Studie: Rollenspiele senken das Urteilsvermögen und führen zu "roboterhaftem Verhalten"
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- James Dean
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Re: Studie: Rollenspiele senken das Urteilsvermögen und führ
Und wer hat's erfunden? Die ganzen casual RPGs von Bioware, wo man bereits an der Antwort die Konsequenzen erkennt.
EDIT: Protipp: Wer mal ganz viel Spaß im Leben haben will, der muss mit anderen Menschen so kommunizieren, wie man es in RPGs immer tut. Sprich: Der Gegenüber sagt etwas und und man legt selbst eine obligatorische 20 Sekunden Pause ein, um sich die Antwort zu überlegen. Dann stellt man drei Fragen, die absolut gar keine Beziehung zueinander haben. Möchte man einen Entscheidungs- bzw. Antwortzweig zurückgehen, muss man natürlich noch sagen: "Ich möchte über etwas anderes reden".
EDIT: Protipp: Wer mal ganz viel Spaß im Leben haben will, der muss mit anderen Menschen so kommunizieren, wie man es in RPGs immer tut. Sprich: Der Gegenüber sagt etwas und und man legt selbst eine obligatorische 20 Sekunden Pause ein, um sich die Antwort zu überlegen. Dann stellt man drei Fragen, die absolut gar keine Beziehung zueinander haben. Möchte man einen Entscheidungs- bzw. Antwortzweig zurückgehen, muss man natürlich noch sagen: "Ich möchte über etwas anderes reden".
Zuletzt geändert von James Dean am 03.02.2015 18:56, insgesamt 1-mal geändert.
- Kasima
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Re: Studie: Rollenspiele senken das Urteilsvermögen und führ
Das sehe ich ein wenig anders. Klar, der Bericht hier ist zu kurz und zu reißerisch, so ist das in der Pressewelt nun mal. Aber man sollte sich schon mit den Auswirkungen unserer Ausflüge in alternative Realitäten beschäftigen, denn die haben definitiv Einfluss auf unsere gesamte Wahrnehmung.
Wenn in einer ernsthaften Studie festgestellt wird, dass Aufenthalte in einer virtuellen Person, die in einer viel weniger komplexen Umgebung steckt als es unser Real-Life ist, zu Beeinträchtigungen unseres Urteilsvermögens führt, dann sollte uns das zumindest nachdenklich machen. Vor allem, wenn das Ergebnis scheinbar auch die Forschenden überrascht.
Also, ich bin mir zum Beispiel ganz gerne der Gefahren bewusst, die von den Drogen ausgehen, die ich mir eventuell einzuwerfen gedenke. Und auch da hört man von den Junkies immer wieder, dass sie das natürlich total im Griff haben, jederzeit aufhören können und das Zeug auch nicht so gefährlich ist, wie immer gesagt wird. Beim Lesen der Kommentare oben kam mir das irgendwie seltsam bekannt vor.
Ich bin hier ja nicht umsonst angemeldet, sondern weil ich gerne spiele - wahrscheinlich seit mehr Jahren, als hier das Durchschnittsalter ist. Einfach die Augen verschließen vor Dingen, die wir nicht gerne hören, bringt uns aber kein Stück weiter. Ich persönlich glaube weder an die Verschwörungstheorien vom Schlage "alle wollen uns Spieler immer nur niedermachen", noch an einseitige Hetze aus der "Amokläufer hat vorher Shooter gespielt"-Ecke der Medien und der Politik. Das Problem dabei ist das ewige Schwarz-Weiß-Denken, das überall herrscht. Ich bin deshalb froh, wenn an die Frage, was Zocken mit uns macht, mit etwas wissenschaftlichem Sachverstand herangegangen wird. Denn für mich ist klar, dass es etwas mit uns macht. Fragt sich nur, was genau.
Im Prinzip halte ich diese Studie hier für grundsätzlich ernsthaft und glaubwürdig - mich überrascht das Ergebnis jedenfalls nicht. Was man daraus ableitet oder auch nicht, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Wenn in einer ernsthaften Studie festgestellt wird, dass Aufenthalte in einer virtuellen Person, die in einer viel weniger komplexen Umgebung steckt als es unser Real-Life ist, zu Beeinträchtigungen unseres Urteilsvermögens führt, dann sollte uns das zumindest nachdenklich machen. Vor allem, wenn das Ergebnis scheinbar auch die Forschenden überrascht.
Also, ich bin mir zum Beispiel ganz gerne der Gefahren bewusst, die von den Drogen ausgehen, die ich mir eventuell einzuwerfen gedenke. Und auch da hört man von den Junkies immer wieder, dass sie das natürlich total im Griff haben, jederzeit aufhören können und das Zeug auch nicht so gefährlich ist, wie immer gesagt wird. Beim Lesen der Kommentare oben kam mir das irgendwie seltsam bekannt vor.
