Bloodborne: 60 Bilder pro Sekunde standen nie zur Debatte

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Arkatrex
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Re: Bloodborne: 60 Bilder pro Sekunde standen nie zur Debatt

Beitrag von Arkatrex »

der Unterschied zwischen 30 FPS und 60 FPS ist mindestens so spürbar wie der Unterschied zwischen 60Hz und 120Hz beim Monitor.

Wer das gerne mal nachstellen möchte: 120Hz Monitor auf 60Hz runterstellen und Maus im Kreis bewegen. Das gleiche bitte nochmal bei 120Hz.

Wer da keinen Unterschied bemerkt, braucht auch keine bessere Grafik fordern, denn offensichtlich gibts da keinen Nährwert. :mrgreen:
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Xris
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Re: Bloodborne: 60 Bilder pro Sekunde standen nie zur Debatt

Beitrag von Xris »

Nanimonai hat geschrieben:
Xris hat geschrieben: Zwei verschiedene Paar Schuhe sind Film und Spiel.
Jein. Ich hatte ja in dem letzten Beitrag ein paar Punkte genannt, die für mich auch erklären, warum es Unterschiede zwischen Film und Spiel gibt.
Dennoch: Unter dem Strich bleiben es bei Film und Spiel einzelne Fotos, die mit einer bestimmten Geschwindigkeit unser Auge treffen.

Nur das du ein Spiel zu 100% selbst beeinflusst und bei einem Film nur Zuschauer bist. 15 Fps im Film kann ich mir geben, ich sehe die Ruckler, habe aber davon abgesehen keinerlei Nachteile.
Nanimonai
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Re: Bloodborne: 60 Bilder pro Sekunde standen nie zur Debatt

Beitrag von Nanimonai »

sourcOr hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:
Liesel Weppen hat geschrieben: Richtig, das Gehirn "berechnet" in dem Sinn keine Zwischenbilder, sondern es erkennt Bewegungen und führt diese logisch fort, auch wenn da keine Zwischenbilder sind.
Ist denn eine "logische Fortführung einer erkannten Bewegung" nicht nur eine andere Umschreibung für "Das Gehirn berechnet Zwischenbilder"?
Zwischen Ausgangspunkt "A" und Endpunkt "C" wird logisch "B" eingefügt. Wenn das Gehirn für "B" kein logisches Zwischenbild visualisieren kann, weil es auf keine Erfahrungswerte zurückgreifen kann, kommt es zu einer Irritation in der Wahrnehmung. Ist das nicht eigentlich der Hauptgrund, warum optische Täuschungen existieren und bei Menschen unterschiedlich funktionieren?
Dazwischen ist so ein Begriff, der ja eigentlich nicht wirklich zutreffend ist, wenn es dem Gehirn immer um die nachfolgenden Bilder geht. Aus der Welt kommt nach A das C und wenn C nicht einer ... Erwartung (?) B folgt, dann irritiert das. B gehört ja aber nicht zu dem was wir dann sehen, sondern ist eher eine Einstellung, um das darauf eintreffende C effektiver verarbeiten zu können.

Wenn ich sage, dass das Gehirn Zwischenbilder berechnet, dann würde das ja eher bedeuten, dass es Ergebnisse zurückhält, ein Bild dazwischenfügt und dann meinetwegen die drei Bilder raushaut.
Guter Einwand. Müssen wir mal genauer analysieren.

Physikalisch sieht das Auge nach dem A das C, ein B existiert ja real gar nicht.
Die Bilder müssen durch das Auge über den Sehnerv in unser Gehirn, dort werden sie dann gefiltert, in die verschiedenen Hirnregionen verteilt, analysiert und ergeben dann das bewusst wahrgenommene Bild. Dieser Prozess dauert seine Zeit, so bis zu 100 ms. In dieser Zeit wurden schon längst die nächsten Bilder über den Projektor gejagt. Das Gehirn vergleicht jetzt Bild A mit Bild C und "denkt" sich die Unterschiede zwischen den Bildern als Bewegung hinzu.

