Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-Onlinespiels "Titan" eingestellt

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casanoffi
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Re: Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-

Beitrag von casanoffi »

MrLetiso hat geschrieben:World of Starcraft :ugly:
:Kratz: :Daumenrechts:
Vernon
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Re: Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-

Beitrag von Vernon »

Diablo 3 hat uns gelehrt, dass der Teufel eine Frau ist. Das äh...
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Kajetan
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Re: Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-

Beitrag von Kajetan »

Usul hat geschrieben: Schön, daß du das alles so siehst. Aber wo steht noch mal geschrieben, daß das allgemeingültig ist?
Weil ich mit meiner Meinung diesbezüglich nicht alleine dastehe (wobei das ein doofes Argument ist, sry). Storyschwächen in D3 wurden in Reviews angemahnt.

Und weil ich mir mittlerweile zutraue, auf Grund meiner jahrelangen Spielerfahrung, erkennen zu können, wie gut eine Story in einem Spiel funktioniert. Weil ich mittlerweile einen verdammt hohen Anspruch habe und weil ich in der Lage bin mein "Das gefällt mir nicht" oder "Das gefällt mir" argumentativ belegen zu können. Dann kannst Du mir glauben, dass dem so ist oder Du kannst es mir nicht glauben. Anspruch auf die endgültige Wahrheit erhebe ich dabei natürlich nicht, so dass ich mich gerne eines Besseren belehren lasse, wenn mir jemand bessere Argumente liefern kann. Wenn mir aber jemand nur sagt: "Ich sehe das anders.", dann beglückwünsche ich diese Person für ihre andere Ansicht und warte sehnsüchtig darauf, dass irgendwann noch was kommt. Wie z.B. ein "Ich sehe das anders, weil man an der Figur Cain schön eine innere Zerrissenheit sehen kann, seine Liebe zu Lea auf der einen Seite und die Pflichterfüllung, dass die Great Evils beseitigt werden müssen, auf der anderen Seite".

Nur ... davon ist im Spiel halt nix zu spüren. Cain ist nur ein alter Knacker, der halt irgendwie am Ende von Akt 1 den Löffel abgibt. Klappe zu, Affe tot. Dass der gute Mann Angehöriger eines Geheimordens ist, der seit zig Generationen gegen die Great Evils kämpft oder dass dieser ständige Kampf droht ihm noch das wenige zu rauben, was er im Leben liebt und schätzt, dass der Preis, der für den Sieg über Diablo zu zahlen ist, ihm fast zu hoch erscheint ... was man da alles nur mit Cain machen könnte. Doch man macht es nicht. Nur ein alter Knacker, der zum Glück bald Löffel abgibt, weil er nervt!
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MrLetiso
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Re: Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-

Beitrag von MrLetiso »

Kajetan hat geschrieben:Cain ist nur ein alter Knacker, der halt irgendwie am Ende von Akt 1 den Löffel abgibt.
[Klugscheißmodus]Mitte Akt 1...[/Klugscheißmodus]
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Kajetan
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Re: Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-

Beitrag von Kajetan »

MrLetiso hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Cain ist nur ein alter Knacker, der halt irgendwie am Ende von Akt 1 den Löffel abgibt.
[Klugscheißmodus]Mitte Akt 1...[/Klugscheißmodus]
Siehste, habe ich mir sogar nicht richtig gemerkt :)
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greenelve
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Re: Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-

Beitrag von greenelve »

Auf Kotaku gibt es einen Artikel, was Titan war:
So what was Titan? For starters, according to three people I spoke with, it would have taken place on a near-future version of Earth, in a science-fiction depiction of the world where mankind has successfully fought off an alien invasion. Players would join one of three factions waging a cold war over control of the planet, and zones planned for the game ranged from the west coast of the United States to Europe, South America, and Australia, according to a source. Blizzard's plan was to make the game world huge, and to keep adding areas with expansions in the years after launch.

