Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double Fine nicht auf Verkäufe aus

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4P|BOT2
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Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double Fine nicht auf Verkäufe aus

Beitrag von 4P|BOT2 »

Justin Bailey, Chief Operating Officer (COO) bei Double Fine (Broken Age, Spacebase DF-9), hat während des Montreal International Game Summit über Faktoren gesprochen, die sich unterschiedlich stark auf die Verkaufszahlen eines Spiels auswirken. Sowohl Metacritic als auch die Berichterstattung der Spielepresse hätten dabei keinen Einfluss, wie GamesIndustry zusammenfasst.Wie das Magazin berichtet,...

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GrinderFX
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von GrinderFX »

Ist ja auch so, sonst würden sich so viele Produkte ja nicht so gut verkaufen.
Tshyk D Ghost
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von Tshyk D Ghost »

Sehe ich das falsch, oder sind Berichterstattungen bzw. Spieletests auf Metacritic oder sonst wo, eigentlich dafür gedacht, die Kaufentscheidung von Konsumenmten zu beeinflussen?
Es ist schon echt traurig, dass die Kaufentscheidung des Durchschnittszockers von dem Erbrochenen der jeweiligen Marketingabteilung abhängig ist...
Bambi0815
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von Bambi0815 »

gibt wohl mehr spontankäufer ? Vllt sind es auch die steamsales die einen die wertungen ignorieren lassen.

ich denke so einfach wie er es darstellt nach dem motto, die meisten kaufen blind ist es nicht.

preorder hat sicherlich auch auswirkung. da wird blind gekauft und sicherlich gibts genug leute die lizenzspiele einfach blind kaufen.
GrinderFX
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von GrinderFX »

Naja, die meisten Spiele bei Steam haben gar keine Metacritics Wertung.
Das ist auch besser so, weil der Durchschnitt wäre abartig mies und es ist auch unmöglich diese Flut an Spielen zu testen.
Gast
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von Gast »

Ich kann ähnlich wie Bailey keinen direkten Zusammenhang zwischen MC-Wertung und Verkaufszahlen erkennen, Marketing und Popularität der IP scheinen da nach wie vor weitaus gewichtiger zu sein. Dass die spielebezogene Berichterstattung allgemein jedoch keinen bemerkenswerten Einfluss haben soll, kann ich mir nicht vorstellen, denn zumindest Projekte kleinen bis mittelgroßen Budgets (ohne bekannte IP oder Devs) scheinen doch davon zu profitieren, zumindest frequentiert erwähnt zu werden - der Vergleich mit Broken Age hinkte, denn da hat ja Schafer praktisch alleine durch seine Beteiligung für die nötige Aufmerksamkeit gesorgt.
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casanoffi
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von casanoffi »

Bailey mahnte allerdings davor, Spiele innerhalb der ersten zwei Jahre ihres Erscheinens als Teil eines Bundles zu verkaufen. Dadurch würden sich Spieler daran gewöhnen, nicht mehr als zwei Dollar für einen aktuellen Titel zahlen zu müssen.
Bei Steam kann man nach Release doch auf die Uhr schauen, bis es die ersten 25% Rabatt gibt.
Ganz besonders dann, wenn sich ein Spiel nicht ganz soooo gut verkauft, wird es einem innerhalb kürzester Zeit hinterhergeschmissen.
Bei kommenden Sale sind es dann schon 75%...

Und natürlich gewöhnt man sich dran, dass das so kommt.
Geduldige Käufer, die nicht alles sofort haben müssen, warten dann einfach.
Ist ja auch nix Verwerfliches dran - und es gibt auch immer noch genug Käufer, die noch zum Vollpreis vorbestellen und/oder zum Release kaufen.


