Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
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Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
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- KATTAMAKKA
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Re: Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
Ihr macht Boden gut bei mir :wink:
- Billie?
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Re: Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
Die Frage ist doch die: Will EA jetzt ausschließlich Spiele für Familienväter machen, die sich in der Woche 3-4 Stunden mit Computerspielen beschäftigen? Wenn ja, dann können sie natürlich keine guten Spiele mehr Entwickeln, sondern eben nur flache, simple "schnell rein, kein Tiefgang" - 2 Button Spiele. Das wird genannten Typ Spieler vielleicht sogar zufriedenstellen und diesen Markt abdecken. Die 90% anderen Gamer, seien es nun Schüler, Studenten, Arbeitslose, Singles, Väter die dem Hobby etwas mehr Spielraum geben, die wird man eben nicht mehr abholen und diese an Publisher verlieren, die diesen Spielern noch richtige Erlebnisse bieten wollen.
- M_Coaster
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Re: Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
Ich bin Familienvater. So und nun? Was ist das denn jetzt für eine Pauschalisierung? Ich kenne in meinem Freundeskreis, oh wunder, einige Familienväter und die lieben anspruchsvolle Spiele vielleicht sogar mehr als das Smartphone Kiddie, das sich aufgrund dem vielen Chatten und Online mitteilen gar nicht mehr auf ein Spiel einlassen kann?! Ja genau, das war genau so blöd pauschalisiert.
Echt so ein Nonsens das auf Familienväter zu schieben. Es ist eine Frage von Anspruch und Prioritäten!
Wir Familineväter bauen mit den Kindenr auch komplexe Legoburgen, werkeln im Heim, haben anspruchsvolle Jobs, lieben Brettspiele bei denen man ganz sicher nicht mal kurz einsteigt und man erst nach einigen Wiederholungen sich seien Strategie ausgetüftelt hat, aber für Videospiele ist dann No-Brainer angesagt?
Unfassbare SCHEISSE! Ich zitiere Deichkind: LIKE mich am ARSCH!
Echt so ein Nonsens das auf Familienväter zu schieben. Es ist eine Frage von Anspruch und Prioritäten!
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- Alter Sack
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Re: Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
Die Frage ist doch ob die Anderen wirklich die 90% sind. Beträgt der sogenannte Casualanteil wirklich nur 10%? Ich persönlich habe nämlich auch den Eindruck das der Coregamer in der Unterzahl ist. Man könnte ihm natürlich jetzt unterstellen das er das nur in den Raum geschmissen hat aber das halte ich für unwahrscheinlich. EA wird sich als Aktiengesellschaft der Gruppe nähern die nach ihrer Meinung das meiste Geld einbringt getreu dem Motto wer die Band bezahlt der bestimmt die Musik.Billie? hat geschrieben:Die Frage ist doch die: Will EA jetzt ausschließlich Spiele für Familienväter machen, die sich in der Woche 3-4 Stunden mit Computerspielen beschäftigen? Wenn ja, dann können sie natürlich keine guten Spiele mehr Entwickeln, sondern eben nur flache, simple "schnell rein, kein Tiefgang" - 2 Button Spiele. Das wird genannten Typ Spieler vielleicht sogar zufriedenstellen und diesen Markt abdecken. Die 90% anderen Gamer, seien es nun Schüler, Studenten, Arbeitslose, Singles, Väter die dem Hobby etwas mehr Spielraum geben, die wird man eben nicht mehr abholen und diese an Publisher verlieren, die diesen Spielern noch richtige Erlebnisse bieten wollen.
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Chris Dee
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Re: Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
Das letzte Mal, dass Coregamer NICHT die Minderheit waren, war vielleicht 1995. Seit Internet ein Massenphänomen ist (also ungefähr ab 2000), sind es auch Computerspiele, und die Hauptmethoden zur Erschließung neuer Zielgruppen waren nun mal in der Vergangenheit - und sind auch heute noch - Erhöhung der Oberflächenreize, Senkung der Anfangshürden, Erleichterung des Spieleinstiegs und immer höhere Werbeetats.
Das heißt ja nicht, dass in Zukunft überhaupt keine anspruchsvollen Spiele mehr erscheinen werden, aber die Stoßrichtung von Hillemans Aussage sind weder die (um jetzt mal eine vollkommen willkürliche Zahl zu nennen) 100 Millionen Gamer, die es derzeit weltweit geben mag, und schon gar nicht die vielleicht 10 Millionen von diesen, die Hardcore-Gamer sind, sondern die 7,1 Milliarden Leute, die derzeit noch gar nicht spielen.