Einerseits wird also tatsächlich Information "zurückgehalten" (wobei das kein bewusstes Zurückhalten ist, sondern einfach der Umstand, dass das nächste Bild schon gesehen wurde, bevor das vorherige verarbeitet wurde), damit mehrere Fotos überhaupt als Bewegung erkannt werden.

Andererseits kann ich jetzt aber auch nicht genau sagen, ob da tatsächlich ein "Zwischenbild" erzeugt und irgendwo im Hirn abgelegt wird. Hmm, vermutlich nicht. Da unser Gehirn ja nichts neues erfinden kann, sondern alles irgendwie aus wahrgenommenen zusammensetzt, ist dieses "Zwischenbild erzeugen" wahrscheinlich wirklich nur ein reiner Denkprozess ohne konkretes Bild. Da müsste man wohl mal jemanden konkret fragen, der den Kram studiert hat und wirklicher Experte ist (Manfred Spitzer oder so). Ich bin da auch nur belesener Laie und kenne das aus der Medienwissenschaft.
spacys
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Re: Bloodborne: 60 Bilder pro Sekunde standen nie zur Debatt

Beitrag von spacys »

und morgen sagen die "Controller ist am besten für FPS Shooter", ei eie ei
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sphinx2k
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Re: Bloodborne: 60 Bilder pro Sekunde standen nie zur Debatt

Beitrag von sphinx2k »

Irgendwie wird mir hier viel zu viel auf Bild gesehen herumgeritten. Das sehen ist nun mal nichts digitales sondern ein fortlaufender Analoger Strom von Photonen. Da ist kein Bruch drin wie, ok 1ms Photonen sammeln, stop, Photenen auswerten, wieder 1sek Photonen sammeln,....
Dazu die verschieden Sichtbereiche wie dem Peripheren Sichtbereich in dem man Sau gut Bewegung wahrnehmen kann....

Also das Runterbrechen auf Digitale Einzel Standbilder funktioniert einfach nicht.
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Temeter 
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Re: Bloodborne: 60 Bilder pro Sekunde standen nie zur Debatt

Beitrag von Temeter  »

sphinx2k hat geschrieben:Irgendwie wird mir hier viel zu viel auf Bild gesehen herumgeritten. Das sehen ist nun mal nichts digitales sondern ein fortlaufender Analoger Strom von Photonen. Da ist kein Bruch drin wie, ok 1ms Photonen sammeln, stop, Photenen auswerten, wieder 1sek Photonen sammeln,....
Dazu die verschieden Sichtbereiche wie dem Peripheren Sichtbereich in dem man Sau gut Bewegung wahrnehmen kann....

Also das Runterbrechen auf Digitale Einzel Standbilder funktioniert einfach nicht.
Pff, immer diese Spielverderber. Wenn ich Photonen sehen will, gucke ich Star Trek!
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Batistuta
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Re: Bloodborne: 60 Bilder pro Sekunde standen nie zur Debatt

Beitrag von Batistuta »

Das Problem hat nicht wirklich etwas mit dem Auge zu tun. Man kann die frames per second als Abtastrate verstehen, mit der die Welt des Videospiels erfasst wird. Das ist dasselbe Prinzip, wie analoge Daten in digitale umgewandelt werden.

Die graue Welle ist die normale Zeit, in der das Videospiel stattfindet und wie auch unser Auge in der echten Welt seine Umwelt wahrnimmt. Die blaue Welle stellt dar, wie der Monitor diese Welt wiedergibt. Die graue Welle wird nun in immer gleichen Schritten abgetastet, zB 30 mal pro Sekunde, immer an den orangenen x-Punkten. Unserem Auge kommt die vorher glatte Welle dadurch dann wie die blaue unten vor, also "eckig" bzw nicht-flüssig. Je höher die Abtastrate bzw die fps sind, desto glatter wäre auch die Kurve.