Ich bin hier ja nicht umsonst angemeldet, sondern weil ich gerne spiele - wahrscheinlich seit mehr Jahren, als hier das Durchschnittsalter ist. Einfach die Augen verschließen vor Dingen, die wir nicht gerne hören, bringt uns aber kein Stück weiter. Ich persönlich glaube weder an die Verschwörungstheorien vom Schlage "alle wollen uns Spieler immer nur niedermachen", noch an einseitige Hetze aus der "Amokläufer hat vorher Shooter gespielt"-Ecke der Medien und der Politik. Das Problem dabei ist das ewige Schwarz-Weiß-Denken, das überall herrscht. Ich bin deshalb froh, wenn an die Frage, was Zocken mit uns macht, mit etwas wissenschaftlichem Sachverstand herangegangen wird. Denn für mich ist klar, dass es etwas mit uns macht. Fragt sich nur, was genau.
Im Prinzip halte ich diese Studie hier für grundsätzlich ernsthaft und glaubwürdig - mich überrascht das Ergebnis jedenfalls nicht. Was man daraus ableitet oder auch nicht, steht auf einem ganz anderen Blatt.
- LP 90
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Re: Studie: Rollenspiele senken das Urteilsvermögen und führ
Es geht hier zumindest bei mir nicht darum ob dieser Effekt nun existiert, sondern nur darum das sie methodologisch äußerst problematisch ist. Allein mit der Teilnehmerzahl mach ich höchsten ne qualitative Studie und nichts quantitatives wie die da an der Uni Witten Damit beweist man gar nix im Endeffekt. Dennoch wird von Seiten der Uni aus reißerisch eine Riesenerkenntniss verkauft, wobei die meisten BAchelor-Studenten ein besseres Forschungsdesign entwickeln und durchziehen.Kasima hat geschrieben:Das sehe ich ein wenig anders. Klar, der Bericht hier ist zu kurz und zu reißerisch, so ist das in der Pressewelt nun mal. Aber man sollte sich schon mit den Auswirkungen unserer Ausflüge in alternative Realitäten beschäftigen, denn die haben definitiv Einfluss auf unsere gesamte Wahrnehmung.
Wenn in einer ernsthaften Studie festgestellt wird, dass Aufenthalte in einer virtuellen Person, die in einer viel weniger komplexen Umgebung steckt als es unser Real-Life ist, zu Beeinträchtigungen unseres Urteilsvermögens führt, dann sollte uns das zumindest nachdenklich machen. Vor allem, wenn das Ergebnis scheinbar auch die Forschenden überrascht.
Also, ich bin mir zum Beispiel ganz gerne der Gefahren bewusst, die von den Drogen ausgehen, die ich mir eventuell einzuwerfen gedenke. Und auch da hört man von den Junkies immer wieder, dass sie das natürlich total im Griff haben, jederzeit aufhören können und das Zeug auch nicht so gefährlich ist, wie immer gesagt wird. Beim Lesen der Kommentare oben kam mir das irgendwie seltsam bekannt vor.
Ich bin hier ja nicht umsonst angemeldet, sondern weil ich gerne spiele - wahrscheinlich seit mehr Jahren, als hier das Durchschnittsalter ist. Einfach die Augen verschließen vor Dingen, die wir nicht gerne hören, bringt uns aber kein Stück weiter. Ich persönlich glaube weder an die Verschwörungstheorien vom Schlage "alle wollen uns Spieler immer nur niedermachen", noch an einseitige Hetze aus der "Amokläufer hat vorher Shooter gespielt"-Ecke der Medien und der Politik. Das Problem dabei ist das ewige Schwarz-Weiß-Denken, das überall herrscht. Ich bin deshalb froh, wenn an die Frage, was Zocken mit uns macht, mit etwas wissenschaftlichem Sachverstand herangegangen wird. Denn für mich ist klar, dass es etwas mit uns macht. Fragt sich nur, was genau.
Im Prinzip halte ich diese Studie hier für grundsätzlich ernsthaft und glaubwürdig - mich überrascht das Ergebnis jedenfalls nicht. Was man daraus ableitet oder auch nicht, steht auf einem ganz anderen Blatt.
- OriginalSchlagen
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Re: Studie: Rollenspiele senken das Urteilsvermögen und führ
wie sich das ließt. ^^Wenn wir abwarten, bis wir völlige Sicherheit über solche langfristigen Wirkungen haben, ist es für geeignete Gegenmaßnahmen sicher zu spät.
nach dem es nicht mit den "killerspielen" nicht so richtig klappt, versucht man dem nächsten genre eine satanische aura zu verleihen.