Wenn man sich fragt, wie man die bloß zum Spielen bekommen könnte, ist Hillemans Aussage erst mal komplett logisch und nachvollziehbar. Ob das dem Spiel Medium als Ganzem tatsächlich gut tun würde und ob es - neben immer einfacherem Gameplay - nicht auch noch andere Wege geben könnte, Spiele generell attraktiver zu machen, steht auf einem völlig anderen Blatt, aber das macht seine Aussagen nicht per se dumm oder sinnlos.
Das heißt ja nicht, dass in Zukunft überhaupt keine anspruchsvollen Spiele mehr erscheinen werden, aber die Stoßrichtung von Hillemans Aussage sind weder die (um jetzt mal eine vollkommen willkürliche Zahl zu nennen) 100 Millionen Gamer, die es derzeit weltweit geben mag, und schon gar nicht die vielleicht 10 Millionen von diesen, die Hardcore-Gamer sind, sondern die 7,1 Milliarden Leute, die derzeit noch gar nicht spielen.
Wenn man sich fragt, wie man die bloß zum Spielen bekommen könnte, ist Hillemans Aussage erst mal komplett logisch und nachvollziehbar. Ob das dem Spiel Medium als Ganzem tatsächlich gut tun würde und ob es - neben immer einfacherem Gameplay - nicht auch noch andere Wege geben könnte, Spiele generell attraktiver zu machen, steht auf einem völlig anderen Blatt, aber das macht seine Aussagen nicht per se dumm oder sinnlos.
- Alter Sack
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Re: Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
Sehr schön geschrieben und ich denke das trifft des Pudels Kern sehr gut.Chris Dee hat geschrieben:Das letzte Mal, dass Coregamer NICHT die Minderheit waren, war vielleicht 1995. Seit Internet ein Massenphänomen ist (also ungefähr ab 2000), sind es auch Computerspiele, und die Hauptmethoden zur Erschließung neuer Zielgruppen waren nun mal in der Vergangenheit - und sind auch heute noch - Erhöhung der Oberflächenreize, Senkung der Anfangshürden, Erleichterung des Spieleinstiegs und immer höhere Werbeetats.
Das heißt ja nicht, dass in Zukunft überhaupt keine anspruchsvollen Spiele mehr erscheinen werden, aber die Stoßrichtung von Hillemans Aussage sind weder die (um jetzt mal eine vollkommen willkürliche Zahl zu nennen) 100 Millionen Gamer, die es derzeit weltweit geben mag, und schon gar nicht die vielleicht 10 Millionen von diesen, die Hardcore-Gamer sind, sondern die 7,1 Milliarden Leute, die derzeit noch gar nicht spielen.
Wenn man sich fragt, wie man die bloß zum Spielen bekommen könnte, ist Hillemans Aussage erst mal komplett logisch und nachvollziehbar. Ob das dem Spiel Medium als Ganzem tatsächlich gut tun würde und ob es - neben immer einfacherem Gameplay - nicht auch noch andere Wege geben könnte, Spiele generell attraktiver zu machen, steht auf einem völlig anderen Blatt, aber das macht seine Aussagen nicht per se dumm oder sinnlos.
Ergänzend könnte man noch sagen das der sogenannte Coregamer sich für den Mittelpunkt des Bereichs Videospiels hält und damit einer kompletten Fehleinschätzung unterliegt. Abseits dieser Gruppe der Hardcoregamer liegt nach meiner Meinung die Gruppe die den wirklichen Einfluss auf die Branche ausübt. Während man denke ich bis vor einigen Jahren noch sagen konnte das der Bereich der Vielspieler noch die Industrie finanziert hat ist das glaube ich heute nicht mehr so. Mich würden wirklich mal solche Zahlen interessieren um zu sehen wie das Ganze heute aussieht.
- Phips7
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Re: Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
Ich glaub EA leidet an Verwirrung.
Die erfolgreichen mobile games für mobile sind simpel weil sie halt für mobile geräte sind. EA sieht den erfolg dieser spiele und sieht das sie simpel sind. also wollen sie allen diese simplen spiele verkaufen das spart zeit und planung und testen und geld usw.
das jemand an ner konsole oder am pc mit nem simplem game völlig unterfordert ist wollen die halt nicht einsehen.
Für mich ist die aussage von ea einfach nur ne rechtfertigung dafür, dass sie uns scheisse verkaufen wollen ohne es zuzugeben. Oder sie leiden wirklich an geistiger umnachtung wegen der gewinne im mobile sektor.
