Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

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PixelMurder
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Re: Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

Beitrag von PixelMurder »

TherealMorrich hat geschrieben:Immer, wenn ich die Visage der Sarkeesian sehe, steigt in mir ein Aggressionsgefühl hoch... SOLCHE Menschen sind es, die immer mal wieder andere Menschen austicken und zu Amokläufern werden lassen.
Für das Jahr 2014 vergebe ich zwei Goldene Himbeeren. Die erste geht an die Gamer, und zwar an SOLCHE, die in Foren wegen einer Frau austicken, die ihr legitimes Recht wahrnimmt, ein Video über das zu drehen, was sie beschäftigt. Auf dieser Welt gibt es soviele Kriegstreiber, Brunnenvergifter und Schänder, die uns das Leben zur Hölle machen, aber die "Visage der Sarkeesian" lässt einem austicken, tz, tz, tz. Ich persönlich möchte nicht mit Leuten über echte Aufreger im Kontext des Gamings wie EA und Activision quatschen, die solche Beiträge wie den zitierten schreiben.

Die zweite Goldene Himbeere geht selbstverständlich an die Game-Industrie des Jahres 2014*, das Wort "Next-Gen" kann ich nicht verwenden, ohne zu weinen, zu lachen oder zu kotzen. 2014 war für mich(zocke seit Space Invaders) das Jahr des Armageddons oder auch das des Dungeon Keepers, sorry für den pathetischen Stil. Aber ich weiss wenigstens, das ein Ende episch sein sollte ;)
Irgendwie war doch das ganze Jahr wie Dungeon Keeper, jeder wollte dich ein wenig über den Tisch ziehen, auch wenn nicht immer in dieser dreisten Form wie EA oder Activision mit Destiny. Überall, zumindest fast, wurde uns bewusst das Minimum verkauft(um nicht zusagen ausgelootet, was das Minimum eigentlich ist), was auch Spiele betrifft, die ohne Patch nicht spielbar sind und auch Monate danach noch nicht technisch einwandfrei laufen. Welten werden trotz besser Hardware kleiner, 94 Features werden gegenüber dem Vorgänger gestrichen, Online Games haben beschissene Online-Features, Inhalte werden schamlos recycelt und weiterhin erspart man sich Animationen für ein Aufnehmen eines Schlüssels und einem Drehen in einem Schloss. Und irgendwie ist auch die Casualisierung(oder Himmelsrandisierung von DA) eine Methode, uns über den Tisch zu ziehen, zumindest die Leute, die eine immersive Erfahrung und spielerische und geistige Herausforderung von einem Spiel erwarten, was man (oft sogar gegenüber dem Vorgänger) verworfen hat, um möglichst vielen Zielgruppen in den Arsch zu kriechen.
F*** nochmal[hier könntet ihr euch ein Rant-GIF von Francis vorstellen]. Tatsächlich, ich zähle inzwischen auch zu denen, die die Statistik der nie gesehenen Enden erhöhen, dabei gehörte ich mal zu den Spinnern, die manche Games über zweitausend Stunden zockten und dabei dreissig mal das Ende sahen. Und jedes davon bezahlt hat, weil sich das so gehört.
Weil eure Spiele des Jahres 2014 Bullshit sind und nichts mit Next-Gen zu tun haben(musste der Versuchung widerstehen, das in Grossbuchstaben zu schreiben).
Ich habe dieses Jahr sogar bewusst viele Anfänge nie gesehen(von Destiny über Evil Within bis DA:I) und nur noch ein Spiel habe ich vorbestellt, was mich endgültig davon geheilt hat, es jemals wieder zu tun. Hingegen habe ich 2014 meine Freizeit überwiegend damit verbracht, alte Enden zum 31. und 32. Mal zu sehen, manche darunter aus dem letzten Jahrzehnt und das oft auf meiner XBox 360, statt auf meinem PC PC oder einer neuen Konsole.
Diese ganze Misere hat auch ihr Gutes, es hat mich dazu getrieben, einen Englisch-Kurs zu beginnen und morgen einen Kochkurs zu besuchen. Es bleibt die Enttäuschung eines altgedienten Zockers, der seinen Spieltrieb keinewegs verloren hat. Das Gaming könnte heute ein Medium sein, das sich mit dem Kino, FPS und Auflösung hin oder her, den Arsch abwischt, aber die Diskrepanz zwischen dem, was technisch und finanziell möglich wäre und dem, was geboten wird, ist so gross wie noch nie, von der Grafik übers Gameplay bis zur Vermittlung ener Story. Und das Schlimme daran ist, dass das bewusst geschieht, es ist nicht einfach nur schiere Unfähigkeit oder der Mangel an Ressourcen. Effektiv habe ich das Gefühl, vom Gros der Game-Industrie als Idiot betrachtet zu werden, von denen es genügend gibt, um ein paar davon als potentiellen Kunden verschmerzen zu können, weil die es nicht verstanden haben, wie innovativ das in Wirklichkeit alles ist.
Generell habe ich das Gefühl, dass viele Ressourcen verschwendet werden, um uns möglich professionell über den Tisch zu ziehen, statt einfach nur Spiele zu machen, die wirklich Next-Gen sind, hübsch, tief, breit, fett, intelligent. Ich verstehe das einfach nicht, dass zig Millionen in Werbekampagnen, Bullshots und Fake-Videos investiert werden, wenn die Nachricht, dass tatsächlich mal ein Next-Gen-Game auf dem Markt ist, bei dessen Kauf dich keiner über den Tisch ziehen möchte, in drei Minuten zweihundert mal gratis um die Welt gehen würde, bevor man es ebenso gratis in den Nachrichten und jedem Käsblatt erwähnen würde. Aber wie muss es einem an Urteilskraft mangeln, wenn man zig Millionen in die Werbung investiert, während man gleichzeitig Rant-Videos über Review-Blocks und noch mehr Rant-Videos über von DRM-Klagen überzogene Rant-Videos riskiert? Da denke ich dann nur, naja, ein weiteres "Game", mit dem man mich über den Tisch ziehen möchte.

