Wie entscheidet ein Tester darüber, ob ein Spiel 80 oder 81 % bekommt?
sollte es für dich als Leser eine rolle spielen ob es 80 oder 81 sind?
Ehmm...ja?
Würde es für mich keine Rolle spielen, würde ich auch gar keine Wertung brauchen. 81% ist eben nicht 80% und ich würde schon gerne nachvollziehen können, was den Unterschied bei der Wertung gemacht hat.
maho76 hat geschrieben:
man kann mit feinerem System Tendenzen anzeigen, von daher schon sinnvoll, eben nicht bei 80 oder 81, aber 82 oder 87 macht halt für den ein oder anderen Leser schon nen kleinen feinen unterschied.
Es macht nicht nur einen kleinen feinen Unterschied, es macht sogar einen Gewaltigen. Wenn ich die Spiele mit 82% und 87% vergleiche, die ich gespielt habe, dann sind da schon manchmal Welten. Diesem Unterschied werden Wertungen mit 5% Differenz einfach nicht gerecht. Deswegen finde ich Prozentwertungen blödsinnig und Punktewertungen sinnvoller. Vier Punkte und Fünf Punkte als Endwertung vermitteln da schon einen besseren Überblick, wie sehr sich Spiele in Qualität unterscheiden.
Man könnte das Prozent System bei 4P erweitern, z.B. mit einem Daumen System. 100 wäre Daumen gerade nach oben und 0 wäre Daumen gerade nach unten, alle Wertungen dazwischen werden dann fast stufenlos auf die Daumenstellung automatisch umgerechnet. Vorteil wäre, dass dann auch 70% Spiel immer noch den Daumen ziemlich nach oben hätte und dadurch weniger für Viele als direkt schlecht abgestempelt werden kann. Würde sozusagen die Prozentwertung unterstützen und billig umzusetzen wäre es eh, ist ja nur ne Grafik, am System dahinter ändert sich null. Naja, nur ne Idee ohne viel Arbeit.
Balmung hat geschrieben:Man könnte das Prozent System bei 4P erweitern, z.B. mit einem Daumen System. 100 wäre Daumen gerade nach oben und 0 wäre Daumen gerade nach unten, alle Wertungen dazwischen werden dann fast stufenlos auf die Daumenstellung automatisch umgerechnet. Vorteil wäre, dass dann auch 70% Spiel immer noch den Daumen ziemlich nach oben hätte und dadurch weniger für Viele als direkt schlecht abgestempelt werden kann. Würde sozusagen die Prozentwertung unterstützen und billig umzusetzen wäre es eh, ist ja nur ne Grafik, am System dahinter ändert sich null. Naja, nur ne Idee ohne viel Arbeit.
Ich seh schon Leute mit nem Zirkel vor dem Monitor sitzen um festzustellen, bei welchem Spiel der Daumen mehr Prozente gibt.
Wie wäre es denn mit einem komplett dynamischen System?
Am Ende eines Textes ist dann einfach eine Eingabebox in der man alles von 0 bis 100 Prozent eingeben kann und der Text wird dann automatisch zu der gewünschten Wertung aus vorher geschriebenen Textbausteinen zusammengesetzt. Dann kann sich auch keiner mehr darüber beschweren das die Wertungen hier ja überhaupt nicht stimmen.
Balmung hat geschrieben:Man könnte das Prozent System bei 4P erweitern, z.B. mit einem Daumen System. 100 wäre Daumen gerade nach oben und 0 wäre Daumen gerade nach unten, alle Wertungen dazwischen werden dann fast stufenlos auf die Daumenstellung automatisch umgerechnet. Vorteil wäre, dass dann auch 70% Spiel immer noch den Daumen ziemlich nach oben hätte und dadurch weniger für Viele als direkt schlecht abgestempelt werden kann. Würde sozusagen die Prozentwertung unterstützen und billig umzusetzen wäre es eh, ist ja nur ne Grafik, am System dahinter ändert sich null. Naja, nur ne Idee ohne viel Arbeit.
Du setzt voraus, dass 50% eine durschnittliche "geht so lala"-Wertung wäre. Ist sie hier aber nicht!
Ein Spiel das okay aber nicht besonders gut o. schlecht ist hat mMn eher 70-75%. Liegt sicherlich auch an den Anspruch eines jeden Lesers aber solch ein stufenloses Daumensystem (oder meinetwegen Farbskala) würde entweder verfälscht sein ODER eine straff nach unten korrigierte Wertungsskala voraussetzen.
