Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

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billy coen 80
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Re: Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

Beitrag von billy coen 80 »

Boah, hätte Usul nicht diesen Kommentar abgelassen, hätte ich es gar nicht bemerkt. Gleich auf START geklickt und sofort sieht man die Anita schon wieder. Langsam nervt's wirklich.

Warum steht die Frau hier auf 4players eigentlich immer gleich für drei Tage zuoberst auf der Startseite, wenn sie nur mal nen Furz lässt und wenn eine andere, bislang eher unbekannte Person, die sich auch schon gerne in dieser Feministenrolle dargestellt hat, ein Förderprojekt für weibliche Spieleentwickler zerschießt und zumindest den Verdacht der Vetternwirtschaft aufkommen lässt, wird dies in einem nichtssagenden Nebensatz in einem in der hintersten Ecke versteckten Bericht zu einem vordergründig anderen Thema angeschnitten?
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WH173W0LF
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Re: Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

Beitrag von WH173W0LF »

Ah, das erklärt Ususl´s Aussage. :-) ich dachte ich wäre zu doof. :-) Hat sich erledigt Usul, dann werde ich heute mittag auch erstmal Anita angucken müssen :-)
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Kajetan
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Re: Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

Beitrag von Kajetan »

billy coen 80 hat geschrieben:Warum steht die Frau hier auf 4players eigentlich immer gleich für drei Tage zuoberst auf der Startseite, wenn sie nur mal nen Furz lässt und wenn eine andere, bislang eher unbekannte Person, die sich auch schon gerne in dieser Feministenrolle dargestellt hat, ein Förderprojekt für weibliche Spieleentwickler zerschießt und zumindest den Verdacht der Vetternwirtschaft aufkommen lässt, wird dies in einem nichtssagenden Nebensatz in einem in der hintersten Ecke versteckten Bericht zu einem vordergründig anderen Thema angeschnitten?
Wenn es Dich nicht interessiert, dann mach Dir das Leben einfach und lese es nicht. Oder gehörst Du auch zu den Menschen, die sich tagtäglich über das TV-Programm aufregen, aber es nicht schaffen den Off-Button auf ihrer Fernbedienung zu finden? Ich denke doch nicht :)
billy coen 80
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Re: Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

Beitrag von billy coen 80 »

Ich glaub, da verzicht ich drauf. Diese immer gleichen, einseitigen Statements tuen mir langsam in den Ohren weh. Ich werde auch versuchen, den Kommentarbereich zu meiden. Erfahrungsgemäß gibt es da nur eine hanvoll User, die sachlich und neutral mit dem Thema umgehen und dabei flankiert werden von Leuten, die entweder nur aus Prinzip haten oder auf der anderen Seite unreflektiert der Anita beispringen und alles (selbst die sachlichen Kommentare) mit den Totschlagargumenten "nur weil sie eine Frau ist" oder allgemeinen "ihr seid halt noch nicht so weit in eurer sozialen Entwicklung"-Suggestivaussagen totzuquatschen versuchen.

@ Kajetan: ich schätze, dies beantwortet deine Frage... :wink:

Ich versuchte mit dem von dir zitierten Absatz auch nur mal anzudeuten, dass mich langsam das Gefühl beschleicht, dass hier manchmal leicht tendenziöser "Journalismus" in dieser Thematik betrieben wird.
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Kajetan
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Re: Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

Beitrag von Kajetan »

billy coen 80 hat geschrieben:Ich versuchte mit dem von dir zitierten Absatz auch nur mal anzudeuten, dass mich langsam das Gefühl beschleicht, dass hier manchmal leicht tendenziöser "Journalismus" in dieser Thematik betrieben wird.
Ach, da braucht es keine großartigen Verschwörungstheorien. NATÜRLICH ist das, was Frau Sarkeesian hier macht tendenziös. Sie vertritt eine klare Position. Man weiß, woran man bei ihr ist. Da gibt es keine Hidden Agenda, keine neutrale Zurückhaltung.

