Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist ein gesellschaftliches Problem

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Lebensmittelspekulant
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Plor hat geschrieben:
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:[Es ging um die Frage warum ich mich gegen Gamergate stellen sollte bzw. mich als Gamer auf die Seite der Feministen schlagen soll.
Wenn du willst, dass die Videospielkultur von anderen kulturellen "Institutionen" ernst genommen wird, wenn du willst, dass die Wissenschaft sich weiter/verstärkt mit dem Medium und seinen Inhalten auseinandersetzt, wenn du willst, dass nicht weiterhin in dummen RTL-Beiträgen über Gamescom-Besucher gelästert wird, wenn du willst, dass die Videospielkultur Einflüsse von anderen Medien, anderen kulturellen Sparten (außer dem US-Actionkino, da ist sie echt schon gut dabei) beeinflusst wird und verstärkt Einfluss auf andere kulturellen Sparten ausübt. Wenn du willst, dass mit Videospielen von Außenstehenden mehr assoziiert wird als Mario-JumpNRuns, Call of Duty Egoshooter, WoW-Suchtspiele und jährliche Fifa-Versionen. Wenn du willst, dass man auch mal in der Kneipe, im Salon, im Seminar oder in irgendeiner Alltagssituation (außerhalb der social Gamer-Bubble) über Spiel XYZ diskutiert, ohne schräg angeschaut zu werden, als sei man der letzte Nerd. Wenn du Spiele auch mal in Museen, auf Kunstmessen, in TV-Dokumentationen (ohne die üblichen Klischees) sehen willst. Wenn du zum Date eine Videospielsession organisieren willst, ohne Angst davor zu haben, deswegen als Spinner dazustehen... Ja, dann solltest du dich auf die Seite der "Feministen" schlagen. Ohne jeden Zweifel.
Nach diesem Beitrag schuldest du mir aber noch einiges an Erklärungen.

Warum sollte ich all diese Ziele erreichen, in dem ich mich einfach nur den nächstbesten Chaoten anschliesse? Diese Feministen sind doch kaum besser als Gamergate.
Warum sollte ich diese Ziele eher erreichen, als wenn ich, wie jetzt, einfach nur versuche neutral zu bleiben?

Wenn ich Videospiele irgendwann mal im Museum sehen will, wäre es dann nicht das Beste, wenn ich selbst eins eröffne? Wenn Videospiele zu einer ernstgenommenen Kunstform werden sollen, wäre es dann nicht besser, wenn ich selber derartige Kunst programmiere? :)
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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Wulgaru »

@Plor/Spekulant
Warum wollt ihr beiden euch eigentlich irgendwelchen Leuten anschließen...ich check diese bipolare Weltsicht nicht die das ganze zwanghaft zu ner Schwarz-Weiß-Debatte machen will....und was hilft euch das ihr euch wem anschließt? Das jemand euch die Formulierung der Gedanken abnimmt?
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Lebensmittelspekulant
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

@wulgaru
Wo schliesse ich mich jemanden an? Ich hab das doch bisher nirgendswo verlautbaren lassen :D
mr archer hat geschrieben:
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Die Tage machte die Kritik zu Bayonetta 2 auf Polygon die Runde, wo das Spiel eine starke Abwertung erfuhr, weil es dem Kritiker zu übersexualisiert ist. Gut, bislang ist das nur eine Meinung von vielen, aber es zeigt schon, daß gewisse Vertreter von Anti-GG sehr wohl ein Problem damit haben und es am liebsten abschaffen wollen.
Sorry aber für jemanden, der in Videospielen gern seinem Sexismus frönen will, solltest Du Dir aber auch ein paar entsprechende Cochones zulegen. Dem Polygon-Kritiker ist Bayonetta also zu sexuell plakativ und er wertet es deshalb ab. Na haste nich gesehen. Damit ist das Ende der zeigefreudigen Hexe quasi vorprogrammiert.
Stellst du dich jetzt absichtlich so dermassen blöd an? Das ist jetzt schon das zweite mal, daß du meine Aussage völlig aus dem Zusammenhang reisst. Vom Ende der maskulinen Spielkultur habe ich noch garnicht gesprochen. Es ging in dem Zitat (du hast es sogar selber mitzitiert, gottverdammt! ^^) um die Motive der Anti-GG-Bewegung. Darf ich die jetzt etwa nicht beim Namen nennen?

