Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen"

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Kajetan
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von Kajetan »

maho76 hat geschrieben:sorry aber wer für (JEDWEDES) Hobby pro Woche nur 1-2 stunden hat, der muss sich halt damit abfinden dass er viele dinge nicht oder nur schlecht betreiben kann, das gilt insbesondere für vereins- und team-organisierte Hobbys (bspw. Bereich Sport) als auch sonstige Freizeitbeschäftigungen wo es überhaupt darauf ankommt einen gewissen fortschritt zu erreichen (vor allem in gruppe). ist nunmal leider überall so, ob ich jetzt schwimme, fussball spiele oder zocke.
Das ist richtig. Aber wieso muss das auch für Videospiele gelten, die man, im Gegensatz zu seinen Mitmenschen, sich frei Schnauze zusammenschnitzen kann? Und wenn man auch noch berücksichtigt, dass so ziemlich alles, was mit unserem Videospiel-Hobby zu tun hat, nur existiert, weil jemand eine Geschäftsmöglichkeit sieht und Geld verdienen will, dann spricht überhaupt nichts gegen Spiele für Leute, die halt nicht so viel Zeit und Muße haben oder erübrigen wollen. Nachfrage => Angebot. Und wenn es mit der Nachfrage nicht so klappt: Angebot => Werbung => Nachfrage!
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Sir Richfield
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von Sir Richfield »

maho76 hat geschrieben:sorry aber wer für (JEDWEDES) Hobby pro Woche nur 1-2 stunden hat, der muss sich halt damit abfinden dass er viele dinge nicht oder nur schlecht betreiben kann, das gilt insbesondere für vereins- und team-organisierte Hobbys (bspw. Bereich Sport) als auch sonstige Freizeitbeschäftigungen wo es überhaupt darauf ankommt einen gewissen fortschritt zu erreichen (vor allem in gruppe). ist nunmal leider überall so, ob ich jetzt schwimme, fussball spiele oder zocke.
Sorry, aber du hast mir nicht zu sagen, wie ich meine Hobbies ausüben soll. (Hier muss ein die Schärfe der Aussage abmildernder Smily hin).

Der Witz ist doch: "Wir" Betroffenen finden uns ja damit ab.
ICH spiele deshalb eher Diablo III oder Grey Goo oder irgendwas bei Kongregate oder so, zwischen der Arbeit, Blender, drei Mal die Woche Sport, Sozialen Kontakten und Schlafen, als Divinity: Original Sin oder Dragon Age: Insignificance.

Wir haben ja die Wahl, das ist ja das Schöne an diesem schier überquellenden Markt.

Es gibt aber eine gewisse Schizophrenität, das gebe ich zu:
Zum Einen weise ich darauf hin, warum ICH keine Zeit für "komplexe" Spiele habe, zum anderen bin ich der festen Überzeugung, dass man deshalb (Also: Der Grund, aus dem ich nicht Zielgruppe für komplexe Spiele ATM! bin) ganz sicher nicht seine Kunden pauschal für doof halten soll, damit man noch mehr Geld macht.

Ich möchte nicht, dass irgendein Publisher in dem Versuch MICH als Kunden zu gewinnen, den ganzen Rest der Gamer vor den Kopf stößt.
Auch weil das so nicht funktioniert!
Sagen wir mal DA:I hätte nicht unter Dragon Age 2, EA, Origin, Bioware, Mass Effect 3 Ende, Angry Joe "I chose the Archer, he can walk AND shoot) und anderen Kleinigkeiten, gelitten, wäre also grundsätzlich ein für mich interessantes Spiel gewesen.
Dass ich es jetzt gerade im Moment nicht spiele hat überhaupt gar nichts damit zu tun, wie schwer zu "lernen" es ist.
Der Grund ist ganz simpel der, dass ich weiß, dass ich einem epischen RPG mit Stunden von Content, das von seiner Geschichte und besonders von seinen Charakteren lebt, nicht die Aufmerksamkeit widmen kann, die es in meinen Augen verdient.