Letztes wäre mir lieber, wird jedoch sicher auf Druck von Publishern usw. nicht realisiert werden.
scapegrace hat geschrieben:Wie wäre es denn mit einem komplett dynamischen System?
Am Ende eines Textes ist dann einfach eine Eingabebox in der man alles von 0 bis 100 Prozent eingeben kann und der Text wird dann automatisch zu der gewünschten Wertung aus vorher geschriebenen Textbausteinen zusammengesetzt. Dann kann sich auch keiner mehr darüber beschweren das die Wertungen hier ja überhaupt nicht stimmen.
Das erscheint mir in Hinblick auf manche Wertungsdiskussionen die vernünftigste Lösung zu sein. Vorteilhaft wäre es dabei auch, dass redaktionelle Ressourcen frei würden, um andere Dinge zu tun; z.B. Hintergrundrecherchen zu aktuellen, spielebezogenen Themen.
Balmung hat geschrieben:Man könnte das Prozent System bei 4P erweitern, z.B. mit einem Daumen System. 100 wäre Daumen gerade nach oben und 0 wäre Daumen gerade nach unten, alle Wertungen dazwischen werden dann fast stufenlos auf die Daumenstellung automatisch umgerechnet. Vorteil wäre, dass dann auch 70% Spiel immer noch den Daumen ziemlich nach oben hätte und dadurch weniger für Viele als direkt schlecht abgestempelt werden kann. Würde sozusagen die Prozentwertung unterstützen und billig umzusetzen wäre es eh, ist ja nur ne Grafik, am System dahinter ändert sich null. Naja, nur ne Idee ohne viel Arbeit.
Ich seh schon Leute mit nem Zirkel vor dem Monitor sitzen um festzustellen, bei welchem Spiel der Daumen mehr Prozente gibt.
Die Prozentzahl steht ja immer noch da, der Daumen steht nur zusätzlich z.B. davor, damit die Prozentzahlen eben "richtiger" eingeschätzt werden. 50% wären dann eben wirklich ein Daumen zur Seite, anstatt das man aktuell das Gefühl hat, dass ein Durchschnittsspiel für viele bei 75% liegt.
Zuletzt geändert von unknown_18 am 16.02.2015 17:14, insgesamt 1-mal geändert.
scapegrace hat geschrieben:Wie wäre es denn mit einem komplett dynamischen System?
So etwas hatten wir doch schon 2007 am Start! Es gab drei Stufen, hieß "Wertung on Demand", da war wirklich für jeden was dabei, aber das hat sich irgendwie nicht rentiert:
1. 4PlayersHome: Silber
In der Silbervariante schickt ihr einfach eure Wunschwertung für einen Titel an uns. Ihr habt die freie Wahl zwischen 1 und 100 Prozent. Und das kann völlig abgedreht sein. Zum Beispiel eine 90% für FIFA 07 oder Gothic 3. Wie funktioniert das? Ganz einfach: Ihr schickt eine E-Mail an Wunschkonzert@4players.de mit dem Titel und der Wertung. Unsere fleißigen Servicebots bauen das Ganze sofort ein. Sobald ihr euch mit eurem Benutzernamen anmeldet, erscheint bei einem Klick auf den Fazitkasten nur noch eure Wertung!
Ist das genial? Ja! Ist das günstig? Oh ja: Pro Titel und Wertung wird ein Unkostenbeitrag von 50 Cent erhoben. Für jeden geänderten Pro- und Kontra-Punkt fallen noch mal 10 Cent an, für jeden sonstigen Punkt 5 Cent.
2. 4PlayersHome: Gold
Aber das ist noch gar nichts. Denn da könnte ja noch der miese Originaltext lauern! Noch besser ist die Goldvariante: Hier wird Service ganz groß geschrieben, denn ihr bekommt nicht nur eure Traumwertung - unsere Redakteure schreiben einen exklusiven Test für euch! Ihr könnt nicht nur aus verschiedenen Modulen wie "Eunuchisch objektiv", "Euphorisch emotional" oder "Klassisch schlecht" wählen, sondern auch eure Lieblingsfloskeln einfordern: Egal ob "Geili-geili-Gameplay" , "Diablo-Killer", "spektakuläre Bombastgrafik", "nasse Wassereffekte", "fein gewobener Klangteppich", "Anwärter auf den Genrethron" oder "Enttäuschung auf extrem hohem Niveau" - alles kein Problem. Und ihr bestimmt, welche Kontrapunkte erst gar nicht erwähnt werden!