Ein wirkliches Problem tritt erst dann auf, wenn die Welle (bzw Bewegungen und Aktionen im Spiel), sich zu schnell ändert, wie das ganz rechts der Fall ist. Die graue Welle macht da 3 starke Ausschläge, aber da die orangenen Abtastpunkte sie zu nicht aussagekräftigen Zeiten abtasten, erscheint im Auge diese eigentlich schnelle Bewegung als eine einzige bzw Falsche.
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bwlcpl
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Re: Bloodborne: 60 Bilder pro Sekunde standen nie zur Debatt

Beitrag von bwlcpl »

Arkatrex hat geschrieben:der Unterschied zwischen 30 FPS und 60 FPS ist mindestens so spürbar wie der Unterschied zwischen 60Hz und 120Hz beim Monitor.

Wer das gerne mal nachstellen möchte: 120Hz Monitor auf 60Hz runterstellen und Maus im Kreis bewegen. Das gleiche bitte nochmal bei 120Hz.

Wer da keinen Unterschied bemerkt, braucht auch keine bessere Grafik fordern, denn offensichtlich gibts da keinen Nährwert. :mrgreen:

Naja, Hz ist auch nicht alles. (hab 144hz BenQ)
Komischerweise hab ich nie wieder so dieses mittendrin Erlebnis in Spielen gefühlt wie in den 90ern mit CRT (85hz) und Voodoo 2/3/x (glide).
Irgendwie ist die Spielmechanik heutzutage zum kotzen, damals waren selbst 20 frames flüssig, weil es stabil war, keine Mikroruckler - nichts was einen abgelenkt hat.
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Temeter 
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Re: Bloodborne: 60 Bilder pro Sekunde standen nie zur Debatt

Beitrag von Temeter  »

bwlcpl hat geschrieben:Naja, Hz ist auch nicht alles. (hab 144hz BenQ)
Komischerweise hab ich nie wieder so dieses mittendrin Erlebnis in Spielen gefühlt wie in den 90ern mit CRT (85hz) und Voodoo 2/3/x (glide).
Irgendwie ist die Spielmechanik heutzutage zum kotzen, damals waren selbst 20 frames flüssig, weil es stabil war, keine Mikroruckler - nichts was einen abgelenkt hat.
Das dürfte aber Nostalgie sein. Oder auch ein bischen Inputlag, heutige Entwickler lieben es einfach irgendwelchen grafischen Crap einzubauen, ohne jede Rücksicht auf die eigentliche Spielbarkeit.
bwlcpl
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Re: Bloodborne: 60 Bilder pro Sekunde standen nie zur Debatt

Beitrag von bwlcpl »

Temeter  hat geschrieben:
bwlcpl hat geschrieben:Naja, Hz ist auch nicht alles. (hab 144hz BenQ)
Komischerweise hab ich nie wieder so dieses mittendrin Erlebnis in Spielen gefühlt wie in den 90ern mit CRT (85hz) und Voodoo 2/3/x (glide).
Irgendwie ist die Spielmechanik heutzutage zum kotzen, damals waren selbst 20 frames flüssig, weil es stabil war, keine Mikroruckler - nichts was einen abgelenkt hat.
Das dürfte aber Nostalgie sein. Oder auch ein bischen Inputlag, heutige Entwickler lieben es einfach irgendwelchen grafischen Crap einzubauen, ohne jede Rücksicht auf die eigentliche Spielbarkeit.

Ja Nostalgie spielt da sicher auch ne Rolle. :D
Will ich garnicht abstreiten.

Vielleicht liegts auch an den Engines heute, damals fühlte sich das Gameplay "smoother" an, z.B. ID Tech 3 (Quake 3).
Heute ist vieles so in Richtung Flashpoint, Arma etc. - imo grauenhaft vom reinen Gameplay, schnellen 180 turn usw.

Aber Hauptsache 4k scheint heute wohl das Motto zu sein.
(bezieht sich jetzt nicht auf Bloodborne)