Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Formate über die Präsentation von Männlichkeit in Spielen und will "positive Beispiele zur Frauen-Darstellung" bringen

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Funfab
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Funfab »

Ich lass mich überraschen, was das für positive Beispiele sein sollen.
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SethSteiner
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von SethSteiner »

Ja so ungefähr meine ich das auch wahrgenommen und gehört zu haben, dazu eben dass Wu, Quinn, Sarkeesian, der männliche Radikalfeminist, der von Meinungsfreiheit nichts hält alle zusammen recht vernetzt sind und sich auf radikalfeministische Weise mit dem Thema auseinandersetzen, weshalb sie dann eben Kontra von Gamer Gate kriegen aber da die wiederum keine Pressevernetzung haben, problemlos als Chauvinisten abgestempelt werden konnten. Was ja mittlerweile soweit geht, dass wohl die Serie Law and Order das ganze aufgreift um eine Folge zu produzieren, wo gemeine (männliche) Gamer eine arme unschuldige Spielentwicklerin belästigt.
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Imperator Palpatine
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Imperator Palpatine »

Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Ja. Ist aus "Der Dieb von Bagdad" (1940er Version). Einem meiner All-Time-(Kindheits-)Favourites. Mit Conrad Veidt als bösem Großwesir Jaffar. :)
Ah vielen Dank, ich bin in Gedanken sämtliche Ray Harryhausen / Sindbad Filme durchgegangen und war dementsprechend gedanklich in den USA und nicht Grossbritannien. Nochmals danke für die Aufklärung.

Mein zermartertes Hirn ist erleichtert.
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Temeter 
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Temeter  »

Ähnlich würde ich es auch beschreiben. Wirklich extrem wars ja auf Reddit, da wurden nach dessen Ausbruch über 25.000 Kommentare von Mod's gelöscht, die dem Feminismus (und Zoe Quinn) nahestanden. Dann viele englische Spieleseiten, die alle Diskussion über GG verboten, von denen so einige zwischen überzeugtem - und nicht selten selbstgerechtem - Feminismus und Klickbait schwankten. Streisand-Effekt in Extremform.

Die Kommunikation von GG-Interessenten ist natürlich trotzdem gestört. Und damit bilden sich dann auch regelrechte Fronten, leute werden wütend, und von der Diskussion bleibt wenig über. Im Gegenteil wird der Widerstand generell gerne als Bestätigung der eigenen Perspektive wahrgenommen. Auf allen Seiten.

Ganz ehrlich, was soll bei so einem Shitstorm auch groß rauskommen?

Btw @Wulgaro, nimm den Tonfall vorhin bitte nicht persönlich, aber bei so einem Chaos sollte man einfach nicht versuchen, irgendwo die Schuld abzuladen. Wie die prozentualen Sympathien und Rechtfertigung einzelner Personen und Gruppen anfangs (oder später) lagen, ist mittlerweile sowieso nicht mehr festzustellen. Das haben alle schon mit der Verweigerung von Kommunikation verschuldet.
Zuletzt geändert von Temeter  am 01.02.2015 17:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Lord Hesketh-Fortescue
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

sabienchen hat geschrieben:
Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Im Kontext sinniger und griffiger wäre ja Gamer 2.0 gewesen. Oder ausformuliert: „Gamer mit Sozialkompetenz-Firmware-Update samt angedocktem DLC für ethisch-politisches Bewusstsein“.

