Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

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NotSo_Sunny
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von NotSo_Sunny »

Alles was Metacritic den Nutzen entzieht, ist natürlich immer gern gesehen, aber macht das neue System wirklich den Unterschied? Wer früher zu faul zum Lesen war und nur gekauft hat, was über 80% kommt, wird jetzt nur noch kaufen, was einen Silber-Award bekommt. Wie früher wird jeder Fanboy rumheulen, wenn dieser Award seinem neuen Lieblingsspiel verwehrt bleibt und Publisher haben immernoch einen Fixpunkt an den sie Bonuszahlungen knüpfen können.
Aber ok, ich glaube auf 4Players wären zumindest die Shitstorms zu FarCry3/DA:Inquistion&Co kleiner ausgefallen, wenn am Ende die martialischen Wertungszahlen gefehlt hätten. Ich denke das System ist ein Schritt in die richtige Richtung.
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Sarkasmus
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Sarkasmus »

edelg hat geschrieben:Letzendlich lässt diese Art der Bewertung viel mehr Interpretations-Spielraum für Tester, Gamer und Developer und Publisher zu.

Wenn man das ungefähr mal auf 4players übertragen würde, dann könnte man auch einfach die Zahl weglassen und nur noch super, ausgezeichnnet, sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend, mangelhaft, ungenügend hinschreiben.

Um sich dann deren Wertungsskala anzupassen, fügt man super und ausgezeichnet (1), sehr gut und gut (2), befriedigend und ausreichend (3) und mangelhaft und ungenügend (4) zusammen, fertig.

Die Pro und Contra-Liste würde dann wohl noch mehr Beachtung und Gewichtung bekommen für den Gamer. Games sind eine frage des Geschmacks und Subjektivität steht vor Objektivität.


Wem würde diese vereinfachte Art von Wertung denn am meißten helfen, den Testern, den Developern und ggf. Publishern oder den potenziellen Käufern? Oder allen?
So würde , für mich, das Perfekte Wertungssystem aussehen. Nur haben die Betreiber davon ja nichts, weil kein Clickbait und so.

:cry:
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Kajetan
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Kajetan »

D_Radical hat geschrieben: Aber ok, ich glaube auf 4Players wären zumindest die Shitstorms zu FarCry3/DA:Inquistion&Co kleiner ausgefallen, wenn am Ende die martialischen Wertungszahlen gefehlt hätten.
Diese Shitstorms hören nie auf. Stell Dir vor ein FC4 hätte nur "Befriedigend" bekommen. Aufschrei, Panik, Ende der Welt! Selbst wenn es nur ein Fazit gäbe, selbst dann würden die einschlägigen Fanboys Amok laufen. Schau Dir nur mal die Kommentare zur neuen 4P-Kolumne an. Nur Text. Nicht einmal ein Test. Und jede Menge Leute, die sich auf den Schlips getreten fühlen, weil da jemand den neuen Nintendo-DS nicht abgöttisch bejubelt und es sogar wagt zu sagen, dass man sich das Teil wohl besser erst zum kommenden Weihnachten zulegen sollte.
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NotSo_Sunny
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von NotSo_Sunny »

Kajetan hat geschrieben:
D_Radical hat geschrieben: Aber ok, ich glaube auf 4Players wären zumindest die Shitstorms zu FarCry3/DA:Inquistion&Co kleiner ausgefallen, wenn am Ende die martialischen Wertungszahlen gefehlt hätten.
Diese Shitstorms hören nie auf. Stell Dir vor ein FC4 hätte nur "Befriedigend" bekommen. Aufschrei, Panik, Ende der Welt! Selbst wenn es nur ein Fazit gäbe, selbst dann würden die einschlägigen Fanboys Amok laufen. Schau Dir nur mal die Kommentare zur neuen 4P-Kolumne an. Nur Text. Nicht einmal ein Test. Und jede Menge Leute, die sich auf den Schlips getreten fühlen, weil da jemand den neuen Nintendo-DS nicht abgöttisch bejubelt und es sogar wagt zu sagen, dass man sich das Teil wohl besser erst zum kommenden Weihnachten zulegen sollte.
Das ist schon richtig und aufhören werden sie sicher nie, aber ich halte eine Eindämmung für möglich. Kommentare wie "WiiU, aber nicht WiiMe", die einen mindest ebenso großen Schlipstreter darstellen, kommen grade mal auf 22 Seiten an Kommentaren. Bei DragonAge:Inquisition sind es 10 mal so viele.
Gast
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Gast »

D_Radical hat geschrieben:Das ist schon richtig und aufhören werden sie sicher nie, aber ich halte eine Eindämmung für möglich.
Ich denke auch, dass dadurch die Anzahl solcher Kommentare deutlich zurückginge (u.a. auch, weil man dann nicht mehr mithilfe des Metascores "argumentieren" könnte).
Nanimonai
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Nanimonai »