*Ausgeschlossen einzelne Menschen, die tatsächlich ihr Bestes unter den gegebenen Umständen getan haben. Schon klar, dass manche richtig guten Leute wirklich zuwenig Ressourcen haben, um das tolle Spiel zu machen, das sie sich vorgestellt haben.
Zuletzt geändert von PixelMurder am 08.01.2015 12:49, insgesamt 3-mal geändert.
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KATTAMAKKA
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Re: Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

Beitrag von KATTAMAKKA »

Ich bin übrigens ein Fan von Pixel Murder
Liesel Weppen
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Re: Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

Beitrag von Liesel Weppen »

Da hat PixelMurder irgendwie recht. Wir haben neulich auf der LAN auch irgendwie erschrocken festgestellt, dass wir hauptsächlich "uralte" Spiele gespielt haben, allen vorran Quake 3 und UT1. Das neuste war dabei wohl L4D2 und Borderlands. Davon ab wurden auch andere Genres gespielt... Total Annihilation, Anno 1404, Age of Empires, Trackmania... auf das neue Zeug hatte irgendwie keiner wirklich Lust.
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Re: Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

Beitrag von johndoe824834 »

Das Jahr 2014 war zum.....

Bild


mehr brauch man nicht sagen....
JCD
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Re: Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

Beitrag von JCD »

Liesel Weppen hat geschrieben:Da hat PixelMurder irgendwie recht. Wir haben neulich auf der LAN auch irgendwie erschrocken festgestellt, dass wir hauptsächlich "uralte" Spiele gespielt haben, allen vorran Quake 3 und UT1. Das neuste war dabei wohl L4D2 und Borderlands. Davon ab wurden auch andere Genres gespielt... Total Annihilation, Anno 1404, Age of Empires, Trackmania... auf das neue Zeug hatte irgendwie keiner wirklich Lust.

ich war dieses jahr nach einiger abstinenz auch mal wieder auf lan und irgendwie hates nicht mehr soviel spass gemacht wie zu qIIIa oder von mir aus auch cs oder bf42.

was mich da jetzt noch interessiert, ist einfach da sein und mit den leuten bissel daddeln und das we lang quatschen.

man wird ja auch älter^^

@pixel murder. deinen ersten absatz kann ich so stehen lassen und unterschreiben. :D
cHL
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Re: Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

Beitrag von cHL »

imho, das jahr in dem der klassische gaming-feuilletone entgültig zu boden gegangen ist und seine inhaltliche irrelevanz groß und breit gezeigt hat.
es wird nur noch kampagnisiert und propagiert.