"Bessergamer" wäre auch schön gewesen.
Nein..^^
Der Begriff wurde von GamerGatern geprägt.
Atheism+ ist in Europa nicht bekannt, in Amerika hat es dagegen eine recht negative Konnotation bekommen.
Der Begriff "Gamer+" ist daher aus der Perspektive der GamerGater sehr passend gewählt.
Ach siehste. Wusste ich nicht. Ich gebe offen zu, mich in diese äußerst seltsame Gemengelage und die ganze Nomenklatur an Hashtags und Spezialbegrifflichkeiten nicht tiefergehend eingelesen zu haben. Die Befürchtung, bei der näheren Beschäftigung in Abgründe zu blicken, die ich besser gar nicht sehen will, ist zu groß. Gibt die Risikoabwägung sozusagen nicht her, zumal derzeit ganz andere Abgründe viel aufdringlicher sind, an denen man als politisch und kulturell interessierter Mensch nicht vorbei kommt. Das gepostete Bild von Highnrich wirkt da jedenfalls schon als freundlicher Abstandswarner. Daher bleibt das für mich ein verworrener Grabenkrieg, der irgendwo in den Weiten des Netzes tobt, dessen Fronten und Ziele mir aber gar nicht so richtig klar sind. Werde mich nach ner präventiven Pulle Wein und ner Valium demnächst vielleicht mal dranwagen.
:Häschen:
Imperator Palpatine hat geschrieben:
Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Ja. Ist aus "Der Dieb von Bagdad" (1940er Version). Einem meiner All-Time-(Kindheits-)Favourites. Mit Conrad Veidt als bösem Großwesir Jaffar. :)
Ah vielen Dank, ich bin in Gedanken sämtliche Ray Harryhausen / Sindbad Filme durchgegangen und war dementsprechend gedanklich in den USA und nicht Grossbritannien. Nochmals danke für die Aufklärung.

Mein zermartertes Hirn ist erleichtert.
Gerne. Kenn ich nur zu gut, sowas.
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Temeter 
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Temeter  »

Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Daher bleibt das für mich ein verworrener Grabenkrieg, der irgendwo in den Weiten des Netzes tobt, dessen Fronten und Ziele mir aber gar nicht so richtig klar sind. Werde mich nach ner präventiven Pulle Wein und ner Valium demnächst vielleicht mal dranwagen.
:Häschen:
Es ist ein verworrener Grabenkrieg, und ich habe meine Zweifel, dass diejenigen in seiner Mitte mehr davon verstehen, als du es tust.

Letztens hat der Schreiber hinter Extra Credits glatt dem cynical Brit vorgeworfen, Führer von GG zu sein.
TherealMorrich
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von TherealMorrich »

Nö, nö, nö... ich kann diese Olle einfach nicht mehr sehen. Bitte hört auf, immer wieder dieses Foto von der Tussi groß auf die Startseite zu setzen!
Blasebalken
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Blasebalken »

Weil sich eine Frau über die Darstellung von Frauen in Videospielen aufregt wird gleich so ein riesen Faß aufgemacht. Und dann noch so lächerliche Kommentare wie "Man erntet was man säät" oder "sie hat es verdient".
Diese ganze Diskussion zeigt doch einfach nur, dass Videospiele weiterhin in der Pubertät stecken. Das Medium hat sich doch seit Jahren einfach nicht mehr weiterentwickelt, eher sogar zurück. Waffenporno, Sammelspiel, Scriptschnipsel und Schlauchlaufen und mit einer Charakterdarstellung aus der Mottenkiste, flach, eindimensional und langweilig...
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SethSteiner
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von SethSteiner »

Sry, das ist viel zu oberflächlich. Die Diskussion zeigt eher, dass es an einer differenzierten Betrachtungsweise mangelt. Das Fass wird nicht aufgemacht, weil eine Frau die Darstellung von Frauen in Videospielen kritisiert, sondern weil das was sie in die Öffentlichkeit trägt nicht das Gelbe vom Ei ist.
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Temeter 
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Temeter  »

Jep, Leute mit Ahnung oder Willen zur Differenzierung kamen leider noch nicht allzu oft zur Sprache, oder bekamen zumindest keine Aufmerksamkeit.

Diese Klischees sowieso schon tausend mal kritisiert, es ist praktisch Algemeinwissen, dass Spiele erzählerisch Probleme haben und Stereotypen vorrherschen.

Das ganze ist absolut nichts neues, auch wenn es in gewissen Kreisen gut ankommt, die Spielerschaft als Rückständig und alle Abneigung gegenüber Sarkesian als Angriff auf Frauen hochzuzelebrieren.

