Selbst das könnte man mit einem Mann glaubwürdig realisieren. Wie du schon richtig schriebst: es kommt darauf an, wie der Charakter ausgelegt ist und wie gut man ihn darauf basierend geschrieben hat.nawarI hat geschrieben:Die Szenen bei Tomb Raider, wo Lara einfach mal zitternd am Feuer sitzt, sich bei ihrem ersten getötetem Hirsch noch entschuldigt (bevor die Großwildjagt beginnt) oder zusammenbricht, als sie ihren ersten menschlichen Gegner tötet, hätten mit einem Nathen Drake völlig deplaziert gewirkt. In Uncharted ballert man ja schon in den ersten fünf Minuten die Piraten ab, als wären es Moorhühner.
Bei Uncharted wär eine solche Darstellung in erster Linie der angestrebten, eher lockeren Grundstimmung in den Spielen abträglich, wäre Nate ein Emo, der ständig über die Sinnlosigkeit seines Handelns sinniert und bei jedem getöteten Gegner nen Weinkrampf bekommt.
Letztlich ist das Allerwichtigste die Vision der Schöpfer über das, was sie machen wollten. Geschlechter und ihre lang eingeübten Rollen können da genutzt werden, um die Wirkungen noch zu verstärken, aber sind letztlich doch eher sekundär. Man kann eigentlich jeden Charakter, unabhängig davon, ob er ne Pflaume oder ein Würstchen in der Hose spazieren trägt, auslegen wie man will. Und auch Geschlechterrollen, welche nicht selten Stereotypen sind, können da gerne mal aufgebrochen werden...
