Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

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Knarfe1000
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Knarfe1000 »

Kajetan hat geschrieben: Rossi war aber ein Arsch :) Denn eines Tages landete mein Leserbrief in seiner Rumpelkammer, in dem er einfach essentielle Bestandteile des Briefes weggelassen hat, um aus zwei aus dem Zusammenhang gerissenen Sätzen einen Konter zu konstruieren. Der Gag war gut, ich habe gelacht und weil ja weder Namen noch Anschrift veröffentlicht werden, habe ich mich auch nicht weiter aufgeregt, aber ... Rossi war ein Arsch!
Hast du von Rossi eine ernst zu nehmende, konstruktive Antwort erwartet?

Das war wie bei den Leserbriefen an die Mad-Redaktion. Es gab Hohn, Spott und Satire als Antwort. Und genau das wollte man auch lesen.
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Balla-Balla
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Balla-Balla »

Sauerei!
Kajetan hat geschrieben: ... ich... Arsch!
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Ryo Hazuki
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Ryo Hazuki »

Eigentlich hat sich gar nichts geändert. Das Rad wurde ja auch schon oft neu erfunden.
johndoe1525641
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von johndoe1525641 »

mr archer hat geschrieben:Sehr interessante Entwicklung, die ich begrüße.
Das ist Wasser auf meine Mühlen! Mutiger Vorstoß. Laßt uns mal gucken, was draus wird.

"Das Metascore-System habe der Spielebranche nicht gut getan und zu mehr Konservativismus beim Game-Design sowie einer größeren Zahl an Mainstream-Titeln geführt." Das scheint mir ein sehr starkes Argument zu sein.

Auch bei "DriveClub", das im SP ziemlich gut funktioniert hat, aber auf MP-Seite in jeder Hinsicht enttäuscht hat, kam ich zuletzt ins Grübeln. Auch 4P schafft es doch nicht, hier konsistent zu sein. "DriveClub" kriegt 50 oder so, "LBP3" 85 oder so (hab die genauen Zahlen nicht mehr im Kopf), aber bei "LBP3" funktioniert der MP bis heute nicht!

Das Medium "Videospiel" wird erwachsen, es braucht neue Arten von Kritiken und Kritikern. Nichts mehr mit von 0 bis 100, das finde ich gut. Bei Thomas Mann will man ja auch nicht lesen, das ist 'ne 43, aber der Márquez eine einunddrölfzig.
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Kajetan
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Kajetan »

Balla-Balla hat geschrieben:Sauerei!
Kajetan hat geschrieben: ... ich... Arsch!
Ja, genau so war das! :lol:
johndoe1525641
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von johndoe1525641 »

ColdFever hat geschrieben:Wer will bei einem unbekannten Spiel erst mal bei allen möglichen Magazinen stundenlang lesen, um ein Gefühl für die Qualität eines unbekannten Titels zu bekommen?
Wie ein anderer schon schrieb: Kurzzusammenfassungen am Ende kann es ja weiterhin geben.

Zur Klärung: Ich kenne eurogamer.net nicht, hab da nie irgendwas gelesen. Keine Ahnung, was das für Leute sind. Aber die Idee finde ich gut.

Man kann ja auch hier bei 4P die Wertungen ausschalten, aber wer das tut, verliert den halben Spaß, wenn er die anschließende Diskussion verfolgen will. Dieso Option ist also kein echter Anreiz. Ich wäre für ein 1-bis-5- oder 1-bis-6-System, irgendwas in der Art, aber ganz auf Noten zu verzichten, das finde ich zumindest mal mutig.
Igorsam
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Igorsam »

Kann mir wer erklären, warum einige so ein großes Interesse daran haben anderen etwas wegzunehmen, das sich auf sie nicht auswirkt?

Ich bin für Wertungszahlen, sie sind perfekt zur schnellen orientierung, irgendwann hat man einfach nichtmehr die Zeit sich über alles so umfassend zu informieren, und ja auf zig seiten auch nur die Fazits zu lesen ist schon ein großer aufwand - sofern diese überhaupt so gut gemacht sind, oft sind die Fazits ja eher mau.

So seh ich zuerst einen groben Überblick aller seiten binnen Sekunden über die Wertungszahlen, danach entscheide ich ob ich die Reviews genauer lese. Für mich ein perfektes System.

Das mit den Awards ist doch wieder genauso lächerlich, jetzt mal ehrlich, wenn sich das durchsetzt haben wir das selbe in Blau, dann wird halt in Zukunft alles in Award-Anzahl etc. umgerechnet und alle Publisher drängen um solche Awards zu bekommen, faktisch das Selbe in Blau. Ist doch jetzt auch kaum anders, für mich gibt es Wertungstechnisch ohnehin nur 3 Zahlen:

So ungefähr: (natürlich unterschiedlich je nach Magazin, jeder bewertet ja etwas anders)
1- höchstwahrscheinlich Müll (< 75)
2- Durchschnitt (>75)
3- Sehr Gut (>90)
Bei Kategorie 1 Spielen muss man eben dann besonders nachlesen ob vielleicht nicht die Nische für einen Interessant ist etc.

Die zwischenbereiche sind doch in Wahrheit ohnehin eher irrelvant.
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Rabidgames
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Rabidgames »

Ironisch ,dass 4palyers dies schon seit Jahren will, aber offenbar nicht die Eier dazu hat (wobei das auch die Schuld der Muttergesellschaft sein kann, die da ihr Veto einlegt).

Mutiger Schritt von Eurogamer.
Vielleicht würde ich mir noch eine Extrakategorie "für Fans" wünschen, denn Spiele wie Dead Island, The Saboteur oder Risen 3 sind auch objektiv nicht 8-Punkte-würdig und treffen nicht jeden Geschmack, aber in dem Fall halt meinen (solche Beispiele hat ja sicherlich jeder).