Der übliche Kommentar sieht momentan ungefähr so aus:
The game begins in a moment of extreme peril for Caulfield. I might be going too far here, but I find it interesting that she is presented, not merely in trouble, but endangered by that most erect of phallic structures: a lighthouse. Make of that what you will.
http://www.polygon.com/2015/1/26/788015 ... ten-by-men

Das wird uns sicher weiterbringen.
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Wulgaru
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Wulgaru »

Temeter  hat geschrieben:
Btw @Wulgaro, nimm den Tonfall vorhin bitte nicht persönlich, aber bei so einem Chaos sollte man einfach nicht versuchen, irgendwo die Schuld abzuladen. Wie die prozentualen Sympathien und Rechtfertigung einzelner Personen und Gruppen anfangs (oder später) lagen, ist mittlerweile sowieso nicht mehr festzustellen. Das haben alle schon mit der Verweigerung von Kommunikation verschuldet.
Ist ja kein Thema, nur geht man halt auf ein informier dich mal Klugscheißer ebenfalls mal ein bisschen harscher ein, also auch von mir nicht wirklich aggressiv gemeint. :wink:

Ich kann nur für mich persönlich sagen das ich Anitas Videos zwar scheiße finde, aber diese ganzen Thunderfoots, MrRrepzion und Co die sich auf den Feminismus eingeschossen haben noch um so einiges mehr zum kotzen finde, weil dort alles gleichgesetzt wird oder wie Thunderfoot es in einem seiner 50 Anti-Anita/feminism-Videos ausdrückt: Feminism poisons everything.

Das halt so ein unfassbar extrem positioniertes Eingangsstatement, das man dann in der Folge gar nicht mehr versuchen muss sich als konstruktiver und rationaler Kritiker zu verkaufen und ist in Verbindung mit diesem sjw-gedroppe als Totschlagargument mittlerweile ähnlich ermüdend wie die Gutmenschengeschichte hierzulande. Kurz gesagt...wer sich in dieser mittlerweile scheinbar ewigen Diskussion auf Gamergate beruft, wird zumindest von mir ähnlich ernst genommen wie jemand der Anitas Arbeit als wissenschaftlich einwandfrei bezeichnet. :wink:
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Temeter 
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Temeter  »

Wulgaru hat geschrieben:Ist ja kein Thema, nur geht man halt auf ein informier dich mal Klugscheißer ebenfalls mal ein bisschen harscher ein, also auch von mir nicht wirklich aggressiv gemeint. :wink:
Dein erster Post war aber auch so eine Ansage... :P
Ich kann nur für mich persönlich sagen das ich Anitas Videos zwar scheiße finde, aber diese ganzen Thunderfoots, MrRrepzion und Co die sich auf den Feminismus eingeschossen haben noch um so einiges mehr zum kotzen finde, weil dort alles gleichgesetzt wird oder wie Thunderfoot es in einem seiner 50 Anti-Anita/feminism-Videos ausdrückt: Feminism poisons everything.

Das halt so ein unfassbar extrem positioniertes Eingangsstatement, das man dann in der Folge gar nicht mehr versuchen muss sich als konstruktiver und rationaler Kritiker zu verkaufen und ist in Verbindung mit diesem sjw-gedroppe als Totschlagargument mittlerweile ähnlich ermüdend wie die Gutmenschengeschichte hierzulande. Kurz gesagt...wer sich in dieser mittlerweile scheinbar ewigen Diskussion auf Gamergate beruft, wird zumindest von mir ähnlich ernst genommen wie jemand der Anitas Arbeit als wissenschaftlich einwandfrei bezeichnet. :wink:
Natürlich, alle Seiten sind voller schwarzer Schafe, dass ist meine Aussage.

Die relevanten Teile von Gamergate (von denen nicht wenige außerhalb des Namens einfach weitermachen) dürften sich sowieso nicht mit Feminismus befassen. Zumindest würde ich da erst gar nicht suchen, denn das ist die völlig falsche Vorraussetzung für eine Diskussion, damit schafft man nur klare Fronten und Feindbilder. Dürfte auch der Grund sein, warum 'Anti-GG' genauso peinlich aus dem Ruder läuft.

Im Grunde sind diese ganzen Internet-'Gruppierungen' und Hashtags sowieso völlig bescheuert. Schon ein bizarres Spektakel.
TherealMorrich
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von TherealMorrich »

Blasebalken hat geschrieben:Weil sich eine Frau über die Darstellung von Frauen in Videospielen aufregt wird gleich so ein riesen Faß aufgemacht. Und dann noch so lächerliche Kommentare wie "Man erntet was man säät" oder "sie hat es verdient".
Bei der ganzen Diskussion um ihre Person geht es eben nicht darum, dass die sich über die Darstellungen von Frauen in Spielen auslässt.
Wäre das allein der Fall, würde sich kein Schwein für ihr Geseier interessieren.

