspiele kreativ gestaltet sind, ist aber auch nicht immer der Fall.

Ich glaube, dass die Spieleindustrie grundsätzlich ein Problem hat: Das Geld abgreifen wo es nur geht.
Egal ob es die Battlefield Premium Modelle sind oder diese Season Pässe sind. Das kann man genau so verteufeln wie Free to Play. Das Problem ist doch heut zu Tage: Man zahlt entweder am Anfang und später oder eben nur später, aber am Ende wird wohl die gleiche Summe dabei raus kommen.

Beispiel: Auf Origin kostet Battlefield Hartdline mit Premium 120 Euro - wie schlimm kann da bitte Free to play sein?!"

Free To Play ist für Handy Spiele natürlich interessant: Entweder ich kann es für 0,99 Euro raus hauen, oder ich haue zehn Diamenten, Blink Blink Packs für je 1,99 Euro raus - wer davon leben will oder muss - der braucht darüber nicht lange nachzudenken.

Übrigens: Vom denken der Gewinnmaximierung her, hat man natürlich auch deutlich inhaltliche Probleme was heutige Spiele angeht .

Nur: Wenn Sony in Free 2 Play die Zukunft sieht, warum hat man dann Sony Online Entertainment verkauft?