Wenn du keine Lust mehr auf eine sachliche Diskussion hast und mich einfach nur noch beleidigen willst, dann möchte ich dich doch bitten dieses Thema zu verlassen und die Debatte nicht weiter zu stören.
Redshirt
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Redshirt »

Plor hat geschrieben:Wenn du willst, dass die Videospielkultur von anderen kulturellen "Institutionen" ernst genommen wird, wenn du willst, dass die Wissenschaft sich weiter/verstärkt mit dem Medium und seinen Inhalten auseinandersetzt, wenn du willst, dass nicht weiterhin in dummen RTL-Beiträgen über Gamescom-Besucher gelästert wird, wenn du willst, dass die Videospielkultur Einflüsse von anderen Medien, anderen kulturellen Sparten (außer dem US-Actionkino, da ist sie echt schon gut dabei) beeinflusst wird und verstärkt Einfluss auf andere kulturellen Sparten ausübt. Wenn du willst, dass mit Videospielen von Außenstehenden mehr assoziiert wird als Mario-JumpNRuns, Call of Duty Egoshooter, WoW-Suchtspiele und jährliche Fifa-Versionen. Wenn du willst, dass man auch mal in der Kneipe, im Salon, im Seminar oder in irgendeiner Alltagssituation (außerhalb der social Gamer-Bubble) über Spiel XYZ diskutiert, ohne schräg angeschaut zu werden, als sei man der letzte Nerd. Wenn du Spiele auch mal in Museen, auf Kunstmessen, in TV-Dokumentationen (ohne die üblichen Klischees) sehen willst. Wenn du zum Date eine Videospielsession organisieren willst, ohne Angst davor zu haben, deswegen als Spinner dazustehen... Ja, dann solltest du dich auf die Seite der "Feministen" schlagen. Ohne jeden Zweifel.
Und der Sieger des heutigen Bullshit-Awards ist...

Im Ernst, das ist von allen Kommentaren hier, wirklich der Schlimmste. Und ließe sich zudem so interpretieren, dass du ein elendiger Mitläufer und Opportunist bist, anstatt wirklich hinter der Sache an sich zu stehen.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von mr archer »

BlueBlur hat geschrieben:
Im Ernst, das ist von allen Kommentaren hier, wirklich der Schlimmste. Und ließe sich zudem so interpretieren, dass du ein elendiger Mitläufer und Opportunist bist, anstatt wirklich hinter der Sache an sich zu stehen.
Verstehe ich nicht. Ich stehe also nur hinter einer Sache, wenn ich sie kritiklos so hinnehme, "wie sie nun mal ist"? Ich bin ein Opportunist, wenn ich einer kulturellen Darstellungsform, die ich sehr schätze, eine Weitung ihres Horizontes wünsche? Sind wir hier in einer orthodoxen Religion oder wie?

Verstehe ich nicht.
Redshirt
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Redshirt »

mr archer hat geschrieben:Verstehe ich nicht. Ich stehe also nur hinter einer Sache, wenn ich sie kritiklos so hinnehme, "wie sie nun mal ist"? Ich bin ein Opportunist, wenn ich einer kulturellen Darstellungsform, die ich sehr schätze, eine Weitung ihres Horizontes wünsche? Sind wir hier in einer orthodoxen Religion oder wie?

Verstehe ich nicht.
Dass du nicht verstehst, fällt in zahlreichen Postings bereits auf. :)
Fiddlejam
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Fiddlejam »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Diese Kausalkette finde ich sehr willkürlich. Warum darf denn nicht die Anti-GG-Seite hacken und Indiegogo es trotzdem als Shutdown bezeichnen? Warum sollte man bei einem Hack nicht auch aus Sicherheitsgründen eine Seite vom Netz nehmen? Wenn das eine False Flag-Aktion war, dann solltest du auch konkrete Beweise vorlegen und nicht nur dir liebsame Vermutungen anstellen :)
Die Seite wurde gehackt und eine Nachricht geschaltet, dass sie von Indiegogo als Reaktion auf "zu viel Belästigung" abgeschaltet wurde - was sich dann dementsprechend als gehackte Falschmeldung herausstellte.

