Ja, definitiv. Ist ein verdammt guter Text. Hätte vielleicht nicht bloß die angriffslustige Einleitung zitieren sollen. Einfach auch den Rest lesen.^^MrLetiso hat geschrieben:Sowas soll man dann ernst nehmen?Plor hat geschrieben:http://boingboing.net/2014/10/04/social ... nd-th.htmlThere's a culture war happening right now. It's happening in games, in film, in journalism, in television, in fiction, in fandom. It's happening online, everywhere. And everywhere, sexists, recreational misogynists and bigots are losing.
They are losing, and they don't know why.
Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung mit "bisher größtem Anschlag in einer Schule"
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung
Nee. Bei "Culture War" bin ich ausgestiegen. Danke.Plor hat geschrieben:Ja, definitiv. Ist ein verdammt guter Text. Hätte vielleicht nicht bloß die angriffslustige Einleitung zitieren sollen. Einfach auch den Rest lesen.^^
Zuletzt geändert von MrLetiso am 15.10.2014 15:37, insgesamt 1-mal geändert.
- Lebensmittelspekulant
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung
Was für ein Mangel an Fakten? Man kann doch recherchieren. Dabei geht es schon lange nicht mehr um die Frage wer mit wem gexchlafen hat. Es geht um Hassartikel, Morddrohungen, Belästigung, Korruption. Die Beteiligten schaffen jeden Tag genügend neue Fakten. Man kann mittlerweile ein ganzes Buch über diesen Konflikt schreiben, ohne auch nur ein einziges mal Zoe Quinn und die Five Guys Saga zu erwähnen.MrLetiso hat geschrieben:Mangel an Fakten - Spekulationen als Grundlage sind weniger sinnvoll.Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Wieso soll das nicht möglich sein? Man muss doch nur darauf achten neutral zu bleiben und sich auf keine Seite zu schlagen. Gerade als Aussenstehender sollte das doch gelingen.
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Nanimonai
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung
Strafmilderung ist im Wesentlichen aber doch genau das: Ein Akzeptieren der Hintergründe des Angeklagten als teilweise Entschuldigung.Wulgaru hat geschrieben:Der Staat übt eben keine Rache sondern spricht Recht (idealerweise). Das bedeutet nicht das irgendwas entschuldigt wird.
Man könnte ja auch genau gegenteilig argumentieren: Eben WEIL dieser Mensch bereits selbst Opfer einer Vergewaltigung gewesen ist und genau weiß, wie grauenhaft es ist, wirkt es in dem Fall sogar noch strafverschärfend und nicht strafmildernd. Um noch weiter zu gehen: Man kann es sogar als vorsätzliche und pauschale Rache auslegen, weil er einem Menschen genau das antun wollte, was ihm selbst widerfahren ist.
In unserem Rechtssystem ist die Auslegung nicht so, das ist mir klar. Aber auf rein argumentativer Ebene kann man hier für beide Aspekte Punkte liefern.
Ich selbst sehe eben die eigenen Hintergründe als häufig durchaus logische und nachvollziehbare Erklärungen für manche Straftaten, aber eben nicht als strafmildernde Entschuldigung. Strafmilderung heißt eben auch, nicht die volle Verantwortung für seine Taten übernehmen zu müssen, im Gegensatz zu demjenigen, der selbst nicht Opfer einer Vergewaltigung geworden ist. Warum sollte also das Opfer von damals dafür "belohnt" werden, selbst Opfer gewesen zu sein?
Die eine Straftat darf meines Erachtens nach die andere Straftat nicht abschwächen.
- Levi
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung
Und nun das finale: wenn dieser gamedesigner selbst eine Frau ist, ist es was?Usul hat geschrieben: Oder auf das Thema zurückführend: wenn sich ein Frau aus eigenen Stücken als Sexobjekt darstellt, ist das ihre Sache. Wenn ein ein Spiel-Designer jedoch eine weibliche Spielfigur als Sexobjekt nutzt, ist das eine ganz andere Sache.
Und aus diesem Grund ist das Bild ein polemischer Blödsinn.