Die erfolgreichen mobile games für mobile sind simpel weil sie halt für mobile geräte sind. EA sieht den erfolg dieser spiele und sieht das sie simpel sind. also wollen sie allen diese simplen spiele verkaufen das spart zeit und planung und testen und geld usw.
das jemand an ner konsole oder am pc mit nem simplem game völlig unterfordert ist wollen die halt nicht einsehen.
Für mich ist die aussage von ea einfach nur ne rechtfertigung dafür, dass sie uns scheisse verkaufen wollen ohne es zuzugeben. Oder sie leiden wirklich an geistiger umnachtung wegen der gewinne im mobile sektor.
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Chris Dee
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Re: Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
Dabei gehst Du aber von genau den Leuten aus, die heute bereits spielen und die Hillman gar nicht interessieren. Ihm geht es um diejenigen, die das derzeit noch nicht tun und die er überhaupt erst mal zum Spielen (hauptsächlich an der Konsole) bewegen möchte.Phips7 hat geschrieben: das jemand an ner konsole oder am pc mit nem simplem game völlig unterfordert ist wollen die halt nicht einsehen.
Dabei hast Du die Zielgruppe in Deinem Beitrag ja selbst genannt: Leute, die bislang bisher bestenfalls auf dem Handy mal Angry Birds oder Quizduell spielen, aber sonst nichts. Und wenn Du die auf der Konsole irgendwie abholen möchtest, dann musst Du das eben mit Titeln tun, die dazu eine gewisse Nähe haben, auch was die sehr einfache Bedienung angeht. Denen solltest Du tatsächlich (zumindest anfangs) besser nicht mit anspruchsvollen Simulationen oder komplexen Rollenspielen kommen.
Dass das nicht Deiner (und auch nicht meiner) Vorstellung von Gaming und Spaß entspricht, mag ja sein, aber wie Alter Sack bereits sagte: Wir sind nicht der Nabel der Computerspielewelt (schon gar nicht der zukünftigen).
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Bambi0815
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Re: Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
Wieso macht EA nicht einfach Filme ? Dann haben sie doch das was sie wollen.
- Alter Sack
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Re: Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
Ich glaube nicht. Ich denke das genau die Differenzierung zwischen Mobilespielern, Konsolenspielern und PC-Spielern in den nächsten Jahren immer mehr verwischen wird sei es durch Streaming oder Plattformübergreifende Mechanismen. Soweit sie überhaupt noch vorhanden ist. Und genau das wird den Spielemarkt weiter verändern. Ob das jetzt für einen persönlich gut oder schlecht ist lasse ich mal dahingestellt.Phips7 hat geschrieben:Ich glaub EA leidet an Verwirrung.
Die erfolgreichen mobile games für mobile sind simpel weil sie halt für mobile geräte sind. EA sieht den erfolg dieser spiele und sieht das sie simpel sind. also wollen sie allen diese simplen spiele verkaufen das spart zeit und planung und testen und geld usw.
das jemand an ner konsole oder am pc mit nem simplem game völlig unterfordert ist wollen die halt nicht einsehen.
Für mich ist die aussage von ea einfach nur ne rechtfertigung dafür, dass sie uns scheisse verkaufen wollen ohne es zuzugeben. Oder sie leiden wirklich an geistiger umnachtung wegen der gewinne im mobile sektor.
Schau dir doch mal die Spiele von Telltale an z.B.. Es gibt wohl kaum ein simpleres Gameplay als da (was dem Spiel an sich keinen Abbruch tut als Point and Click) und sie sind auf allen Plattformen vertreten auch gerade wegen ihres simplen Gameplays. Ich kann mir also schon vorstellen wie große Publisher überlegen das auch auf andere Bereiche im Spielesegment auszudehnen.
- Phips7
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Re: Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
Es gibt da einen wichtigen unterschied. EA redet davon vorhandene spiele für diese klientel anzupassen. Das ist scheisse hoch 10 für alle und macht niemanden glücklich. Richtig wäre es dieser klientel eigene spiele zu liefern. Bevor man aus nem Command & Conquer ein Quizduell macht, soll man doch einfach ein eigenes Quizduell in auftrag geben.Chris Dee hat geschrieben:Dabei hast Du die Zielgruppe in Deinem Beitrag ja selbst genannt: Leute, die bislang bisher bestenfalls auf dem Handy mal Angry Birds oder Quizduell spielen, aber sonst nichts. Und wenn Du die auf der Konsole irgendwie abholen möchtest, dann musst Du das eben mit Titeln tun, die dazu eine gewisse Nähe haben, auch was die sehr einfache Bedienung angeht. Denen solltest Du tatsächlich (zumindest anfangs) besser nicht mit anspruchsvollen Simulationen oder komplexen Rollenspielen kommen.