The main concept was this: you, the player, would maintain a mundane job—butchering, engineering, entrepreneurship—during the day, while waging clandestine warfare against opposing factions at night (or between work hours).
http://kotaku.com/heres-what-blizzards- ... 1638632121
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FuerstderSchatten
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Re: Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-

Beitrag von FuerstderSchatten »

greenelve hat geschrieben:Auf Kotaku gibt es einen Artikel, was Titan war:
So what was Titan? For starters, according to three people I spoke with, it would have taken place on a near-future version of Earth, in a science-fiction depiction of the world where mankind has successfully fought off an alien invasion. Players would join one of three factions waging a cold war over control of the planet, and zones planned for the game ranged from the west coast of the United States to Europe, South America, and Australia, according to a source. Blizzard's plan was to make the game world huge, and to keep adding areas with expansions in the years after launch.

The main concept was this: you, the player, would maintain a mundane job—butchering, engineering, entrepreneurship—during the day, while waging clandestine warfare against opposing factions at night (or between work hours).
http://kotaku.com/heres-what-blizzards- ... 1638632121
Stinknormales MMO also - Lame, gut das es wech ist.
_Semper_
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Re: Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-

Beitrag von _Semper_ »

Shevy-C hat geschrieben:WoW war der Wendepunkt des Erfolges in Richtung abwärts? Man kann über WoW geteilter Meinung sein, der Erfolg steht aber außerhalb jeglicher Diskussion.
zugegeben, das war unglücklich von mir formuliert. mit erfolg meinte ich meinen persönlichen geschmack, was spiele angeht. auch wenn blizz mit wow ein jahrelang anhaltender, milliardenschwerer erfolg gelungen ist, war es in meinen augen der beginn seichten, austauschbaren, belanglosen spieldesigns, welches mittlerweile in jedem produkt von blizz mehr oder weniger als bedrohlich schillernde öllache in's auge sticht.
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rekuzar
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Re: Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-

Beitrag von rekuzar »

Kajetan hat geschrieben:
Usul hat geschrieben: Schön, daß du das alles so siehst. Aber wo steht noch mal geschrieben, daß das allgemeingültig ist?
Weil ich mit meiner Meinung diesbezüglich nicht alleine dastehe (wobei das ein doofes Argument ist, sry). Storyschwächen in D3 wurden in Reviews angemahnt.
Vielleicht redet ihr auch einfach aufgrund der Tatsache das "Story" verschiedene Teilelemente umfasst aneinander vorbei.
Für mich war die Story in D3 größer und besser inzeniert als in D2, das kann man durchaus als Fortschritt sehen. Das Problem war ja eher was da inszeniert wurde, sprich die Dialoge. Dann lieber ein rudimentäres Gerüst wie in D2 als diese Comicbösewichte die einen alle 4 Minuten sagen wie böse sie doch sind und man einfach nur froh ist ihnen endlich das Maul stopfen zu können. Als ich das erste mal vor Diablo stand, da hat ich noch wirklich Respekt vor diesem mysteriösen, wortkargen Monster. In D3 stehen ausschließlich Dummschwätzer vor einem. Wobei sie auch dies im Addon ja aufgrund des Feedbacks zurück gefahren haben. Das macht die Story nicht wirklich "besser" aber zumindest die Inszenierung angenehmer.
Wer weiß vielleicht wird ja sogar noch die SC2 Story auf "nicht mehr ganz so schlimm" angehoben im letzten Addon.
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Usul
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Re: Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-

Beitrag von Usul »

rekuzar hat geschrieben:Vielleicht redet ihr auch einfach aufgrund der Tatsache das "Story" verschiedene Teilelemente umfasst aneinander vorbei.
Ich verstehe schon, was Kajetan sagt... bzw. ich meine es zu verstehen. Mein Problem ist: So schlecht die Story oder ihre Inszenierung in D3 ist, so schlecht war sie meiner Meinung auch in den anderen Teilen - in ihrem zeitlichen Kontext gesehen zumindest.

