Assassin's Creed: Unity: Laut frazösischem Politiker "Antirevolutionäre Propaganda"

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johndoe1197293
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Re: Assassin's Creed: Unity: Laut frazösischem Politiker "An

Beitrag von johndoe1197293 »

Kajetan hat geschrieben:
CryTharsis hat geschrieben:Man sollte den Deckmantel der Kunst nicht mißbrauchen.
Und der wurde hier wie mißbraucht?
Ob dies hier der Fall ist möchte ich gar nicht bewerten (und es ist nicht allzu sinnvoll diesen Satz aus dem Kontext zu reißen). Ich bezog mich auf den Ubi Slogan und dessen Verwendung als Antwort auf die geäußerte Kritik.
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Sun7dance
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Re: Assassin's Creed: Unity: Laut frazösischem Politiker "An

Beitrag von Sun7dance »

Solange Eltern wirklich aufpassen, dass ihre Kinder nicht Spiele spielen, die nicht für ihr Alter gedacht sind, ist das ganze halb so wild. Ein 16 jähriger sollte schon in der Lage sein, eine etwas differenziertere Sicht auf historische Ereignisse zu entwickeln. Wer sogar starkes Interesse an Geschichte hat, würde sich automatisch mehrerer Quellen bedienen. So sähe der "normale" Bildungsprozess aus. Wer kein Interesse hat, vergisst eh schnell.

Ich höre heute aber immer und immer wieder, dass selbst Grundschüler über GTA und Call of Duty reden.
In zwei Wochen reden sie dann über Unity.
Den Vogel schießen die Eltern ab, welche ihren Kindern Playstation oder Xbox im eigenen Kinderzimmer ermöglichen. Frei nach dem Motto: Computer im Haus, Ruhe im Haus!

DAS ist das eigentliche Problem an der ganzen Sache!
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muecke-the-lietz
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Re: Assassin's Creed: Unity: Laut frazösischem Politiker "An

Beitrag von muecke-the-lietz »

Aber der gute Mann verlangt auch schon wieder so ein gleichgeschaltetes heroisches Bild auf die Geschichte.
Die Darstellung der franz. Revolution ist stellenweise ganz schön verzerrt und die schmutzigen Seiten werden nicht selten außen vorgelassen.

Außerdem gibt es auf der anderen Seite auch schon eine Menge fiktiver Werke, die in dieser Zeit spielen und die zum Teil wesentlich wohlwollender mit dem Adel umgehen.

Man muss einfach festhalten, dass in AC beide Seiten kritisch betrachtet werden. Aber die Revolution an sich und ihre Notwendigkeit wird von dem Spiel doch überhaupt nicht in Frage gestellt. Demokratie und Freiheit ist schließlich das, wofür die Assassinen kämpfen. Aber das die französische Revolution extrem blutig und grausam war, sollte man dabei nicht außen vorlassen.
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WH173W0LF
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Re: Assassin's Creed: Unity: Laut frazösischem Politiker "An

Beitrag von WH173W0LF »

Man sollte Merkel mal fragen wie Sie das mit dem neuen Wolfenstein so sieht... :roll: :roll: :roll: Hauptsache AC bleibt im Gespräch... :roll: :roll: :roll:
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vienna.tanzbaer
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Re: Assassin's Creed: Unity: Laut frazösischem Politiker "An

Beitrag von vienna.tanzbaer »

CryTharsis hat geschrieben: Die von dir zitierte Aussage ist ja nichts anderes als eine Freisprechung. Kennt man von Filmen, bei denen zu Beginn steht, dass alles nur erfunden ist oder jegliche Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen nicht beabsichtigt, rein zufällig o.ä. ist.
Ich möchte Ubi jetzt gar nicht groß für die Darstellung kritisieren, aber sie verwenden nunmal Figuren der Geschichte, geschichtlich belegte Vorgänge usw. Ist ein schmaler Grad auf dem sie da wandeln.
Sie hätten ja Figuren mit anderen Namen wählen können, die angelehnt sind an historische Persönlichkeiten. Dann wären sie wirklich unangreifbar. Aber in so einem Fall finde ich Kritik angebracht. Man sollte den Deckmantel der Kunst nicht mißbrauchen.
Eine "kapitalistische Verschwörung" darin zu sehen halte ich für übertrieben, kann den Ärger aber im Kern nachvollziehen.
genau dieser "historische bezug" war ja stets ein kernelement der serie - die begegnung mit "bekannten" charakteren - dies abzuändern um etwaigen befindlichkeiten mancher entgegenzuwirken halte ich für fragwürdig.

