Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist ein gesellschaftliches Problem

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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Wulgaru »

TBF hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Jetzt hast du mir einen schönen Vortrag über das Thema gehalten, aber du hast sehr klar impliziert das das ganze genau hier passiert. Da du es in Verbindung mit einer Generalkritik an dieser Diskussion gemacht hast, wäre es ganz interessant wenn du das ganze auch mit Inhalt füllen könntest. Wer ist es denn meiner Meinung nach? Welche User machen das gerade genau hier?

Ansonsten ist dein Post nämlich ne inhaltslose Provokation. Kling gut, hätte aber nichts dahinter.
bitte? wir diskutieren hier doch über das phänomen #gamergate, warum sollte das dann inhaltlose provokation sein? ich hab mich nicht mit einem wort mit dem astroturphing auf dieses forum bezogen, sondern auf die debatte um #gamergate im generellen. mir war nicht klar, dass das hier eine selbstbezogene diskussionsrunde um das 4players forum wäre.
Was soll es sonst sein? Wir sind User die hier diskutieren...miteinander. Ich und du reagieren auf Posts die hier abgesetzt werden und nicht im 4chan-Forum. Dein "Rat" war ja auch an jeden hier gerichtet und da du das nicht genauer spezifizierst hast, liegt es ziemlich nahe das du mit deinem autoturfing-Hinweis dieses Forum meinst. Das du es allgemein auf die gesamte Debatte beziehst, hast du ja jetzt klargestellt.

Wobei ich da ebenfalls fragen müsste woran du das da festmachst und welche Interessen hier was steuern. Ich bin mir sicher das es sowas gibt und in jedem Autoforum solche Leute rumschwirren, aber wer steuert diese Debatten deiner Meinung nach in diesem Falle wo es um Spielejournalismus und Frauen in der Spielebranche geht? Ich finde das ist immer noch relativ inhaltsleer und wenig mehr als eine Unterstellung, egal welche Seite dieser Debatte man angehört oder meint anzugehören.
TBF
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von TBF »

Wulgaru hat geschrieben:
TBF hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Jetzt hast du mir einen schönen Vortrag über das Thema gehalten, aber du hast sehr klar impliziert das das ganze genau hier passiert. Da du es in Verbindung mit einer Generalkritik an dieser Diskussion gemacht hast, wäre es ganz interessant wenn du das ganze auch mit Inhalt füllen könntest. Wer ist es denn meiner Meinung nach? Welche User machen das gerade genau hier?

Ansonsten ist dein Post nämlich ne inhaltslose Provokation. Kling gut, hätte aber nichts dahinter.
bitte? wir diskutieren hier doch über das phänomen #gamergate, warum sollte das dann inhaltlose provokation sein? ich hab mich nicht mit einem wort mit dem astroturphing auf dieses forum bezogen, sondern auf die debatte um #gamergate im generellen. mir war nicht klar, dass das hier eine selbstbezogene diskussionsrunde um das 4players forum wäre.
Was soll es sonst sein? Wir sind User die hier diskutieren...miteinander. Ich und du reagieren auf Posts die hier abgesetzt werden und nicht im 4chan-Forum. Dein "Rat" war ja auch an jeden hier gerichtet und da du das nicht genauer spezifizierst hast, liegt es ziemlich nahe das du mit deinem autoturfing-Hinweis dieses Forum meinst. Das du es allgemein auf die gesamte Debatte beziehst, hast du ja jetzt klargestellt.