-
Nanimonai
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung
Sexistisch. Völlig unabhängig vom Geschlecht des Designers.Levi hat geschrieben:Und nun das finale: wenn dieser gamedesigner selbst eine Frau ist, ist es was?Usul hat geschrieben: Oder auf das Thema zurückführend: wenn sich ein Frau aus eigenen Stücken als Sexobjekt darstellt, ist das ihre Sache. Wenn ein ein Spiel-Designer jedoch eine weibliche Spielfigur als Sexobjekt nutzt, ist das eine ganz andere Sache.
Und aus diesem Grund ist das Bild ein polemischer Blödsinn.
Oder meinst Du, ein sexistisches Frauenbild kann es nur bei Männern geben?
- Sir Richfield
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung
Das gleiche wie eine Zeichung im Manga-Stil auf einer Klotür: Sexistischer Kackscheiss.Levi hat geschrieben:Und nun das finale: wenn dieser gamedesigner selbst eine Frau ist, ist es was?Usul hat geschrieben: Oder auf das Thema zurückführend: wenn sich ein Frau aus eigenen Stücken als Sexobjekt darstellt, ist das ihre Sache. Wenn ein ein Spiel-Designer jedoch eine weibliche Spielfigur als Sexobjekt nutzt, ist das eine ganz andere Sache.
Und aus diesem Grund ist das Bild ein polemischer Blödsinn.
Jedenfalls, soweit ich die Differenzierung nachvollziehen kann, die da vonstatten geht.
Ich bin übrigens der Meinung, dass es in diesem "Culture War" nur Verlier geben wird und nur ein paar wissen werden warum.
- Lebensmittelspekulant
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung
"Sexistisch" und "ihre Sache" ergeben aber keinen dualistischen Gegenpol. Wenn eine Frau, eine sexistische Spielfigur entwickelt, ist das ebenfalls "ihre Sache". Wenn eine Frau ihr üppiges Dekollete präsentiert um Werbeeinnahmen zu generieren ist das, wie richtig erkannt wurde, "ihre Sache", aber trotzdem sexistisch. Das eine schliesst das andere überhaupt nicht aus. Ihr tut so als wäre Sexismus niemals autonomNanimonai hat geschrieben:Sexistisch. Völlig unabhängig vom Geschlecht des Designers.Levi hat geschrieben:Und nun das finale: wenn dieser gamedesigner selbst eine Frau ist, ist es was?Usul hat geschrieben: Oder auf das Thema zurückführend: wenn sich ein Frau aus eigenen Stücken als Sexobjekt darstellt, ist das ihre Sache. Wenn ein ein Spiel-Designer jedoch eine weibliche Spielfigur als Sexobjekt nutzt, ist das eine ganz andere Sache.
Und aus diesem Grund ist das Bild ein polemischer Blödsinn.
Oder meinst Du, ein sexistisches Frauenbild kann es nur bei Männern geben?
- Wulgaru
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung
Nein, auf rein argumentativer Ebene kannst du nicht wirklich Argumente liefern, weil du hier eine unrealistische Logikkette aufziehst. Ich finde dein Beispiel zwar sehr speziell, aber bleiben wir dabei. Ein Vergewaltigungsopfer hat nicht Schäden a-c die man berechnen kann. Das kann hunderte verschiedene Auswirkungen haben. Bei einem Täter der selbst Missbrauchsopfer war, kann man also nicht einfach sagen das er es hätte besser wissen müssen, weil man nicht genau sagen kann wie sehr er geschädigt ist. Gerade weil er es selbst getan hat, wusste er es ja wahrscheinlich nicht besser. Ganz davon abgesehen das ein Vergewaltiger der nicht missbraucht wurde es auch besser weiß...ist nicht so als wenn man nicht weiß das das ein Verbrechen ist.Nanimonai hat geschrieben:Strafmilderung ist im Wesentlichen aber doch genau das: Ein Akzeptieren der Hintergründe des Angeklagten als teilweise Entschuldigung.Wulgaru hat geschrieben:Der Staat übt eben keine Rache sondern spricht Recht (idealerweise). Das bedeutet nicht das irgendwas entschuldigt wird.
Man könnte ja auch genau gegenteilig argumentieren: Eben WEIL dieser Mensch bereits selbst Opfer einer Vergewaltigung gewesen ist und genau weiß, wie grauenhaft es ist, wirkt es in dem Fall sogar noch strafverschärfend und nicht strafmildernd. Um noch weiter zu gehen: Man kann es sogar als vorsätzliche und pauschale Rache auslegen, weil er einem Menschen genau das antun wollte, was ihm selbst widerfahren ist.