Dennoch halte ich es für notwendig, dass man über das Thema (und nicht über sie) spricht. Weil sie nämlich hier und da genau den Finger in die Wunde hält. Da, wo es weh tut. Wo oft genug immer noch weggeschaut wird. Zudem der alltägliche Sexismus gegen "richtige" Frauen in Videospielen, wenn man sich mal diverse MP-Partien gibt, keine Einbildung ist. Und so kämpfe ich mich manchmal doch durch diverse Threads zu diesem Thema, um unter all der unsäglichen Gülle hier und da einen Beitrag zu finden, auf den man ohne massives Fremdschämen antworten kann. Wo es um das Thema und nicht über Frau Sarkeesian geht.
billy coen 80
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Re: Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

Beitrag von billy coen 80 »

Ich bin abslolut dafür, das Thema Frauenrechte nie aus den Augen zu verlieren. Genauso wie Menschenrechte im Allgemeinen, meinetwegen auch Männerrechte (will mir ja nicht selbst das Wasser abgraben :lol: ) und alles, wo es gilt für Respekt und Gleichbehandlung zu sorgen.

Allerdings sind mir Personen, die immerzu dieselbe Keule schwingen und dabei in ihrer Polemik fast immer weit über jegliches Ziel hinausschießen, eher suspekt. Der Gedanke des Aufrüttelns wird da meines Erachtens völlig verfehlt, weil man vielen Leuten, die diese Themen bislang gekonnt ignoriert haben, mit dieser teils schon aggressiv einseitigen Darstellung nicht bekehren können wird. Und ganz nebenbei schütteln auch nicht wenige (auch Frauen) über so etwas schnell mit dem Kopf, obwohl sie im Kern eigentlich konform gehen. Diese massive Überspitzung, das Ausblenden von Tatsachen, nur weil sie der eigenen Argumentation nicht genehm sind, halte ich persönlich in einem Gesellschaftsdiskurs für kontraproduktiv. Anita S. macht in ihren Videos das auf Videospiele bezogen (wo es natürlich teils noch leichter ist, Beispiele zu finden), was manche "Extremfeministin" gerne auf die ganze Gesellschaft gemünzt betreibt. Es wird ein Bild gezeichnet, mit dem Ziel Probleme aufzuzeigen, das am Ende aber meilenweit an der Realität und somit auch an den Problemen vorbeigeht. Wenn man sich zu den glorreichen "#aufschrei"-Zeiten angehört hat, was da im Netz verbreitet und auch (mit Unterstützung der diesbezüglich teils erschreckend gleichgeschalteten Medien) über den Äther geschickt wurde, konnte man schon den Eindruck gewinnen, wir leben in einer Gesellschaft, in der Frauen tagtäglich Spießruten laufen, während sie permanent von allen Seiten von gierig geifernden Männern begrabscht und mit zotigen Äußerungen belästigt werden.

Aber, um jetzt dieses ganze Pamphlet ad absurdum zu führen, muss ich sagen, dass ich mit dem Wort tendenziös nicht die Videos von Anita meine, sondern die Art der selektiven Berichterstattung hier auf 4players. Die ganze Sache ist ein Riesenwirbel und würde sogar ganz gut als Anhang zu Jörgs "kritischen Herbst" passen, aber da man dann auch über die durchaus zweifelhaften Umtriebe einer Frau berichten müsste, die sich auch schon als Feministin mit moralisch erhobenem Zeigefinger hervorgetan hat, dann aber durch ihr Verhalten z. B. ein für Frauen mit Spieleentwicklerambitionen gedachtes Förderprojekt unterminiert hat, wird das hier scheinbar weiterhin geflissentlich ausgespart und stattdessen der nächste Propagandaerguss (dies ist eine bewusst überspitzte, provokante Formulierung) von Anita groß aufgehängt. Das riecht doch schon nach ein Wenig Politik, die man hier betreibt.
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Kajetan
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Re: Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

Beitrag von Kajetan »

billy coen 80 hat geschrieben:Das riecht doch schon nach ein Wenig Politik, die man hier betreibt.
Nö. Reine Faulheit! :)

Es ist eine Arbeit von nur wenigen Minuten das neue Sarkeesian-Video zu uppen und ein paar einleitende Worte ins CMS zu schreiben und auf die Frontpage zu stellen. Bumm, feddisch, Mittagspause!