Ich glaube allerdings schon, dass sich Metacritic und Berichterstattung auf die VKZ auswirken.
Vielleicht nicht in enormen Ausmaß, aber sie tun es, davon bin ich überzeugt.
GrinderFX
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von GrinderFX »

Steam ist da aber wirklich ein schlechtes Beispiel, weil die meisten Spiele dort ja nun wirklich keine Bewertungen haben außer die Steam interne Daumen hoch, Daumen runter Bewertung.
Es geht hier wohl eher um die populären großen Spiele und ich denke schon, dass es da wirklich keine Rolle spielt, denn sonst hätte sich ein Destiny oder ähnliches nicht so gut verkauft.
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greenelve
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von greenelve »

Nicht nur Steamsales, auch auf Konsole gibt es diese Entwicklung, mit ihren Gratisspielen, solang man das monatliche Abo bezahlt. Den Satz "Sieht nett aus, ich warte bis es kostenlos im Abo ist" liest man auch nicht mehr so selten.
Den Werteverfall was Preise angeht kann man auch in Handystores beobachten, in denen selbst fünf Euro für Spiele als unermesslich viel angesehen werden.


Berichterstattung hat in meinen Augen einen großen Einfluss, es schafft ein Image und ist seitens der Publisher ein Instrument des Marketings. Destiny und Watch Dogs wären Beispiele für hohe VKZ und Vorbestellungen, auch im Glauben auf die Berichterstattung.

Metacritic sehe ich nicht ganz so bedeutend, aber durchaus für genügend Spieler als wichtig. Nicht umsonst gibt es diese Stimmung, alles unter 80% wäre schlecht.
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PanzerGrenadiere
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von PanzerGrenadiere »

gemaplayvideos, demos und der preis für das gebotene. danach richtet sich der kauf bei mir.
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Spielosoph
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von Spielosoph »

Also ich habe auf Steam dank Firefox Plugin "Enhanced Steam" immer die Metacritic Wertungen und die sind mir persönlich sehr wichtig.
Nicht falsch verstehen ich vergleiche da keine einzelnen Prozentpunkte aber ein Spiel unter 50% kann nicht besonders gut sein. Als Richtschnur ist es auf jeden Fall sehr hilfreich.
Ich persönlich kaufe kein Spiel ohne vorher einen kurzen Blick auf die Zahl zu werfen.
Gast
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von Gast »

casanoffi hat geschrieben:Ich glaube allerdings schon, dass sich Metacritic und Berichterstattung auf die VKZ auswirken.
Hinsichtlich Metacritic: Ich kann mir dahingehend bestenfalls einen negativen Effekt vorstellen, d.h. wenn der MC-Wert unter die 50% Marke fällt und so potentielle Käufer angesichts dessen vorsichtshalber lieber abwinken (und selbst da gibt es viele Ausnahmen, WarZ/Infestation z.B.). Aber einen verkaufsfördernden Effekt bei besonders gutem Abschneiden bei Metacritic erkenne ich nicht - so war bspw. Astebreed mit einem Metascore von 93 temporär das am höchsten bewertete Spiel des Jahres, aber einen bemerkbaren Anstieg bei den Verkaufszahlen schien es laut Entwickler nicht zu geben (die Meldung war auch eher als augenzwinkernde Anekdote und "Dankeschön" an die Fans gemeint).

Anders sieht es bei der allgemeinen Berichterstattung aus, denn ein zusätzliches Maß an Publicity halte ich immer für förderlich.
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casanoffi
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von casanoffi »

greenelve hat geschrieben:Nicht nur Steamsales, auch auf Konsole gibt es diese Entwicklung, mit ihren Gratisspielen, solang man das monatliche Abo bezahlt. Den Satz "Sieht nett aus, ich warte bis es kostenlos im Abo ist" liest man auch nicht mehr so selten.
Wobei ich das auch nicht so eng sehe.
Solche Angebote existieren nunmal, da braucht dann auch niemand ein schlechtes Gewissen haben, was einige hier ganz gerne Mal erzeugen wollen, nur weil man sparsam ist...

Kostenlos, weil man ein Abo hat - ist doch ok, dafür zahlt man eben eine Gebühr.
Habe zwar selbst keines, weil ich auf Konsolen kaum noch unterwegs bin, aber auf Steam & Co schaue ich selbstverständlich auch nach Sales.
Warum auch nicht - ist ja nicht so, dass ich sonst nix Unberührtes in der List of Shame hätte :biggrin:

greenelve hat geschrieben:Den Werteverfall was Preise angeht kann man auch in Handystores beobachten, in denen selbst fünf Euro für Spiele als unermesslich viel angesehen werden.
Da muss ich auch immer lachen, wenn ich die Rezensionen lese.
WHOOT??!?!?! 2,99 ?!?!?!?!? UNFASCHÄÄÄMTHÖI !!!!!