In unserem Rechtssystem ist die Auslegung nicht so, das ist mir klar. Aber auf rein argumentativer Ebene kann man hier für beide Aspekte Punkte liefern.
Ich selbst sehe eben die eigenen Hintergründe als häufig durchaus logische und nachvollziehbare Erklärungen für manche Straftaten, aber eben nicht als strafmildernde Entschuldigung. Strafmilderung heißt eben auch, nicht die volle Verantwortung für seine Taten übernehmen zu müssen, im Gegensatz zu demjenigen, der selbst nicht Opfer einer Vergewaltigung geworden ist. Warum sollte also das Opfer von damals dafür "belohnt" werden, selbst Opfer gewesen zu sein?
Die eine Straftat darf meines Erachtens nach die andere Straftat nicht abschwächen.
Wir reden in diesem extremen Falle auch kaum davon das jemand davon kommt. Wenn ein Täter vor Gericht so verteidigt wird, ist die Strafe vielleicht am Ende geringer, aber die Wahrscheinlichkeit einer geschlossenen psychiatrischen Behandlung ist ebenfalls nicht gerade klein. Laufen gelassen wird er sicher nicht. Pauschalstrafen sind meiner Meinung nach dumm. Es gibt bei jedem Strafmaß einen Ermessensspielraum und das hat sehr gute Gründe.
Aber um mal von diesem Extrembeispiel wegzukommen, finde ich deinen Standpunkt deswegen so elementar falsch, weil es zu kalt ist. Wenn du in Notwehr jemanden umbringst, müsste man es nach deiner Logik als Mord werten, zumindest wenn ich sie streng auslege. Eine Tat muss immer im Kontext gesehen werden.
- Seth666
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung
Zu dem Thema möchte ich nur folgendes hinzufügen:

Eine kleine Gruppe von Idioten bedroht gewisse Frauen und diese Frauen nehmen dann die Gamer insgesamt in Sippenhaft. Ganz großer Kindergarten. Diskussionen finden eh nicht statt. Da werden nur noch Hasstiraden in Textform ausgetauscht und keine Argumente.
Das reinste Trauerspiel.


Eine kleine Gruppe von Idioten bedroht gewisse Frauen und diese Frauen nehmen dann die Gamer insgesamt in Sippenhaft. Ganz großer Kindergarten. Diskussionen finden eh nicht statt. Da werden nur noch Hasstiraden in Textform ausgetauscht und keine Argumente.
Das reinste Trauerspiel.

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Fiddlejam
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung
Ach, es ist doch herrlich, sich anzusehen, wie hier auch die letzte verzweifelte Bastion der "besorgten Gamer" und "berechtigten Kritiker" sich jetzt vollends gegen belegte Fakten verschließt...
Alles inszeniert, natürlich, wie immer, man muss ja nur mal auf die ganzen wirklich WAHREN WAHRHEITEN schauen die die tapferen GamerGater hervorkramen, die ihnen aber keiner glaubt weil sie irgendwie nicht verstehen wie Quellen funktionieren. Oder dass die wahren Wahrheiten aufhören wahr zu sein, wenn einer das Gegenteil beweist.
Und darum ist das hier alles wieder Fake, obwohl offizielle Statements der Polizei vorliegen! Darum war das schon beim ersten Mal Fake als Anita das ANGEBLICH der Polizei gemeldet hat und dieser höchst seriöse Herr:
(der übrigens für sein eigenes Projekt, zur "Entlarvung" von Anita x-mal so viel Geld wie sie PRO MONAT wollte; und das für eine unbestimmte Zeit)
das mit einem Anruf bei ebendieser aufgedeckt... bis die Polizei ein paar Tage später merkt, dass da eben doch eine Anzeige vorliegt und die nur übersehen wurde. Und das ganze sogar beim FBI liegt, aber ist sicherlich trotzdem Fake, und Anita wird natürlich keinerlei Bedenken haben, dass FBI zu betrügen, weil im Zweifelsfall hat sie ja die vereinte Macht des geheimen Matriarchats hinter sich stehen.
Und so wird das dann eben wieder und wieder und wieder wiederholt ohne dass jemand rafft, dass das Gegenteil längst bewiesen ist.
