Wie 4players, die Umfrage, die ergab, dass mehr Männer als Frauen online gemobbt werden, wurde hier auch nicht gepostet. Passt halt nicht ins Bild.Na all diejenigen, die offensichtlich ein Interesse daran haben, dass ein gewisses Bild aufrecht erhalten bleibt.
Umfrageergebnis: Knapp die Hälfte aller Frauen der britischen Spieleindustrie fühlen ihre Karriere durch geschlechtsspezifische Nachteile behindert
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- rainji
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Re: Umfrageergebnis: Knapp die Hälfte aller Frauen der briti
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johndoe1197293
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Re: Umfrageergebnis:
rainji hat geschrieben:Frage ich mich auch, es interessiert einfach nur keinen, weil Männer nicht so gute Opfer in den medien abgeben.
Männer geben hervorragend gute Opfer ab in den Medien. Dafür müssen sie nicht einmal von anderen instrumentalisiert werden, sie leisten selbst großartige Arbeit darin.
Auch hier im Thread haben das einige bereits eindrucksvoll bewiesen.
Scipione hat geschrieben:Na all diejenigen, die offensichtlich ein Interesse daran haben, dass ein gewisses Bild aufrecht erhalten bleibt. Letztlich ist es auch ein eigenes Business. Wenn sich rausstellt, dass es in Wirklichkeit viel weniger Diskriminierung gibt als man gerade annimmt, dann haben viele Leute nix mehr zu tun und müssen wieder mit ehrlicher Arbeit ihr Geld verdienen.
"Wenn sich rausstellt" impliziert, dass es in der Wirklichkeit komplett anders aussieht...und das weißt du natürlich, weil...
eigene Erfahrung/selbst gesehen (vorgestern bei mir auffe Arbeit)/hat der Opa gesagt/habe ich in der Bild gelesen/habe ich bei Mario Barth gehört/...
Ganz ehrlich. Leute wie du tun mir leid. Deine Gleichgültigkeit kannst du gerne als Aufgeklärtheit oder Zynismus (Stichwort "Business") tarnen, aber es bleibt was es ist: Ahnungslosigkeit. Könntest du es wenigstens überzeugender rüberbringen und nicht auf diese plumpe und pubertäre Art...schade.
Das ist die bittere Wahrheit, die auch in diesem Thread deutlich wird. Entweder werden gesellschaftliche Probleme von Anfang an verleugnet oder relativiert...Plor hat geschrieben:Und jetzt noch mal alle das Mantra:
"Es gibt keine sexistischen Benachteiligungen, es gibt keine sexistischen Benachteiligungen, es gibt keine sexistischen Benachteiligungen. Es gibt keine rassistischen Benachteiligungen. Es gibt keine ableistischen Benachteiligungen. Es gibt keine Mehrheitsgesellschaft. Es gibt keine historisch gewachsene Ungerechtigkeit. Es gibt keine unbewussten Ausgrenzungsmechanismen. Es gibt keine bewussten Ausgrenzungsmechanismen. Es gibt keine soziale Ungerechtigkeit, die man kritisch beobachten und abbauen müsste!"
...und Augen und Ohren zuhalten beim Herunterleiern bitte nicht vergessen.
- "Frauen werden am Arbeitsplatz diskriminiert"
- "Aber, aber!!! Es gibt auch Männer die sich diskriminiert fühlen!"
- "Also was jetzt? Männer werden auch diskriminiert?!"
- "Ja!"
- "Na dann müssen wir uns das mal genauer anschauen."
- "Nein, nicht nötig. Da wir Männer ja auch diskriminiert werden, ist es kein besonderes Problem, erst recht kein geschlechtsspezifisches"
- "Was regen sich die Frauen dann so auf?"
- "Keine Ahnung. Die sind halt minderbemittelt/wollen uns schaden/wollen die Macht an sich reißen/... . Sollen bloß ihre Klappe halten. Hey Schnecke, jetzt hol mir gefälligst `nen Kaffee."
- "Vergessens Sie es. Nicht in diesem Ton. Wissen Sie wie beleidigend das ist?"