ging leider auch hand in hand mit der entgültigen medialen radikalisierung einer eigentlich wichtigen politischen richtung :/
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Lebensmittelspekulant
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Re: Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Was ich hier höre und lese macht mich ganz froh noch keine Nextgen-Konsole zu besitzen. :)
Ich finde dennoch so furchtbar, wie von vielen geschildert, war 2014 jetzt auch nicht. War kein wirklich tolles Jahr, aber ich habe auch schon schlechteres erlebt. Dank Indies und Kickstarterspielen gab es dann doch noch ein paar unterhaltsamere Titel. Vor allem mal wieder ein bisschen spielerische Progression. Der große Wurf hat zwar noch gefehlt, aber die Richtung, die sich andeutet, gefällt mir. :)
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Hattori-Sensei
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Re: Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

Beitrag von Hattori-Sensei »

Hach wie die wahren Gamer hier alle im Forum verrotten und die große Mehrheit nur scheiss Spiele kauft um die Verkaufszahlen in den Himmel zu heben!
Wie dumm müssen diese ganzen Menschen sein. Ich verstehe das einfach nicht, wie kann man sowas unterstützen ? Nur weil man Spaß daran hat ? Wie kann man nur Spaß an diesen Spielen haben! Ich als wahrer einziger Gamer spiele nur Dark Souls, Tetris und Secrets of Mana.

Wieso können die nicht alle so Intellektuell sein und hier im Forum sich mit den Allwissenden Unterhalten ? Ich bin ja für eine 4Players Bibel, damit jeder in den Genuss kommt sich dieser Sekte hier anzuschließen um die Spieleindustrie und alles damit verbundene zu Verteufeln!

Wie kann die Mehrheit nur so böse sein und unser Hobby so zerstören! Was soll ich nur machen ? 2014 war ein schlechtes Spielejahr und ich weiß einfach nicht was ich mit meinem Leben anfangen soll, wenn ich nicht mindestens jedes Jahr 10 Blockbuster vor die Füße geworfen kriege! Hätte ich mir doch nur ein anderes Hobby Gesucht was nicht von so vielen Faktoren beeinflusst wird. Wieso ist nicht noch alles wie damals ? So wie die Kartoffelsuppe meiner Oma mit kleingeschnittenen Würstchen, wie konnte sie es nur wagen von dieser Welt zu verschwinden ohne mir das Rezept zu hinterlassen ... Nun muss ich einfach so diese Veränderung hinnehmen und kann rein gar nichts dagegen machen, außer mich Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat darüber in einem Forum zu beschweren.

Würde meine nächste Generation von Kartoffelsuppe doch nur genau so schmecken wie die vorige, dann müsste ich nicht so viel darüber Grübeln, was hätte sein können....
TMC
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Re: Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

Beitrag von TMC »