Ich bin ja heute durch Zufall auf den Wikipedia Artikel zu Gamergate gestoßen (der Skandal, nicht die Ameise). Wenn also mal jemand den "objektiven" Blick auf die Dinge sehen will... http://en.wikipedia.org/wiki/Gamergate_controversy Ich muss sagen, da war ich doch positiv überrascht. Aber glücklicherweise herrscht bei den Wikipedia Regeln die Vernunft und nicht das Gefühl sich für irgendwelche "kulturmarxistischen" Invasionen des geliebten Mediums rächen zu müssen. Und natürlich betteln die ProGamerGate-Trolle auf der Diskussionsseite nach Änderungen, alles beeinflusst, alles Unsinn, aber da kommen dann eben die Regeln ins Spiel, und eine heißt: "Hier geht es nicht um 'Wahrheit', sondern um Beweisbarkeit."
Und mit der Beweisbarkeit haben die GamerGater ja nicht so, geschweige denn mit der Ehrlichkeit (aber es geht hier total um Integrität, hust hust).
#NotYourShield? Als Sockenpuppenkampagne enthüllt und noch dazu von vornherein unfreiwillig ironisch ("Wir sind nicht euer Schild, was auch niemand behauptet hat, darum benutzen wir das hier jetzt als Schild für #GamerGate").
Zoe Quinn und Anita doxxen sich selbst? Die IRC-Logs sagen was anderes.
Journalistische Integrität und Verteidigung des Gamertums? Darum sind so viele bekannte Stimmen aus dem rechtskonservativen Milieu und hatten noch dazu kein Problem damit, kurz vorher noch gegen "Killerspiele" abzuhaten? Darum haben sie kein Problem damit, selbst eben diese längst als falsch bewiesen 'Wahrheiten' durch zu kauen?
Und das ist der Witz an der ganzen Sache. Am Anfang hat die ganze Kontroverse fast schon legitime Punkte aufgeworfen.
Aber mittlerweile hat sich herausgestellt, dass es alles von Anfang an von Idioten angezettelt und jetzt von neuen Idioten weitergeführt wurde. Statt die angeblich so bösen "SJWs" bloßzustellen, hat sich nur ein großer Haufen Trolle selber bloßgestellt, als Heuchler und Lügner die sich einen Scheißdreck für irgendwelche journalistische Integrität interessieren.
Das Lieblingsargument ist ja dass hier die total legitimen Beschwerden dahinter stehen und die Trolle nur einige wenige Stimmen sind. Nur kommen hier zwei Probleme ins Spiel: Erstens, die inoffiziellen 'Sprecher' des ganzen nutzen selbst allesamt die selben Lügen, Heucheleien und falschen Anschuldigungen; und zweitens, für den angeblichen Zweck interessiert sich kein Schwein; geschweige denn hat er irgendwas mit den Themen zu tun, die wirklich diskutiert werden.
Es gibt ein Korruptionsproblem in der Gamingpresse. In Form von Geschenken, Werbungsschaltungen, Nicht-Kennzeichnungen unterstützter Artikel und Youtube-Reviews, und so weiter und so fort. Das wird von AAAs angestiftet, aus rein wirtschaftlichen Gründen. Alles seit Jahren bekannt und keinen juckts.
Was ganz gewiss nicht passiert ist dass die jüdisch-bolschewistisch-feministische Weltverschwörung die Gaming-Presse mit Propaganda füllt. Was geschieht ist dass die Gaming-Presse allmählich erwachsen wird, und damit haben einige Kellerkinder ein ganz gewaltiges Problem.
Da entlarven die GamerGater dann nämlich mit ihrer Wortwahl ihr eigentliches Gesicht: Denn mit Korruption meinen sie keine wirtschaftliche, sondern eine solche mit Menschen und Meinungen, die ihnen persönlich nicht gefallen.
Und ich kann sogar so viel zugestehen: Es gibt ganz genau einen eventuell relevanten und kritikwürdigen Aspekt hier. Das ist die Fine Young Capitalists Geschichte. Was aber erneut kein Schwein interessiert, worüber niemand mehr wirklich diskutiert und was sich mittlerweile selbst bloßgestellt hat; und GamerGate mit ihrem FalseFlag-Shutdown der Indiegogo Kampagne gleich mit.
