Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

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Gast
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Re: Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

Beitrag von Gast »

Smer-Gol hat geschrieben:Von denen ist Shadowrun Returns? Das gammelt schon lange auf meiner Steamwunschliste herum, aber wegen fehlenden deutschen Texten habe ich bis jetzt gezögert.
Das ist von einem deutschen Entwickler?
Nein, das ist nicht von einem deutschen Entwickler, sondern von Harebrained Schemes.
bitComposer hat sich nur um die Distribution der deutschen Packungsversion gekümmert (und im Falle von Giana Sisters darum, dass das Spiel auf Xbox Live zu erwerben war, da MS' Publisherpflicht).
Sharkie hat geschrieben:Meinen Dank an die armen Kerle von bitComposer für Shadowrun Returns, Giana Sisters und das großartige Expeditions: Conquistador.
Unsinn. Bei Giana Sisters und Shadowrun Returns hatte bitComposer nichts mit der eigentlichen Entwicklung am Hut, bei Expeditions: Conquistador ging es überdies auch nicht ohne Kickstarter.

Das einzige "echte" bitComposer-Spiel, um das man sich in dem Sinne Sorgen machen müsste, wäre Shadows: Heretic Kingdoms, ansonsten kam von dem Laden selten was brauchbares.
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Todesglubsch
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Re: Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

Beitrag von Todesglubsch »

Dass manche immer noch nicht zwischen Publisher, Entwickler und Distributor unterscheiden können ist traurig.
Topfware hat das allerdings gemacht:
.... buh!

Thema Marktbereinigung:
Das Problemchen dabei ist, dass diejenigen, die wahrscheinlich Schuld an den miesen Spielen haben, unbeschadet davon kommen. Wurde ja bereits geschrieben: Die Cheffes haben einfach ne neue Firma gegründet. Es sind die kleinen Leute, die nun die Scheiße an der Backe haben.
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Hyeson
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Re: Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

Beitrag von Hyeson »

GrinderFX hat geschrieben:
BlueBlur hat geschrieben:
GrinderFX hat geschrieben:Denn wenn ich nämlich auch für richtig schlechte Produkte dennoch mein Geld bekomme, dann macht niemand mehr irgendwas gutes. Warum auch?
Das GEZ-Problem.
Die sehen von mir auch keinen Cent, nur sind die meisten da nicht so konsequent.
Ich und Frau schon ;;)
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FuerstderSchatten
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Re: Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

Beitrag von FuerstderSchatten »

Sharkie hat geschrieben:Jawollja, da geht eine Firma pleite, an der Arbeitsplätze und persönliche Existenzen hängen, und was macht der gemeine Forist? Der frohlockt über die "sehr gute News" oder tut es mit einem selbstgerechten Schulterzucken als "logische Konsequenz" ab, weil der Saftladen schließlich schlechte Spiele produziert hat. Selbst schuld, die Spacken, hätten'se mal besser gute Spiele gemacht!

Asozial? Nee, in Gamerkreisen leider normal.

Bin übrigens großer Jagged Alliance-Fan und finde all die unsäglichen Remakes davon ebenfalls zum Kotzen. Aber nicht so sehr zum Kotzen wie die Sorte Gamer, die so wenig Aussicht über den Tellerrand ihrer eigenen kleinen Gaming-Welt genießt, dass sie sich über die Insolvenz einer Firma freut, welche ihnen nichts getan hat außer eben miese Spiele zu veröffentlichen (the Horror!).

Meinen Dank an die armen Kerle von bitComposer für Shadowrun Returns, Giana Sisters und das großartige Expeditions: Conquistador.
Oh, ich höre schon wieder die kleinste Violine der Welt. Da sterben Millionen Menschen auf der Welt, aber die armen Programmierer haben für einen Monat oder so keinen Job mehr. Wirklich schlimm für die. Zumal das einer der best bezahlten Berufe ist.

Weißt du wieviele Firmen jeden Tag auf der Welt pleite machen und wieviele neue aufgemacht werden. Auf Bitcomposer kann ruhigen Gewissens verzichtet werden. Und es braucht auch nicht zwangsläufig eine Deutschen Publisher, zumal wir mit Daedelic sogar noch einen recht gut haben. Topware hat seit Nordlandtriologie nix mehr rausgebracht, was ich interessant finde, können auch weg.