Ein Punkt ist auch metacritic - wenn da mittlerweile Gehälter und/oder Boni an die metacritic-Zahlen gekoppelt werden, dann läuft halt was falsch.
Warrior57
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Warrior57 »

Eine tolle Entscheidung seitens Eurogamer die ich sehr begrüße. Ich hoffe sehr dass Ihre Leser/Spieler diese Änderung annehmen.
Dieser Humbug Spiele in absoluten Zahlen messen zu wollen funktioniert sei Jahren nicht.

Spätestens seit dem Zahlungen von Publishern durch Metacritic festgemacht werden ist es doch sogar schädlich (weil Einflussnehmend) für die Entwicklung geworden. Diese letzten Ubisoft, EA und andere großen Publisher Titel werden wie nach Checkliste produziert, und weil man Metacritic meistern muss wirken nicht-Indie-Titel oft nur noch wie Schema F.

Das ganze durch eine leicht erweiterte Version von "Daumen rauf/Daumen runter" zu ersetzen halte ich für den richtigen Weg.
Beispiel DAI - es ist nicht völlig Mist, aber ein Meisterwerk ist es nun mal auch nicht. Anstatt hier um jeden Prozentpunkt zu kämpfen verpasst man dem Titel eine ausführliche Beschreibung und zeigt den Trend wo es hingeht auf. Sollte ja alle zufriedenstellen können. :D

Die 4players Alternative die Wertung nur nicht anzuzeigen funktioniert ja leider doch nicht - die Aussage ist getroffen, zumindest für alle die sie sich ansehen.
Easy Lee
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Easy Lee »

Metacritics ist das einzige Kontra-Argument das ich gelten lasse. Als Traditionalist der Games-Kultur liebe ich Wertungen und will diese auch nicht verschwinden sehen.
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(x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von (x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt »

Wäre 4players jetzt schlau, würden sie dem Schritt folgen. Nie war die Gelegenheit besser als jetzt und Wertungen machen zu oft unglücklich oder ziehen Trolle ans Land, die sich daran ergötzen.
Gast
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Gast »

)FireEmblem(Awakening hat geschrieben:und Wertungen machen zu oft unglücklich oder ziehen Trolle ans Land, die sich daran ergötzen
Die Unglücklichen und Trolle sind jedoch wirtschaftlich relevante Seitenaufrufer. Zudem wird man ohne Wertung nicht mehr von Metacritic, Critify und ähnlichen Seiten gelistet und verlinkt.
Ansonsten bin ich da ganz bei dir, aber naja, warten wir die Konsequenzen für Eurogamer in den nächsten Monaten ab - ich hoffe, dass sie durch diesen mutigen Schritt nicht in die Bedeutungslosigkeit abrutschen ... :?
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Lord Hesketh-Fortescue
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

8BitLegend hat geschrieben:Metacritics ist das einzige Kontra-Argument das ich gelten lasse. Als Traditionalist der Games-Kultur liebe ich Wertungen und will diese auch nicht verschwinden sehen.
Na, deswegen gibt es ja auch haufenweise Magazine, Blogs, Zeitungsfeuilletons usw. in denen Spiele mal mit Zahl, mal ohne Zahl, mit „arithmetisch korrekten“ Wertungskästen oder ohne, mit Awards, Farbskalen, Sternchen, Smileys oder sonstigem Bling-Bling, mit ellenlangen, elaborierten Abhandlungen im Kulturmenschen-Duktus, die den Leser fordern, oder in wenigen simpel gestrickten Sätzen als stumpfe Kaufempfehlung verwurstet werden. Was auch der extremen Heterogenität von Computerspielen zwischen Hardcore-Kommerz und Kellerkunst vollauf gerecht wird. Wo wäre also das Problem? Doch wohl kaum, dass ein Magazin unter Hunderten sich nun dafür entschieden hat, statt einer 10er Zahlenskala nun ein vierstufiges Award-System zu verwenden. Wer die schnellen Zahlen braucht und an ihren angenehmen Vergleichbarkeitszauber glaubt, der findet sie immer noch im Überfluss. Informationstechnisch leben wir alle nach wie vor im El Dorado. Auch nach der Eurogamer-Entscheidung.

Mensch, immer diese Entwurzelungsängste bei partieller Medien-Weiterentwicklung... :Häschen:
Amoklaufspielspieler
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Amoklaufspielspieler »

ZackeZells hat geschrieben:Rossis Rumpelkammer habe ich früher gerne verfolgt, war glaube in der PcGames.
Beste. :Häschen:
Habe mich regelmäßig weggeschmissen, wenn der Mann die Leser verarscht hat. :mrgreen:
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sourcOr
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von sourcOr »

LePie hat geschrieben:
)FireEmblem(Awakening hat geschrieben:und Wertungen machen zu oft unglücklich oder ziehen Trolle ans Land, die sich daran ergötzen
Die Unglücklichen und Trolle sind jedoch wirtschaftlich relevante Seitenaufrufer. Zudem wird man ohne Wertung nicht mehr von Metacritic, Critify und ähnlichen Seiten gelistet und verlinkt.
Ansonsten bin ich da ganz bei dir, aber naja, warten wir die Konsequenzen für Eurogamer in den nächsten Monaten ab - ich hoffe, dass sie durch diesen mutigen Schritt nicht in die Bedeutungslosigkeit abrutschen ... :?
Eurogamer sind groß genug, sonst hätten sie diesen Schritt nicht getan. Ich glaube wenn eine Seite wie Eurogamer dadurch in die Bedeutungslosigkeit abrutschen würde, dann könnte man die ganze Branche gleich ganz einstampfen.