- "Was?! Du wagst es mir zu widersprechen? Du wagst es mich so zu demütigen?!
- "Frauen werden am Arbeitsplatz diskriminiert"
- "Aber, aber!!! Es gibt auch Männer...!"
. . .
Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich aus diesem Thread. Ich danke den paar Chauvis und Ignoranten hier, die mir wieder einmal gezeigt haben wie viel Arroganz und nackte Dummheit sich im 4p Forum ausbreiten können, wenn es um politische/gesellschaftliche Themen geht.
Also viel Spaß noch beim Aufklären der Unwissenden über den aktuell stattfindenden gesellschaftlichen Übergriff der Frauen und darüber...dass eh alles eine Lüge ist.
(Zum Glück gibt es hier aber auch einige aufgeklärte und kluge Köpfe. Ich hoffe diese bleiben uns noch länger erhalten.)
- rainji
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Re: Umfrageergebnis: Knapp die Hälfte aller Frauen der briti
Oder sie sind schlichtweg nicht vorhanden und werden einfach religiös wie ein Mantra vor sich hergebetet, weil man ja sonst keine Probleme hat.Entweder werden gesellschaftliche Probleme von Anfang an verleugnet oder relativiert.
hmm ist es nicht eher so:- "Frauen werden am Arbeitsplatz diskriminiert"
- "Aber, aber!!! Es gibt auch Männer die sich diskriminiert fühlen!"
- "Also was jetzt? Männer werden auch diskriminiert?!"
- "Ja!"
- "Na dann müssen wir uns das mal genauer anschauen."
- "Nein, nicht nötig. Da wir Männer ja auch diskriminiert werden, ist es kein besonderes Problem, erst recht kein geschlechtsspezifisches"...
- "Frauen werden am Arbeitsplatz diskriminiert."
- "Aber, aber!!! Es gibt auch Männer die sich diskriminiert fühlen!"
- "Also was jetzt? Männer werden auch diskriminiert?!"
- "Ja!"
- "Interessiert nicht, Männer können das ab, aber denk an die Frauen."
- "Ok, was soll man deiner Meinung nach dagegen machen?"
- "Keine Ahnung aber Frauen werden am Arbeitsplatz diskriminiert."
- "Ja, aber was soll man effektiv dagegen machen?"
- "Männer müssen aufhören zu diskriminieren, denn alles böse geht von Männern aus.."
- "Ok Oo."
- "Außerdem müssen mehr Frauen in Führungspositionen, ob diese etwas können ist egal, hauptsache die Quote stimmt..."
- "und weiter?"
- "Generell müssen in allen Berufen, die nicht soviel arbeit machen, aber wo das Geld stimmt, mehr Frauen eingstellt und mehr Männer rausgeworfen werden."
- "Aha und dies beendet die Diskriminierung?"
- "Nicht ganz, zusätzlich benötigen die Männern einen Maulkorb und eine Augenbinde, um die Frauen vor Blicken und Tönen zu schützen!"
-
billy coen 80
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Re: Umfrageergebnis:
Kommt vor, kommt vor…CryTharsis hat geschrieben:Das ist die bittere Wahrheit, die auch in diesem Thread deutlich wird. Entweder werden gesellschaftliche Probleme von Anfang an verleugnet oder relativiert...
Betrachtet man das alles aber mal von einem einigermaßen nüchternen und sachlichen Standpunkt, was man bei wichtigen und schwierigen Themen, zu denen ich Gesellschaftspolitik durchaus zählen würde, stets tun sollte, gibt es in Threads dieser Form aber auch ein immer wieder auftauchendes Phänomen, dass einige besagte Probleme bis ins Absurde übersteigert darstellen und dann allen, die diese Sichtweise dergestalt nicht teilen wollen, Relativismus unterstellen. Und das hat mit Dingen wie etwa Aufgeklärtheit und Intelligenz auch nix zu tun. Aufgeklärte und intelligente Menschen hinterfragen alle Medieneinflüsse die sie bekommen, oder versuchen es zumindest, und stellen nicht nur diese in Frage, die der eigenen Meinung nicht zupassekommen und glauben anderen Berichten wiederum bedingungslos.