Der Aufreger ist, dass sie in ihren Videos teilweise völlig falsche Behauptungen und Anschuldigungen ausspricht und diese mit teils gestellten Spielszenen zu untermauern versucht.
Sie hat quasi jeden männlichen Spieler als "Frauenhasser" diffamiert. Dass sich die Spieler das nicht gefallen lassen (erst recht nicht auf der Grundlage von ihr selbst konstruierter, absurder Spielszenen) ist mehr als verständlich.
Das rechtfertigt natürlich noch lange keine Mord. oder Vergewaltigungsdrohungen gegen sie, aber dass sie sich entsprechenden Gegenwind einhandeln würde, war ihr doch von vornherein klar.

Das ist sogar Teil ihrer Strategie. Erst wird durch Unwahrheiten und Halbwahrheiten der Hass geschürt bis es entsprechende Reaktionen gibt und dann stellt man sich als das arme, leidende Opfer dieses Hasses dar. Die Frau verdient mit dieser Masche viel Geld!
Und als Feministin ist es natürlich besonders leicht, sich als Opfer der bööööösen Männerschaft darzustellen, weil alle Welt denkt, die Abneigung käme schon allein durch den Umstand, dass die Frau Feministin ist.

Noch viel schlimmer bei der ganzen Diskussion ist aber, dass selbst prominente Spielemagazine wie bspw. Gamestar sich auf die Seite von Sarkeesian stellen und sie gegen die Empörung durch die Spieler verteidigen.
Wenn es da um die übertriebenen Drohungen geht, dann ist das ja vollkommen ok. Aber leider wird das nur auf Basis ihrer feministischen Kritik an den Spielen getan.
Wie schon gesagt, gibt es den Hass auf sie aber nicht, weil sie angeblichen Sexismus in Spielen anprangert, sondern, weil sie Millionen von Spielern als bösartige Frauenhasser hingestellt hat. Das unterschlagen Plattformen wie Gamestar aber gern.
So ergibt sich natürlich ein völlig falschen Bild von der ganzen Aufregung um diese Person und ihre Aussagen.
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Funfab
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Funfab »

Die gute Frau Sarkeesian finanziert sich ja über "Spenden"?! Jetzt wäre mein plumper Vorschlag von diesem ein Spiel in Entwicklung zu geben, bei dem sie und ihr Team Charakterentwicklung, Story und die anderen bemängelten Bereiche übernehmen und leiten. Dann hätte(n) SIE etwas handfestes, das als gutes Beispiel vorgezeigt werden könnte!

Es ist viel schwerer etwas zu machen als das Produkt eines anderen zu bemängeln.
Allerdings glaube ich nicht, dass sich das Spiel verkaufen würde, so beliebt wie die Frau derzeit ist.
Fiddlejam
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form

Beitrag von Fiddlejam »

billy coen 80 hat geschrieben:Darüber, was tolerabel ist, haben keine kleinen Einzelpersonen zu entscheiden, schon gar keine ideologisierten Aktivistengruppen.
Okay. Jetzt überlege doch bitte noch einmal selbst für einen Moment, was du mir sagen willst.
Ideologie gehört nicht in die Politik? Was dann? Glaubst du ernsthaft, es gibt irgendwelche un-ideologischen Menschen? Auch "die Mitte" ist eine Ideologie.
Geht es dir um Mehrheitsmeinungen? Dann muss ich dich enttäuschen, weil so funktioniert moderne Demokratie nicht. Moderne Demokratie ist nicht "Wenn tausend Idioten es sagen, machen wir es". Wenn morgen 95% der Deutschen gerne Moslems vergasen wollen, wird es davon trotzdem nicht legitimiert.

