Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel für die Darstellung von lesbischen, schwulen, transsexuellen und bisexuellen Charakteren ausgezeichnet

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Todesglubsch
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Re: Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel

Beitrag von Todesglubsch »

FuerstderSchatten hat geschrieben: Naja immerhin noch besser als überhaupt keine Darstellung oder?
Zumindest politisch korrekter als die Darstellung in den DSA-Büchern, Stichwort Lustknaben.
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Randall Flagg78
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Re: Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel für die Darstellun

Beitrag von Randall Flagg78 »

In manchen Dingen entwickelt sich die Menschheit auch zurück, wie es scheint.
In vielen früheren Kulturen gehörte Homosexualität zur Gesellschaft und niemand hat darum ein großes Gewese gemacht.
Heute bekommen Spiele Preise weil sie sich trauen Realitäten abzubilden, die eigentlich nicht weiter erwähnenswert sein sollten.
Auch diese Form der Sexualität übermäßig zu demonstrieren, wie es mir bei Dragon Age doch vorkam, halte ich ebenfalls für eine ungute Sache.
Allerdings zeigt sie auch, dass wir heute noch nicht (wieder) soweit sind.

In manch anderen Ländern wird damit ganz anders umgegangen, nicht nur im negativen Sinn. Meine Frau ist aus Thailand und da geht man mit dem Thema völlig gelassen um.
Da lächelt einem auf einem Amt schon mal eine Transsexuelle entgegen und niemanden würde es im Traum einfallen, sich daran zu stören.
Setz hier mal so einen Menschen in die Zulassungstelle, Rathaus, oder einem ähnlichen Posten.. Undenkbar.
Neben uns wohnt ein lesbisches Paar und auch die werden öfter mal angefeindet. Übrigens sehr oft von den ausländischen Mitbürgern, die ja ansonsten immer Toleranz fordern. Natürlich nur wenn es um die eigenen Belange geht und die nicht an ihren eigenen Vorstellungen kratzen.

Irgendwie habe ich manchmal den Eindruck, die ganze Welt ist verrückt geworden, sich mit solchen Dingen zu beschäftigen.
Für mich sind das Banalitäten und die Menschheit sollte lieber andere Dinge in Angriff nehmen, als sich wegen Religionen und sexueller Orientierung das Leben schwer zu machen.
Im TV wird mir nonstop erklärt wen ich gut zu finden habe, zu tolerieren und wen halt nicht. Ich finde das unerträglich!
Denn auch ein Gläubiger kann rassistisch sein, dass wird oft vergessen und natürlich auch nicht öffentlich propagiert.
Solange der Hass von einer Religion kommt, ist er in Ordnung. Und Demonstranten dürfen Bahnverteiler anzünden. Solange sie dabei nur "Bunt statt braun" rufen, ist das alles kein Problem.
Bei nicht tolerierten Gruppen, schaut man da natürlich genauer hin und berichtet intensiver. Ich sehe da jedenfalls keinen Unterschied.
Ein Mensch ist ein Mensch. Egal welcher Hautfarbe, Religion, oder sexueller Ausrichtung. Wir müssen nur aufpassen, dass wir nicht verlernen die Dinge beim Namen zu nennen.
Wer zu Gewalt und Hass aufruft, der ist ein Arschloch. Egal ob er Moslem, Christ, Jude oder sonst was ist. Egal ob schwarz, weiß, braun oder gelb. Solche Dinge müssen angesprochen werden und momentan habe ich den Eindruck leider nicht.
Meinungsfreiheit ist nur erlaubt, solange man die im TV propagierte Meinung hat. Andersdenkende werden in bestimmte politische Ecken gedrängt und das ist nicht in Ordnung.

