Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double Fine nicht auf Verkäufe aus

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Kajetan
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von Kajetan »

casanoffi hat geschrieben:Ich glaube allerdings schon, dass sich Metacritic und Berichterstattung auf die VKZ auswirken. Vielleicht nicht in enormen Ausmaß, aber sie tun es, davon bin ich überzeugt.
"Glauben" heisst "Nicht wissen" :)

Und jetzt meine Standardantwort zu solchen Themen: Es kommt immer drauf an!

Für DF als Indie-Nischenanbieter scheinen Metacritic und Berichterstattung in den einschlägigen Spielemedien keinen großen Einfluß auf den Umsatz zu haben. Wichtig für solche Anbieter sind offenbar andere Dinge. Wie all das, was der COO von DF erwähnt hat. Demos, kostenloses Probespielen, Lets Plays. Und, was er nicht sagt, was aber für solche Anbieter auch positiven Einfluß auf den Umsatz hat: Schwarzkopien!

Ein Major wie Activision oder Ubisoft hingegen, die funktionieren einfach anders als so ein kleiner Anbieter. Für die gelten andere Regeln. Für die ist Metacritic wichtig, für die ist eine umfangreiche Berichterstattung und Präsenz in den Spiele-Portalen wichtig. Weil man damit die große Masse der unentschlossenen Gelegenheitskäufer bekommt, die eher spontan einkaufen, wenn ihnen gerade fad ist und sie was zum Zocken haben wollen. Die greifen eher zu Spielen, von denen sie gehört haben, dass sie alle (!) gut finden. Deren Namen sie irgendwie schon mal gehört haben. Von denen sie velleicht schon den Vorgänger kennen.

Das deckt sich auch mit Untersuchungen (bezogen auf den Umsatz von Filmen) über den Einfluß von Diensten wie Megaupload selig, wo festgestellt wurde, dass Kopien scheinbar positiv für kleine Anbieter sind, die nicht über die Marketingmacht der Majors verfügen, während es für die großen Hollywood-Studios keine große Rolle spielt, ob Kopien ihrer Filme zirkulieren oder nicht, da dort der Umsatz fast ausschliesslich über Werbung bestimmt wird.
GrinderFX
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von GrinderFX »

Scheint ja doch nicht so wichtig zu sein, denn gerade die großten Titel verkaufen sich doch oft dennoch extrem gut obwohl die Metacritics Bewertungen teilweise echt scheiße sind.
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casanoffi
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von casanoffi »

Kajetan hat geschrieben:
casanoffi hat geschrieben:Ich glaube allerdings schon, dass sich Metacritic und Berichterstattung auf die VKZ auswirken. Vielleicht nicht in enormen Ausmaß, aber sie tun es, davon bin ich überzeugt.
"Glauben" heisst "Nicht wissen" :)

Und jetzt meine Standardantwort zu solchen Themen: Es kommt immer drauf an!
Deshalb schrieb ich ja auch glauben und nicht wissen :wink:

Und ich find´s lustig, wie der gute Herr von Double Fine wohl mehr zu weiß, als er glaubt :mrgreen:
Yamolsch
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von Yamolsch »

Was ein Quatsch. Natürlich wirkt es sich auf Verkäufe aus. Deswegen sammelt Douple Fine ja jetzt meistens schon das Geld für Spiele ein bevor sie entwickelt wurden sind. Dann brechen sie mitten in der Entwicklung hab und sagen zu den Geldgebern laut FICKT EUCH und werden dafür dann noch bejubelt. Weil sie nicht EA heißen.
Easy Lee
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von Easy Lee »

Es ist mir eigentlich ziemlich egal was die in ihrern selbst gefälschten Studien und aus ihrer Nische heraus für Beobachtungen rückmelden. Dass ein Teil der Spiele für Berichterstattungen eh nicht relevant sind, sollte man evtl. auch mal dazu sagen.