Wobei ich da ebenfalls fragen müsste woran du das da festmachst und welche Interessen hier was steuern. Ich bin mir sicher das es sowas gibt und in jedem Autoforum solche Leute rumschwirren, aber wer steuert diese Debatten deiner Meinung nach in diesem Falle wo es um Spielejournalismus und Frauen in der Spielebranche geht? Ich finde das ist immer noch relativ inhaltsleer und wenig mehr als eine Unterstellung, egal welche Seite dieser Debatte man angehört oder meint anzugehören.
Ich sehe immernoch nicht, wo sich mein Beitrag dahingehend missverstehen ließe, dass ich hier leuten astroturphing unterstellen würde. das kann man denke ich auch klar erkennen, wenn man den ersten meiner posts liest. da richtete sich der erste teil klar an besagten user, weil er augenscheinlich die vorstellungen die er verteidigt nichtmal verstanden hat.
Ich sehe hier mehrere Konfliktlinien. Erstens haben wir eine ziemlich unorganisierte Masse an Spielern, mit verschiedenen Motiven, mit verschiedenen Perspektiven und verschiedenen Manieren. Diese teilen zunächst mal überhaupt kein Interesse gemeinheitlich, außer sich angegriffen zu fühlen. Die ursprüngliche Debatte startete sicher über Zoe Quinn, aber der eigentlich breaking point der ganzen affäire war, als die sehr berechtigte Frage nach der Integrität des englischsprachigen Spielejournalismus, vor allem in der "inzestiösen" Indieszene, mit dem Argument des Sexismus niedergewalzt wurde, obwohl diese zwei Punkte erstmal gar nichts miteinander zu tun hatten. Ob und mit wem Zoe Quinn in die Kiste steigt, war den meisten Leuten relativ egal, die Empörungsmaschinerie dieser Seite fußte wie gesagt auf dem Argument, dass man ungerecht behandelt würde.
Die Gegenseite, und das beobachte ich leider nicht nur im Spielejournalismus, ist eine Gruppe von Journalisten, die ihren Beruf des Journalisten leider immer wieder mit dem des Kommentators vermischt haben und sich aufgrund der Frage nach ihrer Integrität wenig überraschend angegriffen fühlten. Statt offen zu legen, dass sie nicht, wie unterstellt, korrumpiert sind, haben sie sehr organisiert gegen die Gruppe derer, die sie angegriffen hat zurückgetreten. Problematisch ist dabei, dass es sich dabei um ihre eigene Kundschaft handelt und in der ganzen Organisation ein sehr paternalistischer(und das bei angeblichen Verteidigern des Feminismus) Ansatz gegenüber der eigenen Userbase angeschlagen wurde.
Nun wer hat die beiden Seiten manipuliert? Viele Seiten. Es wurden schon die konservativen Thinktanks angesprochen, die auf Seiten Gamergates ganz "unbedarft" in die Debatte traten, um ihre Positionen in einem Wir-Gefühl zu verstecken, zu nennen wäre da ein nicht geringer Teil des Spielejournalismus, der seine Haushoheit über die relevanten Diskussionsplattformen ausnutze und so die Debatte weiter radikalisierte, zu nennen wäre auch frau sarkesian, die mit der debatte zunächst nichts zu tun hatte und dann auf den Zug aufsprang, um die Debatte weiter anzuheizen und wieder ins mediale Schlaglicht zurückzukehren. Über die angebliche Morddrohung lasse ich mich jetzt nicht aus, bis das polizeilich geklärt ist. Ich habe aufgrund der Umstände meine Zweifel.
Das sind nur die Gruppierungen die mir aufgefallen sind. Ich habe die Sache nur mit einem Auge verfolgt, weil sie nur längst überfällige korrekturen im feld des online-journalismus und dessen moralischer standards provozieren wird. Egal wie sehr man um sich tritt.
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Veldrin
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Veldrin »

:lol:
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3nfant 7errible
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von 3nfant 7errible »

TBF hat geschrieben: Das sind nur die Gruppierungen die mir aufgefallen sind. Ich habe die Sache nur mit einem Auge verfolgt...
Dafür, dass du die Sache nur mit einem Auge verfolgt hast, ist deine Zusammenfassung der Ereignisse schon wesentlich genauer als das was man sonst so liest :)