Die Menschheit sollte sich langsam mal an den Kopf fassen. Aber das wird wohl noch ein paar Hundert Jahre dauern.
Wenn wir uns bis dahin nicht gegenseitig umgebracht haben, oder die Natur der Sache ein Ende setzt.
Zuletzt geändert von Randall Flagg78 am 26.01.2015 16:27, insgesamt 1-mal geändert.
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greenelve
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Re: Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel für die Darstellun

Beitrag von greenelve »

SethSteiner hat geschrieben:So, so der Mensch ist von Natur aus Fremdenfeindlich oder gleich Abnormalenfeindlich.
Nun ja, nicht direkt feindlich im Sinne von Aggressiv. Was gemeint ist, ist die Angst vor dem Unbekannten.

Evolutionstechnisch eine wichtige Angst, denn im Dunkeln, oder hierauf bezogen, bei Menschen, die man nicht kennt und überhaupt nicht einschätzen kann, weiß man nicht, was einen ertwartet. Bei fremden Kulturen weis man nicht, wie man sich verhalten soll.
Diese Angst ist aber auch stark beeinflusst vom Umfeld, von Erziehung, Lebenserfahrung, Vorlieben. Wer in seiner Nachbarschaft Ausländer hat, wird weniger Angst vor dieser Nation haben; wer sich für Anime und Manga interessiert, wird sich höchstwahrscheinlich auch für die japanische Kultur interessieren bzw. mehr davon mitbekommen als der Durchschnittsmensch, der mit Japan nicht so in Kontakt kommt. Dann ist auch das Klischee, alle Asiaten sehen gleich aus, irgendwann weg.
Diese Gesichterverwechslung - und die mangelnde Fähigkeit Emotionen und Absichten in den schwer erkennbaren Gesichtszügen zu lesen - wirkt unterbewusst irritierend und verwirrend, geht mit einem Kontrollverlust einher, man kann die Personen nicht unterscheiden -und einschätzen-, der dann zu einer Ablehnung führt. Es äußert sich in einer Art unangenehmen Gefühl.

Wer sich mit dem Fremden, dem Unbekannten auseinandersetzt, der verliert die Angst davor.
http://www.thueringer-allgemeine.de/web ... 2028528649
Es ist auch völlig egal, ob es sich um Natur oder Technik handelt, der Mensch hat Angst vor dem Unbekannten.
http://www.theeuropean.de/rolf-dieter-h ... chtig-sind

Anderes Beispiel: Deutsch ist im Ausland als harte, fast schon wütend klingende, Sprache bekannt. Durch Musikgruppen wie Toten Hosen oder auch Tokio Hotel fangen Menschen an, die deutsche Sprache zu hören und auch nachzusprechen. Weil ihnen die Musik gefällt, interessieren sie sich irgendwann auch für die Sprache - um die Texte besser mitsingen zu können.

Oder um es mit einem Sprichwort zu sagen: Der Bauer frisst nur, was er kennt.


ps: Ich bin auch für Toleranz und Vielfalt. Finde allerdings einen Satz aus einem Reisebereicht/Dokumentation nicht schlecht, bei der ein Deutscher in einem Land, ich weiß nicht mehr welches war, in dem die Menschen dort eine andere Auffassung von Toleranz hatten: Jeder soll machen, was er will. Seine Religion ausüben, seiner Weltanschauung folgen. Ohne das sich andere Einmischen und sagen, du musst jede andere Meinung in dein Herz lassen. (wie bei uns Toleranz verstanden wird)

...allerdings, speziell in einem Internetforum...es gibt nur zwei Seiten, die miteinander diskutieren: Pro und Kontra, Schwarz und Weiß. Zwischentöne sind kaum möglich und müssen erstmal ausführlich erklärt werden. Damit der Leser sagen kann, ok, verstehe ich und kann ich nachvollziehen, mit der Meinung bin ich einverstanden, sie widerspricht meiner Weltanschauung nicht vollständig und die Übereinstimmungen überwiegen.
billy coen 80
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Re: Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel für die Darstellun

Beitrag von billy coen 80 »

Hab jetzt noch nicht den kompletten Thread gelesen, vielleicht hat es ja schon einer angeschnitten.