Liegt halt auch daran, weil es zu Beginn der AppStores irgendwie alles "kostenlos" oder für 99 Cent gab.
In dem "Sektor" ist man anscheinend wirklich der Meinung, dass mobile Spiele aus reiner Nächstenliebe gemacht werden und es nichts kosten darf...

greenelve hat geschrieben:Berichterstattung hat in meinen Augen einen großen Einfluss, es schafft ein Image und ist seitens der Publisher ein Instrument des Marketings. Destiny und Watch Dogs wären Beispiele für hohe VKZ und Vorbestellungen, auch im Glauben auf die Berichterstattung.
Jep, sehe ich genau so.
Wobei ich glaube, dass es hier mehr um Testberichte der Magazine geht und weniger um die PR-Maschine seitens der Pubisher.
Chris Dee
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Re: Metacritic und Berichterstattung wirken sich laut Double

Beitrag von Chris Dee »

greenelve hat geschrieben:Berichterstattung hat in meinen Augen einen großen Einfluss, es schafft ein Image und ist seitens der Publisher ein Instrument des Marketings. Destiny und Watch Dogs wären Beispiele für hohe VKZ und Vorbestellungen, auch im Glauben auf die Berichterstattung.

Metacritic sehe ich nicht ganz so bedeutend, aber durchaus für genügend Spieler als wichtig. Nicht umsonst gibt es diese Stimmung, alles unter 80% wäre schlecht.
Sehe ich auch so. Wer ein Spiel nicht vorbestellt oder ganz spontan kauft, der informiert sich vor dem Kauf natürlich mittels Reviews und Foren und erstere spiegeln sich in aggregierter Form im MC-Score wider, also wird das so komplett irrelevant nicht sein.

Ich glaube auch nicht unbedingt, dass die Leute einfach nur auf den nackten MC-Score schauen. Die werden eher ihre festen Review-Seiten haben, denen sie vertrauen, und dann nur deren Reviews lesen (auch wenn die vielleicht nicht alle von Metacritic berücksichtigt werden). Andere gehen zu Metacritic und picken sich dann aus den verlinkten Reviews vielleicht ein paar heraus, die sie lesen.

Viele Spiele auf Steam haben eh keinen Score, aber zu behaupten, es wäre völlig irrelevant, ob neben einem Titel ein MC-Score von 51 oder von 88 prangt (insbesondere, wenn dieser auf Dutzenden von Einzelreviews beruht), kann doch wohl kaum sein Ernst sein.
Chris Dee
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Metacritic

Beitrag von Chris Dee »

Hier die Originalmeldung:
http://www.gamesindustry.biz/articles/2 ... ouble-fine

"... In his presentation, Bailey ran down a list of things that, in Double Fine's own experience, have and haven't made an impact on the sales of their games. On the 'what works' list were Let's Play videos, Steam free weekends, and friendly informal cross-promotion with other indie developers. On the list of what doesn't work were free-app-of-the-day promotions, trade shows, and Metacritic.

'There's no need to obsess over Metacritic,' Bailey said. 'We've basically seen Metacritic all but become obsolete right now... We get obsessed with it. Other developers get obsessed with it. The press gets obsessed with it. But it doesn't really matter, as far as the sales of the game.' ..."

Sieht mir schon sehr danach aus als würde Bailey hier einfach mal kurzerhand die Erfahrungen von Double Fine auf die gesamte Branche ausweiten. Halte ich für ziemlichen Quatsch. Außerdem lässt sich doch so ohne weiteres im Nachhinein gar nicht sagen, wie sich der Double Fine-Kram mit niedrigeren oder höheren MC-Wertungen letztendlich verkauft hätte, von daher würde mich auch mal rein methodisch interessieren, wie er den Null-Einfluss von MC ermittelt haben will.