Ich weiß wirklich nicht, warum du hier rumheulst und andere als asozial bezeichnest. Wir leben doch nun mal im Kapitalismus und den Firmen sind Menschen ja nun auch nicht besonders wichtig und die zögern auch keine Minute, Leute zu entlassen, wenn sie dafür einen Vorteil bekommen, warum sollen wir uns also darum scheren, wenn wir ihnen auch egal sind?
Sharkie hat geschrieben: Ich sag mal so: Jemand, der seinen Job verliert und deshalb existenzielle Probleme bekommt, tut mir unabhängig davon leid, ob er seinen Job nun gut gemacht hat oder nicht. Wie Du das sehen "solltest", kann und will ich Dir nicht vorschreiben.
Tausende Menschen, die was gelernt haben, beziehen in Deutschland Hartz 4, um die interessiert sich auch kein Schwein, auch nicht darum was die für Ängste haben. Deine Programmierer finden aber ganz sicher schnell wieder nen Job und wenn nicht müssen sie halt auch Hartz 4 beziehen und werden ein Teil der Statistik.

In Indien arbeiten Menschen für nen Appel und nen Ei, für die ist Hartz 4 eine unglaublich hohes Gehalt und du jammerst uns hier was von Typen voll, die bisher 3000 € Netto verdient haben.
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Hyeson
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Re: Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

Beitrag von Hyeson »

Sharkie hat geschrieben: Ich sag mal so: Jemand, der seinen Job verliert und deshalb existenzielle Probleme bekommt, tut mir unabhängig davon leid, ob er seinen Job nun gut gemacht hat oder nicht. Wie Du das sehen "solltest", kann und will ich Dir nicht vorschreiben.
Also mal ehrlich...ich hatte inzwischen soviel mit Leuten zu tun, die keine Ahnung haben von dem, was sie da eigentlich tun..
Da frag ich mich in erster Linie wie sie an diesen Job gekommen sind..und nochmehr wie sie es geschafft haben, dass so lang niemand merkt wie inkompetent sie sind.

Diese Leute tun mir absolut nicht leid.. schließlich haben sie nen Job verloren den sie eigentlich garnicht erst haben sollten.
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sourcOr
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Re: Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

Beitrag von sourcOr »

Armin hat geschrieben:
sourcOr hat geschrieben: Haben bitComposer Schlägertrupps zu jungen Firmen in der Branche geschickt oder was haben die jetzt mit dem Tun und Handeln der "Anderen" zu tun?
?? Es geht um Marktbereinigung.
Raff ich net in Bezug auf bitComposer. Aber ist sicherlich ein schicker Term.
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Sharkie
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Re: Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

Beitrag von Sharkie »