Ja, in D3 wird allenthalben viel zu viel unnützes Zeug gebrabbelt. Aber ich fürchte, das ist dem Zeitgeist geschuldet. Heutzutage kann man ja kaum noch ein Spiel veröffentlichen, bei dem sich z.B. die Gruppenmitglieder nicht ständig zanken (wenn ich das mal etwas übetrieben darstellen mag).
Was vor 20 Jahren in AAA-Spielen möglich war, ist heute nicht ohne weiteres möglich - eben auch story- und inszenierungstechnisch.

Aber, und das ist das Wichtigste: Ich will D3 in der Hinsicht nicht schönreden, sondern vielmehr zum Ausdruck bringen, daß D1 und D2 nicht deutlich besser waren. In allen drei Spielen ist die Story doch sehr banal und oberflächlich (vom christlichen Aspekt mal abgesehen, der damals wie heute tatsächlich einen Hauch von Exklusivität versprüht) und eher das Mittel zum Zweck.
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FuerstderSchatten
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Re: Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-

Beitrag von FuerstderSchatten »

Usul hat geschrieben:
rekuzar hat geschrieben:Vielleicht redet ihr auch einfach aufgrund der Tatsache das "Story" verschiedene Teilelemente umfasst aneinander vorbei.
Ich verstehe schon, was Kajetan sagt... bzw. ich meine es zu verstehen. Mein Problem ist: So schlecht die Story oder ihre Inszenierung in D3 ist, so schlecht war sie meiner Meinung auch in den anderen Teilen - in ihrem zeitlichen Kontext gesehen zumindest.

Ja, in D3 wird allenthalben viel zu viel unnützes Zeug gebrabbelt. Aber ich fürchte, das ist dem Zeitgeist geschuldet. Heutzutage kann man ja kaum noch ein Spiel veröffentlichen, bei dem sich z.B. die Gruppenmitglieder nicht ständig zanken (wenn ich das mal etwas übetrieben darstellen mag).
Was vor 20 Jahren in AAA-Spielen möglich war, ist heute nicht ohne weiteres möglich - eben auch story- und inszenierungstechnisch.

Aber, und das ist das Wichtigste: Ich will D3 in der Hinsicht nicht schönreden, sondern vielmehr zum Ausdruck bringen, daß D1 und D2 nicht deutlich besser waren. In allen drei Spielen ist die Story doch sehr banal und oberflächlich (vom christlichen Aspekt mal abgesehen, der damals wie heute tatsächlich einen Hauch von Exklusivität versprüht) und eher das Mittel zum Zweck.
Ich bin nun auch kein großer Fan von Diablo-Spielen, bzw. schon lange nicht mehr und werde auch nie wieder einen Teil spielen. Aber so ein Kulturpessimist wie Kajetan ist mir nur schwer bekömmlich.
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SethSteiner
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Re: Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-

Beitrag von SethSteiner »

Es war in Diablo 1 und 2 deutlich besser. Sorry aber einfach nur zuschauen ob nun etwas ein Shakespear ist oder nicht reicht nicht. Diablo 1 und 2 haben, wie schon gesagt, die Atmosphäre kontinuierlich halten können, was keiner großartigen aber einfachen und damals wunderbar präsentierten Story geschuldet war. Die Story bzw. allgemein der Plot und die Dialoge sind zwar immer noch genauso banal aber nun viel aufgeblähter und das ist der Knackpunkt. Differenzieren, analysieren und beurteilen zu können hat mit Kulturpessimismus nichts zutun.
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Temeter 
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Re: Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-

Beitrag von Temeter  »

Mag ein Blizzard-Ding sein, das erinnert mich sehr stark an Starcraft.

