Hokurn hat geschrieben:Kajetan hat geschrieben:Nanimonai hat geschrieben:Beim neuen Tomb Raider geht das nicht mehr. Das Spiel nimmt sich selbst viel zu ernst, so dass die Lücken zwischen Gameplay und Story vollkommen lächerlich wirken und das wird noch verstärkt durch eben den Fokus auf möglichst brutale und blutige Gemetzel. Da konnte ich irgendwie kein Auge zudrücken. Schade, weil das neue Tomb Raider eigentlich Potential hatte.
Uncharted kenne ich zwar nicht, aber diese
Diskrepanz zwischen Charakterisierung & Story und dem eigentlichen Gameplay beim neuen Tomb Raider ist mir ziemlich auf den alten Sack gegangen.
Ja, richtig: Schade drum! Hätte wirklich das Zeug und Potential für einen geilen Reboot gehabt. So aber war es halt nur gefälliges Geballer mit einer am Besten vollkommen zu ignorierenden Story. Aber dafür brauche ich kein Tomb Raider, dafür kann ich jeden x-beliebigen Shooter von der Stange nehmen. Hier wurde das Franchise sinnlos vergeudet.
Ich will das niemanden unterstellen... Aber das stand seit dem Test bei fast jedem negativen Betrag. Ich wette, dass dies nicht der Fall sein würde wenn 4Players das Spiel wie die anderen Kritiker abgefeiert hätte.
Mich persönlich hat das nicht gestört. Ich fand die Story ganz nett und nachvollziehbar und hatte Spaß am "Uncharted-Gameplay" und fand es bis auf anfängliche Holprigkeiten auch logisch.
Allein das kritisiert wird, dass Lara C. alles nieder ballert. Ich mein auf sie wird geschossen und sie hat Waffen zur Verfügung um sich zu wehren. Klar hätte man das vom Design auch mit den Tieren usw. etwas besser lösen können aber jeder Mensch wehrt sich wenn sein Leben bedroht wird...
Chibiterasu hat geschrieben:Also ich finde es komplett unnötig dass auf so einer Insel hunderte Leute niedergeballert werden müssen.
Ist ja bei Uncharted schon saudämlich aber das Spiel nimmt sich gefühlt nicht ganz so ernst wie Tomb Raider.
Das kann man eigentlich zu vielen Spiel sagen... Viele der Einsätze in Shootern sind auch eher fragwürdig.
Warum ich als Kratos in God of War beim töten von Zivilisten rote Orbs bekomme bzw hunderte Soldaten niedermetzeln muss ist genauso fragwürdig. Hier kann ich auch sagen das die Levelbegrenzungen bis jeder getötet wurde sinnfrei sind wenn ich doch als Halbgott genauso gut drauf verzichten könnte mich mit normalen Menschen zu messen.
Da gibt es noch Massen an Beispielen.
breakibuu hat geschrieben:SethSteiner hat geschrieben:Ein Reh versucht Lara ja auch nichts anzutun, das ist einfach nur ein Reh. Das was man von Lara sieht ist eigentlich ziemlich normal, so läuft das in der Realität genauso ab.
Zum ersten Mal ein Tier zu töten läuft vermutlich ähnlich ab, aber alles was danach kommt wohl eher nicht.
Die Stealthkills sind dann doch ne Spur zu extrem und bei dieser Feuermunition und den Feuerpfeilen zögert wohl auch erstmal jeder.
Mir ist schon bewusst dass man diese ganze Abstumpfung und Abhärtung runterkürzen muss, weil man in nem Actionspiel logischerweise nicht erstmal 10 Ingamestunden mit Charakterentwicklung verbringen kann, aber hier ging das definitiv zu schnell. Das selbe Phänomen gabs interessanterweise auch bei FarCry 3, da haben se den Übergang vom Milchbubi zum Terminator auch nich wirklich hinbekommen.
Hokurn hat geschrieben:Das ist eine Szene am Anfang der Rest zieht sich logisch durchs Spiel.
Wie gesagt, Lara ist imo viel zu brutal im Spiel. Es besteht immernoch ein Unterschied zwischen dem Töten zum Überleben und Abschlachten. Ab dem zweiten Drittel ist Ingame vom Überlebenskampf ja nichtsmehr übrig, da mutiert Lara zur Schlächterin von Yamatai
Wie ich auch schon sagte man kann das Ganze auch etwas schlichter veranstalten. Aber da gehts dann wohl mehr um die Abwechslung.
Wenn ich ums überleben kämpfe muss ich wohl nicht umbedingt mit Napalmpfeilen um mich schießen.
Kajetan hat geschrieben:Hokurn hat geschrieben:Kajetan hat geschrieben:
Uncharted kenne ich zwar nicht, aber diese Diskrepanz zwischen Charakterisierung & Story und dem eigentlichen Gameplay beim neuen Tomb Raider ist mir ziemlich auf den alten Sack gegangen.
Ich will das niemanden unterstellen... Aber das stand seit dem Test bei fast jedem negativen Betrag.
Weil es eben so derart offensichtlich nicht zusammenpasst
Naja offentsichtlich ist es nicht umbedingt wenn es genug Leute gibt die das Spiel gut finden. Sowohl Medien als auch Spieler selbst...
Kajetan hat geschrieben:
Wenn man die Cutscenes und die Story vollständig ignoriert und sich nur auf's Ballern konzentriert, dann ist das schon in Ordnung. Aber dann brauche ich, wie gesagt, keine Figur "Lara Croft" und erst Recht keine aufwendig produzierte Storyline und keine Cutscenes mit superduper-animierter Frisur. Dann habe ich lediglich das story-technische Niveau eines alten NES-Ballerspieles wie Contra, wo man die Story mit einem Satz beschreiben konnte, weil nicht die Story, sondern das Ballern wichtig war.
Das Ganze klingt immer so dramatisch...
ich sage ja nicht, dass es das perfekte Spiel war. Ich behaupte ja sogar das man was am Gameplay gerade am anfang hätte verbessern können und später auch mit den Napalmpfeilen etc. aber es ist für viele einfach ein gutes Spiel. Nicht mehr und nicht weniger.
Viele Nachrichten, die mit "Beim neuen Tomb Raider ist es völlig unlogisch das Lara um Rehe weint und dann tausend Menschen erschießt" anfangen klingen immer so als könnte man das Spiel komplett in die Tonne werfen und bei so einem durchdringenden inhaltlichen Fehler ist es völlig unbegreiflich wie man das Spiel weiter spielen konnte.
Zudem wird das Spiel meistens auf diese eine Szene heruntergebrochen
Ich finde den Ansatz mit dem Reh super. Bei jedem anderen Spiel wär das Reh gestorben und es gibt nen Stück Fleisch und das Fell dafür und fertig.
Da nimmt Tomb Raider vllt nicht den perfekten Weg aber zumindest den ersten Zwischenschritt in die richtige Richtung.
"Meine" Lara hat sich übrigens ans Tiere jagen gewöhnt und ich bin froh gewesen, dass sie nicht bei jedem Reh weinen musste.