ebenso kann personen ab 16 jahren (usk-freigabe) zugetraut werden, zwischen "wirklichkeit" & "fiktion" zu unterscheiden - ein spiel ist nun mal, wie film oder andere werke, fiktion (sofern nicht explizit "doku" oä. in diesem zusammenhang genannt wird). falls die menschen dazu nicht imstande sind, ist die problematik aber bestimmt nicht im spiel zu suchen, sondern ist vielmehr als gesellschaftspolitisches thema zu verstehen.

betreffend der reaktion des politikers kann ich insofern die motovation verstehen: die fiktive darstellung ist nicht in seinem sinne - zur kenntnis genommen. was bleibt: wenn interessiert die meinung dieses politikers zu diesem thema?

edit:
ps.: wenn "verklärte" nationalhelden (bzw. sogar ganze epochen) auch nur in irgendeiner weise "angepatzt" werden, ist der aufschrei von sogenannten "kulturbewahrern" stets laut - hat aber oftmals vielmehr mit einem verklärten geschichtsverständnis zu tun, als mit der realität.
Zuletzt geändert von vienna.tanzbaer am 19.11.2014 14:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Sir_pillepalle
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Re: Assassin's Creed: Unity: Laut frazösischem Politiker "An

Beitrag von Sir_pillepalle »

Skabus hat geschrieben:
[...]

Ein gutes Beispiel für Kunstmissbrauch stellen ja z.B. HipHopper und Rapper dar. Die behaupten natürlich, ihre Texte sind fiktiv und ihre Fans wüssten das. Das dem aber eben NICHT so ist, kann man an deutschen Schulen sehen und es zeigt, wie Kunst Menschen direkt und indirekt beeiflussen kann.

[...]


MfG Ska

Mit dieser dümmlichen Argumentation ließe sich jedes Produkt der Musik-, Film-, Buch- und Spieleindustrie sehr einfach verbieten. So was nannte man mal Zensur.

Nebenbei sprichst du pauschal allen Konsumenten von HipHop die Fähigkeit der Selbstreflexion und des selbstständigen Nachdenkens ab.
Da ich selbst sehr gerne Rap und HipHop höre - und zwar die ganze Bandbreite, selbst aller Wahrscheinlichkeit nach von dir angesprochene "Hassprediger" (ich weiß nicht was ich sonst dazu sagen soll) - fühle ich mich von dir beleidigt.


Die vom interviewten Herrn aufgestellten Thesen halte ich für höchst labil. Abgesehen davon, habe ich das, was er ankreidet, ziemlich genau so in der Schule gelernt, das ist noch nicht all zu lang her. Und selbst wenn: es handelt sich um Unterhaltungssoftware, nicht um die Dissertation über die französische Revolution.


Ich warte ja immer noch auf den Tag, an dem sich mit dem Medium Spiel ernsthaft auseinander gesetzt wird.
Spiele pendeln immer zwischen zu belächelndem Kinderkram, dem jegliche Seriösität abgesprochen wird und knallharter, sozialkulturelle Erdbeben auslösender AvantGarde, die die Gesellschaft zersetzt.
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SethSteiner
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Re: Assassin's Creed: Unity: Laut frazösischem Politiker "An

Beitrag von SethSteiner »