SC1 hatte eine sehr simple und oberflächliche Story, die gerade mal die Missionen halbwegs zusammenhielt und viel der eigenen Fantasie überließ. Mit dem Nachfolger kamen dann aufwändigere Sequenzen, zahlreiche Dialoge, und generell mehr Charachterisierung hinzu.
Nur leider eben auf dem gleichen, simplen Niveau des Vorgängers, was dann in einer weniger vagen Geschichte resultierte, die ihre eigenen Schwächen richtig schön breittrat.

So ungefähr?
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Kajetan
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Re: Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-

Beitrag von Kajetan »

Usul hat geschrieben:Aber, und das ist das Wichtigste: Ich will D3 in der Hinsicht nicht schönreden, sondern vielmehr zum Ausdruck bringen, daß D1 und D2 nicht deutlich besser waren.
Die Story an sich war auch nicht besser oder schlechter als in D3. Das stimmt schon. Nur die Storypräsentation, die war in D1 und D2 klar besser. Denn da wurde nicht viel gequatscht, sondern nur in knappen Sätzen kurz beschrieben, warum der Held jetzt seine Haut riskieren muss und gegen wen es eigentlich geht. Im "Hub" gab es kein Blabla, sondern immer nur kurze Textvignetten, die schlaglichtartig die Story beleuchtet haben. In D1 fand man ja hier und da Altäre, die einem auch in kurzen Texten etwas zum Hintergrund, zum Ewigen Kampf zwischen Himmel und Hölle erzählt haben. Kurz, knapp, zackig. Das hat dann auch alles gepasst.
In allen drei Spielen ist die Story doch sehr banal und oberflächlich (vom christlichen Aspekt mal abgesehen, der damals wie heute tatsächlich einen Hauch von Exklusivität versprüht) und eher das Mittel zum Zweck.
Natürlich ist die Story an sich banal. Ich erwarte in einem H&S auch keine komplexen Stories oder Dialoge. Aber WENN man sich dafür entscheidet die Story auszubauen und den NPCs mehr Dialog in den Mund zu legen, dann sollte man es bitte interessant gestalten. Charaktere aufbauen, deren Schicksal man gerne verfolgt, anstatt sich gelangweilt durchzuklicken, nur damit man das dazu passende Achievment bekommt. Was die Leute von sich geben, muss so interessant sein, dass man es FREIWILLIG liest und zuhört, selbst wenn es weit und breit kein Achievment dafür gibt. Weil es spannend ist. Weil es witzig ist. Weil man interessante Details aus dem Leben der NPCs mitbekommt oder sich sogar neue Nebenquests ergeben. So wie im Addon, wo man genau das getan hat. Hör Deinem Begleiter zu und Du bekommst eine zusätzliche Mini-Quest. Was jetzt nicht so aufregend war, weil man ja nur stur durchklicken musste und es keine richtige Dialogoption und -auswahl gab, aber immerhin! Die Richtung stimmt.

Alles besser als "blablabla ..." "Ach, halt die Klappe, Deckard!". Immerhin durfte Kulle ein paar zynische Oneliner abgeben ... bevor man ihn storytechnisch wieder entsorgt hat. Nicht, dass hier jemand aufwacht, gottbewahre!
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Usul
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Re: Blizzard Entertainment: Entwicklung des Next-Generation-

Beitrag von Usul »

Wir drehen uns zwar im Kreis, aber dennoch:
Kajetan hat geschrieben:Was die Leute von sich geben, muss so interessant sein, dass man es FREIWILLIG liest und zuhört, selbst wenn es weit und breit kein Achievment dafür gibt. Weil es spannend ist. Weil es witzig ist. Weil man interessante Details aus dem Leben der NPCs mitbekommt oder sich sogar neue Nebenquests ergeben.
Und genau das fand ich bei D1 und D2 nicht deutlich besser als bei D3. Und bei RoS auch nicht deutlich besser als im Haupt-D3. Vielleicht haben wir auch andere Vorstellungen davon, was witzig oder spannend ist... oder interessant. Aber genau das meine ich doch: Wir reden hier über Geschmacksfragen und nicht über universelle Aspekte eines Spiels.