Politik sollte vernunftgesteuert sein. Und wenn diese Vernunft die Ideologie einer Einzelgruppe ist, ja, dann hat diese Gruppe durchaus die Berechtigung, Veränderungen zu fordern.
Warum ist es eine Frauenquote? Warum nicht eine Migrantenquote? Oder eine Buddhistenquote?
Falls es dir schonmal aufgefallen ist, gibt es auch eine nicht gerade leise Diskussion um die Gleichsstellung von Migranten, etwa durch anonymisierte Bewerbung. Der Vergleich dass nur weil keine Quote im Gespräch ist - ist sie übrigens doch, nur eben aus diversen Gründen weniger im Fokus als die Frauenquote - plötzlich eine unfaire Bevorteilung von Frauen stattfindet, hinkt ganz gewaltig.
Darum assoziiert fast jeder Pimpf mit Feminismus / Frauenrechtlern etwas positives, während man Männerrechtlern immer wieder gerne eine gewisse Lächerlichkeit und reaktionäre Geisteshaltungen anhängt.
...könnte aber halt auch einfach daran liegen, dass "Männerrechtler" überwiegend reaktionär sind und von Personen repräsentiert werden, die das nur all zu gern zur Schau stellen.
Anon Nym hat geschrieben:Ja, meine Freundinnen spielen großteils auch games, aber wisst ihr welche Games? Angry Birds und Konsorten. Frauen sind einfach keine Coregamer, das wird beim Besuch jedes Gamestores ziemlich klar.
[...]
Annita Sarkeesian ist eine scammerin, die auf dem Whiteknight (btw unattraktiv für die meisten Frauen, vertraut mir ;) ) Gehabe und der Klickbaiterei von Magazinen wie 4players getragen wird.
Der schönste Beweis dafür, dass Mann und Frau nicht sonderlich verschieden sind ist wie immer, dass auch Frauen ziemliche Idioten sein können.
Das ganze dann auch noch von einer Frau, die an die 100000 Dollar gekickstartert hat um ein Spiel zu produzieren
wat.
billy coen 80 hat geschrieben:Uuuuh... Da haste tatsächlich was sehr falsch verstanden. GG ins feministische Lager zu stecken, ist etwa so, als würdest du Linksautonome für NPD-Anhänger halten.
Wobei es bei GamerGate halt eher wie bei PEGIDA ist: Alle beteuern, total links zu sein aber werden von Rechten angeleitet, von Rechten repräsentiert, nutzen rechte Argumente und sagen mittlerweile schon offen dass rechts sein ja gar nicht so schlimm ist.
GamerGate ist so der Gegenentwurf zu der von zahlreichen einschlägigen Medien ins Leben gerufenen "Gamer-Plus-Initiative"
wat.
Ich habe ja schon viel Unsinn in dem Zusammenhang gelesen, aber das ist neu.