In diesem Sinne, ich hoffe doch sehr auch weiterhin diesem metaphorisch herumflappenden Fisch auf dem Trockenen zusehen zu können.
Alles inszeniert, natürlich, wie immer, man muss ja nur mal auf die ganzen wirklich WAHREN WAHRHEITEN schauen die die tapferen GamerGater hervorkramen, die ihnen aber keiner glaubt weil sie irgendwie nicht verstehen wie Quellen funktionieren. Oder dass die wahren Wahrheiten aufhören wahr zu sein, wenn einer das Gegenteil beweist.
Und darum ist das hier alles wieder Fake, obwohl offizielle Statements der Polizei vorliegen! Darum war das schon beim ersten Mal Fake als Anita das ANGEBLICH der Polizei gemeldet hat und dieser höchst seriöse Herr:
Spoiler
Show
das mit einem Anruf bei ebendieser aufgedeckt... bis die Polizei ein paar Tage später merkt, dass da eben doch eine Anzeige vorliegt und die nur übersehen wurde. Und das ganze sogar beim FBI liegt, aber ist sicherlich trotzdem Fake, und Anita wird natürlich keinerlei Bedenken haben, dass FBI zu betrügen, weil im Zweifelsfall hat sie ja die vereinte Macht des geheimen Matriarchats hinter sich stehen.
Und so wird das dann eben wieder und wieder und wieder wiederholt ohne dass jemand rafft, dass das Gegenteil längst bewiesen ist.
Ich bin ja heute durch Zufall auf den Wikipedia Artikel zu Gamergate gestoßen (der Skandal, nicht die Ameise). Wenn also mal jemand den "objektiven" Blick auf die Dinge sehen will... http://en.wikipedia.org/wiki/Gamergate_controversy Ich muss sagen, da war ich doch positiv überrascht. Aber glücklicherweise herrscht bei den Wikipedia Regeln die Vernunft und nicht das Gefühl sich für irgendwelche "kulturmarxistischen" Invasionen des geliebten Mediums rächen zu müssen. Und natürlich betteln die ProGamerGate-Trolle auf der Diskussionsseite nach Änderungen, alles beeinflusst, alles Unsinn, aber da kommen dann eben die Regeln ins Spiel, und eine heißt: "Hier geht es nicht um 'Wahrheit', sondern um Beweisbarkeit."
Und mit der Beweisbarkeit haben die GamerGater ja nicht so, geschweige denn mit der Ehrlichkeit (aber es geht hier total um Integrität, hust hust).
#NotYourShield? Als Sockenpuppenkampagne enthüllt und noch dazu von vornherein unfreiwillig ironisch ("Wir sind nicht euer Schild, was auch niemand behauptet hat, darum benutzen wir das hier jetzt als Schild für #GamerGate").
Zoe Quinn und Anita doxxen sich selbst? Die IRC-Logs sagen was anderes.
Journalistische Integrität und Verteidigung des Gamertums? Darum sind so viele bekannte Stimmen aus dem rechtskonservativen Milieu und hatten noch dazu kein Problem damit, kurz vorher noch gegen "Killerspiele" abzuhaten? Darum haben sie kein Problem damit, selbst eben diese längst als falsch bewiesen 'Wahrheiten' durch zu kauen?
Und das ist der Witz an der ganzen Sache. Am Anfang hat die ganze Kontroverse fast schon legitime Punkte aufgeworfen.
Aber mittlerweile hat sich herausgestellt, dass es alles von Anfang an von Idioten angezettelt und jetzt von neuen Idioten weitergeführt wurde. Statt die angeblich so bösen "SJWs" bloßzustellen, hat sich nur ein großer Haufen Trolle selber bloßgestellt, als Heuchler und Lügner die sich einen Scheißdreck für irgendwelche journalistische Integrität interessieren.
Das Lieblingsargument ist ja dass hier die total legitimen Beschwerden dahinter stehen und die Trolle nur einige wenige Stimmen sind. Nur kommen hier zwei Probleme ins Spiel: Erstens, die inoffiziellen 'Sprecher' des ganzen nutzen selbst allesamt die selben Lügen, Heucheleien und falschen Anschuldigungen; und zweitens, für den angeblichen Zweck interessiert sich kein Schwein; geschweige denn hat er irgendwas mit den Themen zu tun, die wirklich diskutiert werden.
