JuJuManiac hat geschrieben:
Da kommt das Kinder / Job / Haushalt Argument: Für mich darf es keine 2 Stunden am Stück in einem Spiel geben, in denen ich weder Spaß hatte, noch einen Milimeter weiter gekommen bin. Das ist mein Tagespensum an Freizeit an vielen Tagen und da kann ich nicht mehr mit umgehen wie als 16 jährige.
Ich verstehe dieses "Ich hab keine Zeit für anspruchsvolle Titel" und ähnliche Argumente nicht. Beim spielen ist der Weg das Ziel. Solange noch guter Content vorhanden ist: Wo ist das Problem, dass du die 70 Stunden für Spiel xy über 3 Monate anstatt über 3 Wochen verteilst? Das kann ja kein Argument dafür sein,
weniger guten Content in die Spiele zu packen, damit auch Leute mit wenig Zeit schnell durch sind. Es geht ja nicht vorrangig darum, möglichst viele Spiele zu spielen, sondern möglichst viel Spaß zu haben.
Mit der Argumentation ist ein Skyrim schlechter als ein Dark Souls, weil Skyrim noch mehr Content bietet. Aber wenn man schon mit so einer Einstellung an eine Sache heran geht ist es doch klar, dass man keinen Spaß dabei empfindet. Anstatt sich zu freuen, dass noch soviel gutes Spiel übrig ist, wird sich beschwert, dass man noch soviel gutes Spiel vor sich hat.
Und definiere "weiter kommen": Es gibt bei Dark Souls sicher Bosse, an denen man - inklusive immer wieder hinrennen - auch mal mehr als 2 Stunden hängt. Aber in diesem Zeitraum kommt man ja trotzdem weiter: Man trainiert den Boss, sieht Fortschritte, verfeinert seine Taktik. "Weiter kommen" kann ja nicht nur lauten, dass man den Boss besiegt oder das Level schafft - dann müsste man ja für maximalen Spaß minimalen Widerstand erzeugen, um möglichst schnell alles zu sehen - und dafür ist Dark Souls ja gerade die Antithese, genauso wie die von mir erwähnte Biologie des Menschen, die einen ja gerade dafür belohnt, Hürden zu überwinden.