LePie hat geschrieben:
Sharkie hat geschrieben:Meinen Dank an die armen Kerle von bitComposer für Shadowrun Returns, Giana Sisters und das großartige Expeditions: Conquistador.
Unsinn. Bei Giana Sisters und Shadowrun Returns hatte bitComposer nichts mit der eigentlichen Entwicklung am Hut, bei Expeditions: Conquistador ging es überdies auch nicht ohne Kickstarter.
Sehe ich nicht so. Vielmehr denke ich, dass auch das Veröffentlichen (und nicht nur das Entwickeln) von Spielen angemessene Würdigung verdient, vor allem vor dem Hintergrund einer seit x Jahren immer konservativer werdenden Publisherlandschaft. Die von mir genannten Spiele sind allesamt aus unterschiedlichen Gründen Nischenprodukte mit eher spitzen Zielgruppen (Pen&Paper-Umsetzung, Oldschool-Jump'n'Run, Rundentaktik in ungewöhnlichem und mutigem Szenario), für deren Unterstützung, die sich viele Publisher sicher nicht getraut hätten, ich bitComposer einfach dankbar bin. Ändert freilich nichts daran, dass die Herren auch Müll wie Schlag den Raab verantwortet und die Jagged Alliance-Marke weiter beschädigt haben.
GrinderFX hat geschrieben: Zum kotzen sind nur Leute wie du, die schlechte Firmen mit aller Gewalt und am besten noch mit Rettungen und Subventionen am Markt halten wollen. Das dadurch allerdings gute Produkte vom Markt verschwinden, ist ihnen dann scheiß egal. Denn wenn ich nämlich auch für richtig schlechte Produkte dennoch mein Geld bekomme, dann macht niemand mehr irgendwas gutes. Warum auch?
Auch sind die Arbeitsplätze nicht weg, sie sind einfach woanders, bei einer Firma die vernünftige Produkte macht, so wie es sich gehört!
Häh? Wo habe ich denn bitte Subventionen gefordert? Ich habe mich über diese Unkultur aufgeregt, bei Insolvenzen zu jubilieren nach dem Motto "Geil, jetzt bringen die nicht noch mehr schlechte Spiele raus", was ich angesichts der mit einer Insolvenz verknüpften persönlichen Schicksale für kurzsichtig und extrem einseitig halte. Gamer-Tunnelblick, wie ich schon sagte. Mit keinem Wort habe ich irgendwelchen Aktionismus zur Rettung von bitComposer gefordert, welcher bei dieser Firma wohl kaum sinnvoll wäre. Mir tun einfach die Leute leid, die da arbeiten, während ich das Verhalten der Leute, die wiederum Befriedigung daraus ziehen, gegen solche armen Socken nochmal nachzutreten, schäbig finde - das ist alles. Aber interessant: Da wird munter auf Leute eingebasht, die eh schon am Boden sind, und wenn dann jemand ein bisschen mehr Menschlichkeit anmahnt, ist er gleich Sozialist oder (schlimmer) Ned Flanders.
FuerstderSchatten hat geschrieben: Ich weiß wirklich nicht, warum du hier rumheulst und andere als asozial bezeichnest. Wir leben doch nun mal im Kapitalismus und den Firmen sind Menschen ja nun auch nicht besonders wichtig und die zögern auch keine Minute, Leute zu entlassen, wenn sie dafür einen Vorteil bekommen, warum sollen wir uns also darum scheren, wenn wir ihnen auch egal sind?
Gerade weil wir "nun mal" im Kapitalismus leben, sollte man dessen unschöne Auswüchse benennen und kritisieren, denn der Kapitalismus neigt nun wirklich nicht zu gutem Benehmen, wenn man ihn komplett von der Leine lässt. Darum ging es mir aber eigentlich gar nicht, ich will jetzt hier auch gar nicht den großen Systemkritiker spielen. Zu den unschönen Auswüchsen des Kapitalismus zählen aber meiner Ansicht nach auch psychologische und/oder soziale Phänomene wie z.B. Empathielosigkeit angesicht von Kündigungen oder sogar das Verhöhnen von Betroffenen. Bezüglich dieser habe ich "rumgeheult" und werde es auch weiterhin tun. Ich Heulsuse.
FuerstderSchatten hat geschrieben: Tausende Menschen, die was gelernt haben, beziehen in Deutschland Hartz 4, um die interessiert sich auch kein Schwein, auch nicht darum was die für Ängste haben. Deine Programmierer finden aber ganz sicher schnell wieder nen Job und wenn nicht müssen sie halt auch Hartz 4 beziehen und werden ein Teil der Statistik.

In Indien arbeiten Menschen für nen Appel und nen Ei, für die ist Hartz 4 eine unglaublich hohes Gehalt und du jammerst uns hier was von Typen voll, die bisher 3000 € Netto verdient haben.
Dass wir in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ein stark ausgeprägtes soziales Sicherungssystem haben (auch wenn die Einführung von Hartz 4 für dieses aus Arbeitslosenperspektive eher ein Downgrade bedeutete) ist richtig, zeigt jedoch vielmehr, dass diese Leute anscheinend eben doch ein paar Schweine interessieren. Oink.

Mir ist durchaus klar, dass es uns hierzulande im Vergleich zu den allermeisten anderen Ecken dieser Welt sehr, sehr gut geht - ich denke was dies betrifft müsste hier absoluter Konsens herrschen. Ich lebe aber nicht in Indien, ich lebe in Deutschland, und hier kehre ich mit meiner Kritik vor meiner Haustüre. Was selbstredend nicht bedeutet, dass mir die Zustände in Entwicklungs- und Schwellenländern egal wären; bevor mir das hier jemand in den Mund legt. Insofern kann man die "Indien-Keule" in solchen Diskussionen gerne stecken lassen. Auf andere (zweifelsfrei größere), weit entfernte Probleme verweisen taugt nämlich nicht, um die Diskussion voranzubringen über (zweifelsfrei kleinere) Probleme, wie sie hier vorliegen. Das ist pure Rhetorik.
Zuletzt geändert von Sharkie am 09.12.2014 16:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Todesglubsch
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Re: Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