Sich jedoch durch diesen wüsten Dschungel an Gerüchten, Verleumdungen und Halbwahrheiten zu kämpfen, der min. 90% des Quinngates ausmacht, das ist harte Recherchearbeit. Da sitzt man, ungelogen, etliche Stunden da, nur um sich einen halbwegs korrekten Überblick zu verschaffen. Ich weiß das, weil ich es selber getan habe, nur um dann festzustellen, dass es die Mühe (für mich) nicht wert ist. Ist es die Mühe für den Newsblock von 4P wert? Ist es überhaupt die Mühe für 4P wert, wenn so eine Berichterstattung, so interessant sie auch sein mag, nicht im Fokus des Portals liegt?

4P ist kein besonders gutes Newsportal und auch keine Anlaufstelle für ausführliche Hintergrundberichte. Weil das nicht im Fokus liegt und nichts mit der Arbeit von Julian und Co. zu tun hat. 4P will qualitativ gute Reviews und Previews veröffentlichen. Alles andere ist nur Beiwerk, das man mitnimmt, wenn man nicht allzu viel Aufwand damit hat.
billy coen 80
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Re: Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

Beitrag von billy coen 80 »

OK! Da haste wohl Recht. Will hier ja auch niemandem Unrecht tun... :P
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Lebensmittelspekulant
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Re: Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Wulgaru hat geschrieben:Das ist eine Illusion. Natürlich findet man im Internet viel und ich will gar nicht sagen das man wirklich ziemlich viel aus Facebook, Twitter und Co herauslesen kann, aber das bleibt immer Interpretation und Spekulation. Das ist kein richtiger Journalismus. Richtiger Journalismus arbeitet mit Primärquellen und das sind in erster Linie Personen.
Warum sprichst du von einem "richtigen" Journalismus? So etwas gibt es nicht. Auch Journalismus ist wandelbar und darf sich gerne den zeitlichen Veränderungen anpassen.

Mit beteiligten Personen zu reden ist natürlich weiterhin wichtig. Es ist aber nicht mehr nötig, sich mit diesen Personen anzufreunden oder sich von ihnen Gefälligkeiten bieten zu lassen, woraufhin der Journalist sich dann von ihnen die Welt erklären lässt.

In der Ukrainekrise zB habe ich den Eindruck, daß sämtliche Medien immer nur ihre Verbindungen zum UCMC nutzen, um Nachrichten zu produzieren. 1-2 mal pro Woche werden in sämtlichen Medien Berichte der ukrainischen Regierung veröffentlicht (meist handelt es sich um angebliche russische Grenzübertritte), die Tage später als Lügen entlarvt werden. Dennoch wiederholt sich das Spiel immer wieder.

Wieso gibt es zu dieser Krise nur so eine Art Berichterstattung in den Leitmedien? Wieso hat man kaum Korrespondenten vor Ort, die ohne Zugabe persönlicher Meinungen über die Geschehnisse berichten? Vor allem über das was auch tatsächlich passiert.
Das wäre für mich "richtiger" Journalismus. :)

Ansonsten finde ich es schon bezeichnend, daß reine Onlinemedien größtenteils akkurater über globale Ereignisse berichten, als die klassischen Leitmedien. Von daher ist für mich dieser personenbezogene, vetternwirtschaftliche Journalismus das Falscheste überhaupt ^^
Wulgaru hat geschrieben: Man kann daher eh diskutieren ob Gamingjournalismus wirklich richtiger ist, denn im Kern geht es dabei ja nach wie vor darum Produkte zu testen, aber genauso gut muss man sich vor Augen führen das Journalismus auch erstmal darin besteht Fakten zu präsentieren und nicht Verschwörungen hinter allem und jedem zu vermuten. Wenn man die Meinung der Bundesregierung hören will, muss man mit ihr reden, wenn ich wissen will wie Thomas Müller tickt, muss ich mit ihm reden, sonst bewegt man sich als Journalist auf dem Niveau von Klatsch und Tratsch, egal wie gut man recherchiert.
Das sollte aber nur eine Seite der journalistischen Medaille sein. Denn wenn man mit Menschen redet, dann besteht eine sehr hohe Gefahr, daß diese einen Lügen erzählen. Sowas machen Menschen nämlich jeden Tag und gerade wenn es um wichtige Dinge geht, lügen sie.