Es gibt ein Korruptionsproblem in der Gamingpresse. In Form von Geschenken, Werbungsschaltungen, Nicht-Kennzeichnungen unterstützter Artikel und Youtube-Reviews, und so weiter und so fort. Das wird von AAAs angestiftet, aus rein wirtschaftlichen Gründen. Alles seit Jahren bekannt und keinen juckts.
Was ganz gewiss nicht passiert ist dass die jüdisch-bolschewistisch-feministische Weltverschwörung die Gaming-Presse mit Propaganda füllt. Was geschieht ist dass die Gaming-Presse allmählich erwachsen wird, und damit haben einige Kellerkinder ein ganz gewaltiges Problem.
Da entlarven die GamerGater dann nämlich mit ihrer Wortwahl ihr eigentliches Gesicht: Denn mit Korruption meinen sie keine wirtschaftliche, sondern eine solche mit Menschen und Meinungen, die ihnen persönlich nicht gefallen.
Und ich kann sogar so viel zugestehen: Es gibt ganz genau einen eventuell relevanten und kritikwürdigen Aspekt hier. Das ist die Fine Young Capitalists Geschichte. Was aber erneut kein Schwein interessiert, worüber niemand mehr wirklich diskutiert und was sich mittlerweile selbst bloßgestellt hat; und GamerGate mit ihrem FalseFlag-Shutdown der Indiegogo Kampagne gleich mit.
In diesem Sinne, ich hoffe doch sehr auch weiterhin diesem metaphorisch herumflappenden Fisch auf dem Trockenen zusehen zu können.
- Levi
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung
das war in Anlehnung an:Nanimonai hat geschrieben:Sexistisch. Völlig unabhängig vom Geschlecht des Designers.Levi hat geschrieben:Und nun das finale: wenn dieser gamedesigner selbst eine Frau ist, ist es was?Usul hat geschrieben: Oder auf das Thema zurückführend: wenn sich ein Frau aus eigenen Stücken als Sexobjekt darstellt, ist das ihre Sache. Wenn ein ein Spiel-Designer jedoch eine weibliche Spielfigur als Sexobjekt nutzt, ist das eine ganz andere Sache.
Und aus diesem Grund ist das Bild ein polemischer Blödsinn.
Oder meinst Du, ein sexistisches Frauenbild kann es nur bei Männern geben?
"wenn sich ein Frau aus eigenen Stücken als Sexobjekt darstellt, ist das ihre Sache." -> aka nicht sexistisch ... (oder hab ich das falsch verstanden)
daraus folgt dann eigentlich:
"wenn sich ein Frau aus eigenen Stücken ihre Kreation als Sexobjekt darstellt, ist das ihre Sache."
oder etwa nicht?
(Mir könnte das alles eigentlich nicht egaler sein ... ich steh dazu, dass ich sogar Senran Kagura spiele (welches ne erstaunlich nette Story hat ... aber wayne
-
Nanimonai
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung
Ja. Er ist kalt. Eiskalt sogar. Um nicht zu sagen zynisch und boshaft. Aber das bin ich in manchen Fällen. Wie gesagt: Null-Toleranz-Politik.Wulgaru hat geschrieben:Aber um mal von diesem Extrembeispiel wegzukommen, finde ich deinen Standpunkt deswegen so elementar falsch, weil es zu kalt ist. Wenn du in Notwehr jemanden umbringst, müsste man es nach deiner Logik als Mord werten, zumindest wenn ich sie streng auslege. Eine Tat muss immer im Kontext gesehen werden.
Natürlich auch immer im Kontext gesehen und von Fall zu Fall unterscheiden. Aber nach meinen Regeln, nach meinem Gusto. Ich würde einem Kinderschänder unter keinem Umstand mildernde Umstände gewähren und ich würde der Mutter, die den Mörder ihres Kindes im Gerichtssaal erschießt applaudieren und ihr dafür danken, dass sie mir die Arbeit abgenommen hat.
Mir ist bewusst, wie das klingt. Daher sagte ich vorhin auch, ich wäre kein guter Richter unter den rechtsstaatlichen Gesichtspunkten in unserem Land.