Deshalb nehme ich immer das Torment Beispiel. Bei diesem Spiel musste man hochkonzentriert sein, lesen, was da steht, VERSTEHEN, was da steht und es vor allem BEHALTEN!

HINWEIS: Wenn jemand so etwas mit Einheiten von <1 Std schafft, dann Respekt und mehr Kraft für dich!
wer das Bedürfnis hat etwas zu intensivieren (ein Rollenspiel spielen gehört für mich da definitiv dazu) der nimmt sich die zeit oder lässt es eben, Vereinfachung ist da kein weg.
Ja, sag ich doch die ganze Zeit. ;)
maho76
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von maho76 »

manchmal machst du mir ein bisschen angst, rich. ^^
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Sir Richfield
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von Sir Richfield »

maho76 hat geschrieben:manchmal machst du mir ein bisschen angst, rich. ^^
Mist, nur ein bisschen? :Clown:
johndoe1544206
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von johndoe1544206 »

das ist ganz einfach auch ne genresache. RPGs und andere genre sind eben zeitintensiver. Da kommt man mit 1h nicht weit. Wenn ich das jetzt aber so runterdumme, dass ich mit einer Stunde weit komme, ist es mit dem eigentlichen RPG gefühl nicht weit her und dann brauch ich das Spiel erst gar nciht als RPG machen.

Anders sind dann games, die eher übers gameplay kommen. MP-shooter, ein Fifa, eine Runde MOBA, bissl Mario Kart, was weiß ich. Das sind dann Videospiele, die ich auch zwischendurch einschmeißen kann, wenn ich halt grade nicht die Zeit und lust habe, mich auf ein etwas "komplexeres" Spiel einzulassen.

Was ist besser, was ist schlechter ? Nichts. Es sind eben verschiedene Arten von spielen an die man eben unterschiedlich rangeht. Wenn ich ein Buch lese, dann auch nur wenn ich die Zeit habe. Jede Woche eine Stunde wäre mir für jedes Buch mit ner guten Geschichte zu wenig, will ich deswgen, dass ab jetzt jedes Buch nur noch in Kurzgeschichtenformat rauskommt ?

Wenn ich Skifahren gehe, dann nicht für 2h, wenn ich fussballspielen gehen, reichen mir 2h locker. Würd ich öfter skifahren gehen, wenn sie mir nen babyhang vors Haus stellen an dem ich bissl rumrutschen kann ? Wahrscheinlich nicht.
piotrmike
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von piotrmike »

dann scherib ich es mal so:

WAS INTERESSIERT ES DAS PFERD, WENN DER WAGEN HINTER IHM UMKIPPT!!!

wir sind gamer, wieso nimmt keiner rücksicht auf uns, bietet uns spiele mit guter story die auch nach 3 monaten spielzeit nicht langweilen, was interessieren uns leute die mit spielen nicht zurechtkommen und auf die alles zugeschnitten wird?! wieso wird nicht versucht die "stammkundschaft" zu halten sonder neue zu kriegen dabei die alten zu vergraulen .... irgendwie fehlt mir hier die logik
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Kajetan
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von Kajetan »

piotrmike hat geschrieben:wieso wird nicht versucht die "stammkundschaft" zu halten sonder neue zu kriegen dabei die alten zu vergraulen .... irgendwie fehlt mir hier die logik
Betriebswirtschaftliche Logik. Man geht davon aus (durchaus mit Recht), dass die neue Zielgruppe wesentlich größer ist als die alte und man deswegen mehr Umsatz erzielen kann. Andererseits, und das ist die Kehrseite dieser Sache, gibt diese neue, größere Zielgruppe bei WEITEM nicht so viel Geld für Spiele aus wie wir Hardcore-Gaming-Fanatiker. Ist also eine Sache der Kalkulation: Gewinne ich durch die größere Masse der potentiellen Kunden mehr Umsatz als ich durch die Abkehr von der früheren Zielgruppe verliere?
maho76
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von maho76 »