Ist das noch genialer als Silber? Ja! Ist das günstig? Oh ja: Pro Test und Wertung wird ein Unkostenbeitrag von 2,50 Euro erhoben. Je nach Modul und Feinarbeit können weitere Kosten anfallen; eine Floskel kostet 5 Cent, erfundene Euphorie ebenfalls.
3. 4PlayersHome: Platin
Last but not least: Wir wollen auch die Publisher nicht vergessen und für die gibt es als Geschäftspartner die Platin-Variante inklusive Coverage-Construction-Set! So wird aus einer blumigen Pressemitteilung in null Komma nichts ein duftender Test! Unsere Programmierer haben den einzigartigen CCS-Editor gebastelt, der sogar den Zugriff auf den Flashteaser, alle Bilder und hauseigenen Wertungen ermöglicht - Buchungen und Reservierungen sind schon ein Jahr vor Release möglich. Also schnell die Lizenz für monatlich 4000 Euro plus Coverage sichern! Denn nur hier gibt es den Floskelapparat für die breite Zielgruppenstreuung gratis dazu: "Einsteiger können genau so zugreifen wie Jeansträger, Bundeswehrärzte, Hardcore-Spieler, Rentner oder Rasenmäherfans!" Das sind Sätze wie gemacht für die Box!
MrLetiso hat geschrieben:Ich seh schon Leute mit nem Zirkel vor dem Monitor sitzen um festzustellen, bei welchem Spiel der Daumen mehr Prozente gibt.
Die Prozentzahl steht ja immer noch da, der Daumen steht nur zusätzlich z.B. davor, damit die Prozentzahlen eben "richtiger" eingeschätzt werden.
Ah ok. Aber es gibt dahingehend ja schon die Schulnoteneinschätzung "Ausgezeichnet", "Befriedigend", "Mangelhaft"... was ich persönlich aussagekräftiger finde. Gerade das Wort "Befriedigend" wir bei den Tests viel zu sehr unterschätzt.
Edit:
4P|T@xtchef hat geschrieben:
Spoiler
Show
scapegrace hat geschrieben:Wie wäre es denn mit einem komplett dynamischen System?
So etwas hatten wir doch schon 2007 am Start! Es gab drei Stufen, hieß "Wertung on Demand", da war wirklich für jeden was dabei, aber das hat sich irgendwie nicht rentiert:
1. 4PlayersHome: Silber
In der Silbervariante schickt ihr einfach eure Wunschwertung für einen Titel an uns. Ihr habt die freie Wahl zwischen 1 und 100 Prozent. Und das kann völlig abgedreht sein. Zum Beispiel eine 90% für FIFA 07 oder Gothic 3. Wie funktioniert das? Ganz einfach: Ihr schickt eine E-Mail an Wunschkonzert@4players.de mit dem Titel und der Wertung. Unsere fleißigen Servicebots bauen das Ganze sofort ein. Sobald ihr euch mit eurem Benutzernamen anmeldet, erscheint bei einem Klick auf den Fazitkasten nur noch eure Wertung!
Ist das genial? Ja! Ist das günstig? Oh ja: Pro Titel und Wertung wird ein Unkostenbeitrag von 50 Cent erhoben. Für jeden geänderten Pro- und Kontra-Punkt fallen noch mal 10 Cent an, für jeden sonstigen Punkt 5 Cent.
2. 4PlayersHome: Gold
Aber das ist noch gar nichts. Denn da könnte ja noch der miese Originaltext lauern! Noch besser ist die Goldvariante: Hier wird Service ganz groß geschrieben, denn ihr bekommt nicht nur eure Traumwertung - unsere Redakteure schreiben einen exklusiven Test für euch! Ihr könnt nicht nur aus verschiedenen Modulen wie "Eunuchisch objektiv", "Euphorisch emotional" oder "Klassisch schlecht" wählen, sondern auch eure Lieblingsfloskeln einfordern: Egal ob "Geili-geili-Gameplay" , "Diablo-Killer", "spektakuläre Bombastgrafik", "nasse Wassereffekte", "fein gewobener Klangteppich", "Anwärter auf den Genrethron" oder "Enttäuschung auf extrem hohem Niveau" - alles kein Problem. Und ihr bestimmt, welche Kontrapunkte erst gar nicht erwähnt werden!
Ist das noch genialer als Silber? Ja! Ist das günstig? Oh ja: Pro Test und Wertung wird ein Unkostenbeitrag von 2,50 Euro erhoben. Je nach Modul und Feinarbeit können weitere Kosten anfallen; eine Floskel kostet 5 Cent, erfundene Euphorie ebenfalls.