GamerGate begann damit, dass Anschuldigungen gegen die total obskure, aber feministische, Indie-Entwicklerin Zoe Quinn aufkamen, sie hätte mit diversen Leuten geschlafen, um sich ein gutes Review für ihr Spiel Depression Quest zu ergaunern und eine goldene Nase daran zu verdienen.
Nach ein paar Monaten wurde dann allmählich eingesehen dass weder das Review existierte, noch irgendein wirtschaftlicher Schaden entstanden sein kann, weil Depression Quest kostenlos ist.
(Dazu kamen diverse andere komplett sinnlose Behauptungen die zeigen wie intelligent und Gamer-Kultur-kundig diese "echten Gamer" sind: Etwa dass Kotaku mit seine "social justice"-infizierten Reviews den Metacritic Score herunter reißen würde; was zu Einbußen bei Entwicklern führt, wenn deren Prämien an Metacritic gebunden sind - Pech nur, dass Kotaku gar keine Review Scores gibt.)
Der Hashtag selbst wurde von Adam Baldwin, einem amerikanischen Schauspieler, bekannt aus Firefly, und mittlerweile erz-konservativer Rechter mit so intelligenten Gedanken wie "Was sagt uns dass Obama Ebola NICHT nach Amerika bringen will?" geprägt; wohlgemerkt eben als Reaktion auf ein Video mit eben jenen mittlerweile als falsch bewiesenen Anschuldigungen und nicht etwa als Reaktion auf die "Gamers are Dead" Artikel, wie so gerne behauptet wird. (Artikel die wohlbemerkt größtenteils weder die besagte Phase; und nirgends die daraus implizierte Botschaft enthielten.)
weil da auch die berühmte Keule geschwungen wird, dass jede Kritik an feministischen Thesen gleich reaktionärer Antifeminismus ist
...oder vielleicht auch einfach die "Wer das exakte Vokabular des reaktionären Anti-Feminismus nutzt, von Leuten getrieben und repräsentiert wird die eben selbst zugeben, solche zu sein und mittlerweile SELBST ZUGIBT, reaktionärer Anti-Feminist zu sein... der könnte reaktionärer Anti-Feminist sein".
GG oder jede Form von "Maskulinismus" anhand der Ausbrüche einiger Schwachmaten als verachtungswürdig zu brandmarken,
Wenn die Schwachmaten die Diskussion kontrollieren, die Mehrheit des "Informations"-Content erstellen, von den angeblich vernünftigen jubelnd angenommen werden und die "Vernünftigen" oft selbst massiv Zeichen des Schwachmatentums zeigen, dann scheint es mir durchaus legitim, die ganze Bewegung als verloren zu betrachten.
während man bei vergleichbaren Entgleisungen in Femi-Portalen diese immer gleich entschuldigt, dass dies ja nicht repräsentativ für "den" Feminismus gesehen werden darf.
Nur das in besagten "Femi-Portalen" eben wirklich nur mal jemand einen dummen Kommentar loslässt und sich alle entschuldigen während das durchschnittliche Gamer-Gate Forum solche überaus Gaming- und Korruptions-relevanten Themen diskutiert wie Kinderpornos die angeblich keine sind, das Verfassen von Pro-Eugenik Artikeln auf "The Daily Stormer" rechtfertigt oder, der neueste Tick, sich nicht so recht entscheiden kann ob man irgendeinen Geisteskranken, der sein Auto, beladen mit Schusswaffen, crashte während er auf dem Weg zum Haus einer der Lieblingsopfer von GamerGate war um sie zu einem Straßenrennen heraus zu fordern, nun bejubeln soll oder als "False Flag" deklarieren. (Merkt eigentlich noch wer, dass diese Leute genauso klingen wie die, die uns "DIE WAHRHEIT ÜBER 9/11" erzählen wollen?)

Meine Güte, klingt das abstrus. Und dann gibt es trotzdem irgendwelche Trottel die glauben, das ganze würde irgendwie Sinn ergeben, wenn man nur die WAHRHEIT sieht und nicht die PROPAGANDA der LÜGENPRESSE.
Ei, wo kennen wir dieses Vokabular nur her...
Temeter hat geschrieben:Tut mir leid, ich glaube dafür bin ich noch zu nüchtern. Kritik am Journalismus gabs schon ewig. Dagegen ist die Mär um die frauenfeindliche Armee der 'Gamer' Schwachsinn, der erst vor kurzem aufkam, und hauptsächlich von aufmerksamkeitsheischenden Feministen und klickbaitenden Journalisten gefüttert wurde.
Das ist ja eben der Punkt. Kritik am Journalismus gab es schon lange. Das ganze konkrete Debakel hier begann aber erst, als komplett idiotische und nebenbei belanglose Vorwürfe gegen eine Frau, noch dazu bekennende Feministin, aufkamen; und hat sich seither stets nur auf andere Frauen, Feministen, deren Unterstützer und sämtliche Seiten, die negativ über GamerGate berichten, gerichtet.

Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.
SethSteiner hat geschrieben:der männliche Radikalfeminist, der von Meinungsfreiheit nichts hält alle zusammen recht vernetzt sind und sich auf radikalfeministische Weise
Jedes Mal wenn ich jemanden blöd vom Radikalfeminismus faseln sehe, ohne vorher die Definition nach zu lesen, erwarte ich, dass sie auch jeden Moment über die Frankfurter Schule abkotzen...
SethSteiner hat geschrieben:Die Diskussion zeigt eher, dass es an einer differenzierten Betrachtungsweise mangelt.
Dann wäre es vielleicht mal ganz angebracht, sie ohne die Worte "Feminazi", "Radikalfeminist", "SJW", "Scam Artist" und dergleichen zu führen.
Temeter hat geschrieben:Der übliche Kommentar sieht momentan ungefähr so aus:
Ich finds ja immer toll wie sich Leute darüber aufregen, dass die Diskussion nicht "differenziert" genug ist, aber dann nicht die Subtilität besitzen, anzunehmen, dass dieser Satz und dergleichen VIELLEICHT NICHT BIERERNST ZU NEHMEN WAR.