Deswegen sollte ein Journalist nur bedingt etwas auf das gesprochene Wort geben, sondern sich lieber damit beschäftigen Belege oder Gegenbelege für diese Worte zu finden.

Wulgaru hat geschrieben: Und wenn man mit Personen redet, dann braucht es eben Regeln. Niemand redet mehr mit dir, wenn er dir etwas im Vertrauen sagt, was du dann brühwarm in einen Artikel schreibst, umgekehrt kriegt man exklusive Informationen und Interviews wenn man sich an solche Absprachen hält. Das ist nicht korrupt sondern schlicht nicht anders lösbar.
Für die alten Geschäftsmodelle vielleicht. Du redest schon wie Mutti :D

Exklusive Geschichten und Interviews erhöhen selbstverständlich die Auflagen einer Zeitung und die Einschaltquote einer Fernsehsendung. Ich finde allerdings nicht, daß Informationsverbreitung heutzutage noch an wirtschaftliche Interessen gebunden sein muss. Reporter ohne Grenzen funktioniert zB über Spendengelder und nicht über Werbeeinnahmen. Da steht kein Mogul hinter, keine Aktionäre, die Gewinne verlangen.
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Wulgaru
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Re: Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

Beitrag von Wulgaru »

Natürlich muss es noch an wirtschaftliche Interessen gebunden sein. Du glaubst doch nicht ernsthaft das Spenden die gesamte Berichterstattung finanzieren können. Auch Journalisten müssen von irgendwas leben und das tun sie indem sie Nachrichten verkaufen. Daran ist nichts verwerfliches. Ich verstehe auch nicht wie du darauf kommst das man keine sozialen Beziehungen zu seinen Quellen aufbauen muss. Hier geht es doch nicht darum mit bösen Konzernchefs ins Bett zu steigen, sondern einfach Leute zu haben die man bei bestimmten Themen befrage kann. Das Internet kann das sicher nicht ersetzen, denn dort liest du nur Nachrichten die vorher von Journalisten aufgedeckt oder aufgegriffen wurden.

Wie auch immer, weswegen ich eigentlich davon angefangen habe, ist eben das Journalismus ein anspruchsvollerer Beruf ist als eine Twittercollage hinzubasteln und sie mit Pfeilen zu verbinden um seine eigene Meinung zu bestätigen. Das was in dieser Quinn-Sache geschieht ist genau dieser Kram. Da redet man davon das es Beweise gäbe das Kotaku korrupt sei, weil es drei Facebook-Bilder gäbe, die sie am 23.12. mit Person cy zeigen und dazu gibt es drei Twittereinträge vom gleichen Tag usw....nein das beweist gar nichts. Das ist Bildinterpretation wie es einem gefällt. Quasi wie die Paparazzi die im Urlaub Promis auflauen und dann schreiben das xy sich von z getrennt hat, weil sie nicht zusammen am Strand sind.
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Lebensmittelspekulant
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Re: Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Chibiterasu hat geschrieben: Ist das Spekulation oder erwiesen? War das Spiel nicht aus eher schlechten Gründen fast am Scheitern? Ablehnung weil "Kein Spiel im eigentlichen Sinne" etc. blablabla? Spielen da nicht die Kommentare von dem Wizarddings Forum über sie rein?
Als ob das Disneyforum irgendeinen Einfluss auf die Gamingwelt hätte. Kennst du dieses Forum überhaupt? Hast du jemals was von denen gehört? Ich kenne die eigentlich auch erst seit ein paar Tagen, eben seit dem ich im Zuge dieser Verschwörung darüber gelesen habe.