Und man darf auch nie den Fehler begehen, immer von Menschen mit anderer Meinung, jetzt mal auf dieses Thema gemünzt, gleich anzunehmen, dass das nur geistig minderbemittelte oder sozial rückständige Chauvies sind, während jene, die mit einem auf einer Wellenlänge sind, vor Intelligenz sprühen. Man liegt nicht selten mit beiden Annahmen weit daneben. :wink:
- Boesor
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Re: Umfrageergebnis: Knapp die Hälfte aller Frauen der briti
Sekunde, wurde jetzt hier im Thread festgestellt das es es allgemein, oder nur in der Spieleindustrie gar keine Diskriminierung gibt?
- 3nfant 7errible
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Re: Umfrageergebnis:
Faszinierend. Ich kritisiere, dass die Frage gar nicht gestellt wird und du deutest es wieder auf abenteuerliche Weise wie es dir passt.CryTharsis hat geschrieben:
"Wenn sich rausstellt" impliziert, dass es in der Wirklichkeit komplett anders aussieht...und das weißt du natürlich, weil...
Du bist wie der gläubige oder atheistische Eiferer, der glaubt er hätte einen Punkt, weil der jeweils andere nicht die Existenz oder Nicht-Existenz eines Gottes beweisen kann.
Der Unterschied ist nur, hier könnte man die Frage ganz leicht beantworten. Nur wird sie gar nicht gestellt. Interessant, nicht wahr?
Was soll an Business bitte schön zynisch sein?? Und mir wirfst du Ignoranz vor?Ganz ehrlich. Leute wie du tun mir leid. Deine Gleichgültigkeit kannst du gerne als Aufgeklärtheit oder Zynismus (Stichwort "Business") tarnen, aber es bleibt was es ist: Ahnungslosigkeit. Könntest du es wenigstens überzeugender rüberbringen und nicht auf diese plumpe und pubertäre Art...schade.![]()
Oh, und ich sehe die Frage von vorhin willst du partout nicht beantworten. Wir wissen beide warum :wink:
- rainji
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Re: Umfrageergebnis: Knapp die Hälfte aller Frauen der briti
Na, Diskriminierung gibt es überall und wird es auch immer geben, weil mir Menschen dazu veranlagt sind zu verallgemeinern. Aber jede Verallgemeinerung ist ja gleichzeitig auch positive oder negative Diskriminierung.Boesor hat geschrieben:Sekunde, wurde jetzt hier im Thread festgestellt das es es allgemein, oder nur in der Spieleindustrie gar keine Diskriminierung gibt?
Alles was man machen kann, ist auf ein Optimum hinzuarbeiten, aber erreicht werden kann dieses nicht :wink: .
- Schnurx
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Re: Umfrageergebnis: Knapp die Hälfte aller Frauen der briti
Allgemein kann man wohl feststellen, das es (in der westlichen Welt, wo es gefahrlos ist und sich lohnt) eine "Diskriminierungsindustrie" gibt, nicht nur in feministischer Hinsicht, und das das Maß real tatsächlich existierender Diskriminierung enorm und bewußt übertrieben wird.Boesor hat geschrieben:Sekunde, wurde jetzt hier im Thread festgestellt das es es allgemein, oder nur in der Spieleindustrie gar keine Diskriminierung gibt?
Die Motivlage ist dabei verschieden, das kann von der einfachen Möglichkeit sich ohne Aufwand moralisch höherwertig zu gerieren, bis zur Sicherung von Budgets, Positionen usw. reichen.
Das erste Motiv dürfte im folgenden aufgeführten Beispiel für die Medien zutreffen, das Letztere für die Antidiskriminierungsbeauftragte.
Worum gehts?
Der Fall ist im am Ende des Beitrags angeführten Link ausführlich geschildert, hier eine Kurzfassung:
Es geht um eine Auftragsstudie über Diskriminierung/Vorurteile gegenüber Sinti und Roma.