Das beweist sicherlich nichts, aber es zeigt doch sehr wohl, dass es den GamerGatern mehr nutzen würde ("Guckt mal, die geben jetzt auch klein bei!") als sonst wem.
Ich will ja nicht behaupten, daß Zoe Quinn die Seite persönlich gehackt hat, aber sie ist nunmal vielen Feministen ein Dorn im Auge.
Sie war überhaupt gar niemanden ein Dorn im Auge. Zoe Quinn hat die Seite kritisiert, andere Medien haben sie kritisiert. Dann gab es irgendwann eine DDOS Attacke, ohne dass irgendeine logische Verbindung hergestellt werden könnte.

Ich möchte an der Stelle einfach mal einwerfen, dass es entgegen landläufiger Meinung keine feministische Weltverschwörung gibt, die in ihren geheimen Foren DDOS Attacken plant, während 4chan und Co für ebensolches Verhalten sehr wohl bekannt sind.
Die beiden haben sich auch privat getroffen.
Quelle?
Aber 20.000 Posts?!!? Die waren bestimmt nicht alle mit Zoes privater Anschrift gefüllt.
Habe ich oben erklärt. Zum Zeitpunkt der Sperrung waren es nur einige Posts. Mit der Autolöschung wurden die natürlich gleich alle weggefegt, egal was drinstand. Daraufhin haben die Reddit User, blöd wie sie sind, mehr und mehr gespammt obwohl sie eigentlich mal hätten merken sollen, dass die Posts automatisch gelöscht wurden. Mit anderen Worten kommen die 20k Posts nicht aus einer ach so tiefgründigen Diskussion sondern sind nur endlose Tests, gegen die Autolöschung anzukommen.
Selbst ein Thread von TotalBiscuit wurde gelöscht und ich glaube ehrlich gesagt nicht, daß er ein Doxxer ist. :)
Es war kein Thread VON TotalBiscuit, sondern eben der MIT diesem TotalBiscuit Video. In dem dann eben rumgedoxxt wurde.
Das haben diese Mods behauptet, das heisst aber noch lange nicht, daß das der Wahrheit entspricht.
Naja, ganz ehrlich, wenn ich überall angebliche Korruption sehe und keiner Quelle traue, kann ich auch für so ziemlich alles diskutieren.

"Feministen schneiden Männer nicht die Eier ab? WÄRE ES NICHT GENAU DAS WAS LEUTE SAGEN WÜRDEN, DIE MÄNNERN DIE EIER ABSCHNEIDEN? Ich stelle ja hier nur Fragen. Nur Fragen."
Diese Journalisten meinen die derzeit vorherrschende Spielkultur abschaffen zu können.
Die Journalisten sagen dass sich diese Kultur selbst abschafft, eben weil sich die Spielerdemografie so massiv verändert.
Und zum anderen war es schon sehr merkwürdig, daß diese Artikel allesamt in einem Zeitraum von 1-2 Tagen erschienen und alle mehr oder weniger denselben Inhalt hatten.
...
Ich finds ja ganz toll, wenn sich Leute über Journalismus aufregen ohne einen blassen Schimmer zu haben, wie Journalismus funktioniert.
Wo würde das denn enthüllt? Beweise bitte, nicht nur Behauptungen.
Chatlogs des BurgersAndFries IRC.
https://twitter.com/TheQuinnspiracy/sta ... 64/photo/1