Hast du Depression Quest eigentlich mal gesehen? Das Spiel ist kostenlos und hmtl-basiert. Man kriegt einen Text vorgesetzt und kann Antwortmöglichkeiten anklicken. Dazu läuft eine Hintergrundmusik. Das ist alles. Das erfüllt zwar alle Anforderungen, die man an ein Spiel stellen kann, es macht aber dennoch keinen Sinn so etwas auf Greenlight zu veröffentlichen. Man kann das Spiel auch einfach im Browser zocken :?
Chibiterasu hat geschrieben: Und selbst wenn. Andere würden das als "gutes Marketing" bezeichnen. Die Frage ist, ob sie wirklich gestalkt und belästigt wurde. Wenn das nicht gelogen ist, ist auch die Berichterstattung darüber ok und der Marketingeffekt halt eine für sie positive Nebenentwicklung.
Sagen wir mal sie ist nicht wirklich dumm. Sie weiß schon, wie man sich verkaufen kann. Ob sie gestalkt wurde oder nicht, das können wir kaum feststellen. Wir können aber zumindest feststellen, daß ihre Schuldzuweisungen in dieser Sache falsch sind. Sie hat Marketing auf Kosten Unschuldiger betrieben und das finde ich jetzt auch nicht wirklich in Ordnung :)


Chibiterasu hat geschrieben: Wenn du dir die Mühe machst und mir ein paar Links zu ebenso oder viel talentierteren Indieentwicklern heraussuchst, die auf Kotaku systematisch außen vor gelassen werden, revidiere ich vielleicht meine Aussage.
Da kann ich jetzt genauso von jedem Greenlightspiel den Entwickler raussuchen und würde bei Kotaku genauso wenig über ihn finden, wie über seine Spiele, die ich bereits auf Kotaku gesucht habe. :)
Warum machen wir es nicht andersherum und du zeigst mir noch andere, ähnlich unbedeutende Indieentwickler, die eine ähnliche große Aufmerksamkeit bekommen haben. ^^
Chibiterasu hat geschrieben: Ausnahmen gibt es sicher. Evtl. waren die MAcher dann einfach nicht genug geschickt auf sich aufmerksam zu machen?
Geschickt genug, oder vielleicht dreist genug? Zoe hat mE die Aufmerksamkeit durch politische Kontroversen bekommen. Feminismus, Mysogynie und überhaupt die Machokultur in Videospielen sind derzeit große Themen in unserer Spielekultur. Sie hat diesen Umstand ausgenutzt um Werbung für sich zu machen. Kann ich verstehen.
Ich kann aber auch verstehen, wenn das einigen nicht gefällt, vor allem diejenigen, die sich dadurch benachteiligt fühlen.

Chibiterasu hat geschrieben: Es gibt auch unzählige tolle Independentkino-Filme und viele bekommen nicht die Aufmerksamkeit die sie verdienen. Aber liegt da immer böse Absicht dahinter?
Streichen wir mal das Wort "böse" und ersetzen es durch "egoistisch". So etwas kommt immer zustande, in dem jemand egoistischer handelt, als seine Konkurrenten.

Chibiterasu hat geschrieben: Auch sexueller Natur? Oder irgendwo im Vorbeigehen mal am Ärmel gestreift oder Hallo gesagt?
Sie kennt, manipuliert und kontrolliert also die halbe Gamingpresse?
Das ist nicht sie alleine, sondern wohl eine ganze Clique. Mit Anita scheint sie ja auch gut befreundet zu sein und die hat wirklich schon einigen Einfluss auf die Presse. Man sieht doch auf fast jeder Gamingseite das neueste Video von Anita. Es wird überall breit diskutiert. Das Projekt von TFYC, wo weibliche Spieleentwickler im Rahmen einer Charite gefördert werden sollen, findet in den Spielemedien hingegen fast garkeine Beachtung. Die Betreiber dieses Projekts haben eben nicht so gute, freundschaftliche Beziehungen zu Journalisten.

Ob der reddit-mod nun auch Sex mit Zoe hatte weiß man nicht. Das spielt auch keine Rolle. Man muss keinen Sex haben, um jemanden einen freundschaftlichen Gefallen zu tuen. Es reicht zu wissen, daß die beiden sich kennen, daß sie irgendeinen Einfluss auf ihn hat und er daraufhin diese Massenlöschung veranlasste.
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Usul
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Re: Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

Beitrag von Usul »

G34RWH33L hat geschrieben:Ah, das erklärt Ususl´s Aussage. :-) ich dachte ich wäre zu doof. :-) Hat sich erledigt Usul, dann werde ich heute mittag auch erstmal Anita angucken müssen :-)
Wenn du dir das Video anschaust und zumindest den dazugehörigen und stetig wachsenden Thread, wirst du feststellen, daß unter dem Deckmantel der "Man wird doch wohl noch seine Meinung sagen dürfen"- und "Hier geht es nur um das Thema"-Ausreden teilweise übelster sexistischer Unsinn verbreitet wird. Und beim Thema Zoe Quinn ist das mitunter nicht anders - wenn auch vielleicht weniger extrem, was jedoch der Tatsache geschuldet sein dürfte, daß es noch keine zig News/Videos dazu gibt.

