Es gibt schon einen Unterschied, Herr Joe kann Fehler in der Gesamtbewertung auch öffentlich eingestehen, Herr Lubil wenig bis gar nicht...eher gar nicht (Beispiel Dragon Age 3, das Review war Top, Spiele allerdings wie Wasteland 2, Dark Souls 2 oder Civ: Beyond the Earth ...da fragt man sich, welcher Teufel ihn geritten hat, solch hohe Wertungen zu vergeben inkl. Award. Dark Souls 2 zum Beispiel war nichts als Recycling ja Copy und Paste, bot wenig Neues und die Grafik hätte auch hübscher ausfallen können, diverse PC "flaws" gar nicht zu erwähnen). Ich erwarte faire Objektivität und kein Fanboytum.ColdFever hat geschrieben: Das ist etwas zu krass ausgedrückt, aber auch ich denke, dass die Wahrheit wohl in der Mitte liegen dürfte. Mir erscheint DA:I weder besonders schlecht noch besonders gut, sondern typisch mittelmäßig wie fast das ganze Spielejahr 2014 zu sein. Das Beispiel DA:I ist aber gut, um zu sehen, wie ein Spiel polarisieren kann. Jörg und Joe sind meine beiden Lieblingskritiker, weil sie jede Menge Erfahrung haben, kein Blatt vor den Mund nehmen und sehr unterhaltsam argumentieren. Dass trotz ihrer großen Erfahrung so gegensätzliche Wertungen möglich sind, zeigt einmal mehr, dass der Spielspaß keine absolute, objektive Größe ist, sondern als subjektive Wahrnehmung im Kopf des Spielers entsteht.
Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategorien
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- Haremhab
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Re: Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategor
Zuletzt geändert von Haremhab am 31.12.2014 00:03, insgesamt 1-mal geändert.
- Haremhab
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Re: Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategor
Ich nenne so ein Verhalten "Schizophrenie". Man kann nicht nach Gutdünken objektiv werten (Dragon Age 3, TOP Leistung!) und andererseits subjektiv (Civ: Beyond the Earth). Alle von mir erwähnten Spiele, die negativ gewertet werden müssten, wurden gegen alle Logik positiv gewertet, ja sogar noch mehr mit einem Award aufgewertet. Meine Meinung deckt sich auch mit der Meinung des Marktes (Metacritic), dass Spiele wie Wasteland 2 oder Civ:Beyond the Earth während des Reviews unfertig waren und teilweise immernoch sind. Die Leute sind echt enttäuscht (besucht einmal die Fachforen zu den genannten Spielen). Wie ernst soll man solche Reviews noch nehmen?kindra_riegel hat geschrieben:Tja, man sollte auf einer Seite, die laut in den Raum schreit, gar nicht objektiv sein zu wollen, eben keine Objektivität erwarten ...
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c452h
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Re: Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategor
VIelleicht sollte sich Jörg die Vorgehensweise dieses Herren zum Thema Subjektivität/Objektivität zum Vorbild nehmen:
https://www.youtube.com/watch?v=oQIKcS2OUpA
https://www.youtube.com/watch?v=oQIKcS2OUpA
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Nanimonai
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Re: Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategor
Subjektivität ist doch auch nur eine viel zu einfache Ausrede, um alles rechtfertigen zu können, was man zu Papier bringt. Die Anarchie der Meinungsmache.
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Re: Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategor
Hm ich glaube mein persönliches Game of the Year muss einfach Transistor sein.
Es hat mir insgesamt einfach am besten gefallen. Der Artstyle ist erste Sahne, die Musik ist Klasse, das Kampfsystem hat mir so viel Spaß gemacht wie schon lange keines mehr und die Story samt ihrer Charaktere und dem tollen Ende hat sich mir ganz gut ins Hirn eingebrannt.