Ich rede hier von der Idealvorstellung, also im Grunde genommen von einer Welt nach meinen Regeln. Die müssen ja nicht jedem gefallen.
- FuerstderSchatten
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung
Wen interessiert denn die Gamingpresse, wie kleinkariert muss man sein, dass ausgerechnet Korruption in der Gamingpresse ein Problem sei? Da gibt es wichtigere Probleme, in Wirklichkeit ist ja schon die Politikpresse wie der Spiegel nicht Interessenfrei und jetzt regen sie sich über so einen Popanz auf. Wen interessiert ob die Gamingpresse oder die TV Spielfilm freie Bewertungen abgibt.Fiddlejam hat geschrieben:Ach, es ist doch herrlich, sich anzusehen, wie hier auch die letzte verzweifelte Bastion der "besorgten Gamer" und "berechtigten Kritiker" sich jetzt vollends gegen belegte Fakten verschließt...![]()
Alles inszeniert, natürlich, wie immer, man muss ja nur mal auf die ganzen wirklich WAHREN WAHRHEITEN schauen die die tapferen GamerGater hervorkramen, die ihnen aber keiner glaubt weil sie irgendwie nicht verstehen wie Quellen funktionieren. Oder dass die wahren Wahrheiten aufhören wahr zu sein, wenn einer das Gegenteil beweist.
Und darum ist das hier alles wieder Fake, obwohl offizielle Statements der Polizei vorliegen! Darum war das schon beim ersten Mal Fake als Anita das ANGEBLICH der Polizei gemeldet hat und dieser höchst seriöse Herr:(der übrigens für sein eigenes Projekt, zur "Entlarvung" von Anita x-mal so viel Geld wie sie PRO MONAT wollte; und das für eine unbestimmte Zeit)SpoilerShow
das mit einem Anruf bei ebendieser aufgedeckt... bis die Polizei ein paar Tage später merkt, dass da eben doch eine Anzeige vorliegt und die nur übersehen wurde. Und das ganze sogar beim FBI liegt, aber ist sicherlich trotzdem Fake, und Anita wird natürlich keinerlei Bedenken haben, dass FBI zu betrügen, weil im Zweifelsfall hat sie ja die vereinte Macht des geheimen Matriarchats hinter sich stehen.
Und so wird das dann eben wieder und wieder und wieder wiederholt ohne dass jemand rafft, dass das Gegenteil längst bewiesen ist.
Ich bin ja heute durch Zufall auf den Wikipedia Artikel zu Gamergate gestoßen (der Skandal, nicht die Ameise). Wenn also mal jemand den "objektiven" Blick auf die Dinge sehen will... http://en.wikipedia.org/wiki/Gamergate_controversy Ich muss sagen, da war ich doch positiv überrascht. Aber glücklicherweise herrscht bei den Wikipedia Regeln die Vernunft und nicht das Gefühl sich für irgendwelche "kulturmarxistischen" Invasionen des geliebten Mediums rächen zu müssen. Und natürlich betteln die ProGamerGate-Trolle auf der Diskussionsseite nach Änderungen, alles beeinflusst, alles Unsinn, aber da kommen dann eben die Regeln ins Spiel, und eine heißt: "Hier geht es nicht um 'Wahrheit', sondern um Beweisbarkeit."
Und mit der Beweisbarkeit haben die GamerGater ja nicht so, geschweige denn mit der Ehrlichkeit (aber es geht hier total um Integrität, hust hust).
#NotYourShield? Als Sockenpuppenkampagne enthüllt und noch dazu von vornherein unfreiwillig ironisch ("Wir sind nicht euer Schild, was auch niemand behauptet hat, darum benutzen wir das hier jetzt als Schild für #GamerGate").
Zoe Quinn und Anita doxxen sich selbst? Die IRC-Logs sagen was anderes.
Journalistische Integrität und Verteidigung des Gamertums? Darum sind so viele bekannte Stimmen aus dem rechtskonservativen Milieu und hatten noch dazu kein Problem damit, kurz vorher noch gegen "Killerspiele" abzuhaten? Darum haben sie kein Problem damit, selbst eben diese längst als falsch bewiesen 'Wahrheiten' durch zu kauen?
Und das ist der Witz an der ganzen Sache. Am Anfang hat die ganze Kontroverse fast schon legitime Punkte aufgeworfen.