Und lieber Kajetan, du hast recht, wenn du hier wieder eine Verallgemeinerung diagnostizierst... aber auch dieses Mal werde ich nun keine einzelnen Beiträge oder Namen nennen, schlichtweg weil mir die Zeit dafür zu schade ist. Der Thread hat aktuell 11 Seiten... und alleine auf der ersten Seite geht es schon los.
Dabei wäre das Thema an sich wirklich sehr interessant - schließlich ist das Verhältnis der Geschlechter ganz allgemein eine der stärksten Treibfedern der Gesellschaft (zumindest der etwas zivilisierteren Gesellschaften, die zumindest eine grundsätzliche Gleichheit von Mann und Frau akzeptieren).
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Re: Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Wulgaru hat geschrieben:Hier geht es doch nicht darum mit bösen Konzernchefs ins Bett zu steigen, sondern einfach Leute zu haben die man bei bestimmten Themen befrage kann. Das Internet kann das sicher nicht ersetzen, denn dort liest du nur Nachrichten die vorher von Journalisten aufgedeckt oder aufgegriffen wurden.
Nein, im Internet lese ich auch Nachrichten, die von allen möglichen Leuten aufgedeckt oder aufgegriffen wurden. Das beschränkt sich nicht mehr nur auf Journalisten.

Das Internet macht es auch für mich sehr viel einfacher, mit Leuten zu kommunizieren, die ich zu bestimmten Themen befragen kann. Da brauche ich nicht mehr zwingend die selektive Auswahl aus dem Adressbuch eines Journalisten.

Vor allem kann diese Kommunikation von viel mehr Augen betrachtet werden, es können sich viel mehr Meinungen dazu gebildet werden. Eine Einzelperson übersieht oftmals Details oder begreift nicht, wenn sie an einer bestimmten Stelle belogen wurde. Im Internet werden mir viel mehr Denkfehler meinerseits vor Augen geführt, als im richtigen Leben. Das gilt wahrscheinlich für jeden :)
Wulgaru hat geschrieben: Wie auch immer, weswegen ich eigentlich davon angefangen habe, ist eben das Journalismus ein anspruchsvollerer Beruf ist als eine Twittercollage hinzubasteln und sie mit Pfeilen zu verbinden um seine eigene Meinung zu bestätigen. Das was in dieser Quinn-Sache geschieht ist genau dieser Kram. Da redet man davon das es Beweise gäbe das Kotaku korrupt sei, weil es drei Facebook-Bilder gäbe, die sie am 23.12. mit Person cy zeigen und dazu gibt es drei Twittereinträge vom gleichen Tag usw....nein das beweist gar nichts. Das ist Bildinterpretation wie es einem gefällt. Quasi wie die Paparazzi die im Urlaub Promis auflauen und dann schreiben das xy sich von z getrennt hat, weil sie nicht zusammen am Strand sind.
Ich weiß jetzt nicht, wovon du da genau redest. Aber die Korruptionsvorwürfe basieren nicht auf irgendwelchen Twittercollages, sondern grundsätzlich auf den Aussagen von Zoes Exfreund. Selbst der Kotaku-Schreiber Nathan Grayson hat zugegeben eine Beziehung mit Zoe zu haben.
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Re: Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

Beitrag von Wulgaru »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben: Das Internet macht es auch für mich sehr viel einfacher, mit Leuten zu kommunizieren, die ich zu bestimmten Themen befragen kann. Da brauche ich nicht mehr zwingend die selektive Auswahl aus dem Adressbuch eines Journalisten.

Vor allem kann diese Kommunikation von viel mehr Augen betrachtet werden, es können sich viel mehr Meinungen dazu gebildet werden. Eine Einzelperson übersieht oftmals Details oder begreift nicht, wenn sie an einer bestimmten Stelle belogen wurde. Im Internet werden mir viel mehr Denkfehler meinerseits vor Augen geführt, als im richtigen Leben. Das gilt wahrscheinlich für jeden :)

Aber die Korruptionsvorwürfe basieren nicht auf irgendwelchen Twittercollages, sondern grundsätzlich auf den Aussagen von Zoes Exfreund. Selbst der Kotaku-Schreiber Nathan Grayson hat zugegeben eine Beziehung mit Zoe zu haben.
Ironisch das du von Vielfalt an Meinungen sprichst, aber diese Affäre über die wir hier diskutieren auf der Aussage einer Einzelperson basieren, die und darüber kann man wohl kaum streiten...ein angepisster Exfreund ist. Gut gemacht Internet mit deiner Vielfalt. Das was wir hier haben ist Klatsch und Tratsch. Wenn das Journalismus ersetzen soll, sehe ich schwarz.

Zweitens ist es vielleicht einfacher möglich durch Facebook mit Menschen Kontakt aufzunehmen als sie im Telefonbuch zu suchen, aber wenn das erst einmal getan ist, läuft die Kommunikation nach den gleichen Regeln ab. Wenn du eine Story siehst und dazu ne Person befragst und das jemals noch einmal tun willst, musst du dich auch an bestimmte Regeln halten. Es ist das gleiche Prinzip. Du bist nach wie vor ein Journalist der Quellen braucht.
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Re: Fez: Phil Fish gehackt, Polytron steht zum Verkauf

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Wenn das Prinzip gleich ist, übernehmen wir dann nicht sowieso schon die Aufgabe von Journalisten, nur eben ohne Berufsausbildung und dafür mit Schwarmintelligenz? Ansonsten gibt es im Netz aber schon noch Unterschiede: Ich habe hier keinen Namen. Wenn ich mich nicht an die Regeln halte, kann ich einfach meine Identität wechseln. Man redet hier nicht zwangsläufig mit Individuen, sondern mit Kollektiven. Wenn man im Netz ein Interview führt, dann müssen weder die Fragensteller, noch die Interviewten aus einem einzigen Individuum bestehen.

Das Prinzip sollten eigentlich auch Politiker nutzen. Anstatt das Mutti ihr Sommerinterview mit vorgelegten Fragen und vorgefertigten Antworten führt, sollte sie sich lieber der direkten Befragung des Volkes stellen. Aber das wäre wohl zu demokratisch. Das wirtschaftliche Interesse der Medien ist sowieso wichtiger :)
Wulgaru hat geschrieben: Ironisch das du von Vielfalt an Meinungen sprichst, aber diese Affäre über die wir hier diskutieren auf der Aussage einer Einzelperson basieren, die und darüber kann man wohl kaum streiten...ein angepisster Exfreund ist. Gut gemacht Internet mit deiner Vielfalt. Das was wir hier haben ist Klatsch und Tratsch. Wenn das Journalismus ersetzen soll, sehe ich schwarz.
Wieso tust du jetzt wieder so, als sei es nur die Aussage des Exfreundes? Ich habe doch gesagt, daß es teilweise von Kotaku selber bestätigt wurde. Auch einige geprellte Frauen, deren Partner sie mit Zoe betrogen haben, haben sich zu Wort gemeldet.

Und da wir hier im Internet sind, hat auch die Gegenseite jederzeit die Möglichkeit ihre Version der Geschichte zu erzählen. Da die Gegenseite allerdings es vorzieht zu schweigen, könnte man das auch als Bestätigung der Geschichte sehen.

Zoe hat genug Unterstützer. Sie hat ebenfalls viele meinungsmachende Foristen, die ihre Sache vertreten, es gibt Hacker, die mit ihr sympathisieren, und von den Journalisten, mit denen sie befreundet ist, müssen wir nicht nochmal reden. ^^ Es gäbe genug Möglichkeiten, daß diese Fraktion ebenfalls mit Beweisführungen ihrerseits die Geschichte entkräftet. Wenn es aber nunmal keine Gegenbeweise gibt, kann das Internet ja nichts dafür.

Wieviel Vielfalt willst du denn noch? :p