Es war nicht das längste Spiel aber es hat mich persönlich am meisten gefesselt und ist mir eigentlich am besten in Erinnerung geblieben. Es hat sich entgegen vieler anderer Titel dieses Jahr auch absolut nicht ausgelutscht angefühlt.
Es hat mir insgesamt einfach am besten gefallen. Der Artstyle ist erste Sahne, die Musik ist Klasse, das Kampfsystem hat mir so viel Spaß gemacht wie schon lange keines mehr und die Story samt ihrer Charaktere und dem tollen Ende hat sich mir ganz gut ins Hirn eingebrannt.
Es war nicht das längste Spiel aber es hat mich persönlich am meisten gefesselt und ist mir eigentlich am besten in Erinnerung geblieben. Es hat sich entgegen vieler anderer Titel dieses Jahr auch absolut nicht ausgelutscht angefühlt.
- Kefka
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Re: Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategor
DA: Inquisition hat eine Chance die Leserwahl zu gewinnen? Ernsthaft? 
- Knarfe1000
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Re: Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategor
Bekanntheitsgrad ist hier das Stichwort.Kefka hat geschrieben:DA: Inquisition hat eine Chance die Leserwahl zu gewinnen? Ernsthaft?
AAA-Spiele haben daher immer bessere Aussichten bei solchen Wahlen, unabhängig von deren Qualität.
- Finsterfrost
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Re: Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategor
Das denke ich mir auch die ganze Zeit. Ich hatte so große Hoffnungen in DA, wurde aber genauso enttäuscht wie von Destiny. Platt, austauschbar und bedeutungslos trifft auf jeden einzelnen Charakter in dem Spiel zu. Und das bei einem Rollenspiel.Kefka hat geschrieben:DA: Inquisition hat eine Chance die Leserwahl zu gewinnen? Ernsthaft?
Auch der Kontrast zwischen den beiden Spielen. Da hast du Dark Souls mit seiner düsteren Fantasywelt, der Lore und zig Mysterien und Verstecken und dann das kunterbunte, klischeeüberladene Dragon Age.
Da fällt mir ein, ich muss die Dark Souls DLC's ja noch zocken.
- Knarfe1000
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Re: Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategor
Ganz so hart würde ich es nicht sehen. Aber die Ubisoft-Formel hat jetzt auch bei EA/Bioware Einzug gehalten, das war ganz klar zu merken.Finsterfrost hat geschrieben:Das denke ich mir auch die ganze Zeit. Ich hatte so große Hoffnungen in DA, wurde aber genauso enttäuscht wie von Destiny. Platt, austauschbar und bedeutungslos trifft auf jeden einzelnen Charakter in dem Spiel zu. Und das bei einem Rollenspiel.Kefka hat geschrieben:DA: Inquisition hat eine Chance die Leserwahl zu gewinnen? Ernsthaft?
Auch der Kontrast zwischen den beiden Spielen. Da hast du Dark Souls mit seiner düsteren Fantasywelt, der Lore und zig Mysterien und Verstecken und dann das kunterbunte, klischeeüberladene Dragon Age.
Da fällt mir ein, ich muss die Dark Souls DLC's ja noch zocken.
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Re: Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategor
Jein. Wenn man nur nach seinem rein subjektivem Empfinden ins Blaue hinein rezensiert, dann mündet das vielleicht in Anarchie, aber nicht wenn man zusätzlich auch auf ein gewisses Maß an Konsistenz achtet.Nanimonai hat geschrieben:Subjektivität ist doch auch nur eine viel zu einfache Ausrede, um alles rechtfertigen zu können, was man zu Papier bringt. Die Anarchie der Meinungsmache.
Nehmen wir bspw. John Bain alias TotalBiscuit: Er gibt offen zu, dass er möglichst freies Gameplay der Story deutlich überpräferiert, eine Niete im Kartenlesen und Rätsellösen, Frameratejunkie und Warhammer-Fanboy ist - dementsprechend werden die Stärken und Schwächen der Spiele, an die er gerät, auch immer ähnlich stark gelobt bzw. getadelt. Geht man mit diesem Wissen an seine Kritiken ran, dann ergibt sich für den Zuschauer ein recht nachvollziehbares Bild vom zu rezensierenden Titel.