Flotte Flagge hat geschrieben:Aber in dem Fall halte ich das Genre und das Puplikum für nicht reif genug (mich eingeschlossen).
Tiefer gehende Besprechungen müssen nicht zwangsläufig unglaublich eloquent sein, mit Theorien unterschiedlichster Natur und mit Fachbegriffen nur so um sich schmeissen... wenn der Schreiber gut genug ist, um auch komplexe Sachverhalte in eine leicht verständliche und unterhaltsame Sprache zu packen, ist jedes Publikum bereit dafür.
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an_druid
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von an_druid »

mr archer hat geschrieben:Sehr interessante Entwicklung, die ich begrüße.
wieso?
Ich weis ja, das viele die Test's nicht lesen und DAS schon mehr als zu genüge diskutiert wurde aber hier mehr zum vorschein Eurogamer+Rest noch mehr Aufmerksamkeit ergaukeln obwohl ich das Magazin eigentlich so gut finde wie es ist. Dieses System führt doch nur dazu, die Feinheit in der Endwertung (die ohnehinn nur gering ist) noch grober aussehen zu lassen. hoffe 4P macht das nicht nach.

Ob das jetzt nur am MEtascore liegt?.."Ansichtsache"

Ich lese nicht immer gerne Tests aber, scroll ebensogerne auch mal runter genauso wie ich mir auch mal manchmal einfach Let's Plays reinziehe. Das scheint mir eine Entwertung der Endbewertung zu sein, damit noch mehr Mittelmaß mit Silber und Gold Ausgeziechnet wird! Irgendwann haben wir dann nur noch daumen Hoch oder Daumen runter!!

Also wenn dan bitte die Wertung KOMPLETT weglassen und nen ordentlichen Text verfassen, der mit freude gelesen wird/werden will.

EDIT: :oops: Der Post musste praktisch Saniert werden :oops:
Zuletzt geändert von an_druid am 11.02.2015 14:29, insgesamt 5-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Kajetan »

an_druid hat geschrieben:Ob das jetzt nur am MEtascore liegt?.."Ansichtsache"
Nicht ausschliesslich. Aber der Metascore hat einen verdammt schlechten Einfluß auf Design und Vermarktung der Spiele. Von der Schere im Kopf der Entwickler gar nicht zu reden, wenn nur relativ geringe Fixsummen gezahlt werden und der eigentliche Verdienst über Boni in Abhängigkeit vom Metascore erfolgen soll. Kreativität ist hier das Erste, was da auf der Strecke bleibt.
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Kajetan
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Kajetan »

ronny_83 hat geschrieben:Warum hab ich in der Schule und Uni Noten bekommen?
Weil Du dort keiner kreativen Tätigkeit nachgegangen bist, die rein subjektiv aufgenommen wird, sondern weil man ganz objektiv mit Prüfungen Deine Studienleistung bewertet hat. Hat der Kerl das Fach verstanden oder ist er immer noch der Erste, der aufspringt und laut FÜNF ruft, wenn jemand fragt, was 2 x 2 ergibt? Selbst auf Kunsthochschulen ist das nicht so beliebig und willkürlich, wie man sich dies als Aussenstehender vielleicht vorstellt.

Ansonsten hast Du bei Eurogamer doch immer noch ein Label, ein Symbol, eine Wertung, an der Du Dich schnell orientieren kannst. Du erkennst auf einen Blick, ob Eurogamer das für ein erstklassiges oder "nur" sehr gutes Spiel oder für Ausschuß hält, den man besser meiden sollte. Wenn ein Spiel keines dieser Label hat, dann ist das auch eine Aussage. Dann kommt das der großen Masse der jetzigen 50-70% Spiele gleich, die zwar soweit ganz nett sind, die aber auch nichts Besonderes darstellen.

Und seit dem ich mich nur noch auf mein Bauchgefühl, meine persönlichen Spieleindrücke verlasse, bevor ich ein Spiel kaufe, bin ich ein weitaus zufriedener Kunde als zu den Zeiten, als ich Testergebnisse noch tatsächlich als Kaufberatung betrachtet habe. Zwar versagt dieses Bauchgefühl auch manchmal, wenn sich ein Spiel nach ein, zwei Stunden doch als hohler Blender entpuppt, aber der Anteil der Gurken ist deutlichst gesunken. Abgesehen von den Spielen, die man sich zulegt, um Lücken in der Sammlung zu schliessen und nicht, um sie jemals zu spielen :)
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SethSteiner
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von SethSteiner »