TFYC steht mittlerweile übrigens auch voll hinter GamerGate und diversen anderen schlecht gemachten Hassaccounts. Schön dass die nun also auch ihre wahren Farben zeigen.
Deswegen muss man sich noch lange nicht auf die Seite der Feministen schlagen. Damit würde ich mich ja genauso ins eigene Fleisch schneiden. Ich verachte beide Seiten. Die einen lassen Spieler wie frauenhassende Idioten wirken und die anderen wollen mir den Sexismus in Videospielen verbieten.
GOTT OH GOTT OH GOTT, NEHMT UNS NICHT UNSERE WUNDERBARE MENSCHENVERACHTUNG!
Wie schön, dass du es ihnen nun also gleich tust, und wie schön dass du offen zugibst, dass du den Ruf nach gleichen Rechten und fairer Repräsentation als genauso schlimm empfindest wie Morddrohungen und Doxxing. Kann man aber auch wirklich nicht zulassen, ne. Demnächst wollen sie vielleicht auch noch Schuhe wenn sie schwanger in der Küche stehen.
Und so wie es nunmal ist, sind die meisten Gamer eben männlich und haben dementsprechend kulturelle Ansprüche.
Die wahre Ironie an den angeblichen Verteidigern der Männer ist, dass sie Männer als derartig verblödet und flach zeichnen, dass es schon wieder die eigentliche Misandrie ist. Feminismus auf der anderen Seite erkennt irgendwie an, dass ich als Mann vielleicht NICHT automatisch so viele Titten und glorifizierte Wichsbehälter wie möglich in meinen Medien brauche.
Wie ich schon sagte: Wenn diese Leute mit der derzeitigen Spielkultur nicht einverstanden sind, dann sollen sie ihre eigenen Spiele machen und diese an ihre eigenen Zielgruppen verkaufen. So läuft das normalerweise in einer freien Marktwirtschaft.
Gott, ich kann diesen Bullshit nicht mehr hören. Das Argument hätte ja noch ein wenig Bestand, wenn es in irgendeiner Weise vergleichbar wäre. Wenn sich JEDER alles selbst machen müsste. Aber ansonsten... blergh. Das ist typische "sollen sie halt auswandern wenns ihnen hier nicht gefällt"-Logik. Freie Markwirtschaft fürn Arsch. Wenn die freie Marktwirtschaft es nicht wirtschaftlich findet, der Hälfte der Menschheit, ne, halt, WEIT über der Hälfte der Menschheit ihre Menschlichkeit zu zu gestehen, dann hat sie schlicht versagt und ist ein System, dass abgeschafft gehört.

Noch dazu ist, wie ich nun schon hundertmal gesagt habe, das ganze wirtschaftliche Argument Bullshit. Beispielsweise stimmt es durchaus dass Spiele mit weiblichen Protagonisten oft schlechter abschneiden - haben aber auch ein niedrigeres Marketingbudget. Rechnet man das hoch, schneiden sie genauso gut oder besser ab.

Ich habs ja schonmal gesagt. Wenn irgendein bekloppter Investor behauptet dass nur noch Asia-MMOs für iPhone sich rentieren, rufen sämtliche Gamer Bullshit. Wenn der selbe Investor behauptet, dass man unmöglich ein Spiel verkaufen kann, dass Frauen wie vollwertige menschliche Lebewesen behandelt, muss das aber natürlich eine rein rationale Entscheidung sein.
Die Realität ist: Bullshit. Riesengroßer Bullshit. Es gibt keinerlei Marktforschungsstudie die so etwas auch nur annähernd nahelegen würde. Es wird nur weiter so gemacht, weil es schon immer so gemacht wurde, und weiter so gelehrt wird, und weil ein paar Trottel versuchen zu rechtfertigen, ihre persönlichen Allmachtsfantasien umzusetzen.
BlueBlur hat geschrieben:Im Ernst, das ist von allen Kommentaren hier, wirklich der Schlimmste. Und ließe sich zudem so interpretieren, dass du ein elendiger Mitläufer und Opportunist bist, anstatt wirklich hinter der Sache an sich zu stehen.
"Wenn wir nicht wollen dass uns alle wie gehirnamputierte, frauenhassende Idioten behandeln, sollten wir entweder aufhören, selber gehirnamputierte, frauenhassende Idioten zu sein oder sie endlich mal ruhig stellen."
Wirklich, total irrationaler Kommentar. Wie kann man nur auf sowas abwegiges kommen.
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sabienchen.banned
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von sabienchen.banned »

Wulgaru hat geschrieben:@sabienchen
Wenn man glaubt das ein Entwickler keine Beziehung mit einem Journalisten haben darf, der beruflich keine Schnittpunkte mit einem hat, hat man eine sehr seltsame Vorstellung von der Welt. Jegliche Form von Netzwerken wäre nach diesen Maßstäben verwerflicher als das.
Nein so meine ich das nicht.
Wir reden hier auch nicht von einer einfachen Bekanntschaft, sondern von einer sehr guten Freundschaft.