Grundsätzlich gilt für mich: Wenn mich ein Test vor meiner Kaufentscheidung erreicht und dieser qualitativ wie inhaltlich für voll zu nehmen ist, hat das natürlich einen Einfluss darauf ob ich ein Spiele kaufe oder nicht.
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Lemmiwinks
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von Lemmiwinks »

Dass es für die Verkaufszahlen relativ egal ist ob ein Indie-Titel jetzt einen Metascore von 70 oder 80 hat glaube ich schon, aber bei besonders hohen Wertungen wirkt sich dieser doch bestimmt aus. Ohne die hohen Bewertungen und die dadurch entstandene, massive und positive Berichterstattung wäre doch kaum jemand auf ein Gone Home oder Papers, Please neugierig geworden.
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traceon
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von traceon »

Wundert mich nicht wirklich, dass jetzt ausgerechnet Double Fine mit einem unterirdischen DF-9 im Rücken die Bedeutung von Berichterstattungen kleinreden will. Ich lese weiterhin Kritiken vorm Kauf - und DF-9 kaufe ich gewiss nicht.
darthslug
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von darthslug »

Yamolsch hat geschrieben:Was ein Quatsch. Natürlich wirkt es sich auf Verkäufe aus. Deswegen sammelt Douple Fine ja jetzt meistens schon das Geld für Spiele ein bevor sie entwickelt wurden sind. Dann brechen sie mitten in der Entwicklung hab und sagen zu den Geldgebern laut FICKT EUCH und werden dafür dann noch bejubelt. Weil sie nicht EA heißen.
In letzter Zeit sehe ich relativ wenig jubelnde Leute, wenn ich über DF lese. Ob Broken Age jemals fertig wird, steht irgendwie in den Sternen, Costume Quest 2 und Hack'n'Slash scheinen nicht die großen Würfe gewesen zu sein und mit DF9 hat man den Kunden gezeigt, was man im allgemeinen von dem Studio halten sollte. Da helfen auch die kleinen Geschenke nix, die man kurzerhand ausgeteilt hat. Zumindest in meinem Umkreis würde keiner mehr Geld in DF investieren, ohne zu wissen, das er etwas gutes dafür bekommt. Nichtmal ein Grim Fandango HD würde man da vorbestellen.
johndoe1388741
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von johndoe1388741 »

Oder, es gibt mittlerweile einfach so viele Gamer wie noch nie zuvor. Die Allg. Zielgruppe ist in den letzten 30 Jahren, dermaßen angestiegen, man brauch sich nicht mehr soviele Gedanken um die Metascore und Berichterstttung machen. Man ist garnicht mehr auf jeden einzelnen Gamer angewiesen, gekauft wird es trotzdem schon von irgendwem.

Natürlich glaube ich auch, wie Kajetan geschrieben hatte, das man schon zwischen Triple-A und Indies, PR-Marketing-Hype oder Mundpropaganda und Let´s Plays, einzelner Berichterstattungen bestimmter Fachmagazine und dem gesammelten Metascoreschnitt, Demos und Abo-Games unterscheiden müsste.

So generell macht seine Aussage ja nur Sinn, wenn die Zielgruppe der Gamer eben dermaßen angestiegen ist, das diese ganzen einzelnen Faktoren nicht mehr so viel Einfluss auf die Gesamtheit bzw. Anzahl der Zielgruppe Gamer hat.
Palace-of-Wisdom
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dacore

Beitrag von Palace-of-Wisdom »

Metacritic ist ungefähr so lächerlich wie Amazon Rezessionen und Berichterstattungen sind auch kein großer Faktor. Die Größe der IP und das aufgefahrene Marketing, Mundpropaganda und einfach der Hype der ein Spiel entfacht sind wichtig. Siehe Destiny. Wären die Tests relevant, hätte man sicher nicht mal 10% verkauft. Man muss einfach mal sehen wie sehr die Zielgruppen gewachsen sind. Es gibt so viele Leute die blind kaufen, vorbestellen oder die es wie beim Fernsehen/Musik/Büchern machen - es wird das gekauft was einem vorgesetzt wird. Schaut euch doch die Verkaufscharts diverser Medien an, Marketing ist alles!

Ich sehe Spieletests eh meistens nur schmunzelnd gegenüber. Niemand kann objektive Tests abliefern, also was interessiert mich die subjektive Meinung eines einzelnen "Journalisten"? Nehmen wir als Beispiel 4 Players. Ich habe hier einige Tester deren Geschmack zu meinem passt und deren Meinung ist mir dann etwas wert, ansonsten bediene ich mich aber lieber bei Youtube oder Streams. Ich weiß auch dass auf 4players teilweise eine aus meiner Sicht lächerliche emotionale Schiene geritten wird, wenn der Tester geweint hat - gibt es 90%. Ansonsten muss man auch sehen was man von einem Spiel erwartet und was getestet wird. Was juckt mich zb. in Fifa der Manager und be-a-pro Mode wenn ich eh nur Online spielen will? Oder wenn 4Players den Onlinemode bei GTA in die Wertung einbezieht? Oder man den Singleplayer von COD bewertet? Ich spiele seit über 25 Jahren und kenne meinen Geschmack am besten, Tests dienen maximal zur Information. Da ziehe ich mir aber die Hardfacts heraus und pfeife nicht selten auf die Meinung des Schreiberlings.