CryTharsis hat geschrieben:Warum sollte sie nicht angebracht sein? Es ist eine Grundsatzfrage. Das ganze wird nicht besser, nur weil es häufiger verwendet wird. Wie gesagt besitzt ACU einen geschichtlichen Hintergrund und muss sich damit auch Kritik über dessen Richtigkeit gefallen lassen.
Es ist normal in der Kunst. Es geht nicht darum, dass es einfach nur andere machen, es von jeher ein wichtiger Bestandteil in der Kunst, reale Figuren und geschichtliche Ereignisse zu nutzen und ja, auch verändert zu erzählen. Wir sehen das bei Shakespear, wir sehen das bei Die Geschichte der Drei Reiche, dem Niebelungenlied und vergessen wir nicht die Religion mit ihren Geschichten und Bezügen. Du kannst dich ja gern beschweren, dass jemand es wagt keine Doku zu machen aber keiner muss sich dafür rechtfertigen, geschweige denn müsste man sich die Kritik gefallen lassen. Man kann ganz unproblematisch jegliche Kritik zurückweisen eben weil man den Anspruch historischer Korrektheit niemals verfolgt hat.
Da reicht mMn keine Ausage a la "ist ja alles nur Fiktion".
Doch, doch, das reicht schon. Das größte Problem ist schließlich einzig und allein, wenn eben genau diese Aussage, dieser Hinweis nicht existiert, wie bspw. bei den Bibelgeschichten. Dann besteht nämlich die Gefahr, dass das wirklich ernstgenommen wird. Aber wenn ich deutlich nachlesen kann, das beruht nur auf einer wahren Geschichte oder die Geschichte gleich deutlich als Fiktion zu erkennen ist, weil die Handlung und Darstellung absolut fiktiv ist - was gerade bei Assassins Creed mit seinen Templer-Assassinen-Zeitreisedurchanimus ja wohl mehr als nur gegeben ist.
Ganz drastisches Beispiel: wenn das nächste Assassins Creed im Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus angesiedelt ist und die Nazis als tolle Typen dargestellt werden, ist es dann weniger potentiell verwerflich, nur weil sich die Entwickler dieser "alles nur Fiktion" Argumentation bedienen?
Ach wenn du wüsstest, wie oft Hitler in Fiktionen ganz anders dargestellt wird.
Skabus hat geschrieben:Dein Vorposter meinte damit ja nicht, dass die Nutzung historischer Hintergründe per se einen Missbrauch darstellt. Er sagt lediglich, dass man aufpassen muss, das Kunst nicht als Propaganda missbraucht wird.

Spiele haben vor allem auf junge Menschen einen riesigen Einfluss. Das weiß ich selbst am besten. Vieles was z.B. heute mein Charakter ausmacht wurde von den Spielen beeinflusst, die mich bewegt haben. Gleiches gilt für die Bücher die ich gelesen habe, die Filme die ich gesehen habe, etc.
"Denkt denn niemand an die Kinder"? Echt jetzt? Warum müssen immer die armen Kinder für die Verteidigung nach dem Wunsch von Einschränkungen herhalten? Ich war auch mal ein Kind, ich hab Fatherland gesehen und auch nicht gedacht "Oh ja, klar in Wirklichkeit gab es das Deutsche Reich bis in die 60er". Kinder sind nicht blöd.

Und der Hinweis auf Orwells Wells Radioprogramm hat zwei Fehler. Erstens, wenn man etwas in einem Stil macht, der sehr authentisch wirkt, dann ist es für jeden schwieriger Realität und Fiktion zu trennen. Man muss nicht Kinder missbrauchen, es funktioniert bei allen Altersstufen (ist im übrigen genauso mit Gewalt, man kann sich den Kinderquark kneifen). Bestes Beispiel dafür sind die Scripted Reality Dokus, mit ihrer Kamerarbeit, den Geschichten nah am Leben und der Erzähltechnik mit den Unterbrechungen, wo die Protagonisten mit einem Interviewer zu sprechen scheinen. Zweitens allerdings, ist die Sache mit der Massenpanik nicht so klar wie man vielleicht glaubt: http://www.slate.com/articles/arts/hist ... ingle.html

@Sun7dance
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Das Emu
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Re: Assassin's Creed: Unity: Laut frazösischem Politiker "An

Beitrag von Das Emu »

Sun7dance hat geschrieben:Solange Eltern wirklich aufpassen, dass ihre Kinder nicht Spiele spielen, die nicht für ihr Alter gedacht sind, ist das ganze halb so wild. Ein 16 jähriger sollte schon in der Lage sein, eine etwas differenziertere Sicht auf historische Ereignisse zu entwickeln. Wer sogar starkes Interesse an Geschichte hat, würde sich automatisch mehrerer Quellen bedienen. So sähe der "normale" Bildungsprozess aus. Wer kein Interesse hat, vergisst eh schnell.