In dem Artikel wäre aber in Bezug auf Zoe Quinn wäre hier ein "Developer of "Depression Quest".. and a good friend of mine" angebracht gewesen. Einfach nur um an dieser Stelle mit offenen Karten zu spielen.
Zuletzt geändert von sabienchen.banned am 16.10.2014 20:38, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Gast »

mr archer hat geschrieben:Dem Polygon-Kritiker ist Bayonetta also zu sexuell plakativ und er wertet es deshalb ab. Na haste nich gesehen.
Die Rezensionen von Einzelpersonen sind da nicht das Problem, sondern eher die Versuche von Leuten wie Jonathan McIntosh (Produzent und Drehbuchschreiber für Tropes vs. Women), der gesamten Rezensentenschaft an sich ein moralisches Diktat auferlegen zu wollen:
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Es ist Sache eines jeden einzelnen Rezensenten, ob und wie dieser auf den sozialen und kulturellen Einfluss von Videospielen eingehen möchte. Aber man kann doch von der Gesamtheit nicht erwarten, diese Thematik grundsätzlich in ihren Reviews zu behandeln, weil sie ansonsten "unverantwortlich" wären.
Sollen alle Reviewer dem Polygon-Beispiel folgen und in Fällen wie Bayonetta 2 entsprechend abwerten? Ich denke, nein.
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Auch dieses Beispiel: Ich halte Videospiele nicht für primäre Erziehungsmittel, und es ist viel falsch gelaufen, sollten ebendiese in so eine Position gerutscht sein.
Zuletzt geändert von Gast am 16.10.2014 20:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von sabienchen.banned »

LePie hat geschrieben:Die Rezensionen von Einzelpersonen sind da nicht das Problem, sondern eher die Versuche von Leuten wie Jonathan McIntosh (Produzent und Drehbuchschreiber für Tropes vs. Women), der gesamten Rezensentenschaft an sich ein moralisches Diktat auferlegen zu wollen:
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Es ist Sache eines jeden einzelnen Rezensenten, ob und wie dieser auf den sozialen und kulturellen Einfluss von Videospielen eingehen möchte. Aber man kann doch von der Gesamtheit nicht erwarten, diese Thematik grundsätzlich in ihren Reviews zu behandeln, weil sie ansonsten "unverantwortlich" wären.
Sollen alle Reviewer dem Polygon-Beispiel folgen und in Fällen wie Bayonetta 2 entsprechend abwerten? Ich denke, nein, und ich halte Videospiele auch grundsätzlich nicht für Erziehungsmittel.
Genau das ist was mich an dieser Debatte so stört... und wovor ich mich fürchte...
Nicht die Veränderung der VideoSpielandschaft, sondern dieses Diktat an die Tester und damit indirekt an alle Spieleentwickler.
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Fiddlejam »

Ich weiß ja nicht, aber für mich setzt Diktat schon irgendwie voraus, dass man sagt "Ihr macht das so oder so oder ihr seid kacke und wir schließen euch aus!"
Das ist einfach erstmal ein Denkanstoß. Man kann trotzdem zu jedem persönlichen Schluss kommen, den man will, solange man ihn vernünftig begründen kann. Man darf nur halt nicht einfach das Problem ignorieren und sich dann aufregen, dass man Dilettant genannt wird.
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Wigggenz »

Fiddlejam hat geschrieben:Man darf nur halt nicht einfach das Problem ignorieren und sich dann aufregen, dass man Dilettant genannt wird.
Wenn man die Position vertritt, dass das "Problem" nicht oder nicht in der beschworenen Form existiert, dann wird einem das Ignorieren ebendieses Problems zum Vorwurf gemacht.

Typische zirkuläre Argumentationsweise einiger Aktivisten....
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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Wulgaru »

sabienchen hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:@sabienchen
Wenn man glaubt das ein Entwickler keine Beziehung mit einem Journalisten haben darf, der beruflich keine Schnittpunkte mit einem hat, hat man eine sehr seltsame Vorstellung von der Welt. Jegliche Form von Netzwerken wäre nach diesen Maßstäben verwerflicher als das.
Nein so meine ich das nicht.
Wir reden hier auch nicht von einer einfachen Bekanntschaft, sondern von einer sehr guten Freundschaft.

In dem Artikel wäre aber in Bezug auf Zoe Quinn wäre hier ein "Developer of "Depression Quest".. and a good friend of mine" angebracht gewesen. Einfach nur um an dieser Stelle mit offenen Karten zu spielen.
Ne, weil es immer noch böswilligste Interpretation ist dort irgendwas zu vermuten (und das vermuten geht eh nur aufgrund dieser unglaublichen Mutter aller Arschloch-Aktionen des Exfreundes). Anzunehmen das man in der Branche als Journalist über die Jahre keine guten Bekannten oder Freunde hat oder ganz allgemein einen Interviewpartner den man sympathisch findet ist völlig weltfremd. Zudem funktioniert der Beruf ganz allgemein nicht ohne Netzwerke und damit meine ich ganz einfach Journalismus allgemein.