Dass das nicht Deiner (und auch nicht meiner) Vorstellung von Gaming und Spaß entspricht, mag ja sein, aber wie Alter Sack bereits sagte: Wir sind nicht der Nabel der Computerspielewelt (schon gar nicht der zukünftigen).
Ich frag mich schon lange, weshalb das angebot für solche spiele peinlich klein ist und meist nicht mal von guter qualität.
Der erfolg der Wii hat EA wohl auch erschreckt. Ja die hat die ganzen nichtgamer zu "gamern" konvertiert. Aber da kann es ja nicht die lösung sein, spiele die nicht für solche leute gemacht sind, jetzt zwagshaft für diese leute zu vergewaltigen. Das diese leute auch kaum kaufkraft besitzen ist das andere. Wieviele von denen haben sich ne WiiU geholt? So ältere leute wollen nicht ständig ne neue konsole und auch nicht ständig neue spiele.
Bei manchen spielen macht das durchaus sinn. Adventure oder auch ein Jump & Run usw. Andere spiele haben versoftungen. Need for Speed Underground gabs auch für ganz alte handys. Aber wenn es dann nur noch ein Need for speed gibt das man auf allen geräten gleich spielt. Also egal ob Controller an konsole, Lenkrad am pc, oder Touch am mobile, das kann nur scheisse werden.Alter Sack hat geschrieben:Ich glaube nicht. Ich denke das genau die Differenzierung zwischen Mobilespielern, Konsolenspielern und PC-Spielern in den nächsten Jahren immer mehr verwischen wird sei es durch Streaming oder Plattformübergreifende Mechanismen. Soweit sie überhaupt noch vorhanden ist. Und genau das wird den Spielemarkt weiter verändern. Ob das jetzt für einen persönlich gut oder schlecht ist lasse ich mal dahingestellt.
Schau dir doch mal die Spiele von Telltale an z.B.. Es gibt wohl kaum ein simpleres Gameplay als da (was dem Spiel an sich keinen Abbruch tut als Point and Click) und sie sind auf allen Plattformen vertreten auch gerade wegen ihres simplen Gameplays. Ich kann mir also schon vorstellen wie große Publisher überlegen das auch auf andere Bereiche im Spielesegment auszudehnen.
Mit Windows 10 das auf alle geräte kommt könnte sich aber dein glaube bewahrheiten. Das wird man dann sehen wenns soweit ist. Wobei sich auch das erst mal durchsetzen muss gegen Android und Apple.
EA würde sich sicher freuen wenn sie nur noch 1 spiel machen müssen und das dann auf alle geräte bringen kann. Aber daran wird das spiel sehr leiden und die spieler welche die spielereihe mal gerne hatten auch.
Das die mobile geräte immer leistungsstärker weden wird allerdings das gaming sicher noch weiter verändern bzw erweitern.
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unknown_18
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Re: Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
Nun, es ist immer das gleiche, egal bei was für Produkten, sobald die breite Masse erreicht wird und es nicht mehr bloß für eine kleine Zielgruppe produziert wird, geht es immer weiter Richtung Casualisierung. Die Firmen kriegen nun mal nie genug und versuchen immer noch mehr Kunden mit ihrem Produkt zu erreichen. Das dabei die Qualität dann auf der Strecke bleibt, nimmt man billigend in Kauf, weil die große breite Masse hat eh keine besonders hohen Ansprüche.Chris Dee hat geschrieben:Das letzte Mal, dass Coregamer NICHT die Minderheit waren, war vielleicht 1995. Seit Internet ein Massenphänomen ist (also ungefähr ab 2000), sind es auch Computerspiele, und die Hauptmethoden zur Erschließung neuer Zielgruppen waren nun mal in der Vergangenheit - und sind auch heute noch - Erhöhung der Oberflächenreize, Senkung der Anfangshürden, Erleichterung des Spieleinstiegs und immer höhere Werbeetats.
Das heißt ja nicht, dass in Zukunft überhaupt keine anspruchsvollen Spiele mehr erscheinen werden, aber die Stoßrichtung von Hillemans Aussage sind weder die (um jetzt mal eine vollkommen willkürliche Zahl zu nennen) 100 Millionen Gamer, die es derzeit weltweit geben mag, und schon gar nicht die vielleicht 10 Millionen von diesen, die Hardcore-Gamer sind, sondern die 7,1 Milliarden Leute, die derzeit noch gar nicht spielen.