Das ist auch das Grundproblem von der ganzen lächerlichen "Gamers are Dead" Geschichte; um nicht zu sagen von ganz GamerGate. Da regen sich Leute, die offenbar funktionale Analphabeten sein müssen, weil sie scheinbar unfähig sind, die Artikel zu lesen und sich stattdessen all ihre Argumente aus weichgespülten Infographiken nehmen müssen auf, die bösen bösen Feministen könnten einfach keine vernünftige Diskussion führen. Hallo? Gehts noch?
Mein persönlicher Höhepunkt der ganzen Affäre war ja immer noch, als die Deppen unbedingt Korruption und Unwissenschaftlichkeit in den Werken von Gender-Forschern zu finden und dann ganz, ganz still wurden, als die Gender-Forscher nur allzu begeistert vorschlugen, sie mögen das ruhig tun - das war ihnen dann doch zu viel Text mit zu wenig Bildern.
Die relevanten Teile von Gamergate (von denen nicht wenige außerhalb des Namens einfach weitermachen) dürften sich sowieso nicht mit Feminismus befassen.
Wobei die "relevante Seite" aus unerfindlichen Gründen absolut niemand hört, wo wir wieder beim Punkt sind, klar kann ich mich auf ein KKK-Treffen stellen und versuchen, eine rationale Diskussion über Immigrationspolitik anzufachen, aber ich sollte mich doch bitte nicht wundern, dass mich der Rest der Welt für absolut bescheuert hält; allein für den Glauben, diese Schnapsidee könnte zu irgend etwa führen.
TherealMorrich hat geschrieben:Der Aufreger ist, dass sie in ihren Videos teilweise völlig falsche Behauptungen und Anschuldigungen ausspricht und diese mit teils gestellten Spielszenen zu untermauern versucht.
Konkrete Beispiele? Ein Euro an mich, wenn es Hitman ist.
Sie hat quasi jeden männlichen Spieler als "Frauenhasser" diffamiert.
Zitat?
Das rechtfertigt natürlich noch lange keine Mord. oder Vergewaltigungsdrohungen gegen sie, aber dass sie sich entsprechenden Gegenwind einhandeln würde, war ihr doch von vornherein klar.
Ich finde es toll wie Leute bis heute nicht merken, was für Steilvorlagen sie mit "Ich will das ja nicht rechtfertigen, ABER" geben.
Das ist sogar Teil ihrer Strategie. Erst wird durch Unwahrheiten und Halbwahrheiten der Hass geschürt bis es entsprechende Reaktionen gibt und dann stellt man sich als das arme, leidende Opfer dieses Hasses dar.
Ich will das ja nicht rechtfertigen und wie das totale Arschloch klingen, aber eigentlich WILL sie das ja sogar!

Habe ich in einer Infographik mit roten Pfeilen gelesen, ne.
Funfab hat geschrieben:Die gute Frau Sarkeesian finanziert sich ja über "Spenden"?! Jetzt wäre mein plumper Vorschlag von diesem ein Spiel in Entwicklung zu geben, bei dem sie und ihr Team Charakterentwicklung, Story und die anderen bemängelten Bereiche übernehmen und leiten. Dann hätte(n) SIE etwas handfestes, das als gutes Beispiel vorgezeigt werden könnte!
Die größte Ironie an GamerGate und dem "Dann macht doch eure eigenen Spiele"-Argument ist übrigens dass zwei der drei beliebtesten Ziele selbst Entwickler sind.

Und dass es nach wie vor eine ziemlich idiotische Ansicht ist dass ich nix kritisieren darf und keine Wünsche äußern, wenn ich es nicht selber besser machen kann. Ich bezweifle jedenfalls, dass die ganzen Schreihälse zufrieden wären, wenn sämtliche Spieleschmieden dicht machen und ab morgen jeder seine eigenen Spiele machen muss.