Bei Jörg vermisse ich beizeiten diese Kosistenz; da wird ein schlechter Port mal besonders stark abgestraft und mal wieder nicht, oder die mäßige Questqualität mal in besonderem Maße getadelt (DA: I) und mal wieder fast gar nicht (TESV).
Naja, das wäre doch ein guter Vorsatz für 2015, meint ihr nicht?
- Haremhab
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Re: Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategor
Fanboytum verdunkelt die Sicht auf die Objektivität.
PS:
Angeblich wurde Dark Souls mit einer Stimme Vorsprung das Spiel des Jahres 2014. :wink:
Was bot den DS II. soviel Neues in puncto Innovation gegenüber seinem Vorgänger? Die Grafikengine ist veraltet (sie war es schon bei DS I), die PC-Version sollte diesmal besser ausfallen, die Erwartungen wurden leider enttäuscht, Story&Design&Quest "Copy and Paste" und und und ...warum dann Spiel des Jahres?
PS:
Angeblich wurde Dark Souls mit einer Stimme Vorsprung das Spiel des Jahres 2014. :wink:
Was bot den DS II. soviel Neues in puncto Innovation gegenüber seinem Vorgänger? Die Grafikengine ist veraltet (sie war es schon bei DS I), die PC-Version sollte diesmal besser ausfallen, die Erwartungen wurden leider enttäuscht, Story&Design&Quest "Copy and Paste" und und und ...warum dann Spiel des Jahres?
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Re: Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategor
Vollständige Objektivität bei Rezensionen von Kulturgütern gibt's nicht - was nämlich der eine liebt, hasst der andere. :wink:Haremhab hat geschrieben:Fanboytum verdunkelt die Sicht auf die Objektivität.
Wenn ich mir bspw. bei einem bestimmten Spiel unschlüssig bin, und Bain wegen des W40k Settings keine große Hilfe ist (sein Fanboytum gibt er aber - und das ist wichtig - dem Zuschauer gegenüber offen zu), dann hole ich mir einfach einen anderen Reviewer dazu.
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Nanimonai
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Re: Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategor
Absolut richtig. Dennoch denke ich, dass neben all der Subjektivität (die gut, richtig und wichtig ist) auch eine Ebene der "objektiven Wahrheit" existiert, die man nicht außer Acht lassen darf. Ich habe schon mehrfach mein Lieblingsbeispiel Bioshock genannt. Vollkommen zurecht von vielen gefeiert, würde es bei mir in jeder Kategorie gnadenlos durchfallen, weil mich diese Art des Steampunksettings anekelt. Wem würde eine Rezension von mir helfen, indem ich mich seitenweise über dieses Spiel auslasse, den Fokus ausschließlich auf die Dinge lege, die mich abstoßen und am Ende eine deutlich unterdurchschnittliche Note unter den Test schreibe?LePie hat geschrieben:Jein. Wenn man nur nach seinem rein subjektivem Empfinden ins Blaue hinein rezensiert, dann mündet das vielleicht in Anarchie, aber nicht wenn man zusätzlich auch auf ein gewisses Maß an Konsistenz achtet.
Nehmen wir bspw. John Bain alias TotalBiscuit: Er gibt offen zu, dass er möglichst freies Gameplay der Story deutlich überpräferiert, eine Niete im Kartenlesen und Rätsellösen, Frameratejunkie und Warhammer-Fanboy ist - dementsprechend werden die Stärken und Schwächen der Spiele, an die er gerät, auch immer ähnlich stark gelobt bzw. getadelt. Geht man mit diesem Wissen an seine Kritiken ran, dann ergibt sich für den Zuschauer ein recht nachvollziehbares Bild vom zu rezensierenden Titel.