Aber hätte nicht viel eher Naughty Dog diesen Award verdient. Die haben ein (durchaus mit beziehungsinternen Schwierigkeiten behaftetes) homosexuelles Pärchen in TLOU eingebettet ohne es einem ins Gesicht zu schmettern, einfach nur so ganz still am Rande. Und vor allem: sie haben es sowohl vor als auch nach Release niemals medienwirksam thematisiert. Es war einfach nur ein kleiner Nebenplot der Hauptgeschichte, der sehr subtil rübergebracht wurde. Und außerdem entsprach der Charakter im Spiel nicht einmal im Ansatz den üblichen Klischees von Schwulen.

Aber wahrscheinlich war dieses Understatement auch der Grund, warum eben genau das einer solchen fachfremden Organisation gar nicht erst aufgefallen ist...
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KING_BAZONG
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Re: Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel für die Darstellun

Beitrag von KING_BAZONG »

@ billy coen 80
Sehr guter Beitrag ! Stimme dem zu. Naughty God hat es eben völlig normal behandelt, ohne Überhöhung, wie es heuer so üblich ist.
Und es ist schon traurig, dass solch eine Überhöhung/Übersteigerung noch belohnt wird. Der falsche Weg, wie ich finde. Aber passt zu der kompletten Glorifizierung, also dem Gegenteil einer Normalisierung des Themas.
Ist schon bedenklich, wieso man einem Maximalausschlag ins "Negative" (also nahezu völliges Totschweigen des Themas in Games) einen ins "Positive" (regelrechtes Zudröhnen damit) entgegensetzen muss bzw. sich dazu gedrängt fühlt.
Als ob das die wichtigste Komponente des Games wäre. Jedenfalls reduziert man so das Spiel auf diesen Aspekt.
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FuerstderSchatten
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Re: Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel

Beitrag von FuerstderSchatten »

Todesglubsch hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben: Naja immerhin noch besser als überhaupt keine Darstellung oder?
Zumindest politisch korrekter als die Darstellung in den DSA-Büchern, Stichwort Lustknaben.
Oh, die kenne ich gar nicht, hört sich aber irgendwie jetzt schon scharf an.
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SethSteiner
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Re: Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel für die Darstellun

Beitrag von SethSteiner »

Jetzt muss man nur noch erklären, wo man eigentlich zugedröhnt wird.

@Randall Flagg78
Meinungsfreiheit ist die Freiheit seine Meinung zu äußern, ohne dass der Staat einen dafür Repressalien auferlegt. Wenn ich mir ansehe, was im Fernsehen so läuft, dann ist da nicht wirklich ein roter Faden zu erkennen, wir haben verschiedene Sender mit unterschiedlich propagierten Bildern. Kleines Beispiel: Frau Helena Fürst die über Nacht vom Saulus zum Paulus wurde. Gestern Gnadenlos gerecht – Sozialfahnder ermitteln, heute die Anwältin der Armen. Von demher ist es Unsinn von "dem TV" zu sprechen, wie von einer Person (gilt übrigens auch für die Natur). Jeder kann seine Meinung kundtun, muss aber damit rechnen, sich selbst in eine Ecke zu stellen und entsprechend betitelt zu werden und entsprechend Kontra zu kriegen.
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Imperator Palpatine
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Re: Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel für die Darstellun

Beitrag von Imperator Palpatine »

KING_BAZONG hat geschrieben:@ billy coen 80
Sehr guter Beitrag ! Stimme dem zu. Naughty God hat es eben völlig normal behandelt, ohne Überhöhung, wie es heuer so üblich ist.
Und es ist schon traurig, dass solch eine Überhöhung/Übersteigerung noch belohnt wird. Der falsche Weg, wie ich finde. Aber passt zu der kompletten Glorifizierung, also dem Gegenteil einer Normalisierung des Themas.
Ist schon bedenklich, wieso man einem Maximalausschlag ins "Negative" (also nahezu völliges Totschweigen des Themas in Games) einen ins "Positive" (regelrechtes Zudröhnen damit) entgegensetzen muss bzw. sich dazu gedrängt fühlt.
Als ob das die wichtigste Komponente des Games wäre. Jedenfalls reduziert man so das Spiel auf diesen Aspekt.
Ich stimme dem zu. Insbesondere da es Bioware mit der Mass Effect Reihe in einem völlig normalen Rahmen und Figuren dargestellt hat ( z.B. mit Steve Cortez und Shepard an sich ).