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hatte die Ergebnisse einer Auftragsstudie so frisiert, dass sie besser zu den Forderungen nach dem “Aufbau einer Bildungsakademie für Sinti und Roma, eine verstärkte Beteiligung der Selbstorganisationen der Sinti und Roma mittels Staatsverträgen und der Mitarbeit in den Gremien und Rundfunkräten sowie einen verbesserten Schutz vor Benachteiligung durch Börden und Polizei [die nächste Quote in Vorbereitung]” passen.
Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders meinte zu den Ergebnissen der Studie: “‘Gleichgültigkeit, Unwissenheit und Ablehnung bilden zusammen eine fatale Mischung, die Diskriminierungen gegenüber Sinti und Roma den Boden bereiten… Sinti und Roma würden von einem beträchtlichen Teil der deutschen Mehrheitsbevölkerung nicht als gleichberechtigte … Mitbürger wahrgenommen. Lüders nannte die Befunde ‘dramatisch’ und sprach von einem erheblichen Handlungsbedarf von Politik und Gesellschaft.”
Medien übernahmen das ungeprüft mit den folgenden Schlagzeilen:
Vorurteile gegen Sinti und Roma: Kinderräuber und Kriminelle
Antiziganismus: Sinti und Roma sind als Nachbarn unerwünscht
Große Resentiments gegen Sinti und Roma: Studie offenbart feindliche Einstellungen
Vorurteile gegen Sinti und Roma: Mehrheitsfähiger Antiziganismus
Größte Ablehnung gegenüber Sinti und Roma
Und tatsächlich stand in der Studie (Seite 12):
“Auch wenn der Anteil der Personen mit einer dezidiert negativen Einstellung gegenüber Sinti und Roma mit 7 bis 8 Prozent gering ausfällt, .... "
und als Fazit der Studie:
“Die Untersuchungsergebnisse gestatten es nicht, von einem festen und umfassenden Vorurteilsbestand zu Sinti und Roma unter der Mehrheit der Befragten zu sprechen. Nur wenige Muster sind in der Bevölkerung durchgehend präsent. Somit zeichnet sich auch keine tiefere Vorurteilsstruktur ab, da die Gleichgültigkeit, die dem Thema und der Minderheit entgegengebracht wird, keine weitere Auseinandersetzung notwendig erscheinen lässt. Aktiviert werden die existierenden Vorurteilsmuster in Momenten des realen oder vorgestellten Kontaktes mit dem Thema. Sie verstärken mitunter ein situationsbedingtes Unbehagen durch stereotype Vorstellungen, die seitens der Interviewten mehrheitlich nicht hinterfragt werden, die aber inhaltlich nicht weiter aufgeladen sind. Die Studie legt nahe, dass es sich im Fall der Ablehnung vorrangig um eine Missbilligung sozial unerwünschter Verhaltensmuster handelt” (13) ."
"Kurz: Die Mehrzahl der Interviewten interessiert sich nicht für Sinti und Roma, hat keinen Kontakt mit Sinti und Roma und – bevor der Typ vom Meinungsforschungsinstitut Forsa angerufen hat oder (in zwanzig Fällen) die Forscher ein qualitatives Interview mit ihnen durchgeführt haben – nicht über Sinti und Roma nachgedacht. Beide waren der Mehrzahl der Interviewten egal."
Aber so ein Ergebnis paßt natürlich nicht zum "Diskriminierung!"-Getröte und es gibt keine Gelder, Quoten und mediale Berufsgutnickel haben nix zum anprangern. Also muß man halt ein bischen lügen, im Namen der guten Sache, der Pöstchen und Pfründe.
http://sciencefiles.org/2014/10/05/poli ... u-name-it/
- Temeter
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Re: Umfrageergebnis: Knapp die Hälfte aller Frauen der briti
Schöner Beitrag. Genau diese Art von Heuchelei ist es leider auch, die man in den letzten Jahren öfters sehen konnte. Dabei ist schon unter normalen Umständen gesunde Skepsis angebracht.
Hier hat ein Unternehmen eine Umfrage durchgeführt, die das Ergebnis liefert, dass man als Frau ganz viel Angst vor der Spieleindustrie haben muss und auch ja die eigenen Kurse nutzen soll.