WAS INTERESSIERT ES DAS PFERD, WENN DER WAGEN HINTER IHM UMKIPPT!!!

wir sind gamer, wieso nimmt keiner rücksicht auf uns,
weil wir für die Majors nicht das Pferd sind das den karren zieht (casual-dlc-supi-mehr-12€-2maps-packs-schreier), sondern das fünfte rad da hinten quer ? ;)
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FightingFurball
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von FightingFurball »

1. Wir sind nicht die Hauptzielgruppe für EA. Damit müssen sich einfach mal viele hier und auch im Netz abfinden.

2. Viele hier und auch im Netz haben eine sehr verzerrte Sicht auf die Dinge. Die meisten Spieler sind wahrscheinlich eher 'casual', was bedeutet sie sind nicht so vertraut mit Bedienungssystemen, wie unser eins. Sie haben einfach weniger Erfahrung. Ich sehe es bei den Kindern meines Cousins (10 und 12 müssten sie sein), die ab und zu mal bei mir spielen, wenn sie da sind. Die haben einfach Probleme mit dem gleichzeitigen Bedienen der Analogsticks. Oder auch Zeitbegrenzungen, die beiden dürfen nur jeweils 1 Stunde spielen, somit können sie sich nicht so stark in ein Spiel knien. Zum Anderen ist auch die Spielzeit arg begrenzt, wenn man einen Job und eine Freundin oder noch schlimmer Familie hat. Da kann man froh sein mal 1 Stunde Spielen zu können...

Dadurch fehlt einem großen Teil der Zielgruppe, die EA braucht um rentabel zu sein, einfach die Zeit, um jedes Mal eine Steuerung neu zu erlernen.

Und um es noch einmal zu sagen. Wir 'Hardcore Gamer' sind nicht mehr die Hauptzielgruppe für EA, wir werden einfach mal noch mitgenommen, wenn es sich anbietet.
johndoe1238056
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von johndoe1238056 »

Der gute Mann hat aber auch nicht von Casualgamern gesprochen, sondern vom durschnittlichen Spieler und von the most basic game. Nach spätestens fünf Minuten hätte meine Mutter, die noch nie ein Videospiel gespielt hat, Bejeweled begriffen. Inwiefern der durchschnittliche Spieler das nach zwei Stunden nicht raffen sollte, erschließt sich mir nicht und sagt mehr über EAs Kenntnisse bzw. Einschätzung der Gamer (auch der durchschnittlichen) als ihnen lieb sein dürfte. Wenn man nur noch Spiele für völlig verstrahlte Typen machen will, bitte. Aber dann nicht nachher rumheulen, dass diese sich selbst bei durchschnittlichen Spielern nicht mehr sonderlich gut verkaufen.
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FightingFurball
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von FightingFurball »

Also ich gehe mal davon aus, dass er eher vom Spiele Repetoire von EA ausging, als er von 'most basic game' sprach. Sprich, er meinte weder Bejeweled noch Tetris sondern eher ein einfaches Jump & Run oder FPS etc..

Aber auch so haben viele Leute schon Probleme mit der Bedienung von relativ einfachen Flashspielen wie die auf Lego.com etc. Und diese bilden nun einmal den Bulk der Spieler, da es sehr viel mehr von ihnen gibt als von uns.
johndoe1544206
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von johndoe1544206 »

das halte ich doch für ein gerücht. Warum sollte der großteil von spielern entweder erstzocker ( die gehen irgenwann mal aus ) oder vollidioten sein, die nachdem sie schon mehrere Spiele gespielt haben immer noch zu doof sind die simpelste steuerung zu können. Sry, aber dem teil der spieler, den man immer so schön als casual bezeichnet traue ich dann doch etwas mehr zu, als sich bei jedem neu eworbenem spiel so anzustellen als würden sie das erste mal ein pad in der hand halten.