Ich empfinde solche Auszeichnungen ebenso wie Veranstaltungen wie den CSD und ähnliches immer als absolut kontraproduktiv.
billy coen 80
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Re: Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel für die Darstellun

Beitrag von billy coen 80 »

Randall Flagg78 hat geschrieben:...
Guter Kommentar! So ungefähr geht es mir auch.

Gerade was du zu der sehr selektiven Interpretation des Begriffes Toleranz gesagt hast, deckt sich zu 100 % mit meinen Ansichten und Erfahrungen.

Wir haben ja auch hier im Forum schon zahlreiche dieser Diskussionen gehabt, die man grob unter der Überschrift "Toleranz" zusammenfassen könnte. Dabei fällt unter anderem auch auf, dass es einfach teils eine gewisse Tendenz gibt, nur das eigene Weltbild zu tolerieren. Ohne jetzt hier eine diesbezügliche aufgeregte Diskussion vom Zaun brechen zu wollen, mal ein Beispiel: Feminismus ist derzeit en vogue, wird gerne als per se gute Haltung gesehen; Männerrechtler / Maskulinisten / wie immer man es nennen will gelten hingegen schnell als reaktionär, dumm und vor allem frauenhassend. Als wäre die pauschale Diffamierung einer dem Polit- und Medientrend gegenläufigen Extremhaltung nicht schon der gerne immer wieder als höchsteigene Charaktereigenschaft der Toleranz stark widersprüchlich, so wird es von bedingungslosen Befürwortern eben jenes Trends gerne so praktiziert, dass schnell quasi jeder, der nicht umfänglich ihrer Ansicht ist, in dieses andere, niederträchtige Extremlager verfrachtet wird.

Für mich setzt eine Diskussion um Themen der Toleranz voraus, dass man auch Ansichten ein Stück weit zu verstehen versucht, die von der eigenen auch mal deutlich abweichen, sich ihnen dann argumentativ stellt und fragwürdige Standpunkte entsprechend behandelt. Aber ironischerweise findet dieser tolerante Umgang mit den Meinungen anderer in Toleranzdiskussionen erstaunlich selten statt. Fast immer wird nur versucht, andere mittels expliziter oder zumeist impliziter Diffamierung zum Schweigen zu bringen oder sie wenigstens vor den anderen Diskutanten lächerlich und somit bis auf weiteres unmöglich zu machen.

In der aktuellen politischen Debatte habe ich ähnliche Bauchschmerzen, wenn es um das Thema PEGIDA geht. Ich teile quasi keinen der Standpunkte dieser Menschen, bis auf die Ablehung fundamentalistischen Gedankengutes und erst Recht einer solchen Gewaltausübung. Aber das ist, denke ich, ohnehin gesellschaftlicher Konsens, dafür braucht es keine "Bewegung". Allerdings finde ich es schon sehr schwierig wie die Medien die Sachlage darstellen und geradezu gefährlich dumm, wie sich unsere "Spitzen"-Politiker dazu äußern und positionieren. Wider statistischer Faktenlage wird die komplette Bewegung argumentativ ins rechtsradikale Lager geschoben. Und das ist in meinen Augen insoweit gefährlich, weil man die mehrheitlich bürgerlich-konservativen bis rechts-konservativen Demonstranten damit nur noch mehr von der "unter politischer Korrektheit erblindeten" Politik überzeugt und sie frustriert und somit in letztlich genau die Arme derer treibt, in deren Lagern man sie mehrheitlich jetzt noch zu Unrecht verortet. Und gerade vor dem Hintergrund, dass dieser offensichtliche Frust bei besagten Bürgern überhaupt erst durch das Totschweigen einiger Themen entstand, bei denen bei unseren Politikern und Medien aus falsch verstandener politischer Korrektheit die Diskussionstoleranz recht früh an Grenzen stieß, ist diese immer noch sehr oberflächliche Haltung dazu mehr als fatal und lässt mich an der Fähigkeit zur Selbstreflexion unserer politischen Eliten zweifeln.