Ich höre heute aber immer und immer wieder, dass selbst Grundschüler über GTA und Call of Duty reden.
In zwei Wochen reden sie dann über Unity.
Den Vogel schießen die Eltern ab, welche ihren Kindern Playstation oder Xbox im eigenen Kinderzimmer ermöglichen. Frei nach dem Motto: Computer im Haus, Ruhe im Haus!

DAS ist das eigentliche Problem an der ganzen Sache!

Sehe ich genau so.
Wenn meine Tochter einen Film sehen möchte, dessen Einstufung über ihrem Alter ist, lasse ich sie ihn nicht sehen- oder aber ich schaue mit und erkläre ihr heikle Passagen.
Ich mag mich noch an ein Video erinnern, wo in den USA ein 10 Jähriger GTA5 geschenkt bekommen hat und vor lauter freude im Kreis gesprungen ist. Schön wenn sich Kinder so freuen. Aber ein GTA gehört nicht in die Hände von Kindern! Das Argument "Kinder könnten davon schaden tragen" usw usf, welches ja gerne Politiker zu Shooter und co in die Hand nehmen, ist einfach lächerlich. Man sollte erst mal davon ausgehen, das Kinder so was gar nicht erst (alleine) Konsumieren. Natürlich gibt es auch Kinder die reifer sind als andere- wie es auch 16 Jährige gibt die noch nicht reif genug für AC sind. Aber ehrlich gesagt gibt es so viele "dumme" Eltern, man sollte die eigentlich wegen Seelischer -grausamkeit Anzeigen können wenn sie ihre Kinder nicht altersentsprechendes Zeug Spielen/ Sehen lassen.
Wir haben in der Nachbarschaft der Sorte "beide Elternteile gehen Arbeiten, die Kinder sind von 06.00-18.00 Fremdbetreut und dafür bekommt unser Kinder alles Materielle was es will". Deren ihr Junge hatte dann auch schon mit 8 ein Smartphone, mit 9 ein IPad, Facebook Account etc. Als er unserer Tochter dann mal "Kill the Boss" und ein Video von einem "Pädobär" zeigte, haben wir mal höflich angeklopft und den Eltern erzählt, was ihr Junge den so für Zeug konsumiert und unserer noch jüngeren Tochter zeigt. Die Antwort war simpel: "Es ist seines, er kann damit tun was er will". Ja, vielen dank...

Zum Topic:
Politiker...
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Sun7dance
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Re: Assassin's Creed: Unity: Laut frazösischem Politiker "An

Beitrag von Sun7dance »

SethSteiner hat geschrieben:
@Sun7dance
Nichts von dem was du sagst ist ein Problem.
Selbstverständlich ist das ein Problem!
Gegen eine etwas abgeänderte Darstellung geschichtlicher Ereignisse läßt sich im allgemeinen nichts sagen, SOLANGE diese auch die Altersgruppe erreicht, für die sie vorgesehen ist!
Im Falle von Unity sehe ich also kein Problem (wie oben beschrieben), da ein 16jähriger reif genug sein sollte, gewisse Dinge eigenmächtig zu hinterfragen.

Spielt aber ein 10jähriger Unity, weil die Eltern ihm das ermöglichen, wird es zu einem handfesten Problem!
Ein 10jähriger wird in Unity mit Werten konfrontiert, die er naturgemäß nocht nicht deuten kann. Demnach schnappt er alles blind auf, so wie es ihm dargeboten wird. Für ihn wird die Sicht des Spiels zur einzig wahren Sicht!

Also nochmal, ich sehe weniger in Ubisoft's Darstellung das Problem, viel mehr bei den Eltern!