PixelMurder hat geschrieben: Die zweite Goldene Himbeere geht selbstverständlich an die Game-Industrie des Jahres 2014*, das Wort "Next-Gen" kann ich nicht verwenden, ohne zu weinen, zu lachen oder zu kotzen. 2014 war für mich(zocke seit Space Invaders) das Jahr des Armageddons oder auch das des Dungeon Keepers, sorry für den pathetischen Stil. Aber ich weiss wenigstens, das ein Ende episch sein sollte ;)
Am besten wäre es ja mal, wenn Katta und Du uns einfach erklären würden was für euch denn "NextGen" sein sollte, ohne das übliche Herziehen über releaste Titel. Einfach mal ein Konzept auf den Tisch hauen. Dieses kindische Gehate langweilt nämlich hier immer mehr Leute, wobei ich Katta das noch zugestehe, der hat schließlich einen Fanclub hier und muß Fanservice bringen ... :lol:
Aber wir wissen schon wo das endet: von euch wird entweder nix oder generischer BS kommen.
PixelMurder hat geschrieben:Irgendwie war doch das ganze Jahr wie Dungeon Keeper, jeder wollte dich ein wenig über den Tisch ziehen, auch wenn nicht immer in dieser dreisten Form wie EA oder Activision mit Destiny. Überall, zumindest fast, wurde uns bewusst das Minimum verkauft(um nicht zusagen ausgelootet, was das Minimum eigentlich ist), was auch Spiele betrifft, die ohne Patch nicht spielbar sind und auch Monate danach noch nicht technisch einwandfrei laufen.
AC Unity ist ein Bugfest, ja. Aber sämtliche Titel die ich sonst 2014 gespielt habe sind zumindest bei mir ohne großes Zucken gelaufen. Vielleicht solltest Du Deine Kiste einfach mal auf Viren checken ?
PixelMurder hat geschrieben: Welten werden trotz besser Hardware kleiner, 94 Features werden gegenüber dem Vorgänger gestrichen, Online Games haben beschissene Online-Features,
DA:I hat einen enormen Umfang, genauso FC4, welches auch nicht kleiner als sein Vorgänger ist, A:I wurde sogar getadelt weil es sich gegen Ende sehr gestreckt angefühlt hat. Wolfenstein hatte ebenfalls seine Spielzeit/Größe. Keine Ahnung was Du gezockt hast, die genannten Titel können es nicht gewesen sein.
PixelMurder hat geschrieben: Inhalte werden schamlos recycelt
Selbst schuld wenn man Mist wie Risen 3 zocken muß ...
PixelMurder hat geschrieben: und weiterhin erspart man sich Animationen für ein Aufnehmen eines Schlüssels und einem Drehen in einem Schloss.
Jau das ist ja mal absolut spielrelevant. Die Animation des Reinstecken und Drehens des Schlüssels sieht die ersten drei Mal noch toll aus bevor sie wegen der Warterei den meisten auf den Sack gehen dürfte.
PixelMurder hat geschrieben: Und irgendwie ist auch die Casualisierung(oder Himmelsrandisierung von DA) eine Methode, uns über den Tisch zu ziehen, zumindest die Leute, die eine immersive Erfahrung und spielerische und geistige Herausforderung von einem Spiel erwarten, was man (oft sogar gegenüber dem Vorgänger) verworfen hat, um möglichst vielen Zielgruppen in den Arsch zu kriechen.
Tja auch wenn euch das nicht paßt: Money makes the world go round ! Darum wären Ubi und Konsorten auch völlig irre, ein funktionierendes Konzept wie zb FC3, was denen ein Haufen Kohle in die Kasse gespült hat beim Nachfolger über den Haufen zu schmeißen. Wie viele eurer "Kunsttitel" mit ach so hohem Anspruch waren denn wirklich kommerzielle Erfolge ? Am Ende des Tages zählt nur knallharte Betriebswirtschaft, erst recht wenn man 100+ Mitarbeiter in seiner Firma sitzen hat die Lohn sehen wollen !
Liesel Weppen
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Re: Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

Beitrag von Liesel Weppen »

Hattori-Sensei hat geschrieben: Wie kann die Mehrheit nur so böse sein und unser Hobby so zerstören! Was soll ich nur machen ? 2014 war ein schlechtes Spielejahr und ich weiß einfach nicht was ich mit meinem Leben anfangen soll, wenn ich nicht mindestens jedes Jahr 10 Blockbuster vor die Füße geworfen kriege!
Naja, zum einen geht es nicht ausschließlich darum, dass die Spiele "schlecht" wären, sondern auch darum, dass sie unfertig auf den Markt kommen und teilweise erst nach Monaten wirklich spielbar werden. DriveClub, AC und Destiny sind da Beispiele, was man so gelesen hat.
Wobei mich bei DriveClub eben die Misere des Launches abgeschreckt hat und Destiny nicht mein Fall ist und ich ausserdem rein wegen dem übertriebenen Hypes schon eine gewisse Abneigung entwickelt habe (wofür das Spiel ansich ja auch nichts kann). AC hat mich der erste Teil schon gelangweilt, danach hab ich kein weiteres mehr versucht.

Andere Spiele werden halt mit ihren Nachfolgern aufgeweicht, damit sie auch wirklich jeder spielen kann. Das ist als würden auf einmal nur noch Fahrräder mit angeschweißten, nicht entfernbaren Stützrädern verkauft werden, damit auch wirklich jeder Trottel fahrradfahren kann. Das würde mich als Hobbybiker auch nerven.

Und bei den alten Spielern fällt halt auf (auch mir an mir selber), dass vieles recycled wird. SoM war super damals. Jetzt nochmal ein SoM wäre aber wohl auch langweilig... einfach weil man alles schon kennt. Das wird der jetztigen Gernation aber in 10, 20 Jahren genauso gehen, nur was bei "uns" damals noch Egoshooter als ganz neues Genre und 3D-Grafik als ganz neue Technik waren, werden bei denen dann vielleicht VR-Brillen und damit verbundene Spiele sein, die dann aber auch langsam mal ausgelutscht sind.