- 3nfant 7errible
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Re: Studie: Rollenspiele senken das Urteilsvermögen und führ
Da kommst du dem ja schon viel zu sehr entgegen ^^Temeter hat geschrieben:
edit: Aber mal ernsthaft, der Typ erzählt uns gerade, unsere soziale Einschätzungsfähigkeiten sind leicht weniger zuverlässig direkt nach einer rein eskapistischen Fantasie, in der wir uns Entspannen, virtuelle Geschehen akzeptieren, und Zweifel zugunsten der 'Realität des Rollenspiels' übergehen. Wer hätte das gedacht?
Ich möchte selbst das schon anzweifeln
- Kajetan
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Re: Studie: Rollenspiele senken das Urteilsvermögen und führ
Da ist schon mal ein Knackpunkt ... so wirklich seriös ist diese Studie nicht zu nehmen, wenn man sich die Methodologie anschaut, die hier verwendet wurde UND weil viel korreliert wird, aber kaum kausale Zusammenhänge hergestellt werden. Gerade letzteres ist ein wissenschaftlicher Kardinalsfehler, ein klares No-Go!Kasima hat geschrieben:Wenn in einer ernsthaften Studie festgestellt wird, ...
Zwischen dem Versuchs-Setup und der letztendlichen Aussage stecken viel zu viele Fragezeichen. Jetzt mal ganz unabhängig vom Ergebnis, aber solche Studien braucht niemand. Solche Studien behindern durch ihre Schludrigkeit jedwede konstruktive Auseinandersetzung.
- MrLetiso
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Re: Studie: Rollenspiele senken das Urteilsvermögen und führ
This. Danke für den schönen Beitrag.Temeter hat geschrieben:Wir haben absolut keine Ahnung worüber wir sprechen, eine Studie mit extrem geringer Aussagekraft, aber OMG WIR MÜSSEN WAS TUN BEVOR ES ZU SPÄT IST.
Der Herr klingt sehr vertrauenswürdig. Positiv eingestuft.
edit: Aber mal ernsthaft, der Typ erzählt uns gerade, unsere soziale Einschätzungsfähigkeiten sind leicht weniger zuverlässig direkt nach einer rein eskapistischen Fantasie, in der wir uns Entspannen, virtuelle Geschehen akzeptieren, und Zweifel zugunsten der 'Realität des Rollenspiels' übergehen. Wer hätte das gedacht?
Und da schummelt er dann seine Theorie - von der er offensichtlich schon vorher überzeugt war - über roboterhaftes Verhalten rein, obwohl davon nichts aus der eigentlichen Studie herausgeht. Die Anregung zum 'Handeln' aufgrund von Indizien sagt eigentlich alles aus.
Warum geben wir solchen Witzfiguren überhaupt die Aufmerksamkeit, die sie suchen?
-
FooManju
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Re: Studie: Rollenspiele senken das Urteilsvermögen und führ
hmmmm Japano Rpg's
I've got a secret I've been hiding under my skin
my heart is human my blood is boiling my brain I.B.M.
Domo arigato Mr. Roboto :S
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- sabienchen.banned
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Re: Studie: Rollenspiele senken das Urteilsvermögen und führ
Wusst ichs doch.. na endlich habe ich den eindeutigen wissenschaftlichen Beweis, um meine Meinung zu untermauern... 
- SethSteiner
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- Pioneer82
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Re: Studie: Rollenspiele senken das Urteilsvermögen und führ
xD ich liebe den Song.FooManju hat geschrieben:hmmmm Japano Rpg's
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Domo arigato Mr. Roboto :S
- Temeter
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Re: Studie: Rollenspiele senken das Urteilsvermögen und führ
Genaugenommen könnte man auch sagen, entspannte und zufriedene Menschen sind einfacher zu beeinflussen. Ermahgerd.Scipione hat geschrieben:Da kommst du dem ja schon viel zu sehr entgegen ^^
Ich möchte selbst das schon anzweifeln
- greenelve
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Re: Studie: Rollenspiele senken das Urteilsvermögen und führ
Ach ja, wie unwissenschaftlich es sein muss, weil es nichts ins eigene Weltbild passt. 
- mr archer
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Re: Studie:Verhalten"
Wegen Studiensettings wie diesen hier habe ich damals der Diplom-Psychologie sehr schnell den Rücken gekehrt. Kognitionspsychologen. Bäh.
- Leonardo Da Vinci
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Re: Studie: Rollenspiele senken das Urteilsvermögen und führ
hahaha, was is n das für ne studie, bei der noch nichtmal angegeben wird, welche rollenspiele dabei hinzugezogen wurden...
ausserdem weiss ich schon seit 1978, das wir roboter und mensch-maschinen sind, danke nochmal an kraftwerk dafür
ausserdem weiss ich schon seit 1978, das wir roboter und mensch-maschinen sind, danke nochmal an kraftwerk dafür