Bei Jörg vermisse ich beizeiten diese Kosistenz; da wird ein schlechter Port mal besonders stark abgestraft und mal wieder nicht, oder die mäßige Questqualität mal in besonderem Maße getadelt (DA: I) und mal wieder fast gar nicht (TESV).
Naja, das wäre doch ein guter Vorsatz für 2015, meint ihr nicht?
Ich denke, man muss als Kritiker in der Lage sein, über seinen eigenen Schatten, seine eigenen Präferenzen zu springen und ein Spiel als das sehen zu können, was es nicht nur für einen selbst, sondern auch für seine Leser bedeuten kann und vermutlich wird.
Eine negative Konsequenz daraus wäre vermutlich eine gewisse Verwässerung der Kritiken, eine Art Weichspüler auf Tests, der aber nur dann wirklich negativ ist, wenn man sich selbst komplett als Kritiker herausnimmt. Das muss aber nicht sein, man könnte doch tatsächlich eine möglichst "objektive" (objektiv im Sinne von: losgelöst von sich selbst, auf die Gesamtheit bezogen) Kritik schreiben, ohne sich selbst zu verleugnen, indem man beispielsweise Dinge schreibt wie: "Ich will keine Fasttravels in meinen Rollenspielen. Ich will alles selbst entdecken müssen und ein Ritt vom Norden in den Süden der Insel soll sich anfühlen wie eine Reise, nicht wie eine Star Trek Beam-Station, die mich mit einem einzigen Mausklick überall materialisieren lassen kann. Aber ich kann nachvollziehen, warum es vielen Menschen wichtig ist, ihre spärliche Freizeit nicht mit einer ausufernden Reise auf einem Gaul zu vergeuden, sondern sie direkt ein Abenteuer erleben zu lassen. Es macht Sinn. Wenn auch nicht meinen."
- Alter Sack
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Re: Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategor
Oh, da stimme ich zu. Vielleicht nicht mein Spiel des Jahres aber ein extrem gutes Spiel für mich. Alles war ziemlich unverbraucht und es hatte sehr viele gute Ansätze. Ein wirklich sehr, sehr schönes Spiel.Eridrael hat geschrieben:Hm ich glaube mein persönliches Game of the Year muss einfach Transistor sein.
Es hat mir insgesamt einfach am besten gefallen. Der Artstyle ist erste Sahne, die Musik ist Klasse, das Kampfsystem hat mir so viel Spaß gemacht wie schon lange keines mehr und die Story samt ihrer Charaktere und dem tollen Ende hat sich mir ganz gut ins Hirn eingebrannt.
Es war nicht das längste Spiel aber es hat mich persönlich am meisten gefesselt und ist mir eigentlich am besten in Erinnerung geblieben. Es hat sich entgegen vieler anderer Titel dieses Jahr auch absolut nicht ausgelutscht angefühlt.
Mein Spiel des Jahres ... mmmhh das ist schwer. Nicht weil ich der Meinung wie 4P bin das es nichts gab sondern es waren einige Spiele dabei die mir Spass gemacht haben.
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asdasdjkljkl
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Re: Spiele des Jahres 2014: Die Redaktionswahl in 36 Kategor
Es sieht für mich so aus als ob 4players KEINE WERTUNG FÜR SPIELSPASS gibt sondern eher die Wertungen für Innovation, Einfallsreichtum, etc, gibt. Spiele die was anderes machen als einfach nur unterhalten, Spiele die für sie Akzente setzen und Originell sind, etc. Dass find ich zum teil gut, weil sie sich nicht nur auf denn Spielspass beschränken aber auch zum teil schlecht weil der Spielspass ja das wichtigste ist..
Und das Spiel was mir dieses Jahr am meisten Spass gemacht hat ist und bleibt Dragon Age: Inquisition.
Und das Spiel was mir dieses Jahr am meisten Spass gemacht hat ist und bleibt Dragon Age: Inquisition.