Dabei aber lob an 4Players, wo man schon die kritische Perspektive niederschreibt:
Hier hat ein Unternehmen eine Umfrage durchgeführt, die das Ergebnis liefert, dass man als Frau ganz viel Angst vor der Spieleindustrie haben muss und auch ja die eigenen Kurse nutzen soll.
Dabei aber lob an 4Players, wo man schon die kritische Perspektive niederschreibt:
Die Next Gen Skills Academy wird daher im Februar zwei entsprechende Arbeitsgruppen anbieten. Inwiefern geschäftliche Interessen die Durchführung der Umfrage um das populäre Thema beeinflusst haben könnten, geht aus dem Artikel nicht hervor. Angaben zur Methodik der Umfrage gibt Develop wieder.
-
billy coen 80
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Re: Umfrageergebnis: Knapp die Hälfte aller Frauen der briti
Wo wir gerade beim Verlinken sind: hier mal ein Fall, den auch Imperator Palpatine einmal erwähnt hatte.
http://www.sueddeutsche.de/karriere/gos ... -1.1103406
http://www.sueddeutsche.de/karriere/ent ... -1.1099088
Eskaliert ist die Sache, als die Frau Bedenken gegen eine Brötchentütenaktion äußerte. In einer Woche zum Thema Kinderrechte wollte eine Bäckerei auf ihre Tüten drucken lassen: "Gewalt gegen Kinder kommt uns nicht in die Tüte". Auf Vorschläge einiger politisch Aktiver wurder der Aufdruck erweitert auf "Gewalt gegen Frauen und Kinder kommt uns nicht in die Tüte". Frau Ebeling hatte Bedenken, dass diese Formulierung wieder das alte Bild vom Mann bzw. Vater in der ausschließlichen Täterrolle impliziert und (wo ich ihr völlig zustimme) die Ergänzung der Frau in dem Aufdruck im Zuge einer Woche der Kinderrechte einfach keinen Sinn macht.
Was ich an der Sache auffällig finde, ist, dass es in der Medienlandschaft dazu kaum etwas zu hören gab. Jede Zeitung hat da mal was zu geschrieben, ich habe mal morgens im Radio was von gehört, aber etwa im Fernsehen ist der Fall gar nicht erst aufgetaucht. Ich versuche mir da vorzustellen, wenn eine Gleichstellungsbeauftragte gegangen worden wäre, mit der Begründung einer vermeintlich zu starken Fokussierung auf Frauen.
Wieviele Diskussionsrundenthemen hätten dann wohl "Anne Will", "Menschen bei Maischberger" und "Hart aber Fair" dem Thema geopfert, wo man wieder die Runden, in bei diesen Themen üblicher Manier, zusammengesetzt hätte aus einer streitbaren Feministin, zwei Personen, die selbige bedingungslos unterstützen und selbst den größten Käse nie in Frage stellen würden, einem erzkonservativen Musterreaktionär und natürlich (der "Ausgewogenheit" halber") einer Person, die eine, nüchtern betrachtet, eher liberale Haltung einnimmt, am Besten eine Frau, damit sie in der Runde von erstgenannter Troika als vom Patriarchat vereinnahmte Reaktionärin Publikumswirksam geschlachtet werden kann.
Wirklich, ich stehe voll und ganz, aus tiefster Überzeugung hinter dem Thema der Gleichberechtigung, kann auch von mir behaupten, dass ich in meinem Alltag zumindest aufs Berufsleben bezogen einschlägig engagiert bin, aber diese einseitige, medial gesteuerte Fokussierung auf immer wieder nur dieselben Themen und die Art, wie auch hier in den Diskussionen mit Leuten verbal umgegangen wird, die diese undifferenzierten Darstellungen nicht widerspruchsfrei im Raum stehen lassen wollen, ist wirklich schon unter aller Sau. Jeder kann jede Meinung vertreten und darf diese auch äußern, aber wenn ständig einige nicht müde werden, jeden der nicht bedingungslos alles als gegeben hinnimmt, was irgendwelche Aktivisten rausposaunen, die das Glück haben, gerade in der medialen Darstellung als besonders gut und unterstützenswert in den Vordergrund gerückt zu werden, in die Ecke der dumpfen Chauvies zu schieben, ist letztlich auch jeder gesunden Diskussionskultur bar.