Die einzige 2014 erschienene Titel, den ich mir 2014 gekauft habe, war Borderlands TPS... und naja, eigentlich ein gutes Spiel, aber definitiv kein Überraschungshit, das war mir aber vorher schon klar. Ist halt auch nur ein aufgewärmtes Borderlands 2. Ein paar Indietitel waren noch dabei, aber wirklich lange gefesselt hat mich davon auch nichts.
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Imperator Palpatine
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Re: Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

Beitrag von Imperator Palpatine »

Liesel Weppen hat geschrieben:
Hattori-Sensei hat geschrieben: Wie kann die Mehrheit nur so böse sein und unser Hobby so zerstören! Was soll ich nur machen ? 2014 war ein schlechtes Spielejahr und ich weiß einfach nicht was ich mit meinem Leben anfangen soll, wenn ich nicht mindestens jedes Jahr 10 Blockbuster vor die Füße geworfen kriege!
Naja, zum einen geht es nicht ausschließlich darum, dass die Spiele "schlecht" wären, sondern auch darum, dass sie unfertig auf den Markt kommen und teilweise erst nach Monaten wirklich spielbar werden. DriveClub, AC und Destiny sind da Beispiele, was man so gelesen hat.
Wobei mich bei DriveClub eben die Misere des Launches abgeschreckt hat und Destiny nicht mein Fall ist und ich ausserdem rein wegen dem übertriebenen Hypes schon eine gewisse Abneigung entwickelt habe (wofür das Spiel ansich ja auch nichts kann). AC hat mich der erste Teil schon gelangweilt, danach hab ich kein weiteres mehr versucht.

Andere Spiele werden halt mit ihren Nachfolgern aufgeweicht, damit sie auch wirklich jeder spielen kann. Das ist als würden auf einmal nur noch Fahrräder mit angeschweißten, nicht entfernbaren Stützrädern verkauft werden, damit auch wirklich jeder Trottel fahrradfahren kann. Das würde mich als Hobbybiker auch nerven.

Und bei den alten Spielern fällt halt auf (auch mir an mir selber), dass vieles recycled wird. SoM war super damals. Jetzt nochmal ein SoM wäre aber wohl auch langweilig... einfach weil man alles schon kennt. Das wird der jetztigen Gernation aber in 10, 20 Jahren genauso gehen, nur was bei "uns" damals noch Egoshooter als ganz neues Genre und 3D-Grafik als ganz neue Technik waren, werden bei denen dann vielleicht VR-Brillen und damit verbundene Spiele sein, die dann aber auch langsam mal ausgelutscht sind.

Die einzige 2014 erschienene Titel, den ich mir 2014 gekauft habe, war Borderlands TPS... und naja, eigentlich ein gutes Spiel, aber definitiv kein Überraschungshit, das war mir aber vorher schon klar. Ist halt auch nur ein aufgewärmtes Borderlands 2. Ein paar Indietitel waren noch dabei, aber wirklich lange gefesselt hat mich davon auch nichts.
Unfertige Spiele sind eine Frechheit aber wer nach all dem wissen dass er über die Jahre angesammelt hat immer noch Spiele vorbestellt bzw. direkt nach Release kauft hat Mitschuld an dieser Entwicklung.

Foll me once shame on you, foll me twice shame on me....

Und dass Menschen die jetzt ungefähr zwischen dem 25. und 45. Lebensjahr pendeln und bereits in ihrer Kindheit gespielt haben nun einmal andere Erfahrungswerte inklusive " Abnutzungserscheinungen " haben, ist auch keine grosse Überraschung.

Wie viel wurde den früher recycelt ? Wie viele unzählige Turrican und Doom Ableger gab es mit eben solcher grauenvoller Qualität ?

Es gab auch damals unglaublich viel Mist aber in unserer Erinnerung sind nun einmal die Glanzstücke an die man zurückdenkt. Und ein Großteil wurde auf dem Schulhof oder durch andere Freunde getauscht hat und dadurch war es nicht so schlimm wenn man Mist auf dem C64 oder dem Amiga/ 486er hatte. Es hatte einen auch nur eine Diskette gekostet und nicht 20 bis 60 Euro / DM.