Also in meinem Studiengang gibts mal Noten und mal auch nicht und ich finde das System gerade an der Uni im Gegensatz zur Schule, genauso schlecht wie in der Videospielfachpresse.
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an_druid
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von an_druid »

Kajetan hat geschrieben:
an_druid hat geschrieben:Ob das jetzt nur am MEtascore liegt?.."Ansichtsache"
Nicht ausschliesslich. Aber der Metascore hat einen verdammt schlechten Einfluß auf Design und Vermarktung der Spiele. Von der Schere im Kopf der Entwickler gar nicht zu reden, wenn nur relativ geringe Fixsummen gezahlt werden und der eigentliche Verdienst über Boni in Abhängigkeit vom Metascore erfolgen soll. Kreativität ist hier das Erste, was da auf der Strecke bleibt.
OK..nur ist noch die überlegung, ob dadurch der Metascore an Beachtung verliert oder eher zunimmt und damit die Schere der Entwickler größer wird, wenn ein Game durch ein einfaches Stufenprinzip (1-5) zunimmt?! Die frage ist doch auch eigentlich, wie man die Zunahme an verschiedenen Gamern dazu bringt, ein Magazin ernster zu nehmen. Ich denke, das geht auch anderst. z.B vileicht den Fazit ohne Wertung ein kleinwenig mehr beachtsamer gestallten!?..
Zuletzt geändert von an_druid am 11.02.2015 00:39, insgesamt 1-mal geändert.
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an_druid
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von an_druid »

SethSteiner hat geschrieben:Also in meinem Studiengang gibts mal Noten und mal auch nicht und ich finde das System gerade an der Uni im Gegensatz zur Schule, genauso schlecht wie in der Videospielfachpresse.
verständlich, nur das was hier geplant wird, ist doch im prinzip ein Notensystem, nur abgekürzt!

1.Schlecht (Finger weg)
2.Durchschnitt (Textfazit)
3.Silber (Empfehlung)
4.Gold (Hervorragend)
Zuletzt geändert von an_druid am 11.02.2015 14:31, insgesamt 2-mal geändert.
tr1on
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von tr1on »

ronny_83 hat geschrieben:Ich finde den Schritt von Eurogamer überhaupt nicht gut. Ich kann zwar verstehen, dass viele es nicht nachvollziehbar finden, Prozentwerte in Einer-Schritte zu vergeben. Aber überhaupt keine Zahl find ich schwachsinnig. Die Zahl am Ende eines Test ist für mich eine Art Siegel, der Wert, wo ich das Spiel ungefähr einordnen kann. Zahlen für Bewertungen gibt es fast überall für allerlei Branchen. So habe ich als Kunde für mich einen Startwert zur Einschätzung des Spiels.

Was soll ich mit Tests ohne Wertung? Ständig Resumees analysieren und zwischen den Zeilen lesen, wo ich das Produkt einzuordnen habe? Ohne Zahl ist mir eine Bewertung viel zu wage, ohne Punkt am Ende des Satzes. Warum hab ich in der Schule und Uni Noten bekommen? Hätt ja auch jeder Lehrer oder Prof einfach wage Prognosen abgeben können, wie denn nun meine Leistung war. Oder für jede Arbeit ellenlange Texte als Bewertung schreiben können, in die jeder was anderes reininterpretieren könnte.

Für mich bedeutet das neue System von Eurogamer auch, dass Müll eventuell besser aussieht als er ist oder gute Sachen eventuell schlechter dastehen. Im eigentlichen Sinne eine Entwertung und Entkräftung einer Wertung.
Das ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits finde ich auch, dass eine Wertung eine Einordnung zwischen Spielen innerhalb eines Genres erleichtern kann. Nur das Problem an einer Wertung ist, dass Menschen - und damit auch Tester - bestimmte Punkte unterschiedlich schwer gewichten. Das fängt bei der Grafik an, dem wohl offensichtlichsten und hört bei der Story auf, die man eigentlich erst am Ende eines Spieldurchgangs abschließend bewerten kann.

Ein Test ohne Punkt-/Prozent-Wertung bringt gewiss nicht so viele Klicks und Diskussionen, aber bei der Findung einer Kaufentscheidung muß das für uns auf Spieler gar nicht abträglich sein, sofern der Test ehrlich ist und nicht bestimmte Dinge verheimlicht oder auslässt. Bei der gamepro gabs da mal einen Fall: Erst bewertete man AC Unity mit 85/100, um es ein paar Tage danach (nach Leser-Beschwerden) widerrum für seine technischen Schwächen und seine DLC-Politik zu kritisieren. Mit der Ausrede "bei der Version auf dem Event in Paris gab es das noch nicht". Da fragt man sich als Leser, wie? Warum testen die auf einem Event und nicht die Verkaufsversion? Publisher sind nicht doof. Die wissen, wie und von wem man ein bestimmtes Ergebnis erhalten kann, selbst wenn es nicht dem Kunden dient.
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Christoph W.
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von Christoph W. »

