Diese entwicklung ist zu begrüßen.Wulgaru hat geschrieben:Also ich denke langfristig geht es aber genau darum. Das du eben dein Trashgenre hast, dein Qualitätsgenre, dein irgendwasGenre. Das es Spiele mit Anspruch und leichter Unterhaltung gibt. Die Entwicklung läuft ja bereits seit längerem und wird durch die Feminismus-Debatte die wir jetzt seit bald einem Jahr haben nur beschleunigt. Der Prozess ist für mich eher natürlich.
Natürlich werden jetzt die radikalen Stimmen eher gehört, sowohl bei den Kritikern als auch den Verteidigern. Aber letztendlich sind diese Standpunkte viel zu extrem. Feministinnen wie Anita sind weniger mächtig als sie gemacht werden. Sie haben keine politische Struktur oder Unternehmen hinter sich. Anhänger im Internet und Vorträge auf Spielekonferenzen sind keine tatsächliche Macht, es sind Möglichkeiten gehört zu werden und Debattenbeiträge zu leisten. Die Albtraumvisionen von politischen korrekten Spielen als Zukunft ist Unfug, Unternehmen denken nicht in solchen Kategorien.
Umgekehrt ist es auch Unfug zu glauben man müsse Anita und co quasi verbal besiegen und dann geht alles so weiter wie bisher. Das wird es nicht. Bei Filmen hatten wir doch die gleichen Diskussionen. Weibliche Heldinnen, weibliche Actionheldinnen, Frauen mehr als nur Staffage, Frauen als Sexobjekt. Diese Entwicklung ist ebenfalls noch nicht abgeschlossen, aber doch sehr sehr viel weiter und was man bei Filmen sieht: Es kann beides parallel existieren. Es hat niemandem geschadet.
Wie du ja auch schreibst gibt es verschiedenste Arten, von VideoSpielen.
Es kann allerdings in Zukunft nicht gehandhabt werden, dass eine SpielePlattform die sich versucht seriöser im Sinne einer künstlerischen Untersuchung von VideoSpielen zu widmen, jeden Release testet.
Es macht einfach keinen Sinn jedes "Trash"-Spiel unter solchen Gesichtspunkten zu testen.
Das ist aber im Moment eine Auffassung die viele in meinen Augen vertreten.
Wie bei Film oder Literatur muss ich mich dann meinen Vorlieben entsprechend auf unterschiedlichen Plattformen bewegen.
Bzw. je nachdem über welches Spiel ich mich in welcher Art gerade informieren möchte muss ich andere Plattformen aufsuchen.
Gegen eine solche Entwicklung habe ich rein garnichts auszusetzen, ich genieße es Gefallen an sehr unterschiedlichen Genres und Formen von VideoSpielen zu haben.
Man kann es auf einen Umbruch in der Sicht auf VideoSpiele als Kulturgut reduzieren, dass es momentan oft chaotisch vermischt wird.
Ich hoffe hier auf eine Änderung und wünsche mir nur, dass sich dies nicht zusehr auf Releases in absehbarer Zeit auswirkt, weil Publisher versuchen Vorschnell auf diese Entwicklung zu reagieren.