Man muss diese Meinungen nicht teilen, aber man sollte sich doch möglichst auf Augenhöhe argumentativ mit ihnen auseinandersetzen, statt sie von oben herab als Neonazis oder, wie jüngst Gesine Schwan es tat, als Menschen mit gestörtem Selbstwertgefühl darstellen. Das ist Gesellschaftsdiskurs auf unterstem Niveau.

Und gerade wenn man sieht, wie die Demonstranten dort wild Dinge, die eigentlich nix direkt miteinander zu tun haben, wie Islam, Islamismus, Terrorismus, Einwanderungspolitik und Asyspolitik zusammen in einen großen Topf schmeißen, alles durchrühren um am Ende eine konfuse Melange auszukippen, zeigt doch, dass gerade in diesen lange in der öffentlichen Diskussion totgeschwiegenen Problemen nicht nur Handlungs- sondern zu allererst massiver soziologischer Erklärungs- und Bildungsbedarf besteht.

Sorry für langen Off Topic. :oops:

Wer sich an meiner Haltung stört: bitte basht mich nicht allzu grausam! Denkt immer dran: tolerant sein! :biggrin:
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Kumbao
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Re: Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel für die Darstellun

Beitrag von Kumbao »

KING_BAZONG hat geschrieben:@ billy coen 80
Sehr guter Beitrag ! Stimme dem zu. Naughty God hat es eben völlig normal behandelt, ohne Überhöhung, wie es heuer so üblich ist.
Und es ist schon traurig, dass solch eine Überhöhung/Übersteigerung noch belohnt wird. Der falsche Weg, wie ich finde. Aber passt zu der kompletten Glorifizierung, also dem Gegenteil einer Normalisierung des Themas.
Ist schon bedenklich, wieso man einem Maximalausschlag ins "Negative" (also nahezu völliges Totschweigen des Themas in Games) einen ins "Positive" (regelrechtes Zudröhnen damit) entgegensetzen muss bzw. sich dazu gedrängt fühlt.
Als ob das die wichtigste Komponente des Games wäre. Jedenfalls reduziert man so das Spiel auf diesen Aspekt.
Es ist leider nötig, die Menschen damit "zuzudröhnen", da es auch heute noch komplette gesellschaftliche Schichten gibt, die in ihrer Haltung der Homosexualität nicht nur ängstlich, sondern regelrecht feindlich gegenüber stehen. Insofern halte ich persönlich Aktionen wie den Christopher-Steet-Day oder solche Preise wie den im Artikel angesprochnen, zwar für albern, aber um meine persönliche Haltung geht es hier nicht.

Um kurz noch was zum eigentlichen Thema beizutragen: mich wundert es, dass die Borderlands Reihe nicht mit Preisen überhäuft wird. Dort gibt es tonnenweise bi- und homosexuelle Charaktere aller couleur. Egal ob Moxxy, Sir Hammerlock oder Janey Springs. Dazu gibt es noch mit Athena einen spielbaren lesbischen Charakter. Wäre mir als Verleiher eines solchen Preises zumindest eine Erwähnung wert.
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Imperator Palpatine
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Re: Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel für die Darstellun

Beitrag von Imperator Palpatine »

Kumbao hat geschrieben:[
Es ist leider nötig, die Menschen damit "zuzudröhnen", da es auch heute noch komplette gesellschaftliche Schichten gibt, die in ihrer Haltung der Homosexualität nicht nur ängstlich, sondern regelrecht feindlich gegenüber stehen. Insofern halte ich persönlich Aktionen wie den Christopher-Steet-Day oder solche Preise wie den im Artikel angesprochnen, zwar für albern, aber um meine persönliche Haltung geht es hier nicht.
Dann sollte man aber genau so " mutig " sein und sagen welche gesellschaftliche Schicht dies insbesondere ist bzw. welche Gruppe. Gerade wenn es um feindliche bis agressive Einstellungen und Handlungen geht....