http://www.sueddeutsche.de/karriere/gos ... -1.1103406
http://www.sueddeutsche.de/karriere/ent ... -1.1099088
Eskaliert ist die Sache, als die Frau Bedenken gegen eine Brötchentütenaktion äußerte. In einer Woche zum Thema Kinderrechte wollte eine Bäckerei auf ihre Tüten drucken lassen: "Gewalt gegen Kinder kommt uns nicht in die Tüte". Auf Vorschläge einiger politisch Aktiver wurder der Aufdruck erweitert auf "Gewalt gegen Frauen und Kinder kommt uns nicht in die Tüte". Frau Ebeling hatte Bedenken, dass diese Formulierung wieder das alte Bild vom Mann bzw. Vater in der ausschließlichen Täterrolle impliziert und (wo ich ihr völlig zustimme) die Ergänzung der Frau in dem Aufdruck im Zuge einer Woche der Kinderrechte einfach keinen Sinn macht.
Was ich an der Sache auffällig finde, ist, dass es in der Medienlandschaft dazu kaum etwas zu hören gab. Jede Zeitung hat da mal was zu geschrieben, ich habe mal morgens im Radio was von gehört, aber etwa im Fernsehen ist der Fall gar nicht erst aufgetaucht. Ich versuche mir da vorzustellen, wenn eine Gleichstellungsbeauftragte gegangen worden wäre, mit der Begründung einer vermeintlich zu starken Fokussierung auf Frauen.
Wieviele Diskussionsrundenthemen hätten dann wohl "Anne Will", "Menschen bei Maischberger" und "Hart aber Fair" dem Thema geopfert, wo man wieder die Runden, in bei diesen Themen üblicher Manier, zusammengesetzt hätte aus einer streitbaren Feministin, zwei Personen, die selbige bedingungslos unterstützen und selbst den größten Käse nie in Frage stellen würden, einem erzkonservativen Musterreaktionär und natürlich (der "Ausgewogenheit" halber") einer Person, die eine, nüchtern betrachtet, eher liberale Haltung einnimmt, am Besten eine Frau, damit sie in der Runde von erstgenannter Troika als vom Patriarchat vereinnahmte Reaktionärin Publikumswirksam geschlachtet werden kann.
Wirklich, ich stehe voll und ganz, aus tiefster Überzeugung hinter dem Thema der Gleichberechtigung, kann auch von mir behaupten, dass ich in meinem Alltag zumindest aufs Berufsleben bezogen einschlägig engagiert bin, aber diese einseitige, medial gesteuerte Fokussierung auf immer wieder nur dieselben Themen und die Art, wie auch hier in den Diskussionen mit Leuten verbal umgegangen wird, die diese undifferenzierten Darstellungen nicht widerspruchsfrei im Raum stehen lassen wollen, ist wirklich schon unter aller Sau. Jeder kann jede Meinung vertreten und darf diese auch äußern, aber wenn ständig einige nicht müde werden, jeden der nicht bedingungslos alles als gegeben hinnimmt, was irgendwelche Aktivisten rausposaunen, die das Glück haben, gerade in der medialen Darstellung als besonders gut und unterstützenswert in den Vordergrund gerückt zu werden, in die Ecke der dumpfen Chauvies zu schieben, ist letztlich auch jeder gesunden Diskussionskultur bar.
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maho76
- Beiträge: 2336
- Registriert: 13.09.2012 13:51
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Re: Umfrageergebnis
seit wann gibt's kinderüberraschung eigentlich getrennt für Mädels und jungs? das eine blau, das andere rosa ... das war in den 70-90ern noch anders, vermarktungstechnisch gesehen aber sicher ziemlich schlau...

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billy coen 80
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- Registriert: 02.10.2012 03:39
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Re: Umfrageergebnis: Knapp die Hälfte aller Frauen der briti
Echt????