Laut deiner Aussage könnte also ein 10jähriger ohne weiteres GTA spielen, weil er ja nicht doof ist?
Highnrich
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Re: Assassin's Creed: Unity: Laut frazösischem Politiker "An

Beitrag von Highnrich »

Das Problem ist doch eher, dass das Spiel vor rassismus, sexismus und homophobie nur so überquillt. Daran muss man zuerst was ändern
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Skabus
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Re: Assassin's Creed: Unity: Laut frazösischem Politiker "An

Beitrag von Skabus »

Sir_pillepalle hat geschrieben:Mit dieser dümmlichen Argumentation ließe sich jedes Produkt der Musik-, Film-, Buch- und Spieleindustrie sehr einfach verbieten. So was nannte man mal Zensur.
Ich hab weder gesagt, dass man Kunst verbieten soll, noch das man Zensur vornehmen soll. Ich sage nur, dass es Menschen gibt die Kunst für Propaganda missbrauchen. Das kann ja wohl kaum angezweifelt werden. In Kriegszeiten z.B. haben viele Staaten Kunst als Propaganda missbraucht um Kinder unterschwellig auf Krieg einzustellen. Das ist nunmal der Effekt den Kunst haben KANN.

Genauso hat HipHop und Rap negative Effekte auf Jugendliche, die sich für fette Gangsta halten. Klar hat die Kunst hier keine "Schuld" und sollte auch nicht mit dieser Argumentation verboten werden. Aber ich behaupte Rapper und Hopper sind im Normalfall klug genug zu wissen, dass ihre Musik einen Effekt auf die Öffentlichkeit hat. Aber sie entziehen sich einfach der Verantwortung.
Sir_pillepalle hat geschrieben:Nebenbei sprichst du pauschal allen Konsumenten von HipHop die Fähigkeit der Selbstreflexion und des selbstständigen Nachdenkens ab.
Auch das habe ich nicht gesagt. Ich bezog mich darauf, dass Rapper ihre mediale Verantwortung nicht wahrnehmen und sich micht dem Verweis darauf herausreden, dass ihre Fans ja wissen was sie da hören. Aber das wissen viele Kinder und Jugendliche eben nicht.

Ansonsten hätte ich ja kein Problem damit. Hören soll jeder was ihm gefällt. Nur den Effekt auf die Jugend halte ich für bedenklich.
Sir_pillepalle hat geschrieben:Da ich selbst sehr gerne Rap und HipHop höre - und zwar die ganze Bandbreite, selbst aller Wahrscheinlichkeit nach von dir angesprochene "Hassprediger" (ich weiß nicht was ich sonst dazu sagen soll) - fühle ich mich von dir beleidigt.
Leute die Texte und Musik hören in denen Frauen diskriminiert, Starftaten glorifiziert und Dummheit propagiert wird, müssen aus meiner Sicht erstmal erklären, warum sie sowas hören und ob sie das was sie da hören auch reflektieren können. Vor allem interessiert mich was Leute toll daran finden, wenn aus dem Lautsprecher "Knall die Schlampe die ganze Nacht!" dröhnt. Klar, sofern man das als Ironie, Parodie oder als absolut überzogen versteht, dann kann man sowas auch hören ohne, dass das Oberstübchen Schaden nimmt. Wenn sie das können(ich weiß es ja nicht wie es in deinem Fall ist), dann kann ich das akzeptieren und entschuldige mich bei demjenigen, wenn er sich durch die Pauschalisierung beleidigt fühlt. Wenn nicht, dann ist die Beleidigung bewusst und mit voller Absicht und aus meiner Sicht auch gerechtfertigt. Ich möchte nicht mit Menschen in einer Gesellschaft leben, die die (Un-)Werte die HipHopper propagieren, ernsthaft als erstrebenswert ansehen.

@SethSteiner: Ich glaube du hast mein Post nicht ganz verstanden. Das war sicher nicht, was ich damit aussagen wollte.