Wenn man sich fragt, wie man die bloß zum Spielen bekommen könnte, ist Hillemans Aussage erst mal komplett logisch und nachvollziehbar. Ob das dem Spiel Medium als Ganzem tatsächlich gut tun würde und ob es - neben immer einfacherem Gameplay - nicht auch noch andere Wege geben könnte, Spiele generell attraktiver zu machen, steht auf einem völlig anderen Blatt, aber das macht seine Aussagen nicht per se dumm oder sinnlos.
Völlig normal, dass dann die Kunden auf der Strecke bleiben, die ursprünglich mal zu der kleinen Zielgruppe in den Anfangstagen gehört hatten und das Produkt mit groß gemacht haben.
Man könnte auch sagen: am Anfang hat man eine Zielgruppe, für die man ein Produkt produziert, die eigentliche Zielgruppe ist aber der Massenmarkt und dazu gehört diese ursprüngliche Zielgruppe oft nicht wirklich.
Ist doch z.B. bei Kinofilmen nicht anders. Auch da wird fast nur noch für die große breite Masse produziert, nicht für den Filmliebhaber.
Daher kann man als Core Spieler nur eines machen: akzeptieren, das EA keine Spiele mehr für Core Spieler produzieren und EA Spiele einfach ignorieren. Ist halt schwer bei manchen IPs wie Mass Effect oder eben zuletzt Dragon Age, aber die Spiele werden nur noch für die breite Masse produziert, nicht für uns Core Gamer. Entsprechend müssen eben die Erwartungen an diese Spiele angepasst werden.
Für mich kein Problem, ich ignoriere EA eh schon seit einer Weile.
- BalphemorVonPunin
- Beiträge: 368
- Registriert: 29.01.2013 19:55
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Re: Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
Komisch: Wenn EA Spiele für (erwachsene) Familienväter machen will, warum liefern sie dann solche kindlichen und simpelsten Produkte ab wie sies tun?
- Alter Sack
- Beiträge: 5191
- Registriert: 20.03.2013 13:25
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Re: Thema der Woche: EA und der simple Spieleinstieg
@ Phips und Balmung:
Die Frage ist doch letztendlich ob komplexe Spiele (also vom Gameplay her) verschwinden werden. Nein natürlich nicht.
Wird EA sie noch machen? Sehr wahrscheinlich nicht mehr oder in einem sehr geringem Umfang genau wie andere große Publisher.
Finde ich das schlimm? Nein auch nicht. Weil mir durchaus auch "simple" Spiele Spass machen können und wie schon gesagt denke ich das komplexere Spiele weiterhin vorhanden sein werden.
Ich finde es auch vollkommen legitim das EA über sowas nachdenkt. Ein Unternehmen was nicht versucht den größtmöglichen Kundenkreis zu erreichen macht aus meiner Sicht was falsch. Das ich als Kunde der alten Schule dabei auf der Strecke bleibe ... ja mein Gott das ist nicht die erste Veränderung die in meinem fast halben Jahrhundert an mir vorbeizieht und ich lebe immer noch und das Abendland existiert auch noch. :wink: und wer weiß vielleicht bin ich in 20 Jahren ganz glücklich das es so simpel ist :wink:
Die Frage ist doch letztendlich ob komplexe Spiele (also vom Gameplay her) verschwinden werden. Nein natürlich nicht.
Wird EA sie noch machen? Sehr wahrscheinlich nicht mehr oder in einem sehr geringem Umfang genau wie andere große Publisher.
Finde ich das schlimm? Nein auch nicht. Weil mir durchaus auch "simple" Spiele Spass machen können und wie schon gesagt denke ich das komplexere Spiele weiterhin vorhanden sein werden.
Ich finde es auch vollkommen legitim das EA über sowas nachdenkt. Ein Unternehmen was nicht versucht den größtmöglichen Kundenkreis zu erreichen macht aus meiner Sicht was falsch. Das ich als Kunde der alten Schule dabei auf der Strecke bleibe ... ja mein Gott das ist nicht die erste Veränderung die in meinem fast halben Jahrhundert an mir vorbeizieht und ich lebe immer noch und das Abendland existiert auch noch. :wink: und wer weiß vielleicht bin ich in 20 Jahren ganz glücklich das es so simpel ist :wink:
