Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gewalt

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Crypo
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Crypo »

Vorab: ich kenne nur die beiden Tropes vs. Women Videos

Was ich massiv vermisse ist eine Einleitung. Man bekommt irgendwie die Ausschnitte um die Ohren geknallt und was eigentlich gar nicht so recht wieso.

Die Auszüge aus den Spielen sollen ja eigentlich nur Beispiele für eine These sein. Das Hauptproblem sehe ich eigentlich darin, dass nicht immer deutlich wird was eigentlich durch die Beispiele gezeigt werden soll. Gerade im ersten Teil wird für mich einfach nicht deutlich was jetzt wirklich die These ist. Wieso ist es schlimmer ein weibliches sexualisiertes Objekt abzumurksen als ein nicht sexualisiertes Objekt? Ich sehe anhand der Szenen ein, dass die NPCs so dargestellt werden, aber ich verstehe das Problem nach wie vor nicht.

Die zweite Folge fand ich deutlich besser. Ich finde Anita macht tatsächlich ein paar gute Punkte. Bspw. wie sie erklärt, dass Spieler offensichtlich Magie in einer Spielwelt akzeptieren oder dass jemand zig Wummen in seinem unsichtbaren Rucksack transportieren kann - aber sobald man weniger Gewalt gegen Frauen in Games fordert, sorgen sich auf einmal alle, dass die Games dann aber nicht mehr realistisch wären. Wieso kann Realität ausgerechnet auf die Gewalt gegen Frauen nicht verzichten?

Wobei man eben (mit Anita!) auch sagen muss, dass realistische Gewalt gegen Frauen tatsächlich eher unsichtbar ist, weil sie nämlich von Partnern, Freunden, Nachbarn, etc. ausgeht. Nicht vom Bösewicht in der dunklen Gasse, den der Held dann über den Haufen schießen kann... Hier hat sie dann einen zweiten ziemlich starken Punkt meiner Meinung nach. Die Art wie Gewalt gegen Frauen in den Medien dargestellt wird, macht tatsächlich irgendwie blind für die reale Gewalt. Männer kriegen in der Dorfdisco aufs Maul, Frauen im Schlafzimmer. Und deshalb hilft es eben nicht mehr "aufrechte Recken" zu finden, die den holden Maiden zur Hilfe eilen wollen.

Wissenschaftliche Ansprüche darf man an das Ganze sicherlich nicht stellen. Ich sehe auch ein, dass nicht jedes Spiel wirklich fair kritisiert wird. Aber das ganze Projekt so einfach wegwischen sollte man imho auch nicht. Zumal ja noch einige Teile kommen.

Ich würde mir wünschen, dass sie in Zukunft ihre Thesen noch klarer formuliert. Über andere Mängel kann ich durchaus hinwegsehen, aber unverständliche Thesen sind schon ein großes Manko.
Highnrich
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Highnrich »

Black out Steam access for 1 hr to protest the harassment of Anita Sarkeesian & threats against women in games.

Bitte alle unterschreiben :arrow: https://www.change.org/p/valve-corporat ... n-in-games

Wir müssen jetzt alle zusammenhalten, dann können wir was verändern :)
Wieso kann Realität ausgerechnet auf die Gewalt gegen Frauen nicht verzichten?
Ich dachte sie will wie Männer behandelt werden? Das passt irgendwie garnicht zu gleichbehandlung, wenn man Frauen zb in GTA nicht mehr töten kann....irgendwie Doppeldenk
Wissenschaftliche Ansprüche darf man an das Ganze sicherlich nicht stellen.
Wieso? Sie bekam genau dafür 160.000 Dollar, fast eine viertel Million. Und nun gibt es 4 Videos innerhalb von...ka 2 Jahren?
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WarWolf_1
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von WarWolf_1 »

Highnrich hat geschrieben:Black out Steam access for 1 hr to protest the harassment of Anita Sarkeesian & threats against women in games.

Bitte alle unterschreiben :arrow: https://www.change.org/p/valve-corporat ... n-in-games

Wir müssen jetzt alle zusammenhalten, dann können wir was verändern :)
Wieso kann Realität ausgerechnet auf die Gewalt gegen Frauen nicht verzichten?
Ich dachte sie will wie Männer behandelt werden? Das passt irgendwie garnicht zu gleichbehandlung, wenn man Frauen zb in GTA nicht mehr töten kann....irgendwie Doppeldenk
Wissenschaftliche Ansprüche darf man an das Ganze sicherlich nicht stellen.
Wieso? Sie bekam genau dafür 160.000 Dollar
Wenn ihre Arbeit wenigstens bestand hätte würde ich es unterstützen. Da sie aber mit voller Absicht fakten verdreht, um sich selbst zu profilieren sage ich nur: "Man erntet, was man Sät. Leb damit."
Saxifraga
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Saxifraga »

Plor hat geschrieben:...
Jetzt nur 5 Minuten geschaut und schon keine Lust mehr. Nicht nur unsachlich (diese elende Geld-Strohpuppe und die permanente ad hominem Argumentation *würg) sondern zudem versteht der Sprecher nicht, dass es verschiedene Arten von medialem Einfluss gibt, die weitaus komplexer sind als seine "Shooter-Spieler werden zu Real Life Mördern"-Direktkausalitäten. Im Prinzip erschafft der Typ hier einen Pappdrachen: Sarkeesian spricht ziemlich lange über die Auswirkung medialer Tropes und Klischees auf den Rezipienten, wie dadurch Stereotypen weiter kolportiert werden und bestimmte Bilder der Gesellschaft prägen, die sich unter anderem auch in häuslicher Gewalt widerspiegeln. Und der Herr macht dann daraus: "Öhhh, sie sagt, dass Gewalt in Videospielen zu Gewalt im wahren Leben führt!" Scheint mir nicht gerade die hellste Leuchte in diesem Youtube zu sein.^^
In der Wissenschaft, auch den Sozialwissenschaften, muß man eine These aufstellen und diese Statistisch und Kausal begründen. Welches Maß für die Auswirkung von Spieleinhalten würdest du also wählen und wie begründen. Welchen Messprozess würdest du statistisch stichhaltig finden?
Wer wie Frau Sarkessian nur seine eigenen Vorurteile als 'Wissenschaft' versucht zu verkaufen ist keine Feministin sondern ein Betrüger. So wie ein gewisser Lügenbaron der Verteidigungsminister werden konnte. Ich habe an der Uni, wie thunderfoot, echte wissenschaftliche Arbeit gelernt. Daher ist der Vorwurf des Bullshit mehr als berechtigt. Die Frau propagiert nur ihre eigenen 'Tropes' gegen Männer.
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Imperator Palpatine
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Imperator Palpatine »

SethSteiner hat geschrieben:Es gibt keinen vorauseilenden Gehorsam und erst Recht keinen Druck aus der Politik. Und Druck aus Lobbygruppen gibt es immer, wenn man jede Gruppe als Lobbygruppe zählt. Also nein, die Grenze ist nicht erreicht.
Nein nein ist gibt natürlich keinen Druck aus der Politik.....:

http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/qhm.html

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 63832.html

Besser als hier kann man es nicht beschreiben:

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 99538.html

In habe an der Universität selbst erlebt wie bei der Besetzung einer neuen Dozentenstelle etliche Hochqualifizierte Personen nicht berücksichtigt wurden weil Gender Studies der neue Heilige Gral ist.
Personen die jahrzehntelang sowohl in der Privatwirtschaft als auch im Wissenschaftsbetrieb tätig waren wurden zugunsten von 32 jährigen Gender Studies Absolventinnen die ausserhalb der Universität nie tätig waren, nicht berücksichtigt.
Von den Kultusministerien wird dies mit üppigen Geldern gefördert. Diese will sich die Universitäten nicht entgehen lassen.

Qualität der Lehre für die Studenten ? Ach bitte Hauptsache Fördergelder eingestrichen....

Prof. Dr. Buchholz hat die erste Evaluation diesbezüglich durchgeführt.

http://serwiss.bib.hs-hannover.de/front ... /docId/405

http://sciencefiles.org/2014/08/20/der- ... et-werden/

Gender Studies sind absolut unwissenschaftlich und schaffen keinen Mehrwert.
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 29.08.2014 00:46, insgesamt 3-mal geändert.
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grisu_de
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von grisu_de »

Highnrich hat geschrieben:
Wissenschaftliche Ansprüche darf man an das Ganze sicherlich nicht stellen.
Wieso? Sie bekam genau dafür 160.000 Dollar, fast eine viertel Million. Und nun gibt es 4 Videos innerhalb von...ka 2 Jahren?
Ach, weil ich einer Person X eine Fantastillion Doller gebe, arbeitet sie wissenschaftlich? Dachte das hätte mehr was mit der Person als mit den Mitteln zu tun.
Außerdem misst sich die Güte wissenschaftlicher Arbeit nicht bloß in der Quantität von Publikationen.
moen
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von moen »

Plor hat geschrieben:Ähmm nö... ein Beitrag auf Psychology Today, in dem auch mehrere fundierte Studien verlinkt werden.
Vielleicht solltest du den Artikel noch mal genau lesen. Der ist inhaltlich völlig korrekt, aber vielleicht fällt dir ja was auf ;)
Gilt übrigens auch für das Paper von Martha Nussbaum - was ich jetzt inhaltlich nicht so prickelnd finde, aber nun gut.
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Rabidgames
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Rabidgames »

So ganz versteht die Gute Videospiele nicht.

Zum einen sind wohl mehr als die Hälfte der Actionspielzocker Jungs oder Männer - und da haben leicht bekleidete Frauen eben eine Anziehungskraft - egal ob lebendig oder tot. Lebendig ist auch nicht eindeutig - entweder als Sexobjekt (aber das sind muskulöse Männer in den Medien schließlich auch, und da höre ich keinerlei Aufschrei) oder aber als damsel in distress; einer wehrlosen Frau hilft man als Mann (unterbewusst?) eher als einem wehrlosen Mann. Tote Frauen lösen auch viel mehr Reaktionen als tote Männer aus - gleiches gilt für Gewalt gegen Frauen. Wen juckt es, wenn im Spiel ein Mann einen anderen zusammenschlägt? Auf eine Frau einschlagen ist immer noch ein Tabu, also ist man eher bereit, ihr zu helfen, und wer Frauen Gewalt antut, der muss ein schlechter Mensch sein.
Genau darauf bauen doch viele Spiele auf.

Der zweite Punkt ist noch viel krasser. GTA als Beispiel anführen ist Unsinn, denn GTA ist eine einzige Satire. Das mag nicht jeder 12-jähriger erkennen, der das Spiel gar nicht spielen sollte, aber wer da groß drüber redet, sollte den Punkt schon erkennen.

Ich stimme der Frau in vielem nicht zu, aber generell dürfte es in Spielen schon das Problem von stereotypen Frauenbildern geben - daran wäre auch nichts verkehrt, gäbe es viele Alternativen - oder kritisiert jemand ernsthaft das Frauenbild in Expendables? Wenn 99 % der Spiele aber wie Expendables sind, dann muss man auch zugeben, dass Spiele als Kunstform noch wachsen müssen.

Den anderen Thread meide ich lieber - nur soviel dazu: Gewaltandrohungen oder wüste, niveaulose Beschimpfungen sind per se idiotisch. Statt sich argumentativ mit den Thesen der Dame auseinanderzusetzen, gibt man ihr indirekt Recht - ganz tolle Sache!
moen
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von moen »

Fiddlejam hat geschrieben:
Mal abgesehen davon, dass sie Kommentare unter ihren Videos deaktiviert hat und auch sonst keine offene Diskussion mit Kritikern wünscht.
Leute: Meinungsfreiheit ist ja schön und gut und fein, aber solange die Mehrzahl der Nutzer ebendiese missbrauchen, und solange die entsprechende Plattform es nicht schafft, dagegen anzukämpfen, solange halte ich es durchaus für legitim, die gesamte Diskussionsplattform zu sperren. Wenn ihr euch über den Verlust eurer geheiligten Meinungsfreiheit beschwert, dann tut das bei denen, die sie missbrauchen und dementsprechend eine solche Maßnahme nötig machen.
War zwar nicht wirklich der Fall unter dem ersten Video, aber lassen wir das mal durchgehen.
Wieso gibt es aber nie eine Diskussionsrunde mit Fachleuten oder Spielern? Sowas gehört normalerweise dazu. Sie hatte dafür genug Gelegenheiten, hat sich schließlich oft auf Bühnen feiern lassen. Selbst in ihren Videos lässt sie keine Kontra Stimme zu.

Tut mir Leid, aber Diskussionsbereitschaft sieht für mich anders aus. Vielleicht erwarte ich auch zuviel ...
Fiddlejam
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Fiddlejam »

Zum einen sind wohl mehr als die Hälfte der Actionspielzocker Jungs oder Männer - und da haben leicht bekleidete Frauen eben eine Anziehungskraft - egal ob lebendig oder tot.
Okay liebe Mit-Männer, es melden sich jetzt bitte alle von euch, die nicht nekrophil sind. Ich bin mir sicher, sämtliche Hände werden hier unten bleiben. Sicher.

Meine Güte, ich habe lange kein "Männer-sind-halt-so"-Argument so schnell den Bach runtergehen sehen :roll: .
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Sharkie
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Sharkie »

Fiddlejam hat geschrieben:
Zum einen sind wohl mehr als die Hälfte der Actionspielzocker Jungs oder Männer - und da haben leicht bekleidete Frauen eben eine Anziehungskraft - egal ob lebendig oder tot.
Okay liebe Mit-Männer, es melden sich jetzt bitte alle von euch, die nicht nekrophil sind. Ich bin mir sicher, sämtliche Hände werden hier unten bleiben. Sicher.
Sowas ähnliches habe ich mir auch gedacht, als ich diesen Satz gelesen habe. Creepy stuff.

Wobei, Poe würde ihm wohl zustimmen. :Häschen:
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Exist 2 Inspire
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Exist 2 Inspire »

Fiddlejam hat geschrieben:
Zum einen sind wohl mehr als die Hälfte der Actionspielzocker Jungs oder Männer - und da haben leicht bekleidete Frauen eben eine Anziehungskraft - egal ob lebendig oder tot.
Okay liebe Mit-Männer, es melden sich jetzt bitte alle von euch, die nicht nekrophil sind. Ich bin mir sicher, sämtliche Hände werden hier unten bleiben. Sicher.

Meine Güte, ich habe lange kein "Männer-sind-halt-so"-Argument so schnell den Bach runtergehen sehen :roll: .
Naja ich hab bei LA Noire zB schon lieber nackte tote Frauen untersucht als nackte tote Männer! :lol:
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Sharkie
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Sharkie »

Ist ja'n richtiges Special-Interest-Forum hier... :Blauesauge:
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SethSteiner
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von SethSteiner »

Männer sind zumeist muskulös, weil sie Actionrollen einnehmen, andersherum sind Frauen ganz sinnvoll dann auch mit hoher fitness gesegnet. Mann ist aber wohl deutlich seltener halbnackt als Frau.

Ja, Frauen die tot sind und sexy angezgoen sind bleiben sexy.. weiß aber nicht was man nun davon haben soll.

Nein, Damsels machen mich nicht an, reizen mich auch nicht sie zu retten. Im Gegenteil, Damsels sind mit die nervigsten Charaktere. Unselbstständige NPCs wie sie, sind so ziemlich das unterträglichste was es gibt. Wer Resident Evil IV spielt, wird doch nie wieder eine Damsel in Distress wollen.

Eine tote Frau löst bei mir nichts aus, es sei denn sie war ein interessanter Charakter. Das funktioniert aber mit einem Alien, einen alten Mann oder einer beliebigen anderen Sache genauso.

Dieses "Männer sind so" oder "Männer wollen das" ist humbug. Erinnert mich daran, wie mancher momentan die neue Star Wars Serie damit verteidigt, dass sie halt für Kinder ist. Als würde beschissene Qualität plötzlich total in Ordnung und verständlich werden, weil die Zielgruppe ja angeblich so tickt und natürlich etwas anderes sie natürlich überhaupt nicht ansprechen würde. Nein die brauchen dieses schlechte writing! Und genau so ist es hier auch, aus einem unerfindlichen Grund brauchen die Gamer, die ja alle männlich sind, natürlich immer dieselben Grundgerüste. Das muss man doch verstehen!
OiOlli
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von OiOlli »

Sharkie hat geschrieben:
Billie_the_man hat geschrieben:Außerdem, wie soll ich es denn finden, wenn jemand, der in keinster Weise das recht hat, eine bestimmte Gruppe zu repräsentieren, einem Team aus freien, kreativen Köpfen sagt, wie der Hauptcharakter in ihrem Spiel sich am besten zu verhalten hat. Nicht um das Spiel spaßiger und besser zu machen, sondern, um einem Bild der Frau, dass ihrem Ideal entspringt, zu entsprechen. Richtig toll kann ich das beim besten Willen nicht finden.
Ich glaube, da liegt ein grundsätzliches Missverständnis vor. Dass so Firmen wie Bioware (schwuler Magier, übrigens kein Elf), oder Dice (starker, attraktiver aber nicht übersexualisierter, vermutlich heterosexueller weiblicher Hauptcharakter) ihre Spiele deshalb so designen würden, weil sie damit einer ominösen "Political-Correctness-Mafia" vorauseilend Gehorsam leisten, ist und bleibt doch eine komplett spekulative Unterstellung derjenigen, die sich nur zu gerne zu Opfern ebendieser "Gutmenschenclique" stilisieren.

Dass die entsprechenden Spieldesigner das möglicherweise vollkommen freiwillig tun, vielleicht ja weil es ihrem freiheitlich-inklusiv geprägten Welt- und Menschenbild entsprechen könnte, kommt solchen Leuten entweder gar nicht erst in den Sinn, oder aber es wird bewusst ausgeblendet. Neenee, da muss selbstverständlich wieder die femihomolinksgrüne Lobby am Werk gewesen sein.

Und dass Sarkeesian jetzt einen Vortrag vor EA-Mitarbeitern gehalten hat, ist doch mal komplett unproblematisch. Meine Güte, das sind doch alles erwachsene Menschen, da braucht man nicht gleich die große feministische Gehirnwäsche zu befürchten (soll nicht heißen, dass Du das behauptet hättest, Billie_the_man) nur weil sie sich einen Vortrag von einer Feministin anhören. Aber auch hier wird von gewissen Seiten natürlich sofort wieder eine unlauter-autoritäre Einflussnahme gewittert. Grenzt schon an Verfolgungswahn, sowas.

Nicht Verschwörung. Eine Verschwörung ist im Geheimen.

Hier gibt es aber offene Indizien. Die Zusammenarbeit wird ja nicht mal verheimlicht. Nur keiner kann sagen, wie weit sie geht. Und einige wie ach ich, haben eher die Sorge das es aufgesetzt wirkt, wenn Leute wirklich auf die Idee kommen, das bestimmte Dinge rein müssen.

Nehmen wir mal was neutrales. Siehe Dragon Age 2 da kamen Leute auf die Idee das einige "Neues" rein muss. Und die Leute waren enttäuscht.- Sein es die Level, das Kampfsystem, die Quests. Alle frisch und neu und scheiße designet. Scheiße im Vergleich zum 1. Teil.

Und sagen wir mal da Worst Case trifft zu wollen wir wirklich einen "weibischen" Klischeeschwulen? Eine Fummeltunte mit Federboa oder eine (im wahrsten Sinne des Wortes) Kampflesbe? Denn das ist meine Befürchtung wenn die Dinge einfach eingebaut werden, weil sie es müssen.

Na vielleicht hab ich Glück und es wird so wie in ME 1. Auch wenn dort eine Beziehung nur bis zu einem gewissen Grad möglich war.

Btw wann werden in Spielen mal Allergien thematisiert. Interessieren mich viel mehr als die sexuelle Ausrichtung der NPC. Ich will einen niesenden Avatar haben der im Frühling alle Kornfelder niederbrennt. Ja das war Sarkasmus.