Großartige und auch mutige Entscheidung in diese Richtung zu gehen. Hier mal ein Auszug aus der Begründung, den ich sehr nachvollziehbar finde:
Was vorher eine 10 oder eine sehr enthusiastische 9 gewesen wäre, wird nun das Prädikat Herausragend erhalten. 8er oder "normale" 9er sind die Empfehlungen. Alles mit 3 oder drunter bekommt sein "Finger weg!". Aber es geht auch mehr um die Grenzbereiche, an denen es spannend wird, und die größere Tragweite, die eine Wertung in einem so kleinen Wertungsspektrum hat. Die 4er, 7er und 9er. Ist es wirklich schlecht oder hat es doch ein paar rettende Eigenschaften, die es wert sind, sich darüber zu informieren? Ist es irgendwie gut, aber keine Empfehlung oder eben doch?
Grenzbereiche gab es auch dort, aber heute habt ihr innerhalb eines einzigen Spiels schon viele Grenzbereiche. Die Technik ist ein Traum, es spielt sich fantastisch, aber das ganze Konzept ist viel zu eigen und umständlich. Findet dafür mal eine Wertung. Tolles Solospiel, nur leider streikt sein komplett verbuggter Online-Multiplayer-Modus. Egal für den Einzelkämpfer, eine Katastrophe für den nächsten Typ Spieler. Das lässt sich nicht mit einer Note abdecken.
Quelle: http://www.eurogamer.de/articles/2015-0 ... -wertungen

Nanimonai hat geschrieben: Alles der gleiche Mumpitz. Ob man das Kind nun in 6 Scheiben, 15 Scheiben oder 100 Scheiben zerschneidet oder es mit gold, silber und bronze überschüttet, Daumen nach oben oder unten zersäbelt... das Resultat ist immer Vergleichbarkeit auf einen Blick. Letztendlich immer eine Bewertung.
Also ist diese Abschaffung von Eurogamer auch nur eine Pseudoabschaffung, die zwar immerhin Metacritic bestraft (gute Sache), aber den Leser nicht in die Richtung umerzieht, die sinnvoller wäre.
Nein es ist nicht der gleiche Mumpitz. Ja es ist immer eine Bewertung, die auf Vergleichbarkeit abzielt. Aber welche Aussagekraft hat diese überhaupt?
Wertungsskalen wie 0 - 100 und 1 - 10 werden massivst benutzt und sind in der Branche stark vordefiniert. Wenn du also sagst dein Spiel ist durschnittlich, also ne 5 von 10, bedeutet das für die Gamingcommunity und -Industrie, für die der Durchschnitt bei 7 oder 8 liegt, dass es in deinen Augen Schrott ist (Liest sich ja niemand mehr irgendwas dazu durch und selbst wenn spielt es keine Rolle weil die Bedeutung der Zahl zu groß ist).
Eine kategorische Bewertung ist sinnvoll und aussagekräftig, wenn sie nicht vordefiniert ist (Und Zahlen sind da nunmal der Teufel in Person) und in so wenigen Kategorien wie möglich vorgenommen wird (Je mehr davon und desto verwässerter und nutzloser werden die einzelnen Kategorien für sich).
maho76
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Re: Eurogamer: Spielemagazin schafft Wertungszahl ab

Beitrag von maho76 »

Großartige und auch mutige Entscheidung in diese Richtung zu gehen.
der Zusatz "wir testen erst wenn das spiel erschienen ist" ist sehr fragwürdig. einerseits verleitet es die stammleser EVENTUELL sich von day1-käufen zu verabschieden und den test abzuwarten (extrem unwahrscheinlich wenn ich mir die vielen gegenläufigen Kommentare hier anschaue), andererseits ist das genau das was sich die Industrie wünscht um schrott an den mann zu bringen bevor "objektive abwatschen" in der presse zu finden sind. am liebsten wäre es den Herstellern nunmal wenn Pressestimmen zu ihren Produkten erst nach dem ersten Quartal (oder zumindest nach der ersten verkaufswoche) kommen würden, denn das ist der Zeitraum in dem das spiel von den Geldgebern bewertet wird, alles danach ist nur sahnehäubchen.
ist halt fraglich: ist es mutig? ich denke eher es ist bezahlt. ;)

und nochmal: auch ein Notensystem von 1-6 kann man ohne Probleme in Prozent runterbrechen, es ist KEIN unterschied ob 1-6, 1-10 oder 1-100(%) ausser der Genauigkeit der angabe. und wer sich bei ner 1-100, also einer feinen skala, über 2 punkte aufregt den kann man eh nicht ernst nehmen.