Beitrag von Todesglubsch »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Oh, ich höre schon wieder die kleinste Violine der Welt. Da sterben Millionen Menschen auf der Welt, aber die armen Programmierer haben für einen Monat oder so keinen Job mehr. Wirklich schlimm für die. Zumal das einer der best bezahlten Berufe ist.
Auch du solltest dir den Unterschied zwischen Publisher und Entwickler nochmal anschauen. Bei BitComposer selbst arbeiten wohl nur wenig "hoch bezahlte Programmierer" - wenn die Website und das drumherum nicht eh komplett ausgelagert wurde.
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Wigggenz
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Re: Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

Beitrag von Wigggenz »

Empathielosigkeit?

Man kann gleichzeitig Mitleid für bald arbeitslose Entwickler etc. haben, und trotzdem sich für die Gamingwelt als ganzes freuen, wenn ein Publisher, der nur noch Mist veröffentlicht, pleite geht.

Daraus, dass man nicht beides äußert, heißt es noch lange nicht, dass man nicht beides empfindet.
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Sharkie
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Re: Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

Beitrag von Sharkie »

Wigggenz hat geschrieben:Empathielosigkeit?

Man kann gleichzeitig Mitleid für bald arbeitslose Entwickler etc. haben, und trotzdem sich für die Gamingwelt als ganzes freuen, wenn ein Publisher, der nur noch Mist veröffentlicht, pleite geht.
Stimmt vollkommen. Ich denke, dass die Leute, die das so differenziert sehen, dies auch entsprechend zum Ausdruck bringen werden. Ist hier ja durchaus schon geschehen, siehe Bedameisters erste Antwort:
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Bedameister hat geschrieben:Ist natürlich Schade für den Arbeitsplatz Deutschland in der Gamingbranche. Allerdings haben sich die guten ja auch nicht wirklich mit so viel Ruhm bekleckert.
Diese Sichtweise ist in meinen Augen vollkommen okay. Ich bin selbst der Meinung, dass die Marke Jagged Alliance ohne Publisher wahrscheinlich besser dasteht, als mit bitComposer im Rücken.

Was mich ärgert, sind Beiträge wie der von Nekator, ebenfalls erste Seite, der das ganze dann erstmal als "sehr gute News" feiert. Finde ich eher kurzsichtig, sowas. Und eben empathielos.
Spoiler
Show
Nekator hat geschrieben:Sehr gute News... nun ist zu hoffen, dass die Lizenzen zu besseren Firmen kommen.. bitkomposter war ja das Letzte, alleine wie sie JA ruiniert haben.
Habe jetzt nicht wirklich den Eindruck, dass da eine Differenzierung mitschwingt à la "schlecht für die Arbeitnehmer, gut für die Gamingwelt". Klingt für mich eher so, als wenn die Gamingwelt so ziemlich die einzige Welt wäre, in der der Autor sich noch bewegt.
Gast
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Re: Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

Beitrag von Gast »

Sharkie hat geschrieben:Vielmehr denke ich, dass auch das Veröffentlichen (und nicht nur das Entwickeln) von Spielen angemessene Würdigung verdient, vor allem vor dem Hintergrund einer seit x Jahren immer konservativer werdenden Publisherlandschaft. Die von mir genannten Spiele sind allesamt aus unterschiedlichen Gründen Nischenprodukte mit eher spitzen Zielgruppen (Pen&Paper-Umsetzung, Oldschool-Jump'n'Run, Rundentaktik in ungewöhnlichem und mutigem Szenario), für deren Unterstützung, die sich viele Publisher sicher nicht getraut hätten, ich bitComposer einfach dankbar bin.
Das hat nichts mit Unterstützung zu tun, da bitComposer die Entwicklung besagter Spiele nie finanziert hat, sie waren in dem Sinne auch keine Publisher denn mehr schlichte Distributoren. Eine bezahlte Auftragsarbeit, die ohne bC auch jemand anderes übernommen hätte.
Wärest du für Shadows: HC "dankbar", dann wäre das einigermaßen verständlich, aber bei den von dir genannten Beispielen - in denen sie nur ein Teil der Vertriebskette waren - könntest du deine Dankesreden konsequenterweise auch vor den jeweiligen Presswerken, Lieferanten, Lageristen und Einzelhändlern vortragen.