Die, dies ned gebacken bekommen snid sicherlich nicht der Großteil der Spieler, denn die kaufen sicherlich nicht immer wieder mal ein game.
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FightingFurball
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von FightingFurball »

Simpel? Die meisten Spieler haben meist nicht 20 bis 30 Jahre intensive Spielerfahrung wie unsereins.
Wir haben mit Arcadespielen und einfachen Controllern angefangen. (Steuerkreuz und 2 Tasten falls sich hier einige mal erinnnern). Wir waren auch nicht leet Gamer von Tag 1 an. Und wir haben Zeit reingesteckt. Jemand der nur 1 oder 2 Stunden am Tag Zeit hat, kann diese Zeit nicht reinstecken und darum geht es hier. Aber diese Leute zählen nun mal zur Zielgruppe von EA.
TheGamer-X
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von TheGamer-X »

NerevarINE2 hat geschrieben:das halte ich doch für ein gerücht. Warum sollte der großteil von spielern entweder erstzocker ( die gehen irgenwann mal aus ) oder vollidioten sein, die nachdem sie schon mehrere Spiele gespielt haben immer noch zu doof sind die simpelste steuerung zu können. Sry, aber dem teil der spieler, den man immer so schön als casual bezeichnet traue ich dann doch etwas mehr zu, als sich bei jedem neu eworbenem spiel so anzustellen als würden sie das erste mal ein pad in der hand halten.

Die, dies ned gebacken bekommen snid sicherlich nicht der Großteil der Spieler, denn die kaufen sicherlich nicht immer wieder mal ein game.

Seh ich anders. Ich denke der Großteil der Spieler von heute sind Leute die Quizduell oder Candy Crush Saga spielen. Das kann jeder und deshalb erreicht es so viele. Setzt so einen Spieler mal an einen PC und bring ihm Call of Duty bei .. Selbst wenn er weiß welche Tasten er drücken muss, ist dieser mit dem Spiel in den ersten Stunden/Tagen/ hoffnungslos überfordert.

Das Ziel ist es jetzt nicht solche Spiele einfacher zu machen sondern mehr Spiele zu entwickeln die auch die Durchschnittsgamer erreichen (Wie Moorhuhn früher)
johndoe1544206
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Re: Electronic Arts: "Unsere Spiele sind zu schwer zu lernen

Beitrag von johndoe1544206 »

FightingFurball hat geschrieben:Simpel? Die meisten Spieler haben meist nicht 20 bis 30 Jahre intensive Spielerfahrung wie unsereins.
Wir haben mit Arcadespielen und einfachen Controllern angefangen. (Steuerkreuz und 2 Tasten falls sich hier einige mal erinnnern). Wir waren auch nicht leet Gamer von Tag 1 an. Und wir haben Zeit reingesteckt. Jemand der nur 1 oder 2 Stunden am Tag Zeit hat, kann diese Zeit nicht reinstecken und darum geht es hier. Aber diese Leute zählen nun mal zur Zielgruppe von EA.
Die alternden spieler nehmen immer weiter ab. Die jungen Leute kommen nach, und die wachsen damit noch stärker auf als wir. Warum sollten die sich dümmer anstellen ? Ich sehe die casualschicht mit hohem durschschnittsalter nicht, wer soll das sein ? Meine 60 Jährige Mutter ? Mein 30 jähriger bruder, der bis heute nichts mit videospielen anfangen konnte und es auch nicht tun wird, wenn EA im ein billo- Dragon Age produziert ?

Seh ich anders. Ich denke der Großteil der Spieler von heute sind Leute die Quizduell oder Candy Crush Saga spielen. Das kann jeder und deshalb erreicht es so viele. Setzt so einen Spieler mal an einen PC und bring ihm Call of Duty bei .. Selbst wenn er weiß welche Tasten er drücken muss, ist dieser mit dem Spiel in den ersten Stunden/Tagen/ hoffnungslos überfordert.
Die Leute , die sich mobilegames kaufen und das im Zug spielen oder während sie auf den Bus warten, sind mMn keine Kunden für Vollpreistitel, auch nicht, wenn das mit total einfachen QTEs spielbar ist.