Ganz auf diese Weltfremdheit zielt Gamergate aber ab, selbst wenn ich mal ganz wohlmeinend annehme das da kein slut-shaming dabei ist (was ich ehrlich gesagt nicht tue). Hier wird so getan als wenn wir eine klinische Situation haben, in der ein Journalist völlig objektiv und ohne soziale Interaktionen Artikel schreibt bzw. ein Entwickler der wahrscheinlich nicht einmal einen Kaffee mit ihm trinken dürfte um diesen Ansprüchen zu genügen.
Zuletzt geändert von Wulgaru am 16.10.2014 20:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Gast »

Fiddlejam hat geschrieben:Das ist einfach erstmal ein Denkanstoß.
Ein Denkanstoß wäre - für sich alleine stehend - nicht verkehrt. Aber zwischen den Zeilen lese ich doch weitaus mehr raus, als nur das.
Nehmen wir exemplarisch seinen ersten Beitrag:
Responsible pop culture critics don’t just focus on their personal feelings, they consider the larger impacts of media on social ecosystems.
Unterschwellig unterstellt er Rezensenten, die die Auswirkungen auf das soziale Geflecht nicht ausreichend (oder gar "ausreichend" in seinem Sinne) behandeln, Verantwortungslosigkeit - und das geht mir ein gutes Stück zu weit. Das liegt wohl auch daran, dass ich Videospiele nicht so als (freiwilliges bzw. unfreiwilliges) Erziehungsmittel auffasse wie McIntosh.
Zuletzt geändert von Gast am 16.10.2014 21:09, insgesamt 1-mal geändert.
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sabienchen.banned
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von sabienchen.banned »

Wulgaru hat geschrieben:
sabienchen hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:@sabienchen
Wenn man glaubt das ein Entwickler keine Beziehung mit einem Journalisten haben darf, der beruflich keine Schnittpunkte mit einem hat, hat man eine sehr seltsame Vorstellung von der Welt. Jegliche Form von Netzwerken wäre nach diesen Maßstäben verwerflicher als das.
Nein so meine ich das nicht.
Wir reden hier auch nicht von einer einfachen Bekanntschaft, sondern von einer sehr guten Freundschaft.

In dem Artikel wäre aber in Bezug auf Zoe Quinn wäre hier ein "Developer of "Depression Quest".. and a good friend of mine" angebracht gewesen. Einfach nur um an dieser Stelle mit offenen Karten zu spielen.
Ne, weil es immer noch böswilligste Interpretation ist dort irgendwas zu vermuten (und das vermuten geht eh nur aufgrund dieser unglaublichen Mutter aller Arschloch-Aktionen des Exfreundes). Anzunehmen das man in der Branche als Journalist über die Jahre keine guten Bekannten oder Freunde hat oder ganz allgemein einen Interviewpartner den man sympathisch findet ist völlig weltfremd. Zudem funktioniert der Beruf ganz allgemein nicht ohne Netzwerke und damit meine ich ganz einfach Journalismus allgemein.

Ganz auf diese Weltfremdheit zielt Gamergate aber ab, wenn ich mal ganz wohlmeinend annehme das da kein slut-shaming dabei ist (was ich ehrlich gesagt nicht tue). Hier wird so getan als wenn wir eine klinische Situation haben, in der ein Journalist völlig objektiv und ohne soziale Interaktionen Artikel schreibt bzw. ein Entwickler der wahrscheinlich nicht einmal einen Kaffee mit ihm trinken dürfte um diesen Ansprüchen zu genügen.
Du Missverstehst mich einfach.
Man muss nicht immer schreiben, dass man wen kennt bzw bekannt ist. Das wäre natürlich unfug.
Denn wie du richtig sagst, muss bei einem Journalisten ein solches BekanntenNetzwerk bestehen.

Sobald aber eine tiefere Freundschaft besteht, und das ist bei einem anschließenden romantischen Miteinander definitiv gegeben, dann sollte dies in einem Artikel in der ich u.a. über diese Person spreche auch als "guter Freund" genannt werden.