3. 4PlayersHome: Platin
Last but not least: Wir wollen auch die Publisher nicht vergessen und für die gibt es als Geschäftspartner die Platin-Variante inklusive Coverage-Construction-Set! So wird aus einer blumigen Pressemitteilung in null Komma nichts ein duftender Test! Unsere Programmierer haben den einzigartigen CCS-Editor gebastelt, der sogar den Zugriff auf den Flashteaser, alle Bilder und hauseigenen Wertungen ermöglicht - Buchungen und Reservierungen sind schon ein Jahr vor Release möglich. Also schnell die Lizenz für monatlich 4000 Euro plus Coverage sichern! Denn nur hier gibt es den Floskelapparat für die breite Zielgruppenstreuung gratis dazu: "Einsteiger können genau so zugreifen wie Jeansträger, Bundeswehrärzte, Hardcore-Spieler, Rentner oder Rasenmäherfans!" Das sind Sätze wie gemacht für die Box!
Balmung hat geschrieben:
Die Prozentzahl steht ja immer noch da, der Daumen steht nur zusätzlich z.B. davor, damit die Prozentzahlen eben "richtiger" eingeschätzt werden. 50% wären dann eben wirklich ein Daumen zur Seite, anstatt das man aktuell das Gefühl hat, dass ein Durchschnittsspiel bei 75% liegt.
Ich fände es schöner, wenn 4players eine Erklärschablone zum Ausdrucken und Ausschneiden auf der Seite hätte, die man über die Prozentwertung hält und auf der man dann ablesen kann, wie die Prozentwertung gemeint ist. Am besten mit Prozentangaben auf der Schablone.
AkaSuzaku hat geschrieben:
Nur wenn man zu allem zwischen "empfehlenswert" und "avoid" (meiden?) gar keine Einteilung mehr macht, dann bringt einen das System auch nicht weiter. Alles zwischen ungefähr 2- und 4- wird faktisch gleichgestellt, denn genau das suggeriert man mit diesem Wertungssystem.
Warum? Bei solchen Spielen muss man eh den Text lesen um sich ein richtiges Bild zu machen... was bringen da nichts-sagende Noten wenn es eh Special-Interest-Titel sind?
Wenn Eurogamer das künftig so handhabt, dann ist alles in Ordnung. Sie haben aber rückwirkend einigen eigentlich schon (mit dem alten System) benoteten Spielen noch einen Stempel aufgedrückt, die den Eindruck erwecken, als würde die Grauzone u.U. von 8/10 bis 2/10, in jedem Fall aber von 7/10 bis 3/10 reichen.
Eine Wertung von 65-74 habe ich bislang jedenfalls nicht generell als Hinweis verstanden, dass das Spiel nur was für Genre-Fans ist. Alles unter 30 sollte hingegen fast unspielbar sein.
Zuletzt geändert von AkaSuzaku am 16.02.2015 17:24, insgesamt 1-mal geändert.
abgesehen von eurem GTA4-Test war und bin ich mit all euren Tests zu 100% einverstanden, da man die Mängel an den Spielen immer nachvollziehen konnte welche ihr kritisiert, "aktuell" Dragon Age mit ihren MMO-Spielprinzip, Driveclub mit kolossalen Online-Versagen oder Cities XXL mit ihrer Mogelpackung (hallo Hardline?).
Eine Zahl zeigt mir, inbesondere in der heutigen Zeit mit sovielen unfertigen Spielen, ob ein Spiel zu Release für dem Vollpreis empfehlenswert ist oder nicht. Und abgesehen von PC-Tests vertraue ich euch und eurer Wertung als auch Einschätzung am meisten von allen Magazinen da draußen, auch, weil ich euch kenne und seit über 8 Jahren begleite.
Dennoch solltest du nicht vergessen, dass solche Tests rein subjektiv sind und es daher völlig normal ist, wenn man regelmäßig eben nicht der gleichen Meinung wie der Test ist.
MrLetiso hat geschrieben:
Balmung hat geschrieben:
MrLetiso hat geschrieben:Ich seh schon Leute mit nem Zirkel vor dem Monitor sitzen um festzustellen, bei welchem Spiel der Daumen mehr Prozente gibt.
Die Prozentzahl steht ja immer noch da, der Daumen steht nur zusätzlich z.B. davor, damit die Prozentzahlen eben "richtiger" eingeschätzt werden.
