Kickstarter: Weniger Projekte und weniger Geld als im vergangenen Jahr

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Gast
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Re: Kickstarter: Weniger Projekte und weniger Geld als im ve

Beitrag von Gast »

Liesel Weppen hat geschrieben:Welchen FOV hat die Oculus denn nun?
Das aktuelle Dev Kit #2 hat ein FoV von 100. Die mussten diesen Kompromiss aus Performancegründen eingehen.
(Einige Anwender beschreiben, dass es sich deshalb so anfühle, als würden sie durch eine Taucherbrille schauen.)
unknown_18
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Re: Kickstarter: Weniger Projekte und weniger Geld als im ve

Beitrag von unknown_18 »

Wird mit dem CV1 aber definitiv wieder besser. Und den Tauchenbrillenblick vergisst man eh recht schnell, aber er beeinflusst natürlich schon die Immersion.
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TheSoulcollector
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Re: Kickstarter: Weniger Projekte und weniger Geld als im ve

Beitrag von TheSoulcollector »

Der Rückgang an Projekten ist mMn ganz natürlich und hat verschiedene Gründe.

1. Dieses Jahr hat der Hype um Kickstarter ganz schön nachgelassen. Ganz normal bei neuen Dingen, jeder will es mal ausprobieren und schauen was daran so toll und aufregend ist. Viele Leute haben möglicherweise einfach mal so kleine Beträge für diverse Projekte gegeben nur um zu sehen was da so abgeht und um dabei zu sein.

2. Einige Spender wurden ganz sicher auch enttäuscht. Viele haben gewarnt und viele andere wollten es vielleicht nicht wahrhaben oder hatten überzogene Erwartungen. Die Leute werden vorsichtiger und spenden nur noch für ganz bestimmte Projekte, bei denen es dann auch entsprechend viele Informationen etc. gibt.

3. Die ganz großen Projekte gab es in diesem Jahr fast gar nicht. Zumindest fällt mir auf Anhieb keines ein. Star Citizen, Occulus Rift, Torment: ToN, Project Eternity, Divinity: OS usw. Das waren alles Projekte aus dem letzten oder vorletzten Jahr. Die haben die Massen angezogen. Das trifft jedenfalls auf den Games-Bereich zu. Ich weiß nicht wie es in den anderen KS Bereichen ist (es gibt ja auch viel Crowdfunding für Musikalben oder Filme).

Dazu wird es sicher noch ganz viele andere Gründe geben. Crowdfunding findet ja z.B. nicht nur auf kickstarter statt sondern auch auf anderen Plattformen und bei einigen Projekten ganz sicher auch auf der Homepage des Entwicklers.
Interessant wäre auf jeden Fall noch die Quote der erfolgreichen Kampagnen. Vielleicht sind es insgesamt weniger Projekte, dafür ist die Erfolgsquote aber vielleicht gestiegen weil die Projektstarter nun ebenfalls etwas "professioneller" an die Sache rangehen.
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casanoffi
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Re: Kickstarter: Weniger Projekte und weniger Geld als im ve

Beitrag von casanoffi »

TheSoulcollector hat geschrieben:2. Einige Spender wurden ganz sicher auch enttäuscht. Viele haben gewarnt und viele andere wollten es vielleicht nicht wahrhaben oder hatten überzogene Erwartungen. Die Leute werden vorsichtiger und spenden nur noch für ganz bestimmte Projekte, bei denen es dann auch entsprechend viele Informationen etc. gibt.
Ich denke auch, dass das ein ganz wichtiger Punkt ist.
Viele Leute haben (entweder durch eigene negative Erfahrungen oder rein durch die negativen Schlagzeilen, die einige Projekte gemacht haben) das Vertrauen verloren.

Ich selbst gehöre ebenfalls zu den Betroffenen, die negative Erfahrungen gemacht haben.
Wenn man merkt, wie leicht und schnell man dadurch über´s Ohr gehauen werden kann, dann überlegt man es sich mehrmals, nochmal den Geldbeutel für (evtl. leere) Versprechen aufzumachen.