Hab ich noch nie gesehen. Hab aber auch schon lange keine mehr gekauft und entsprechend lange nicht mehr bei den Paletten mit Ü-Eiern hingesehen. Aber macht, abseits von Happy Hippos und co theoretisch Sinn. Mädchen freuen sich vielleicht mehrheitlich doch ein bissel weniger als Jungs, wenn im Ei ein kleines Spielzeugauto zum Zusammenbasteln vorzufinden ist.
Andererseits... werden dadurch nicht auch Rollenstereotypen zementiert? Aber wiederum andererseits verbietet den Eltern eines Mädchens, welches auch gern mit Autos spielt, niemand, die blauen Ü-Eier zu kaufen, bei denen die Wahrscheinlichkeit einer entsprechenden Überraschung vermeintlich höher ist. Hach, ein Dilemma...
Hab ich noch nie gesehen. Hab aber auch schon lange keine mehr gekauft und entsprechend lange nicht mehr bei den Paletten mit Ü-Eiern hingesehen. Aber macht, abseits von Happy Hippos und co theoretisch Sinn. Mädchen freuen sich vielleicht mehrheitlich doch ein bissel weniger als Jungs, wenn im Ei ein kleines Spielzeugauto zum Zusammenbasteln vorzufinden ist.
Andererseits... werden dadurch nicht auch Rollenstereotypen zementiert? Aber wiederum andererseits verbietet den Eltern eines Mädchens, welches auch gern mit Autos spielt, niemand, die blauen Ü-Eier zu kaufen, bei denen die Wahrscheinlichkeit einer entsprechenden Überraschung vermeintlich höher ist. Hach, ein Dilemma...
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billy coen 80
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- Registriert: 02.10.2012 03:39
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Re: Umfrageergebnis: Knapp die Hälfte aller Frauen der briti
Ich verstehe zwar den Grundgedanken der Kritik, aber, wie so oft, führt man sie schon wieder ins Absurde aus.
Schon alleine bei der Kritik an den „Winx-Club-Figürchen“ hätte man sich vielleicht mal informieren können. „Winx-Club“ ist eine bei kleinen Mädchen (zum Teil auch kleinen Jungs) recht populäre Zeichentrickreihe. Es ist keine Erfindung von Ferrero. Und wenn sie in Ü-Eiern Figuren anbieten, die sich eben auf eine bei kleinen Mädchen beliebten Trickreihe bezieht, was ist daran falsch??? Viele Mädchen werden sich sicher über Figuren ihrer Serienhelden freuen. Wer sich am Artdesign stört, soll sich bei Nickelodeon beschweren. Ferrero gibt doch letztlich ihrer Kundschaft nur, was sie vermeintlich will.
Das sehr girlish anmutende Artdesign geht im Übrigen auch auf den Serienstil zurück. Wie es bei US-Trickserien seit Jahren üblich ist, kopiert man dort den japanischen Animestil, mal mehr mal weniger gut. Dieses schon kariesverursachend zuckersüße Design wirkt wie eine nochmalige Überzeichnung des Figurendesigns von Serien wie etwa Sailormoon. Auch die kritisierten Wespentaillen dürften darauf zurückzuführen sein. Im Zeichenstil solcher Serien wirken alle Charaktere optisch stark bulimisch; meist auch die männlichen. Ob Kinder daraus nun aber tatsächlich ein Schönheitsideal für sich ableiten, halte ich für fraglich. Kann aber gerne mal wissenschaftlich erruiert werden.
Da es ja aber nun so ist, dass es wohl nicht rosane und blaue Eier gibt, sondern geschlechtsneutrale Eier und welche für Mädchen, ist das Buhei ohnehin ein Wenig übertrieben. Wer verbietet denn Eltern, die geschlechtsneutralen zu kaufen? Haben Eltern eine Tochter, die nicht so Prinzessinnenhaft veranlagt ist und sie auch nicht wollen, dass sie so wird, ist es schlicht ihre Sache, vom Kauf der rosa geblümten Eier Abstand zu nehmen. Machen das dann viele Eltern so, wird die Produktkette scheitern und aus dem Sortiment genommen. Hat sie Erfolg, hat Ferrero eine Marktnachfrage korrekt analysiert und die Ansicht der Feministinnen dazu ist eine Minderheitenmeinung, welche im Sinne einer Demokratie auch so behandelt werden sollte. Aus manchen Lebensbereichen sollte sich manch Ideologismus doch lieber raushalten.