Und wenn man Menschen von Normalität überzeugen will ist die Holzhammermethode die denkbar schlechteste.
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KING_BAZONG
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Re: Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel für die Darstellun

Beitrag von KING_BAZONG »

Kumbao hat geschrieben:Es ist leider nötig, die Menschen damit "zuzudröhnen", da es auch heute noch komplette gesellschaftliche Schichten gibt, die in ihrer Haltung der Homosexualität nicht nur ängstlich, sondern regelrecht feindlich gegenüber stehen. Insofern halte ich persönlich Aktionen wie den Christopher-Steet-Day oder solche Preise wie den im Artikel angesprochnen, zwar für albern, aber um meine persönliche Haltung geht es hier nicht.
Ich bezweifle, dass die Art dann bei der angesprochenen Gruppe auch nur irgendeinen Effekt in der Hinsicht erzielt.
Ich bezweifle auch, dass eine offensiv vorgetragene Heteroparade bei Schwulen irgendeinen Effekt hätte ;)

P.S. Wenn ich über ein Thema diskutiere, geht es meist um meine persönliche Haltung.
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Kumbao
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Re: Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel für die Darstellun

Beitrag von Kumbao »

Imperator Palpatine hat geschrieben:Dann sollte man aber genau so " mutig " sein und sagen welche gesellschaftliche Schicht dies insbesondere ist bzw. welche Gruppe. Gerade wenn es um feindliche bis agressive Einstellungen und Handlungen geht....
Hä? Was willst Du jetzt von mir? Soll ich jetzt Fußball- und Schützenvereine nennen? Oder die katholische Kirche. Oder auch weite Flächen der ländlichen Bevölkerung. Genug Beispiele, oder brauchst Du noch mehr?
Imperator Palpatine hat geschrieben:Und wenn man Menschen von Normalität überzeugen will ist die Holzhammermethode die denkbar schlechteste.
Dann verrate doch mal, wie man es denn sonst machen soll. Hast ja bestimmt einen Plan parat.
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Kumbao
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Re: Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel für die Darstellun

Beitrag von Kumbao »

KING_BAZONG hat geschrieben:Ich bezweifle, dass die Art dann bei der angesprochenen Gruppe auch nur irgendeinen Effekt in der Hinsicht erzielt.
Ich bezweifle auch, dass eine offensiv vorgetragene Heteroparade bei Schwulen irgendeinen Effekt hätte ;)
Auch an Dich dann die Frage, wie man es denn sonst machen soll.
KING_BAZONG hat geschrieben:P.S. Wenn ich über ein Thema diskutiere, geht es meist um meine persönliche Haltung.
Da ich aber weder der Organisator des Christopher-Street-Day bin, noch der Verleiher des Preises, ist meine persönliche Haltung gegenüber solchen Aktionen vollkommen irrelevant.
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Re: Dragon Age: Inquisition - Rollenspiel für die Darstellun

Beitrag von Kensuke Tanabe »

Kumbao hat geschrieben:Es ist leider nötig, die Menschen damit "zuzudröhnen"

Ob das hilft?
Ich finde es nicht weniger falsch zu sehen wenn sich zwei Männer küssen, wenn ich es oft genug sehe. Nicht das ich ein Toleranzproblem damit habe, jeder soll tun was für ihn Richtig ist, aber finde es einfach nicht ähstetisch (sind Männer eben nicht). Bei zwei Frauen ist das anders, weil was ist schon besser als eine Frau? :mrgreen: Ist wie aber vieles im Leben halt eine Geschmacksfrage!