Das ist natürlich schade, weil es halt mal wieder einige wenige schwarze Schafe geschafft haben, ehrlichen Arbeitskräften und Geschäftsleuten die Vertrauensgrundlage zu nehmen...
unknown_18
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Re: Kickstarter: Weniger Projekte und weniger Geld als im ve

Beitrag von unknown_18 »

Es geht bei Kickstarter nun mal ums Geld und sobald es um Geld geht sollte man immer aufpassen und niemals zu naiv sein. Lernt man auch mit dem Alter, hätte es Kickstart früher gegeben... ohjeohje. ^^;

Manche müssen es halt auf die hart Tour lernen. Man braucht einfach auch etwas Lebenserfahrung (langsam klinge ich wie mein Opa früher...) um sehen zu können ob man hier eher Schaumschläger vor sich hat, die nur schöne Reden schwingen können oder ob man ein ernsthaftes Projekt vor sich hat.
Liesel Weppen
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Re: Kickstarter: Weniger Projekte und weniger Geld als im ve

Beitrag von Liesel Weppen »

Balmung hat geschrieben: Lernt man auch mit dem Alter, hätte es Kickstart früher gegeben... ohjeohje. ^^;

Manche müssen es halt auf die hart Tour lernen. Man braucht einfach auch etwas Lebenserfahrung (langsam klinge ich wie mein Opa früher...)
Richtig, und genau deswegen hab ich auch z.B. für Star Citizens exakt 0,0 gespendet. Einen Titel der der Beschreibung entspricht hätte ich wirklich extrem gern, aber ich bin keine Bank, und ich investier kein Geld für ein "popliges" Spiel, was ich in 5 Jahren VIELLEICHT mal kriege. Ergo "spende" ich da auch keine 10, 20, 30, oder gar 100€. Das ist nicht meine Aufgabe, auch nicht als Spieler, und auch nicht auf hinblick dessen, wie gern ich so einen Titel hätte. Das gabs schon früher, nennt sich Börse, nur mit dem Unterschied, dass man da mit seinem "gespendeten" Kapital wirklich einen Anteil an der Firma erwirbt und demnach auch am späteren Gewinn beteiligt wird, was es immerhin zu einer potentiellen Kapitalanlage macht.
Wie man allerdings Jahre im vorraus auf ein Spiel spenden kann, was vielleicht mal irgendwas wird, ist mir echt absolut schleierhaft (ausser man hat wirklich zuviel Kohle, und es ist einem selbst demnach relativ egal).
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SethSteiner
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Re: Kickstarter: Weniger Projekte und weniger Geld als im ve

Beitrag von SethSteiner »

Mit zuviel Kohle hat es nichts zutun. Natürlich erwirbt man keine Anteile bei den zumeist ziemlich lausigen Beträgen die man zahlt, es ist eben ein anderes Finanzierungsmodell aber auch kein besonders neues. Soetwas gibt es schon immer, nur das gerade in der Vergangenheit eher bei Familien, Freunden und Bekannten gebettelt wurde, die dann am Ende des Tages auch nur einen feuchten Händedruck und das geliehene Geld, sowie Gratisbrötchen von der neu eröffneten Bäckerei gekriegt haben.
unknown_18
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Re: Kickstarter: Weniger Projekte und weniger Geld als im ve

Beitrag von unknown_18 »

@Liesel Weppen: ist dein gutes Recht das für dich so zu sehen, aber nicht Jeder sieht das halt so und können je nach Projekt halt das Vertrauen aufbringen. Aber bei manchen Summen, die die Leute in SC bereits investiert haben, ist mein Verständnis dafür auch längst geschwunden. Bei mir war halt die absolute Schmerzgrenze erst bei ~175 Euro. Bei Elite Dangerous waren es glaub ~100 Euro. Mehr werde ich in beide Spiele aber auch nicht mehr investieren.

Es ist halt auch immer die Frage wie man Geld sieht, wer Geld für das wichtigste im Leben hält und es nur ausgibt, wenn es unbedingt sein muss, der wird sich vermutlich nie mit Crowdfunding anfreunden können. Zumindest sehe ich das als ein Argument dagegen. Ich selbst halte Geld nicht für das wichtigste auf der Welt. Sollte das Geld einfach weg sein, weil ein Crowdfunding Projekt später bei der Umsetzung doch scheitert, ist das halt Pech, aber ich rege mich nicht wegen so einem Schwachsinn wie etwas Geld auf, gibt wichtigeres. Denke deswegen hab ich in der Hinsicht auch weniger Probleme mit Kickstarter.