Und wenn man schon auf dem Thema Sexismus herumreiten will, was sich da natürlich anbietet, könnte man dann auch die Frage stellen, ob es nicht genauso auch eine Diskriminierung von Jungs ist, dass es nur geschlechtsneutral (also kann quasi aller Scheiß drin sein) und speziell für Mädchen gibt. Klingt albern, ich weiß, aber klänge es genauso albern, gäbe es nur geschlechtsneutrale Eier und speziell Eier für Jungs? Würde dann auch eine Geschlechterrollenstigmatisierung der armen Jungs angeprangert oder würde man sich da dann doch nicht eher auf die Benachteiligung versteifen???
Schon alleine bei der Kritik an den „Winx-Club-Figürchen“ hätte man sich vielleicht mal informieren können. „Winx-Club“ ist eine bei kleinen Mädchen (zum Teil auch kleinen Jungs) recht populäre Zeichentrickreihe. Es ist keine Erfindung von Ferrero. Und wenn sie in Ü-Eiern Figuren anbieten, die sich eben auf eine bei kleinen Mädchen beliebten Trickreihe bezieht, was ist daran falsch??? Viele Mädchen werden sich sicher über Figuren ihrer Serienhelden freuen. Wer sich am Artdesign stört, soll sich bei Nickelodeon beschweren. Ferrero gibt doch letztlich ihrer Kundschaft nur, was sie vermeintlich will.
Das sehr girlish anmutende Artdesign geht im Übrigen auch auf den Serienstil zurück. Wie es bei US-Trickserien seit Jahren üblich ist, kopiert man dort den japanischen Animestil, mal mehr mal weniger gut. Dieses schon kariesverursachend zuckersüße Design wirkt wie eine nochmalige Überzeichnung des Figurendesigns von Serien wie etwa Sailormoon. Auch die kritisierten Wespentaillen dürften darauf zurückzuführen sein. Im Zeichenstil solcher Serien wirken alle Charaktere optisch stark bulimisch; meist auch die männlichen. Ob Kinder daraus nun aber tatsächlich ein Schönheitsideal für sich ableiten, halte ich für fraglich. Kann aber gerne mal wissenschaftlich erruiert werden.
Da es ja aber nun so ist, dass es wohl nicht rosane und blaue Eier gibt, sondern geschlechtsneutrale Eier und welche für Mädchen, ist das Buhei ohnehin ein Wenig übertrieben. Wer verbietet denn Eltern, die geschlechtsneutralen zu kaufen? Haben Eltern eine Tochter, die nicht so Prinzessinnenhaft veranlagt ist und sie auch nicht wollen, dass sie so wird, ist es schlicht ihre Sache, vom Kauf der rosa geblümten Eier Abstand zu nehmen. Machen das dann viele Eltern so, wird die Produktkette scheitern und aus dem Sortiment genommen. Hat sie Erfolg, hat Ferrero eine Marktnachfrage korrekt analysiert und die Ansicht der Feministinnen dazu ist eine Minderheitenmeinung, welche im Sinne einer Demokratie auch so behandelt werden sollte. Aus manchen Lebensbereichen sollte sich manch Ideologismus doch lieber raushalten.
Und wenn man schon auf dem Thema Sexismus herumreiten will, was sich da natürlich anbietet, könnte man dann auch die Frage stellen, ob es nicht genauso auch eine Diskriminierung von Jungs ist, dass es nur geschlechtsneutral (also kann quasi aller Scheiß drin sein) und speziell für Mädchen gibt. Klingt albern, ich weiß, aber klänge es genauso albern, gäbe es nur geschlechtsneutrale Eier und speziell Eier für Jungs? Würde dann auch eine Geschlechterrollenstigmatisierung der armen Jungs angeprangert oder würde man sich da dann doch nicht eher auf die Benachteiligung versteifen???