Jeder der einmal auf Youtube nach Zeichentrickserien aus seiner Kindheit sucht weiss dass ganz oben immer der übliche Kommentar steht: " So etwas wird heute nicht mehr produziert. Die heutigen Serien sind alle Mist, damals gab es noch Qualität ".

Und wenn man sich dann ein, zwei Folgen angesehen hat merkt man dass die Perspektive eines Kindes sich nun einmal stark von seinem späteren erwachsenen Ich unterscheidet.
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Lebensmittelspekulant
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Re: Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Liesel Weppen hat geschrieben:Und bei den alten Spielern fällt halt auf (auch mir an mir selber), dass vieles recycled wird. SoM war super damals. Jetzt nochmal ein SoM wäre aber wohl auch langweilig... einfach weil man alles schon kennt.
Was soll denn daran langweilig sein, wenn ich mich mit Freunden aufs Sofa setze und wir nochmal zusammen im Coop-Modus ein episches RPG durchspielen? Ich mein damit nicht, daß man jetzt ein Remake von Secret of Mana machen sollte, ich verstehe trotzdem nicht wieso diese Art Gameplay völlig ausgestorben ist, und das seit Jahrzehnten.

Wie sehr ich mich immer noch ärgere, daß ein Dragons Dogma keinen Coop-Modus hat. Das Spiel würde soviel mehr Spaß machen... :(
TMC
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Re: Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

Beitrag von TMC »

Hattori-Sensei hat geschrieben:... viel wahres ...
Ich habe auch den Eindruck das einigen hier der eigene überkanditelte Anspruch den Spaß am zocken kaputtgemacht hat. Wenn ich mir das so durchlese, vor allem wenn mir einer mit "zocke seit Space invaders" kommt, frage ich mich schon wie man so damals überhaupt mit Zocken anfangen konnte.

Ein Spiel was damals schon super war, ist auch heute noch klasse. Wizard of wor, R-Type, Wonderboy in Monsterland, die Turricans, Axelay, Thunder Force ... wieviele dieser Spiele damals hatten überhaupt eine Story die über lächerliche Platitüden hinausging, und deren einziger Anspruch in schnellen Reflexen lag ? Und wieviele hatten ähnliches Gameplay, und waren trotzdem top ?

Ein zB . FC will gar kein hochintelligentes Spiel sein, sondern einfach Spaß machen. Ein herrlich durchgeknallter Antagonist, schräge Charaktere, massig Drogen, überzogener Krawall, Selbstironie - jede Faser schreit "hab Spaß, und nimm mich nicht ernst". Wie ein Michael Bay-Movie oder die "Expendables". Wo kann man schon einen Elefanten mit C4 bepflastern, per Brandpfeil im Arsch in ein Lager scheuchen und ordentlich für Chaos und KrachBumm sorgen ? Einfach traurig wenn man sowas hinter seinen Anspruchs-Scheuklappen nicht mehr erkennen kann.

Oder nimm Revolver360 Reactor: Story ? Völlig Rille ! Anspruch ? Nur Reflexe ! Und trotzdem ein audiovisueller Hammer welcher bei jedem Action- und Shmup-Fan das Herz höher schlagen lassen dürfte.

Manchmal tun mir Leute wie Katta schon fast leid. Denn die können Spiele nicht mehr als das erkennen, was sie eigentlich sein sollten: spaßiger, geiler Zeitvertreib.
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KATTAMAKKA
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Re: Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

Beitrag von KATTAMAKKA »

Diese Art Spass ist einfach stinklangweilig , zu oft durchgrenudelt und drübergerutscht . Und was anderes kann man nicht machen . Tut mir leid da geht mir schon lange keiner mehr ab. Zu platt das ganze irgendwie nur noch krampfig und nach 5 sec schnarch ich weg :mrgreen:
catfighter
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Re: Jahres-Rückblick: Die Aufreger des Jahres 2014, Teil 1

Beitrag von catfighter »

Hey liebe 4-Players-Community,

ich hab leider garnichts zu den Spielen zu sagen, sondern suche das Lied, welches im Hintergrund ab 6:30 min läuft. Fände es sehr sehr toll, wenn es jemand kennt und mir den Titel verraten könnte :)

Liebe Grüße