Ah ok. Aber es gibt dahingehend ja schon die Schulnoteneinschätzung "Ausgezeichnet", "Befriedigend", "Mangelhaft"... was ich persönlich aussagekräftiger finde. Gerade das Wort "Befriedigend" wir bei den Tests viel zu sehr unterschätzt.
Klar, aber solche Worte an sich lassen halten doch noch zu viel Interpretation zu. Für viele klingt schon ein "befriedigend" zu negativ. Da ist so ein Daumen unmissverständlicher.
Zuletzt geändert von unknown_18 am 16.02.2015 17:23, insgesamt 1-mal geändert.
Ich hatte in der Eurogamer News, hier auf 4players, folgendes zum Thema geschrieben um die Reaktionen der Community-User abzuwarten:
"Letzendlich lässt diese Art der Bewertung viel mehr Interpretations-Spielraum für Tester, Gamer und Developer und Publisher zu.
Wenn man das ungefähr mal auf 4players übertragen würde, dann könnte man auch einfach die Zahl weglassen und nur noch super, ausgezeichnnet, sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend, mangelhaft, ungenügend hinschreiben.
Um sich dann deren Wertungsskala anzupassen, fügt man super und ausgezeichnet (1), sehr gut und gut (2), befriedigend und ausreichend (3) und mangelhaft und ungenügend (4) zusammen, fertig.
Die Pro und Contra-Liste würde dann wohl noch mehr Beachtung und Gewichtung bekommen für den Gamer. Games sind eine Frage des Geschmacks und Subjektivität steht vor messbarer Objektivität.
Wem würde diese vereinfachte Art von Wertung denn am meißten helfen, den Testern, den Developern und ggf. Publishern oder den potenziellen Käufern? Oder allen?"
Die Reaktionen waren u.a., diese Art der Verwässerung oder Vergrößerung des Interpretationsspielraumes sei das Beste für alle (Tester, Gamer, Developer, Publisher). Kann man auch nachlesen.
Ich bin selbst seit C64, Amiga, Atari-Konsole und 386er u.a. Gamer und Leser. Daher kenne ich auch so gut wie alle Fachmagazine und Wertungssysteme und habe mein eigenes Wertungssystem für Spieleprodukte ausgearbeitet.
Worauf ich hinaus will. Die meißten Leser "beginnen" tatsächlich mit der Einleitung (Seite 1), springen dann erst einmal zum Fazit (Zusammenfassung) und der Wertung (ist beides bei Euch auf einer Seite). Danach wird oft entschieden, ob es sich für den Leser überhaupt vom Faktor Zeit und Interesse her lohnt, den dazugehörigen Text durch zu lesen. Das ist nicht nur bei Spieleprodukten so, sondern zieht sich durch diverse Testmagazine. Denn der potenzielle Konsument möchte überwiegend ein System, wo er sich erst einmal einen schnellen nachvollziehbaren Überblick über die Spielspass-Qualität eines Spieleproduktes verschaffen kann. Um dann nach eigenen ermessen zu entscheiden, den ausführlichen Test in Textform zu lesen oder nicht.
Deshalb tendiere ich sogar dazu, die Endwertung noch detaillierter in Wertungskreterien offentsichlich, eindeutig und nachvollziehbar in einer Übersicht aufzunehmen.
Wie kommt eine Wertung zu stande? Die Textfom ist bei Euch sehr gut formuliert, nur lässt diese oft, viele Wertungsfaktoren bzw. Kriterien aussen vor. Eine Übersicht wäre hier auch für Leser meiner Meinung nach sehr hilfreich. Diese wird bei Euch in Pro und Kontra mal mehr, mal weniger angeschnitten. Den Wert von Pro und Kontra, bzw. den Wertungskriterien, die zum Endergebnis führt, wird der Leser für sich selbst gewichten und schauen in wie Weit die Endwertung des Testers mit seinen eigenen subjektiven Geschmacks übereinstimmen kann oder auseinander gehen könnte. Die Themen Unfertigkeit, Bugs, Unvollständigkeit, Geschäftsmodell, unfaire Abzocke oder fairer und respektvoller Umgang mit der Zielgruppe, gehören auch mit in einem ausführlichen Test hinein.
Ich finde ebenfalls, dass eine Verwässerung bzw. Vergrößerung des Interpretationsspielraumes eher den Produkt-Herstellern und Vermarktern hilft (Developer, Publisher und natürlich deren PR-Marketing), wenn es darum geht Kritik in einer gebündelten Zahl oder Note nach unten hin zu verschleiern.
Gruss
edelg
Zuletzt geändert von johndoe1388741 am 16.02.2015 17:59, insgesamt 3-mal geändert.