MfG Ska
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Sir Richfield
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Re: Assassin's Creed:

Beitrag von Sir Richfield »

Die Ablenkung von den für Spieler relevanten Problemen von AC:U scheint zu funktionieren.
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SethSteiner
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Re: Assassin's Creed: Unity: Laut frazösischem Politiker "An

Beitrag von SethSteiner »

Wenn es ein Problem gibt, würde ich damit anfangen das darzsutellen und ich meine nicht fiktiv, sondern ganz real. Aber hey, es sind Kinder die missbraucht man eben gern, um Bevormundung zu rechtfertigen, immerhin ist man selbst ja kein Kind mehr also kann man denen ja alles mögliche unterstellen. Ist ja nicht so als könnten die sich dagegen wehren.
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muecke-the-lietz
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Re: Assassin's Creed: Unity: Laut frazösischem Politiker "An

Beitrag von muecke-the-lietz »

Sun7dance hat geschrieben:
SethSteiner hat geschrieben:
@Sun7dance
Nichts von dem was du sagst ist ein Problem.
Selbstverständlich ist das ein Problem!
Gegen eine etwas abgeänderte Darstellung geschichtlicher Ereignisse läßt sich im allgemeinen nichts sagen, SOLANGE diese auch die Altersgruppe erreicht, für die sie vorgesehen ist!
Im Falle von Unity sehe ich also kein Problem (wie oben beschrieben), da ein 16jähriger reif genug sein sollte, gewisse Dinge eigenmächtig zu hinterfragen.

Spielt aber ein 10jähriger Unity, weil die Eltern ihm das ermöglichen, wird es zu einem handfesten Problem!
Ein 10jähriger wird in Unity mit Werten konfrontiert, die er naturgemäß nocht nicht deuten kann. Demnach schnappt er alles blind auf, so wie es ihm dargeboten wird. Für ihn wird die Sicht des Spiels zur einzig wahren Sicht!

Also nochmal, ich sehe weniger in Ubisoft's Darstellung das Problem, viel mehr bei den Eltern!

Laut deiner Aussage könnte also ein 10jähriger ohne weiteres GTA spielen, weil er ja nicht doof ist?
Ja. Ich habe mit 10 auch nicht den Barbie Ponyhof Simulator gespielt.
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Skabus
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Re: Assassin's Creed: Unity: Laut frazösischem Politiker "An

Beitrag von Skabus »

SethSteiner hat geschrieben:Wenn es ein Problem gibt, würde ich damit anfangen das darzsutellen und ich meine nicht fiktiv, sondern ganz real. Aber hey, es sind Kinder die missbraucht man eben gern, um Bevormundung zu rechtfertigen, immerhin ist man selbst ja kein Kind mehr also kann man denen ja alles mögliche unterstellen. Ist ja nicht so als könnten die sich dagegen wehren.
Wie wäre es du würdest einfach mal die Realität akzeptieren? Du musst den Kindern gar nichts unterstellen. Es reicht sie zu beobachten. Klar gibt es nicht "Die Kinder" genauso wenig wie es "Die Männer" "Die Frauen", "Die Ausländer", etc. gibt.

Es geht nur darum, dass nicht jeder sich umfassend informiert. Das wäre zwar zu wünschen, aber die Realität sieht anders aus. Und ich hab schon oft gesehen, gehört und selbst erlebt, wie Kinder Dinge für bare Münze nehmen, was sie im Fernsehen gesehen haben.

Ich musste mal einem kleinen Jungen erklären, dass es kein Spaß ist, nen schweren Gegenstand auf seinen Hamster zu werfen, weil er dadurch sterben kann. Nur weil Wile Koyote selbst bei einem 5 Tonnen schweren Felsbrocken, im nächsten Bild wieder quicklebendig ist, ist das in der Realität noch lange nicht so. Natürlich ist das Beispiel "überspitzt". Zeigt aber, dass Fiktion und Realität gerade von Kindern eben NICHT immer zweifelsfrei auseinandergehalten werden kann. Das hängt eben auch von jedem persönlich ab. Ich hab mich schon als kleines Kind immer gefragt, was das für ein Quatsch ist. Wenn jemand nen riesigen Felsen auf den Kopf kriegt ist das generell kein Spaß. Aber natürlich ist Wile Koyote auch heute noch zum Totlachen witzig. Man muss es halt unterscheiden können! Aber man kann nicht davon ausgehen, dass das jeder kann.

Unabhängig davon glaube ich dennoch nicht, dass ACU irgendeinen negativen Effekt auf die Spieler haben wird. Abgesehen vllt. von Schlafentzug, schlechten Noten oder Wutanfälle wegen der technischen Mängel. Aber inhaltlich sehe ich da kein Problem.

MfG Ska