Sich vorher zu informieren und dann selbst spielen ist immer noch das einfachste.
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Kajetan
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von Kajetan »

darthslug hat geschrieben:In letzter Zeit sehe ich relativ wenig jubelnde Leute, wenn ich über DF lese.
Ich sehe zu DF auch jede Menge Leute, die alles über einen Kamm scheren :)
Ob Broken Age jemals fertig wird, steht irgendwie in den Sternen,
Broken Age wird Ende des Jahres, spätestens Anfang nächsten Jahres fertig. Letzte Sprachaufnahmen sind abgeschlossen, Dialoge sind fest und abgeschlossen, die Entwicklung läuft gut voran. Backer sind, wie immer, über alles informiert.
Costume Quest 2 und Hack'n'Slash scheinen nicht die großen Würfe gewesen zu sein
Was meinst Du damit? Umsätze wie Call of Duty? Rein qualitativ ist Costume Quest 2 mindestens genauso gut wie sein Vorgänger. Hack 'n' Slash ist, wie Stacking und andere, ein kleines Spieleprojekt mit ebenso bescheidenen Umsatzambitionen.
... und mit DF9 hat man den Kunden gezeigt, was man im allgemeinen von dem Studio halten sollte.
Belassen wir es doch bitte mit konkreten Vorwürfen. Denn nur HIER kann man DF konkret etwas vorwerfen.
Zumindest in meinem Umkreis würde keiner mehr Geld in DF investieren, ohne zu wissen, das er etwas gutes dafür bekommt. Nichtmal ein Grim Fandango HD würde man da vorbestellen.
Das ist ja auch in Ordnung. Diesen Vertrauensverlust hat man sich selber zu zuschreiben, da hast Du Recht.
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ColdFever
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von ColdFever »

Wer ist Double Fine? Nie gehört.
Ansonsten: Hört sich nach Marketing-Blubberei an.

Zwar kaufen die Hardcore-Fans einer Reihe gleich zum Release ohne Rücksicht auf Wertungen. Aber die Gelegenheitskäufer orientieren sich durchaus an Wertungen, selbst noch nach Jahren in den Steam Sales. Darum wird auch so viel um die Wertungen gestritten. Und es werden nicht ohne Grund sogar manche Entwickler mit Erfolgsprämien belohnt, die sich nach dem Metascore richten. Und manche Publisher lassen Testberichte vor dem Release inzwischen schon gleich gar nicht mehr zu, um den Metascore vor dem Release nicht zu verderben...
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ZackeZells
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von ZackeZells »

Ist ein hoher Metascore nicht auch ein Indikator für zukünftige Investoren eines Studios?
Wenn Studio XY mit dem letzten Release einen hohen Metascore eingefahren hat, bekommt es leichter Geld, da die Aussicht auf einen weiteren hohenScore/höhere Verkäufe frohlockt.
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Wulgaru
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von Wulgaru »

Hm, also ich weiß nicht. Ich glaube zwar auch das ein Metascore nicht mehr so wichtig ist wie früher, aber ob er überhaupt keine Rolle spielt bezweifle ich.

Double Fine ist ein Studio was bis vor kurzem zudem immer recht hohe Wertungen abgegriffen hat und allgemein ein Liebling der Presse und Spieler war (zu Recht)...deswegen weiß ich auch nicht ob die Leute dort das so richtig beurteilen können. Das ist ironischerweise etwas wo mich die Aussagen von Leuten von EA oder Ubi eher interessieren würden, da diese Firmen sowohl Crap als auch gute Qualität liefern und wahrscheinlich eher beurteilen können wie sich das auswirkt.

Zuletzt ist es so eine Sache ob Double Fines schlechte Presse innerhalb dieses Jahres nicht schon etwas ist, was die Firma beschädigt. Das kann man zu diesem Zeitpunkt glaube ich noch nicht ganz beurteilen.
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Kajetan
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von Kajetan »

Wulgaru hat geschrieben: Double Fine ist ein Studio was bis vor kurzem zudem immer recht hohe Wertungen abgegriffen hat und allgemein ein Liebling der Presse und Spieler war (zu Recht)...deswegen weiß ich auch nicht ob die Leute dort das so richtig beurteilen können.
Ich würde mal behaupten, dass die Leute ihre eigenen (!) Umsätze in Relation zu Metascores, Presseberichten und den anderen genannten Faktoren ganz gut beurteilen können :)