Allerdings bin ich mir bei deiner Astroturfing Theorie auch nicht so sicher, denn dafür werden viel zu viele "taktische Fehler" begangen. Die ganzen AntiGG Seiten wundern sich zB gerade, wieso sie soviel Verlust machen und wieso grosse Firmen, die eigentlich am liebsten rein gar nichts mit dem ganzen GG Ding zu tun haben wollen, ihre Werbeverträge kündigen. Kündigen MÜSSEN, denn niemand will mit einer Seite assoziiert werden, die sich nicht von rassistischen Nazi-Scheiss Äusserungen ihrer Redakteure distanziert. Leute, die Worte wie Subhumans benutzen, die sich einen culture war herbeisehen, um endlich die Möglichkeit haben "Nigger" abzuknallen, die es wagen Frauen anzusprechen, die Mobbing gutheissen oder Witze über Behinderte und autistische Kinder machen. Die GG Leute wiederum machen den Fehler, dass sie viel zu früh darauf hinweisen und den Leuten einen Schnellkurs in Internetregeln geben, zb dass keine Äusserung unbemerkt bleibt. Einmal in den Äther gefurzt und es gibt immer irgendjemanden, der das festhält. Hier kann nichts gelöscht und für immer ausradiert werden. Also ich hätte das ja anders, geduldiger gehandhabt - unterbreche niemals einen Feind, während er einen Fehler macht. :Blauesauge:

Ich denke die Leute sind einfach dumm und machen richtig, richtig schlechte journalistische Arbeit. Sie glauben eher einer Person, die bis gestern noch kein Arsch kannte, die niemals aus ihrem Kaff rauskam, als lieber andere Frauen zu befragen, die teilweise schon seit über 20 Jahren in der Branche sind, die bei kleinen und grossen Firmen gearbeitet haben, die schon mit amerikanischen, europäischen und japanischen Entwicklern/Publishern zu tun hatten und die sagen, dass sie noch nie sexistische Erfahrungen gemacht haben. Nungut, sowas ist für eine grosse Newsstory natürlich nicht sensationell genug ^^
Plor
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Plor »

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Schnurx
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Schnurx »

Nur als Hinweis, einen guten Artikel (in englischer Sprache) der letzten Zeit zum generellen Thema habe ich auf Spiked Online gefunden.
Der Author sieht die ganze sarkeesianische Hysterie ähnlich derer authoritärer "Moralisten", wie Jack Thompson.
http://www.spiked-online.com/newsite/ar ... EicGGNFu2U
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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Wulgaru »

Nun wenn man die Suedeutsche dafür kritisiert alle Gamer in einen Topf zu werfen, dann wohl auch diesen Artikel. Ein paar Gamer haben sich dazu entschlossen gegen die bösen Culture Warriors vorzugehen. Nicht "Gamer haben sich entschlossen". Kein schlechter Artikel, aber man sollte nicht so tun als ob er das ganze neutral darstellt. :wink:
Plor
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Plor »

You, #Gamergaters, with your bilious Internet rage, you think you’re speaking for some core demographic, some historic legacy, but you’re not. You’re speaking for a lie trapped inside your mind; a lie that one somehow has to be “hardcore” in order to appreciate games; a lie formed by social ineptitude and too much time spent picturing yourself as the only creature that matters in the universe. A lie about male power and privilege, and how dare those women try to ruin your fun? (No matter whose expense you’re having it at). The lie you tell yourselves is one completely incapable of recognizing just how far society has come — that equality is important, and that the tech industry has been misogynistic for a very long time, and that we need to change that, and we’re in the process of doing so, despite the mouthvomits you like to pretend are logical trains of thought.

All the real gamers? They’re the developers now, the reviewers, the writers and the players who remember a time when you couldn’t download a virtual copy of your game, but instead had to go to a Toys“R”Us and hope they had it in stock. The real gamers, both men and women, look at your frantic rantings about “ethics in videogame journalism,” and they shake their heads sadly, wondering how you could get sucked in by some script-kiddie /b/tards and conspiracy-nut celebrities gleefully using you as a smokescreen for misogynistic hate. They look at the rich diversity of games that exist now, and they are THRILLED, because no one ever thought we’d get this far, and real gamers like PLAYING GAMES.
https://medium.com/the-cauldron/why-gam ... e4c7f6d8a6