Angesichts des sehr schlechten Umgangs, den bC gegenüber seinen Entwicklern pflegte, halte ich Bedauern oder Mitleidsbekundungen ohnehin nicht für angebracht.

http://www.kununu.com/de/he/eschborn/so ... ertainment
http://www.rpgcodex.net/forums/index.ph ... st-2791536
Zuletzt geändert von Gast am 09.12.2014 17:30, insgesamt 3-mal geändert.
Armin
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Re: Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

Beitrag von Armin »

Sharkie hat geschrieben: Was mich ärgert, sind Beiträge wie der von Nekator, ebenfalls erste Seite, der das ganze dann erstmal als "sehr gute News" feiert. Finde ich eher kurzsichtig, sowas. Und eben empathielos.
Das ist sogar sehr weitsichtig, siehe unten. Und empathielos? Wir koennen ja ne Runde rumheulen, dass ein paar Angestellte neue Jobs finden muessen. Ich freu mich lieber, dass die selben Angestellten und noch mehr bald bessere Jobs finden.
sourcOr hat geschrieben: Raff ich net in Bezug auf bitComposer. Aber ist sicherlich ein schicker Term.
Dachte das Wort ist allgemein bekannt, aber ich muss es Dir wohl erklaeren. Der Markt wird frei fuer bessere Firmen, die spaeter durch Ihren Erfolg den Markt erweitern und mehr Arbeitsplaetze schaffen. Huch war das jetzt kompliziert...
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sourcOr
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Re: Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

Beitrag von sourcOr »

Ne ich kannte das Wort tatsächlich nicht (ich wüsste auch nicht wodurch), aber ich habs durchaus nachgeschlagen. Kann man das jetzt unter jede Insolvenz klatschen, soll man sich da jetzt jedes mal freuen "weil Marktbereinigung" oder kann man das im Fall von bitComposer tatsächlich noch konkretisieren?
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FuerstderSchatten
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Re: Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

Beitrag von FuerstderSchatten »

Todesglubsch hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:Oh, ich höre schon wieder die kleinste Violine der Welt. Da sterben Millionen Menschen auf der Welt, aber die armen Programmierer haben für einen Monat oder so keinen Job mehr. Wirklich schlimm für die. Zumal das einer der best bezahlten Berufe ist.
Auch du solltest dir den Unterschied zwischen Publisher und Entwickler nochmal anschauen. Bei BitComposer selbst arbeiten wohl nur wenig "hoch bezahlte Programmierer" - wenn die Website und das drumherum nicht eh komplett ausgelagert wurde.
Also nicht mal das, neben dem Hausmeister und der Putzfrau arbeiten dort also nur Quasi-Banker, die Geld eintreiben und in Projekte investieren, die Entwicklerteams zum Einhalten ihrer Abgabetermine drängen und drohen, falls diese es nicht hinbekommen, dazu dann noch nen paar andere Bürohengste, wie Marketing oder Rechnungswesen. Sollen mir die jetzt leid tun oder wie? Das ist ja sogar noch schlimmer als vorher.
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Sharkie
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Re: Deutscher Publisher bitComposer ist insolvent

Beitrag von Sharkie »

@Armin & FuerstderSchatten:
Das geht mir hier in die komplett falsche Richtung. Es ging mir nie darum, eine Betroffenheitsnummer abzuziehen nach dem Motto "Menschenketten für bitComposer". Auch, FuerstderSchatten, betonte ich in meiner Antwort auf Hyeson (Seite 1), dass ich weder moralisiere, noch irgendjemandem vorschreiben möchte, welche Personen ihm nun leid tun "sollten" und welche nicht.

Was ich getan habe ist, mich über die gehässigen und hämischen Reaktionen einiger Leute zu beschweren, die ich in diesem Zusammenhang pietätlos finde.

@LePie:
Nochmal: Meine "Mitleidsbekundungen" gelten einzelnen Arbeitnehmern. Nicht der Firma als Firma, und sicherlich nicht ihrem ggf. fragwürdigen Geschäftsgebaren. Bin was dies betrifft auch kein Brancheninsider.
Zuletzt geändert von Sharkie am 09.12.2014 18:37, insgesamt 1-mal geändert.