Aber mittlerweile hat sich herausgestellt, dass es alles von Anfang an von Idioten angezettelt und jetzt von neuen Idioten weitergeführt wurde. Statt die angeblich so bösen "SJWs" bloßzustellen, hat sich nur ein großer Haufen Trolle selber bloßgestellt, als Heuchler und Lügner die sich einen Scheißdreck für irgendwelche journalistische Integrität interessieren.
Das Lieblingsargument ist ja dass hier die total legitimen Beschwerden dahinter stehen und die Trolle nur einige wenige Stimmen sind. Nur kommen hier zwei Probleme ins Spiel: Erstens, die inoffiziellen 'Sprecher' des ganzen nutzen selbst allesamt die selben Lügen, Heucheleien und falschen Anschuldigungen; und zweitens, für den angeblichen Zweck interessiert sich kein Schwein; geschweige denn hat er irgendwas mit den Themen zu tun, die wirklich diskutiert werden.
Es gibt ein Korruptionsproblem in der Gamingpresse. In Form von Geschenken, Werbungsschaltungen, Nicht-Kennzeichnungen unterstützter Artikel und Youtube-Reviews, und so weiter und so fort. Das wird von AAAs angestiftet, aus rein wirtschaftlichen Gründen. Alles seit Jahren bekannt und keinen juckts.
Was ganz gewiss nicht passiert ist dass die jüdisch-bolschewistisch-feministische Weltverschwörung die Gaming-Presse mit Propaganda füllt. Was geschieht ist dass die Gaming-Presse allmählich erwachsen wird, und damit haben einige Kellerkinder ein ganz gewaltiges Problem.
Da entlarven die GamerGater dann nämlich mit ihrer Wortwahl ihr eigentliches Gesicht: Denn mit Korruption meinen sie keine wirtschaftliche, sondern eine solche mit Menschen und Meinungen, die ihnen persönlich nicht gefallen.
Und ich kann sogar so viel zugestehen: Es gibt ganz genau einen eventuell relevanten und kritikwürdigen Aspekt hier. Das ist die Fine Young Capitalists Geschichte. Was aber erneut kein Schwein interessiert, worüber niemand mehr wirklich diskutiert und was sich mittlerweile selbst bloßgestellt hat; und GamerGate mit ihrem FalseFlag-Shutdown der Indiegogo Kampagne gleich mit.
In diesem Sinne, ich hoffe doch sehr auch weiterhin diesem metaphorisch herumflappenden Fisch auf dem Trockenen zusehen zu können.
Schon bei der Autopresse wäre das ungleich wichtiger, denn dabei geht's um Menschenleben und nicht um Popkultur und Geschmack.
Davon ab, dass gerade die Gamingpresse vermutlich noch relativ korruptionsfrei ist, weil wir es hier mit Miniauflagen zu tun haben, da lohnt es sich kaum zu schmieren. (oder man schmiert alle, was ich mir aber teuer vorstelle, denn die meisten sind nicht mit ein paar Eierwärmern oder Topflappen zufrieden zu stellen).
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 15.10.2014 18:20, insgesamt 3-mal geändert.
- FuerstderSchatten
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung
Ne ist wirklich wichtig, ob Gänseklein sich über Spiel XY mockiert, hast schon recht. Ist ja auch egal, dass der Spiegel, die Bildzeitung usw. uns die Meinung der Industriekapitäne aufdrücken, Hauptsache die Gamingpresse bleibt keimfrei.kindra_riegel hat geschrieben:Genau ... wen interessiert denn schon AIDS, Krebs ist doch viel schlimmer!
Was ich damit sagen will: Politikpresse wichtiger als Gamingpresse ist eine sehr schlechte Entschuldigung für einen schlechten Zustand.
Was soll denn das überhaupt für ein schlechter Zustand sein, es gibt eine Gamingpresse, die den Hype nachläuft, aber das war schon immer so. Sie ist damit genau die gleiche wie die Filmpresse.
Nur gibt es in der Filmbrache noch den Feuilleton, wie beispielsweise den Film-Dienst oder das Lexikon des Internationalen Films, nur interessiert das den normal Zuschauer nicht und sowas interessiert den Gamer noch weniger.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 15.10.2014 18:28, insgesamt 1-mal geändert.
